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eHealth in der Praxis. Cybersanté dans la pratique
 

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    eHealth in der Praxis. Cybersanté dans la pratique eHealth in der Praxis. Cybersanté dans la pratique Document Transcript

    • eHealth in der PraxisCybersanté dans la pratique
    • ImpressumHERAUSGEBERALIS-Connect Vereinigung von SW-Herstellern und Leistungserbringern www.alis-connect.ch info@alis-connect.cheHealth Suisse «eHealth Suisse» Koordinationsorgan Bund und Kantone www.e-health-suisse.ch info@e-health-suisse.chVGIch Verein Gesundheitsinformatik Schweiz www.vgich.chPARTNER Die SGMI, HL7 Schweiz, IHE Suisse, IG eHealth und H+ begrüssen diese Publikation unter dem Titel «eHealth in der Praxis» und unterstützen die Herausgeber finanziell und Inhaltlich. Die Publikation ergibt einen repräsenta- tiven Spiegel aus drei Sichten und hilft bei Bedarf rasch, Vertiefungspunkte zu evaluieren und den Einstieg in die Themen zu finden. Wir hoffen, damit einen essentiellen Beitrag zur Verbreitung der aktuellen Informationen und Unterstützung bei Entscheidungen zu leisten und ent- sprechend Projekte beschleunigen zu können. Wir sehen einer gelegentlichen Überarbeitung und Neuauflage positiv entgegen und werden auch eine solche wieder unterstützen.REALISIERUNGRedaktion Christian Kohler Adrian Schmid Jürg Lindenmann Catherine Marik Hans BalmerLayout Daniela VenegoniBilder Walter PfäffliFotoaufnahmen Spital ThunVerdankungen Die Herausgeber freuen sich, diese Dokumentation präsentieren zu können. Wir danken den Autoren, die ihre Beiträge kostenlos beigesteuert haben, und denjenigen, die das Vorhaben in irgendeiner Weise unterstützt haben, sehr! Nur so war es möglich, diesen wichtigen Beitrag für die weitere Umsetzung der «Strategie eHealth Schweiz» zu leisten.Erscheinungsdatum Januar 2011Weitere Informationen «eHealth Suisse» Koordinationsorgan Bund und Kantoneund Bestelladresse www.e-health-suisse.ch info@e-health-suisse.ch
    • 3InhaltEditorial 4TEIL 1: «eHealth Schweiz» – was ist das, was soll das? 5Die Strategie eHealth Schweiz 6Gesetze und Verordnungen 8Nutzen von eHealth 9«Architektur eHealth Schweiz» 12Das virtuelle Patientendossier 16IHE-Komponenten 19Versichertenkarte und HPC 21La e-Santé 22TEIL 2: Was brauchen die Leistungserbringer? 23Hausaufgaben der Leistungserbringer 24eHealth-Umsetzung 26Wirkung an der Front 28Das Spital-Patientendossier in der Umsetzung 30Anwendbare Standards 32TEIL 3: die Vernetzung/Wie verbinden wir das? 35Die Vernetzung 36Das Business 38Vom PoC zur Umsetzung – von MeDIswiss zum MPI SG 40Rete Sanitaria 41Regio Basel 42e-toile 43Strategische und praktische Umsetzungen (LU, SG) 44MARKTÜBERSICHT: WER KANN WAS? 45
    • 4Stefan SpycherBundesamt fürGesundheit (BAG)«eHealth» – eine Heraus- La cybersanté – un défi annon-forderung mit grossen Chancen ciateur de grandes opportunitésDank «eHealth» können die medizinischen Behand- Grâce à la cybersanté, les processus de prise enlungsprozesse wirtschaftlicher, sicherer und quali- charge médicale pourront être organisés de ma-tativ besser organisiert werden. Stehen behand- nière plus économique, plus sûre et offrir une meil-lungsrelevante medizinische Informationen zur leure qualité. L’accessibilité à des informations né-richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung, cessaires à une prise en charge au bon moment etresultiert eine Verbesserung von Therapie und Pa- au bon endroit contribue sans aucun doute à unetientensicherheit. Dies wiederum hat positive Aus- amélioration du traitement et à la sécurité du pa-wirkungen auf die Effizienz der Behandlungsabläu- tient mais a également des effets positifs sur l’effi-fe. Langfristig, so hoffen wir, entsteht daraus ein cience des processus de prise en charge. A longBeitrag zur Reduktion des Gesundheitskosten- terme, nous espérons contribuer à une diminutionwachstums in der Schweiz. de l’augmentation des coûts de la santé en Suisse.Das Potenzial der Informations- und Kommunika- Le potentiel des technologies de linformation ettionstechnologien im Gesundheitswesen wird noch de la communication (TIC) dans le domaine de lanicht ausgeschöpft. Die vorliegende Publikation santé est encore vaste. La présente publication sertsoll Ihnen deshalb als Orientierungsrahmen und de cadre d’orientation et d’aide à la décision. DeEntscheidhilfe dienen. Gleichzeitig möchten wir Sie même, nous souhaitons vous encourager à pren-auffordern, bei der Planung Ihrer IT-Strategie die dre en compte les réflexions et les recommanda-Überlegungen und Empfehlungen des Koordina- tions de l’organe de coordination «eHealth Suisse»tionsorgans «eHealth Suisse» zu berücksichtigen. lors de votre planification en matière de stratégieNur mit strategiekonformen und somit interope- informatique. Seules des solutions informatiquesrablen IT-Lösungen können institutionsübergrei- conformes à la stratégie et interopérables vous per-fend Dokumente und Daten ausgetauscht werden. mettront d’échanger de la documentation et des données entre les institutions.Wir wünschen uns, dass alle Akteure die Umset-zung der «Strategie eHealth Schweiz» auch zukünf- A l’avenir, nous espérons que tous les acteurstig als aktive Wegbereiter mittragen und als Impuls- s’engagent activement à la mise en œuvre de lageber mitgestalten. Die «eHealth-Zukunft» ist voller «Stratégie Cybersanté (eHealth) Suisse» en tantHerausforderungen, aber auch eine grosse Chance qu’initiateur et donneur d’impulsion. Le «futurfür das Schweizer Gesundheitssystem. Nutzen wir de la cybersanté» réserve de nombreux défis, maisdiese gemeinsam! représente aussi une grande opportunité pour le système de santé suisse. Saisissons-la ensemble! Stefan Spycher Vizedirektor BAG
    • 5TEIL 1 PARTIE 1Im Jahr 2007 hat der Bundesrat die En 2007, le Conseil fédéral a adopté la«Strategie eHealth Schweiz» verabschiedet. «Stratégie Cybersanté (eHealth) Suisse».Die Schweizerische Konferenz der La Conférence suisse des directrices etkantonalen Gesundheitsdirektorinnen und directeurs cantonaux de la santé (CDS) s’est-direktoren (GDK) hat sich der Strategie und également ralliée à la stratégie ainsi qu’auxden Zielen angeschlossen. Ziel ist es, den objectifs. Le but étant que d’ici à 2015Menschen in der Schweiz – unabhängig von toutes les personnes en Suisse puissentOrt und Zeit – den Leistungserbringern ihrer permettre aux fournisseurs de prestationsWahl den Zugriff auf behandlungsrelevante de leur choix, quels que soient l’heure et leInformationen zu ermöglichen. Das elektro- lieu, d’accéder aux informations nécessairesnische Patientendossier ist das eigentliche à la prise en charge. Le dossier électroniqueKernstück der Strategie. du patient est en fait la pièce maîtresse de la stratégie.Die folgenden Beiträge im Teil 1 beschreibendie Grundzüge der «Strategie eHealth Les contributions figurant dans la partie 1Schweiz» sowie einige prioritäre Handlungs- décrivent les principaux axes de cettefelder: Zum Beispiel den aktuellen «Stratégie Cybersanté (eHealth) Suisse»rechtlichen Rahmen, die vom gemeinsamen et quelques champs dactivités prioritaires:Steuerungsorgan von Bund und Kantonen comme, par exemple, le cadre légal actuel,verabschiedete «Architektur eHealth l’architecture «eHealth Suisse» adoptéeSchweiz» oder eine Beschreibung, wie in par le comité de pilotage commun Confédé-Zukunft Dokumente im elektronischen ration et cantons ou encore une descriptionPatientendossier bereitgestellt und gesucht de la manière dont on pourrait, dans lewerden können. futur, mettre à disposition ou rechercher des documents dans le dossier électronique du patient.
    • 6 Die «Strategie eHealth Schweiz» verfolgt das Ziel, dass alle Menschen in unserem Land bis zum Jahr 2015 unabhängig von Ort und Zeit den Leistungs- erbringern ihrer Wahl den elektronischen Zugriff auf behandlungsrelevante Informationen ermöglichen können («elektronisches Patientendossier»). Deshalb muss in der Schweiz das Motto gelten: «Keine Investitionen mehr in Systeme, die nicht interoperabel sind.»Adrian SchmidKoordinationsorgan «eHealth» Bund und Kantoneadrian.schmid@e-health-suisse.chSchluss mit technischen InselnSo war es nicht geplant. Doch die Krankheit zwingt Einigung auf ein regionales System. Sie hat zum Ziel,den Patienten dazu, kurz nacheinander den Hausarzt dass bis zum Jahr 2015 alle Menschen in der Schweizund zwei Spitäler aufzusuchen. Anschliessend klagt unabhängig von Ort und Zeit den Leistungserbrin-der Mann über starken Schwindel und massive gern ihrer Wahl den elektronischen Zugriff auf be-Leistungseinbrüche. Der Hausarzt stellt schliesslich handlungsrelevante Informationen ermöglichenfest, dass der Mann zu viele Medikamente einnimmt. («elektronisches Patientendossier»). Dabei geht es pri-Jeder Leistungserbringer hat ohne Wissen der Vorge- mär um verordnete Medikamente, Labor- oder Radio-schichte Medikamente verschrieben. Vom einen Prä- logiebefunde, Berichte zu Spitaleintritten und -Aus-parat ist es gleich drei Mal der gleiche Wirkstoff. tritten oder um Basisinformationen wie Allergien, Der Vorfall ist nicht erfunden – und er kommt so Impfdaten, chronische Krankheiten oder Unfallfolgen.oder ähnlich jeden Tag vor. Der Spitalapotheker, der Der Bundesrat hat die «Strategie eHealth Schweiz»das Beispiel beschrieben hat, schlägt als Gegenmass- im Jahr 2007 verabschiedet. Die Konferenz der kanto-nahme eine Medikamentenkarte vor, die der Patient nalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktorenimmer auf sich trägt und mit der ersichtlich ist, wel- (GDK) hat sich der Strategie und den Zielen ange-che Medikamente für welchen Zweck verschrieben schlossen, denn für die Gesundheitsversorgung derwurden und wann daran eine Änderung erfolgte. Bevölkerung sind vor allem die Kantone zuständig.Und er hält fest: «Das System funktioniert allerdings Das «Koordinationsorgan eHealth Bund-Kantone»nur, wenn sich Hausärzte, das Spital und die öffentli- (eHealth Suisse) treibt die gemeinsamen Konzeptar-chen Apotheken regional über das System einigen beiten unter Einbezug aller Akteure voran. Die kanto-und es konsequent anwenden.» nalen Gesundheitsdirektoren haben im November Die «Strategie eHealth Schweiz» will mehr als eine 2009 einstimmig beschlossen, die gemeinsamen
    • 7technischen Empfehlungen in ihrem Verantwortungs-bereich umzusetzen. EN BREF Eine Koordination und die Einigung auf gemeinsa-me Standards sind dringend notwendig. Die Digitali- La «Stratégie Cybersanté (eHealth) Suisse»sierung des Gesundheitswesens findet auch ohne poursuit l’objectif suivant: que toutes les«eHealth»-Strategie statt. Immer mehr Gesundheits- personnes en Suisse puissent, d’ici la findaten sind elektronisch vorhanden. Bisher haben die 2015, permettre aux fournisseurs de presta-Akteure aber ihre eigenen Systeme entwickelt. Um tions de leur choix, quels que soient l’heureFehlinvestitionen zu vermeiden, muss die Austausch- et le lieu, d’accéder par voie électroniquebarkeit der Daten zwischen den verschiedenen Syste- aux informations dont ils ont besoin pourmen ermöglicht werden. Die Interoperabilität ist je- pouvoir les traiter («dossier électronique dudoch nicht allein ein technisches Thema. Es geht auch patient»). Pour cette raison la deviseum Recht (Was ist wie erlaubt? Wer ist wofür zustän- suivante est de mise en Suisse: «Ne plusdig?), Organisation (Kultur der Zusammenarbeit) oder investir dans des systèmes qui ne sont pasSemantik (Sprache und Formate der Dateninhalte). interopérables.»Dezentrale StrukturenAuf viele – auch rechtliche – Fragen gibt es heute kei- Qualität der Leistungserbringung und Effizienzne definitiven Antworten. Der Weg zur Interoperabi- der Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus liefertlität muss schrittweise gegangen werden, und er «eHealth» zentrale Instrumente zur Umsetzung vonführt über mehrere Stufen der Ausreifung. Bereits anstehenden Gesundheitsreformen (Einführung DRG,jetzt gilt aber für alle Leistungserbringer das Motto: Förderung «Managed Care»).«Keine Investitionen mehr in Praxis- oder Klinikinfor-mationssysteme, die nicht mit anderen Systemenkommunizieren können». Das Koordinationsorgan FAZIT«eHealth Suisse» beschreibt mit seinen Empfehlun- Die Förderung von «eHealth» muss in den Versor-gen, wie die Interoperabilität erreicht werden kann. gungsregionen keimen und national koordiniert wer-So werden im Themenbereich «Standards und Archi- den und. Der Blick ins Ausland zeigt, dass nationaletektur» unter anderem die Basiskomponenten der Grossprojekte einen schweren Stand haben. Sie neh-«Architektur eHealth Schweiz» sowie eine Reihe von men meist wenig Rücksicht auf regionale Besonder-Standards für die Startphase beschrieben. Auf dieser heiten und Strukturen – und scheitern deshalb an derBasis können sich alle Leistungserbringer in der Akzeptanz. Deshalb – und aufgrund der kantonalenSchweiz bei ihren Neu- und Ersatzbeschaffungen Zuständigkeiten – soll in der Schweiz durch die Ver-schon jetzt «eHealth-tauglich» machen. Gleichzeitig netzung von regionalen Projekten und Infrastruktu-haben Kantone oder Regionen eine konzeptionelle ren ein immer dichteres Netz entstehen, das zu einemGrundlage für Modellversuche in ihrem Versorgungs- nationalen «eHealth»-System verknüpft werden kann.gebiet. Zudem müssen strategiekonforme Projekte im Hin- Damit setzt die Schweiz auf einen föderalen Ansatz. blick auf die Interoperabilität transparent sein und ko-Ein gemeinsames Instrument ist dabei der von ordiniert werden (technisch, inhaltlich, organisato-«eHealth Suisse» empfohlene IHE-Ansatz, der in Fach- risch). Deshalb bietet «eHealth Suisse» eine Evaluationkreisen unbestritten ist und inzwischen Fuss fasst. Das dieser Projekte an und fördert damit den Informa-Konzept hat den Vorteil, dass dezentrale Strukturen tionsaustausch mit Lernschlaufen und die personelleaufgebaut werden können, die nach identischen Prin- Vernetzung. Nur mit einer Bündelung des Wissenszipien funktionieren, ohne technische Abhängigkei- und Rücksicht auf nationale und internationale Erfah-ten von zentralen Elementen zu schaffen. Deshalb rungen ist eine national erfolgreiche Lösung möglich.können etwa Spitäler bei Neu- oder Ersatzbeschaffun-gen schon heute die IHE-Profile in den Anforderungs-katalog aufnehmen. QUELLEN Bei allen Diskussionen um Recht, Technik, Seman- - «Strategie eHealth Schweiz»: ww.bag.admin.ch/ehealth;tik und Organisation darf nicht vergessen gehen, war- - Umsetzung der «Strategie eHealth Schweiz»:um die Förderung elektronischer Prozesse notwendig www.e-health-suisse.ch;ist. Das am Anfang erwähnte Beispiel illustriert das - Aktivitäten und Beschlüsse der Konferenz der kantonalenNutzenpotenzial in den Bereichen Patientensicherheit, Gesundheitsdirektoren (GDK): www.gdk-cds.ch
    • 8 Der Bund besitzt eine beschränkte Kompetenz im Bereich «eHealth». Gesetzgebung und Vollzug im Gesundheitsbereich liegen zu grossen Teilen in kantonaler Zuständigkeit. Zentral für die Einführung und das Funktionieren eines elektronischen Patientendossiers ist die Sicherstellung der Interoperabili- tät, welche mittels Festlegung verbindlicher Standards erreicht wird. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Einhaltung des Datenschutzes zu legen.von Roman WagnerBundesamt für Gesundheitroman.wagner@bag.admin.chGestaffelte Umsetzung EN BREFZuständigkeit Bund/KantoneDie Analyse der Gesundheitsverfassung des Bundes, Dans le domaine de la cybersanté, lawelche die Artikel 118 bis 120 der Bundesverfassung Confédération possède des compétences(BV; SR 101) umfasst, zeigt, dass die Gesetzgebung restreintes. La législation relative au domai-und der Vollzug im Gesundheitsbereich weitgehend ne de la santé et sa mise en œvre est enin kantonaler Kompetenz liegen. Insbesondere die grande partie de la compétence desGesundheitsversorgung liegt vollständig in der Zu- cantons. Il est essentiel pour l’introductionständigkeit der Kantone. Lediglich im Bereich der et le fonctionnement du dossier électroniqueKranken- und Unfallversicherung verfügt der Bund du patient de garantir l’interopérabilité parüber eine umfassende Kompetenz. l’établissement de normes contraignantes. Une attention particulière doit être portéeDatenschutz au respect de la protection des données.Die Verfassung garantiert jeder Person das Recht aufSchutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten(Art. 13 Abs. 2 BV). Für «eHealth» und insbesondere heutigen Ausgestaltung primär ein administrativesfür den Zugriff auf das elektronische Patientendossier Instrument, das der elektronischen Abrechnung imheisst dies, dass die Bürgerinnen und Bürger ent- Bereich der Kranken- und Unfallversicherung dient.scheiden, wer zu welchem Zeitpunkt und in welchemUmfang auf ihre persönlichen Daten zugreifen darf.Diejenigen Patienten, welche ihre Gesundheitsdaten FAZITüber das ePatientendossier zugänglich machen, müs- Zur vollständigen rechtlichen Umsetzung der «Stra-sen darauf vertrauen können, dass es unberechtigten tegie eHealth Schweiz» ist ein gestaffeltes VorgehenDritten nicht möglich ist, Einsicht in diese Daten zu notwendig. In einer ersten Phase ist – aufbauend auferhalten. dem geltenden Recht – die Festlegung der notwen- digen Standards zur Sicherstellung der Interoperabi-Versichertenkarte lität zwischen den Behandelnden anzustreben. InDas Parlament hat im Oktober 2004 mit Artikel kantonalen Pilotversuchen sollen erste Erfahrungen42a im Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die mit dem ePatienendossier gesammelt werden. DieKrankenversicherung (KVG; SR 832.10) die recht- Überprüfung der Einhaltung der Standards könnteliche Grundlage für die Einführung einer Versicher- mittels eines aufzubauenden Zertifizierungssystemstenkarte geschaffen. Mit der Verordnung vom 14. sichergestellt werden. Anschliessend sind gesetzlicheFebruar 2007 über die Versichertenkarte für die Regelungen für eine gesamtschweizerische Einfüh-obligatorische Krankenpflegeversicherung (VVK; SR rung des ePatientendossiers zu erlassen.832.105) hat der Bundesrat im Februar 2007 dieVollzugsbestimmungen erlassen. Die technischenund grafischen Anforderungen an die Versicherten- QUELLENkarte wurden in einer Verordnung des Departe- - Homepage BAG: www.bag.admin.ch/ehealthments des Innern (VVK-EDI; SR 832.105.1) festge- - Homepage eHealthSuisse: www.e-health-suisse.chlegt. Es besteht zwar die Möglichkeit, eine - SR 832.105 Verordnung vom 14. Februar 2007beschränkte Menge persönlicher Daten auf der Ver- über die Versichertenkarte für die obligatorischesichertenkarte abzuspeichern, trotzdem ist sie in der Krankenpflegeversicherung (VVK)
    • 9 Des informations en temps réel, qui intègrent toutes les données pertinentes sur le patient et les processus de soin en cours, vont améliorer de manière substantielle la coordination des soins, la sécurité, la qualité et l’efficience du système de production de soins. Les informations ainsi disponibles serviront de base pour la gouvernance et le management, la recherche clinique et la santé publique. Ces mêmes informations sont la source de la communication dans le réseau de soin. Les systèmes d’informations cliniques (SIC) ont donc desChristian Lovis, retours sur investissements multiples, financiers, économiquesHôpitaux universitaires de Genève, et scientifiques, tant pour le patient, les professionnels dechristian.lovis@hcuge.ch santé, les hôpitaux que l’ensemble du système de santé.Systèmes d’informations cliniques:retour sur investissementParmi les questions brûlantes concernant les systè- Qualité et sécuritémes d’information hospitaliers, celles concernant Les publications et rapports sont très nombreux dansleurs coûts, ou plus précisément la part du budget la littérature. Les résultats sont généralement sanshospitalier qui doit leur être dévolu, et si ce coût équivoques: un SIC diminue les erreurs médicales,se justifie qualitativement et est rentable économi- améliore la sécurité des soins et augmente la qualitéquement, sont particulièrement actuelles. de la prise en charge. En juin 2004, le Comité consul- Ces questions font l’objet de plusieurs réponses tatif Américain de technologie de l’informationces dernières années et donnent de précieuses indica- (PITAC) a émis un rapport proposant la révolution destions aux «decisions makers». L’investissement dans services de santé par la technologie de l’information.un SIC est un apport incontestable en termes de qua- Ce rapport contient des résultats concernant le po-lité de soins, de sécurité et d’efficience médico-éco- tentiel de la technologie de l’information à réduire lesnomique. erreurs médicales, réduire les coûts, et à améliorer les
