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GW Jahrbuch 2009
 

GW Jahrbuch 2009

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Gebrüder Weiss 2009. Informationen aus den Regionen und Fachbereichen des österreichischen Transport- und Logistikunternehmens GW.

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    GW Jahrbuch 2009 GW Jahrbuch 2009 Document Transcript

    • Dieorange Welt 2009
    • Die orange Welt 2009 GW bewegt 02 GW world 04 Weltweit unterwegs in Orange 06 Vorstand der Gebrüder Weiss Holding AG 14Gebrüder Weiss Holding AG Jahresbericht 2009 16 Aus den Fachbereichen 20 In ihr vereint sich die Zeit – Bewegung 44 Standorte von Gebrüder Weiss 60
    • GW bewegt 02  03 GW bewegt nicht nur Waren und Daten, sondern auch Menschen, die mit dem orangen Netzwerk entweder intern oder extern in Verbin- dung stehen. Wir bewegen uns mit unseren Kunden in dieZukunft, mit fortschrittlichem Handeln und innovativen Ideen. Als Logistiker optimiert und steuert GW weltweit Lieferketten. Mit unserem interna- tionalen Netzwerk bieten wir globale Lösungen. Oberstes Service Excellence. Wir wollen Ziel dabei ist mit unseren Dienstleistungen und Produkten begeistern, unsere Kunden bewegen. Dabei sind wir uns unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ver- antwortung als Unternehmen bewusst und setzen auf ressourcenschonende Lösungen.
    • Österreich Lauterach Bludenz Feldkirch Graz Hall Hörsching Schweiz Kalsdorf Altenrhein Kennelbach Pratteln Leoben Zürich Leobendorf Italien Serbien Leopoldsdorf Bozen Dobanovci Linz Bosnien-Herzegowina Novi BeogradMaria Lanzendorf Sarajevo Slowakei Maria Saal Bulgarien Senec Pöchlarn Sofia Bratislava Salzburg Kazanlak Košice Sulz Kroatien Žiar nad Hronom Wels Zagreb Žilina Werndorf Mazedonien Slowenien Wien Skopje Ljubljana Wiener Neudorf Rumänien Brnik Wien-Schwechat Bukarest Koper Wolfurt Agigea Tschechien Wörgl Arad Rudná Deutschland Bacau České Budějovice Memmingen Cluj Modřice Hamburg Constanta Ostrava Lindau Sibiu Prag Passau Řičany-Jažlovice
    • GW world 04  05 China Shanghai Chengdu Chongqing Dalian Guangzhou Nanjing Ningbo Peking Qingdao Ukraine Shenzhen Kiev Tianjin Mukachevo Urumqi Ungarn Xiamen Dunaharaszti Xi’an Hajdúböszörmény Indien Zhanjiang Vecsés Chennai Hongkong USA Ahmedabad Kowloon Chicago Bangalore Japan Atlanta Kalkutta Tokio Boston Kandla Mundra Kanada Denver Kanpur Montreal Houston Jaipur Toronto Los Angeles Jodhpur Singapur Miami Mumbai Singapur New York Nag Pur Taiwan San Francisco Neu-Delhi Taipeh VAE Pune Thailand Dubai Tiruppur Bangkok Tuticorin
    • Weltweit unterwegsin Orange Mehr Raum für Wachstum: GW übernimmt Bug Alu-Gelände. Um für die Zukunft bestens gerüstet zu sein, ent- schied der Vorstand im Herbst 2008, das ehemalige Bug Alu-Gebäude in Kennelbach zu erwerben. Nach rund neun Monaten Planungs- und Umbauzeit war es Ende Juli /Anfang August endlich soweit: Rund 140 Mitarbeiter der Zentrale in Lauterach sowie des IT-Services in Wolfurt übersiedelten an den neuen Standort. Das Gebäude bietet auf einer Bürofläche von 2.500 m² Raum für rund 160 Arbeitsplätze samt nötiger Infrastruktur sowie acht Besprechungszim- mer. Ein Highlight des Gebäudes ist das großzügige Besprechungszimmer im 5. Stock, welches durch modernste Technik und eine große Terrasse besticht. „Durch den Erwerb des Bug Alu-Geländes haben wir zwei wesentliche Ziele erreicht: Uns steht wieder Raum für Wachstum zur Verfügung und die zentralen Abteilungen sitzen weiter- hin in unserer Nähe“, so Peter Kloiber, GW-Vorstand. Beim Bug Alu-Gebäude setzt GW auf umweltschonende Technik bei der Stromerzeugung und damit auf Nachhaltigkeit. Durch die Installation einer 19 m2 großen Solaranlage werden jährlich nicht nur rund 10.000 kwh Strom eingespart, sondern auch rund 2.000 Kilo CO2.
    • 06  07Logistikkapazitäten erhöht: Neuer GW-Terminal in Maria Saal geht in Betrieb. Mit der Inbetriebnahme des neuen Logistikterminals in Maria Saal Anfang August 2009 stellte GW die Weichen, um der führende Logistikanbieter in Kärnten zu werden. Auf dem 30.000 m² großen Areal entstanden 2.500 m² neue Logistik- und 3.500 m² modernste Umschlagsflächen sowie 1.300 m² Büroflächen. Die Investitionssumme lag bei 8,5 Mio. Euro. Am neuen Terminal, der über einen direkten Bahnanschluss für Waggonverkehre verfügt, wurden alle bisherigen GW-Lager in Kärnten zusammengezogen. Mit dem Ausbau konnten genügend Kapazitäten geschaffen werden, um GW-Kunden komplette Logistiklösungen – vom Paket bis zur Komplettladung und von der Lage- rung bis zur Feinkommissionierung – anzubieten. Mit dem neuen Terminal erhöhte GW nicht nur seine Logistik- kapazitäten in Maria Saal, sondern schuf auch neue Arbeitsplätze in der Region. Darüber hinaus setzt GW in Kärnten auch weiterhin auf die Aus- und Weiter- bildung junger Mitarbeiter. Insgesamt werden sechs Lehrlinge ausgebildet. Der Logistikterminal in Maria Saal kann bei entsprechendem Bedarf in den nächsten Jahren erweitert und auf eine Gesamtlogistik- und Umschlagsfläche von mehr als 9000 m² ausgebaut werden.
