iPad im Außendienst - Hagen Sexauer

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  • 1. TITELTHEMAAnstossenDas I-Pad gilt vielen nur als digitales Spielzeug. Eine wachsende Zahl von Applikationenermöglicht inzwischen aber auch den Einsatz im Außendienst. Es kann nicht nur die dickenProduktkataloge ersetzen, sondern auch für CRM genutzt werden. Text _ Andreas Klähn neben den Inhalten nur noch eins: seinÜbersicht I-Pad. »Zuerst schielen alle immer aufDas I-Pad im Außendienst 19 das Gerät, trauen sich aber nicht etwas Seit einem dreiviertel Jahr ist alles an- zu sagen«, erzählt der 35-Jährige. »IchCloud Computing 21 ders. Wenn Tim Wolf einen Kunden sage ihnen dann, dass sie es ruhig in besucht, hat er nicht einmal mehr die Hand nehmen und ausprobierenMobiles CRM 22 Stift oder Block dabei, von schweren können. Vor allem die Jüngeren sind Broschüren ganz zu schweigen. Im begeistert.« Wolf ist Hauptgeschäftsstel-Interview 24 Zentrum seiner Gespräche steht jetzt lenleiter der Deutschen Vermögensbe- www.acquisa.de 03/2011
  • 2. p Mobile Devices im Vertriebratung (DVAG) in Hanau und gehört zu Apps darstellen«, so Wolf. »Eine Renten- onen oder Ähnliches nutzt, zeichnetden 37.000 Vermögensberatern, die für berechnung wirkt so noch einmal glaub- sich bereits ab, dass bald auch per I-Padden Finanzdienstleister aus Frankfurt hafter.« Das I-Pad ist in der Businesswelt direkt auf CRM- und ERP-Systeme zuge-am Main zwischen Nordseestrand und angekommen. Die Zahl der Unterneh- griffen wird.Alpenrand unterwegs sind. men, die I-Pads oder andere Tablet-PCs»Mit dem I-Pad habe ich gleich eine im Vertrieb nutzen, ist bisher zwar noch Treff am digitalen Lagerfeuerganze Beratermappe dabei«, sagt Wolf. gering, doch inzwischen vergeht kaum»Bei den Kunden kommt diese Beratung eine Woche, in der nicht ein Software- »Das I-Pad ist eine Art Fireplace Device,gut an, das I-Pad verbessert noch einmal haus oder Web-Dienstleister eine neue ein digitales Lagerfeuer, um das herumunser Image.« Dieser Imagefaktor ge- App (Kurzform für Applikation = Anwen- sich die Menschen sammeln«, schwärmthört auch zu den Gründen, warum die dung) für den hippen Apple-Tablet-PC Uwe-Michael Sinn, Geschäftsführer [ …DVAG als eines der ersten Unternehmen ankündigt, die den Außendienstlernin Deutschland im Außendienst I-Pads die Arbeit erleichtern soll. Während dieeinsetzt (siehe Interview Seite 24). »Was erste Welle der Anwender das Gerät vorich früher von Hand gezeichnet habe, allem losgelöst von der bereits vorhan- 18_kann ich heute elegant mit unseren denen IT-Infrastruktur für Präsentati-03/2011 www.acquisa.de 19
  • 3. TITELTHEMA _ Mobile Devices im Vertriebvon Rabbit E-Marketing in Frankfurt Eine direkte Verbindung zur Unterneh- acquisa.de/professionalam Main. Es seien vor allem der Touch- mens-IT gibt es auch hier nicht, dochscreen und die einfache, intuitive Bedie- können Bestellungen aufgenommen EXCEL-TOOL: »Außendienst-Steuerung«nung, die den Reiz des I-Pad ausmachen. und sofort per Mail an den Innendienst»Deshalb eignet es sich vor allem als geschickt werden. Die Auftragsbestäti- Bei der Leistungsbeurteilung von Außen- dienstmitarbeitern gibt es verschiedenePräsentationsinstrument, auf dem man gung kann, ebenso wie die Produktin- Bewertungskriterien.Filme, Werbespots oder Animationen formationen, per I-Pad direkt an den HaufeIndex: 1220841vorführen kann.