Dieorange  Welt  2010
Die                         orange                           Welt                           2010                          ...
Commitment             02  03
Österreich       Lauterach         Bludenz        Feldkirch            Graz             Hall       Hörsching        Kalsdo...
GW world                                                          04  05                                             China...
Weltweit unterwegs                        in OrangeVertrauenVerbindlichkeitVerantwortungEngagEmEnt                        ...
06  07                                                    EngagEmEntVerantwortungVerbindlichkeitVertrauenErfolgreich am Ma...
Weltweit unterwegs in Orange                                                    Vorreiter in Sachen Transparenz: Nachhalti...
08  09Investitionskurs in Rumänien: Neuer Cross-Docking-Terminal in SibiuAm 5. November 2010 wurde der neue Cross-Docking-...
Weltweit unterwegs in OrangeQualitätRespektIdentIfIkatIonOptimiErung                                           Top Rating:...
10  11OptimierungIdentIfIkatIonRespektQualität                                           Bestens aufgestellt in der Slowak...
Weltweit unterwegs in Orange                                              Erfolgreich: Die Integration von Weiss-Röhlig In...
12  13Die Geschichte weiterschreiben: zehn Jahre Weiss-RöhligWas vor einem Jahrzehnt mit drei Joint Ventures in Asien bega...
VorstandGebrüder Weiss Konzern                         Von links nach rechts:                         Peter Kloiber       ...
Gebrüder Weiss KonzernJahresbericht 2010
16  17Hätte es noch eines Beweises für die „Unberechen-      und Investitionspolitik. Gleichzeitig werden aberbarkeit“ der...
Jahresbericht 2010                     Die Bilanz 2010 wird für GW sehr erfreulich aus-                                   ...
18  19     bei gleichzeitiger Bereitschaft zur Veränderung     stehen. Dieser Kurs wird von den Gesellschaftern,     Aufsi...
Aus den FachbereichenLandverkehre                                          Krisenjahr 2009 erneut unter großem Anpassungs-...
20  21verkehre die neuen Netzwerkverbindungen ge-          berichtet Martin Schmidt. „Außerdem gehört Alpiplant, Spielrege...
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22  23sogar das Ergebnis von 2008 übertroffen“. Und          Region Süd-Westauch die GW-Niederlassung in Bulgariens Haupt-...
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24  25weltweiten Netzwerks bessere Rahmenbedingun-          IT setzt neue Maßstäbegen zu schaffen“, informiert Joe Lässer,...
Aus den Fachbereichen                        Logistik                                                Der Einsatz trug Früc...
26  27     Logistik für Wein & CO: Perfekten Service bietet   Entwicklungsmöglichkeiten in bestehenden undDPD seit Jahren ...
Aus den Fachbereichen                        Tochterunternehmen                                       bekommen.“ Und x|vis...
28  29inet stellt Unternehmen damit ein leistungsstarkes   Gebrüder Weiss Rail CargoWerkzeug für modernes Flottenmanagemen...
Aus den Fachbereichen                        dicall                                                    Gutscheins für ein ...
30  31Tarif, sondern auch von einer zentralen Anlaufstelle   Branchenlösung leisure+sports logistics zunehmendfür das gesa...
Aus den Fachbereichen                        automotive logistics                                     Außerdem ließe sich ...
32  33europäischen Konzernniederlassungen entspre-            Aus- und Weiterbildung unserer Personalentwicklerchend zerti...
GW Jahrbuch 2010
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Gebrüder Weiss 2010. Informationen aus den Regionen und Fachbereichen des österreichischen Transport- und Logistikunternehmens GW.

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  1. 1. Dieorange Welt 2010
  2. 2. Die orange Welt 2010 Commitment 02 GW world 04 Weltweit unterwegs in Orange 06 Vorstand Gebrüder Weiss Konzern 14Gebrüder Weiss Konzern Jahresbericht 2010 16 Aus den Fachbereichen 20In seiner Komplexität einfach – Commitment 44 Standorte von Gebrüder Weiss 56
  3. 3. Commitment 02  03
  4. 4. Österreich Lauterach Bludenz Feldkirch Graz Hall Hörsching Kalsdorf Kennelbach Schweiz Serbien Leoben Altenrhein Dobanovci Leobendorf Pratteln Belgrad Leopoldsdorf Zürich Kragujevac Linz Bosnien-Herzegowina LapovoMaria Lanzendorf Sarajevo Vucje Maria Saal Bulgarien Slowakei Pöchlarn Sofia Senec Salzburg Kazanlak Bratislava Sulz Kroatien Košice Wels Zagreb Žiar nad Hronom Werndorf Mazedonien Žilina Wien Skopje Slowenien Wiener Neudorf Rumänien Ljubljana Wien-Schwechat Bukarest Brnik Wolfurt Arad Koper Wörgl Bacau Tschechien Deutschland Cluj Napoca Rudná Memmingen Constanta České Budějovice Hamburg Craiova Modřice Lindau Oradea Ostrava Passau Sibiu Prag Řičany-Jažlovice
  5. 5. GW world 04  05 China Shanghai Changchun Chengdu Chongqing Dalian Guangzhou Nanjing Ningbo Ukraine Peking Kiew Qingdao Mukachevo Shenzen Ungarn Tianjin Dunaharaszti Urumqi Hajdúdorog Xiamen Mosonmagyaróvár Indien Xian Vecsés Chennai Zhanjiang Italien Ahmedabad Hongkong Bozen Bangalore Kowloon USA Jodhpur Japan Chicago Kalkutta Tokio Atlanta Kandla Mundra Kanada Boston Kanpur Montreal Denver Mumbai Toronto Houston Nag Pur Singapur Los Angeles Neu-Dehli Singapur Miami Pune Taiwan New York Tiruppur Taipeh San Francisco Tuticorin Thailand VAE Bangkok Dubai Udon Thani
  6. 6. Weltweit unterwegs in OrangeVertrauenVerbindlichkeitVerantwortungEngagEmEnt Kontinuierlicher Netzwerkausbau: Einstieg bei der Spedition Diehl  Mit 12. Jänner 2010 hat GW 25 Prozent an der internationalen Spedition Wilhelm Diehl aus Esslingen, Deutschland, übernommen. „Diehl ist für uns ein wichtiger Europa-Partner, mit dem wir schon lange zusammenarbeiten und den wir sehr schätzen. Mit dieser Minderheitsbeteiligung sichern wir uns wichtige Marktanteile in der Region“, erklärte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Niessner die Motivation für den Einstieg. Jürgen Wirsing, Sprecher der Geschäftsleitung von Diehl: „Neben Synergieeffekten bei Prozessen und in der Infrastruktur, die sich in Zukunft ergeben werden, ist diese Allianz mit GW vor allem ein Bekenntnis zu einer langfristigen und nachhaltigen Zusammenarbeit. Die Positionierung von Diehl in seinem europäischen Netzwerk wird mit diesem Schritt weiter ge- stärkt.“ Die Kooperation zwischen Diehl und Gebrüder Weiss besteht seit elf Jahren. In dieser Zeit haben die beiden Unternehmen 17 direkte Verkehrs- verbindungen – davon 13 täglich – aufgebaut.
  7. 7. 06  07 EngagEmEntVerantwortungVerbindlichkeitVertrauenErfolgreich am Markt: Eurocargo firmiert als Gebrüder WeissNach der Mehrheitsübernahme im November 2009 durch Gebrüder Weissfirmiert Eurocargo seit Dezember 2010 auch offiziell unter dem Firmennamendes österreichischen Transport- und Logistikdienstleisters. Am 12. November2009 hatte Gebrüder Weiss mehr als 75 Prozent an der Spedition Eurocargoübernommen und damit einen weiteren Schritt in Richtung Netzwerkausbauin Südosteuropa getätigt. Die offizielle Fusion beider Unternehmen erfolgte amTerminal von Eurocargo in Dobanovci am 1. Januar 2010. Der finale Schluss-punkt des Übernahmeprozesses wurde mit der Änderung des Firmennamensgesetzt. Seit Dezember 2010 firmiert Eurocargo unter dem einheitlichenFirmennamen Gebrüder Weiss. „Ein einheitlicher Firmenname ist die konse-quente Fortsetzung unserer gemeinsamen Arbeit. Wir freuen uns, nun auchnamentlich unter das Konzerndach von Gebrüder Weiss zu rücken und damitnach außen einen einheitlichen Auftritt zu gewährleisten“, sagt LandesleiterDragan Simovic.
