Rundbrief 12
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Advent 2011, Themen: Grußw

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Rundbrief 12 Rundbrief 12 Document Transcript

  • der Gemeindereferentinnen und Advent 2011Gemeindereferenten im Bistum Essen
  • Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen !Bei einem Kurztrip mit Vater und Bruder im Frühjahr 2004 nach London ziehtes mich u. a. in die Tate Modern – einem alten Kraftwerk direkt an derThemse, das einige Jahre zuvor zu einem wunderbaren Museum fürzeitgenössische Kunst umgewandelt wurde. Man betritt es durch die ehemaligeTurbinenhalle. Die Dimensionen dieses Raums, der 155 Meter in der Länge,23 Meter in der Breite und 35 Meter in der Höhe misst, sind überwältigend. Esist ungemütlich an diesem Tag, nass, grau in grau und kühl – und ausgerechnethier werde ich von der Sonne überrascht. Der dänische Künstler OlafurEliasson hat sie - unter dem Titel „The Weather Project“ - am Ende derriesigen Eingangshalle als monumentalen strahlend roten Ball gehängt. Wiedie anderen Besucher werde auch ich in die atmosphärische Dichte diesesLicht-Raumes gezogen. In fast andächtiger Stille erleben die Betrachter eine „geradezu spirituelle Erfahrung“ – behutsam schreitend glaubt man durchfeinen Nebel auf eine riesige, orangefarbene Sonnenscheibe zuzugehen.In einem die Halle überwölbenden Spiegel sehen sich die Besucher winzigklein – viele legen sich auf den Betonboden und genießen die Atmosphäredieses unwirklichen Sonnenaufgangs oder -untergangs –, der von 200 Lampenerzeugt wird.Diese Installation zeigt mir noch einmal, wie sehr wir Menschen uns nachdem Licht sehnen. Jede/r von uns weiß aus eigener Erfahrung: EinemSonnenaufgang oder -untergang über den Bergen oder dem Meer können wiruns nicht entziehen und er ist immer wieder neu faszinierend. Und wie sehrfreuen wir uns, wenn nach einem langen Winter die Tage endlich wiederlänger werden und die Sonne an Kraft und Energie gewinnt – sie weckt unsereLebensgeister und lässt den nahenden Frühling ahnen. 2
  • Dass unser Weihnachtsfest mit der Wintersonnenwende – sprich die hellenStunden des Tages wieder länger werden – zusammenfällt ist kein Zufall. AmTag der Wintersonnenwende wurde im Römischen Reich das Fest des „solinvictus“, des unbesiegten Sonnengottes, begangen. Um sich von diesem Kultabzusetzen, stellte die junge Kirche dem heidnischen Sonnengott die „wahreSonne“ das „wahre Licht der Welt“ entgegen. Dem Fest des Sonnengottes miteinem christlichen Fest zu begegnen, hatte große symbolische Aussagekraft.Das Geburtsfest Jesu zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende symbolisierte fürdie Menschen der damaligen Zeit, dass Gott mit diesem Kind das Leben neuentstehen ließ, ein Licht im Dunkeln entzündete.Vielleicht geht uns in den kommenden Tagen der Winterwende und derWeihnacht ja auch ein Licht auf?! Ein jüdischer Weiser fragt seine Schüler: "Kann man den Augenblick bestimmen, wo die Nacht zu Ende ist und der Tag beginnt? Der erste Schüler fragt: Ists wenn man in der Ferne einen Feigenbaum von einer Palme unterscheiden kann? "Nein" sagte der Weise, "das ist es nicht." "Ists ", fragte der zweite "wenn man ein Schaf von der Ziege unterscheiden kann; ist das der Augenblick, wo die Dunkelheit weicht und der Tag anbricht?" "Nein" sagte der Weise, "das ist es nicht". "Aber wann ist denn dieser Augenblick gekommen?" "Wenn du in das Gesicht eines Menschen schaust und darin den Bruder oder die Schwester entdeckst. Dann ist die Nacht zu Ende, dann bricht der Tag an."Möge uns in dieser Weihnacht jenes Licht aufgehen, das uns in Jesus, demBruder der Menschen, erschienen ist.Dass sich der Winter wendet -– es wieder lichter und wärmer wird – in Kircheund Welt! Bertold Bittger 3
  • Der astronomische Winter ... ... beginnt auf der Nordhalbkugel am 21. oder 22. Dezember. Er endet am 19. bzw. 20. März. Der Zeitpunkt wird auch Wintersonnenwende genannt. Die Sonne steht dabei senkrecht über dem südlichen Wendekreis, was die kürzesten Tage auf der nördlichen Hemisphäre zur Folge hat. Der meteorologische Winter beginnt bereits am 1. Dezember und endet am 28., gegebenenfalls am 29. Februar. Im Winter ist der Hauptteil der Niederschläge advektiv, das heißt gebunden an horizontale Luftbewegungen, diese werden meist durch Aufgleitvorgänge hervorgerufen. Aufgleitvorgänge bezeichnet das Überströmen feuchter und relativ warmer Meeresluft trockener und relativ kalter kontinentaler Luft.Quelle: Deutscher Wetterdienst Die Härte eines Winters wird in der Klimatologie u. a. anhand der Anzahl der Eistage ermittelt. Dabei liegt das Maximum der Lufttemperatur unterhalb des Gefrierpunktes. Die mittlere Anzahl der Eistage pro Jahr kann zur Effektiven Klimaklassifikation verwendet werden.Gregor Lauenburger 4