« Bei Rabbit wurde eine nächsten Drucker geschickt werden.Anwendung entwickelt, die von der nor- Den Vertriebsmitarbeitern bietet diemalen IT-Infrastruktur der Unterneh- App zudem einen schnellen Zugriff auf sollten deshalb Tests in kleineren Gebie-men getrennt läuft und nur per E-Mail alle relevanten Kundendaten – inklu- ten stehen, die zeigen, was der Einsatz sive Bonitätsauskunft. Alle Daten sind für den Verkauf bringt. »Es stellt sich na- als Replikat auf dem I-Pad gespeichert, türlich die Frage, ob der Tablet-PC sich können aber jederzeit schnell per App als Standard im Vertrieb durchsetzt, online aktualisiert werden. sodass niemand mehr darauf verzich- Nicht alle Experten sind vom Siegeszug ten kann«, meint Oppermann. »Daran der Tablet-PCs völlig überzeugt. »I-Pads glaube ich aber nicht. Der Nutzen wird haben natürlich eine große Stärke, weil langfristig den Kosten-Aufwand nicht sie interaktiv in das Kundengespräch wettmachen.« Da vermutlich kein Ver- integriert werden können«, sagt Axel triebsmitarbeiter mit Smartphone, Lap- Oppermann, Senior Advisor der IT-Bera- top und Tablet-PC gleichzeitig herum- tung Experton Group in München. »Man laufen wolle, müsse jedes Unternehmen kann damit Autos und Versicherungs- entscheiden, welche Geräte mit wel- verträge verkaufen, kann es sogar als chen Funktionen tatsächlich gebraucht Küchenplaner nutzen. Beim ersten Ver- werden. Der Einsatz ergebe überall dort sicherungsvertreter, der damit kommt, Sinn, wo es im direkten Kundenkon- ist das für den Kunden eine tolle Sache, takt um erklärungsbedürftige Produkte aber wenn der zehnte Vertreter mit geht. »Das I-Pad ist ein Unterstützungs-»DAS I-PAD WIRD LANGFRISTIG I-Pad auftaucht, ist der Überraschungs- Instrument im Verkauf – nicht mehr, DAS NOTEBOOK IM AUSSEN- effekt weg.« aber auch nicht weniger.« DIENST ERSETZEN.« Auch beim acquisa-Roundtable im Rah- JÜRGEN LITZ, Geschäftsführ Cobra, men des Marketing & Innovation Fo- Konstanz Kosten nicht unterschätzen rum Europe 2011, welches im Januar Die Einführung von I-Pads kann vor in München stattfand, diskutierten Ver- allem in größeren Organisationen teu- triebsleiter und Unternehmensberaterangebunden ist. Die Rabbit-App können er werden. Neben den 500 bis 700 Euro lebhaft über den Einsatz von Tablet-PCsMitarbeiter über einen eigenen, extra pro Gerät sind die Entwicklungskosten im Außendienst (mehr dazu ab Seiteeingerichteten Unternehmens-App- für Apps und die für den Einsatz not- 50). I-Pad versus Laptop – bei diesemStore herunterladen. Anders als private wendige IT-Infrastruktur zu berück- Vergleich hat der weitverbreitete LaptopNutzer müssen sie also nicht Apples sichtigen. »Solange die Geräte hip sind, im Vertrieb ein Problem. GrundsätzlichI-Tunes-Store nutzen. Externe haben auf bringen sie dem Vertrieb sicherlich sind die meisten Mitarbeiter im Außen-die Unternehmensanwendungen kei- Vorteile. Aber die Frage ist, ob sie sich dienst mit dieser tragbaren PC-Variantenen Zugriff. noch rechnen, wenn dieser Neuigkeits- ausgerüstet – doch das heißt noch lan-Auch bei Kommdirekt in Augsburg hat effekt weg ist«, so Oppermann. Vor der ge nicht, dass sie diese Geräte beim Ge-man – für den Bettwäschehersteller Anschaffung der Geräte im großen Stil spräch mit dem Kunden auch einsetzen.Fleuresse – eine App entwickelt, die vor »Das Hochfahren allein dauert ja an dieallem Präsentationszwecken dient. »Da- fünf Minuten – viele unserer Mitarbei-mit lassen sich über 500 Produkte mit ter nutzen ihre Laptops deshalb garFotos in allen Details darstellen«, sagt nicht«, sagt Marco Schulz, Leiter Marke-Kommdirekt-Geschäftsführer Bernd ting & Communication Deutschland beiArnhold. »Das erspart den Außendienst- Siemens Audiologische Technik (SAT)lern endlich das Hantieren mit den in Erlangen. »Wir haben deshalb nachschweren Katalogen und Musterkoffern. einer Lösung gesucht, die sofort verfüg-Die haben ja teilweise über 50 Kilo mit bar ist, unsere Produkte hochwertig prä- 20_sich herumgeschleppt.«, so Arnhold. sentiert und eine Bestellung möglich 21 www.acquisa.de 03/2011