  8. 8. Weltweit unterwegs in Orange Vorreiter in Sachen Transparenz: Nachhaltigkeitsbericht Als erstes Logistikunternehmen Österreichs hat Gebrüder Weiss seinen Nach- haltigkeitsbericht nach international anerkanntem Standard aufgesetzt und ist im September 2010 mit dem GRI-Qualitätssiegel ausgezeichnet worden. Wenn es um eine transparente und messbare Berichterstattung zum Thema Nachhaltig- keit geht, dann sind die Berichtsparameter der Non-Profit-Organisation „Global Reporting Initiative“ (GRI) weltweit anerkannter Standard. Als erstes Logistik- unternehmen in Österreich hat Gebrüder Weiss einen Nachhaltigkeitsbericht nach GRI-Standard aufgesetzt sowie den Bericht von den GRI-Experten prüfen lassen. „Wir haben uns für den GRI-Standard entschieden, weil wir damit un- sere Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit unterstreichen. Qualität und Trans- parenz sind in der Berichterstattung über unternehmerisch nachhaltiges Handeln wesentliche Aspekte, die wir mit dem vorliegenden Bericht dokumentieren“, so Peter Waldenberger, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Gebrüder Weiss.RespektWertschätzungIdentIfIkatIonZuvErlässigkEit
  9. 9. 08  09Investitionskurs in Rumänien: Neuer Cross-Docking-Terminal in SibiuAm 5. November 2010 wurde der neue Cross-Docking-Terminal von GebrüderWeiss Rumänien in Sibiu eröffnet. Der Terminal unterstützt das rumänischeGW-Netzwerk von der Landesmitte aus und hat eine Gesamtfläche von 9.000 m2inklusive Parkplätze sowie aller Gebäude und eine Reservefläche von 20.000 m2.1000 m2 stehen als Umschlagsfläche zur Verfügung. „Mit dem Terminal wollenwir dem ständigen Wachstum von Gebrüder Weiss in Rumänien gerecht werdenund unser nationales Netzwerk vergrößern. Wegen seiner zentralen Lage istder Standort in Sibiu dafür bestens geeignet“, sagt Thomas Moser, GebrüderWeiss-Regionalleiter Südosteuropa. Mit dem Ziel, sich durch ausgezeichneteDienstleistungen vom Markt abzuheben, bietet GW seinen Kunden in Sibiu einenLogistikstandort auf dem neuesten Stand der Technik mit modernsten Feuer-schutz- und Sicherheitssystemen. ZuverlässigkeitIdentIfIkatIonWertschätzungrEspEkt
  10. 10. Weltweit unterwegs in OrangeQualitätRespektIdentIfIkatIonOptimiErung Top Rating: Bonitätsbestnote für GW Im Dezember 2010 wird GW von der Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet (D & B) mit der Bonitätsbestnote eins ausgezeichnet – ein sicheres Zeichen für finanzielle Stabilität und höchste Kreditwürdigkeit. Wolfram Senger-Weiss und Wolfgang Niessner nahmen das D & B Rating Certificate in Maria Lanzendorf entgegen. Das Zertifikat ist weltweit anerkannt und weist GW als vertrauenswürdigen, zuverlässigen Geschäftspartner aus, mit einer stabilen Unternehmenssituation und sehr guter Zahlungsmoral. Ein wichtiges Argument im Geschäftsverkehr. Der Erfolg eines Unternehmens ist von vielen Faktoren abhängig. GW hat für sich vier zentrale Werte definiert – Independence, Sustainability, Service Excellence und Commitment – um als Transport- und Logistikdienstleister am Markt erfolgreich zu sein. Sie alle spielen zusammen und haben ein gemeinsames Ziel: Sie zahlen auf das Konto „Vertrauen“ ein. Dass auf die wirtschaftliche Stabilität und Kreditwürdigkeit von GW vollkom- mener Verlass ist, wurde mit der Auszeichnung offiziell bestätigt.
  11. 11. 10  11OptimierungIdentIfIkatIonRespektQualität Bestens aufgestellt in der Slowakei: GW eröffnet modernstes Logistikzentrum   Am 23. April 2010 erfolgte nach knapp zehnmonatiger Bauzeit die offizielle Eröffnung des neuen GW-Logistikterminals in Senec. Beinahe 13 Millionen Euro wurden in das Grundstück und in den neuen Logistikterminal, an dem rund 100 MitarbeiterInnen beschäftigt sind, investiert. Es handelt sich um eine der größten Investitionen in der Slowakei im Logistik- und Speditionsbereich. Auf dem 65.000 m2 großen Areal entstanden in einem ersten Schritt 4.600 m2 Logistik- und 3.800 m2 Umschlagsflächen sowie 2.100 m2 Büroflächen. Der Terminal in Senec entspricht in jeder Hinsicht dem neuesten technischen Stand. So wurde die Anlage als erster GW-Standort mit einem modernen Sendungsortungs-System ausgestattet. Dies bedeutet für Kunden eine noch bessere Servicequalität beim Warenverkehr. Auch bei der Sicherheit kommen neueste Technologien zum Einsatz. U. a. garantieren 85 Kameras und eine hochmoderne Alarmanlage höchstes Sicherheitsniveau.
  12. 12. Weltweit unterwegs in Orange Erfolgreich: Die Integration von Weiss-Röhlig India ins weltweite GW-Netzwerk Im Jahr nach der Gründung von Weiss-Röhlig India, im September 2009, stand die Integration der 14 neuen Niederlassungen im Vordergrund, die in den wich- tigsten Wirtschaftszentren von Delhi über Mumbai bis Kolkata und Bangalore angesiedelt sind und für beste Verbindungen in alle 28 Bundesstaaten sorgen. Weiss-Röhlig India ist kompetenter Partner für alle Bereiche der Wertschöp- fungskette. Angeboten wird die gesamte Servicepalette von internationalen Luft- und Seefrachttransporten über Projektlogistik, Lager und Distribution bis hin zu Verzollungen. Bereits ein halbes Jahr nach der Gründung des Joint Ventures Weiss-Röhlig India flossen die gebündelten Kräfte der Organisationen im WeissLand und in Indien in die Serviceentwicklung. Seit April bündeln die Mitarbeiter in Indien und Europa ihre Kräfte, um die Rahmenbedingungen für Transporte zwischen den Kontinenten zu optimieren.vErbindlichkEitEngagEmEntVerantwortungWertschätzung
  13. 13. 12  13Die Geschichte weiterschreiben: zehn Jahre Weiss-RöhligWas vor einem Jahrzehnt mit drei Joint Ventures in Asien begann, ist heute einglobales Netzwerk auf allen Kontinenten. Gebrüder Weiss und den BremerLogistiker Röhlig verbinden zahlreiche Gemeinsamkeiten in der Geschäfts-philosophie und Firmenidentität. Beide sind Traditionsunternehmen mit einerlangen Geschichte. Beide befinden sich in Privatbesitz. Beide haben den Willen,ihre Eigenständigkeit auch in Zukunft zu erhalten. Vor diesem Hintergrundentstand eine strategische Allianz aus zwei gleichberechtigten Partnern, dieseit nunmehr einer Dekade ihre eigene Erfolgsgeschichte schreibt. Für denZusammenschluss waren freilich noch weitere Faktoren ausschlaggebend, wiedie Tatsache, dass sich die Netzwerke der beiden Unternehmen ideal ergänzen– auch dies war ein wichtiger Impuls, das Bündnis zu schließen. WertschätzungVerantwortungEngagEmEnt vErbindlichkEit
  14. 14. VorstandGebrüder Weiss Konzern Von links nach rechts: Peter Kloiber Wolfram Senger-Weiss Heinz Senger-Weiss Wolfgang Niessner, CEO
  15. 15. Gebrüder Weiss KonzernJahresbericht 2010
  16. 16. 16  17Hätte es noch eines Beweises für die „Unberechen- und Investitionspolitik. Gleichzeitig werden aberbarkeit“ der Weltwirtschaft bedurft, so wurde dieser auch Kommentare, Analysen und Prognosen von2010 erbracht. Auf den schweren Rückschlag 2009 renommierten Institutionen und Persönlichkeitenfolgte eine in diesem Ausmaß unerwartete Erholung, publiziert, die sogar eine Phase von jahrzehnte-von der auch GW profitierte. Aus den vielzitierten langer Prosperität erwarten lassen. Die AntwortBRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) von GW auf dieses ambivalente Zukunftsbild lautet:und auch aus Deutschland kamen starke Wachs- Auf Basis der vier Kernwerte (Independence –tumsimpulse, in deren Folge der globale Warenaus- Service Excellence – Sustainability – Commitment)tausch und damit der Bedarf an Logistik-Dienstleis- die Unternehmensentwicklung flexibel vorantreibentungen wieder deutlich zunahmen. und kurz-/mittelfristig jene Maßnahmen ergreifen, So erfreulich diese Entwicklung auch war, die langfristigen Erfolg sichern. Eine einfachegewisse Zweifel an der Nachhaltigkeit des Formel, deren Umsetzung aber alle an den Ent-Aufschwungs bleiben bestehen – allein aufgrund scheidungs- und Realisierungsprozessen beteiligtenvon höheren Staatsverschuldungen mit den Damen und Herren vor große Herausforderungenentsprechenden Konsequenzen für Währungs- stellen wird.Aufteilung der Wertschöpfung auf die Bereiche e s- hr es t ke pr ens er eh le x i V rk na le re Se a , E td g ve tio r- ke na tin ik ul nd na & rie Pa tio st r ns La ter u d a Ai ll gi K n N o Zo Lo In C % % u % % % 14 12 11 6% 4%28 25Wolfgang Niessner, CEO