    • 10soins. Le rapport fournit un cadre technologique à la d)la production: le système doit être fiable et redon-transition de la gestion des données de santé sur pa- dant, les données pérennes;pier à une infrastructure automatisée et électronique e) l’évolutivité: le système doit évoluer avec la prati-d’enregistrements. Les quatre éléments principaux du que des soins, l’environnement hospitalier et fina-cadre: (I) établissent un système national d’enregis- lementtrements médicaux électroniques pour fournir à des f) le système doit être fortement ancré dans la gou-services de santé toutes les informations appropriées vernance de l’institution avec un leadership clair.sur chaque patient; (II) encouragent le partage de laconnaissance médicale au travers de l’appui de déci- Le déploiement d’un SIC, même d’un système com-sion assisté par ordinateur; (III) facilitent la gestion des mercial robuste et reconnu, peut avoir des effets ca-commandes automatisée parmi des fournisseurs de tastrophiques si la gouvernance n’est pas claire et lesservices de santé; et (IV) assurent l’échange privé conditions cadres de déploiement ne sont pas respec-d’information de santé. Le rapport souligne l’impor- tées. Ainsi, en 2006, une publication dans «Pediatrics»tance de préserver l’intimité des patients en contrô- rapporte le cas de l’introduction d’un SIC en pédia-lant les enregistrements électroniques de santé. Tan- trie à Pittsburgh qui s’est soldé par une augmentationdis que les systèmes électroniques d’enregistrements de la mortalité et de la morbidité, essentiellementfacilitent le partage et la transmission des données de causé par une implémentation trop rapide, une pré-santé, ils augmentent également le potentiel pour des paration inadéquate et l’absence de paramétrisationviolations de l’intimité. spécifique aux besoins des soignants. Ces données doivent toutefois être pondérées. Eneffet, ceci ne sera le cas que si certaines conditions Efficience médico-économiquesont réunies. Ces conditions touchent Au-delà des aspects qualitatifs des soins, l’efficience médico-économique, et particulièrement le retour sura) les fonctionnalités du système: Le SIC doit être investissements, sont des éléments importants, en global, comprendre tous les professionnels de particulier en regard des sommes engagées. Depuis soins, apporter de l’aide à la décision et supporter quelques années, des études importantes viennent les processus de prise en charge; apporter quelques réponses. Premièrement, il fautb)l’interopérabilité: le SIC doit être bien intégré considérer qu’il s’agit d’investissements qui se carac- dans les autres SI de l’institution, il doit consolider térisent par deux points: tous les sous-systèmes cliniques et médico-techni- 1) un investissement continu qui doit émarger au ques; budget de fonctionnement. Les expériences et lesc) la formation et le support: les utilisateurs doivent experts s’accordent sur le chiffre de 3–5% annuel être correctement formés, un support métier doit du budget global de l’hôpital pour les technolo- être disponible; gies de l’information. LE RETOUR SUR INVESTISSEMENT 600 Investissement/bénéfice 500 400 mio. d’euros REFERENCE: EHR IMPACT study (2009) 300 200 100 0 -100 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 ans coûts socio-économiques bénéfices socio-économiques
    • 112) Le retour sur investissement ne survient qu’après Ceci est important car cela souligne combien l’inves- 5–10 ans selon les systèmes. tissement en ressources humaines et compétences internes à l’hôpital sont critiques à la réussite du pro- En résumé, des coûts assez élevés et un retour sur in- jet. Par ailleurs, les analyses montrent que les inves-vestissement tardif. Toutefois, l’enjeu en vaut large- tissements financiers annuels n’excèdent jamais 2%ment la peine. Il convient de citer ici deux études par- des budgets pour le système d’information clinique.ticulièrement importantes: En principe, le coût ne devrait pas être le principal obstacle à l’achat d’un dossier patient informatisé.Clinical Information Technologies and Inpatient La première année de bénéfice net s’effectue enOutcomes moyenne 7 ans après le début des investissementsEtude transversale de 41 hôpitaux urbains au Texas. alors que la première année de bénéfice net cumuléLa présence d’un SIC a été associée à des taux réduits est en moyenne après 9 ans (6-11 ans).de mortalité (-15%) et de complications (-16%). Les Le retour sur investissement varie selon les cas. Lecoûts ont baissé d’autant plus que le système était bénéfice cumulé sur 10 ans et pour les onze cas a étéperfectionné, avec -538 USD par cas si une aide à la évalué à 200 millions d’euros.décision était implémentée. Dans les cas des HUG, la première année de béné-Interoperable health is worth it fice a été après 7 ans. En 2010, soit 11 ans après le dé-Ce document analyse onze implémentations de sys- but des développements du SIC, le revenu annuel esttèmes d’information cliniques importants en Europe, de 179% avec un bénéfice cumulé de 65%.dont les hôpitaux universitaires de Genève (HUG), entermes de coûts globaux, techniques et humains, eten termes de retour sur investissement. Les investis- CONCLUSIONsements dépendent des fonctionnalités du dossier pa- Les investissements cibles dans les technologies detient et d’ePrescription. Les sommes engagées vont l’information se situent entre 3 et 5% du budget glo-de 3 millions d’euros à presque 480 millions d’euros bal de l’hôpital. Il s’agit d’investissements sur la du-sur une période de 9 à 13 ans, mais seuls 42% sont rée. Plus de 50% du coût sont liés à l’utilisation de res-des coûts directs dans l’infrastructure ou le logiciel. sources humaines et de compétences internes à l’institution, pour la paramétrisation, le support, l’aide à la décision etc. Le choix d’un SIC est important dans les possibilités d’un retour sur investissement, retour IN KÜRZE d’autant plus élevé que le SIC supporte les processus et l’aide à la décision. Le retour sur investissement est Dank Echtzeit-Informationen, die sämtliche qualitatif et économique surtout, financier dans une relevante Daten über den Patienten sowie plus faible mesure. Il faut entre 4 et 11 ans pour ren- den laufenden Behandlungsprozess tabiliser l’investissement. Le bénéfice net cumulé peut beinhalten, werden die Koordination der être très élevé et atteindre jusqu’à 400% des coûts Versorgung, die Sicherheit und die Qualität globaux engagés. bedeutend verbessert sowie eine En résumé, un système d’information n’est plus Effizienzsteigerung der Behandlungsabläufe «nice to have» mais «must have». Il est un outil cen- erreicht. Die so zur Verfügung gestellten In- tral au dispositif de soin et deviendra d’autant plus formationen dienen als Basis für die critique que la pression économique sera forte. Steuerung und das Management, die klinische Forschung sowie das Gesundheits- wesen. Sie sind die Quelle für die Kommuni- REFERENCES kation im Gesundheitsnetz. Die - PITAC report 2004: Revolutionizing Healthcare Through Klinikinformationssysteme (KIS) bringen Information Technology (http://www.nitrd.gov/Pitac/re- demzufolge mehrfache «returns on ports/20040721_hit_report.pdf) investment» finanzieller, wirtschaftlicher - Ruben Amarasingham: Clinical Information Technologies und wissenschaftlicher Art, sowohl für and Inpatient Outcomes, Arch Intern Med. Patienten, Fachleute aus dem Gesundheits- 2009;169(2):108-114 (http://archinte.ama-assn.org/cgi/ wesen, Spitäler sowie für alle weiteren content/full/169/2/108) Gesundheitsakteure. - Alexander Dobrev: Interoperable health is worth it, EU EHRImpact Study 2010 (http://www.ehr-impact.eu/)
    • 12 Die «Architektur eHealth Schweiz» beschreibt den konzeptionellen Aufbau der Basiskomponenten, die zur Umsetzung eines ePatientendossiers benötigt werden. Jede Gemeinschaft behält die Patientendaten im eigenen Verantwortungsbereich. Mit der Einwilligung des Patienten werden Dokumen- te in der elektronischen Dokumentenablage dezentral bereitgestellt. Metadaten beschreiben wesentliche Merkmale desHansjörg Looser jeweiligen Dokumentes. Mit den notwendigen RollenGesundheitsdepartement Kanton St. Gallen und Rechten können Behandelnde auf Dokumentehansjoerg.looser@sg.ch in einer anderen Gemeinschaft zugreifen.So funktioniert die«Architektur eHealth Schweiz»Der primäre Verwendungszweck des elektronischen meinschaften. Die Architektur schafft keine Abhängig-Patientendossiers (ePatientendossier) liegt in der keit von der Existenz zentraler Elemente und erlaubtUnterstützung und Optimierung der Patientenbe- es, dass eine Gemeinschaft sich intern reorganisierenhandlung. Es ermöglicht dem Patienten wie auch kann, ohne dass andere Gemeinschaften betroffenautorisierten Behandelnden im Sinne eines virtuellen sind. Das koordinierte Vorgehen von Bund und Kan-Dossiers den elektronischen Zugriff auf dezentral tonen unter Einbezug aller Akteure stellt sicher, dassgespeicherte behandlungsrelevante Daten. Dabei ent- die Gesamtinteressen verfolgt und Fehlinvestitionenscheidet der Patient (gemeinsam mit dem Behandeln- möglichst verhindert werden. Damit erhalten die Ak-den) nicht nur darüber, welche Daten anderen teure eine Investitionssicherheit.Behandelnden zugänglich gemacht werden, sondern Die folgenden Basiskomponenten der «Architekturauch über die Zugriffsrechte. eHealth Schweiz» werden innerhalb der Gemeinschaf- Der für die Umsetzung des ePatientendossiers ten ausgeprägt und kommunizieren via zertifiziertegewählte Ansatz beruht auf dem Grundprinzip der Zugangspunkte mit anderen Gemeinschaften:verteilten Datenhaltung in gleichberechtigten Ge-meinschaften, die miteinander vernetzt sind. Gemein- – Dezentraler Patienten-Index zur eindeutigenschaften sind organisatorische Einheiten von Behan- Identifikation der im Schweizer Gesundheitswesendelnden, wie z.B. ein Spital oder ein Spitalverbund, in Behandlung stehenden Personen. Damit alleGruppen von Arztpraxen oder Apotheken, Spitex- über einen Patienten angelegten Dokumente ge-organisationen, Laboratorien, radiologische Institute funden und eingesehen werden können, ist eineetc. Damit der Dokumentenaustausch verlässlich und eindeutige Identifikation der Patienten erforderlich.geschützt erfolgen kann, muss ein Vertrauensraum – Dezentraler Index Behandelnde zur eindeutigengeschaffen werden, der auf gemeinsamen Richtlinien, Identifikation und als Grundlage für die Authenti-Standards und technischen Spezifikationen basiert, sierung der behandelnden Personen. Basierend aufdie von allen Akteuren im Konsens getragen werden. diesen Indices ist eine dezentrale Rollenverwaltung gemäss einem schweizweiten Rahmenkonzept fürAufbau der Basiskomponenten Berechtigungen und Rollen abzubilden.Die «Architektur eHealth Schweiz» beschreibt den – Dezentrales Register Dokumente als dezentral or-fundamentalen, konzeptionellen Aufbau der Basis- ganisierte Datenverzeichnisse, in denen Verweisekomponenten, deren Beziehungen untereinander auf die behandlungsrelevanten Gesundheitsdatenund zur Umgebung. Die Ziele der «Strategie eHealth eines Patienten registriert und mit Metadaten be-Schweiz» müssen auf die Bedürfnisse der Gemein- schrieben werden können.schaften herunter gebrochen und dort konkretisiert – Dezentrale Dokumentenablage im Verantwor-werden. Unter Beachtung der unterschiedlichen Rei- tungsbereich der Ersteller von Dokumenten oderfegrade der bestehenden Systeme kann eine Inter- beauftragten Dienstleistern.operabilität nur schrittweise erreicht werden. Die«Architektur eHealth Schweiz» ermöglicht diesen Bei der Ausgestaltung dieser Basiskomponenten in-evolutionären Ansatz und dient als Basis für eine nerhalb einer Gemeinschaft ist die Orientierung anstrukturierte und aufeinander abgestimmte Planung der Initiative «Integrating the Healthcare Enterpriseder Gestaltung der IT-Systeme in den einzelnen Ge- (IHE)» geeignet. Die Anwendung der entsprechenden
    • 13Basiskomponenten der «Architektur eHealth Schweiz»IHE-Integrationsprofile wird für Ersatz- und Neuinve- Während bei einer Überweisung ein Sender einen na-stitionen empfohlen, bleibt aber freiwillig. mentlich bekannten Empfänger berechtigen kann, ist Für die Interoperabilität zwischen den Gemein- bei der Publikation eines Dokumentes im ePatienten-schaften sind nebst den Basiskomponenten der dossier nicht im vornherein bekannt, wer zu welchemGemeinschaften insbesondere die folgenden schweiz- Zeitpunkt ein Dokument einsehen darf. Das Systemweit koordinierten Basiskomponenten erforderlich: muss daher den Zugriff auf Dokumente in Abhängig- keit von der jeweiligen Behandlungssituation dyna-– Vorgaben für Zugangspunkte der Gemeinschaf- misch ermitteln können. Zu diesem Zweck werden ten; schweizweit einheitliche Rollen definiert. Eine Rolle– Identifikation und Authentifizierung der Behan- hat zum Ziel, die Berechtigungen der Rolleninhaber delnden und Patienten; losgelöst von der Einzelperson und in Abhängigkeit– Zugangsportal zum ePatientendossier für die Be- von ihren Aufgaben zu definieren. Statt für jeden Nut- völkerung; zer die Rechte einzeln zuzuweisen, wird eine Rolle de-– Schnittstelle für administrative und medizinische finiert, die vielen Benutzern zugeordnet werden kann. Prozesse; Dies erleichtert die Rechteverwaltung, da insbeson-– Schweizweite Referenzdienste für z.B. zertifizier- dere bei Änderung der Rechtestruktur nur die Rechte te Gemeinschaften, Behandelnde, Rollen, unter- der Rolle angepasst werden müssen. stützte Datenformate sowie eindeutige Identifika- Das Rollenkonzept legt auf einer generischen Ebe- toren für weitere Informationsobjekte (Object ID). ne fest, welche Informationen für welche Rolle zu- gänglich sein müssen. Es bildet die Grundlage für ein
    • 14Austausch von Daten zwischen verschiedenenGemeinschaftendaraus abgeleitetes Berechtigungskonzept und damit ne bestimmte Zeitdauer Zugriff auf bestimmte Doku-für ein Verfahren zur Zugriffssteuerung und -kontrol- mente hat. Dadurch wird die Ausübung des Selbst-le auf Dokumente oder Dienste. Die Rechte selbst bestimmungsrechts unterstützt, denn einzig der Pa-werden in jeder Gemeinschaft in einem rollenbasier- tient bestimmt, ob und in welchem Umfang über ihnten Zugriffsberechtigungssystem verwaltet. Das Rol- ein ePatientendossier erstellt wird. Er istlenkonzept von «eHealth Suisse» bezieht sich nur auf die einzige berechtigte Person, die die Zuordnungden Austausch von Daten zwischen Gemeinschaften. von Informationen über seine Person zu den Vertrau-Es hat nicht zum Ziel, die Systeme der Zugriffsrechte lichkeitsstufen ändern und Zugriffe gewähren oderinnerhalb der Gemeinschaften zu regeln, auch wenn entziehen kann (allenfalls mit Unterstützung deses dafür verwendet werden kann. Behandelnden des Vertrauens). Ergänzend hat der Patient die Möglichkeit, über Einschluss- und Aus-«Patient Consent» schlusslisten direkt beliebigen Personen den ZugriffIm Weiteren soll die Möglichkeit bestehen, eine zu ermöglichen (zum Beispiel einer Person des Ver-Patienteneinwilligung in Form eines sogenannten trauens) oder einer bestimmten Person den Zugriff«Patient Consent» festzuhalten. Mit dieser Einwilli- zu verwehren. Voraussetzung dafür ist, dass dengung definiert der Patient, dass eine bestimmte Per- Personen eine eindeutige elektronische Identität zu-son in Wahrnehmung einer bestimmten Rolle für ei- geordnet werden kann.
    • 15 auch um die eindeutige Bezeichnung und Benen- EN BREF nung von Objekten und Konzepten. Dies gilt insbe- sondere bei der Kommunikation zwischen Gemein- L’architecture «eHealth Suisse» décrit le schaften, in der Sender und Empfänger sich nicht cadre conceptuel des composantes de bases notwendigerweise kennen. Object IDs (OID) sind nécessaires à la mise en œuvre du dossier weltweit eindeutige normierte Kennzeichnungen für électronique du patient. Chaque Informationsobjekte. Die konkreten Ausprägungen communauté garde les données des der einzelnen Wertelisten der Metadaten müssen als patients qui sont sous sa responsabilité. Informationsobjekte eindeutig festgelegt und in ei- Avec le consentement du patient, les nem schweizweiten Referenzdienst abgefragt werden documents sous forme électronique sont können. enregistrés de manière décentralisée sur un Die aktuellen Forderungen der «eHealth» Experten serveur de document (repository). Les méta- gehen weit über die reine Standardisierung von Da- données décrivent les principales caractéris- tenformaten hinaus. Angestrebt wird eine zuneh- tiques des documents correspondants. Les mend verbesserte semantische Interoperabilität. Das professionnels de santé peuvent accéder aux gemeinsame Ziel der Bestrebungen ist ein Datenaus- documents enregistrés dans une autre com- tausch, bei dem keine gesonderten Absprachen zwi- munauté en vertu des rôles et des droits qui schen Sender und Empfänger mehr notwendig sind. leur sont conférés. OIDs können hier einen wesentlichen Beitrag zur Ver- besserung der Situation beitragen.Als Metadaten bezeichnet man Daten, die Informatio- FAZITnen über andere Daten enthalten. Diese sind notwen- Eine Einigung aller Akteure auf einheitliche Grundsät-dig, um den Inhalt der registrierten Dokumente zu ze und Richtlinien ist zentral, da diese Grundsätzebeschreiben und einen digitalen Austausch von grosse Auswirkungen auf die «Architektur eHealthmedizinischen Informationen zu ermöglichen. Zu den Schweiz» haben. Sie bilden die Basis für wesentlicheMetadaten zählen insbesondere Attribute wie Doku- Architekturentscheide, wie z.B. den Grundsatz dermenten-ID, Gemeinschafts-ID, Behandelnden-ID, verteilten Datenhaltung.Rollen-ID und Patienten-ID in einer Gemeinschaft. Zunächst sind die Beschlüsse des «eHealth Koordi-Weitere Attribute beschreiben den Dokumententyp, nationsorgans Bund-Kantone» lediglich Empfehlun-das Datenformat, die Institution und den Fachbereich gen, deren Anwendung jedem Akteur im eigenendes Autors sowie eine Vertraulichkeitsstufe. Verantwortungsbereich freisteht. Im Sinne des Inves- titionsschutzes sollen sie bei zukünftigen Neu- undInteroperabilität zwischen den Ersatzbeschaffungen angewendet werden. WichtigGemeinschaften zu erkennen ist, dass diese Empfehlungen erst dannFür eine Interoperabilität zwischen den Gemeinschaf- verbindlich werden, wenn in privaten Verträgen oderten ist die Einigung auf Wertebereiche dieser Metada- in Gesetzen und Verordnungen konkret auf sie Bezugten notwendig. Weil das IHE XDS-Konzept lediglich genommen wird und dort deren Anwendung fest-die Kommunikation innerhalb einer Gemeinschaft gelegt ist.definiert, ist es für die «Architektur eHealth Schweiz»notwendig, die Metadaten für den Austausch zwi-schen Gemeinschaften verbindlich festzulegen. Die QUELLENnotwendigen Metadaten für den Austausch von Da- - Schweizerische Eidgenossenschaft: «Strategie eHealthten zwischen Gemeinschaften setzen die Minimalan- Schweiz» (27. Juni 2007)forderung für das Set an Metadaten innerhalb der - «eHealth Schweiz»: Standards und Architektur – ErsteGemeinschaften. Alle genannten Metadaten/Attribu- Empfehlungen (19.März 2009)te werden zum Zeitpunkt der Erstellung festgeschrie- - «eHealth Schweiz»: Standards und Architektur –ben und sind danach unveränderlich. Einzig das Empfehlungen II (21.Oktober 2010)Attribut «Vertraulichkeitsstufe» darf auch nachträglich - «eHealth Schweiz»: OID-Konzept für das Schweizerischevom Patienten verändert werden. Gesundheitswesen (24. März 2010) Beim standardisierten Austausch von Informatio- - IHE: IT Infrastructure Technical Framework,nen mittels Nachrichten oder Dokumenten geht es http://www.ihe.net/Technical_Framework/index.cfm#IT
    • 16 Wenn ein Arzt, Spital oder Apotheker im «Virtuellen Patientendossier» ein Dokument für andere Behandelnde bereitstellt, ist der Empfänger unter Umständen noch nicht bekannt. Die Patientinnen und Patienten ent- scheiden, wem sie wann Einsicht geben in ihrHansjörg Looser Adrian Schmid Dossier. Die «Architektur eHealth Schweiz»Gesundheitsdepartement Koordinationsorgan «eHealth» muss deshalb zwei HauptprozesseKanton St.Gallen Bund und Kantone ermöglichen:hansjoerg.looser@sg.ch adrian.schmid@e-health- 1. «ein Dokument bereitstellen» und suisse.ch 2. «ein Dokument finden und lesen»Wie werden Dokumente bereitgestelltund gelesen?Die Publikation eines Dokumentes im elektronischen eine organisatorische Einheit von Behandelnden ver-Patientendossier ist keine Punkt-zu-Punkt-Kommuni- standen wird. Die für den Austausch vorgesehenenkation. Das heisst: Der Sender ist bekannt, der Empfän- Dokumente werden dezentral in den Ablagen derger jedoch noch nicht. Das Gesamtsystem basiert auf Gemeinschaften bereitgestellt und erst durch die Ab-dem Grundprinzip der verteilten Datenhaltung. Jede frage eines Behandelnden mit den entsprechendenGemeinschaft behält die Patientendaten im eigenen Rechten zu einer Übersicht der verfügbaren Dokumen-Verantwortungsbereich, wobei unter «Gemeinschaft» te zusammengeführt («Virtuelles Patientendossier»). Basierend auf den Empfehlungen von «eHealth Suisse» beschreiben die folgenden Darstellungen in EN BREF allgemeiner Form zwei Hauptprozesse innerhalb der «Architektur eHealth Schweiz»: Lorsqu’un médecin, un hôpital ou un phar- 1. Dokument bereitstellen: Behandelnde stellen re- macien souhaite mettre à disposition d’au- levante Dokumente von Patientinnen und Patien- tres professionnels de santé un document ten für andere Behandelnde bereit. figurant dans le «dossier électronique du 2. Dokument finden und lesen: Behandelnde su- patient», il arrive que le destinataire ne soit chen, finden und lesen Dokumente, die von ande- pas connu. Les patients décident à qui et ren Behandelnden über Patientinnen und Patien- quand ils souhaitent laisser consulter leur ten bereitgestellt wurden. dossier. L’architecture «eHealth Suisse» doit donc rendre possible deux processus princi- paux: premièrement «mettre à disposition QUELLEN un document» et deuxièmement «trouver - www.e-health-suisse.ch et lire un document». - «eHealth Suisse»: Standards und Architektur, Empfehlungen II (21. Oktober 2010).