    • Weltweit unterwegs in Orange Großer Mehrwert für Kunden: GW expandiert in der Balkanregion. GW übernahm im November das etablierte Spedi- tions- und Logistikunternehmen Eurocargo in Serbien und setzte damit einen wichtigen Expansi- onsschritt in der Balkanregion. „Mit der Mehrheits- Übernahme verstärkten wir nicht nur unsere lokale und regionale Organisation, sondern wir setzten auch ein deutliches Signal, dass wir konsequent unsere Strategie verfolgen, GW nachhaltig als her- ausragenden Logistiklösungs-Anbieter in Zentral- und Osteuropa zu positionieren“, erläutert Vor- standsvorsitzender Wolfgang Niessner. Serbien ist ein Dreh- und Angelpunkt in der Balkanregion. Gebrüder Weiss und Eurocargo beschäftigen in diesem Land ca. 120 Mitar- beiter. Rund 100 Mitarbeiter sind im neugebauten Gebäude von Eurocargo in Dobanovci tätig, ca. 20 weitere in verschiedenen Außen- und Grenzstellen. Durch die Übernahme konnte das bestehende Leistungsportfolio – interna- tionale und nationale Stückgut- und Ladungstransporte, Air & Sea-Dienst- leistungen, Distributions- und Beschaffungslösungen sowie Zollabwicklung – erweitert werden. Nunmehr zählen in Serbien auch Dienstleistungen im Bereich Lagerlogistik (inklusive Gefahrgut) sowie die Zollabfertigung mit eigenen Grenzbüros zu den angebotenen Serviceleistungen. Der Zusammenschluss be- deutet einen Mehrwert für Kunden, die seither auf das weltweite Netzwerk und die ausgezeichneten Qualitätsstandards von Gebrüder Weiss zugreifen können.
    • 08  09Markteintritt: GW eröffnet in Mazedonien. Im Oktober feierte Gebrüder Weiss den Markteintritt in Mazedonien. Mit der Inbetriebnahme des Standortes Skopje kann GW eine nahtlose Transportab- wicklung aus der und in die Balkanregion gewährleisten. „Mit diesem Schritt können wir bestehenden Kunden eine durchgängige Qualität und ausgezeich- neten Service von und nach Mazedonien anbieten. Außerdem sind wir durch unsere eigenständige Repräsentanz in der Lage, unsere GW-Dienstleistungen noch besser auf dem Markt zu positionieren“, sagt Thomas Moser, Regional- leiter Südosteuropa. In Mazedonien übernahm GW die Zollabfertigung und Ver- teilung für namhafte Kunden. Organisatorisch ist Gebrüder Weiss Skopje der Landesorganisation in Sofia zugeordnet. Pro Woche werden vier Verkehre aus Sofia sowie zwei Verbindungen von Wien angeboten. Starkes Entwicklungspo- tenzial in Mazedonien sieht Thomas Moser besonders in der Distribution und Beschaffung von und nach Westeuropa. Die Bereiche Lagerlogistik und Logis- tiklösungen werden nach Ansicht des Regionalleiters durch die Zuwande- rung westlicher Firmen einen erhöhten Stellenwert erhalten. Mittelfristig sind der Ausbau der Leistungspalette und die Inbetriebnahme einer eigenen Logistik- anlage geplant.
    • Weltweit unterwegs in Orange Auf dem neuesten Stand der Technik: GW-Logistik-Terminal in Bukarest. Mit der Fertigstellung des 15-Millionen-Euro-Termi- nals in Bukarest setzte Gebrüder Weiss 2009 sein umfassendes Investitionsprogramm in Osteuropa fort. Der Terminal hat eine Logistik-Lagerfläche von 8.000 m², eine Cross Docking-Fläche von 2.500 m² sowie eine Bürofläche von 1.350 m² für 100 Mitar- beiter. Durch die optimale Lage direkt an der Auto- bahn A1 ist eine ideale Anbindung an die Infra- struktur gegeben. Die Anlage ist mit hochmoderner Technologie im Hinblick auf Sicherheit und EDV- spezifische Business-Tools ausgestattet. Im Rahmen der GW-Logistikstrategie wird Kunden mit dem Terminal vor Ort das Portfolio für komplexe Projekte und individuelle Anforderungen und somit eine noch bessere Qualität geboten. Gleichzeitig wurden wichtige Schritte getätigt, um das landesweite GW-Netz- werk zu verdichten. Drei neue FTL-Büros in Constanta, Cluj, Bacau sowie eine neue Cross Docking-Fläche in Bacau sind entstanden, ein weiteres FTL-Büro samt Cross Docking-Fläche wird in Sibiu realisiert. „Weiters haben wir Grund in Arad erworben. Als Zwischenlösung sind wir in eine Mietanlage gezogen, bis das neue Gebäude fertiggestellt ist. Dies ist notwendig, um unseren Kunden in der schnell wachsenden Region die herausragende GW-Servicequalität bieten zu können“, so Regionalleiter Thomas Moser.
    • 10  11Noch mehr Kundennutzen: Spatenstich in Senec. Am 1. Juli 2009 setzte Gebrüder Weiss im slowakischen Senec den Spatenstich für den Bau des neuen Logistikterminals. Der mit 8,5 Mio. Euro veranschlagte Neubau ging heuer im Frühjahr in Betrieb. Die Anlage umfasst eine Umschlags- halle mit 3.800 m2, eine Logistikhalle mit 4.600 m2 sowie Büroräumlichkeiten mit einer Fläche von 1.300 m2. Am Standort Senec sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Regional- und Landesleiter Jürgen Bauer: „Mit dieser neuen Anlage bündeln wir unsere Aktivitäten im Großraum Bratislava an einem zentralen Standort. Dies ermöglicht uns, dass wir unseren Kunden aufgrund optimierter Prozessabläufe noch effizientere Lösungen in den Bereichen Transport und Logistik anbieten können.“ Der Logis- tikterminal ist ISO 9001:2000- sowie TAPA-zertifiziert. Letzteres garantiert ob modernster technischer Einrichtungen höchsten Sicherheitsstandard. Gebrüder Weiss Slowakei wurde 1993 gegründet und ist an den fünf Standorten Bratislava, Senec, Žiar nad Hronom, Košice und Žilina vertreten. Neben der flächen- deckenden 24-Stunden-Distribution und -Logistik bietet GW bereits seit 1995 internationale Sammel- und Komplett- ladungsverkehre aus und in die Slowakei an.