  17. 17. Jahresbericht 2010 Die Bilanz 2010 wird für GW sehr erfreulich aus- Im vergangenen Jahr wurden auch Projekte initiiert, fallen. Der Netto-Umsatz nähert sich wieder der vorangetrieben bzw. abgeschlossen, die einerseits Euro-Milliarden-Grenze, das EBIT kehrt auf ein das orange Netzwerk verstärkten, andererseits die im Branchen-Vergleich sehr zufriedenstellendes Wettbewerbsfähigkeit weiter festigten bzw. erhöhen Niveau zurück, Cash-Flow und Eigenkapital- werden. Die in diesem Sinne getroffenen Maßnah- Quote unterstreichen die finanzielle Stabilität, men erstrecken sich von der Beteiligung an euro- die auch von Dun & Bradstreet mit der Bonitäts- päischen Gesellschaften bis zur Gründung von Joint Bestnote bewertet und ausgezeichnet wurde. Ventures in Übersee (mit unserem Partner Röhlig), vom Aus- bzw. Neubau von Terminals bis zur Bei der Beurteilung der einzelnen Geschäftsberei- Förderung von Personalentwicklungs- und CSR- che stechen besonders die große Bedeutung der Initiativen sowie von der Gestaltung eines Stück- nationalen und internationalen Landverkehre, die gut-Produktes bis zur Errichtung von e-commerce- Dynamik bei Air & Sea, der anhaltende Erfolg von Plattformen. KEP, die steigende Zahl von Logistiklösungen und der oft damit verbundenen Beratungsleistung von „Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man xIvise sowie die positive Resonanz auf innovative tut, sondern auch für das, was man nicht tut“ – Entwicklungen von inet hervor. im Sinne Laotse’s wird GW weiterhin für Kontinuität Nettoumsatz 00 01 02 03 04 05 06 20 20 20 20 20 20 20 5 2 ,9 ,2 ,3 9, 5, 3 3 3 7 8 9, 1, 49 55 57 60 70 78 87
  18. 18. 18  19 bei gleichzeitiger Bereitschaft zur Veränderung stehen. Dieser Kurs wird von den Gesellschaftern, Aufsichtsräten, Kunden, Partnern und MitarbeiterIn- nen unterstützt und getragen – dafür muss an dieser Stelle ganz besonderer Dank zum Ausdruck gebracht werden. Im Juni 2011 Wolfgang Niessner, MBA Vorstandsvorsitzender Gebrüder Weiss Konzern 07 08 09 10 20 20 20 20 8 ,6 5 ,1 0 ,2 6 ,094 98 83 97 in Mio. €
  19. 19. Aus den FachbereichenLandverkehre Krisenjahr 2009 erneut unter großem Anpassungs- druck. Doch auch dieses Mal meisterte das Un- ternehmen die Herausforderungen bravourös. „Als Organisation ist es uns gelungen, die Sen-Das Pendel schlägt zurück dungssteigerungen nicht nur quantitativ, sondernDas rasant gestiegene Transportaufkommen setzte auch qualitativ gut zu verarbeiten“, zeigt sichGebrüder Weiss 2010 unter Anpassungsdruck. Der Walter Konzett stolz. „Obwohl wesentlich mehrLandverkehrsorganisation bot sich damit einmal Sendungen pro Mitarbeiter abgewickelt werdenmehr die Gelegenheit, ihre Leistungsfähigkeit unter mussten, blieben die Qualitätskennzahlen un-Beweis zu stellen. Am Ende des Jahres stand in verändert auf Spitzenniveau.“allen Geschäftsbereichen ein Plus zu Buche – und In Zentral- und Osteuropa, und hier vor allemdies bei anhaltend hoher Dienstleistungsqualität. in Südosteuropa, legten die GW-Organisationen Diese Kehrtwendung hatte so wohl niemand 2010 einen Schwerpunkt auf das Qualitätsmanage-erwartet: Sprach die deutsche Transportbranche ment. Im Zusammenspiel zwischen Zentrale undzu Jahresbeginn noch von mehr als 50.000 aus Linienorganisation ließen sich im Laufe des Jahresdem Verkehr gezogenen Lastkraftwagen, waren deutliche Verbesserungen im Betrieb erzielen –bereits wenig später so enorme Gütermengen sowohl in Form von Qualitätssteigerungen als auchzu bewältigen, dass es an den nötigen Fahrzeug- von Kosteneinsparungen. Unter anderem wiesenkapazitäten fehlte. Denn innerhalb kurzer Zeit diese Länder im Bereich Mobilkommunikation zu-erholte sich die krisengeschwächte Wirtschaft mindest dasselbe, mitunter sogar ein noch höheresund lief gleich wieder auf Hochtouren. Leistungsniveau wie die Westländer auf. Auch die GW-Landverkehre profitierten ab Die Mobilkommunikationslösung, die 2007März 2010 von der konstant hohen Nachfrage. eingeführt wurde, um GW-weit die durchgängige„Im Inlandssystem Österreich verzeichneten wir Dokumentation des Transportprozesses zu ge-in den Bereichen Stückgut-, Direkt- und Spezial- währleisten, wurde 2010 noch weiter optimiert.verkehre erhebliche Sendungssteigerungen“, freut „Zum einen sind neue Länder beziehungsweisesich Walter Konzett, Direktor Produktmanagement Niederlassungen dazugekommen, zum anderenLandverkehre. „So konnte im Inlandssegment in haben wir einiges investiert und eine neue Scan-Österreich das zweitbeste Ergebnis der Firmenge- nergeneration eingeführt“, berichtet der Produkt-schichte erwirtschaftet werden.“ Und schließlich manager. Dies bedeute einen technischen Quan-beförderte der Containerzug Orange Combi Cargo, tensprung: „Die Sendungsinformationen sindder täglich zwischen Vorarlberg und Wien bezie- nun noch schneller, noch transparenter beimhungsweise Salzburg pendelt, mit einer Auslastung Kunden.“ Abliefernachweis und Sendungsstatusvon 90 Prozent insgesamt an die 300.000 Tonnen werden sofort übermittelt.Güter – damit konnten mehr als 13.000 LKW-Fahrten quer durch Österreich eingespart werden. Voller Einsatz für „GW pro.line“ In den ICD-Verkehren, den Linien zwischen Auf Hochtouren liefen indes die Vorbereitungenden GW-Häusern, wurden 2010 im Vergleich zum für „GW pro.line“: ein neues, europaweites Land-Vorjahr insgesamt 10,5 Prozent mehr Sendungen verkehrsprodukt mit täglichen Abfahrten, defi-abgewickelt. Das Wachstum habe hier zwar erst nierten Haus-zu-Haus-Laufzeiten, festgelegtenim zweiten Halbjahr eingesetzt, so Konzett, „dafür Qualitätsstandards und lückenloser Sendungs-umso kräftiger: Das letzte Quartal bescherte uns verfolgung. Eine Arbeitsgruppe nahm sich derein Plus von bis zu 20 Prozent“. Aufgabe an, die Leistungsfähigkeit der Stückgut- organisation weiter zu steigern und den BodenQualität auf Spitzenniveau für das neue Produkt zu bereiten. „SpezialistenIn Folge des unvorhergesehenen, starken Auf- aus den Niederlassungen haben gemeinsam mitschwungs stand Gebrüder Weiss nach dem einem Team des Produktmanagements Land-
  20. 20. 20  21verkehre die neuen Netzwerkverbindungen ge- berichtet Martin Schmidt. „Außerdem gehört Alpiplant, Spielregeln und Tarife erarbeitet und dann seit nunmehr 30 Jahren zu unseren Partnern fürdas Roll-out begleitet“, erläutert Walter Konzett, Italien und mit Heppner arbeiten wir seit 25 Jahrender darin ein „gelungenes Beispiel für integrative im Frankreichgeschäft zusammen.“Projektarbeit“ sieht. Die erfolgreiche Einführungvon „GW pro.line“ im März 2011 zeigt, dass die Rekordjahr für die SAEBeteiligten ganze Arbeit geleistet haben. Fünf Jahre ist es her, dass 16 Gründungsmitglieder aus fünf Ländern die System Alliance Europe (SAE)Partnerverkehre: Marktposition ausgebaut ins Leben gerufen haben. Zwischenzeitlich zähltDie wirtschaftliche Erholung beflügelte auch die Europas führendes Stückgutnetzwerk 47 PartnerPartnerverkehre. „Mit einem Sendungsplus von mit 166 Betrieben in 23 Ländern. „Das Jubiläums-14 Prozent sind wir im Export stark gewachsen“, jahr 2010 war zugleich ein Rekordjahr“, sagtinformiert Ulrike Mori-Schwarzenberger, die Walter Konzett, „sowohl in Bezug auf die transpor-gemeinsam mit Martin Schmidt für das System- tierten Sendungen als auch die Gesamttonnage.“management Europa zuständig ist. Im Import Gleichzeitig engagierte sich die SAE im Bereichsetzte der Aufschwung zwar etwas zeitverzögert Prozessoptimierung. So wurde eine partnerüber-ein, aber auch hier wurde eine Steigerung von greifende Beschaffungslogistik eingeführt, diesechs Prozent erzielt. Als Motor der Entwicklung unter anderem die elektronische Übermittlungerwies sich Deutschland: Hier stiegen die Aus- von Abholaufträgen zwischen den SAE-Partnernfuhren aus dem WeissLand um 18 Prozent, die erlaubt. Weiters überwacht seit 2010 ein neuesEinfuhren um neun Prozent. „GW hat seine Markt- Monitoring-System die Laufzeit vom Eintreffen derposition im europäischen Landverkehr gut gehalten Ware am Eingangsterminal bis zu ihrer Zustellungbeziehungsweise in bestimmten Ländern sogar beim Empfänger. Und nicht zuletzt initiierte dieweiter ausgebaut“, zieht Mori-Schwarzenberger System Alliance Europe einen eigenen ProjektkreisBilanz. Dazu beigetragen haben auch strukturelle für Nachhaltigkeit und Corporate Social Respon-Änderungen der Verkehrslinien und vor allem der sibility, um das Netzwerk auch in diesem zuneh-Aufbau sowie die verstärkte Nutzung von Platt- mend wichtigeren Bereich besser aufzustellen.formen. „Dadurch können wir noch bessere Ab-fahrtsfrequenzen bieten, die marktseitig durch- EuroExpress: Nachfrage steigendwegs positiv angenommen werden.“ Ein Beispiel Und auch auf den europaweiten Expressdienstdafür sind die neuen Großbritannien-Linien, die EuroExpress wirkte sich die anziehende Konjunk-in Zusammenarbeit der GW-Niederlassungen Wien, tur positiv aus. Der „qualitativ unschlagbareLinz und Graz seit 2010 angeboten werden. Drei- Deutschlandservice über GW Nürnberg“ habe fürmal wöchentlich fahren mit zwei Fahrern besetzte Zuwächse im zweistelligen Bereich gesorgt, weißLKW nach London, Birmingham und Manchester. die EuroExpress-Verantwortliche Ulrike Mori-Laut Mori-Schwarzenberger sind sowohl die hohe Schwarzenberger: „Wir bieten abendliche Abfahr-Anfahrtsdichte als auch die Laufzeiten dank der ten in Österreich und zugleich die flächendeckendeDoppelbesetzung bislang einmalig am Markt. Zustellung am nächsten Tag, das wissen die Die Basis für den Erfolg der Europaverkehre Kunden zu schätzen.“ Darüber hinaus waren auchist das Partnernetzwerk, das Gebrüder Weiss Sonderfahrten stark nachgefragt. Unter anderemüber Jahrzehnte aufgebaut und gepflegt hat. Mit übernimmt EuroExpress für den Automobilzuliefe-den meisten Transport- und Logistikunternehmen rer Miba in Linz monatlich rund 150 Sonderfahrtenverbindet GW bereits eine langjährige Partner- mit Termingarantie. Solche Fahrten werden vonschaft. Und 2010 gab’s diesbezüglich gleich Miba beispielsweise in der Beschaffung eingesetzt,mehrfach Anlass zu feiern. „Mit unseren Deutsch- um Rohmaterialien rechtzeitig zu erhalten.landpartnern Ascherl & Co., CretschmarCargound Rieck Logistik begingen wir das 20. Jubiläum“,