  • 4. p INFO AUF DER WOLKEmacht.« Während Bestellungen früherper Fax oder Telefon an den Innendienst CRM wird mobil. Auf der Cebit Anfaang Relationship Management, bei dem auch dieweitergegeben wurden, geschieht dies März werden neue Lösungen für CRM sowie Beziehungen zu Zulieferern, Händlern undnun per I-Pad über ein spezielles, vom ERP (Enterprise Ressource Planning) vorge- Wettbewerbern berücksichtigt werden.IT-Dienstleister Edicos aus Hannover stellt, die Zugriffsmöglichkeiten von unter- Mit neuen Ideen und Entwicklungen im CRMentwickeltes Tool. Eine Anbindung an wegs bieten. befasst sich das DDV-Special des CouncilsWarenwirtschaft und CRM gibt es aller- CRM am 24. März in Jena. Im Mittelpunktdings nicht. »Wir wollten eine schnelle Die Palette reicht von Applikationen allein für steht die Vorstellung neuer Lösungen undund einfache Lösung, die Anbindung Smartphones bis zu komplexen Lösungen für Geschäftsmodelle im Web. Das Programman die Unternehmens-IT hätte das Pro- die Anbindung unterschiedlichster Endgeräte. startet mit der Keynote »CRM und Innovati-jekt sehr komplex gemacht«, so Schulz. Anbieter wie Haufe-Lexware setzen auf die on« des CRM-Experten Dr. Reinhold Rapp.Grundsätzlich müsse jeder Auftrag vom Bereitstellung von CRM-Anwendungen über Mehr unter www.ddv.de.Innendienst sowieso weiter bearbeitet das Web. Im Trend liegt auch die Einbeziehung Aktuelle Berichte, Interviews, Praxistippswerden, da man keine Standard-Pro- der sozialen Netzwerke wie Facebook, Linke- und Case Studies zu CRM finden Sie auchdukte vertreibe. »Die Besuchsberichte dIn, Twitter & Co. CAS Software sieht gar die auf der Plattform »CRM für alle« auf der Web-für das CRM geben unsere Mitarbeiter Ablösung von herkömmlichem CRM durch Any site www.acquisa.de/crmin jedem Fall erst später über ihr Lap-top ein, tippen ist außerdem beim I-Padetwas schwierig.« Lage sein, den neuen Hörtest für das wickelten Anwendungen. InzwischenOptimierte Website statt App I-Phone wie auch das neue Hörmagazin gibt es Lösungen, die Schnittstellen zuEdicos ist bei Siemens Audiologische praktisch zeigen zu können. Marketing- CRM- und ERP-Systemen bieten. Der IT-Technik einen anderen Weg gegangen Chef Schulz betont, dass er mit der Ein- Dienstleister Siller aus Heilbronn hatals die meisten Anbieter. »Wir haben führung der Geräte keine schnelle Um- diese M-Cube genannte Verknüpfungkeine App entwickelt, sondern eine Ex- satzsteigerung anpeilt. »Vorrangiges Zieltra-Website gebaut, die nicht nur vom ist die Verbesserung des Gesprächs mitI-Pad, sondern auch vom Laptop oder den Kunden, und wir wollen durch die > twitter.com/acquisaanderen Tablet-PCs aus nutzbar ist«, Straffung des Bestellvorgangs dem Mit- Hier twittert die Redaktion acquisa Aktuelles und Wissenswertes aussagt Projektmanager Gernod Scholtz. arbeiter mehr Zeit geben«, sagt Schulz. der Marketingwelt.»Diese Anwendung haben wir für alle »Wichtig war uns außerdem, dass diegängigen Browser optimiert, sodass sie Mitarbeiter etwas in die Hand bekom-eigentlich über alle internetfähigen Ge- men, das ihnen Spaß macht. Sie dürfenräte genutzt werden kann.