    • 17Der Prozess «Dokument bereitstellen»1. Zustimmung des Patienten: Die Patientin/der Pa- wendig. Sie beschreiben wesentliche Merkmale tient bestimmt, ob und in welchem Umfang über des jeweiligen Dokumentes (eine Art “Briefkopf» ihn ein elektronisches Patientendossier erstellt wird. mit erweiterten Informationen). Über Metadaten Entscheidet er sich für das Dossier, wird in Abspra- können viele Funktionen gesteuert werden. Zum che mit den Behandelnden festgelegt, welche Da- Beispiel werden Dokumente nach bestimmten Kri- ten für andere Behandelnde verfügbar gemacht terien sortiert oder gefiltert. Oder die Metadaten werden. Dabei werden nicht alle Daten aus der in- dienen zur Steuerung von Berechtigungen. Es ist ternen Krankengeschichte weitergegeben, sondern vorgesehen, dass der Patient seine Dokumente ei- nur Informationen, welche der weiteren Behand- ner von fünf Vertraulichkeitsstufen zuordnet (zum lung dienen. Dabei handelt es sich nicht um neue Beispiel «administrativ», «nützlich», «medizinisch», Dokumente, sondern um bestehende Berichte, Bil- «stigmatisierend», «geheim»). Je nach Rolle und der oder Medikationsdaten. Berechtigung haben Behandelnde auf die Doku-2. Rolle des Behandelnden: Der Behandelnde kann mente in diesen Vertraulichkeitsstufen Zugriff oder abhängig von seiner Rolle Daten im elektronischen nicht. Patientendossier bereitstellen. Eine Rolle definiert 4. Dokument bereitstellen: Ein «Dokumentenregi- Aufgaben, Eigenschaften und vor allem Rechte ei- ster» enthält eine Liste der verfügbaren Dokumen- nes Benutzers. Sie wird verwendet, um die Rechte te, wobei die Metadaten eine systematische Regi- nicht für jeden Nutzer einzeln festlegen zu müssen. strierung erlauben. Die Dokumente selber liegen Statt Benutzern Rechte direkt zuzuweisen, wird ei- in einer separaten «Dokumentenablage». Jede Ge- ne Rolle definiert, die vielen Benutzern zugeordnet meinschaft wird ein eigenes «Dokumentenregi- werden kann. ster» und eine «Dokumentenablage» führen. Die3. Metadaten und Vertraulichkeitsstufen: Beim Be- Dokumente werden somit dezentral registriert und reitstellen der Dokumente sind Metadaten not- abgelegt.
    • 18Der Prozess «Dokument finden»1. Anspruch auf Informationen: In dem Moment, in ten für den Zugriff wird in einem sogenannten «Pa- dem ein Behandelnder einen Behandlungsvertrag tient Consent» festgehalten. Ergänzend hat der Pa- mit einem Patienten eingeht, erhält er einen An- tient die Möglichkeit, über sogenannte Einschluss- spruch auf medizinisch relevante Informationen. und Ausschlusslisten direkt einzelnen Personen Verfügt die Patientin/der Patient über ein elektro- den Zugriff zu ermöglichen oder zu verwehren. nisches Patientendossier, kann dieses als Grundla- 4. Suche nach Dokumenten: Damit registrierte Ge- ge die Beschaffung dieser Informationen vereinfa- meinschaften die Zugehörigkeit von Behandelnden chen. zu einer berechtigten Berufsgruppe überprüfen2. Rolle des Behandelnden: Grundsätzlich können können, ist entweder ein Register von Behandeln- die Dokumentenregister mehrerer Gemeinschaften den notwendig («Health Professional Index Dienst», abgefragt werden. Mit den notwendigen Rollen HPI-Dienst) oder der Nachweis in Form eines und Rechten kann ein Behandelnder auf ein Doku- Authentisierungs-Zertifikates («Health Professional ment in der Dokumentenablage einer anderen Ge- Card», HPC). Hat ein Behandelnder die entspre- meinschaft zugreifen. Dabei bestimmt die Rolle des chenden Rechte, kann er in allen Dokumenten- Behandelnden den zeitlichen und inhaltlichen Um- registern der Gemeinschaften nach Dokumenten fang dieses Zugriffs. suchen. Die Metadaten unterstützen und verein-3. Einwilligung der Patienten: Die Patientinnen und fachen die Suche. Patienten können die Zuordnung ihrer Dokumen- 5. + 6. Dokument lesen: Wenn die Suche in den Do- te zu den fünf Vertraulichkeitsstufen definieren und kumentenregistern erfolgreich war, kann der jederzeit ändern. Sie können auch Zugriffe auf ihr Behandelnde auf ein Dokument in der Dokumen- Dossier gewähren oder entziehen. Allenfalls wer- tenablage zugreifen und dieses einsehen oder den sie dabei von einem «Behandelnden des Ver- lesen. Die Zugriffe werden protokolliert und sind trauens» unterstützt. Die Einwilligung des Patien- für die Patientinnen und Patienten einsehbar.
    • 19 IHE ist eine internationale Initiative und ein vielversprechendes Instrument, um die am elektronischen Datenaustausch im Gesundheitswesen beteiligten Komponenten interoperabler zu machen. Bei IHE geht es nicht darum, neue Standards zu entwickeln, sondern existierende Standards anzuwenden. Anwender sollen IHE-Profile fordern, Anbieter sollen IHE-Profile implementieren, schweizweit sollen offene Fragen beantwortetTony Schaller, IHE Suisse werden. Der IHE-Ansatz ist für die Umsetzung der Strategietony.schaller@medshare.net «eHealth Schweiz» von zentraler Bedeutung.IHE – Basis für den DatenaustauschIHE (Integrating the Healthcare Enterprise)ist eine internationale Initiative zur Verbes-serung des technischen Datenaustauschesvon IT-Systemen im Gesundheitswesen. BeiIHE geht es nicht darum, neue Standardszu entwickeln, sondern existierende Stan-dards wie DICOM (Digital Imaging andCommunications in Medicine) oder HL7(Health Level 7) anzuwenden. Dazu wur-den Technical Frameworks erarbeitet, diebeschreiben, wie die existierenden Kom-munikationsstandards eingesetzt werdensollen, um einen fehlerfreien Datenaustausch zu er- gration regelmässig umgesetzt werden. Dieser Pro-möglichen. In einem IHE Technical Framework wer- zess erlaubt den Anwendern eine wesentliche Verein-den in Form von Integrationsprofilen Anwendungs- fachung der Evaluationsprozesse, indem in Ausschrei-szenarien beschrieben, in denen Interaktionen bungen auf die gewünschten IHE Integrationsprofilezwischen mehreren Computersystemen erforderlich verwiesen werden kann. Er besteht aus vier Schritten:sind. Durch die Verwendung von IHE Integrationsprofi- 1. Identifizierung von Interoperabilitätsproblemenlen in IT Projekten im schweizerischen Gesundheits- Medizinische Fachpersonen und IT-Experten arbei-wesen kann die Qualität der Patientenversorgung er- ten bei der Identifikation von Problembereichenhöht werden – zum Beispiel durch die Unterstützung rund um die Interoperabilität gemeinsam.in folgenden Bereichen: 2. Erarbeitung von Integrationsprofilen Für die Lösung der identifizierten Interoperabilitäts-– Konzepte für eine eindeutige Patientenidenti- probleme werden entsprechende Implementie- fikation, um Zuordnungsfehlern von Medikamen- rungsleitfäden erstellt. Dabei werden bestehende ten, Diagnosen oder Behandlungsberichten vorzu- Standards und Normen evaluiert und eingesetzt. beugen Erfahrene IT-Experten im Gesundheitswesen legen– Konzepte für den elektronischen Datenaustausch fest, wie die entsprechenden Standards und Nor- über Institutionsgrenzen hinweg, womit Dop- men angewendet werden sollen. peluntersuchungen reduziert und somit Kosten 3. Systemtests am Connect-a-thon (CAT) eingespart werden können Im Rahmen der IHE werden jährlich so genannte– Konzepte für die elektronische Authentifizierung Connect-a-thons durchgeführt, an welchen die von IT-Systemen und deren Benutzern, um die Pri- Hersteller die Interoperabilitätsfähigkeit ihrer Syste- vatsphäre der Patienten zu gewährleisten. me unter Beweis stellen können. Die Teilnahme an einem CAT ermöglicht es einem Anbieter, in einerIHE folgt bei der Erarbeitung der Implementierungs- überwachten Testumgebung die Reife seiner Um-leitfäden einem definierten, koordinierten, ISO und setzung zu prüfen. IHE CATs finden derzeit jährlichANSI-akkreditierten Prozess, dessen Schritte sich jähr- je einmal in Europa, USA und Asien statt.lich wiederholen. Damit können die notwendigen, 4. Veröffentlichung der Testresultatekontinuierlichen Verbesserungen im Bereich der Inte- für die Verwendung in Ausschreibungen
    • 20Die Resultate sind im Internet frei abrufbar und kön- nen Integrationsprofile sind auf www.ihe.net einseh-nen in Beschaffungsprojekten verwendet werden. An- bar. Die kantonalen Gesundheitsdirektoren haben ambieter können IHE Integration Statements veröffentli- 26.11.2009 beschlossen, die «Strategie eHealthchen, welche die IHE-Konformität ihrer Produkte Schweiz» und diese technischen Empfehlungen im ei-dokumentieren (reine Selbstdeklaration; die Kontrol- genen Kompetenzbereich umsetzen zu wollen. Siele der Resultatmatrix ist dringend empfohlen). haben zudem das Zentralsekretariat beauftragt, ein Die IHE hat die Technical Frameworks in einzelne Konzept für die Intensivierung der Aktivitäten in denAnwendungsgebiete der Gesundheitsinformatik auf- Kantonen zu erarbeiten.geteilt (IHE Domains): Kardiologie, Ophthalmologie, Der Einsatz von IHE Profilen nimmt weltweit rasantIT-Infrastruktur, Labor, Patient Care Koordination, zu. Anfänglich aus der Radiologie entstanden, weitetPatient Care Geräte, Qualität, Forschung und Public sich IHE derzeit mit grossem Enthusiasmus auf das ge-Health, Radioonkologie, Radiologie. Innerhalb des samte Gesundheitswesen aus. Seit 2010 ist «IHE Suis-Technical Framework der IT-Infrastruktur werden die se» eine offizielle IHE Länderorganisationen.Anwendungsgebiete der allgemeinen Informatikbeschrieben: Audit Trail and Node Authentication(ATNA), Consistent Time (CT), Cross Enterprise Do- FAZITcument Sharing (XDS), Media Interchange (XDM), IHE ist ein vielversprechendes Instrument, um die amReliable Interchange (XDR), Sharing of Scanned Do- Datenaustausch beteiligten Komponenten interope-cuments (XDS-SD), Cross-Community Access (XCA), rabel zu machen. Das führt dazu, dass einzelne Kom-Enterprise User Authentication (EUA), Patient Admini- ponenten einfacher austauschbar sind und treibt ei-stration Management (PAM), Patient Demographics ne gewisse Vereinheitlichung von CodiersystemenQuery (PDQ), Patient Identifier Cross Referencing und Nomenklaturen voran. IHE ermöglicht die tech-(PIX), Patient Demographics Query for HL7v3 nische Interoperabilität in höherem Mass als bisher(PIX/PDQ/v3), Patient Synchronized Application bekannte Instrumente, äussert sich aber nicht zu or-(PSA), Personnel White Pages (PWP), Retrieve Form ganisatorischen, rechtlichen oder semantischen Fra-for Data Capture (RFD), Retrieve Information for Dis- gen. Diese müssen von den beteiligten Stakeholdernplay (RID). der jeweiligen Systemgrenze geregelt werden. Unge- Für die Umsetzung der «Strategie eHealth Schweiz» klärte Dinge sollen nicht als Verhinderungsargumentempfiehlt «eHealth Suisse» (das gemeinsame Koordi- geltend gemacht werden. Die Umsetzung von IHE-nationsorgan von Bund und Kantonen) eine prozess- Profilen kann iterativ erfolgen. Die Zahl offener Fra-orientierte Standardisierung basierend auf der IHE-In- gen reduziert sich derzeit laufend. Daraus folgt dieitiative, insbesondere deren Integrationsprofilen aus Empfehlung: Anwender sollen IHE-Profile fordern, An-der Domäne IT Infrastructure. Die derzeit vorgesehe- bieter sollen IHE-Profile implementieren, schweizweit sollen offene organisatorische, rechtliche oder seman- tische Fragen beantwortet werden. IHE PIX/PDQ eig- net sich gut als Startpunkt zur Umsetzung von IHE EN BREF Profilen. IHE est une initiative internationale et un instrument prometteur pour rendre QUELLEN interopérable les composantes impliquées - Aktivitäten und Beschlüsse der Konferenz der kantonalen dans l’échange de données numériques Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK): dans le domaine de la santé. Avec IHE, www.gdk-cds.ch l’idée n’est pas de développer de nouvelles - Empfehlungen des Teilprojekts «Standards und normes mais d’utiliser l’existant. Les utili- Architektur»: www.e-health-suisse.ch sateurs doivent encourager les profils IHE, - Webseiten der IHE: www.ihe.net, www.ihe-europe.net, les fournisseurs doivent implémenter les www.ihe-suisse.ch profils IHE, ainsi, les questions ouvertes - IHE Wiki: wiki.ihe.net trouveront réponses à léchelle nationale. - Tony Schaller und Christoph Knöpfel: Integrating the Le principe IHE a une signification centrale Healthcare Enterprise (IHE) – Eine Einführung in die inter- dans la mise en œuvre de la «Stratégie nationale Initiative zur Verbesserung der Interoperabilität Cybersanté (eHealth) Suisse». von Informationssystemen im Gesundheitswesen; Gesund- heitshandbuch Schweiz, Ausgabe 2009
    • 21 Die Versichertenkarten werden von den Krankenversicherern an ihre Versicherten ausgestellt. Sie enthalten administrative Daten der Versicherten für eine vereinfachte Rechnungsstellung sowie freiwillig medizinische Daten. Die Karten können weitere Daten für kantonale Modellversuche in Richtung «eHealth» enthalten.Jürg BurriBundesamt für Gesundheitjuerg.burri@bag.admin.chVersichertenkarte mit medizinischen DatenAdministrative DatenDie wichtigsten administrativen Daten wieName, Vorname, AHV-Nummer, Geburtsda-tum und Geschlecht sind bei der Kartenaus-gabe als Sichtdaten auf der Karte gedrucktund elektronisch auf einem Chip gespei-chert. Weitere administrative Daten könnenvon den Versicherern elektronisch gespei-chert werden. Mit der Versichertenkarte istes Ärzten, Apothekern oder Spitälern auchmöglich, die administrativen Daten in einemOnline-Verfahren abzufragen. Die Verwendung der administrativen Daten und FAZITinsbesondere der neuen AHV-Nummer als eindeuti- Die elektronische Verfügbarkeit der administrativengem Identifikator der versicherten Person ist für den Daten ermöglicht die vollständige und fehlerfreieAbrechnungsprozess zwischen Versicherern und Lei- Übernahme der Patientendaten und damit vereinfach-stungserbringern vorgeschrieben. Die elektronische te interne Abläufe der Leistungserbringer.Übernahme der Daten führt in der Praxis zu erwiese- Die medizinischen Daten entsprechen teilweise dennen Zeit- und Effizienzgewinnen mit entsprechenden Daten heutiger Papierausweise wie Impf- oder Aller-Kostenersparnissen beispielsweise durch Vermeidung giepässen. Sie sollen besonders bei Unfällen eine ra-falsch adressierter Rechnungen. sche Information der behandelnden Personen ermög- lichen.Medizinische Daten Mit den erweiterten Fähigkeiten der Karte für kan-Es besteht für alle Versicherten die Möglichkeit, bei tonale Modellversuche sollen auch mögliche zukünf-Ärzten oder Apothekern persönliche und medizini- tige Anwendungen getestet werden. Insbesondere istsche Daten auf der Karte speichern zu lassen, die denkbar, dass die Karten in Zukunft auch für sicherebei einem Arztbesuch oder im Notfall nützlich sein Datenzugriffe auf medizinische Daten in Netzwerkenkönnen. Die medizinischen Daten auf der Versicher- verwendet werden können.tenkarte sind geschützt und können nur mit einemgültigen elektronischen Leistungserbringernachweis(Health Professional Card) gelesen oder bearbeitet EN BREFwerden. Dieser stellt sicher, dass nur berechtigtePersonen auf die medizinischen Daten der Versicher- Les cartes d’assuré seront envoyées par lestenkarte zugreifen können. assureurs à leurs assurés. Elles contiennent les données administratives des assurés,Kantonale Modellversuche ce qui facilitera la facturation, ainsi que desIn kantonalen Modellversuchen können Kantone mit- données médicales facultatives. Les cartestels der Versichertenkarte Anwendungen testen, die peuvent aussi contenir des données utilesüber die rechtlich vorgegebenen Zwecke der Versi- aux essais pilotes cantonaux relatifs à lachertenkarte hinausgehen und in Richtung Gesund- cybersanté.heitskarte weisen.
    • 22 La mise en place d’un réseau d’échange de données médicales entre les différents acteurs du domaine de la santé expose des intérêts et priorités divergentes. Il est donc essentiel de mettre en place un environnement de confiance réciproque, dans une logique gagnant- gagnant permettant à chacun des acteurs de bénéficierAntoine Geissbühler du système. Cela implique d’importantes activitésHôpitaux Universitaires de Genève de concertation, de développement de services à valeurantoine.geissbuhler@hcuge.ch ajoutée et de marketing social.La «e-santé»:enjeux sociétaux et organisationnelsAlors que de nombreux pays sont engagés dans l’im- – L’absence de démonstration convaincante de mo-plémentation de stratégies nationales de cybersanté, dèles économiques pérenneset notamment au déploiement de dossiers patients Pourtant, les bénéfices escomptés sont nombreux,partagés, force est de constater que les succès sont notamment :rares malgré des investissements parfois colossaux. – Un gain de temps et d’efficience pour la collecte etLes principaux obstacles ne sont plus d’ordre techno- la synthèse des informations provenant de différen-logique, à l’exception des carences des standards tes sourcesd’interopérabilité, mais concernent principalement – Le partage d’information qui doit améliorer lales aspects organisationnels et sociétaux liés aux chan- continuité de la prise en charge du patient et pargements professionnels et à la redéfinition de certains là la sécurité, la qualité et l’économicité des soinsrôles, en particulier celui du patient/citoyen et celui – Un meilleur engagement du patient dans sa prisedu professionnel de la santé. en chargeLes principaux points difficiles sont:– La protection de la sphère privée des patients dans une société de plus en plus informatisée (Web 2.0) CONCLUSION– La méfiance des professionnels de la santé qui Pour lever les obstacles et permettre de réaliser les bé- redoutent de perdre encore de leur autonomie néfices, différentes actions doivent être entreprises:– La difficulté d’adapter les processus habituels à l’ar- – La définition d’un cadre de confiance (comme par rivée de ces nouveaux outils informatisés, qui redé- exemple une loi sur la «e-santé») finissent aussi la position relative des acteurs – La création d’un véritable marché de la cybersanté, motivant les industriels à y investir, notamment par l’application concrète de standards ouverts et la mise en place d’infrastructures partagées IN KÜRZE – La mise en œvre d’outils ergonomiques et à valeur ajoutée qui puissent s’intégrer dans les processus Die Umsetzung eines Netzwerks für den médico-soignants existants Austausch von medizinischen Daten – La définition d’incitatifs pour les professionnels ain- zwischen den verschiedenen Gesundheits- si que pour les patients akteuren bringt unterschiedliche Interessen und Prioritäten an den Tag. Es ist daher wichtig, ein Umfeld des gegenseitigen REFERENCES Vertrauens zu schaffen, das es – einer - Cross M: NHS may have to pay for electronic patient Win-Win-Logik folgend – einem jeden records it never uses. BMJ: British Medical Journal, Akteur erlaubt, Nutzen aus dem System zu 31 January 2009, 338:255 ziehen. Dies erfordert viel Einigungsarbeit - Stroetman K. et al: The socio-economic impact sowie zahlreiche Aktivitäten im Bereich of interoperable electronic health record (EHR) der Entwicklung von Mehrwertdiensten und and ePrescribing systems in Europe and beyond, des Sozialmarketings. European Commission Information Society and Media, October 2009
    • 23TEIL 2 PARTIE 2Die Texte im zweiten Teil wurden unter dem Les textes figurant dans cette seconde partieArbeitstitel «Was brauchen die Leistungs- sont rassemblés sous le titre «Quels sont leserbringer?» erarbeitet und sind in Bezug besoins des fournisseurs de prestations» etauf deren Problemstellungen gestaltet. illustrent chacun une problématique. Ils dé-Sie beschreiben die z.T. unterschiedlichen crivent les contextes en partie différents,Ausgangslagen, zeigen Handlungsfelder, présentent les domaines d’activités etAnsatzpunkte und Tipps zum zielgerichteten fournissent des astuces et des pointsVorgehen in den betroffenen Institutionen d’ancrage pour la poursuite des activités deauf. manière ciblée dans les institutions concer-Die interne Zielarchitektur spiegelt dabei nées. L’architecture interne reflète les princi-jene der IHE-Repositories gemäss Teil eins, pes IHE décrits dans la première partie, àdie Patientendossiers bilden und die savoir la création de dossiers de patient etDaten/Dokumente der Fachapplikationen la consolidation les données/documents aukonsolidieren. Der Weg dazu ist aber oft moyen dapplications spécialisées. Lelang und schwierig. Die Verantwortlichen chemin pour y arriver est parfois long et dif-sind mit komplexen Projekten, Evaluations- ficile, les responsables sont confrontés à desverfahren und damit schwierigen projets et des processus d’évaluationEntscheidungsprozessen konfrontiert. complexes et de ce fait à des processus deEine IT-Governance beispielsweise décisions lourds.unterstützt dabei ein zielgerichtetes Une gouvernance des technologies deVorgehen indem sie die Planung und Steue- linformation soutient par exemple la plani-rung der IT-Vorhaben in der Institution ver- fication et le pilotage des projetseinfacht und transparent macht. Nicht die technologiques au sein d’une institutiontheoretisch beste Lösung soll gewählt dans le sens où elle facilite et rend transpa-werden, sondern jene, welche die heutigen rent une démarche ciblée sur des objectifs. IlProbleme löst und eine gemeinsame ne faut pas choisir la solution la meilleureZukunft mit «eHealth» sichert. en théorie mais plutôt celle qui règle les problèmes actuels en garantissant un futur à la cybersanté.