    • Weltweit unterwegs in Orange Im Land der Maharadschas: Gebrüder Weiss erhöht Schlagkraft in Indien. Mit dem Einstieg bei Tricon Shipping und der Um- benennung in Weiss-Röhlig India trieb GW seine Expansion im Asien-Pazifik-Raum weiter voran. „Mit Tricon haben wir eine Firma gefunden, die auf- grund ihrer professionellen Art, ihrem Kunden- fokus und ihrer Kultur nahezu perfekt zu uns passt“, erklärt Air & Sea-Vorstand Heinz Senger-Weiss. An Weiss-Röhlig India halten GW und Partner Röhlig jeweils 25 Prozent, die restlichen 50 Prozent verblieben im Einflussbereich des Firmengründers und langjährigen Geschäftsführers B.R. Rangamani, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung im indischen Transport- und Logistikbereich verfügt. „Unser Team in Indien kann durch die volle Integration seine Stärken noch besser nützen und besser weiterentwickeln“, so Rangamani. Mit der Beteiligung an Tricon Shipping ist GW auf einem der wichtigsten Wachstumsmärkte in Asien nachhaltig eta- bliert und kann in Indien unter einem einheitlichen Konzerndach agieren. Von einer reinen Agentenpartnerschaft entwickelte sich GW so zu einem Komplett- anbieter, der die gesamte Logistik-Wertschöpfungskette abdeckt. Weiss-Röhlig India beschäftigt 150 Mitarbeiter. Mit 14 Niederlassungen, verteilt im ganzen Land, Hauptsitz ist in Chennai, wird der komplette indische Markt abgedeckt. Das Leistungsspektrum umfasst Air & Sea-Transportabwicklung, Projektlogistik, Zollabwicklungen, Lagerung und Distribution.
    • 12  13Expansion in Südostasien: Erstes Weiss-Röhlig-Büro in Thailand. Anfang 2009 investierte Gebrüder Weiss in den thailändischen Markt und grün- dete in der Metropole Bangkok ein weiteres Joint Venture mit dem langjährigen Partner Röhlig. Auch in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs und der Ver- unsicherung versuchte Gebrüder Weiss mit diesem Schritt positive Akzente zu setzen und investierte in die Zukunft. Durch die Einbeziehung des langjährigen Thailand-Partners „East-West Logistics Co. Ltd.“, der zu den Top-20-Spedi- teuren des Landes zählt, konnte das Joint Venture von Anfang an auf eine sehr gute Infrastruktur zurückgreifen. „Mit der Gründung von Weiss-Röhlig Thailand Ltd. haben wir einen weiteren wichtigen Schritt nach Südostasien gemacht“, sagt Joe Lässer, Direktor Air & Sea. Auch das weltweite Gebrüder Weiss-Netz- werk profitiert von der Gründung der neuen Landesgesellschaft. Thailand ist traditionell als Exportland bekannt. Jedoch hat sich in den letzten Jahren ab- gezeichnet, dass der Import an Bedeu- tung gewinnt. Weiss-Röhlig Thailand Ltd. beschäftigt 15 Mitarbeiter. Das Büro in Bangkok wird vom erfahrenen Australier Bill Meale geleitet, der schon einige Jahre vor der Gründung der Tochtergesellschaft als Verkaufsreprä- sentant in Thailand tätig war.
    • Vorstandder Gebrüder Weiss Holding AG
    • 14  15Peter Kloiber Wolfram Senger-Weiss Heinz Senger-Weiss Wolfgang Niessner, CEO
    • Gebrüder Weiss Holding AGJahresbericht 20092009 war sicher eines der schwierigsten Jahre fürdie gesamte Branche seit langer Zeit. Bei einemzehnprozentigen Rückgang der weltweiten Pro-duktion, einer globalen Rezession, die sich inEuropa besonders negativ auswirkte, Unsicher-heiten auf den Finanzmärkten und starken Wäh-rungsschwankungen konnten die unerfreulichenFolgen für Transport und Logistik nicht ausbleiben.Gebrüder Weiss wurde von der vielzitierten Krisestark getroffen, konnte aber wesentliche Kenn-zahlen – unter den gegebenen Umständen – aufakzeptablem Niveau halten und das Geschäftsjahrmit Gewinn abschließen. Fehlende Mengen und wachsender Preis-druck führten zu schwacher Auslastung vonSystem-Verkehren und Lager-Kapazitäten sowieWolfgang Niessner, CEO
    • 16  17weiterer Margen-Erosion. Somit musste eine Viel- dass „Westeuropa“ (AT/CH/DE) und MOEL diezahl von Maßnahmen mit der Vorgabe ergriffen wirtschaftliche Flaute am stärksten zu spürenwerden, zwar einerseits Kosten zu senken, ande- bekamen, wenngleich sich einzelne Regionenrerseits jedoch den hervorragenden Servicegrad behaupten bzw. durch die erfolgreiche Umset-nicht zu beeinträchtigen. Gemessen an der Sta- zung von Großprojekten auszeichnen konnten.bilität der Kundenbeziehungen und objektiver, In „Übersee“ (primär Asien) wurde neuerlich derexterner Qualitätsbewertungen wurde dieses Ziel Beweis erbracht, dass sich die Weiss-Röhlig-erreicht. Organisation auf richtigem Wege befindet.Sowohl im Bereich „Landverkehre/Logistiklösun- Bei der Beurteilung des Jahres 2009 darf man abergen“ als auch bei „Air & Sea“ fällt der Vergleich nicht vergessen, dass GW – aufbauend auf einemzum Jahr 2008 ernüchternd aus, was allerdings soliden Fundament – wesentliche Investitionen unddem allgemeinen Branchen-Trend entspricht. Weichenstellungen vorgenommen hat. So wurdenDie Paket- und Consulting-Aktivitäten hingegen Infrastrukturprojekte in AT, RO und SK abgeschlos-sind den hohen Erwartungen gerecht geworden. sen oder initiiert und das globale Netzwerk, z.B. mitDer Blick auf die regionalen Entwicklungen zeigt, der Gründung einer Landesgesellschaft in Indien,Aufteilung der Wertschöpfung auf die Bereiche e s- hr es t ke pr ens er eh le x i V rk na le re Se a , E td g ve tio r- ke na tin ik ul nd na & rie Pa tio st r ns La ter u d a Ai ll gi K n N o Zo Lo In C % % u % % % 12 14 11 6% 4%28 25