  21. 21. Aus den Fachbereichen Landverkehre trag über eine 7,5 Hektar große Fläche in Jeneč ist schon unter Dach und Fach“, freut sich Prohaska. Zentral- und Osteuropa Im Anschluss daran wurde bereits mit der Bau- planung gestartet. Der Einzug ist für Herbst 2012 geplant. GW Slowakei Es war vor allem der Aufschwung im Automotive-Sektor, der das Jahr 2010 am GW Ungarn „Mit dem Ergebnis von 2010 bin ich slowakischen Markt prägte. Angetrieben von die- sehr zufrieden“, hält Landesleiter Thomas Schauer ser Entwicklung verzeichnete die GW-Organisation fest. Nachdem es zu Jahresbeginn noch schien, nennenswerte Zuwächse im Import wie im Export. als würde die Wirtschaftskrise weiter andauern, In diesem Zusammenhang verweist Landesleiter wendete sich im zweiten Quartal das Blatt. „Wir Markus Jelleschitz insbesondere auf die steigen- konnten ab diesem Zeitpunkt die Sendungen in den den Sendungszahlen im Sammelgut-Export sowie internationalen Verkehren konsequent steigern bei Teil- und Komplettladungen. Mit der Inbetrieb- und einen neuen Großkunden im Rumäniengeschäft nahme des Logistikterminals in Senec im April 2010 gewinnen.“ Für einen Elektrokonzern habe man eröffneten sich GW Slowakei dann auch neue außerdem die Verteilung ab Polen und Ungarn für Möglichkeiten. Chancen, die prompt genutzt wur- die Region Süd-Osteuropa gestartet. „Alles in allem den, wie Jelleschitz berichtet: „Wir haben im Be- wurden unsere Erwartungen an die Geschäftsent- reich Logistiklösungen gleich mehrere Neukunden wicklung 2010 übertroffen.“ gewonnen.“ So wurde in Zusammenarbeit mit Als „Jahreshighlight“ gilt für Schauer aber der GW Business Unit tectraxx das Kitting, also „zweifellos“ das anspruchsvolle Neukundenpro- die Konfektionierung, für einen großen österreichi- jekt, das in Zusammenarbeit mit dem langjährigen schen Mobilfunkbetreiber übernommen. Und in GW-Partner Honold umgesetzt wurde. „Gemein- enger Kooperation mit GW Maria Lanzendorf führt sam haben wir vom Reifenkonzern Continental den GW Slowakei nun die nationale Verteilung für einen Zuschlag für die komplette Reifen-Lagerlogistik renommierten Werkzeughersteller durch. „Es sowie die gesamte Distributionslogistik in Österreich ist uns gelungen, uns am Markt als zuverlässiger und Ungarn erhalten“, berichtet der Landeschef. Partner für Logistiklösungen zu positionieren – Eigens zu diesem Zweck wurde das Joint Venture und gleichzeitig als Qualitätsdienstleister“, zeigt „Gebrüder Weiss Honold Kft“ mit Sitz in Moson- sich Jelleschitz stolz. magyaróvár gegründet. GW und die deutsche Honold Logistik Gruppe sind als gleichberechtigte Im Nachbarland Tschechien standen die Zeichen Gesellschafter zu je 50 Prozent daran beteiligt. ebenfalls auf Wachstum. Aus Sicht von Harald Honold kümmerte sich vor allem um den Aufbau Prohaska verlief das Geschäftsjahr ausgesprochen und die Implementierung der Reifen-Lagerlogistik, positiv, „sowohl quantitativ als auch qualitativ“. während GW den Aufbau der Distributionslogistik Der Landesleiter von Gebrüder Weiss in Tschechien in Österreich und Ungarn sowie alle administrativen berichtet von einer Steigerung des Sendungsauf- Gründungsformalitäten übernahm. kommens um rund 20 Prozent im Inlandsgeschäft beziehungsweise um zehn Prozent im Bereich der Region Süd-Ost internationalen Verkehre. Des Weiteren sei auch Auch für die Region Süd-Ost erwies sich 2010 als die Nachfrage nach Logistiklösungen gestiegen. äußerst positives Jahr. „Speziell GW Rumänien Um noch bessere Voraussetzungen für Transport- erlebte einen solchen Aufschwung, dass im ersten und Logistikdienstleistungen bieten zu können, Jahr nach der Großinvestition in Bukarest schon fand 2010 die Suche nach einem passenden fast der Break Even erreicht werden konnte“, in- Grundstück für einen neuen Logistikterminal im formiert Thomas Moser, der zuständige Regional- Großraum Prag ihre Fortsetzung – und konnte manager. Fast alle Geschäftsbereiche würden über erfolgreich abgeschlossen werden. „Der Kaufver- dem Niveau von 2009 bilanzieren, „zum Teil wurde
  22. 22. 22  23sogar das Ergebnis von 2008 übertroffen“. Und Region Süd-Westauch die GW-Niederlassung in Bulgariens Haupt- Erich Schafer, der Regionaldirektor Süd, sprichtstadt Sofia sowie die Landesorganisationen in von einem Jahr der wirtschaftlichen Erholung.Mazedonien und in der Ukraine entwickelten sich „Diese Entwicklung hat in den Balkanstaaten zwarlaut Moser sehr gut. Signifikant für die ganze etwas verspätet eingesetzt, dennoch konnten wirRegion sei der Anstieg an Anfragen im Bereich in allen Ländern bis zum Jahresende eine wesent-Logistiklösungen gewesen. liche Verbesserung gegenüber 2009 erzielen.“ Die Umsatz- und Sendungszahlen seien in der RegionIn Rumänien freute man sich über namhafte Neu- zweistellig gewachsen. Die anziehende Konjunkturkunden wie die Romtelekom und den Energiekon- führte darüber hinaus zu einer erhöhten Nachfragezern OMV/Petrom, der mit Jahresende den Auftrag nach Logistiklösungen, wodurch die Auslastungfür ein Logistik-Großprojekt erteilt hatte. Überdies der Lager wesentlich gesteigert werden konnte.investierte die Landesorganisation viel in die Opti- Während Auslandsinvestoren in Kroatien,mierung des nationalen Verteilsystems. „Dieser Bosnien und Slowenien noch eher zurückhaltend‚Inlandsrelaunch‘ hat schon in kurzer Zeit zu einer agierten, nahm die Investitionsbereitschaft indeutlichen Ergebnisverbesserung geführt“, sagt Serbien wieder zu. Westliche Firmen entschiedenMoser. Und das rumänische GW-Netzwerk erhielt sich zur Neugründung, zur Verlagerung oder auchim November 2010 sogar noch Verstärkung: In Sibiu zum Ausbau von Produktionsstätten in Serbien,ging plangemäß der neue Crossdocking-Terminal wovon laut Schafer nicht zuletzt die GW-Landes-in Betrieb. „Damit verfügen wir nun auch in der organisation profitierte: „Mit Falke, Panasonic undLandesmitte über einen Logistikstandort, der sich auch Wacker Neuson haben sich namhafte Unter-auf dem neuesten Stand der Technik befindet.“ nehmen für eine Zusammenarbeit entschieden.“ Ferner wurde auch die Integration der Ende 2009Bei GW Bulgarien wird vor allem die Zusage eines übernommenen Spedition Eurocargo erfolgreichNeukunden, des Elektrokonzerns Bosch Siemens abgeschlossen, die nunmehr unter dem NamenHaushaltsgeräte, ab dem zweiten Quartal 2011 Gebrüder Weiss d.o.o. firmiert. In Kroatien bietetfür eine hohe Auslastung der Logistikflächen am indes eine neue Speditionsanlage mit rund 6.000Standort Sofia sorgen. Gleichzeitig fiel auch schon Palettenplätzen, die 2010 in Zagreb angemietetder Startschuss zur Einreich- und Genehmigungs- und bezogen wurde, bessere Rahmenbedingungenplanung für den Bau eines neuen Terminals in der für Transport- und Logistiklösungen.Metropole. „Und wenn sich die Geschäfte weiterhinso entwickeln wie ab Mitte 2010, wird ein Baube-ginn im Jahr 2012 immer wahrscheinlicher“, fügtThomas Moser hinzu.Mit Blick auf die Ukraine ist für Moser erfreulich,dass bereits über Jahre hinweg mit einer vergleichs-weise kleinen Organisationseinheit die Qualitäts-und Kostenführerschaft im Komplettladungsbereichfür Weltkonzerne wie HP und Porsche gehalten wer-den kann. Und zu guter Letzt ließ GW Mazedonien,das jüngste Mitglied in der Riege der WeissLänder,bereits ein Jahr nach der Firmengründung mit posi-tiven Monatsergebnissen aufhorchen.