    • 24 Die Umsetzung der «Strategie eHealth Schweiz» steht und fällt mit den Leistungserbringern im Gesundheitswesen – Spitälern, Ärzten, Apotheken – denn sie erzeugen und benötigen Informationen zu Patienten und Transaktionen, um ihre Kernaufgaben zu erfüllen. Die Ausgangslage stellt sich dabei je nach Ort, Typ und Reifegrad der betroffenen Institutionen/Unter- nehmen unterschiedlich dar.Jürg LindenmannUniversitätsspital Baseljlindenmann@uhbs.chSo können Systeme rechtzeitig fit seinDie patientenzentrierte medizinisch/pflegerische kalem Grundangebot – oder für spezifische Indikatio-Dokumentation stellt den Kern des Informationsaus- nen (z.B. Orthopädie) verfügen meist schon über guttausches unter den Leistungserbringern dar. geführte, integrierte interne digitale Dokumenta- Um also Informationen mit anderen Leistungser- tionen, müssten aber einen unverhältnismässigenbringern austauschen zu können, benötigen die Aufwand treiben, um sich systemisch soweit fit zuLeistungserbringer einen Master Patient Index (MPI), machen, dass ein Austausch 7*24h mit anderen Leis-einen Health Professional Index (HPI), ein Dokumen- tungserbringern stattfinden kann.tenverzeichnis (Registry) sowie ein digitales Dossier In diesem Falle stellt eine Kooperation zur Bereit-(Document Repository) für alle bei ihnen behandel- stellung und Betrieb des «eHealth»-Dossiers eine sinn-ten Patienten. volle und ökonomisch tragbare Lösung dar. Dies ist eine Anforderung, die durch die Einführung Dies kann bedeuten, dass man die Komponentender DRG im stationären Bereich einen zusätzlichen MPI, HPI und Document Registry in einem Spitalver-Treiber erhält, wo es darum geht, am Ende des Auf- bund bzw. einem Ärztenetzwerk gemeinsam angehtenthalts in der Institution eine auf den Haupt- und und damit eine Keimzelle für den Austausch unterNebendiagnosen basierende DRG-Gruppierung auf den Kooperationspartnern sowie mit anderen nachGrund der (klinikübergreifenden) medizinisch/pfle- IHE-Standards aufgebauten «Wolken» in der Nachbar-gerischen Dokumentation vorzunehmen. schaft aufbaut. MPI, HPI und Registry definieren da- bei eine (IHE) Domain, in der beliebige RepositoriesAufwändige Dokumentationssysteme implementiert und betrieben werden können. SieZumeist existieren bei den Leistungserbringern aber werden durch den MPI und die Registry zu einem vir-hauptsächlich noch fall-/abrechnungszentrierte Do- tuellen Dossier zusammen gefasst.kumentationen, wobei u.a. auch der Patient und der Wichtig ist dabei, die richtigen «Business»-PartnerBehandelnde als Attribut des Falles gespeichert sind in der Behandlungskette gemeinsamer Patienten zuund unter Umständen mehrere Dossiers pro Patient eruieren bzw. zu rekrutieren.und Leistungserbringer bestehen. Ein nach den IHE-Richtlinien taugliches internes di- Herausforderung für grosse Institutionengitales Patientendossier aufzubauen – und später Grössere Institutionen mit ambulantem und stationä-auch tagesaktuell 7*24h zu betreiben – bedingt einen rem breitbandigem Angebot (grosse kantonale Spitä-hohen organisatorischen und technischen Aufwand. ler) stehen jedoch meist vor der Herausforderung, erst Prozesse (Aufnahme, Dokumentation, Entlassung) mal eine «interne eHealth-Plattform» aufzubauen, dasmüssen evtl. angepasst und eine fehlerlose Bewirt- heisst, die zumeist vielen existierenden KIS-Systemeschaftung von Patienten- und Personalstämmen in ein Dossier zu integrieren und gleichzeitig die IHE-sichergestellt werden. Die bestehenden Dokumen- Komponenten (MPI, HPI, Document Registry und Re-tationssysteme müssen fit gemacht, integriert oder positories) aufzubauen.sogar erst noch beschafft und eingeführt werden. Gleichzeitig wird von diesen Institutionen als meist Die Ausgangslage präsentiert sich dabei für jeden grössten Content-Lieferanten der Region noch eineder Leistungserbringer abhängig von seinem Ange- führende Rolle im Aufbau regionaler Netze erwartet.botsportfolio, seiner Organisation und Umgebung «eHealth»-Vorhaben werden dann oft durch ande-different und damit auch die Handlungsfelder. re Prioritäten, wie z.B. DRG, oder durch eine Ver- Leistungserbringer mit überschaubarem Angebot selbstständigung die notwendigen personellen und– z.B. nur ambulantem, stationärem regionalem/lo- finanziellen Mittel vorenthalten, obwohl die Ziele zum
    • 25 EN BREF La mise en œuvre de la «Stratégie Cybersanté (eHealth) Suisse» fait appel aux fournisseurs de prestations dans le domaine de la santé – à savoir les hôpitaux, les médecins, les pharmaciens – car ils produisent et utilisent des données relatives aux patients et aux transactions qui constituent le centre de leurs activités. La situation se présente de manière différente selon le lieu, le type et la maturité de l’institution ou de l’entreprise.Teil sogar deckungsgleich sind, dies aber so nochnicht erkannt worden ist. Ein rechtzeitiger, nutzbringender und erfolgreicherEinstieg in «eHealth» kann unabhängig von der Insti-tutionsgrösse/-form nur durch eine klare Top-Downgeführte strategische Planung der Unternehmensfüh-rungen in den Institutionen sichergestellt werden.Eine Forderung, die eigentlich für die gesamte ITin einer Institution gilt, in diesem Bereich aber sehraugenfällig wird, wenn sie nicht eingehalten wird.FAZITDie Umsetzung der «Strategie eHealth Schweiz» fin-det nicht in Bundesbern oder den Kantonen, sondernbei den Leistungserbringern statt. Die Kantone und der Bund können/müssen dienotwendigen Regulative beisteuern und da und dorteine Anschubfinanzierung vornehmen. Mit der Umsetzung fallen zwar grosse organisato-rische und finanzielle Aufwände in der IT an, welcheaber auch aus anderen Gründen wie DRG, Patienten-sicherheit, Qualität bzw. dem mit der neuen Spital-finanzierung initiierten Wettbewerb sowieso getätigtwerden müssten. Die Leistungserbringer tun also gutdaran, bei dem was ohnehin gemacht werden muss,den Fokus auf dessen «eHealth»-Tauglichkeit zu er-weitern. Die Leistungserbringer vom grossen Unispital bishin zur einzelnen Arztpraxis sollten daher das Thema«eHealth» bei sich strategisch positionieren und sichunter die Early Adoptors begeben.QUELLEN- Jürg Lindenmann: Herausforderung Spital Integration, Kap. 6.4, Gesundheitswesen Schweiz im Umbruch, Ausgabe 2009
    • 26 Die Krankenhäuser sehen sich mit der Forderung konfrontiert, ihre Dienstleistungen immer schneller, besser und günstiger erbringen zu müssen. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden und konkurrenzfähig zu bleiben, ist es notwendig, effizienz- und effektivitätssteigernde Massnahmen zu ergreifen. Dabei kommt der adäquaten Informationsbereit- stellung durch Informationssysteme eine strategische Rolle zu.Markus Büchi Stefan Rassadi Diese kann am sichersten durch eine effektive KoppelungConsultant Spitalzentrum von Unternehmens- und IT-Strategie im Rahmen einermarkus.buechi Biel ganzheitlichen IT-Governance wahrgenommen werden.@sun44.ch stefan.rassadi Mit Cobit (1) steht ein Framework zur Verfügung, mit dem @szb-chb.ch eine solche Governance effizient umzusetzen ist.IT-Governance – Schlüssel zur Umsetzungder «Strategie eHealth Schweiz»Das Gesundheitswesen in der Schweiz ist eines der wendungsarchitektur zu finden. Eine unternehmens-besten, aber auch eines der teuersten im globalen weite Orchestrierung der Weiterentwicklung der ITVergleich. Die Kosten für das Jahr 2010 werden auf war und ist alles andere als die Regel. Nachfolgend63 Mia SFr. (11% BIP) geschätzt. Von diesen entfallen sind exemplarisch einige der Konsequenzen darausungefähr 35% auf die Krankenhäuser. Diese sehen aufgeführt:sich zunehmend dem Druck ausgesetzt, qualitativ – Mangelhafte Unterstützung der operativen Be-immer bessere Leistungen in kürzerer Zeit und gün- handlungsprozesse wegen Medienbrüchen undstiger anzubieten. Diese Rahmenbedingungen in beschränktem InformationszugangKombination mit der demografischen Entwicklung – Zeitnahe, aussagekräftige Auswertungen auf stra-und den damit verbundenen steigenden Polymorbi- tegischer und operativer Ebene fehlen. Die Steue-ditäten sowie der medizinische Fortschritt stellen die rungs- und Handlungsfähigkeit der Unternehmens-Krankenhäuser vor grosse Herausforderungen. Lö- leitung ist eingeschränkt.sungsansätze liegen sowohl in einer Effizienz- und Ef- – Fehlende Transparenz der IT gegenüber der Unter-fektivitätssteigerung der internen Abläufe als auch in nehmensleitung im strategischen und operativender Verbesserung der Zusammenarbeit mit externen IT-ControllingPartnern (z.B. niedergelassene Ärzten, Spezialisten, – Steigende IT-Kosten wegen fehlender Standardisie-Spitex, Rehabilitationskliniken, weiteren akutsomati- rungschen Einrichtungen etc.). Die für 2012 anstehende – Intransparente Umsetzung der Compliance-Anfor-Änderung der Finanzierung der stationären Spitalauf- derungen (Datenschutz, Archivierung)enthalte nach Swiss DRG dürfte den notwendigenUmsetzungsdruck aufbauen. Dies sind Gründe genug, sich eingehend mit dem Be- Die während des Behandlungsprozesses anfallen- griff der IT-Governance zu befassen, um eine syste-den Informationen spielen bei der Bewältigung die- matische Entwicklung der ICT-Infrastruktur zu si-ser Herausforderungen eine Schlüsselrolle. Innerhalb chern.des Krankenhauses und im Kontakt mit externen Part-nern muss zukünftig sichergestellt werden, dass die Das IT Governance Institute (2)richtige Information zur richtigen Zeit in der geforder- definiert IT-Governance wie folgt:ten Qualität zur Verfügung steht. Dabei muss dafür «IT governance is the responsibility of the board of di-gesorgt werden, dass die Informationsbereitstellung rectors and executive management. It is an integralwirtschaftlich erfolgt. Damit werden digital vorliegen- part of enterprise governance and consists of the lead-de Informationen zu einem strategischen Erfolgs- ership and organisational structures and processesfaktor, ihre Bereitstellung gehört auf die Agenda der that ensure that the organisation’s IT sustains and ex-Unternehmensführung. tends the organisation’s strategies and objectives.» Die Situation der IT-System-Architekturen in denSpitälern zeigt oft ein ernüchterndes Bild. Klassischer- Bei der IT-Governance als Teil der Corporate Governan-weise ist eine heterogene nicht standardisierte An- ce handelt es sich somit um ein System zur Führung
    • 27 EN BREF On demande aux hôpitaux de fournir des – IT-Planung und -Organisation prestations de soins toujours plus – Beschaffung und Wartung von Informationssyste- rapidement, mieux et à un coût plus bas. men Pour satisfaire à ces exigences et rester – Serviceerbringung und Anwenderunterstützung concurrentiel, il devient nécessaire – Monitoring und Evaluation d’adopter des mesures pour augmenter Ergänzend stellt Cobit Werkzeuge zum Self-Assess- l’efficience et l’efficacité. Dans ce contexte, ment der IT-Governance und Metriken zur Leistungs- l’accessibilité aux informations adéquates messung aller 34 Prozesse zur Verfügung. à travers les systèmes d’information joue un Seit seiner Entwicklung im Jahre 1993 hat sich rôle stratégique. Ce rôle ne peut s’accomplir Cobit von einem Werkzeug für IT-Prüfer zu einem qu’en couplant de manière efficace une Werkzeug für die umfassende Steuerung der IT aus stratégie d’entreprise et une stratégie infor- Unternehmenssicht entwickelt. Es integriert bereits matique sous l’égide d’une gouvernance bestehende Standards und hat nebst der Prozess- informatique globale. Cobit (1) propose orientierung eine Integrationsfunktion zwischen un- un cadre qui permet de mettre en œuvre de ternehmensweit steuernden Standards (z.B. COSO- manière efficiente une telle gouvernance. IC für Corporate Governance) und IT-spezifischen Standards (z.B. ITIL, IT-Sicherheitsstandards etc.).und Kontrolle der ICT. Die Verantwortung zur Initiali-sierung und zum Aufbau des Systems liegt bei der Un- FAZITternehmensleitung. Die ICT soll dazu beitragen, die Für alle IT-Projekte eines Krankenhauses, insbesonde-Unternehmensstrategie und -ziele zu erreichen. re die strategischen, spielt der Bereich IT-Planung und So betrachtet werden z.B. bei der Security, dem Organisation von Cobit die grösste Rolle. WichtigsteRisk- und Projektmanagement Teile von IT-Governan- Einflussfaktoren sind die Unternehmensstrategie re-ce bereits heute in Krankenhäusern angewendet. Die spektive die priorisierten Unternehmensziele. Letzte-IT-Governance als gesamtheitliche Steuerung und re legen den Rahmen für die IT-WeiterentwicklungKontrolle der ICT ist aber selten. Im Rahmen der Um- fest und stellen die Basis für die IT-Strategie dar. Aus-setzung einer solchen Steuerung werden Schwer- gehend davon werden anschliessend taktische Ent-punkte in den folgenden Bereichen gesetzt: scheidungen über die zu verwendenden Standards,– Zwingende Ausrichtung aller IT-Aktivitäten an der die technologische Ausrichtung, die Systemarchitek- Unternehmensstrategie und an den Geschäftspro- tur und die Organisation der IT gefällt. Die daran an- zessen (Strategic- and Business-Alignment) schliessenden strukturellen, prozessualen und kultu-– Realisierung des geplanten Nutzens durch die IT rellen Anpassungen erstrecken sich über einen (Value Delivery) sowohl im Betrieb als auch bei In- längeren Zeitraum und erzeugen bei den Betroffenen vestitionsprojekten grossen Widerstand. Damit diese Herausforderungen– Nachvollziehbares und geregeltes Management al- im Rahmen einer IT-Governance bewältigt werden ler IT-Ressourcen (Resource Management) können, braucht der CIO die Unterstützung und– Sicherstellung einer adäquaten und transparenten Rückendeckung durch die Unternehmensleitung. Risiko-Wahrnehmung durch die Unternehmenslei- Eine unter den vorgenannten Voraussetzungen tung (Risk Management). pragmatisch umgesetzte IT-Governance garantiert– Kontrolle der Effektivität und Effizienz der IT-Pro- eine steuer- und messbare Weiterentwicklung der ICT zesse mittels Führungskennzahlen (Performance im Sinne des Gesamtunternehmens. Dank der Inte- Measurement) gration der Unternehmensleitung in die strategischen IT-Entscheidungsprozesse werden die TransparenzWenn nun die IT-Governance im beschriebenen Sinn nachhaltig verbessert, Investitions- und Sourcingent-von der Unternehmensleitung eingeführt und getra- scheide auf einer fundierteren Basis getroffen undgen wird, steigert die Weiterentwicklung der ICT die die vorhandenen IT-Ressourcen effizient eingesetzt.Effizienz und Effektivität des Gesamtunternehmens. Damit wird eine solide Grundlage geschaffen, umDie Kontrolle der IT-Governance kann mit dem inter- die Strategie zur Informationsgesellschaft CH undnational anerkannten IT-Governance Framework Co- die «Strategie eHealth Schweiz» zu unterstützen.bit unterstützt werden. Cobit gliedert die Aufgabender IT in insgesamt 34 Prozesse, die sich auf die fol- (1) Common Objects of Information and Related Technologygenden vier Themenbereiche verteilen: (2) http://www.itgi.org
    • 28 Le système d’information clinique (SIC) est au cœur de l’informatique hospitalière. Intégré en amont avec la logistique de soins, tels que ressources humaines et plateaux-médico-techniques et en aval avec la facturation, la médicométrie et les outils de gouvernance, il doit soutenir les processus de soins, dont les itinéraires cli- niques, l’aide à la décision, le benchmarking et une gestion moderne de l’entreprise avec une forte interopérabilité interne à l’hôpital et vers le réseau de soin.Christian Lovis,Hôpitaux universitaires de Genève,christian.lovis@hcuge.chSystèmes d’informations cliniques:au cœur des informatiques hospitalièresIntroduction f) PlanificationLes SIC sont en pleine mutation et sont désormais des La gestion par processus des SIC modernes permet lasystèmes complexes, orientés processus, au cœur des mise en place d’une stratégie de gestion et de plani-hôpitaux, au service de tous les acteurs. Les points fication des ressources humaines et médico-techni-suivants, dans l’ordre de complexité, illustrent leur ques et un cadre de management opérationnel etmutation: stratégique prédictif.a) Structuration Enjeux et défisSouvent peu structurés, les SIC modernes s’orientent Types de systèmesvers les représentations de la connaissance, les clas- Les cinq générations de SIC selon le Gartner group:sifications et nomenclatures, facilitant une interopé- I) Le Collector, simple stockage de l’informationrabilité sémantique absolument indispensable. II) Le Documentor, documentation structuréeb) Contenu III) Le Helper, aide à la décision simpleAutrefois limités aux documents médicaux com- IV) Le Colleague, aide à la décision avancéemunicants, comme les lettres de sortie, ces systèmes V) Le Mentor supporte des processus complets decouvrent désormais tout le champ clinique, les don- prise en charge, les itinéraires cliniques, la plani-nées multimédias, les signaux, le son etc. ainsi que fication des soins et des ressources.l’aide à la décision. En Suisse, la plupart des hôpitaux utilisent des systè-c) Intervenants mes commerciaux, généralement sans gestion deInitialement destinés aux seuls médecins, les SIC processus, ni planification prédictive ou interopérabi-modernes s’adressent à tous les acteurs de la santé, lité avec la logistique de soins et la gouvernance. Lesoignants et administratifs, chercheurs etc. Ils sont marché est actuellement en pleine mutation.centrés autour du patient, favorisent le patient em-powerment et la communication avec les réseaux de Couverture fonctionnellesoins. La prise en charge complète d’un patient requiert uned) Communication large couverture fonctionnelle. Un système monoli-Une évolution en cours est celle qui va des SIC tradi- thique sera souvent insuffisant. Les approches inter-tionnels, outils informationnels, vers des environne- opérables, permettant d’intégrer des systèmes hété-ments hautement collaboratifs pour soutenir des pro- rogènes, doivent donc être privilégiées. Ceci imposecessus complexes de soins entre professionnels de l’usage de standards, techniques et sémantiques, etsanté, patients et environnements de soutien. une vision stratégique et architecturale claire. L’inter-e) Processus opérabilité ne se résume pas à des échanges de don-Avec la participation de tous les acteurs, dont les pa- nées, elle doit comprendre la sémantique, supportertients, et l’ouverture vers les réseaux de soins et les la gestion de processus, la décision médicale et desoins à domiciles, ces systèmes deviennent la clé de management.voûte de prises en charge longitudinales, à traversles barrières historiques, soutenant les processus de Interopérabilité et standardssoins, et améliorant ainsi la qualité et l’efficience du Le premier défi de l’interopérabilité est à l’intérieursystème de santé. même de l’institution, soit la capacité du SIC à com-
    • 29muniquer avec l’ensemble des autres composants du dical applications, which requires significant physi-système d’information hospitalier, comme la gestion cian input and leadership.» Position dirigeante auadministrative, les ressources humaines, le médico- plus haut niveau de l’institution, elle permet d’inté-technique, les dossiers spécialisés et la logistique. Un grer les aspects humains, médicaux et informatiquesSIC doit donc s’intégrer dans l’ERP ! Cette complexité dans une vision stratégique. En Suisse, les SIC sontnécessite une utilisation stricte des standards d’inter- trop souvent pilotés par l’informatique de manièreopérabilité. L’interopérabilité est un enjeu majeur, isolée. Dès lors, ils ne sont pas intégrés dans une vi-dont dépend la qualité et la sécurité des systèmes, et sion stratégique et opérationnelle de l’institution, malnécessiterait un cadre législatif et certificatif, d’autant acceptés par les cliniciens. Le CMIO devient une po-qu’il s’agit d’un prérequis à la communication avec sition nécessaire qu’il convient de promouvoir pourle réseau de soin. accélérer la transformation de nos hôpitaux avec les technologies de l’information.ConnaissanceLa gestion de la connaissance est un point capitalsouvent méconnu, qui doit couvrir tant les référen- CONCLUSIONtiels cliniques que les référentiels opérationnels et Les systèmes d’information clinique, au cœur des sys-structurels, comme par exemple logistiques, locaux tèmes d’information hospitalier, éléments stratégi-et organisationnels. ques centraux pour les soins, la gestion et la gouver- nance des hôpitaux, sont le moteur d’un profondGouvernance changement dans les processus. Mettre en place unElément clé de transformation et de gestion des pro- SIC sans vouloir changer le fonctionnement de l’hô-cessus, de la capacité à mesurer, à planifier l’activité pital, c’est décider d’échouer avant de commencer.en temps réel, bras de levier de l’amélioration de la Cette vision transformante est celle d’un nombrequalité et de l’efficience, le SIC est trop souvent consi- croissant d’hôpitaux dans le monde, qui considère ledéré comme un projet annexe, mal représenté dans SIC comme le bras de levier du changement. Pressionles instances dirigeantes de l’institution. Clemenceau économique, qualité et efficience sont les moteursdisait: «La guerre est une chose trop sérieuse pour la de ces changements indispensables et surtout, inévi-laisser aux militaires!» – Une nouvelle position est née tables.dans les institutions américaines, le CMIO – Chief Me- Le choix d’un système d’information clinique estdical Information Officer. «The new chief medical in- un des éléments critiques au fonctionnement d’uneformation officer title indicates its growing impor- institution. Il nécessite un leadership fort et incondi-tance in health-care. Organizations are likely focusing tionnel, une vision stratégique et un investissementon the necessary integration of technology and me- important sur le long terme. La mise en place d’un tel système entraîne des modifications profondes du fonctionnement de l’institution, une révision des pro- cessus et, par là-même, une redistribution des enjeux IN KÜRZE de pouvoir. La position de Chief Medical Information Officer est un gage de succès et d’adoption. Das Klinikinformationssystem ist das Herzstück der Spitalinformatik. Vertikal ist es u.a. stark in die Logistik der Pflege, der Human Ressources und der medizinisch- REFERENCES technischen Plattform und horizontal in die - Lorenzi NM, Ash J, Einbinger J, McPhee W, Einbinger L. Fakturierung, die Medicometrie sowie die (editors): Transforming Health Care through Information. Steuerungsinstrumente integriert. Es dient New York, LLC: Springer-Verlag 2004 als Entscheidungshilfe und Werkzeug zur - Knaup P, Bott O, Kohl C, Lovis C, Garde S: Electronic Unterstützung der Behandlungsabläufe wie Patient Records: Moving from Islands and Bridges der klinischen Pfade, des Benchmarking und towards Electronic Health Records for Continuity of Care. einer modernen Unternehmensverwaltung. Methods Inf Med. 2007;46 Suppl 1:34-46 Es soll zudem eine ausgeprägte Inter- - Van Der Meijden MJ, Tange HJ, Troost J, Hasman A: operabilität innerhalb des Spitals sowie des Determinants of success of inpatient clinical information Gesundheitsnetzwerkes ermöglichen. systems: a literature review. J Am Med Inform Assoc. 2003 May-Jun;10(3):235-43.