    • Jahresbericht 2009 wesentlich verstärkt. Substanzielle Summen sind die vier Kernwerte, die das Profil von GW prägen, auch für Aus-/Weiterbildung, F&E sowie modernste Independence – Sustainability – Service Excellence Technologie und Fuhrpark eingesetzt worden. Durch – Commitment, zusammengefasst, vertieft und die Übernahme von Anteilen an Eurocargo/Serbien extern wie intern kommuniziert. Mit dem neuen bzw. Diehl/DE-Esslingen konnte die GW-Position Slogan „GW bewegt“ wird versucht, sowohl dem am Balkan bzw. in Baden-Württemberg abgesichert physischen als auch dem emotionalen Aspekt und ausgebaut werden. gerecht zu werden. Trotz aller aktuellen Herausforderungen wurde das In schwierigen Zeiten ist die Unterstützung von Projekt „2020“ gestartet, wobei alle Themen be- Gesellschaftern, Aufsichtsräten, Kunden, Partnern handelt wurden, die für die Zukunft von GW von und MitarbeiterInnen von besonderem Wert, von höchster Relevanz sind. Neben operativen, struk- besonderer Bedeutung. Für diesen Rückhalt soll turellen und technischen Fragen stehen „Markt und an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausge- Menschen“ im Fokus. Erste Schwerpunkte wur- sprochen werden. Unter diesen Voraussetzungen den bei „Produktentwicklung“, „Innovation“ und kann GW Kurs halten und sowohl Richtung als auch „Vertrieb“ gesetzt und bearbeitet. Ferner wurden Geschwindigkeit weiterhin selbst bestimmen. Nettoumsatz 00 01 02 03 04 05 99 20 20 20 20 20 20 19 5 2 3, 9 2 ,3 9, 5, 7, 3 8 6 9, 57 60 70 3, 49 55 78 42
    • 18  19 Im Juni 2010 Wolfgang Niessner, MBA Vorstandsvorsitzender Gebrüder Weiss Holding AG 07 08 09 06 20 20 20 20 6 ,1 ,2 8, 5 0 3 98 831, 94 in Mio. €87
    • Aus den FachbereichenLandverkehre Äußerst erfolgreich, betont Walter Konzett, denn mitunter ließen sich gewaltige Einsparungen er- zielen. „Die tollen Ergebnisse unterstreichen für mich die Stärke und Flexibilität der Organisation.“Stark auch bei Gegenwind Vor allem die Betriebsleiter hätten in diesem Zu-Auf der einen Seite stehen schwierige wirtschaft- sammenhang Höchstleistungen erbracht. Unter-liche Rahmenbedingungen. Auf der anderen Sen- stützung erfuhren die Niederlassungen dabei wiedungszuwächse, Qualitätssteigerungen, kräftige so oft seitens der Technik. Längst bringt moderneInvestitionen und neue Produkte. Die orange Land- Informationstechnologie mehr Effizienz, Durch-verkehrsorganisation hat auch in der Krise gängigkeit und Transparenz in interne Abläufe.Stärke gezeigt. Und konsequent werden bei GW neue technische „Wir haben in der Vergangenheit viel inves- Möglichkeiten ausgelotet und genutzt.tiert, um in unseren Heimmärkten nahtlose Logis-tik auf höchstem Niveau bieten zu können“, sagt Klimaschutz auf SchieneWalter Konzett, der zuständige Direktor für das Neue Wege hatte Gebrüder Weiss auch mit derProduktmanagement Landverkehre bei Gebrüder Einführung des Orange Combi Cargo (OCC) be-Weiss, „und der Einsatz hat sich wirklich gelohnt.“ schritten: Als erstes privates LogistikunternehmenNicht umsonst verzeichnete der Bereich ICD in Österreich etablierte GW im Januar 2008 einen(Intracorporate Destination), der die Verkehrsli- Ganzzug, der fortan täglich Wien und Vorarlbergnien zwischen den GW-Häusern umfasst, wieder verband. Die ebenso umweltfreundliche wie wirt-ein Rekordergebnis: 663.000 Sendungen wurden schaftliche Transportalternative wurde so gut an-innerhalb des orangen Netzwerks transportiert. genommen, dass nur wenige Monate später einDies jedoch, wie Konzett hinzufügt, „bei sinkenden zweiter Teilzug zwischen der BundeshauptstadtTonnagen und Umsatzrückgängen“. und Salzburg zum Einsatz kam. Das klimaschonen- de Projekt konnte auch 2009 den Markt überzeu-Ausgezeichnete Performance gen. Laut Konzett erreichten die beiden Züge überKeine Frage, es blies ein starker Gegenwind im das Jahr gesehen eine Auslastung von über 80Krisenjahr 2009. Umso mehr weiß Konzett zu Prozent. „Insgesamt haben wir mit dem OCC anschätzen, dass die Organisation konzernweit auf die 21.000 LKW-Fahrten von Österreichs StraßenKurs geblieben ist. „Neben der ausgezeichneten auf die Schiene geholt. Das bedeutet nicht zuletztbetrieblichen Performance konnten wir auch eine Einsparung von rund 12.000 Tonnen CO2.“die Qualität auf hohem Level halten, in gewissen Den ökologischen Transport forcierte GWBereichen sogar weiter steigern.“ Zudem schufen 2009 zudem in der Schweiz. „Wir haben ab Baselkräftige Investitionen beste Voraussetzungen mehr als 1.000 Sattelauflieger mit der Bahn insfür ein gesundes Wachstum auch in Zukunft. deutsche Ruhrgebiet befördert, mehrere hundertUnter anderem gründete GW eine neue Landes- nach Skandinavien“, so der Landverkehrsdirek-organisation in Mazedonien, eröffnete modernste tor. Und auf solche innovative und nachhaltigeLogistikterminals in Bukarest und Maria Saal, Lösungen werde GW auch in Zukunft verstärktübernahm zu Jahresende eine etablierte Spedition setzen.in Serbien. Und mit den Balkanstaaten Bosnien-Herzegowina, Serbien und Mazedonien wurden Qualitätsführer in der SAEgleich drei Landesorganisationen in das ICD- Die herausragende Servicequalität von GebrüderNetzwerk eingebunden. Weiss zeigte sich 2009 nicht zuletzt in der System Um dem zunehmenden Kostendruck ent- Alliance Europe (SAE), Europas führendem Stück-gegen zu wirken, arbeitete das Produktmanage- gutnetz. „Wir gehörten zweifelsohne wieder zu denment gemeinsam mit den Niederlassungen Qualitätsführern der Allianz“, freut sich Walterintensiv an der Optimierung von Prozessen. Konzett. In den zentralen Qualitätsauswertungen