  • Zwei Jahre Euro-Schuldenkrise 14. Oktober 2011Seit mittlerweile zwei Jahren beherrscht die Euro-Schuldenkrise dieNachrichtenlage. An den Geld- und Kapitalmärkten kommt es zu extremenVerwerfungen, weil an der Solvenz einiger europäischer Staaten gezweifelt wird.Theorie und PraxisRegierungen versuchen in konjunkturellen Schwächephasen durch Erhöhung derStaatsausgaben und Steuersenkungen das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.Dazu nehmen Staaten Geld am Kapitalmarkt auf und erhöhen ihre Verschuldung.In wirtschaftlich guten Zeiten sollen die Staatshaushalte ausgeglichen sein undÜberschüsse zur Schuldenreduktion verwendet werden. Soweit dievolkswirtschaftliche Theorie. In der Praxis zeigt sich, dass einige Staaten inwirtschaftlich guten Zeiten nicht in der Lage sind, ihre Haushaltsdefizite zumindern. In der Tabelle zeigt sich, dass Griechenland ein durchschnittlichesHaushaltsdefizit in den letzten 10 Jahren von 7,2% in % desBruttoinlandsproduktes (BIP) aufweist, Italien von 3,2% undPortugal von 4,8%. In keinem der letzten zehn Jahre wurdenin diesen Ländern Haushaltsüberschüsse generiertund die Staatsverschuldung wurde immer größer.Deutlich besser wirtschaften Deutschland undSpanien, die jeweils drei Jahre mit positivemHaushalten zu verzeichnen haben. Aktuelle Staatsverschuldung in % des BIP © Rosel Eckstein / PIXELIOdurchschn. Haushaltsdefizit (10 Jahre) in % Spanien 67 2 Deutschland 83 2,2 Frankreich 87 3,6 Euroraum 89 2,7 Portugal 106 4,8 Italien 121 3,2 Griechenland 166 7,2Quelle: Eurostat 5
  • Fortsetzung: Zwei Jahre Euro-SchuldenkriseWie viele Schulden kann ein Land vertragen?Nun stellt sich die Frage, inwieweit Staatsschulden wirtschaftlich tragbar sind. DieEU-Konvergenzkriterien verpflichten die Eurostaaten, eine maximaleVerschuldung von 60% des BIP einzuhalten. Nur wenige skandinavischeEurostaaten erfüllen dieses Kriterium. Nach einer Studie desWirtschaftswissenschaftlers Kenneth Rogoff verlangsamt sich das Wachstum hochentwickelter Volkswirtschaften ab einer Schuldenquote von 90%. In der mittlerenSpalte der obigen Tabelle wird ersichtlich, dass sich die durchschnittlicheVerschuldung der Staaten des Euroraumes annähernd auf diesem Niveau bei 89%befindet. Daraus lässt sich ableiten, dass weitere staatliche Konjunkturimpulsezunehmend ihre Wirkung verfehlen. Stattdessen sind die Staaten gezwungen,strukturelle Defizite zu beseitigen. Zudem ist die Höhe der Zinsen entscheidend,die der Staat für seine Schulden bezahlen muss. Länder wie Italien oder Spanienmüssen, um auf dem Kapitalmarkt aktuell Geld aufnehmen zu können, einen ummehr als 4% höheren Zinssatz bieten als Deutschland, weil der Kapitalmarkt ander Kreditwürdigkeit dieser Länder zweifelt. Andere Länder wie Portugal undGriechenland können die geforderten Zinsen von über 10% nicht mehr zahlen undbenötigen Liquiditätshilfen durch den Euro-Rettungsschirm.Erforderliche MaßnahmenDer Wendepunkt in der Euro-Schuldenkrise kann nur durch ein umfassendesMaßnahmenpaket erreicht werden. Vor allem muss die Schuldentragfähigkeit vonGriechenland wieder hergestellt werden. Ein Schuldenschnitt erscheint die einzigeLösung zu sein, da Griechenland das Haushaltsdefizit nicht in den Griff bekommt.Ein Rettungsplan ist für diejenigen Banken notwendig, die in einem hohen Maßgriechische Anleihen halten und erhebliche Bewertungsverluste bei einemSchuldenschnitt realisieren würden. Zudem müssen die Rettungsschirme fürStaaten und Banken voll funktionsfähig sein und effizient handeln können. DieInstallierung einer anerkannten wirtschaftspolitischen Führung in Europa erscheintnotwendig zu sein, um eine größere Haushaltsdisziplin der Mitgliedstaatendurchzusetzen. 6
  • MarktausblickDer Leitzins wird bis Mitte 2012 bei 1,50% verharren, weil dieKonjunkturindikatoren auf eine Abkühlung der Wirtschaft hinweisen und dieInflation wieder sinken wird. Einige Marktteilnehmer gehen sogar von einerLeitzinssenkung Mitte Dezember aus. Auch die Kapitalmarktzinsen werden sichnicht deutlich erhöhen, solange die Euro-Schuldenkrise für Unsicherheit bei denInvestoren sorgt. Die Aktienmärkte bleiben volatil. Die Gewinnerwartungen derAnalysten werden wegen der nachlassenden Konjunkturdynamik weiter revidiert.Es ist damit zu rechnen, dass vor allem zyklische Unternehmen die künftigeGeschäftsentwicklung skeptischer sehen. Das Rückschlagpotential für Banken-und Versicherungstitel ist wegen der ungelösten Schuldenkrise weiterhin sehrhoch. Quelle: Bank im Bistum Essen© Kurt F. Domnik / PIXELIO 7