    • 30 Um die Vorteile von eHealth nachhaltig nutzen zu können, sind wirksame Daten- schutzmassnahmen unumgänglich. Zugriffsberechtigungen sind dafür nach dem Credo «So wenig wie möglich, so viel wie nötig» einzurichten. Administrative und technische Restriktionen, basierend auf differenzierten Rollenkonzepten und individuellen Optionen, helfen dabei. Überzeugende Überprüfungs- und Sanktionsmöglichkeiten schaffen die nötige Transparenz.Jürg BlaserForschungszentrum Medizininformatik Zürichjuerg.blaser@usz.chZugriffsberechtigungen bei«eHealth»-SystemenInformatiksysteme für Gesundheitsinformationen ha- und Datenschutz genügen. Ein wesentliches Ele-ben den gleichen grundsätzlichen Anforderungen ment bei der Umsetzung dieser teilweise wider-zu genügen, unabhängig davon, ob sie isoliert oder sprüchlichen Anliegen bilden individuelle Einschrän-vernetzt betrieben werden. Sie sollen die Effizienz kungen bei den Nutzungsberechtigungen diesersteigern, zuverlässig und nachvollziehbar funktio- Systeme.nieren und den Anliegen von Patientensicherheit Einerseits sind die Benutzenden im Rahmen von
    • 31implizit oder explizit erteilten Aufträgen an ganz Registrierte Zugriffekonkrete Nutzungsbedingungen gebunden. Mass- Die Akzeptanz von «eHealth» wird durch jeglichegebend sind dabei die juristischen Rahmenbedin- Meldung über missbräuchliche Dateneinsicht kom-gungen, Berufsregeln und Anstellungsbedingun- promittiert. Durch eine restriktive Begrenzung vongen. Andererseits können die Zugriffsmöglichkeiten Zugriffsmöglichkeiten sollen Missbräuche so selte-auf einzelne Daten durch technische Massnahmen ne Einzelereignisse bleiben, dass sie sich nicht zu ei-gesteuert werden. Hierzu sind differenzierte Rollen- nem negativen Gesamteindruck verdichten können.konzepte und individuelle Erweiterungs- und Ein- Zugriffe sind zu registrieren und zumindest punk-schränkungsoptionen notwendig. Beispielsweise tuell sollte auch deren Rechtmässigkeit überprüftwerden die Zugriffsrechte im spitalweiten Klinik- werden. Wichtig ist zudem, dass beim Aufdeckeninformationssystem des UniversitätsSpitals Zürich von Missbrauchsfällen sowohl Konsequenzen resul-mittels mehr als 4000 Accesscodes definiert, die in tieren als auch entsprechende Massregelungen klarBasis-, Funktions- und Einzelrollen zusammengefasst kommuniziert werden. In einer Uniklinik in Los An- geles wurde über nicht legitimierte Zugriffe auf die Krankenakte einer weltberühmten Sängerin berich- tet, was zur Entlassung von einigen Mitarbeitenden EN BREF führte (3). In der Schweiz sind bisher weder entspre- chenden Episoden noch ähnliche Massnahmen be- Des mesures de protection des données kannt geworden. efficaces sont incontournables pour béné- ficier à long terme des avantages de la cybersanté. Les droits d’accès aux informa- FAZIT tions doivent s’ériger autour du principe Die Bedeutung wirksamer Zugriffsregelungen «le moins possible, autant que nécessaire». nimmt mit zunehmender Vernetzung der Systeme Les restrictions administratives et techniques zur digitalen Patientendokumentation zu. Kontinu- basées un concept des rôles différenciés ierliche Fortschritte im Bereich von «eHealth» et des options individuelles sont nécessaires, können nur auf der Basis von Vertrauen in wirksame y compris des mesures de contrôles convain- Datenschutzmassnahmen erreicht werden. In der cantes et la possibilité de sanctions. praktischen Umsetzung ergeben sich technische, administrative, organisatorische und rechtliche Her- ausforderungen.sind und individuell zugeteilt werden (1). Rollen- Vertrauensbildende Massnahmen haben ihren Preis,basierte Zugriffskonzepte sind ebenfalls im Rahmen selbst wenn möglichst viele Abläufe regelbasiert undvon «ehealthsuisse» vorgesehen. Wie komplex sich automatisiert ablaufen. Aufbau und 7x24h-Betriebin der praktischen Umsetzung die Problematik bei von differenzierten Zugriffskonzepten, Benutzer-systemübergreifenden Zugriffen gestaltet, illustriert administration und Zugriffskontrollen erfordern in-ein Beitrag zu Rollenkonzepten, der im Auftrag des nerhalb eines grossen Spitals mehrere Stellen. Bei in-«ehealthsuisse»-Koordinationsorgans Bund-Kanto- stitutsübergreifenden «eHealth»-Kooperationen istne, Teilprojekt Standards und Architektur, entstan- u.a. zu klären, wer für entsprechende Aufgabenden ist (2). zuständig ist.Sensibler DatenschutzBeim Stellenwert des Datenschutzes im Gesund-heitswesen sind länder- und kulturspezifische Unter-schiede offensichtlich. In der Schweiz ist die Sensibi- QUELLENlisierung auf die besondere Schutzwürdigkeit der - (1) Blaser J, Pasierbek: Zugriffsberechtigungen inindividuellen Gesundheitsdaten ausgeprägter als in Klinikinformationssystemen. Swiss Medical Informatics,Ländern mit zentralistischen oder sozialistischen Ge- 68:34-36, 2010sellschafts- oder Gesundheitssystemen. Bedenken - (2) Koordinationsorgan eHealth Bund-Kantone.bezüglich Datenschutz dürften für die vergleichswei- Rollenkonzept, 08.04.2010, www.e-health-suisse.ch/ um-se zögerliche Umsetzung von «eHealth» in der setzung/00146/00148/index.html?lang=deSchweiz mindestens so wesentlich sein wie der viel- - (3) Tagesanzeiger.ch: Wegen Spears Patientenaktefach erwähnte schweizerische Föderalismus. entlassen. 15. März 2008
    • 32 Die Empfehlungen I + II der Arbeitsgruppe Standards & Architektur des «eHealth»- Koordinationsorgans werden im Kanton St. Gallen sehr begrüsst. Mit der Einführung des Patienten Management Systems (PMS) wurden Konzepte (Rollenkonzept, Stammdaten, Integrationskonzept) erarbeitet, welche den gesicherten Betrieb der IT-Infrastruktur gewährleisten. Dazu bezieht man sich auf internationale Standards und Empfehlungen wie HL7, DICOM oder die IHE-Integrationsprofile.ChristophKnöpfel,Kantonsspital St.Gallenchristoph.knoepfel@kssg.chUmsetzung Spital-PatientendossierDer Kanton St.Gallen führt ein kantonsweites Patien- Für das PMS mussten die Personendaten konsolidiertten-Management-System (PMS) für die Spitalverbün- und ein dazugehörendes Rollenkonzept erarbeitetde und die Geriatrische Klinik ein. Eines der Ziele war werden. All diese verschiedenen Konzepte berücksich-die Standardisierung der verschiedenen Dokumenta- tigen, dass die Pflege der Stammdaten nach wie vortionsprozesse in allen Regionen. Während der Erar- in mehreren Applikationen erfolgt.beitung der verschiedenen Konzepte wurde früh klar, Eine weitere Herausforderung ist die Vernetzungdass neben einem Systemintegrationskonzept auch des PMS mit dem Dokumenten-Management-SystemKonzepte in Bezug auf die verschiedenen Stamm- (DMS), das das Patientendossier abbildet und als IHE-daten erarbeitet werden müssen. Die Systemintegra- Repository eingesetzt werden kann. Technisch ist dietion, welche wesentlich auf den Empfehlungen I der Spezifikation auf dem IHE-Integrationsprofil Cross En-Arbeitsgruppe Standards & Architektur des «eHealth»- terprise Document Exchange (XDS) beschreibbar. DieKoordinationsorgans basiert, ermöglicht den Über- Herausforderung liegt in der Spezifikation der Meta-blick über die komplexe Systemlandschaft und wur- daten zu den Dokumenten. Die Empfehlungen II derde schon mehrfach erfolgreich in weiteren Projekten Arbeitsgruppe Standards & Architektur zum Themaeingesetzt. Die Erstellung der Konzepte für die Metadaten werden hier einfliessen.Stammdaten ist um einiges komplexer. Dank demProjekt Logistik 2010 konnten einige Grundlagen fürden Materialstamm wieder verwendet werden. Hin- FAZITgegen sind die Beschreibungen für die Verwaltung In der Regel kann kein Standard, keine Empfehlungder Stammdaten für Personendaten oder Medikamen- out-of-the-box umgesetzt werden. Die jeweilige Or-te eine grosse Herausforderung. So sind zum Beispiel ganisation muss sich das entsprechende Fachwissendie Daten für den Personenstamm über mehrere Ap- dafür zuerst erarbeiten. Anschliessend wird, basierendplikationen verteilt und je nach Rolle der Person ent- auf diesem Fachwissen und der Analyse der Business-stehen andere Anforderungen an das Gesamtsystem. prozesse, eine Umsetzungsstrategie erarbeitet. Indi- vidual-Lösungen sind vordergründig schneller umge- setzt und erfordern nur Fachwissen über die eigene EN BREF Organisation. Deren Umsetzung bleibt aber indivi- duell, tendenziell teurer und die stetig steigende Les recommandations I et II du groupe de Komplexität macht die IT-Infrastruktur unübersicht- travail «Normes et architecture» ont été fort lich. Ein gesicherter Betrieb wird unmöglich. Die Stan- bien accueillies dans le canton de St-Gall. dardisierung ist ein MUSS, um die Komplexität kon- L’introduction du Patienten Management trollieren und Systeme weiter integrieren zu können. System (PMS) a donné lieu à l’élaboration de plusieurs concepts (concept de rôles; données de base; concept d’intégration) qui QUELLEN permettent de garantir une exploitation sé- - eHealth Koordinationsorgan Bund-Kantone: curisée de l’infrastructure informatique. Les www.e-health-suisse.ch normes internationales ainsi que les recom- - IHE Integrating the Healthcare Enterprise: www.ihe.net mandations tels que HL7, DICOM ou les pro- - xEPR HL7 Projektgruppe Exchange of Electronic fils d’intégration IHE en ont servi de base. Patient Records: www.hl7.ch/hl7-projektgruppen/projekt- gruppe-xepr.html
    • 33 «eHealth» ist, um effizient implementiert zu werden, auf den Einsatz geeigneter Standards und Anleitungen oder Empfehlungen angewiesen. In diesem Kapitel werden «alle» verfügbaren Standards und Codes aufgelistet und ganz kurz beschrieben. Die Auflistung ist möglichst umfassend, aber nicht abschliessend und enthält auchBeat Heggli keinerlei Wertungen. Sie hat über 15 Standards ergeben,HL7 Schweiz & Nexus (Schweiz) die entweder aus organisatorischer, medizinischer oderbeat.heggli@nexus.ch technischer Sicht im Bereich «eHealth» eingesetzt werden können. Deren Einsatz ist möglich, aber nicht zwingend und muss in Verbindung mit den weiteren Umständen geprüft und beurteilt werden. Für internationale Standards sprechen Aspekte wie mögliche Kommunikation über Landesgrenzen hinaus und tiefere Kosten für Schnittstellenentwicklungen. Obwohl diverse Standards gleiche Inhalte haben (Bsp. EHR) sind sie aufgrund unterschiedlicher Architektur u.U. nicht miteinanderChristian Kohler kompatibel. Diese Auflistung zeigt auf, ob es zu einemALIS-Connect & the i-engineers Thema einen Standard gibt und beschreibt diesen inchristian.kohler@kds-main.ch einer ersten Stufe.Liste der verfügbaren Standards und CodesIHE Mensch gelesen werden können, bei der CommonIHE (Integrating the Healthcare Enterprise) ist eine Ini- Clinical Object Workgroup steht die einheitliche Dar-tiative von Anwendern und Herstellern mit dem Ziel, stellung von Objekten aus verschiedenen Computer-den Informationsaustausch zwischen IT-Systemen im systemen im Vordergrund.Gesundheitswesen zu standardisieren und zu harmo-nisieren. Die Umsetzung der medizinischen Prozess- ISO (TC-215)abläufe zwischen den Systemen und die Schaffung Die International Standard Organisation veröffentlichtvon Interoperabilität steht im Vordergrund. über Ihr technisches Komitee 215 ( TC-215) Standard- definitionen zum Thema Electronic Health Record. DieDICOM Arbeiten am Standard sind dabei verschiedenen Wor-Digital Imaging and Communications in Medicine king Groups zugeteilt. ISO anerkennt auch Teile von(DICOM) ist ein offener Standard zum Austausch von andern Standards, z.B. HL7.Informationen in der Medizin. Diese Informationenkönnen beispielsweise digitale Bilder, Zusatzinforma- CEN (TC-251)tionen wie Segmentierungen, Oberflächendefinitio- Die Arbeitsgruppe 251 ( TC-251) des Comitée Euro-nen oder Bildregistrierungen sein. DICOM standardi- péen de Normalisation publiziert europäische und in-siert sowohl das Format zur Speicherung der Daten ternationale Standards für das Gesundheitswesen.als auch das Kommunikationsprotokoll zu deren Aus- Der Standard 13606 beinhaltet hier das EHR.tausch. HPIHL7 (V2, V3, RIM, CDA, CCOW) Der Health Professional Index steht für die Identifi-Health Level 7 (HL7) ist eine Reihe internationaler kation jener Personen, die im Gesundheitswesen Lei-Standards für den Austausch von Daten zwischen Or- stungen erbringen können (und dürfen). In Verbin-ganisationen im Gesundheitswesen und deren Com- dung mit der Qualifikation werden Rollen definiertputersystemen. Bei Version 2 steht der Nachrichten- und Berechtigungen hergeleitet.austausch im Vordergrund, Version 3 unterstützt dasVerständnis für Objekte und Prozesse, basierend auf MPIeinem Reference Integration Model. Die Common Der Master Patient Index steht für die eineindeutigeDocument Architecture ermöglicht die Kommunika- Identifikation einer Person in der Rolle als Patient in ei-tion mit Dokumenten, die sowohl von Maschine wie ner Versorgungseinheit. In Kombination mit IHE defi-
    • 34niert ein MPI eine Domain und alle Teilnehmer, die ihn Nomenklaturen der Medizin. Ziel ist es, medizinischenutzen und damit akzeptieren, sind Mitglieder in die- Aussagen so zu indizieren, dass die inhaltlichen Ele-ser Domain. Domains orientieren sich in der Regel an mente der Aussage vollständig erfasst sind, wodurchden politischen Strukturen, es sind aber beliebige, klei- sehr spezielle Suchanfragen mit hohem Recall (Voll-nere oder grenzüberschreitenden Domains machbar. zähligkeit) und hoher Präzision (Relevanz) beantwor- tet werden können.MeSHDie Medical Subject Headings (MeSH) sind ein The- DSM-IVsaurus zur Sacherschliessung von Büchern und Zeit- In den USA ist in der Psychiatrie das DSM-IV-Klassifi-schriftenartikeln in Medizin und Biowissenschaften. kationssystem verbreitet (Diagnostic and Statistical Das MeSH-System wird von der United States Na- Manual of Mental Disorders), welches einen völlig an-tional Library of Medicine gepflegt und überarbeitet. deren Ansatz verwendet.Es wird vor allem für die Datenbank MEDLINE ver-wendet, die über das vom National Center for Bio- LOINCtechnology Information betriebene Internetportal Die Logical Observation Identifiers Names and CodesPubMed der Öffentlichkeit für kostenfreie Recherchen (LOINC) sind eine Zusammenstellung allgemeingül-zur Verfügung gestellt wird. tiger Namen und Identifikatoren zur Bezeichnung von Untersuchungs- und Testergebnissen aus Labor undICD9cm, CHOP Klinik. Ziel ist die Erleichterung des elektronischen Da-International Codes of Desease: Therapiecodes, meist- tenaustauschs bei der Übermittlung medizinischerverwendete Codes in Europa. CHOP ist die nationale Untersuchungsergebnisse und Befunddaten.Ableitung/Erweiterung davon für die Schweiz. SCIPHOXICD10, ICD10-GM SCIPHOX (Standardized Communication of Informa-Die internationale statistische Klassifikation der Krank- tion Systems in Physician Offices and Hospitals usingheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD, XML) wurde von der HL7-Benutzergruppe inInternational Statistical Classification of Diseases and Deutschland e.V. und dem Qualitätsring medizinischeRelated Health Problems) ist das wichtigste, weltweit Software (QMS) ins Leben gerufen mit dem Ziel,anerkannte Diagnoseklassifikationssystem der Medi- öffentlich diskutierte Vorgaben für Dokumentations-zin. Es wird von der Weltgesundheitsorganisation modelle im Gesundheitswesen zu erarbeiten und be-(WHO) herausgegeben. reitzustellen.Deutschland und die Schweiz verwenden für die Dia-gnosecodierung eine modifizierte Version des ICD- OID REGISTERKatalogs, die German Modification. In der Informatik ist ein Object Identifier (OID) ein weltweit eindeutiger Bezeichner, der benutzt wird,SNOMED um ein Informationsobjekt zu benennen (vgl. URN).Die Systematisierte Nomenklatur der Medizin (SNO- Ein OID stellt einen Knoten in einem hierarchisch zu-MED) (engl.: Systematized Nomenclature of Human gewiesenen Namensraum dar, der durch den ASN.1-and Veterinary Medicine) ist eine der bedeutendsten Standard definiert ist.