« Die größte also das I-Pad auch zuhause nutzen und bereits bei seiner Vertriebslösung fürHerausforderung sei die Usability gewe- sich Apps für den privaten Gebrauch Smartphones angeboten, jetzt kommtsen, man habe deshalb vergrößerte Na- herunterladen. Es dient so auch der Mo- eine erweiterte Version für das I-Padvigationselemente entwickelt. tivation. Gegenüber unseren Kunden dazu. »Der Vorteil des I-Pad liegt inDoch auch bei der Vertriebsstrategie von ist das I-Pad natürlich auch ein Zeichen der Größe des Displays«, sagt VorstandSiemens Audiologische Technik spielen von Professionalität und Wertigkeit.« Mark Siller. »Smartphones sind [ …Applikationen eine wichtige Rolle. DennAnlass für die Einführung des I-Pad war Großes Thema Datensicherheitdie Vorstellung von zwei Apps auf demInternationalen Hörgeräteakustiker- Die Trennung des I-Pad von der rest-Kongresses EUHA im Oktober 2010. Die lichen Unternehmens-IT ist vor allemAußendienstmitarbeiter sollten in der ein Kennzeichen der ersten, schnell ent- »DAS HOCHFAHREN EINES LAPTOPS DAUERT JA AN DIEFÜNF MINUTEN – VIELE UNSERER MITARBEITER NUTZEN LAPTOPSDESHALB GAR NICHT. WIR HABEN NACH EINER LÖSUNG GESUCHT, DIE SCHNELL VERFÜGBAR IST, UNSERE PRODUKTE HOCHWERTIG PRÄSENTIERT UND EINE BESTELLUNG MÖGLICH MACHT.« MARCO SCHULZ, Leiter Marketing & Communication, Deutschland Siemens Audiologische Technik (SAT), Erlangen03/2011 www.acquisa.de
  • 5. TITELTHEMA _ Mobile Devices im Vertriebfür Produktpräsentationen ja viel zu ist daher wichtig. Dazu sollte man sich kationen macht die Websites schnellerklein.« Die Außendienstler haben Zu- immer bewusst sein, welche Daten man und damit nutzerfreundlicher. Erste Un-griff auf Produktinfos, Preise, Kunden- mit sich herum trägt – ganz gleich, ob tersuchungen zeigen, dass I-Pads im pri-daten und können per I-Pad Aufträge es sich um ein I-Pad, ein Notebook oder vaten E-Commerce eine höhere Conver-digital erfassen. Damit wird der Innen- eine Aktentasche handelt.« sion Rate aufweisen als andere Kanäle.«dienst von der Aufgabe der Bestellungs- Heute beschränkt sich der Business- Das liege vor allem an der veränderteneingabe entlastet. einsatz des I-Pad vor allem auf die Un- Nutzungssituation und daran, dass eine »DER EINSATZ VON TABLET-PCS IM AUSSENDIENST IST FÜR UNTERNEHMEN HEUTE KEINE FRAGE DES OB, SONDERN NUR NOCH EINE FRAGE DES WANN.« HAGEN J. SEXAUER, Principal bei Sempora, Bad Homburg terstützung von Verkaufsgesprächen intuitivere Bedienerführung durch die durch attraktive Präsentationsapplika- Applikationen möglich wird. tionen. Für Hagen J. Sexauer, Principal bei der Bad Homburger Unternehmens- Mangelhafte Online-Strategie beratung Sempora, stoßen Smartphones und Tablet-PCs jedoch die Tür zu einer Bisher setzt nur eine begrenzte Zahl völlig neuen Nutzung des mobilen In- von Unternehmen I-Pads ein, doch ei- ternets auf. Es wird zum eigenständigen ne Umfrage von Sempora zeigt, dass Vertriebskanal. »Das stationäre Inter- die meisten Führungskräfte davon aus- net ist für die mobile Nutzung bisher gehen, dass Tablet-PCs und das mobileVor der Übermittlung von sensiblen ungeeignet«, sagt Sexauer. »Texte sind Internet in den kommenden Jahren im-Daten via I-Phone oder I-Pad schrecken schlecht zu lesen, es ist schwierig zu mer wichtiger werden. Über 80 Prozentviele Firmen zurück, Warnungen wie bedienen und der Seitenaufbau dauert der Befragten erwarten demnach, dassdie des Marktforschungsinstituts Gart- sehr lange. Das I-Pad mit seinen Appli- das mobile Netz in Vertrieb und Marke-ner oder des Bundesamtes für Sicher-heit in der Informationstechnik (BSI)vor dem I-Phone haben Zweifel an derSicherheit der Apple-Geräte geschürt.Maik Bockelmann, Vice PresidentEMEA beim IT-Sicherheitsspezialisten p INFO MOBILES CRMLumension in Olching bei München,gibt jedoch Entwarnung: »Das I-Pad ist Notebook, Netbook, Blackberry, I-Phone – tatsächlich bereits mobiles CRM. Der Einsatzim Business-Bereich durchaus einsetz- die Liste der mobilen Geräte mit Internet- von Notebooks stößt bei vielen Außendienst-bar. Natürlich ist ein verschlüsselbares anschluss ist lang. Für jeden tragbaren PC mitarbeitern auf Widerstände, die lange ZeitNotebook sicherer, aber in der Realität und jedes Smartphone gibt es inzwischen zum Hochfahren der Geräte und die »Wand« zwi-nutzt doch gerade der Mittelstand des- auch mindestens ein Programm, das es schen Käufer und Verkäufer wird in der Praxissen Sicherheitsmöglichkeiten gar nicht an das CRM-System des Unternehmens als kontraproduktiv empfunden. Beim »Schrau-aus.« Bockelmann empfiehlt, auf einem anbindet. benhändler« Würth verzichtet man aus genauI-Pad keine sicherheitsrelevanten Da- diesen Gründen seit Jahren vollkommen auften wie etwa Kundeninformationen zu Große Anbieter wie SAP Microsoft oder Oracle , den Einsatz von Laptops im Vertrieb. Für vielespeichern, sondern diese immer online haben mobile CRM-Lösungen genauso im Port- Außendienstler ist das Smartphone das Mittelüber ein »Virtual Private Network« (VPN) folio wie die kleineren CAS, Cobra oder Sage. ihrer Wahl. Um schnell aktuelle Infos über denzu nutzen und nur verschlüsselt zu sen- Nach einer Studie von Forrester aus dem Jahr nächsten Kunden – vom Ansprechpartner bisden. Er rät zudem, regelmäßig die Pat- 2009 erwarten die Firmen vor allem, dass sie hin zur Rabattstaffel für die Kundengruppe –ches für Betriebssystem und Programme durch den Einsatz von »Mobile CRM« die Kun- zu bekommen, reicht es völlig aus. Erst wennherunterzuladen, um stets auf dem denzufriedenheit steigern können, daneben es um komplexe CRM-Anwendungen, die vieleneusten Sicherheitsstand zu sein. »Das zielen sie auch auf eine Effektivitätssteigerung Speicherkapazitäten benötigen, oder die Ein-größte Sicherheitsrisiko ist aber immer des Außendienstes. Allerdings nutzten Ende gabe von Texten geht, stoßen die kleinen Ge-der Verlust des Gerätes«, meint Bockel- 2010 nur rund 20 Prozent aller Unternehmen räte an ihre Grenzen.mann. »Ein komplexer Passwortschutz www.acquisa.de 03/2011
  • 6. ting innerhalb von drei Jahren genauso gearbeitet werden, der Weg über Web-wichtig ist wie das stationäre Internet. sites, die für Tablet-PCs optimiert sind, BUCHTIPPVor allem bei der Stärkung der Kunden- sei genauso gut möglich.bindung und der Verbesserung des Un-ternehmensimages könne es eingesetzt Jaron Lanier untersucht die fortschrei- CRM wird standardisiertwerden. »Trotz dieser Einschätzung tende Technisierung. Er sieht die Gefahr,berücksichtigt aber nur jedes zweite Da das I-Pad Windows-Anwendungen dass die Technik, die Freiheit und Indivi- wie Word, Powerpoint sowie Adobes dualität jedes Menschen stärken sollte, PDF-Dateien darstellen kann, ist der Kon- und uns als Personen beerdigt. Ein leiden- > acquisa.de/newsletter takt zur meist Windows-dominierten schaftliches Plädoyer für eine humani- Der acquisa-Newsletter informiert Business-IT-Kultur kaum noch ein Pro- stische (Computer-)Technik. Sie regelmäßig über aktuelle Ent- blem. Auch Verbindungen zu CRM und Newsletter wicklungen und Trends. Warenwirtschaftssystemen stellen in Jaron Lanier der Regel keine Hindernisse dar. Beim Gadget Customer Relationship Management er- »Warum die ZukunftUnternehmen in Deutschland das mo- wartet Sexauer allerdings gravierende uns noch braucht«bile Internet in seiner Online-Strategie«, Veränderungen. »Nach meinen Beobach- Suhrkamp Verlag,sagt Sexauer. »Noch problematischer ist, tungen erfasst der Außendienst seine Berlin 2010dass etwa jedes zweite Unternehmen Berichte in der Kundendatenbank fast 19,90 Euro, 247nicht weiß, mit welchen Aktivitäten ausschließlich textuell, was eine schnel- SeitenWettbewerber im mobilen Internet das le Auswertung per Knopfdruck und übereigene Geschäftsmodell angreifen.