  23. 23. Aus den Fachbereichen Air & Sea Transportvolumen und die Zahl der Kunden hätten stark zugenommen. „Wir haben ein wirklich gutes Gefühl, Indientransporte anzubieten: Wir sind Zurück in der Erfolgsspur mit der indischen Organisation eng vernetzt, haben Nach einem holprigen Start entwickelte sich das gute Beziehungen vor Ort aufgebaut und sind Jahr 2010 für Gebrüder Weiss Air & Sea äußerst intensiv am indischen Markt aktiv.“ Ohne Frage erfreulich: Es gelang, ans Rekordjahr 2008 an- seien die Gebrüder Weiss-Niederlassungen in zuknüpfen, man etablierte sich als echter Indien- Europa und das Joint Venture auf dem Subkonti- Experte, und auch das internationale Netzwerk nent näher zusammengerückt. „Wir sind in Indien wurde gezielt gestärkt. angekommen“, freut sich der Air & Sea-Chef. Groß war die Zuversicht, dass nach all den Turbulenzen 2009 zum Jahreswechsel ein wirt- Akzente im Partnernetzwerk schaftlicher Umschwung einsetzen und wieder Neue Landesorganisationen in Form von Beteili- positive Impulse bringen würde. Doch diese Hoff- gungsgesellschaften wurden 2010 keine aufgebaut. nungen sollten sich zunächst nicht erfüllen, be- Stattdessen konzentrierte sich GW Air & Sea da- richtet das für Air & Sea zuständige Vorstandsmit- rauf, die Strukturen in bestehenden Ländern zu glied Heinz Senger-Weiss: „Fast das gesamte optimieren. Beispielsweise wurde in Atlanta, USA, erste Halbjahr 2010 war sehr schwierig, vor allem wo Weiss-Röhlig bisher nur mit einer Repräsentanz in Europa, aber auch in Übersee.“ Das Sendungs- vertreten war, ein operatives Büro eingerichtet. aufkommen hatte zwar schon zu Jahresbeginn Und auch im nördlichen China, in den Regionen zugenommen, aber die Margen waren sehr klein. Liaoning und Jilin, eröffnete Gebrüder Weiss wei- Zum einen stiegen die Preise im Einkauf, was tere Standorte. für die angeschlagenen Reedereien und Airlines „Zudem haben wir viele Länder speziell im durchaus wichtig war, allerdings bewegten sich Nahen Osten und in Nordafrika mit Netzwerkpart- die Verkaufspreise krisenbedingt noch auf einem nern erschlossen“, erläutert Heinz Senger-Weiss. viel zu niedrigen Niveau. Als die Konjunktur an- Nordafrika stand deshalb im Fokus, da sich bereits zog, dauerte es seine Zeit, bis sich dies wieder abgezeichnet hatte, dass so manches westliche auf ein normales Maß einpendelte. Im Juni kam Unternehmen seine Produktion von Asien nach endlich Land in Sicht. „Die Situation verbes- Afrika verlagern würde, um näher am europäischen serte sich derart, dass mit Jahresende 2010 all Markt zu sein. „Die politischen Umbrüche, die unsere Kennzahlen an das bisherige Rekordjahr erst 2011 begannen, haben uns natürlich zu einer 2008 heranreichten – oder es sogar übertreffen gewissen Strategieänderung bewogen,“ so Heinz konnten“, zeigt sich Heinz Senger-Weiss höchst Senger-Weiss, „aber wir erachten es als wichtig, zufrieden mit der weiteren Entwicklung. unsere Beziehungen zu den Partnern gerade in schwierigen Zeiten aufrechtzuerhalten.“ Er glaube In Indien angekommen an die Region und daran, „dass sie sich – in wel- 2009 hatte sich Gebrüder Weiss gemeinsam mit cher Form auch immer – weiterentwickeln wird und starken Partnern auf dem indischen Subkontinent die Demokratiebestrebungen langfristig eine ge- selbstständig gemacht. Seit der Gründung von wisse Stabilität bringen werden.“ Weiss-Röhlig Indien stehen dem weltweiten Netz- werk nun 15 Niederlassungen in den wirtschaft- Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Russland lichen Zentren des Landes und ein eingespieltes und die sogenannten CIS-Staaten. Auch diese Team von Transportexperten zur Verfügung. Die Märkte bediente Gebrüder Weiss über Agenten. Bilanz, die Heinz Senger-Weiss nach dem ersten „2010 haben wir begonnen, gezielt Maßnahmen Jahr zieht, fällt äußerst positiv aus. GW habe zu setzen um die Beziehungen zu vertiefen und sich am Markt als Indienspezialist etabliert, das entsprechend den Anforderungen unseres
  24. 24. 24  25weltweiten Netzwerks bessere Rahmenbedingun- IT setzt neue Maßstäbegen zu schaffen“, informiert Joe Lässer, der bei 2010 wurde auch die Einführung der neuen Air &Air & Sea für die Entwicklung des weltweiten Netz- Sea-Software abgeschlossen. Die leistungsfähigewerkes verantwortlich ist. In erster Linie stan- IT-Lösung, mit der Abläufe konzernweit verein-den dabei Lösungen für die Ballungszentren im heitlicht und optimiert werden, sorgt mittlerweileWesten im Vordergrund, allen voran Moskau und sowohl in Europa als auch in Übersee für rundumSt. Petersburg, des Weiteren ging es aber auch zufriedene Gesichter. „So konnten in einigendarum, landesweite Transporte sowie die Betreu- Niederlassungen Produktivitätssteigerungen vonung der umliegenden CIS-Staaten sicherzustellen. bis zu zehn Prozent verzeichnet werden und auchDabei handle es sich um kein kurzfristiges Projekt, die Qualität verbesserte sich deutlich“, berichtetergänzt Lässer, sondern dies sei der Beginn ei- Michael Büchele, von Seiten Air & Sea für diesesnes steten, nachhaltigen Entwicklungsprozesses. Projekt verantwortlich. Darüber hinaus gewähr- leistet die Software einen schnelleren, einfacherenZehn Jahre Weiss-Röhlig Zugang zu den immer umfangreicheren Vorschrif-Ein solcher Entwicklungsprozess wurde auch vor ten, Richtlinien und Regularien des internationalenzehn Jahren in Gang gesetzt, als sich Gebrüder Transports. Nicht zuletzt aufgrund immer höhererWeiss mit dem Bremer Spediteur Röhlig zusam- Sicherheitsstandards ist es schwierig, den Über-mentat, um gemeinsam optimale weltweite Ver- blick zu behalten. Moderne Technik bietet hierbeibindungen zu schaffen. Im Jubiläumsjahr 2010 perfekte Unterstützung.zieht Heinz Senger-Weiss einmal mehr ein posi-tives Fazit: „Unsere Zusammenarbeit ist und Zu groß für den Container?bleibt eine Erfolgsgeschichte – und bildet ein Im WeissLand legte GW Air & Sea 2010 einenstarkes Fundament für die Herausforderungen Schwerpunkt auf den Geschäftsbereich Projekt-der Zukunft.“ geschäft und Break Bulk. Mit dem Ziel, ein Pen- dant zu den erfahrenen Projektteams in China und anderen Ländern in Übersee zu bilden, wurde ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet ins Boot geholt. Seine Aufgabe wird sein, ein größe- res, schlagkräftiges Team aufzubauen und in der Organisation zu verankern. Harry Kostial, dem dieser neue Geschäftsbereich untersteht, freut sich: „Angesichts der langen Vorlaufzeit, die bei solchen Transporten üblich ist, hatte man in diesem Bereich eine gewisse Aufbauphase ein- kalkuliert. Umso positiver überraschte, dass schon nach kürzester Zeit einige spannende Aufträge gewonnen werden konnten.“
  25. 25. Aus den Fachbereichen Logistik Der Einsatz trug Früchte: Als die Entscheidung für den neuen Logistikdienstleister anstand, fiel die Wahl auf Gebrüder Weiss. „Aus dem Zusammen- 360 Grad spiel aller involvierten GW-Mitarbeiter entstand ein Ein Paradeprojekt zeigte 2010 eindrücklich, wie Gesamtkonzept, mit dem wir schlussendlich ge- eng orange Abteilungen, Niederlassungen, Ge- punktet haben“, ist Harry Stiastny sichtlich stolz. schäftsbereiche und Tochterunternehmen zusam- Denn der Kunde habe damit einen Ansprech- menarbeiten, wenn es gilt, eine bedarfsorientierte partner für sämtliche Belange erhalten – von der Logistiklösung zu entwickeln und eine ganzheit- Beschaffung über die Lagerung bis zur Verteilung. liche Kundenbetreuung zu gewährleisten. Als entscheidend für den Projekterfolg bezeich- „Kunden dort abzuholen, wo ihre Bedürfnisse net der Logistikchef aber nicht zuletzt die gute sind, und mit Blick über den Tellerrand maßge- Beziehung zwischen allen Beteiligten: „Uns war es schneiderte Lösungen zu schaffen“, bekräftigt ein Anliegen, dem Management und den einge- Harry Stiastny, der verantwortliche Systemmana- bundenen Mitarbeitern beim Kunden nicht nur auf ger Logistik, „genau das spiegelt unsere Konzern- fachlicher, sondern auch auf persönlicher Ebene strategie im Bereich Logistik wider.“ Ganz in zu begegnen.“ So wurde eine starke Vertrauens- diesem Sinne engagierte sich Gebrüder Weiss im basis für die Zusammenarbeit und gleichzeitig die Jahr 2010 für einen Schweizer Hersteller von Reise- Voraussetzung für eine stete Weiterentwicklung adaptern. Als das Unternehmen infolge des rasan- der Logistikpartnerschaft geschaffen. ten Wachstums zunehmend an die Grenzen der bestehenden Logistikstrukturen stieß und es da- rum ging, die Logistik auf neue Beine zu stellen, war Gebrüder Weiss zur Stelle. „Die Anforderungen dieses Kunden erstreck- Gebrüder Weiss-Paketdienst ten sich im Prinzip auf das gesamte Leistungs- portfolio des Konzerns“, schildert Stiastny die Ausgangssituation. Das Unternehmen ist in der Pakete im Hoch Schweiz ansässig, lässt in Thailand produzieren, Der Gebrüder Weiss Paketdienst verbuchte 2010 die Lieferanten sitzen sowohl in Asien als auch einen Umsatz von über 122 Millionen Euro und in Europa und das Produkt wird weltweit in mehr konnte damit um rund 3 % zulegen. als 60 Ländern vertrieben. Gefragt war also eine Das erste Jahr von Andreas Winkelmayer und in sich stimmige Logistiklösung. seinem Führungsteam an der Spitze des Gebrüder Dies verlangte nach einem allumfassenden Weiss-Paketdienstes erwies sich als äußerst Ansatz – und der gebündelten Kraft der GW- erfolgreich. „Auf das schwierige Jahr 2009 folgte Organisation. Um dem Kunden eine „Rundum- unerwarteterweise ein Jahr mit erstaunlichem Betreuung“ bieten zu können, wurden mehrere Wachstum“, berichtet der GWP-Geschäftsführer, Abteilungen, Niederlassungen und Geschäfts- speziell im zweiten Halbjahr habe das Geschäft bereiche ins Boot geholt: Air & Sea für die Luft- und stark angezogen. Insgesamt wurden 37,5 Millionen Seefrachtanforderungen, GW Lauterach für die Pakete befördert – 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Lagerlogistik sowie den Landverkehr, DPD für den Satte Zuwächse brachte vor allem der Export. In Paketversand. Zudem hatte der Kunde bereits im diesem Bereich verzeichnete der Paketdienst ein Vorfeld die GW-Tochter x|vise als Berater hinzuge- Plus von 12,5 Prozent, was in erster Linie mit den zogen. Gemeinsam zerbrachen sich die Transport- stark gestiegenen Paketmengen nach Deutschland und Logistikexperten den Kopf darüber, wie die zusammenhing. Winkelmayer und sein Team sind Prozesse entlang der kompletten Lieferkette des sich einig: „Für DPD sind die guten Zahlen ein Signal Schweizer Unternehmens optimal gestaltet dafür, dass wir unsere Kunden auch über Krisen- werden könnten. zeiten hinaus zuverlässig bedienen können.“