    • 35TEIL 3 PARTIE 3Die Beiträge in diesem Teil haben eine Les contributions figurant dans cettelösungsbezogene Sicht und beleuchten den troisième partie sont orientées vers uneMarkt. Modellversuche und Pilotprojekte solution et proposent un aperçu du marché.begleiten und unterstützen die Umsetzung Les essais pilotes et les projets pilotesvon der Theorie in die Praxis. Zu Wort accompagnent et corroborent la mise enkommen die Verantwortlichen dieser œuvre de la théorie dans la pratique. DansProjekte. Sie machen deutlich, dass die ce chapitre s’expriment les responsables deTechnologie nur ein (kleiner) Teil auf dem ces projets. Ils révèlent clairement que laWeg zum Erfolg ist. technologie ne représente quune (petite)Die Softwareindustrie zeigt einige der heute partie sur le chemin du succès. De plus,verfügbaren und «eHealth»-tauglichen Pro- l’industrie du logiciel présente ici quelques-dukte. Man erkennt, welche Entwicklungen uns des produits disponibles adaptés à lavon pragmatischen und proprietären Lösun- cybersanté. L’on peut identifier les dévelop-gen in eine IHE-gestützte Zukunft möglich pements de solutions pragmatiques etsind. Vernünftige Kompromisse und propriétaires qui pourront être applicablesStrategien ergeben tragbare Investitionen. dans un futur orienté IHE. De compromisRichtig gewählte Document Management raisonnables et des stratégies, il résulte desSysteme können in Patientendossiers und investissements supportables. Des logicielsdiese in IHE-Repositories mit Recordsmana- de gestion des documents bien choisis peu-gement und Information Lifecycle überführt vent être intégrés au dossier du patient danswerden, die bestehenden Plattformen zur un IHE Repository avec un gestionnaireVernetzung entwickeln sich zu Registry- d’enregistrements et d’informationViewern. Der Markt ist allerdings so stark in Lifecycle. Les plateformes existantes enBewegung, dass diese Sicht darauf nicht réseau se développant sous la forme deabschliessend sein kann und will. Die Forde- Registry-Viewers. Le défi que relèventrung aus den vorangehenden Beiträgen aujourd’hui ces contributions-ci reste cepen-jetzt zu handeln, «eHealth» bei aktuellen dant réaliste, il s’agit de ne pas perdre deProblemlösungen im Auge zu behalten und vue les solutions aux problèmes et de lespragmatisch umzusetzen, ist realistisch. mettre en œuvre de manière pragmatique.
    • 36 Der Druck auf einen effizienteren Mitteleinsatz im Gesundheitswesen nimmt zu. «eHealth» kann einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssteigerung der Behandlungen und zur Verbesserung der administrativen Prozesse leisten. Damit die not- wendigen Investitionen getätigt werden, brauchtGeorg Schielke Urs Stromer es Rahmenbedingungen und Standards, welche dieSchweiz.GDK Die Schweizerische Stakeholder gemeinsam erarbeiten und der Bundgeorg.schielke Post & IG eHealth und die Kantone verbindlich festlegen, damit die@gdk-cds.ch urs.stromer@post.ch Industrie diese umsetzen kann.Die VernetzungDie «Strategie eHealth Schweiz» sieht einen dezentra- dass eine enge Koordination durch die öffentlichelen «Bottom-up»-Aufbau der «eHealth»-Landschaft Hand im Bereich «eHealth» unverzichtbar ist. Die Kan-Schweiz vor. Diese entsteht durch die Zusammenfüh- tone sind daher zusammen mit dem Bund Initiatorrung kantonaler und regionaler Modellversuche und der «eHealth» Strategie Schweiz.Anwendungen. Die elektronische Vernetzung lokaler Bei der Umsetzung der Strategie kommt den Kan-ICT-Infrastrukturen von Spitälern, freipraktizierenden tonen primär die Aufgabe zu, einen Rahmen zu schaf-Ärztinnen und Ärzten und Apotheken ermöglicht den fen. Dieser ermöglicht die Lancierung von Modellver-Austausch strukturierter Daten entlang der Behand- suchen und Projekten, die mit der «eHealth»-Strategielungskette. Ergänzend zur Erfassung von «Krankheits- kompatibel sind.daten» durch die Behandelnden sollen zudem Die Kantone schaffen subsidiär zum BundesrechtPrivatpersonen ermutigt werden, selber Gesundheits- die notwendigen kantonalen Rechtsgrundlagen unddaten in einer elektronischen Gesundheitsakte auf- erklären die vom «eHealth»-Koordinationsorgan emp-zunehmen, damit «eHealth» zusätzlich sowohl zu fohlenen Standards und Architekturbausteine als ver-Prävention als auch zu Diagnosestellung beitragen bindlich (1). Gleiche Rahmenbedingungen und har-kann. monisierte Rechtssetzungen in den Kantonen Durch die Vernetzung wird ein immer dichteres schaffen Investitionssicherheit bei der RealisierungNetz an Informationsübermittlungskanälen gewoben, von neuen IT-Systemen.das schliesslich zu einem nationalen «eHealth»- Die Kantone unterstützen in ihrem Zuständigkeits-System zusammenwächst. Hauptziel ist die Realisie- bereich Modellversuche, stossen diese an und über-rung des nationalen elektronischen Patientendossiers nehmen die inner- und transkantonale Koordination.durch die erfolgreiche Verknüpfung von dezentral Die Plenarversammlung der GDK hat ihr Zentralsekre-gespeicherten Informationen aus den Patienten- und tariat beauftragt, Hilfsmittel für die Kantone bereit zuGesundheitsakten. stellen, welche die Kantone bei dieser Aufgabe unter- stützen. In einigen Kantonen sind bereits intensiveRolle der Kantone Projektaktivitäten zu verzeichnen.Aufgabe der Kantone ist es, die für die Gesundheits- Die Kantone nehmen zudem auf Ebene des natio-versorgung der Kantonseinwohner notwendige Infra- nalen Koordinationsorgans eine aktive Rolle ein beistruktur sicher zu stellen. Sie betreiben zu diesem der Erarbeitung der Standards und bei der EvaluationZweck eine Versorgungsplanung. Die Versorgung hat von Modellversuchen. Sie sind im nationalen Steue-in finanzieller und qualitativer Hinsicht konkurrenzfä- rungsausschuss «eHealth» mit vier Stimmen vertre-hig zu sein. «eHealth» kann dazu einen Beitrag leisten, ten (2).indem es die Qualität der Behandlungen und die Ef-fizienz administrativer Prozesse verbessert. Rolle der Anbieter Erfahrungen in anderen Ländern haben gezeigt, Die Industrie hat mehrere Aufgaben bei der Einfüh- rung und Umsetzung von «eHealth»: Sie ist erstens Lieferantin der Auftraggeber privaten und öffentli-(1) Vgl. Beschluss der Plenarversammlung der GDK vom chen Rechts. Sie hat sich zweitens an den Vorgaben 26.11.2009: http://www.gdk-cds.ch/fileadmin/pdf/ und Bedürfnissen ihrer Kunden zu orientieren und Themen/Statistik_eHealth/eHealth/Beschluss_GDK-Ple- geltendes Recht einzuhalten. Drittens kann sie ge- num_eHealth_20091126_d_k.pdf währleisten, dass die Daten sicher und zuverlässig(2) Vgl. http://www.gdk-cds.ch/275.0.html ausgetauscht werden können.
    • 37 Die Industrie ist bereit, Anfangsinvestitionen zu tä- Die Industrie hat bereits beträchtliche Investitionen intigen, sofern eine genügende Rechtssicherheit besteht Forschung und Entwicklung getätigt. Die gemachtenund diese Ausgaben mit einem langfristigen Ge- Erfahrungen sind für die Auftraggeber von Nutzenschäftsmodell refinanzierbar sind. Um eine genügen- und senken das Investitionsrisiko.de Interoperabilität und Investitionssicherheit fürAnbieter und Abnehmer zu garantieren, sind harmo- Rolle der Leistungserbringernisierte Rechtsgrundlagen sowie gemeinsam festge- Die zunehmende politische Forderung nach einemlegte Standards nötig. Deren Einhaltung muss aus effizienteren Mitteleinsatz im Gesundheitswesen setztSicht der Industrie in den (öffentlichen) Ausschrei- die Leistungserbringer unter Druck und schafftbungen eine explizite Vorgabe sein, da grundsätzlich die Ausgangslage für Investitionen in «eHealth». Esdie Beschaffer die gewünschten Anforderungen defi- besteht die Gefahr, dass die Spitäler Qualität und Si-nieren. cherheit mit den bestehenden Strukturen künftig Die IG «eHealth» nimmt als Vertreterin der ICT-In- nicht mehr garantieren können. Der Trend zu ver-dustrie in den Teilprojekten zur Umsetzung der Stra- stärkter Zusammenarbeit wird daher weiter zuneh-tegie eine aktive Rolle ein, und sie ist im Projektlei- men und entsprechend die Bedeutung des Datenaus-tungsgremium mit einer Stimme vertreten. tausches wachsen. Der Datenaustausch zwischen Spitälern als auch mit den übrigen Akteuren im Ge- sundheitswesen (freie Praxis, Apotheke, Spitex u.a.) muss schneller und einfacher werden. Die Verfügbar- EN BREF keit von Information über den gesamten medizini- schen Behandlungsprozess kann die Qualität der Dans le domaine la santé, le retour sur Behandlung erhöhen, zu relevanten Aufwandreduk- investissement doit satisfaire à des tionen und damit auch zu einer erhöhten Effizienz exigences croissantes. La cybersanté peut führen. Die Leistungserbringer sind aufgefordert, contribuer de manière significative à zu identifizieren, wo im Behandlungsablauf durch améliorer la qualité des soins et des die Realisierung elektronischer Prozesse Nutzen ent- processus administratifs. Pour que les stehen kann und entsprechend Handlungsbedarf für investissements nécessaires soient effectués, «eHealth» zu lokalisieren ist. il s’avère indispensable d’élaborer avec les acteurs impliqués des conditions cadres et des normes que la Confédération FAZIT et les cantons rendent contraignantes Die Vernetzung lokaler ICT-Infrastrukturen von Spitä- afin que l’industrie privée puisse les mettre lern, Arztpraxen und Apotheken ermöglicht den en œuvre. schweizweiten Austausch strukturierter Daten entlang der Behandlungskette. Bund und Kantone sorgen dabei so rasch als möglich für den notwendigen rechtlichen und organisatorischen Rahmen. Die Leis-Fragwürdig ist, dass die Industriekompetenz, aber tungserbringer identifizieren das Vernetzungspoten-auch die Ärzte- und Krankenkassenvertretung, im tial, formulieren die Anforderungen an die ICT-Lösun-Steuerungsausschuss von «eHealth» Schweiz fehlt gen und treten als Besteller auf. Die Industrie berätund bei der Beratung der Dossiers nicht einmal be- ihre Kunden im Vorfeld bei der Bedürfnisanalyse,ratend beigezogen wird. Die IG «eHealth» fordert, orientiert sich an ihren Vorgaben und implementiertdass der Steuerungsausschuss endlich paritätisch zu- entsprechende Lösungen. Sie gewährleistet, dass dersammengesetzt wird. Datenaustausch rechtskonform, sicher und zuverläs- Die Leistungserbringer sollten sich besser koordi- sig erfolgt. Diese Vernetzung der unterschiedlichennieren und die Bedürfnisse gezielter kommunizieren, Leistungserbringer fördert letztlich den effizientendamit die Industrie markt- und bedürfnisgerechte An- Mitteleinsatz und die Erhöhung der Behandlungs-gebote unterbreiten kann. Für viele Projekte braucht qualität im Gesundheitswesen.es keine Modellversuche mehr, sondern Auftragge-ber, welche die Versorgungsqualität erhöhen oder dieAdministativ-Effizienz verbessern wollen und müssen.Viele Industrievertreter bringen Erfahrungen aus aus-ländischen Projekten und aus anderen Branchen mit.
    • 38 Auch wenn eHealth viel Gutes erwarten lässt, verfolgen die verschiedenen Stakeholder eigene Interessen. eHealth muss deshalb mit mehrdimensionalen Anreizen gefördert werden und innovative Geschäftsmodelle zulassen. Hierzu aktiv werden müssen unternehmens- und kantons- übergreifende Kooperationen bestehender Marktplayer.Alexander Roger Künzli Die Anreizsysteme sollen den innovativen Ansätzen, Prozessen,Colombi, CSP AG Partner der Entwicklungsprojekte aber auch den dauerhaften Betrieb voninfo@csp-ag.ch CSP AG eHealth-Lösungen fördern.Neue Anreizsysteme für «eHealth»-VorhabenAuf den ersten Blick verspricht «eHealth» eine besse- «eHealth»-Lösungen enstehen nämlich nur, wennre Welt: schnellere Datenzugriffe mit qualitativ ge- damit Business gemacht werden kann. Dazu sindnaueren Inhalten, welche eine bessere, prozessorien- Anreize (2) nötig, die leider nicht nur kostenbremsendtierte Leistungserbringung ermöglichen, dank wirken. Zum Beispiel:Standardisierung – unabhängig von den Unterneh- – höhere Qualität für schnellere Leistungenmensgrenzen der beteiligten Organisationen. Die im ProzessablaufRealität ist auch für «eHealth» nicht so einfach. – höhere Sicherheit von MitarbeiternVergleichbare Aktivitätsfelder illustrierten dies in den durch Vermeiden von Fehlernletzten Jahren (z.B. schleppende Entwicklungen bei – Gewinne für vielfach verkaufte LösungenOpen-Source, eGovernment, EDI usw.). (vielleicht auch nur zukünftig erwartete) Was ist «eHealth»-Business? Business wird definiert – attraktive Betriebskosten von breit genutzenals «Erbringung von Leistungen oder Lieferung von Lösungen für BetreiberGütern von Anbietern zu ihren Kunden, zu anderen – Marktbekanntheit für Anbieter mit einer breitenAnbietern oder zum Staat gegen die Entrichtung Angebotspalettevon Geld oder anderen Wertmitteln». Diese Definiti- – Marktmacht (auch für Kunden) dank gemeinsamon genügt leider für «eHealth»-Business nicht, weil erarbeiteter Lösungen usw.das Gesundheitswesen eine komplexe Multi-Player-Struktur (1) aufweist. Deren Exponenten agieren mit Nur teilweise vordefinierte Bedingungenteils widersprüchlichen Interessen. Die untenstehen- Problematisch für Entwickler ist, dass heute unter nurde Tabelle zeigt erwartete Chancen, aber auch oft teilweise vordefinierten Bedingungen (z.B. Standardsnur hinter vorgehaltener Hand bestätigte Gefahren von «eHealth» Schweiz) in Produkte investiert werdenaus Sicht einzelner Marktplayer (Liste nicht abschlies- muss, um vielleicht in der Zukunft Erträge erwirt-send): schaften zu können. Diese Unsicherheit kann nicht Trotz hoher wirtschaftlicher Nutzenpotenziale sind als «Unternehmerrisiko» abgetan werden. Vielmehrviele Exponenten unsicher, wie weit diese wirklich müssen neue Anreizformen oder Zwänge gefundenkostendämpfend den Patienten zu gute kommen. werden, welche die Entwicklungsorganisationen Interessengruppen …sowohl Chancen… …als auch Gefahren. sehen mit «eHealth» … – höhere Qualität der Behandlung – sinkende Vertraulichkeit der Daten Patienten – «eigene Daten» bei allen – diffuse Ängste vor Technologie- Behandelnden in der Prozesskette abhängigkeit oder Fehlern – neue gewinnträchtige – höhere Konkurrenz «eHealth»-Lösungs- Geschäftsfelder – teure Vorinvestitionen ohne Anbieter – neue grössere Kundengruppen Leistungsabnahme-Garantien – höhere Sicherheit bei – noch mehr Bildschirmarbeit bei Gesundheits- verantwortungsvollen weniger Arbeit am Patienten mitarbeitende Manipulationen – Ängste vor neuen Systemen – flexiblere Arbeitsmöglichkeiten (Kann ich damit noch umgehen?)