  • Aktuelles fuer die Berufsgruppe Fortbildung Themen und Daten bis Mitte 2012 l 06.02.2012 und 13.02.2012 Atempausen für Mütter - erfahren und gestalten (mit Frau Judith Dimke- Schrader) l 27.02.-04.03.2012 Ignatianische Einzelexerzitien (mit Klara Bremen und Pfr. Frank Reyans) l 02.06.2012 Diözesantag gestaltet als Wanderrecollectio (mit Bischof Dr. Overbeck) l 11.-15.06.2012 Frühlingstreffen in Berlin (für GR i. R.) l 19.06.2012 Facebook, Twitter und Co. in der Gemeindepastoral (mit Jens Albers) l "Spiritualität im Alltag" - Dem Alltag Farbe geben vom 18.-22.06.2012 in Herstelle (mit Sr. Angela Gamon OSB) 8
  • Wir sind bei facebook.Zurzeit haben wir 14 Mitglieder.Zu Fragen des Datenschutzes können Sie uns gernansprechen. Wir empfehlen aber auch aus demFortbildungsprogramm die Veranstaltung „Facebook,Twitter und Co. in der Gemeindepastoral“.Als Faustregel gilt: posten Sie nichts, das nicht jederMensch lesen darf.Unsere Homepage existiert bereits 2 Jahre:http://www.gemeindereferentinnen.kirche-vor-ort.de/ 9
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  • Der Blick wird von der Mitte angezogen:Eine große Hand hält behutsameinen kleinen Kopf in den Händen,bergend und schützend.Gut behütet liegt dieses kleine Wesen da,sicher und geborgen,vertrauensvoll die Augen geschlossen.Eingehüllt in einen Kranz aus Flügeln,Engelsflügeln gleich.Im äußersten Kranz schließen vier Frauen-oder Engels-Gestalten den Kreis ab.Die Hand erhoben,abwehrend, beschützendoder wie einen Finger vor den Mund gelegt,für Ruhe sorgendstehen sie um die Mitte,um das kostbare Gut des Lebens.Dies gilt eszu bewahren,zu schützen und zu fördernDem Kleinenscheint nichts passieren zu können,geborgen im warmen Rot,Zeichen der Liebe und des Lebens,erfüllte Sehnsuchtund erfüllte Hoffnung -angedeutet durch das Grün am unteren Rand.Das Bild „Willkommen, kleiner Mensch!“von HaPe Eggerlbringt zum Ausdruck,was für jeden von uns gilt:DU bist:Erwünscht, erwartet und ersehnt.Geborgen, umfangen und gesegnet.So sollst du werden, der du bist! Claudia Schäble 11
  • Garnelen – Muschel – Ragout *** Steinbutt mit Artischocken und Zitronenbutter oder Lammrückenfilet in Rotweinsauce *** Birnen mit Schokoladeneis und ZimtsabayonBei Interesse ist das Rezept beim Redaktionsteam erhältlich. 12
  • WinterwanderungIm Sommer sind wir nie gewandert. Wir Schuhe dürfen abends nicht wiewaren alle in der Jugendarbeit aktiv und gewohnt draußen stehen bleiben. Dasdie Sommerferien waren belegt mit Leder friert und am nächsten MorgenFreizeiten und spannenderen Aktivitäten kommt man nicht hinein. Essen ist einals Wandern. Nach einigen Frühjahrs- Problem. Alles was man dabei hat friertund Herbstwanderungen, die sich ein und schmeckt nicht mehr. Müesli-meistens als regelrechte Riegel habe ich in der HosentascheSchlammschlachten nach ausgiebigem aufbewahrt und statt Tee kam eine dickeRegen erwiesen, brach ich zu meiner Suppe in die Thermos-Kanne. Beimersten Winterwanderung auf: Endlich Wandern läuft man sich warm und imsollte es mal eine Wanderung ohne Schlafsack ist es selbst bei deutlich unterRegen und ohne Schlamm sein. An Null Grad angenehm. Zelt abbauen musseinem Wochenende im Januar morgens sehr schnell gehen, da wird es richtiggegen sechs Uhr startete ich am Rande kalt. Wegweiser können sehr hilfreicheines kleinen Dorfes im Westerwald. sein, wenn man sie denn sieht. WeißeBis auf einen sehr guten Schlafsack, den Wegweiser an Bäumen die mit Schneeich günstig im Angebot eines Versandes überzogen sind, sind nicht wirklich gutbekommen hatte, hatte ich eigentlich zu erkennen.keine besondere Ausrüstung mit; Das Wandern oder die Idee vomErfahrung auch nicht besonders viel. Wandern bietet sich sehr gut an,Dunkel war es: besonders als ich die spirituelle Gedanken damit zuStraßen hinter mir gelassen hatte und in verbinden. Viele schöne Wanderungenden Wald kam. Die Bäume hielten den mit biblischen Impulsen oder mit demWind ab, das machte die Kälte erträglich Dialog mit Gott in seiner Schöpfungund nach ein paar Kilometern Wanderns habe ich schon erlebt. Im Winter aberwürde mir schon warm werden. Es muss reduziert sich alles auf das Wesentlichebis vor kurzem noch geregnet haben. Die und wenn es so richtig kalt ist und mansonst gut zu begehenden Feldwege wirklich so ganz draußen bleibt, dannwaren mit einer dicken Eisschicht vergisst man alle guten Impulse undüberzogen. Das macht das denkt fast nur noch daran, dass jederVorankommen besonders mühsam. Fehler den man macht, schwerwiegendeStändig rutschte ich aus und stolperte, Folgen haben kann. Ich hatte auf jederund in der Dunkelheit musste ich schon Winterwanderung den Eindruck, dasssehr aufpassen, dass ich die richtige sich alle Gedanken auf das JetztWeggabelung nicht verpasste... reduzieren, besonders dann wenn manSpannend an einer Winterwanderung wenig Erfahrung und nur mäßigesind auf jeden Fall die vielen Ausrüstung hat..Erfahrungen – besonders dieschmerzhaften, die ich mitnehmen darf. Pater Georg Steinberg 13