  26. 26. 26  27 Logistik für Wein & CO: Perfekten Service bietet Entwicklungsmöglichkeiten in bestehenden undDPD seit Jahren für Winzer und Weinhändler. Fast angrenzenden Geschäftsfeldern.“200.000 Weinkartons, von der Magnumflasche bis Wertvolle Zukunftsinvestition: Um Qualitäts-zum 12er-Karton, wurden 2010 versandt, Tendenz und Personalmanagement enger zu verzahnen, densteigend. Weinliebhaber wissen ihre edlen Tropfen Fokus der Zusammenarbeit zu erweitern und umhier in guten Händen. Denn auf die richtige Ver- voneinander lernen zu können, initiierte der GWPpackung und den sicheren, schonenden Transport 2010 ein Programm für Nachwuchsführungskräfte.wird großer Wert gelegt. Seit Herbst ist der Paket- „Neben dem generellen Austausch zwischen ver-dienst für die Fachhandelskette Wein & CO auch schiedenen Fachbereichen und Depots steht dabeiinternational im Einsatz. „Neben Österreich be- vor allem die frühzeitige Entwicklung von Führungs-liefern wir hauptsächlich Kunden in EU-Ländern, kompetenzen zur Vorbereitung auf etwaige Leitungs-allen voran Deutschland“, so Andreas Winkelmayer. funktionen im Mittelpunkt“, informiert AndreasDer internationale Versand werde immer wichtiger: Winkelmayer. Die elf Teilnehmer – darunter auch„War zu Beginn der DPD-Weinlogistik im Jahr 1996 vier Damen – aus allen GWP-Depots sowie vomder Exportanteil noch sehr gering, geht mittler- Customer Care Center dicall wurden von ihrenweile schon fast ein Drittel unserer Weinkartons Vorgesetzten nominiert und werden nun insgesamtins Ausland.“ Hauptzielländer seien vor allem die drei Jahre lang gemeinsam lernen. „Solche Aus-österreichischen Nachbarn. bildungsprogramme sind nicht nur eine wichtige Nr. 1 der Handyanbieter: Zu den Kunden von Investition in die Zukunft unserer Mitarbeiter, son-DPD beziehungsweise des Expressdienstleisters dern auch ein Garant für die nachhaltige Markt-primetime gehören nun alle Mobilfunkanbieter absicherung von GWP“, ist Winkelmayer überzeugt.Österreichs: Seit 2010 vertraut auch T-Mobile beim Daneben nimmt aber auch die Lehrlingsaus-Versand seiner Handypakete auf seine Dienste. bildung einen besonderen Stellenwert ein: DerzeitRund 20.000 Pakete pro Monat erreichen via prime- absolvieren beim Gebrüder Weiss-Paketdienst intime innerhalb von 24 Stunden ihren Bestimmungs- Vorarlberg und Leopoldsdorf vier junge Damen ihreort. Kombiniert wird der klassische Paketversand Lehre zur Bürokauffrau, ein Jugendlicher wird imlaut Daniel Neumann, Geschäftsführer WLS prime- Bereich Lagerlogistik ausgebildet. Zukünftig werdentime, mit Zusatzservices: „Zum Einsatz kommen auch die Depots in Leobendorf und Graz-Kalsdorfneben Express-Varianten, die Shops und Partner von die Lehrlingsausbildung forcieren.T-Mobile beispielsweise die Zustellung am Folge- Grün geschnürte Pakete: Politiker, Logistiker,tag bis 9 Uhr garantieren, der Versand per Nach- Vertreter der Grazer Energieagentur, Fahrzeug-nahme, Identitätsprüfungen und Vertragsretouren.“ hersteller sowie zahlreiche Transportunternehmer Die flexiblen Zustellvarianten und Zusatzservices folgten im Juli der Einladung von Christian Pabst,sind die ideale Antwort auf die Anforderungen des Umweltbeauftragter bei DPD und Depotleitererfolgreichen österreichischen Mobilfunkanbieters. in Graz-Kalsdorf, um gemeinsam Wege in eine Hermes-Kooperation erweitert: Bereits seit umweltfreundliche Zukunft zu erörtern. Bereits 2008Sommer 2009 arbeitet primetime mit der Hermes nahm das GWP-Depot bei Graz einen Mercedes-Logistik Gruppe (HLG) zusammen. Dabei übernimmt Benz Sprinter NGT in seinen Fuhrpark auf, umprimetime als deren Dienstleister die Abwicklung Erfahrungen mit Erdgasfahrzeugen zu sammeln.der Privatpakete, die Abholung in den HLG-Shops, Die Bewährungsprobe wurde damals mit BravourVersandhandelsretouren sowie die Kofferlogistik. bestanden, bis Jahresende waren dann bereits„Hermes wird auch künftig sein PaketShop-Netzwerk fünf Sprinter im Einsatz. „Und wir unterstützen aucheigenständig betreuen und dieses auf bis zu 1.600 unsere Fahrer und Frächter dabei, auf umwelt-Shops ausbauen“, berichtet Andreas Winkelmayer. freundliche Erdgas- oder Elektrotransporter um-Mit der langfristigen Absicherung der Kooperation zusteigen“, betont Pabst.stehe DPD nun die Nutzung der Hermes-Shopsoffen. „Damit bieten sich uns entsprechende
  27. 27. Aus den Fachbereichen Tochterunternehmen bekommen.“ Und x|vise könne gleich eine Reihe von leicht zu handhabenden, praxiserprobten Tools und Marken bieten, die dabei helfen, Transportnetzwerke opti- mal zu nutzen. Die Logistikberater zeigen sich jeden- falls überzeugt, dass die Transportoptimierung auch x|vise mittelfristig ein großes Thema bleiben wird. Fitness fürs Transportnetzwerk Die Logistikberater von x|vise bewiesen 2010, dass sich Transportnetzwerke von Verladern mit einfachen Mitteln fit für die anstehenden Heraus- forderungen machen lassen. Nach der großen Flaute nahm die Wirtschaft inet-logistics endlich wieder Fahrt auf. Die Auftragsbücher füll- ten sich, die übervollen Lager konnten abgebaut werden. So manches Unternehmen nahm diese inet goes international Entwicklung zum Anlass, sich näher mit seiner Das Softwareunternehmen trieb 2010 seine Inter- Logistik auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stand nationalisierung weiter voran und wagte den Sprung dabei laut Harry Stiastny, Geschäftsführer von x|vise, nach Asien. Der neue Standort in Thailand bildet für insbesondere der Bereich Transportoptimierung. inet nicht nur das Tor zum gesamtasiatischen Markt, So zogen 2010 einige renommierte Betriebe sondern auch das Kompetenzzentrum für Telematik. die Logistikexperten von x|vise zu Rate, um Opti- Im elften Jahr des Bestehens eröffnete inet mierungsfragestellungen im Transportbereich zu die erste Niederlassung außerhalb Europas. Von behandeln. „Beispielsweise ergab sich in diesem Udon Thani aus, einem Handelszentrum und Ver- Bereich eine Zusammenarbeit mit der in Wien an- kehrsknotenpunkt im Nordosten Thailands, will die sässigen Trinkservice GmbH, die unter anderem GW-Tochter nun den gesamten asiatischen Markt für die Ottakringer Brauerei und Vöslauer Mineral- für Transport Management Systeme (TMS) erobern. wasser diverse Service- und Logistikaufgaben „In unserem Fokus stehen naturgemäß die aufstre- durchführt“, informiert Stiastny. Außerdem sind die benden Wirtschaftsgrößen China und Indien“, be- x|vise-Consultants für den Vorarlberger Baustoff- richtet inet-CEO Oswald Werle, „außerdem sehen hersteller Röfix tätig geworden. wir in Singapur entsprechendes Potenzial für unsere „In Anbetracht des härter werdenden Wett- Lösungen.“ Gestartet wurde mit einem siebenkö- bewerbs und sich ändernder gesetzlicher Rahmen- pfigen Team von einheimischen Software Engineers bedingungen nimmt die Komplexität in den Trans- und Verkäufern unter der Leitung des Wahlthai- portnetzwerken stetig zu“, begründet Harry Stiastny länders Ralph Müller, der vor zwölf Jahren seiner das hohe Kundeninteresse. Ob historisch ge- deutschen Heimat den Rücken gekehrt hat. Wei- wachsene Transportnetzwerke, die kaum optimiert teres Wachstum sei bei inet Thailand bereits vor- wurden, kontinuierlich steigende Logistikkosten programmiert, so Werle. „Schon 2011 möchten wir oder großes Mengenwachstum, neue Standorte, in Asien doppelt so viele Mitarbeiter beschäftigen.“ Märkte und Kunden – die Herausforderungen, denen In Thailand befindet sich darüber hinaus auch Betriebe gegenüberstehen, sind vielfältig. In jedem das Kompetenzzentrum Telematik. So wurde das Fall mache es Sinn, die Transportorganisation gezielt neueste, 2010 präsentierte Produkt aus diesem zu überprüfen, sagt Stiastny: „Denn mit den pas- Bereich, „inet Telematik“, zur Gänze in Udon Thani senden Werkzeugen lassen sich schon in kurzer entwickelt. Dabei handelt es sich um eine auf dem Zeit ungenutzte Verbesserungspotenziale ermitteln globalen Positionierungssystem (GPS) basierende und die steigenden Anforderungen in den Griff Lösung, die eine punktgenaue Ortung ermöglicht.