    • 39 EN BREF(IT-Spezialisten, Leistungserbringer, Versicherer, Kan- Si la cybersanté revêt de bonnes intentions,tone, Patienten) dazu animieren, «Vorinvestitionen» il ne faut pas oublier que les acteurs serventin Geldform und in Know-how zu tätigen. leurs propres intérêts. La cybersanté doit Dazu sind neue, attraktive Business-Modelle nötig. être encouragée par des incitations pluridi-Aktuell werden diskutiert: Public-Private-Partnerships, mensionnelles et permettre des modèlesstaatliche Vorfinanzierungen, Kooperationsformen de financement innovants. Les coopérationsvon Spital- und Anbietergruppen bei Entwicklungs- entrepreneuriales et entre les cantonsvorhaben, alternative Service-Konzepte wie «Software doivent se montrer plus actives avec lesas a Service», Wissens- und Entwicklungsnetzwerke acteurs du marché existants. Les mesuresund weitere Ausprägungen (vgl. auch interessante d’incitations doivent contribuer à renforcerResultate von «eHealth» Schweiz). Es ist unmöglich, les processus innovants, mais aussi l’exploi-alle Modelle auf zwei Seiten vorzustellen und zu tation durable de la cybersanté.orakeln, welche davon für «eHealth» erfolgreich seinwerden. Interessant ist, dass neue Geschäftsmodellei.d.R. bisherige Denklimiten sprengen: Vorhaben trotz unsicherer Daten aus qualitativer und wirtschaftlicher Sicht einzuteilen und mit anderenNeue Businessmodelle Vorhaben zu vergleichen. Es wird im letzten Teil die-– verschieben klassische Grenzen zwischen den ser Publikation vorgestellt. Marktplayern– ordnen Prozesse, Rollen und Verantwortlich- keiten der Zusammenarbeit zwischen den FAZIT verschiedenen Marktplayern neu «eHealth»-Business soll mit Anreizen, Vorgaben und– setzen neue Technologien für ungewohnt breite Hilfsleistungen gefördert werden (finanziell, perso- Benutzerkreise ein nell, aber auch kulturell und kommunikativ). Dadurch– suchen neue Formen der Vorfinanzierung können offen innovative Geschäftsmodelle gefunden (erfolgsorientierte Bankkredite, Teilhabermodelle, werden. Hinderliche Gesetze oder «veraltete Ansich- Parallelgeschäftserträge) ten» müssen möglichst abgebaut werden.– bringen neue Formen der Mittelabschöpfung zur Je nach Geschäftsmodell müssen verschiedene Betriebsfinanzierung Anreize vorgeschlagen und diskutiert werden. Aus– versuchen Know-how gegen Wirtschaftskrimina- nationaler Sicht ist entscheidend, dass die wesentli- lität zu schützen oder zwecks Weiterentwicklung chen und erfolgsversprechenden Vorhaben erkannt offen zu teilen (i.S. Open-Source) und transparent kommuniziert werden. So werden– begehen innovative Wege der Begeisterungs- Doppelspurigkeiten reduziert und realistische Erwar- weckung für das kommende «eHealth»-Produkt tungen geschaffen. Mittel und Kräfte werden fokus-– pushen oft nicht die sachlich beste Lösung, siert eingesetzt. sondern die zu einem bestimmten Zeitpunkt Der Aufbau einer derartigen Systematik ist nicht ein- verfügbare endkundenfreundlichste Variante fach, aber machbar (vgl. laufende Aktivitäten mit UTI-– gehen an Grenzen der staatlichen Regelungen LITAS der e-Government-Geschäftsstelle der Schweiz). und lösen oft politische Diskussionen aus über Davon profitiert schliesslich jeder Bürger, ob als gesun- «Was ist erlaubt und was nicht?» der Steuer- und Prämienzahler oder als Patient.Vorhaben im Vergleich zu andern abwägenDie Beteiligten haben die schwierige Aufgabe, mög- QUELLENliche Vorhaben im Vergleich zu anderen abzuwägen - Strategie «eHealth» Schweiz, BAG: 27.6.2007und zu entscheiden, ob und welche Vorleistungen in- - eHealth Schweiz: Empfehlungen der Teilprojekte,vestiert werden sollen. Das Modell UTILITAS besticht ehealthsuisse, 20.8.2009durch einen einfachen und transparenten Ansatz, um - O. Müller/Prof. Dr. B. Bernet: Architektur virtueller Finanzin- termediationssysteme – Ansätze zur Beschreibung alterna-(1) Anbieter, Leistungserbringer (z.B. Praxen und Spitäler), tiver Geschäftsmodelle, HSG, 9.2.2001 Versicherer, Staat, Bürger, Patienten, Zulieferer, usw. - www.e-health-at-home.de(2) Summe aller bewusst gestalteten Bedingungen, um direkt - www.business-model-innovation.com oder indirekt auf die Leistungsbereitschaft einzuwirken - www.itbusinessmodels.org bzw. gewünschte Verhaltensweisen zu verstärken - www.wirtschaftslexikon.gabler.de
    • 40 Die Initiative MeDIswiss hat den technischen Aufbau einer Modellarchitektur für den medienbruchfreien elektronischen Austausch eines Patientendossiers erfolgreich erprobt. Der IHE-konforme Master Patient Index bildet in der eHealth Architektur einen zentralen Baustein. Er trägt wesentlich zur Vermeidung von Verwechslungen und damit zur Erhöhung der Patientensicherheit bei.Hansjörg LooserGesundheitsdepartement Kanton St.Gallenhansjoerg.looser@sg.chVon MeDIswiss zum MPI SGIn einer Konzeptstudie wurde in einer ersten Phase aktuellen demografischen Daten. Der MPI vergibt füranhand des «Use Case Kardiologie» der datenschutz- diesen so genannten «Referenzpatienten» eine zen-konforme Austausch medizinischer Daten zwischen trale Patientennummer (MPI-ID). Die Patienten-zuweisenden niedergelassenen Fachärzten und der stammdatensätze aus den verschiedenen Einrichtun-Kardiologie im Kantonsspital St.Gallen überprüft. Die gen werden im MPI mit diesem Referenzpatientenvom «eHealth»-Koordinationsorgan Bund-Kantone verknüpft. Als Identifikationsmerkmale werden dieempfohlenen IHE-Integrationsprofile PIX/PDQ und Daten der Versichertenkarte als Suchfelder verwen-XDS haben die Anforderungen auch aus ärztlicher det. Insbesondere die neue 13-stellige AHV-Versicher-Sicht erfüllt. tennummer ist ein valides Suchattribut. In einer zweiten Phase wurde für alle Spitalverbun-de und weiteren Institutionen mit kantonalem Lei-stungsauftrag ein Master Patient Index auf Basis FAZITdes IHE-Integrationsprofils «Patient Identifier Cross- In Projekten, die einen Institutionen übergreifendenReferencing (PIX)» implementiert. Das Projekt konn- Austausch von Informationen entlang einer Behand-te innert sechs Monaten unter Einhaltung von Ter- lungskette realisieren möchten, muss die Frage nachmin, Kosten und Qualität erfolgreich abgeschlossen der eindeutigen Patientenidentifikation vordringlichund Ende April 2009 in den produktiven Betrieb über- geklärt werden.führt werden. Mit dem Projekt wurde das Ziel erreicht, dass Pa- Die in der Vielzahl von einzelnen Anwendungen tienten in allen Institutionen des Gesundheitswesensverwalteten Patienten, sogenannte Stammdatensät- im Kanton St. Gallen und weiteren vertraglich an-ze, haben in jedem Anwendungssystem eine eigene geschlossenen Betrieben eindeutig identifiziertIdentifikationsnummer. Die MPI-Software sammelt werden können. Es konnte aufgezeigt werden, wieall diese Identifikationsnummern zu einer Person eine «eHealth» Interoperabilitätsplattform für Spitä-aus den verschiedenen IT-Systemen und erstellt für ler und Arztpraxen erfolgreich aufgebaut, betriebenjede erfasste Person einen Referenzdatensatz mit den und unterhalten werden kann. In der Folge geht es darum, weitere Anwendungen in eine umfassende «eHealth»-Service-Plattform zu integrieren und den konkreten Nutzen auf angeschlossene Arztpraxen aus- EN BREF zuweiten. L’initiative MeDIswiss a expérimenté avec succès la mise en place technique d’un QUELLEN modèle d’architecture permettant l’échange - Gesundheitsdepartement Kanton St.Gallen, Hansjörg de dossiers de patients entièrement Looser, Leiter eHealth Davidstrasse 27, 9001 St.Gallen, automatisé. L’index des patients (Master hansjoerg.looser@sg.ch, www.ehealth.sg.ch Patient Index) conforme à IHE constitue un - E-Health Koordinationsorgan Bund-Kantone: élément central dans l’architecture de Empfehlungen zu Standards und Architektur, cybersanté et constitue un atout sérieux http://www.e-healthsuisse.ch/umsetzung/00146/00148/ pour éviter les confusions et accroître ainsi index.html?lang=de la sécurité des patients. - IHE: IT Infrastructure Technical Framework, www.ihe.net/Technical_Framework/index.cfm#IT
    • 41 Die kantonale Initiative Rete sanitaria strebt eine bessere Koordination zwischen den Akteuren des Tessiner Gesundheitswesens an, mit dem Ziel, die Effizienz und Qualität des Systems zu verbessern, nicht zuletzt dessen Wirtschaftlichkeit. Die Initiative sieht dafür Aktivitäten von social marketing vor, die die Einführung von Innovationen und einen Wandel in Kultur und Organisation mit sich bringen.Omar VanoniUfficio del medico cantonaleomar.vanoni@ti.chRete sanitariaMit der Notwendigkeit, den zunehmenden Kosten Die Initiative hat einen schweizweiten Fokus unddes Gesundheitswesens entgegen zu wirken und die dementsprechend werden die Projekte konform zurBehandlungsqualität und -sicherheit zu verbessern, nationalen «eHealth»-Strategie durchgeführt: in ei-entschied der Kanton Tessin, die Initiative Rete sani- nem Land mit mehreren Sprachen und Kulturentaria als pragmatische Strategie für die Entwicklung versucht man, sich wenigstens im technologischen Bereich zu verstehen. Rete sanitaria beinhaltet aber nicht nur den Einsatz von neuen Technologien, sondern fördert die Initiative für die Zusammenarbeit IN BREVE und das gegenseitige Verständnis, um bei den Betei- ligten (Leistungserbringern und Patienten) die nöti- L’iniziativa cantonale Rete sanitaria gen Kompetenzen und einen entsprechenden Kul- mira a migliorare la collaborazione e turwandel zu entwickeln, speziell im Rahmen von la coordinazione tra gli attori del sistema «eHealth». sanitario ticinese, e con l’obiettivo di ottimizzarne l’efficienza, la qualità e non da ultimo l’economicità. A tale scopo FAZIT l’iniziativa prevede attività di marketing Die Erreichung der Ziele gemäss «eHealth» Schweiz sociale che facilitino l’introduzione ist, nach der mehrfach erfolgreichen Erprobung der di innovazioni e cambiamenti a livello empfohlenen Frameworks und Standards, nicht mehr culturale e organizzativo. nur eine Frage des Einsatzes der Technologien. Viel- mehr ist das Vorgehen von verschiedenen Aspekten wie Organisation, Kultur und begleitenden Massnah- men abhängig. Dafür sind relativ viele finanzielle, zeit-langfristiger Lösungen einzusetzen. Dazu versucht liche und personelle Ressourcen notwendig und alleman, dank der konstruktiven Mitarbeit aller Akteure Beteiligten sind aufgefordert, diese bereit zu stellen,des Gesundheitswesens, business-to-business-Prozes- um dieses riesige Projekt erfolgreich umsetzen zuse im kleinen Kanton der Südschweiz zu entwickeln, können. Zur Zeit gilt es, Kompromisse zwischen An-welche einen effizienteren Datenaustausch im Tessin reizen und kulturellen Hürden zu finden, aber auchund darüber hinaus ermöglichen. Zur Zeit konzentrie- die Gelegenheit zu nutzen, um pragmatische undren sich die Aktivitäten darauf, die Bedürfnisse und schnelle Anpassungen für die nächsten Systemrefor-Ansprüche der Leistungserbringer im Tessin zu ver- men auszudenken.stehen, indem existierende Modellversuche analysiert Aus diesen Gründen ist eine global ausgerichtete,und in Beziehung zu den eigenen Vorstellungen ge- nationale Vision des Gesundheitssystems für densetzt werden. Nach der Phase der Evaluation und Erfolg von Rete sanitaria und anderen, ähnlichenBestimmung der geeigneten IT-Architektur wird die Initiativen unerlässlich.Wahl der technischen Lösungen folgen. Parallel dazuwerden die nötigen begleitenden Massnahmen um-gesetzt (z.B. Ausbildungsmassnahmen und Anpas-sung der rechtlichen Grundlagen). Die konkrete Um-setzung einer Lösung ist in der zweiten Hälfte des QUELLEJahres 2011 vorgesehen. - http://www.retesan.ch/it/106/homepage.aspx
    • 42 Mit dem Modellversuch «Virtuelles Patientendossier»/«eMedikation» soll die Einführung eines ePatientendossiers in Anwendung der «Strategie eHealth Schweiz» erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Es wird eine einfache, praxisnahe Lösung angestrebt, welche «wachsen» soll.Jan ZbindenGesundheitsdepartement Kanton Basel-Stadt EN BREFjan.zbinden@bs.ch L’introduction du dossier électronique du patient selon la «Stratégie CybersantéRegio Basel (eHealth) Suisse» sera testée et accom- pagnée scientifiquement au travers desVerschiedene Leistungserbringer haben ihr Commit- essais pilotes «dossier virtuel de patient» etment abgegeben, sich am elektronischen Datenaus- «cybermédication». Il s’agit d’une solutiontausch zu beteiligen, wobei in einer ersten Phase nur simple et pragmatique quil conviendraein Teil der Patienteninformationen (Überweisun- encore daffiner. Plusieurs fournisseurs degen/Austrittsberichte, Röntgenbilder, Laborbefunde) prestations ont donné leur accord pourfür den elektronischen Austausch bestimmt wurden participer au partage de données électroni-und noch nicht alle Leistungserbringer alle dieser In- ques. La première phase prévoit cependantformationen elektronisch austauschen müssen/kön- que seule une partie des informations surnen. Der Zugriff des Patienten auf sein Dossier erfolgt les patients (transferts, rapports de sortie,in einer späteren Phase: radiographies, examens) soit utilisée pour– keine zentrale Datenablage, sondern «cross l’échange de données électroniques. Les document sharing» fournisseurs de prestations ne doivent/peu-– «iterativer Ansatz»; Nutzung als vent pas tous échanger les informations Fallbesprechungstool mit schrittweisem électroniques. L’accès des patients à leur Ausbau zum Patientendossier dossier est prévu pour une phase ultérieure.– Teilnahme Patientinnen/Patienten freiwillig, Einholen eines «informed consent» (Datenschutz)10 Spitäler mit dabei licht ein sehr einfaches Anbinden neuer Leistungser-Zum jetzigen Zeitpunkt haben bereits über 10 Spitä- bringer an das System.ler aus der Region ihre Teilnahme am Modellversuch Sobald die Standards von «eHealthsuisse» end-zugesagt. Es ist davon auszugehen, dass sich auch gültig bestimmt sind, wird eine Evaluation des regio-diverse Arztpraxen über deren Zuweisertätigkeit mit- nalen Modellversuchs Basel angestrebt. Es hat nochtelfristig am Modellversuch beteiligen werden. Die kein Business Case stattgefunden.regionalen Ärztegesellschaften sind in das Projektintegriert, ebenso wie der Baselstädtische Apotheker-verband. Mit der MEDGATE ist eine Unternehmung FAZITins Projekt involviert, welche bereits grosse Erfahrung Als Folge des «Bottom-Up»-Ansatzes werden im Rah-mit Telemedizin hat. men des Projektplans die TO-DO’s in regelmässigen Treffen mit den involvierten Institutionen festgelegt.«Bottom-Up»-Ansatz Dies ermöglicht den Leistungserbringern einen sehrDer Modellversuch BS wurde «Bottom-Up» aufge- individuellen Einstieg in den Modellversuch, was auchbaut. Der Kanton hat die Firma H-Net mit der Imple- der Grund dafür ist, dass sich in kürzester Zeit so vie-mentierung der SWISS MEDICAL SUITE beauftragt le für die Mitwirkung entschlossen haben. SWISS ME-und eine Anschubfinanzierung geleistet. DICAL SUITE bietet sehr variable Schnittstellen an die Der Modellversuch «virtuelles Patientendossier»/ jeweiligen Patientendossier-Systeme der einzelnen«eMedikation» überschreitet sowohl Kantons- als Häuser.auch Landesgrenzen. Daher wird grosser Wert auf Als zentraler nächster Schritt muss die ErstellungEinhaltung des IHE-Standards gelegt. Die Lösung des Master Patient Index’ geregelt werden und wieSWISS MEDICAL SUITE, implementiert durch die Fir- dieser befüllt werden soll. Ziel ist nach wie vor derma H-Net AG, garantiert diese Standards und ermög- erste Business Case Ende 2010/Anfang 2011.
    • 43 Le projet pilote e-toile est développé en PPP par le canton de Genève et La Poste depuis septembre 2009. Il est entré en automne 2010 dans sa phase de déploiement. Tous les partenaires de la santé à Genève ont participé à son élaboration. Il permet aux prestataires de soins de quatre communes genevoises, conformément à la sécurité et à la protection des données, déchanger les informations médicales de patients volontaires.Adrien BronRépublique et Canton de GenèveDpt. de la santéadrien.bron@etat.ge.chLe projet e-toile à Genève: premier pasvers un dossier médical partagé en SuisseDepuis plus d’une décennie, le canton de Genève Les médecins, les pharmaciens, les services deporte la vision selon laquelle les technologies de lin- soins à domicile, les laboratoires, les hôpitaux pu-formation appliquées au domaine de la santé sont blics et privés ainsi que des représentants des pa-des outils qui permettent daméliorer la qualité des tients ont participé directement tant à la conceptionsoins, la sécurité des décisions médicales et la parti- de l’architecture que du projet pilote.cipation du patient à la prise en charge de sa santé. Les développements nécessaires à la réalisation dePour réaliser cette ambition, il a élaboré une archi- la gestion des droits d’accès selon la loi cantonaletecture technique décentralisée, conçu un système associés à la décentralisation des éléments partagésde gestion des droits d’accès par le patient et adopté du dossier médical ont été réalisés. E-toile existe etune base légale cantonale en novembre 2008. est entrée dans sa phase d’utilisation.Le canton de Genève s’appuie désormais égalementsur la «stratégie nationale e-health», dans laquelle leprojet e-toile s’inscrit tant conceptuellement que CONCLUSIONquant aux choix concrets des standards. Durant la phase pilote jusqu’à la fin 2011, les pres- Afin de financer les investissements nécessaires, le tataires de soins et les patients de quatre communescanton a conclu un partenariat public-privé avec La suburbaines peuvent être volontaires pour parti-Poste. Cet accord prévoit une phase pilote à l’issue ciper. Le pilote se concentre sur le cas d’utilisationde laquelle les deux partenaires constitueront une de base (échange de documents conformément auxsociété d’économie mixte pour l’exploitation du ré- droits d’accès) et sur quatre processus clé: e-pres-seau. cription, soins à domicile, résultats de laboratoires et tableaux de bord partagés pour les malades chro- niques. L’évaluation du pilote porte sur la viabilité économique et sur son acceptation par les acteurs, IN KÜRZE sur la sécurité informatique et sur les améliorations médicales. Der Modellversuch e-toile wurde durch den Les défis majeurs sont l’identification des acteurs, Kanton Genf und die Post seit September la fixation des règles de protection des données ainsi 2009 in Form einer PPP entwickelt. Im Som- que la communication et l’accompagnement au mer 2010 wurde mit der Einführungsphase changement des prestataires et des patients. begonnen. Sämtliche Partner des Genfer Gesundheitswesens haben sich an der Ausarbeitung des Modellversuchs beteiligt. Unter Berücksichtigung der Sicherheits- standards sowie des Datenschutzes ermög- licht e-toile vier Genfer Gemeinden den REFERENCES Austausch medizinischer Daten von - www.e-toile-ge.ch Patienten, die freiwillig am Modellversuch - Contact pour la République et Canton de Genève: teilnehmen. Adrien Bron, 022/546 88 08, adrien.bron@etat.ge.ch - Contact pour La Poste: Urs Stromer, urs.stromer@post.ch
    • 44 Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) hat sich in seiner strategischen Ausrichtung auf eine Führungsrolle im Bereich «eHealth» festgelegt. Deshalb wird das webbasierte Patientendossier «health engine» weiter ausgebaut und versuchsweise auch den Patienten zur Einsicht geöffnet.Peter SteinmannLuzerner Kantonsspitalpeter.steinmann@ksl.chStrategische und praktische Umsetzungim Luzerner Kantonsspital (LUKS)Seit dem Millennium verfügt das Luzerner Kantons- Kosteneinsparung von Fr. 600 000.- pro Jahr.spital über ein webbasiertes Metapatientendossier, Zurzeit laufen im LUKS erste Tests, um dem Patien-das die verschiedenen Berichte und Bilder der diver- ten Einsicht in seine Dokumente via Webbrowser undsen Klinikinformationssysteme vereinigt. So kann sich SSL-verschlüsselt zu ermöglichen. Patienteniden-der Arzt mit wenigen Mausklicks alle nützlichen In- tifikation durch die EVITA-Karte, respektive Passwort und Einmalcodes, welche per sms aufs Natel gesen- det werden, sorgen für die notwendige Sicherheit und Einfachheit, wie wir das schon von den Banken EN BREF gewohnt sind. Wir sind gespannt, welche Patienten diesen Service nutzen werden. Dans son orientation stratégique, l’hôpital cantonal de Lucerne (LUKS) souhaite œuvrer en tant que leader dans le domaine FAZIT de la cybersanté. Pour cette raison, Rund 10 Jahre nach der Einführung des webbasierten «health engine», le dossier électronique Patientendossiers zeichnet sich ein Silberstreifen am du patient consultable sur le web, sera Horizont ab. Wir sind überzeugt, dass die technischen encore développé et accessible pas Fortschritte und die steigende Akzeptanz bei Patien- seulement et uniquement aux médecins ten und Ärzten den Durchbruch für die Vernetzung mais également aux patients. und damit für «eHealth» in naher Zukunft möglich machen. Der steigende Kostendruck wird diesen Durchbruch ebenfalls fördern. Fehlende Standards oder unsichere Wirtschaftlich-formationen der letzten 10 Jahre aus dem Labor, dem keit wollen wir nicht beklagen oder gar als AusredeRöntgen, der Pathologie und den Klinikinformations- benutzen, um nichts zu tun. Es existieren im tägli-systemen anzeigen lassen. chen Leben auch Jahrzehnte nach deren Einführung Diese Informationen können via verschlüsselte nach wie vor Benzin und Diesel oder GleichstromKommunikation auch vom Hausarzt eingesehen und Wechselstrom nebeneinander. Es hat auch nichtwerden, wenn der Patient diesen bei der Anmeldung alles auf Anhieb rentiert. Die Erbauer der Spanisch-bekannt gibt und ihm die Berechtigung dazu erteilt. Brötli-Bahn 1847 und des Gotthardtunnels 1882 las-Dieser Service wird von über 200 Ärzten in der Region sen grüssen.rege genutzt. Zur Zeit wird der elektronische Versand aus demKlinikinformationssystem Medfolio® massiv gefördert QUELLENmit dem Ziel, für einen Teil der Berichte auf den Post- - Interne Statistik, Peter Steinmann, Leiter Informatik, LUKSversand zu verzichten. In der Annahme, dass von - Interne Statistik, Stefan Hunziker, Leiter Klinische Systeme,Total 240 000 Berichten pro Jahr sich rund 200 000 LUKSfür einen schnellen, elektronischen Versand eignen - Fischer, Businger: Spanischbrötlibahn, Baden-Verlag, 1996und wir durch wegfallende Porto- und Handling- - Elsasser, ViaStoria: Die Geschichte der Gotthardbahn,kosten pro Bericht rund Fr. 3.- sparen, resultiert eine AS Verlag, Zürich 2007