    • „ 20  21 Neben der ausgezeichneten betrieblichen Die herausragende Servicequalität von Performance konnten wir auch Gebrüder Weiss zeigte sich 2009 nicht zuletzt die Qualität auf hohem Level halten. in der System Alliance Europe (SAE).reihten sich die GW-Standorte ausnahmslos im “ So bringt seit September ein LKW mit Doppelbe-Spitzenfeld ein. satzung die in Lauterach gesammelten Güter nach Vor fünf Jahren war GW maßgeblich an der Barcelona, wo sie direkt in das InlandssystemGründung der SAE beteiligt. Einem Bündnis, des Partners Salvat Logística einfließen. „Und imdas die Kompetenz und das Fachwissen führender Postleitzahlgebiet Barcelona wird noch am sel-mittelständischer Speditionen vereint. Wendet ben Tag zugestellt“, so Mori-Schwarzenberger.sich ein Kunde an seinen regionalen Transporteur, Als Drehscheiben für die Verkehre nach Dänemarkso steht ihm das komplette Angebot der europäi- und Schweden fungieren die Niederlassungenschen Sammelgutplattform offen. In diesem Ver- des Partners Zufall in Fulda und Göttingen. Vonbund beförderte GW 2009 knapp 2,8 Millionen dort geht es noch am selben Tag weiter nachSendungen. Das SAE-Netzwerk wuchs in diesem Kopenhagen, Kolding, Malmö und Borås. Die Flä-Jahr beständig weiter. Neue Partner kamen in chenverteilung übernimmt dann die nordeuropäi-Italien, der Türkei und im Baltikum hinzu, beste- sche Itella-Gruppe. Zum ersten Mal haben dreihende Partner brachten weitere Betriebe ein. Partner bei GW ein solches GemeinschaftsprojektMittlerweile gehören 47 Mitglieder mit insgesamt initiiert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.166 Niederlassungen zur System Alliance Europe. Sowohl die Skandinavien- als auch die Spanien- Flächendeckende, transparente und effi- Plattform sind sehr gut angelaufen. Gesamthaftziente Logistik bietet das bereits 2008 eingeführte gesehen fand im Partnernetzwerk der Wachstums-Gateway-Konzept, das 2009 weiter ausgebaut trend der vergangenen Jahre jedoch keine Fort-wurde. Dazu Konzett: „Durch die Konsolidierung setzung. „Infolge der Krise waren die Sendungs-von Sendungen ist ein leistungsfähiges System zahlen 2009 im Eingang und im Ausgang leichtentstanden, das mit regelmäßigen, zeitgetakteten rückläufig“, berichtet Martin Schmidt, wobei sichAbfahrten, optimaler Servicequalität und der not- regional durchaus unterschiedliche Entwicklungenwendigen Sicherheit aufwarten kann.“ ergeben hätten. Im Plus schloss unter anderem die Koopera-Leistungsfähige Partnerverkehre tion mit Bischoff International. Dies war zugleichEin ähnliches Konzept kommt bei Gebrüder Weiss der Beweis für einen gelungenen Partnerwech-auch erfolgreich in den europäischen Partner- sel. Denn der langjährige Deutschlandpartnerverkehren zum Einsatz. Die Bündelung von Sen- Militzer & Münch hatte im Juni 2009 seine natio-dungen ermöglicht seit 2009 tägliche Abfahrten nalen Landverkehrsaktivitäten der Speditionnach Spanien, Schweden und Dänemark – eine Bischoff mit Sitz in Naila, Oberfranken, übertragen.Frequenz, die die wenigsten Mitbewerber in Laut Schmidt war es schon eine Herausforderung,Österreich vorweisen können. „Daraus ergeben die Sendungen zu halten. „Dass wir sogar Zuge-sich nun deutlich schnellere Laufzeiten für unsere winne verzeichnen konnten, ist umso erfreulicher.“Kunden“, erklärt Ulrike Mori-Schwarzenberger,die mit Martin Schmidt für den Bereich Westeuropaverantwortlich zeichnet, den großen Vorteil.
    • Aus den Fachbereichen Landverkehre rung profitiert: „Durch den neuen Standort kön- nen wir Kunden im Osten des Landes schneller Mittel- und Osteuropa bedienen.“ Überhaupt entwickelte sich der natio- nale Verkehr erfreulich. In diesem Bereich gab es 2009 einen stolzen Sendungszuwachs von fast GW Slowakei konnte gleich zu Jahresbeginn einen 50 Prozent zu verzeichnen. großen Kundenauftrag für sich gewinnen: „Durch Vermittlung unseres Partners Heppner hat uns Bei GW Ungarn blieb der Wachstumstrend im der französische BIC-Konzern mit der Distribution Inlandsgeschäft auch 2009 ungebrochen. „Das des kompletten Sortiments für Deutschland und Sendungsvolumen nahm im Vergleich zum Vor- Österreich betraut“, informiert Markus Jelleschitz, jahr neuerlich um rund 25 Prozent zu, gleich- Landesleiter Slowakei. Seit März 2009 fährt GW zeitig konnten wir unsere Zustell- und Abholquali- täglich das BIC-Zentrallager in Sered an und stellt tät steigern“, sagt Landesleiter Thomas Schauer. die abgeholten Güter entweder direkt oder via Als Motor dieser Entwicklung erwies sich nicht Hauptumschlagszentrum Maria Lanzendorf zu. zuletzt ein international führender Hausgeräte- Dabei ist für das gesamte Gebiet ein 24- bezie- hersteller, für den Gebrüder Weiss schon seit ge- hungsweise 48-Stunden-Service sichergestellt. raumer Zeit die nationale Verteilung übernimmt. Infolge der guten Zusammenarbeit hat GW „Speziell für diesen Kunden haben wir 2009 einen zwischenzeitlich den Zuschlag für die Belieferung zusätzlichen Standort eröffnet, an dem wir ein drei weiterer Märkte erhalten. „Die Vorbereitun- insgesamt 7.500 Quadratmeter großes Logistik- gen für die Verteilung in Ungarn, Tschechien und lager bewirtschaften.