  • Jes 45,24-25 Jer... zieht euch warm an ... (wenn der Winter 2 Makk 8,27 Weish 6,10-15 Nah 1,7 Ps 34,8 Ps 57,3 Ps 34,15 Ps 7,11 Ps 23,4 Ps 34,20 Ps 91,4 S
  • r 23,3-6 Ps 91,1-2 kommt) ! Jes 4,2.5-6 Ps 31,21 Koh 7,19 Ijob 24,8 Ps 5,12-13 Ps 32,7 Gen 3,21 Ps 64,3 Ps 34,19 Ps 28,8Sir 34,19-20
  • Wo Gott ist, da ist Zukunft !Eindruecke vom Papstbesuch aus Berlin und Erfurt „Du warst doch in Berlin, kannst du nicht etwas dazu für unseren Rundbrief schreiben.“ Dieser freundlichen Einladung komme ich nun, vier Wochen später, nach. Ja, ich war mit einer bunt gemischten Gruppe unserer Pfarrei in Berlin und in Erfurt. Es waren schöne Tage mit vielen Erlebnissen. Jetzt, wo viele von uns sich mit Martinsfeiern, Krippenspielen und einem ersten Blick auf die Sternsingeraktion beschäftigen, fällt mir das Bild der Könige ein, die sich auf den Weg zur Krippe machen. Ganz ähnlich fühlten sich viele aus unserer Gruppe: Was erwartet uns? Welche Aussagen, Veränderungen wird es geben? Was wird der Papst den Menschen der verschiedenen Gruppen sagen? … und dann mag vielleicht der eine oder die andere enttäuscht gewesen sein. Viele Hoffnungen wurden nicht erfüllt. Aber wir wurden beschenkt mit einer Tiefe in den Gottesdiensten, einer Stille und Ruhe, einer Klarheit und einer Freude. Vielleicht so, wie die Könige, die den König gesucht und ein Kind gefunden haben. Die Tage in Berlin und Erfurt waren gefüllt mit Begegnungen, Freude, Auseinandersetzungen und Diskussionen; aber auch mit der Zusage, dass Gott den Weg unserer Kirche durch alle Wirrnisse, Anfechtungen, Skandale mitgeht in die Zukunft. Was die Könige von der Krippe mitnahmen, weiß ich nicht, uns hat der Besuch ermutigt, weiterzugehen, in unsere Gemeinden, in unsere Familien, denn wir haben ein Stück erfahren dürfen: wo Gott ist, da ist Zukunft.Lydia Bröß 16
  • Was bleibt vom Papstbesuch ?Viel wurde darüber debattiert, ob der Bundestag derrichtige Ort für die Rede eines Papstes ist. In denablehnenden Reaktionen mischten sich harscheKritik an der katholischen Lehre über Frauen, Eheund Homosexualität sowie am Umgang mitsexuellem Missbrauch mit grundsätzlichenAnfragen zum Verhältnis von Kirche und Staat. Esist gut, dass darüber öffentlich gestritten werdenkann. Jeder und jede Abgeordnete war frei in derEntscheidung, die Rede zu hören oder nicht.Auch ich finde nicht alles richtig, was das römischeLehramt sagt. Aber das Unerbittliche und Eiferndean dieser Diskussion fand ich befremdlich. Wennman eine tolerante Gesellschaft will, muss man zumDialog fähig sein. Dazu gehört die Bereitschaftzuzuhören. Die Ansprache, die Papst Benedikt XVI.gehalten hat, hat die Kritik als überzogen entlarvt.Er hat darin gewitzt alle konkreten Erwartungenenttäuscht. Ich fand das Bild vom „hörendenHerzen“ – also der Fähigkeit, Gut und Böse zuunterscheiden und Unrecht zu bekämpfen – füreinen Politiker sehr treffend, ebenso die Forderung,dass Gerechtigkeit der Maßstab von Politik seinmuss. Dazu hat uns der Papst inmitten dereuropäischen Finanzkrise daran erinnert, wasEuropa zusammen hält: eine mehr als 2000 Jahrealte Kultur-, Philosophie- und Religionsgeschichte.Was Papst Benedikt auf seiner Reise gesagt hat,wird weiter diskutiert werden. Das ist gut so. Denndas Evangelium ist kein Museumsstück, sondernSauerteig für eine humane und gerechteGesellschaft. Andrea Nahles, MdB 17