  28. 28. 28  29inet stellt Unternehmen damit ein leistungsstarkes Gebrüder Weiss Rail CargoWerkzeug für modernes Flottenmanagement, zeit-nahes Asset Tracking, Diebstahlsicherung inklu-sive Videoaufzeichnung sowie Arbeitszeiterfassung Teamworkunter schwierigen Umgebungsbedingungen zur Österreichs größter Mineralölraffinerie standVerfügung. Werle sieht in „inet Telematik“ eine im Frühjahr 2010 eine routinemäßige Sicherheits-optimale Erweiterung des bewährten Transport prüfung ins Haus. Während der umfassendenManagement Systems – und zugleich ein starkes Wartungsarbeiten versorgte Gebrüder Weiss RailSignal an die internationalen Kunden: „Wir haben Cargo gemeinsam mit Partnern den Flughafenunser TMS durch eine wichtige funktionale Kom- Schwechat mit Kerosin.ponente verstärkt und sind einmal mehr dem Ruf Fast 200 Fußballfelder misst das Betriebsge-als Technologieführer gerecht geworden.“ lände der Raffinerie in Schwechat. Jährlich werden Überhaupt kann Oswald Werle zufrieden sein hier an die neun Millionen Tonnen Rohöl verarbeitetmit dem Verlauf von 2010. „inet hat sich insgesamt und unter anderem in Form von Kerosin auch ansehr gut entwickelt und ist um mehr als 20 Prozent den nahegelegenen Flughafen geliefert. Den soge-gewachsen“, konstatiert der CEO. Unter anderem nannten „Shutdown“, das Abschalten dieser An-konnten Großprojekte für Fiege Logistik Schweiz lage, hatte der Erdöl- und Erdgaskonzern OMV vonund MAN Nutzfahrzeuge erfolgreich abgeschlossen langer Hand vorbereitet. Plangemäß wurden amwerden. Zudem stieg die Nachfrage nach Business 13. Mai 2010 rund 40 Prozent der Raffinerie für eineConsulting, im Zuge dessen Unternehmen von routinemäßige, gesetzlich vorgeschriebene TÜV-der Logistikanforderung bis hin zur Transportma- Überprüfung außer Betrieb genommen. 1.800 zu-nagement-Lösung begleitet werden. Vor diesem sätzliche Facharbeiter unterzogen in den folgendenHintergrund wird die internationale Expansions- sechs Wochen die wesentlichen Anlagenteile einerstrategie konsequent fortgeführt. Nächste Station eingehenden Inspektion, Reinigung und Instand-ist Brasilien, dort soll 2011 eröffnet werden. haltung. Für die Dauer der Sicherheitsprüfung trug die Bahnspedition von Gebrüder Weiss ihren Teil da- zu bei, dass der Flughafen Schwechat regelmäßig mit Flugzeugtreibstoff beliefert wurde. „Gemein- sam mit unseren Partnern Rail Cargo Austria und Slovenske železnice haben wir den Transport von rund 60.000 Tonnen Kerosin von Koper nach Groß Schwechat bewerkstelligt“, informiert Walter Dolezal, Geschäftsführer von Gebrüder Weiss Rail Cargo. Das Projekt habe exaktes Timing erfordert – sowohl in der Planung als auch in der Umsetzung. „Doch mit einer guten Lösung konnten wir uns gegenüber dem Mitbewerb durchsetzen und den Auftrag auch zur vollsten Zufriedenheit unseres Kunden abschließen.“ Gesamthaft betrachtet war das Güterverkehrs- aufkommen von GW Rail Cargo auf der Schiene 2010 rückläufig. Als Grund dafür nennt Dolezal das Krisenjahr 2009, das noch spürbar nachwirkte. „Alles in allem beförderten wir an die 800.000 Tonnen, wobei die Empfangsländer immer öfter in Süd- und Südosteuropa zu finden sind.“
  29. 29. Aus den Fachbereichen dicall Gutscheins für ein individuelles, von uns durch- geführtes Telekommunikationsseminar bedacht“, berichtet Maurer. dicall habe bereits die ersten Mehr als ein Dienstleister Trainings abgeschlossen und sehr positives Bei dicall glühten auch 2010 die Telefondrähte. Feedback erhalten. „Von mehreren Seiten sind Doch das Customer Care Center ist weit mehr als Folgeseminare gewünscht worden.“ „nur“ ein Kommunikationsdienstleister. Florian Maurer beschreibt 2010 als gutes Jahr für die Branche: „Outsourcing gewann zunehmend an Bedeutung, gleichzeitig erholten sich die Preise wieder, die im vergangenen Jahr noch massiv ge- fallen waren.“ Der Leiter des Customer Care Center dicall weiß außerdem davon zu berichten, dass tectraxx High Tech Logistics Telefondienstleister mittlerweile verstärkt in die Un- ternehmensprozesse ihrer Auftraggeber integriert werden. „Statt einfacher Telefonvermittlung ist High-Tech-Tor nach Osteuropa immer häufiger kompetente Unterstützung bei der Zu Jahresbeginn 2010 hat tectraxx seinen Aktions- Kundenbetreuung gefragt“. radius erweitert. Als neuer Partner des Logistik- Diesem Trend ist dicall weit voraus: Schon netzwerks Teneso erschließt die Business Unit von seit einigen Jahren werden im Rahmen der Partner- Gebrüder Weiss international tätigen Technologie- schaft mit dem Gebrüder Weiss-Paketdienst ge- unternehmen jetzt auch die zentral- und osteuro- wisse Kundengruppen von den Mitarbeitern des päischen Märkte. Customer Care Center in Eigenregie betreut. Derzeit Wenn es darum geht, Lagerung, Distribution sind es knapp 10.000 Paketkunden – Tendenz stei- und technisch anspruchsvolle Dienstleistungen gend. Die enge Zusammenarbeit erstreckt sich auch unter einen Hut zu bekommen, laufen die Logistiker auf andere Unternehmensbereiche. So entwickeln von tectraxx zu Höchstform auf. Für zahlreiche die Partner gemeinsam effiziente Werkzeuge für die Elektronikkonzerne, Telekom-Unternehmen sowie tägliche Arbeit im Customer Care Center. Im Zuge Versandhäuser hat die GW Business Unit bereits dessen hat dicall 2010 optimale technische Un- österreichweite Konzepte umgesetzt. Durch eine terstützung für den Outbound-Bereich erhalten. Kooperation mit der paneuropäischen Logistik- „Wir haben eine neue Software eingeführt, um aus- Allianz Teneso sind im Jahr 2010 auch grenzüber- gehende Anrufe besser handhaben zu können“, schreitende Aktivitäten in den Vordergrund gerückt: berichtet Maurer. Die Eigenentwicklung der F&E- Zum 1. Januar übernahm tectraxx im Netzwerk Abteilung des GWP sorgt nun für eine schnellere die Betreuung des österreichischen Marktes sowie Abwicklung und effizientere Verwaltung. von elf zentral- und osteuropäischen Ländern. Darüber hinaus wurde dicall im vergangenen „Wir bieten für Tschechien, die Slowakei, Jahr auch für den Mutterkonzern aktiv. „Für ver- Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien, schiedene GW-Niederlassungen haben wir die Mazedonien, Rumänien, Bulgarien und Polen Terminkoordination der Außendienstmitarbeiter maßgeschneiderte Gesamtlösungen an“, erklärt übernommen“, informiert Florian Maurer. Alles Gerald Marx, bei tectraxx für den Bereich Business in allem führte dicall im Jahr 2010 an die 600.000 Development Eastern Europe verantwortlich, „die Telefonate, die Callcenter-Agents brachten es da- von der Ein- und Auslagerung inklusive Kommis- bei auf rund 850.000 Gesprächsminuten. sionierung über die Abholung und Zustellung bis hin Auch mit den Erfolgen im Geschäftsfeld zum Aufstell- und Montageservice alles beinhalten.“ Training zeigt sich der dicall-Leiter zufrieden. „Unter Kunden können dabei auf einen ebenso hohen anderem hat der Gebrüder Weiss-Paketdienst seine Standard wie in Österreich vertrauen. „Sie profitieren Key Accounts mit einem Treuebonus in Form eines nicht nur von einem einheitlichen Servicegrad und
  30. 30. 30  31Tarif, sondern auch von einer zentralen Anlaufstelle Branchenlösung leisure+sports logistics zunehmendfür das gesamte CEE-Geschäft.“ Und was den an Bedeutung. Im vergangenen Jahr wurden bereitsTransport betrifft, kommt High-Tech-Unternehmen mehrere Sportartikelhersteller, darunter Adidas,der „orange Heimvorteil“ zugute. Das ebenso dichte Reebok und Burton, logistisch in die Balkan-Regionwie leistungsfähige Netzwerk von Gebrüder Weiss begleitet. „Nachdem Gebrüder Weiss sein Netz-stellt sicher, dass Güter prompt weitergeleitet wer- werk in diese Länder ausgedehnt hat, verfügen wirden und ist dabei äußerst kosteneffektiv. dort über leistungsfähige und qualitativ hochwertige Als Teneso-Partner führte tectraxx im ver- Logistikstrukturen“, so Bannwarth. Kunden würdengangenen Jahr in erster Linie Aufträge aus dem beispielsweise IT-Standards wie Sendungsverfol-Geschäftssegment medizintechnische Produkte gung oder optische Archivierung erwarten. „Solchedurch. Als wichtigsten Markt bezeichnet Marx Anforderungen können wir zuverlässig erfüllen.“erwartungsgemäß noch Österreich, „wo wir für die Punkten kann leisure+sports logistics darüber hin-Branchengrößen Beckman Coulter und Fresenius aus mit hoher Zollkompetenz. Laut BannwarthMedical Care zahlreiche Sendungen abwickelten.“ macht sich einmal mehr bezahlt, dass der KonzernÜber die Grenzen hinaus sei tectraxx insbesondere seit jeher viel in diesen Bereich investiert hat. „Dennin Tschechien und Ungarn tätig gewesen. Ganz unnötige Zeitverzögerungen wegen der Verzollungoben auf der Agenda für 2011 steht nun die aktive sind in dieser Branche schlichtweg nicht tolerierbar.