“ der Slowakei sind bereits angelaufen“, freut Das schwierige Umfeld prägte das vergange- sich Jelleschitz, der in Zukunft mit entsprechen- ne Jahr maßgeblich: Die ungarische Wirtschaftsleis- den Mengensteigerungen rechnet. Bis dato tung ging dramatisch zurück, die Exporte brachen werden monatlich rund 1.500 Sendungen für ein, auf dem Transportmarkt dominierte ein harter BIC abgewickelt. Preiskampf. „Unter diesen Voraussetzungen haben Noch bessere Voraussetzungen für Trans- wir uns primär darauf konzentriert, bestehende port- und Logistiklösungen schafft seit Frühling Kunden zu halten und die Qualität in der Abwicklung 2010 ein moderner Terminal, der 2009 in Senec weiter zu verbessern – was uns gut gelungen ist“, nahe Bratislava entstanden ist. meint Schauer abschließend. Auch GW Tschechien setzte 2009 zahlreiche Region Süd-Ost: Rumänien, Bulgarien, Ukraine, Aktivitäten. „Im vergangenen Geschäftsjahr haben Mazedonien wir gleich mehrere Großprojekte abgewickelt“, Die Region Süd-Ost ist 2009 weiter gewachsen: berichtet Landesleiter Harald Prohaska. So be- Im Herbst eröffnete Gebrüder Weiss in Skopje. treibt Gebrüder Weiss seit April für einen renom- „Damit sind wir nunmehr in der Lage, nahtlose mierten High-Tech-Kunden ein fast 11.000 Qua- Transporte von und nach Mazedonien zu bieten“, dratmeter großes Logistikzentrum in Form eines berichtet der verantwortliche Regionalmanager Cross-Docking-Lagers in Rudna. Stark gefordert Thomas Moser, „und dies auf gewohnt hohem wurde die tschechische Organisation vor allem GW-Servicestandard.“ Zu den Kunden der ersten bei der Integration der Landverkehre und der Stunde gehören renommierte Unternehmen wie Logistiksparte von Hellmann Worldwide Logis- HP oder Daikin. Potenzial sieht Moser künftig vor tics. „Ab April war die Hellmann-Niederlassung allem in den Bereichen Distribution und Beschaf- in Ostrava voll ins orange Netz eingebunden, fung, da immer mehr westliche Firmen die Balkan- sowohl operativ als auch organisatorisch“, er- region für sich entdecken würden. läutert Prohaska. Und dank guter Vorbereitung Anteil am erfolgreichen Start von GW Skopje habe man unmittelbar von der Netzwerkerweite- hatte auch die Landesorganisation Bulgarien, der
    • 22  23der Standort organisatorisch angehört. Ab Sofia des vergangenen Jahres. Bereits in den darauffol-wird die mazedonische Hauptstadt viermal wöchent- genden Wochen siedelten die 30 GW-Mitarbeiter inlich angefahren, zwei weitere Verbindungen wurden die neugebaute Anlage von Eurocargo im Belgraderzwischen Wien und Skopje eingerichtet. Vorort Dobanovci um. Die Integration ins orange In Rumänien, Bulgarien und der Ukraine sei Netzwerk wird in der ersten Jahreshälfte 2010 überdie Wirtschaft im vergangenen Geschäftsjahr die Bühne gehen.teils drastisch geschrumpft, so der Regionalleiter. In Summe sei 2009 für die Region Süd-West„Den schwierigen Rahmenbedingungen zum Trotz ein „schwieriges Jahr“ gewesen, resümiert Schafer,konnten wir 2009 aber wieder mehrere bedeutende „die Wirtschaftskrise hat natürlich auch vor denAufträge sichern und auch aus organisatorischer Balkanstaaten nicht halt gemacht.“ Auslandsinves-Sicht wichtige Entwicklungsschritte setzen.“ titionen wurden gedrosselt, die Transportbranche Das Highlight bei Gebrüder Weiss in Rumänien bekam zudem den starken Rückgang bei denwar zweifelsohne die Inbetriebnahme des neuen Einfuhren zu spüren. „Unter diesen Voraussetzun-Terminals in Bukarest. „Unser Bekanntheitsgrad im gen konnten wir an die hohen Ertrags- und Mengen-Land hat sich insbesondere durch namhafte Neu- zuwächse der Vorjahre nicht anknüpfen.“kunden erheblich erhöht“, sagt Moser. Mit der hoch- Gute Nachrichten gibt es dagegen von denmodernen Anlage werde man den Erwartungen an Inlandsverkehren zu vermelden. Insbesondere dieeinen Top-Dienstleister für Transport- und Logistik- Landesorganisationen in Kroatien und Slowenienlösungen einmal mehr gerecht. Darüber hinaus erzielten in diesem Bereich Sendungssteigerungen.bereiteten der Ankauf von Grundstücken in Arad Zulegen habe man darüber hinaus auch bei denund Sibiu sowie der Ausbau des Inlandsnetzwerks Komplettladungen können, sagt Erich Schafer.den Boden für weiteres Wachstum. Zum Erfolg führten nicht zuletzt maßgeschneiderte In der Ukraine forcierte GW den Bereich Logistiklösungen: Unter anderem gewann SerbienKomplettladungen, streckte dabei die Fühler auch einen deutschen Konsumgüterhersteller als Neu-in neue Märkte aus. „Wir können FTL-Verkehre kunden und Kroatien übernahm im Herbst 2009mit Russland, Moldawien, Weißrussland und den die Beschaffung für eine Baumarktkette.so genannten Stan-Staaten, wie zum BeispielKasachstan, auf hohem Qualitätsniveau abwickelnund erfahren in diesem Bereich steigende Nach-frage“, erörtert der Regionalmanager. Ebenfalls seit2009 bedient die ukrainische Landesorganisationin Zusammenarbeit mit der Niederlassung MariaLanzendorf eine regelmäßige Sammelgutlinie nachWeißrussland.Region Süd-West: Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, SerbienAm Dreh- und Angelpunkt der Balkanregion, inSerbien, hat Gebrüder Weiss seine Präsenz imNovember 2009 massiv verstärkt. „Mit unsererMehrheitsbeteiligung an der etablierten SpeditionEurocargo sind wir nun optimal aufgestellt, umuns nachhaltig als Anbieter von Logistiklösungenpositionieren zu können“, freut sich Erich Schafer.Für den zuständigen Regionaldirektor ist die Über-nahme des Unternehmens mit seinen insgesamt100 Mitarbeitern zweifellos das wichtigste Ereignis
