Jack the Ripper - Hamburg Dungeon

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Zwölf Wochen Terror die Kurze Schreckensherrschaft von JACK THE RIPPER

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Jack the Ripper - Hamburg Dungeon

  1. 1. JACK THE RIPPER Zwölf Wochen Terror die Kurze Schreckensherrschaft von Jack the Ripper Ende des 19. Jahrhunderts herrschten überall Elend und Verwahrlosung im Londoner East End, doch am schlimmsten war die Lage in Whitechapel. In den heruntergekommenen, übelriechenden Slums wimmelte es von Menschen, die gerade so über die Runden kamen und häufig kriminell wurden. Alkohol und Tod waren oft der einzige Ausweg, und weil der Gin billig war, führte das eine schnell zum anderen. Plündern, stehlen und betteln waren häufig die einzigen Möglichkeiten, ein paar Groschen für ein verwanztes Bett zu sammeln. Viele verzweifelte Frauen wurden in die Prostitution getrieben. Wie in allen Großstädten wurden auch in London viele Dirnen ermordet, doch über die abstoßenden Ereignisse am 31. August 1888 und in den darauffolgenden Monaten fürchtete sich ganz England – ein Drama, das auch heute noch Menschen weltweit in seinen Bann zieht. In der ersten verhängnisvollen Nacht sollte Mary Ann „Polly” Nichols auf schrecklichste Weise in die Geschichte eingehen. Sogar für eine Prostituierte des East End war sie eine besonders bedauernswerte Erscheinung: 42 Jahre alt, heruntergekommen und betrunken. Sie sollte nie erfahren, dass der Mann, der aus dem Schatten hinter sie trat, kein Kunde, sondern ein Killer war. Das Messer, mit dem ihr die Kehle von einem Ohr zum anderen durchgeschlitzt und ihr Körper verstümmelt wurde, sah sie nicht. Niemand hatte irgendetwas beobachtet oder gehört. Der Täter, der der erste bekannte „Serienmörder“ der Geschichte werden sollte, hatte sein erstes Opfer gefunden. Schon eine Woche später schlug der Killer wieder zu. Annie Chapman, „Dark Annie”, war noch verwahrloster. Auch sie war eine Prostituierte, älter als Mary Nichols, und litt bereits an einer tödlichen Lungenkrankheit, als der Täter zuschlug. Im 21. Jahrhundert Damals gab es weder Gerichtsmedizin noch Fingerabdrücke. Die Identität von Jack the Ripper konnte aus Mangel an Beweisen nie festgestellt werden. 100 Jahre später könnte der Fall mit neuem Material doch noch gelöst werden.
  2. 2. Die Opfer von Jack the Ripper Fünf Frauen gelten gesichert als Opfer von Jack the Ripper. Alle waren Prostituierte und wurden 1888 innerhalb von vier Monaten im Londoner East End in einem Umkreis von weniger als drei Quadratkilometern umgebracht. Möglicherweise fielen ihm weit mehr Menschen zum Opfer, einige Historiker glauben, er tötete acht oder neun Frauen. Name: Mary Ann Nichols (1845–1888) Alter: 42 Fundort der Leiche: Buck’s Row, 31. August 1888 Name: Annie Chapman (1841–1888) Alter: 47 Fundort der Leiche: 29 Hanbury Street, 8. September 1888 Name: Elizabeth Stride (1843–1888) Alter: 45 Fundort der Leiche: 40 Berner Street, 30. September 1888 Name: Catherine Eddowes (1842–1888) Alter: 46 Fundort der Leiche: Mitre Square, 30. September 1888 Name: Mary Jane Kelly (1863–1888) Alter: 25 Fundort der Leiche: 13 Miller’s Court, 9. November 1888
  3. 3. Buck’s Row 29 Hanbury Street Berner Street Mitre Square Miller’s Court Die Leiche Annie Chapmans muss einem am frühen Morgen des 8. September vorbeieilenden Träger einen entsetzlichen Anblick geboten haben. Ihr Bauch war aufgeschlitzt und zu ihren Füßen lagen ordentlich aufgereiht ihre Ringe und eine Handvoll Münzen. Furcht, Ekel und Spekulationen waren weit über Whitechapel hinaus gelangt. Drei Wochen lang gab es keine weiteren Morde, doch als sich die Aufregung ein wenig gelegt hatte, wurde die Gegend erneut durch zwei Morde erschüttert. Elizabeth Stride („Long Liz”) war in Schweden zur Welt gekommen. Sie war Mitte 40 und hatte über 20 Jahre in London gelebt. Wie bei den ersten Opfern war auch ihre Ehe gescheitert, und sie folgte dem ausgetretenen, elenden Pfad von der Trunkenheit in die Prostitution. Am frühen Morgen des 30. September hatten mehrere Menschen – darunter ein Polizist – beobachtet, wie sie mit einem Unbekannten sprach. Kurz darauf wurde ihre Leiche gefunden. Aus ihrer Kehle floss noch Blut in den Rinnstein. Der Killer war bei seiner blutrünstigen Arbeit gestört worden und hatte offenbar sofort