  • "DIESER BESUCH BLEIBT MIR IN LEBENDIGERERINNERUNG"In einem Schreiben an den In dem Brief des Papstes anVorsitzenden der Deutschen Erzbischof Zollitsch heißt es weiter:Bischofskonferenz, Erzbischof „Als Vorsitzender der DeutschenDr. Robert Zollitsch, hat sich Bischofskonferenz haben Sie inPapst Benedikt XVI. für die besonderer Weise zum GelingenGastfreundschaft in Berlin, Erfurt meines Pastoralbesuchesund Freiburg während seines beigetragen. So möchte ich IhnenDeutschlandbesuches bedankt. und Ihren Mitarbeitern nochmals„Mit großer Freude und von ganzem Herzen Dank sagen fürDankbarkeit denke ich an meine all ihr Mühen und Planen imApostolische Reise nach Vorfeld der Reise“, schreibt derDeutschland zurück. Dieser Papst. „Die herzliche AufnahmeBesuch mit seinen durch die Bischöfe und dieeindrucksvollen Stationen in Gläubigen in Deutschland und dieBerlin, Erfurt, Etzelsbach und sichtbar zum Ausdruck gebrachteFreiburg bleibt mir in lebendiger Verbundenheit mit dem NachfolgerErinnerung. Vielen Menschen Petri haben mich in meinemdurfte ich begegnen, ihnen die Petrusdienst bestärkt.“Frohe Botschaft verkünden, mitihnen zusammen beten und sieim Glauben stärken.“PRESSEMELDUNG 27.10.2011 - Nr. 164, DBK 18
  • Jetzt ist es tatsächlich geschehen.Erzbischof Zollitsch hat seineEinladung wahrgemacht.Auf der Delegiertenversammlung in Besonders wichtig war mir natürlichMannheim, hat er alle seine Rede im Konzerthaus. PapstTeilnehmer/innen zum Papstbesuch in Benedikt sprach besonders densein Bistum eingeladen. Zunächst zum Ehrenamtlichen seinen Dank aus.Vortrag in das Konzerthaus, später Darüber hinaus war dieauch in den Bereich der Ehrengäste zur „Entweltlichung“ der Kirche einesMessfeier. Nie hätte ich gedacht, Papst seiner Hauptaspekte. Wir sollen für dieBenedikt so nah und so intensiv zu Welt tätig werden, jedoch nicht ein Teilerleben. Doch der Reihe nach. dieser sein.Der „Geist von Mannheim“ wirkte Er fragte uns Hauptamtliche an: Was istnoch nach, als ich mich auf den Weg uns wichtig? Was ist der Grund unseresnach Freiburg machte. Welche Handelns und unseres Glaubens? SindAussagen würde der Papst machen? wir mehr Funktionär oder Verkünder/inWürde er auf den Dialogprozess des Glaubens? Eine Frage, die wir unseingehen? Die Reden im Bundestag alle stellen sollten.und in Weimar hatte ich am Fernseherverfolgt. Was würde er zu uns aktiven Leider ging er nicht direkt auf denehrenamtlichen und hauptamtlichen Dialogprozess in der deutschen KircheKatholiken sagen? ein. Aber sein Reden vom „Erbarmen Gottes“ macht mir Mut, in Zukunft auchDie Messfeier am Sonntag hat mich vom „Erbarmen der Kirche“ reden zusehr beeindruckt. Zu erleben, wie so können.viele tausend Menschen miteinanderschweigen und andächtig die Messe Ich denke, der Besuch Benedikt XVI. infeiern, war ein sehr intensives Erlebnis. Deutschland ist ein guter Anlass überDieser Gottesdienst war kein Event das Selbstverständnis der Kirche undoder eine Inszenierung, vielmehr war seiner Hauptamtlichen nachdenken.für mich der persönliche Glaube des Immer in dem Bewusstsein: Wo GottPapstes spürbar. ist, ist Zukunft. Elvira Neumann 19
  • Sie wurde schwanger und gebar Schwangerschaft und Geburt im ATWer selbst Kinder hat, weiß, dass Schwangerschaft und Geburt eine Frauverändern und der Beziehung zwischen Frau und Mann eine neue Qualitätverleihen. Aus einer Zweier- wird eine Dreierbeziehung, die an beide, an Mannund Frau, neue Herausforderungen stellt. Dies habe ich bei der Geburt unserereigenen Kinder so erlebt, ebenso bei der Geburt unserer Enkel.Ein natürliches GeschehenAm Anfang jeden menschlichen Lebens stehen Schwangerschaft und Geburt. „Siewurde schwanger und gebar ...“ (Gen 3,1 u. ö.). Mit dieser feststehendenRedewendung beschreibt die Bibel dieses Phänomen und nennt die erste Frau Eva(= Leben). Mit dieser Formel ist mehr ausgesagt als eine Information über dieGeburt eines Kindes. Die Redewendung sagt zugleich etwas über die Frau, ihrSelbstverständnis und ihren Platz in der Gesellschaft. „Geboren von einer Frau“(Gal 4,4) betont die Herkunft und die Teilhabe Jesu am menschlichen Geschick.Obwohl das AT davon überzeugt ist, dass Schwangerschaft und Geburt vongöttlichem Wirken (Gott öffnet den Mutterschoß) und Gottes Segen umfangensind, bleiben Schwangerschaft und Geburt für die Menschen der damaligen Zeitein natürliches Geschehen im Leben einer Frau. Es ist etwas Selbstverständliches,aber auch Bedeutsames. Andere Frauen, meist Nachbarinnen, leistetenGeburtshilfe; manchmal auch Hebammen.Soziale FolgenMit der Schwangerschaft stieg die Achtung einer Frau und ihr gesellschaftlicherRang. Einer kinderlosen Frau drohten Scheidung und Vertreibung aus dem Hausdes Mannes.Der Wettstreit der beiden Schwestern Lea und Rachel um die Gunst desgemeinsamen Mannes Jakob erzählt dies auf eine spannende und unterhaltsameWeise. Obwohl Lea von Jakob zurückgesetzt und vernachlässigt wird, wird sieschwanger. Nach der Geburt ihres dritten Sohnes ist Lea überzeugt, „jetzt endlichwird mein Mann an mir hängen“ (Gen 29,34). Rachel dagegen, die bis zu diesemZeitpunkt noch kinderlos ist, wird eifersüchtig und fordert von ihrem Mann:„Verschaff mir Söhne! Wenn nicht, sterbe ich“ (Gen 30,1).Kinder sind Zukunft; und ohne Kinder sein, heißt, ohne Zukunft sein. Auf diesemHintergrund wird deutlich, warum Kinderlosigkeit in der Bibel als hartesFrauenschicksal beschrieben wird. Betroffene Frauen werden von anderen Frauen 20