    • Aus den Fachbereichen Air & Sea auf dem Subkontinent ab. Inzwischen richten je- doch immer mehr Unternehmen ihre Aufmerksam- keit auf das Land am Ganges. „Angesichts der Auf bewährtem Kurs zu neuen Ufern steigenden Nachfrage und der dynamischen Ent- Gebrüder Weiss Air & Sea steuerte 2009 durch wicklung Indiens stand deshalb außer Frage, dass raue See und hielt dabei beständig an seinem wir selbst in diesen Markt eintreten würden“, sagt Kurs fest. So stellte sich das Joint Venture mit Heinz Senger-Weiss. Dafür seien GW verschiedene Röhlig gleich zu Jahresbeginn in Thailand dem Türen offengestanden. „Aber wir haben uns be- Wettbewerb, wenig später begann schließlich wusst die Zeit genommen, alle Möglichkeiten ab- das von langer Hand geplante Abenteuer Indien. zuwägen, um letztlich die beste Lösung zu finden.“ Mit 15 Standorten und einer engagierten Mann- Der Weg auf den Subkontinent führte schließ- schaft ist GW von Anfang an gut aufgestellt, lich über eine etablierte indische Spedition – die um Kunden aus dem internationalen Air & Sea- Tricon Shipping Pvt. Ltd., an der sich GW und Netzwerk in diesen dynamischen Zukunftsmarkt Röhlig zu insgesamt 50 Prozent beteiligten. Eine zu begleiten. Firma, „die aufgrund ihrer professionellen Art, Auch 2009 stand der Transportsektor vor ihrem Kundenfokus und ihrer Kultur gut zu uns einer Bewährungsprobe. Hatte das rückläufige passt“, wie der Air & Sea-Chef betont. Mit der Um- Transportvolumen bereits im Jahr zuvor den Alltag benennung von Tricon Shipping in Weiss-Röhlig beherrscht, so verschärfte sich die angespannte India hat sich GW im September 2009 auf ei- Situation noch weiter. Zu den Überkapazitäten kam nem der wichtigsten Wachstumsmärkte Asiens ein extremer Preisverfall hinzu – eine Konstellation, nachhaltig als Komplettanbieter für die gesamte die dazu führte, dass viele Marktteilnehmer an Logistik-Wertschöpfungskette etabliert. Rund 165 ihre Grenzen stießen. Menschen arbeiten in den 15 Niederlassungen Den Ursprung dieser Entwicklung sieht Heinz – GW ist in sämtlichen Wirtschaftsmetropolen Senger-Weiss, Vorstand Air & Sea, im Wettrüsten des Landes vor Ort. Das Headquarter von Weiss- mit Kapazitäten. „Reedereien und Fluglinien agier- Röhlig befindet sich in der Hafenstadt Chennai ten jahrelang, als würde das zweistellige Wachs- an der Ostküste. tum nie enden.“ Die jüngsten Geschehnisse hätten Nach den ersten Monaten der operativen nun gezeigt, wie drastisch Rückgänge ausfallen Zusammenarbeit zieht Heinz Senger-Weiss können. eine positive Bilanz. Die Entscheidung für Tricon Auch Gebrüder Weiss wurde von den Turbu- Shipping habe sich als die richtige erwiesen: lenzen auf den internationalen Märkten nicht ver- „Wir wissen einen erfahrenen, starken Partner an schont. Daher galt es, das tägliche Handeln an die unserer Seite und das gesamte Team ist motiviert, veränderten Rahmenbedingungen anzupassen, den Weg von Weiss-Röhlig India nicht nur mit- „wobei es speziell Regionen im Entwicklungssta- zugehen, sondern aktiv mitzugestalten.“ Für dium doppelt schwer hatten“, berichtet Senger- Gebrüder Weiss bedeutet der Sprung nach Indien Weiss. Zugleich verfolgte das GW-Management auch eine große kulturelle Herausforderung. auch im Jahr 2009 seine Konzernstrategie offensiv „Beim Eintritt in neue Märkte war schon immer weiter. Ganz in diesem Sinne startete das Joint unser Anspruch, die lokalen Gegebenheiten Venture Weiss-Röhlig im Zukunftsmarkt Indien hochzuhalten und zugleich jene Werte zu vermit- sowie in Thailand durch. teln, die GW ausmachen“, sagt das Vorstands- mitglied. „Das Beste aus Ost und West zu einem GW goes India erfolgreichen Ganzen zu verbinden, ist einmal Verkehre zwischen Europa und Indien haben im mehr unser Ziel.“ orangen Logistikunternehmen Tradition, jahrzehn- telang wickelten Partner das Transportgeschäft
    • 24  25Chancenmarkt Thailand Think bigBereits im Januar 2009 stellte sich Weiss-Röhlig Im Juni, noch vor dem offiziellen Start vonin Thailand dem Wettbewerb. In dem aufstreben- Weiss-Röhlig India, stellten GW und Tricon ein-den Land hatte der Joint Venture-Partner Röhlig drücklich ihre Stärke unter Beweis: Es galt,vor Jahren ein eigenes Repräsentanz- und eine komplette Wasseraufbereitungsanlage vonVerkaufsbüro eröffnet, in der Folge Know-how Indien nach Österreich zu bringen. Sieben LKWin dieser Region Südostasiens aufgebaut und waren nötig, um 18 Kisten mit einem Gesamt-wertvolle Einblicke in das wirtschaftliche Leben gewicht von 40 Tonnen vom Herstellungsort Goagewonnen. nach Mumbai zu transportieren. Von dort erfolgte Zwischenzeitlich hat sich das Exportland dann der Weitertransport im Frachtflugzeug nachThailand zu einer echten Alternative zum „Gigan- Wien. Dies war die größte Luftfrachtsendung inten“ China entwickelt. Speziell kleinere Produ- der Firmengeschichte von Tricon, die von Mumbaizenten finden hier sehr gute Rahmenbedingungen verschickt wurde – und für das Joint Venturevor. Eine Chance, die auch immer mehr GW- Weiss-Röhlig ein echtes Highlight.Kunden zu nutzen wissen, wie Heinz Senger-Weissberichtet: „Viele Unternehmen, die früher aus- Auf zu Olympiaschließlich in China vor Ort gewesen sind, bauen Rund 12.000 Kilometer liegen zwischen der Vor-nun auch in Thailand eigene Standorte auf, um von arlberger Gemeinde Alberschwende und demden Vorteilen des Marktes zu profitieren.