    • 45Priorisierungsverfahren für komplexe ProjekteUTILITAS ist ein Verfahren zur Priori- Damit gelingt es, mögliche Projekte CSP im Netzguide eGovernment, 2008sierung komplexer Projektvorhaben. verständlich gewichtet darzustellen UTILITAS wird aktuell für eGovern-Utilitas ist im Bereich eGovernement («je grüner, desto besser») und in der ment-Vorhaben vom Bund in die Pra-erprobt und übertragbar auf das Ge- Folge zu priorisieren. xis umgesetzt.sundheitswesen. Siehe auch: «Konzept eines homogenen CSP AG ist ein unabhängigesKönnen eHealth-Vorhaben national Berechnungsmodells zur Ermittlung Beratungsunternehmen mit Domizilenpriorisiert werden? Erfahrungen von des qualitativen Nutzens und der in St. Gallen und BerneGovernment Schweiz zeigen, dass Wirtschaftlichkeit von eGovernment- CSP AG, Alexander Colombi, CEOModelle zur mehrdimensionalen Prio- Vorhaben», Wettbewerbsbeitrag CSP, Roger Künzli Partnerrisierung von «eHealth»-Vorhaben exis- 30.10.2009 «eGovernment und 071 221 10 71tieren, aber oft zu komplex sind. Die Wirtschaftlichkeit: Richtige Prioritäten», www.csp-ag.ch/info@csp-ag.chVerantwortlichen haben die schwieri-ge Aufgabe, mögliche Vorhaben imVergleich zu anderen abzuwägen undzu entscheiden, ob und in welcheVorleistungen investiert werden soll.Deshalb hat die Geschäftsstelle eGo-vernment Schweiz im 2009 einen na-tionalen Wettbewerb durchgeführt.Als bestes Modell wurde UTILITAS derCSP erkürt. Es besticht durch einen ein-fachen, transparenten und verglei-chenden Ansatz, um Investitionen trotzunsicheren Daten aus qualitativer undwirtschaftlicher Sicht einzuteilen undmit anderen Vorhaben zu vergleichen.medshare – medizinische Informationen teilenmedshare engagiert sich in allen Be- (Standards und Architektur) sowie medshare ist neutrallangen rund um die Förderung und den darin referenzierten Standards und unabhängig.Verbreitung von eHealth. Die gemein- und Implementierungsleitfäden aus. medshare arbeitet auftragsbezogensame Nutzung von medizinischen Da- medshare bietet eine auf Standards mit Partnern aus dem einem grossenten ist Teil der Unternehmensvision ausgerichtete Seminarreihe an: Partnernetzwerk.und aus dem Firmennamen ersicht- www.medshare.net/seminare HL7: Leitung der Projektgruppe xEPRlich: «medshare» bedeutet «medizini- IHE: Technische Projektleitungsche Informationen teilen». IHE-Suisse, Schiedsrichter bei Referenzen: IHE Connect-a-thons.medshare fördert die Einführung elek- Master Patient Index St. Gallen,tronischer Krankengeschichten in Arzt- produktiv medshare GmbHpraxen sowie Standards und deren Erstellung Grobkonzept und Mitarbeit Tempelstrasse 8bUmsetzung. bei den Ausschreibungskriterien für 3608 Thun-Allmendingenmedshare hat sich bei Projekten zu den Kanton St. Gallen. Switzerlandfolgenden Themen massgeblich en- Hansjörg Looser, Gesundheitsdepar- Telefon: +41 (33) 341 23 44gagiert: Master Patient Index (MPI), tement des Kantons St.Gallen Telefax: +41 (33) 341 23 47HL7 CDA-CH, OID und IHE-Suisse. info@medshare.netmedshare unterstützt ihre Kunden Evita/SEDS, Modellversuch www.medshare.netdurch Beratung, Konzepte, Architek- Umsetzung IHE PCC xPHR Extracttur und individuelle Softwareentwick- und Update, unter Berücksichtigunglung und kennt sich mit den Emp- der Kompatibilität zu CDA-CH-IIfehlungen des Koordinationsorgans (eCH-0121). Beat Perny, Evita AG We care about eHealth Standards
    • 46Heterogene Applikationslandschaften – hohe KostenViele Spitäler betreiben eine hete- Benutzer- und Rollenverwaltung (IdM) Referenzen:rogene Applikationslandschaft. Das Sie stellen eine transparente, zentrale Universitätsspitäler Baselführt zu einem aufwändigen und Verwaltung der Benutzer mit deren Universitätsspital Zürichkomplexen Betrieb und erschwert die adäquaten Zugriffsrechten bei allen Universitätsspital LausanneWeiterentwicklung sehr. Anwendungen sicher. SRO Langentha, FHVI PrillyWo ist Raum für Einsparungen Spitäler FMI Interlakenund Weiterentwicklungen? UniversitäreAvintis hilft Unternehmen, mit be- Effiziente Hilfen Psychiatrische Dienste Bernwährten, erprobten Konzepten, den für eHealth Strategien UniversitäreBetrieb und die Weiterentwicklung Mit unserem Wissen und unserer Psychiatrische Klinik Baselzu sichern. Sie deckt folgende Aspek- Erfahrung beraten wir Sie bei der Kantonalete ab: Umsetzung von eHealth Strategien Psychiatrische Dienste Liestal und bieten Lösungen zu den folgen- SwissSignIntegration (SOA/EAI) den Themen an: Die Schweizer Post u.a.Sie gibt den Businessprozessen einentransparenten, raschen Zugriff auf die Patienten-Identifikation Avintis SAAnwendungslogik und die Daten auf mit der Lösung «Avintis-ICard» route André Piller 33Bverschiedenen Anwendungen. Dezentraler Patienten-Index 1762 Givisiez mit der Lösung «Avintis-MPI» www.avintis.comKonsistente Daten (MDM/MPI) Behandelnde-Identifikation Alfred BergerMit Master Data Management MDM mit der Lösung «Avintis-ICard»ist sichergestellt, dass immer aktuelle Dezentraler Index BehandelnderReferenzdaten verwendet werden. mit der Lösung «Avintis-MBI»eHSP – eHealth Service PlattformDie eHSP vernetzt Akteure im Gesund- XDS.b für den Labor, etc.) auf Basis von Gatewaysheitswesen und unterstützt adminis- Dokumentenaustausch vernetzt. Die Umsetzung erfolgte intrative und medizinische Prozesse ent- ATNA für Logging und Monitoring Zusammenarbeit mit dem Gesund-lang der Behandlungskette im Spital Metadaten für Dokumente heitsdepartement St. Gallen.und über dessen Grenzen hinweg. (nach ISO-13606) Kontakt: Herr Hansjörg Looser.Die eHSP unterstützt die Formierung Anwendbarkeit des OID-Konzepts fürvon Gemeinschaften und die dezen- das Schweizer Gesundheitswesentrale Datenhaltung auf der Basis des Zugangspunkt um Gemeinschaften Die Backendkomponente der eHSPKonzepts des elektronischen Patien- zu vernetzen basiert auf den Produkten eMPI 2.xtendossiers. Folgende Komponenten Suche eines Patienten in anderen und VMR 3.x der Firma ICW AG.werden unterstützt: Gemeinschaften (IHE-Profil XCPD) Die ABRAXAS Informatik AG engagiert Master Patient Index (MPI) Zugriff auf medizinische Dokumente sich bei den wichtigen Standardi- Dokumentenregister in anderen Gemeinschaften (IHE- sierungsgremien IHE, HL7, IGeHealth Zugangs- und Informationsportal Profil XCA) sowie auch bei der Ausgestaltung der Sichere IT-Infrastruktur eHealth-Strategie des Bundes. Zugangspunkt um Gemeinschaften Referenzen und Status zu vernetzen MPI SG (Produktion): Systemübergabepunkt (Integration Bereitstellung der Funktionalitäten ABRAXAS Informatik AG von Fremdarchitekturen) für die Spitalverbunde St. Gallen. Philippe Hess Kontakt: Kurt OchEmpfehlungen I & II Cross-Community-Bridgedes Koordinationsorgans (Modellversuch): PIX/PDQ (HL7v2 und/oder HL7v3) Über die eHSP werden verschiedene für die Patientenidentifikation Gemeinschaften (z.B Ärztenetzwerk,
    • 47Die Schweizerische Post, Swiss Post SolutionsDie Schweizerische Post ist GU für Der Modellversuch e-toile erprobt Elektronisches Patientendossierden Aufbau und den Betrieb des Mo- Leistungen zu den Zielen A6 und A7 ca. 30 000 Bürgerdellversuchs e-toile in Genf. Im Weite- sowie B4. Folgende IHE-Profile wer- ca. 250 Leistungserbringer (Spital,ren ist die Schweizerische Post Herstel- den unterstützt: Arzt, Apotheke, Pflege, Labor)lerin der Versichertenkarte nach KVG aktuell: PIX, PDQ, CT, ATNA, XDS.b BürgerportalArt 42b (nach VVK und eCH0064). geplant: XUA. XDS-I XCA und XCPDSie dient als Patientenidentifikator im e-toile vernetzt die Systeme des HUG,Modellversuch und kann als Zugangs- Das Accessmanagement filtert IHE- des Ärztenetzes GMO, der Apotheker,schlüssel auf das elektronische Patien- Transaktionen. Für die Autorisierung der ambulanten Pflege FSASD sowietendossier verwendet werden. werden Daten aus MPI, HPI und Do- Praxisärzte und Labore. kumentenheader verwendet. DabeiDas elektronische Patientendossier sind der Patient, Akteur, Empfänger, Die Schweizerische Postrespektiert die Empfehlungen der Autor mit Spezialisierung sowie die Swiss Post Solutions«Strategie eHealth Schweiz» und Vertraulichkeit des Dokuments be- Mingerstrasse 12nutzt IHE. e-toile enthält: rücksichtigt. 3030 BernHPI, MPI, Document Registry, XDS.b Dokumentenklasse gemäss CEN 13606 healthcare@post.ch,Repositories, Ärzte- und Bürgerportal CDA (Level 1-3, gemäss eCH-0089). www.post.ch/gesundheitsmarkt,mit Accessmanagement. HPCs von FMH Erweiterungen sind geplant. www.post.ch/healthcareund pharmaSuisse sind Identifikatoren. Eingesetzte KomponentenDie Lösungen unterstützen die Hand- Versichertenkarten:lungsziele der «Strategie eHealth Helsana ~1.4 Mio Karten,Schweiz» (A2, A3, A4, A5 mit Versi- für e-toile mit X.509 Zertifikatenchertenkarte+) HPCSchweizerische Fachhäuser für Medizinal-InformatikSMEEX ist ein Framework und adres- SMEEX unterstützt: Peter Amherd, Präsident VSFM,siert die «Dezentrale Daten- und Do- den Datenaustausch mit und ohne info@vsfm.infokumentenablage» nach der «Strategie Patientenbezug (auf xml- Basis) Reto Mettler,eHealth Schweiz». Plug-In Architektur Projektleitung smeex, für Datentransformation reto.mettler@vitodata.chEs definiert technische Basis- und und Kommunikation Weitere Informationen unter:Umsetzungskonzepte. Daten kön- CDA-CH, Mapping über www.vsfm.info, www.smeex.ch,nen so auch inhaltlich vollumfäng- die <smeexID> Tags www.smerf.chlich referenziert, qualifiziert und de- beliebige Datenformatefiniert werden. (dicom, u.v.m.)SMEEX stellt ein einheitliches Daten- die Implementation von IHEaustauschformat bereit. Die Erwei-terbarkeit ist durch generische An- SMEEX steht mit allen notwendigensätze gewährleistet. Dokumentationen usw. auf der VSFM Webseite bereit.SMEEX schafft eine technologischeBasis für den elektronischen Daten- Referenzen:austausch zwischen Praxis- und Ad- www.vsfm.info/mitglieder/ministrationssystemen. Die Beschrei-bung des Inhaltes vereinfacht die SMEEX ist eine Initiative des VSFM mitImplementation von Prozessen. Sy- dem Ziel, einen substantiellen Beitragstemerweiterungen und -Wartung zum elektronischen Datenaustauschwerden dank reduzierter Komplexi- nach der «Strategie eHealth Schweiz»tät erheblich vereinfacht. zu leisten.
    • 48Swiss Medical SuiteDie Komponenten der Swiss Medical Suite AG adressieren alle Handlungsfelderder «eHealth-Strategie Schweiz».Der H-Net MedicalConnector als starkeKommunikationskomponente für Spitäler, Radiologien, …Der MedicalConnector (MC) bietet house-Weblösung alle Sicherheits- transport wird das bewährte H-Net® -den Spitälern und Instituten einen si- und Architekturanforderungen und Transaktionsnetzwerk eingesetzt. Dercheren und komfortablen Weg zum garantiert für Sicherheit, Authentizi- Datenaustausch zu den Praxis-Soft-Austausch strukturierter und unstruk- tät, Integrität und Vertraulichkeit der ware-Systemen geschieht via docbox,turierter Meldungen. Er erfüllt als In- übermittelten Daten. Für den Daten- die Praxen brauchen keine speziellen Installationen dafür. Der MC dient in der IHE Welt als Gate- way zwischen nicht-IHE- und IHE-Welt. Der MC ermöglicht den strukturierten Datenaustausch für Labors (HL7), Röntgen (DICOM) und Spital-Haus- arzt (HL7-CDA) und verbindet so die dezentralen Repositories untereinan- der. Ab 2011: einfacher Röntgenbild- zugriff für Externe. Unterstützte Formate: DICOM, Soap, HL7 v2.x, HL7 CDA, IHE Dok Source, Suva Ebida und als Anhang alle Formate, inkl. Multimedia Über 45 Teilnehmer (Spitäler, Radiolo- gien usw.) sind im Netz aufgeschaltet.docbox als Service- und Prozessplattform für niedergelassene Ärztedocbox bietet niedergelassenen Ärz- (inkl. Web-Dicom Viewer WADO). Mit docbox ist es möglich, den Über-ten und Instituten einen sicheren und Dank Schnittstellen in die wichtigsten gang von der nicht-IHE-Welt in diekomfortablen Weg zum Austausch Praxissoftware Systeme kann der nie- IHE-Welt einfach zu bewerkstelligen.strukturierter und unstrukturierter Da- dergelassene Arzt direkt aus seinerten. Sie verbindet den Hausarzt mit Software Prozesse wie Überweisung,Spitälern, anderen Ärzten, Drittporta- Empfang Austrittsbericht, Einsicht Spi- Unterstütze Formate:len wie SUVA und evita. Die docbox tal-und IHE-Dossier, eRezept, Termin- HL7 CDA, IHE Document Source, IHEdient den Benutzern als Registry Vie- buchungen bei Kollegen und Spitä- Consumer, DICOM und alle Formate alswer auf dezentrale (IHE) Repositories lern nutzen. Anhang, inkl. Multimedia
    • 49XDS-Suite und MPIMit der XDS-Suite von IBM (HIE) wer-den die regionalen, kantonalen Kom-ponenten Registry, Repository undMPI abgedeckt. Alle erforderlichenIHE-Profile werden unterstützt. SieheConnectathons IBM.Security ArchitekturDie auditierte Security-Architektur derSwiss Medical Suite setzt aufden Zugang mittels FMH-HPC, derHCard-Technologie mit gehärtetemDiamant-Browser (MultiCard, Multi-App, Multi-CA, MultiOS, Multi-Reader, SingleSignOn), einer 2-waySSL-Architektur (bidirektionale Absi-cherung des Kommunikationswegesund der Verschlüsselung) und einemdedizierten Secure Entry Server. Mitdieser Architektur wird eine höhereSicherheit als normales eBanking ge-währleistet. Die Security-Architekturist branchenneutral.VersichertenkartenDer H-Net Versichertenkarten-Abfra-gedienst erlaubt Leistungserbringerndie Online-Abfrage von Stamm- undLeistungsdaten eines Versicherten un-ter Verwendung der Versichertenkarte.Je nach Versicherung richtet H-Net dieAbfrage an die VeKa- resp. die Ofac-Da-tenbank und bietet somit Zugriff aufdie Versichertendaten von über 90%der Versicherungen. Zur Zugriffsauto-risierung werden zwei Modelle ange-boten: Entweder autorisiert sich derLeistungserbringer mittels einer per-sönlichen Smartcard (HPC, hCard) Referenzen Swiss Medical Suite Spital- und Praxissoftwareanbieternoder er richtet seine Anfrage an den Offizieller Modellversuch Kt. Basel gewährleistet End-to-End-Integratio-hausinternen Proxyserver («hBox»), Stadt/Landkreis Lörrach, nen ohne Schnittstellenprobleme.welcher eine sichere und zertifikatsge- alle IHE-Komponenten, Janschützte Verbindung zu den Daten- Zbinden, Gesundheitsdienste BS Swiss Medical Suite AGbanken der Versicherer aufbaut. weitere Referenzen auf Anfrage Michael Ziegler/Olivier WilliDer H-Net Versichertenkarten-Abfrage- +41 43 222 61 90dienst basiert auf internationalen Stan- Die Swiss Medical Suite AG ist ein www.swissmedicalsuite.chdards (HTTPS, SOAP, XML) und lässt Joint-Venture von H-Net AG und info@swissmedicalsuite.chsich in die spitalinternen Verwaltungs- visionary AG. Partner sind IBMsysteme integrieren, sodass eine direkte Schweiz AG und the i-engineers AG.Übernahme der Daten der Versicherten Die intensive Zusammenarbeit mitin die Spitalsysteme möglich wird.
    • 50Das universelle Patientendossier«health engine» ist das universellePatientendossier und IHE-Repositoryin der Swiss Medical Suite.Die Komponenten der Swiss MedicalSuite adressieren alle Handlungsfelderder Strategie «eHealth Schweiz».«health engine» ist ein Content Ma-nagement System, eingebettet zwi-schen Ihrer Infrastruktur und IhrenFachanwendungen. Die Lösung kon-solidiert alle medizinischen, pflegeri-schen und administrativen Patienten-daten zu einem kontextbezogenenPatientendossier. Aus diesem Univer-salarchiv heraus haben Sie und Ihre Spital Netz Bern AG, the i-engineers AG sind Partner der SwissAnwendungen Zugang zu allen ver- universelles Patientendossier Medical Suite AG, einem Joint-Venturefügbaren Patienten- und Falldaten. mit PACS- und KIS-Integration, von H-Net AG und visionary AG.Über die Prozesssteuerung werden in- produktiv.terdisziplinäre Abläufe automatisiert, Peter Gerber, CIO the i-engineers AGdamit alle Patientendaten zur richti- Luzerner Kantonsspital, Peter Blösch/Christian Kohlergen Zeit am richtigen Platz, in der universelles Patientendossier, 062 836 20 40richtigen Anwendung und Format zur produktiv. Dr. Peter Steinmann, CIO www.tie.ch/info@tie.chVerfügung stehen. Ihre Daten werden SSC-IT Kt. St. Gallen,nach allen gesetzlichen Regeln der Ar- universelles Patientendossier,chivierung behandelt. produktiv. Kurt Och, CIOIntegrierbares PflegedokumentationssystemWiCare|Doc ist ein Pflegedokumen- Standards und Frameworks wie IHEtationssystem das mittels moderner und HL7. Alle Benutzer verfügen ent-Architektur und Partnerschaften in sprechend ihren Berechtigungen über«eHealth» integriert ist. den Zugang zu sämtlichen Daten.Die WigaSoft AG bietet Lösungen füralle Bereiche der pflegerischen Lei- Pflegedokumentation, produktivstungserbringung wie Akutspitäler, in den Akut-Spitälern und der Psych-Alters- und Pflegeheime, Psychiatrien iatrie der Solothurner Spitäler AGund Rehabilitationskliniken. im Spital Oberengadin, SamedanDurch die Integration des Pflegedo- in verschiedenen Alters- und Pflege-kumentationssystems WiCare|Doc in heimen (Vertriebszusammenarbeitdas IHE-fähige Repository und Patien- mit Ruf Informatik AG)tendossier «health engine» von the Im Bereich «eHealth» arbeitet diei-engineers AG erschliesst die Wiga- WigaSoft AG als Geschäftspartner mitSoft AG künftige IHE-Domains und the i-engineers AG zusammen.Gesundheitsnetzwerke mit Hausärz-ten und beliebigen Leistungserbrin- Integration ihrer Produkte. Diese ba- WigaSoft AG/Florian Wildgern. Leistungserbringern und Patien- siert auf den Ebenen Fachappli- +41 (71) 274 51 31ten wird ein hochsicherer Zugriff auf kationen für die Spezialisten in der www.wigasoft.ch/info@wigasoft.chsensible Pflegedaten gewährt. Pflege, Dossiersystem mit Content-Die WigaSoft AG hat sich für eine of- und Records-Management zur Kon-fene, moderne Architektur entschie- solidierung der Dokumente, Serviceden und gewährleistet so die sichere Orientierte Architekturen und offene
    • 51ITH icoserve technologies for healthcare GmbHITH icoserve ist ein führender Anbie- ATNA (Secure Node) als KIS-integriertes Archivsystem fürter im Bereich eHealth und universel- XUA, CT, XCA, XDR, NAV, Patientenakten (inkl. Multimedia-ler, gesetzeskonformer Archivierung. BPPC, XDS-SD Daten).«sense-smart eHealth solutions» als XACML (Access Control System) Gesundheitsnetz Tirol (GNT) alsProduktfamilie erlaubt den standardi- mit den Akteuren PAP, PEP, PDP, Affinity Domain (ELGA Bereich)sierten gerichteten und ungerichteten PIP, PR, IdP, SAML 2.0 in Westösterreich (7 Spitäler,Austausch von medizinisch/pflegeri- CDA Rel2 - Level 1-3, DICOM (KOS) u.A. Innsbrucker Unikliniken)schen Informationen zwischen Spitä- in produktivem Betrieb.lern, Praxisärzten und Pflegeeinrich- Schnittstellen Kontakt: georg.lechleitner@tilak.attungen nach IHE. SOAP, HL7, DICOM, JPIP Elektronische Gesundheitsdaten- plattform der Ordenseinrichtungenicoserve AIM ist die flexible, beliebig ITH icoserve realisiert bei föderalen, (eGOR) 13 Spitäler, in produktivemausbaufähige Archivlösung für Spitä- interoperablen eHealth-Bereichen Betrieb. Kontakt: christian.gierlingerler in folgenden Anwendungen: u.a. folgende Komponenten: @vinzenzgruppe.at IHE XDS Affinity Domain Wiener KAV DICOM-Langzeitarchiv hinter Referenzen 13 Spitäler, Testbetrieb. mehreren PACS-Systemen TILAK Tiroler Landeskrankenanstal- Kontakt: herlinde.toth@wienkav.at Multimediaarchiv für Non-DICOM- ten – Universitätskliniken Innsbruck: Daten (z.B. Endoskopie, Universalarchiv für DICOM-Studien, Die Innovationsstärke in diagnosti- Arthroskopie, Mikroskope, Multimedia-Daten und Krankenge- schen, therapeutischen und infra- Ultraschalle usw. für Video- und schichten. Enge Integration ins KIS. strukturellen Technologien ergibt mit Audiosignale) ca. 3500 User benutzen icoserve AIM Siemens eine starke Partnerschaft. Archivierung gescannter Akten für die Betrachtung und Verteilung Technologiepartnerschaften mit wei- jeglicher Art von Bildern und Dokumenten. teren Unternehmen sichern nachhal- Die Tiroler Bezirkskrankenhäuser tige Anbindungen von Systemen anDie Einbindung in bestehende IT- nutzen icoserve AIM universell vom «eHealth» Netzwerke.Landschaften erfolgt über standar- KG- bis zum DICOM-Archiv.disierte Schnittstellen. icoserve AIM ist die Datenbasis ITH icoserve technologiesPortallösungen, Mobilecomputing für das Gesundheitsnetz Tirol. for healthcare GmbHund das Universal-Archiv «icoserve Vinzenzgruppe Österreich – Innrain 98AIM» runden das Portfolio ab. Barmherzige Schwestern: 6020 Innsbruck, Österreich 8 angeschlossene Ordensspitäler Norbert AscherInfrastruktur archivieren ihre Multimediadaten. norbert.ascher@ ith-icoserve.comIHE IT-I Framework (V6) mit allen icoserve AIM ist Repository für +43 50 8648 4500Akteuren in folgenden Integrations- die IHE-Affinity Domaineprofilen: «österreichische Ordensspitäler». PIX (HL7v2/v3) Landeskliniken der Thermenregion PDQ (HL7v2/v3) Niederösterreich: 5 Kliniken der XDS.b, XDS-I.b Thermenregion nutzen icoserve AIM