“Marktbearbeitung in Zentral- und Osteuropa. Überdies werden für die Key Accounts viertel-Gute Chancen – gerade angesichts des jüngsten jährliche Meetings mit den VertriebsorganisationenAufschwungs in der Region – rechnet sich der der jeweiligen Länder abgehalten, um den individu-High-Tech-Logistiker neben der Medizintechnik ellen Ansprüchen gerecht zu werden und gleichzeitigunter anderem im Fitnesssektor und bei Geldauto- ein Verständnis für deren interne Abläufe zu bekom-maten aus. men. In der Folge hat leisure+sports logistics 2010 sein Portfolio gezielt erweitert: um verschiedens- te Services wie europaweite Fixtermin-Lieferungen bis hin zur Verbringung der gelieferten Produkte im Shop. Bei aller Begeisterung für den Sport liegt dem Team um Klaus Bannwarth auch die Zukunft jungerleisure+sports logistics Athleten mit Handycap am Herzen. leisure+sports logistics hat 2010 erneut den Niederösterreichischen Versehrtensportverband als Hauptsponsor unter-Immer in Bewegung stützt – und wird an diesem Engagement weiterhinDer anhaltende Trend zu mehr Bewegung, ideale festhalten. „Was die Mitglieder des NÖVSV leisten,Wetterbedingungen und die Fußball-WM in ist in jeder Hinsicht bewundernswert“, sagt derSüdafrika gaben dem Sportartikelhandel Auftrieb. Produktmanager. „Wir können stolz darauf sein,leisure+sports logistics hatte die passenden dass sie unser Unternehmen international vertreten.“Logistiklösungen parat und ebnete der Branche Bei den Paralympics 2010 in Vancouver holten dieden Weg auf den Balkan. Ausnahmesportler fünf der insgesamt elf österrei- Österreichs Sporthändler verzeichneten im chischen Medaillen.Jahr 2010 mit einem Plus von 3,3 Prozent sogarnoch stärkeres Wachstum als der insgesamt flo-rierende Einzelhandel. In Zentral- und Osteuropadauerte es laut Klaus Bannwarth zwar etwas länger,bis die Kauflust wieder zurückkehrte, „aber imvierten Quartal ging’s dann ebenfalls aufwärts.“Das CEE-Geschäft gewinnt für den Leiter der GW-
  31. 31. Aus den Fachbereichen automotive logistics Außerdem ließe sich die weitere Entwicklung, auch in der Boom-Region Asien, nur schwer vorher- sehen. Fest steht indes, dass Autobauer künftig Wie Phönix aus der Asche verstärkt dort produzieren wollen, wo Wachstum Nach den Ereignissen des Vorjahres waren die ist. „Die Zulieferer haben fast keine andere Wahl Aussichten für die Automobilbranche nicht sehr als mitzuziehen, und den Logistikern eröffnen rosig. Das Gespenst der Krise verschwand aller- sich dadurch neue Chancen“, lautet das Fazit des dings so schnell wie es aufgetaucht war. Und für Automotive-Managers. So ist GW 2010 erstmals das Competence + Solutions Center automotive für einen deutschen Automobilkonzern in China logistics taten sich neue Chancen auf. tätig geworden. Während im Jahr 2009 noch jedes fünfte der weltweit 100 größten Unternehmen rote Zahlen geschrieben hatte, wurde 2010 für viele Hersteller und Zulieferer zum profitabelsten ihrer Geschichte. Der Konjunkturmotor lief vor allem in China und anderen asiatischen Ländern wie Indien auf Hoch- touren. Flexible Beschäftigungsmodelle und Pro- Zolldienstleistungen duktionsabläufe erlaubten, prompt auf Marktanfor- derungen reagieren zu können, und schon bald steuerten Zulieferer wie Branchenprimus Bosch Ausgezeichnet zuverlässig oder die deutschen OEMs VW, Audi und Daimler 2010 haben die nationalen Zollbehörden GW- wieder auf Rekordumsätze zu. Niederlassungen und Tochterunternehmen in Kundenbeziehungen hätten sich sowohl wäh- Deutschland, Slowenien, Rumänien, Bulgarien und rend als auch nach der Krise gefestigt, berichtet Kurt Ungarn das EU-Gütesiegel für eine vorbildliche Pichler, Leiter Business Development Automotive, Zollabwicklung verliehen. „sodass wir vom überraschenden Aufschwung Mit 1. Januar 2008 hat die Europäische Union profitieren konnten.“ In Bratislava beispielsweise den sogenannten AEO-Standard eingeführt. lief eine neue Generation von Premium-Fahrzeugen Die Abkürzung steht für „Authorised Economic vom Band, den enormen Mengenzuwachs eines Operator“ (auf Deutsch: „Zugelassener Wirtschafts- Zulieferkunden meisterte Gebrüder Weiss Slowakei beteiligter“). Mit diesem Zertifikat zeichnen die souverän. Zudem nahm zum Jahresende ein Distri- Zollbehörden der 27 EU-Mitgliedsstaaten jene butionscenter eines namhaften deutschen Reifen- Unternehmen aus, die im Umgang mit Zollgütern produzenten in Westungarn seinen Betrieb auf, strenge Vorgaben erfüllen. „Dazu gehören unter das GW als Joint-Venture-Partner operativ führt. anderem die lückenlose Einhaltung der Zollvor- Und gleich von zwei großen deutschen Zulieferern schriften, eine ordnungsgemäße Buchführung, der konnte automotive logistics Erstaufträge an Land Nachweis der Zahlungsfähigkeit sowie dem inter- ziehen. „Einerseits geht es dabei um Seefracht nationalen Standard entsprechende Organisations- zwischen China und Europa, andererseits um Land- abläufe“, führt der GW-Zollverantwortliche Thomas transporte von und nach Ungarn“, erklärt Pichler. Zeillinger aus. Nicht zuletzt wurde eine Partnerschaft mit einem Nachdem Gebrüder Weiss 2008 als erstes international erfolgreichen Automobillogistiker auf Unternehmen Österreichs das AEO-C-Zertifikat er- den Weg gebracht. hielt, dürfen sich seit vergangenem Jahr auch die Die Räder drehen sich wieder. Und Experten Landesorganisationen in Deutschland, Slowenien, gehen davon aus, dass 2011 etwa ein Drittel der Rumänien, Bulgarien und Ungarn sowie die GW- Branche ein Umsatzplus von mehr als 15 Prozent Tochter Weiss Ocean + Air Cargo in Hamburg als einfahren wird. Der Kosten- und Wettbewerbsdruck „Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte für Zollverein- sei allerdings nach wie vor enorm, weiß Pichler. fachungen“ bezeichnen. 2011 werden dann alle
  32. 32. 32  33europäischen Konzernniederlassungen entspre- Aus- und Weiterbildung unserer Personalentwicklerchend zertifiziert sein. gefördert“, erläutert Helmut Schöpf. Dieses Engage- „Mit diesem Gütesiegel bescheinigen uns die ment trage jetzt Früchte: „Mittlerweile verfügenBehörden, ein besonders zuverlässiger Partner wir über die notwendige Kompetenz, um solcheim Zollbereich zu sein“, verdeutlicht Zeillinger. Das Ausbildungen auf hohem Niveau mit eigenensei einerseits ein wichtiges Signal an bestehende Ressourcen durchführen zu können.“ Als positivenKunden, andererseits ein mitunter wesentlicher Nebeneffekt hebt Schöpf hervor, dass dadurch auchPunkt bei Ausschreibungen im Bereich Transport in wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Schulungs-und Logistik. Der Erhalt des Zertifikats bringt aber bedarf weiter vollständig abgedeckt werden könne.vor allem auch zollrechtliche Vereinfachungen Groß geschrieben wird bei Gebrüder Weissmit sich. In der Praxis bedeutet das eine vorrangige seit jeher die Förderung des Logistiknachwuchses.Abfertigung durch die Zollbehörden beziehungs- Dabei kommt auch das Persönliche nicht zu kurz.weise können AEO-C-zertifizierte Unternehmen Im Sommer lud die Zentrale Personalentwicklungvereinfachte Zollverfahren in Anspruch nehmen. die Lehrlinge wieder zum Erfahrungsaustausch mit Hütten-Feeling und Nervenkitzel ein. „Im Lehrlings- camp auf der Salzburger Postalm haben erstmals in der Firmengeschichte Lehrlinge aus allen Nie- derlassungen in Österreich, Deutschland und derPersonalentwicklung Schweiz teilgenommen“, freut sich Kerstin Riedmann, Lehrlingsverantwortliche im GW- Konzern, über das große Interesse. Bei sportlichenMenschen bewegen Aktivitäten wie Klettern im Hochseilgarten undDie Personalentwickler von Gebrüder Weiss setzten Gruppenspielen lernten die 45 Jugendlichen sichauch 2010 wertvolle Impulse: Sie machten Mitarbei- selbst und die anderen besser kennen. Am drittenter im Rahmen der Ausbildung „Trainieren, Bewe- Tag wartete dann eine besondere Herausforde-gen, Schulen“ selbst zu „Bewegern“ und brachten rung: Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Niessneraußerdem den Logistiknachwuchs näher zusammen. und drei Niederlassungsleiter hatten ihren Besuch „Als Dienstleister ist das Wissen unserer angekündigt. Zu diesem Anlass galt es, sich inMitarbeiter für uns natürlich enorm wertvoll“, sagt Gruppen mit den orangen Werten Independence,Helmut Schöpf, der Leiter der Zentralen Personal- Sustainability, Commitment und Service Excellenceentwicklung. Die Herausforderung bestehe darin, auseinanderzusetzen und diese anschließend ein-das im Unternehmen so umfassend vorhandene drucksvoll zu präsentieren. Und von den Ergebnis-Know-how optimal weiterzugeben. Deshalb initi- sen war das Management schlichtweg begeistert.ierten die Personalentwickler schon vor Jahren eineAusbildung zum internen Trainer. 2010 nahmenwieder 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausDeutschland, Österreich und der Slowakei daran teil.Unter dem Titel „Trainieren, Schulen, Bewegen“übten die Teilnehmer während des achttägigenSeminars nicht nur, wie sie ihr Wissen im Rahmenvon Schulungen mit Kollegen teilen können, son-dern auch, wie Workshops moderiert und (Lern-)Gruppen begleitet werden. Bislang erfolgte die interne Trainerausbildungunter der Leitung von externen Trainern, seit 2010kümmert sich das PE-Team jedoch selbst darum.„Wir haben in der Vergangenheit ganz bewusst die

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