  • verachtet und konnten eine Frau in tiefeDepressionen stürzen. Darüber trösteteauch nicht die liebende Zuneigung einesMannes (vgl. 1 Sam 1,1-18). Deshalbfindet sich in der Bibel die Vorstellung,ein glückliches und erfülltes Frauenlebenliege in der Mutterschaft.Das Motiv der Unfruchtbarkeit zieht sichwie ein roter Faden durch die biblischenTexte und gilt für viele Mütterherausragender Männer - so: Sara (Gen16,1), Rebekka (Gen 25,21), Rachel (Gen30,1), Hanna (1 Sam 1,2), Elisabet (Lk1,7). Das Bild der Unfruchtbaren , diegebären wird, kündet deshalb die © Angelina Ströbel / PIXELIO /bearb.bevorstehende Heilszeit an (Ps 113,9).Krise und NeuanfangDas AT weiß auch um die Mühsal und die Gefahren, die mit Schwangerschaft undGeburt verbunden sind. Gebären geschieht unter Schmerzen (Gen 3,16).Fehlgeburten waren häufig. Was oft als Folge des Sündenfalls dargestellt wird, istdie Beschreibung der konkret erfahrenen Wirklichkeit und Zeichen einergebrochenen Welt.Schwangerschaft und Geburt können für eine Frau auch tödlich enden. Dies bleibtim AT bei aller Freude über die Geburt eines Kindes gegenwärtig. So stirbt Rahelkurz nach der Geburt Benjamins (Gen 35,16-19; vgl. auch 1 Sam 4,19-20).Die Geburtswehen dienen häufig als Bild für anbrechende Krisen und anstehendeNot und letztlich für die Wehen der Endzeit. Gott selbst schreit wie eineGebärende (Jes 42,14) und gebiert so die neue Heilszeit. Das biblische Wort„Erbarmen“ (hebr.: rahamin) ist von raehaem (= Mutterschoß) abzuleiten und einWesenszug Gottes. Deshalb wird die innige Beziehung einer Mutter zu ihremKind zum Bild für Gottes Zuneigung und Treue (vgl. Jes 49,15).Die Frau, mit der Sonne bekleidet, den Mond unter den Füßen und einen Kranzvon zwölf Sternen auf ihrem Haupt, die in Offb 12,1-3 als großes Zeichen amHimmel erscheint, ist schwanger und in Geburtswehen. In unserenMariendarstellungen, die gerne dieses Motiv aufgreifen, ist nur selten eineSchwangere oder Gebärende zu sehen, obwohl nach dem NT Schwangerschaftund Geburt entscheidend das Leben Marias geprägt haben. Dr. Rainer Dillmann 21
  • MAGISCHE ORTE Natur- und Kulturmonumente der WeltDie im Gasometer Oberhausen in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission und TUI Deutschland gezeigte Ausstellung „MAGISCHE ORTE –Natur-und Kulturmonumente der Welt“ wird bis zum 21. Oktober 2012 verlängert.MAGISCHE ORTE zeigt seit dem 8. April 2011 zum ersten Mal die Wunder derNatur und Kultur in einer einzigen Ausstellung als gleichermaßen bedeutendeSchöpfungen unseres Planeten. Rund 350 000 Besucher haben sich allein imersten halben Jahr dorthin auf den Weg gemacht, wo die Geschichte unserer Erdelebendig wird: Spektakuläre Fotografien, erstaunliche erdgeschichtlicheFundstücke und beeindruckende Kunstwerke führen uns durch Wüsten undGebirge, durch Urwälder und verwunschene Gärten, in Tempel und Paläste. Diese„Magischen Orte“ sind Kultstätten der Natur- und Menschheitsentwicklung, vollerGeschichten, Mythen und Sagen. In ihrer Schönheit verkörpern sie die gewaltigenschöpferischen Kräfte unserer Welt Welt.Die großformatigen Bilder und Exponate spannen einen Bogen von derFrühgeschichte unseres Planeten bis in die Gegenwart. Zu sehen sindbeispielsweise außergewöhnliche Gesteinsformationen und leuchtende Kristalle,erkaltete Lava, Ammoniten und eine Baumscheibe, die viele Generationen undEreignisse des Menschen überdauert hat. Kulturgeschichtlich geht die Reise vonältesten Kultreliquien vorbei an den sieben Weltwundern der Antike, prachtvollenKathedralen und Tempeln des Mittelalters bis in die Jetztzeit. In denhimmelstürmenden Wolkenkratzern der Gegenwart erkennen wir die enormeSchöpfungskraft des Menschen – die aber auch, daran erinnern zwei Exponate ausHiroshima, zu seiner eigenen existenziellen Bedrohung werden kann.„In der Ausstellung MAGISCHE ORTE verbinden sich naturwissenschaftliche,kulturgeschichtliche sowie künstlerische Sichtweisen. Sie sprechen gleichermaßendas Denken, Fühlen und die Sinne an, vermitteln Erkenntnisvergnügen undästhetischen Genuss“, erklären die Kuratoren Peter Pachnicke und Wolfgang Volz.Gewidmet haben sie die Ausstellung der Arbeit der UNESCO, die Schönheit undVielfalt unseres Planeten zu bewahren.Kathedrale der NaturDer international renommierte Künstler und Fotograf Wolfgang Volz schuf fürden 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers in Zusammenarbeit mit demLichtgestalter Herbert Cybulska und dem Komponisten Sebastian Studnitzky die43 Meter hohe Regenwaldbaum Skulptur „Regenwaldbaum“. Die monumentaleSkulptur verwandelt den Gasometer Oberhausen in eine „Kathedrale der Natur“.In ihr steht dieser „Baum des Lebens“ symbolisch für die Schönheit und 22