nach einem weiteren Opfer gesucht. Keine Stunde später, kaum mehr als einen Kilometer entfernt, hörte ein Polizist die gellenden Schreie eines Nachtwächters. Auf einem kleinen Platz erwartete ihn der grausige Anblick einer Frauenleiche, aufgeschlitzt und mit herausgezogenen Gedärmen, die über eine Schulter drapiert waren. Es war Catherine Eddowes, die ein ähnlich elendes Leben führte wie die anderen Ermordeten. Eine Niere und andere Organe waren entfernt worden, und die aufgeschlitzte Kehle – das Markenzeichen des Täters – ließ wenig Zweifel daran, wer der Mörder war. Aber wer war er? Im „Herbst des Schreckens“ hinterließ diese Bluttat den ersten von wenigen Hinweisen. Eine Blutspur führte zu einem nahe gelegenen Hauseingang. Auf der Mauer stand mit Kreide geschrieben:
  4. 4. Die Juden werden nicht umsonstbeschuldigt Die Botschaft war unklar, aber der Polizeipräsident, der Ausschreitungen zwischen Juden und Nicht- Juden befürchtete, ordnete die sofortige Entfernung an. Ein wichtigerer Fund wurde in der Nähe gemacht: ein Teil der blutigen, schmutzigen Lederschürze von Catherine Eddowes, die rasch ausgewaschen worden war. Wahrscheinlich waren in ihr die fehlenden Organe des Opfers transportiert worden. Doch sie lieferte keine nützlichen Hinweise. Bis dahin hatte der Mörder noch keinen Namen, aber am 27. September ging in der zentralen Nachrichtenagentur ein mit roter Tinte geschriebener, die Polizei verhöhnender Brief ein. Er stammte wahrscheinlich vom Mörder selbst und war mit „Jack the Ripper“ unterzeichnet. Unter einem anderen Namen sollte der Täter nie bekannt werden. Die Bevölkerung war in Panik, die Presse überschlug sich und die Gerüchteküche brodelte. Chirurgen, verrückte Hebammen, russische Agenten, Puritaner, ja sogar ein Mitglied der königlichen Familie fanden sich auf der langen, lächerlichen Liste der Verdächtigen. Die Polizei stand unter hohem Druck, aber Ripper war ihr immer einen Schritt voraus. Ein weiterer Monat verging, bevor Ripper zum fünften Mal zuschlug. Der Mord an Mary Jane Kelly, die unter verschiedenen Namen bekannt war, unterschied sich von den anderen Fällen. Sie war das letzte bekannte Opfer Rippers und die Einzige, die nicht im Freien ermordet wurde. Mit 25 Jahren war sie die weitaus Jüngste. Die Art, wie sie umgebracht und verstümmelt wurde, war so ekelerregend, dass die Details auch abgebrühte Leser moderner Kriminalromane noch heute zutiefst verstören können. Am Freitag, den 9. November, klopfte kurz vor 11 Uhr am Morgen ein Mann, der die Miete kassieren wollte, an die Tür ihres schäbigen Zimmers. Als er keine Antwort erhielt, blickte er durch eine zerbrochene Fensterscheibe und traute seinen Augen nicht. Er informierte sofort die Polizei, die in Begleitung von Chirurgen erschien. Der ganze Körper von Mary Kelly war aufgeschlitzt, zerschnitten, zerstückelt und ausgeweidet. Der Autopsiebericht der Polizei liest sich wie eine Abhandlung aus dem Schlachthof. Erstaunlicherweise war er fast 100 Jahre unter Verschluss. Erst 1987 wurde bekannt, dass Kellys Herz entfernt worden war. So endete die brutale Herrschaft Rippers. Anfang 1889 wurden die Akten des Falls geschlossen, aber die Faszination bleibt. Und die Suche hört nicht auf …
  5. 5. Verdächtige Über die Identität des mysteriösen „Jack“ gab es zahlreiche Gerüchte. Ein Chirurg, ein rachsüchtiger Jude, ein russischer Spion und eine Hebamme wurden verdächtigt. Sogar Mitglieder der königlichen Familie – unter ihnen Prinz Albert – gehörten zum Kreis der mutmaßlichen Täter. Name: Dr. T. Neill Cream (1850–1892) Theorie: bekannter Abtreibungsarzt und Mörder, 1892 zum Tod durch den Strang verurteilt Name: Montague John Druitt (1857–1888) Theorie: beging kurz nach den Morden Rippers Selbstmord Name: Prince Albert (1864–1892) Theorie: litt an einer durch Syphilis ausgelösten Geisteskrankheit; von der königlichen Familie vertuscht Name: James Kelly (1860–1929) Theorie: glaubte, von Prostituierten mit einer Geschlechtskrankheit infiziert worden zu sein Name: Michael Ostrog (1833–?) Theorie: trug häufig Operationsmesser bei sich und war grausam gegenüber Frauen Das Dungeon ist eine der besten Hamburg Attraktionen; kommen Sie, um sich zu bilden; kommen Sie als Gruppe, im Zuge eines Schulausflugs oder alleine…wenn Sie sich trauen!

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