« Vor eine hohe Anzahl an Besuchsberichtenallem im stationären Handel drohen fast unmöglich macht. Das I-Pad könntenach Sexauers Meinung neue Gefahren. da eine Veränderung anstoßen: Das Be-Nach einer Beratung durch einen Fach- richtswesen wird so systematisiert, dassverkäufer können Kunden zum Beispiel Vertriebsmitarbeiter im Normalfall nurmittels spezieller Apps den Barcode, al- noch Buttons und Kästchen anklicken. und standardisiert, deshalb hat die mo-so die EAN-Nummer, eines Produkts mit Damit können die Informationen dann bile Anwendung klare Strukturen, sagtder Smartphone-Kamera scannen und sofort automatisiert ausgewertet wer- Litz. Außendienstler können die Infor-anschließend recherchieren, wo es das den.« Was für die Außendienstler das mationen schnell mit ein paar KlicksProdukt online am günstigsten zu kau- ersehnte Ende der Tages- und Wochen- eingeben, ohne Textfelder ausfüllen zufen gibt und – noch im Geschäft – die berichte bedeuten könnte, stellt die Ent- müssen. »Die Angaben sind sofort undWare beim Wettbewerber bestellen. wickler von CRM-Programmen vor neue bereits standardisiert im Unternehmen.Im B2B-Geschäft sieht auch Sexauer vor Aufgaben. »Die klassischen Software- Da ist sofort klar, dass beispielsweise einallem die Chancen bei der Vertriebs- Lieferanten müssen hier umdenken«, so neuer Wettbewerber unterwegs ist«, sagtunterstützung: Warenpräsentationen, Sexauer. »Sonst werden neue Anbieter Litz. »Eine solche standardisierte Rück-Bestellaufnahme und Help Desk. Im den Markt aufrollen.« meldung ist effektiver als das umständ-Maschinenbau würden Tablet-PCs gern CRM-Entwickler wie Cobra in Konstanz liche Schreiben von Wochenberichtenzur Bereitstellung von Bedienungsan- haben bereits reagiert und bieten Lö- – denn da haben die Mitarbeiter dochleitungen genutzt, viele Unternehmen sungen für mobile Geräte an. »So wie schon fast vergessen, welcher Kunde ih-würden derzeit solche Anwendungen bisher schon per Smartphone oder nen was erzählt hat.«planen. »Der Einsatz von Tablet-PCs Notebook auf die CRM-Hauptdatenbank Die einfache und bequeme Bedienungim Außendienst ist für Unternehmen zugegriffen werden konnte, ermöglicht der I-Pads komme im Vertrieb, der nieheute keine Frage des Ob, sondern nur eine neue Applikation dies jetzt auch eine richtige Affinität zum Laptop ent-noch eine Frage des Wann«, sagt Sexau- bei I-Pads«, sagt Geschäftsführer Jür- wickelt habe, gut an, sagt Jürgen Litz.er. »Da sollte niemand mehr abwarten, gen Litz. »Dabei wird nicht mit einem »Das I-Pad wird deshalb langfristig dasum zu sehen, ob sich das mobile Inter- Replikat auf dem mobilen Endgerät ge- Notebook im Außendienst ersetzen.«net durchsetzt. Es geht darum, schnell arbeitet, sondern die Mitarbeiter haben redaktion@acquisa.de •]eigene Erfahrungen mit den mobilen online Zugriff auf die aktuellen Origi-Alleskönnern zu sammeln.« nal-Daten. Sie sehen die KundenhistorieNatürlich solle kein I-Pad um des I-Pad inklusive Angaben über eventuell lau-willen eingeführt werden, eine durch- fende Aufträge.« Umgekehrt geben diedachte Strategie brauche ein Unterneh- Mitarbeiter auch ihre neu gewonnenenmen schon. Beim Weg ins mobile Inter- Informationen direkt in das System ein. 22_net müsse nicht zwangsläufig mit Apps Der Vertrieb brauche diese Daten schnell03/2011 www.acquisa.de 23