  • Fruchtbarkeit, aber auch für die Verletzbarkeit des ewigen Kreislaufes der Natur.Wechselnde Farb- und Klangimpressionen spiegeln die sich ständig veränderndenStimmungen wider. Ein Tagesablauf dauert hier rund eine Viertelstunde.„Magische Orte“ ist eine Ausstellung der Gasometer Oberhausen GmbH, Partnersind die Deutsche UNESCO--Kommission und TUI Deutschland. „Wir freuen unsüber den großen Erfolg dieser außergewöhnlichen Ausstellung. Das zeigt uns, dassdie Menschen von fernen und exotischen Ländern träumen.“, erklärt TUI-Unternehmenssprecher Mario Köpers.Die höchste Ausstellungshalle Europas„Magische Orte“ sind in der höchsten Ausstellungshalle Europas zu sehen. DerGasometer, 117 Meter hoch, ist Wahrzeichen der Stadt Oberhausen,beeindruckendes Dokument der Bau- und Technikgeschichte und spektakulärerVeranstaltungsort. Große Ausstellungen im Gasometer sind seit 1994 erfolgreicherBestandteil der Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen. Mit bisher mehr als vierMillionen Besuchern steht der Gasometer Oberhausen stellvertretend für denlebendigen Wandel der Region. Das Raumerlebnis im Inneren dieser „Kathedraleder Industrie“ ist einzigartig. Ein sieben- bis achtfaches Echo lässt die Besucherstaunen. Vom Dach des Gasometers, zu erreichen über den gläsernenPanoramaaufzug im Inneren, bietet sich der Blick über das gesamte westlicheRuhrgebiet. MAGISCHE ORTE – Natur- und Kulturmonumente der Welt Ort: Gasometer Oberhausen, Arenastraße 11, 46047 Oberhausen Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen: 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen; in den NRW-Ferien an allen Wochentagen geöffnet Eintrittspreise: Erwachsene 8 EUR, ermäßigt 5 EUR, Familien (2 Erwachsene, bis zu 5 Kinder) 17 EUR Dauer: bis 21. Oktober 2012 Weitere Informationen im Internet unter www.gasometer.de Telefon: 0208 850 37 35 23
  • Wende Begleitung von Menschen in KrisensituationenMenschen erleben für sich Gott hat uns bei der Taufe versprochenLebenssituationen sehr uns auf unserem Lebensweg zu halten,unterschiedlich. Ein einschneidendes zu schützen und zu begleiten.Erlebnis ist manchmal eine Wende in Das irdische Leben ist endlich – dasihrem bisherigen Leben. Sie richten wissen wir! Wir Christen leben aus demihr Leben neu aus. Glauben, dass damit unser Weg mit GottGerade in Krisensituationen, aber nicht zu Ende ist, sondern dass wirSituationen, in denen man einen leben werden bei Gott.geliebten Menschen verloren hat, Die Zusage Jesu aus demdurch Tod oder Trennung, erlebe ich Johannesevangelium: „Im Hause meinesoft eine solche Wende. Vaters gibt es viele Wohnungen. WennMenschen in einer solch es nicht so wäre, hätte ich euch danneinschneidenden Lebenssituation zu gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euchbegleiten finde ich als Seelsorger vorzubereiten? Wenn ich gegangen binspannend. Ich war 15 Jahre als und einen Platz für euch vorbereitetKrankenhausseelsorger in habe, komme ich wieder und werde euchverschiedenen Einrichtungen tätig. zu mir holen, damit auch ihr dort seid,Seit zwei Jahren verrichte ich meinen wo ich bin“ (Joh 14,2f.), kann uns dabeiDienst in der Polizeiseelsorge. Trost und Hoffnung spenden.Nebenher bin ich in der Jetzt in der Herbst- und Winterzeit, woNotfallseelsorge tätig. In allen drei die dunklen Anteile der TageszeitenBereichen hatte und habe ich es länger sind, haben wir das Gefühl, dassimmer wieder mit den Themen Tod, wir uns stärker und öfter mit denTrauer, Verlust und Verabschiedung Themen Sterben und Todzu tun. Neben all dem Negativen, das auseinandersetzen. Im Bereich dermit diesen Themen einhergeht, sehe Notfallseelsorge haben wir oft auch denich auch die Möglichkeit, Positives zu Eindruck, dass gerade in diesenentdecken und zu formulieren. Dies Jahreszeiten sich mehr Menschen dasmit den hinterbliebenen Menschen Leben nehmen. Die Fallzahlen in deranzugehen, sie bei einer Statistik zeigen keine erhöhten WerteNeuausrichtung ihres Lebens zu gegenüber den anderen Jahreszeiten an.begleiten, erlebe ich als Der Eindruck entsteht bei uns selbst, daHerausforderung und als Chance für wir uns im Herbst intensiver mit derunsere Seelsorgearbeit. Vergänglichkeit des Lebens 24
  • auseinandersetzen. Um uns herum bereitet sich die Natur auf die Ruhephase vor.Im Jahreskreis sind für uns besonders die Tage Allerheiligen und Allerseelenbedeutend, da wir unserer Verstorbenen gedenken bzw. an Allerheiligen dieGrabstätten unserer Verstorbenen aufsuchen. Ein bewussteres Auseinandersetzenmit dem Jahreskreislauf der Natur kann uns helfen, dem eigenen Lebenskreislaufnachzuspüren.Die Kirche kann uns dabei mit dem Kirchenjahr und seinen Feiern helfen. Soerhalten wir ein Stück Trost und können auch Lebenskrisen aushalten. In derGemeinschaft spüren wir, dass wir nicht allein diese Situationen tragen undertragen müssen. Menschen gehen ein Stück des Weges mit, halten aus und tragenmit.Auch wenn dieses Mitgehen viel an Kraft von uns fordert, können wir uns auch alsBereicherte fühlen, da wir auch für unseren eigenen Lebensweg neueMöglichkeiten erkennen können.An der Stelle möchte ich für die Mitarbeit in der Notfallseelsorge werben. Trotzvieler Lasten und Einschränkungen während der Bereitschaftszeit, - es ist einDienst, bei dem wir die Kirche und den Glauben in Extremsituationen zeigenkönnen. Es lohnt sich, da wir hier dem Menschen ganz nahe sein können. Hierwird durch uns die Liebe Christi zu den Menschen deutlich. Das spüren dieMenschen und sind dankbar, auch wenn sie der Kirche oft skeptisch unddistanziert gegenüberstehen.Krisensituationen sind auchimmer verbunden mitChancen für uns Menschen,bei denen wir dieMöglichkeit haben, unseremLeben eine neue Richtungzu geben, bis hin zu einermöglichen Wende. Eineskönnen wir als Christengewiss sein – Gott ist mit uns. Diakon Bernd Malecki 25
  • Hilfreiche HinweiseBuchempfehlung: Wintersalat mitGemeindereferentinnen und WalnüssenGemeindereferenten, Profil einerprofessionellen Pastoral, 50 ml Orangensaft vom Filetieren derherausgegeben von Hans Martin OrangenWeikmann und Werner Wertgen, 3 EL Apfelessig und Salz, Pfeffer,Verlag Friedrich Pustet Prise Zucker undDas Buch informiert über Wurzeln, 4 EL Öl (Traubenkernöl) mischen.Werdegang und Zukunftsaussichten 50 g Walnüsse kurz fettfrei anröstenunseres Berufes und enthält ein 1 Kopf Radicchiosalat in grobe Stückeumfangreiches Quellen- und zerpflückenLiteraturverzeichnis. 3 Orangen filetieren und den Saft auffangenSie finden das Buch im 100 g Feldsalat säubernMedienforum. Alles nett auf einem Teller anrichten und die Soße dazu reichen. I nternetseiten mit Bildern, Texten und Grafiken zum kostenlosen Download: www.pfarrbriefservice.de www.bilderkiste.de www.gifs-paradies.de www.kostenlose-grafiken.de Das Blatt wendet sich In der Arbeitshilfe der kfd Man trägt rote Rucksäcke statt roter Mützen. "VOR ORT", Ausgabe 1- 2011 steht der gelungene Mehr dazu in der nächsten Ausgabe. Artikel "Urheber- und Persönlichkeitsrecht“ Erst fragen, dann wagen! 26
  • Quellenangaben Die Rechte an Bildern und Texten liegen bei den Autoren und Künstlern. Wir haben uns bemüht, alle Angaben zusammenzustellen, und bitten um Hinweise, falls uns ein Fehler unterlaufen sein sollte. Texte: Seite 11: Claudia Schäble, Seite 22 und 23: Gasometer Oberhausen Bilder: Titelbild: unter Verwendung eines Fotos von B. Bittger, Seite 5: © Rosel Eckstein / PIXELIO /bearb., Seite 7: © Kurt F. Domnik / PIXELIO, Seiten 8, 21 und Mittelseite: G. Lauenburger, Seite 9: A. Wenner-Schlüter, Seite 10: Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers HaPe Eggerl, Seite 16: Benedikt Gottlieb/bearb., Seite 17: Büro A. Nahles, Seite 21: © Angelina Ströbel / PIXELIO /bearb., Seite 25 und Rückseite: Th. EckhoffImpressum Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten im Bistum Essen, Zwölfling 16, 45127 Essen, Telefon 0201-2204 -243 Redaktion: D. Bertz, D. Janssen, I. Klein, G. Lauenburger, E. Neumann Mitarbeit: B. Bittger, L. Bröß, Dr. R. Dillmann, B. Malecki, A. Nahles, Pater G. Steinberg und viele hilfreiche Korrekturleserinnen Druck: Bischöfliches Generalvikariat, ZA IT-Service Redaktionsschluss: 7. Februar 2012 Arbeitstitel der nächsten Ausgabe: „Kreuz ist Trumpf“ 27
  • Winterwende Inhalt dieses RundbriefesGrusswortDer astronomische WinterZwei Jahre Euro-SchuldenkriseAktuelles fuer die BerufsgruppeKleiner Mensch - willkommenWintergerichtWinterwanderungMittelseite: AdventskalenderRueckschau PapstbesuchSchwangerschaft und Geburt im ATMagische Orte im Gasometer OberhausenWende (Krisenmanagement)Hilfreiche HinweiseQuellenangabenImpressum