“ Insofern Olympia-Austragungsort Whistler in Kanada. Aufsei es ein logischer Schritt gewesen, selbst in diesen Weg schickte Gebrüder Weiss im Juli dasThailand tätig zu werden, „um diesen Kunden das „Österreich-Haus“, Kommunikationszentrum undvolle Servicespektrum und die gewohnt hohen Publikumsmagnet bei Olympia und Paralympics.Qualitätsstandards anbieten zu können“, meint Das zweistöckige Passivhaus fand Platz in sechsder Air & Sea-Vorstand. Containern, die von Wolfurt nach Hamburg und von dort auf hoher See weiter nach Montreal trans-Modernes Herzstück portiert wurden. Der Rücktransport fällt übrigensUnd auch in einem ganz anderen Bereich tat sich weg: Denn zum ersten Mal wird ein „Österreich-einiges: So bietet eine neue Software, die seit 2007 Haus” nach den Spielen nicht abgebaut, sondernSchritt für Schritt im Netzwerk eingeführt wurde, der lokalen Bevölkerung für die Nachnutzung zurUnterstützung in der Transportabwicklung. „Die Verfügung gestellt.Technik bildet das Herzstück unseres Geschäfts“,so Senger-Weiss. „Unser Ziel war es, mit einerneuen IT-Lösung das Netzwerk operativ auf eineleistungsfähige, zuverlässige Basis zu stellen undim Zuge dessen die Prozesse einheitlich, klarund effizient zu gestalten.“ Das Roll-out ist mitt-lerweile weitgehend abgeschlossen. Rückblickend sagt Heinz Senger-Weiss, dass„es ein steiniger Weg war, die eingeschliffenenProzesse umzumodeln“. Aber die Mühen hättensich letztlich gelohnt. „Die Air & Sea-Software hatdie Voraussetzungen geschaffen, um nicht nur dieProduktivität, sondern vor allem auch die Qualitätkontinuierlich weiter zu verbessern.“
    • Aus den Fachbereichen Logistik lieferanten des Großkunden wöchentlich Waren im Umfang von rund 120 LKW-Ladungen ab und bringt sie in den Hub. „Dort bereiten wir die Vernetztes Handeln Sendungen für den Weitertransport vor – so- Für das Systemmanagement Logistik war 2009 wohl datentechnisch als auch physisch“, erklärt netzwerken angesagt. Im Unternehmen neue Harry Stiastny. An die zwei Millionen Packstücke Synergien zu schaffen gehörte dabei zu den pro Jahr werden vollautomatisiert entsprechend zentralen Aufgaben. In Teamwork entstand Region, Land und Empfänger gebündelt, Verzol- schließlich auch eine Logistiklösung par ex- lungen durchgeführt sowie die nötigen Trans- cellence. portdokumente und Lieferscheine erstellt. Damit Das konzerninterne Netzwerk wurde im zu stehen die Sendungen für die Übernahme durch Ende gegangenen Geschäftsjahr konsequent den jeweiligen Endspediteur bereit. Hier zeigt sich weiter entwickelt, der Know-how-Transfer in regel- nun die Besonderheit dieser Logistiklösung: In mäßigen Workshops vorangetrieben. „Zum einen Rudna verbindet eine durchdachte Technologie- haben wir die Niederlassungen in Osteuropa plattform alle beteiligten Transportdienstleister stärker in unser Logistiknetz eingebunden“, führt miteinander. Keine leichte Aufgabe, wie Stiastny Harry Stiastny, Leiter Systemmanagement Logis- betont, „da unterschiedlichste Systeme und Pro- tik, aus, „zum anderen die weltweite Zusammen- zesse zusammengeführt werden mussten, um arbeit mit unserer Air & Sea-Organisation inten- die Unternehmen in das Tagesgeschäft einzu- siviert.“ Dabei standen vor allem die asiatischen binden.“ Umso mehr freut es ihn, dass nunmehr Märkte im Fokus. „Gerade in Bezug auf gesamt- die komplette Disposition auf GW-Systemen läuft. europäische Logistikkonzepte für Kunden aus „Das heißt, alle Spediteure nutzen dasselbe tech- China sehen wir für uns spannende Möglichkeiten“, nische Werkzeug.“ veranschaulicht Stiastny. Dieser Schwerpunkt Für die Angleichung der verschiedenen Ab- würde deshalb zukünftig weiter verfolgt. wicklungssysteme im Hub holte man Spezialisten Was Europa betrifft, so ist der System- aus dem eigenen Haus ins Boot: die Informations- manager überzeugt, dass speziell in Rumänien logistiker des Tochterunternehmens inet-logistics. die Nachfrage nach innovativen Logistiklösungen Sie haben zu diesem Zweck eine Kombination aus steigen wird. Diesem Umstand trug Gebrüder bewährter GW-Technologie und maßgeschneider- Weiss 2009 auch mit der Eröffnung eines neuen ten Softwarelösungen realisiert. modernen Terminals in Bukarest Rechnung. „Damit verfügen wir über hervorragende Voraus- setzungen, um auf die zunehmenden Logistik- anforderungen in der Region flexibel reagieren zu können.“ Gebrüder Weiss-Paketdienst Grenzenloses Engagement über Fachbe- reiche, Niederlassungen, Landesgrenzen und sogar Unternehmen hinweg hat 2009 ein Projekt Erfolg auf ganzer Linie Wirklichkeit werden lassen, das man wohl als DPD wurde 2009 einmal mehr seiner Rolle als Öster- Inbegriff einer Logistiklösung bezeichnen darf: reichs führender Paketdienst im B2B-Bereich ge- den neuen Hub eines internationalen Techno- recht: Mit knapp 36 Millionen Paketen fuhren die logiekonzerns. Innerhalb nur eines halben Jahres Partner Gebrüder Weiss, Lagermax und Schachinger plante und realisierte Gebrüder Weiss das erneut ein hervorragendes Ergebnis ein, steigerten knapp 11.000 Quadratmeter große Konsolidie- den Umsatz um 1,6 Prozent. rungszentrum im tschechischen Rudna. „Für uns war es nicht selbstverständlich, in Im Sommer ging die Anlage in Betrieb. Seit- Zeiten wie diesen ein Umsatzplus zu erzielen“, her holt GW in den Depots verschiedener Sub- zeigt sich Ewald Müller ob des Ergebnisses sehr
    • 26  27zufrieden. Motor des Erfolgs sind für den Geschäfts- Partner für die letzte Meile. Der hohe Qualitätsstan-führer des Gebrüder Weiss-Paketdiensts (GWP) dard bei den gebotenen Leistungen war auch aus-einmal mehr die Serviceleistungen, die DPD in die- schlaggebend dafür, dass der Montagegroßhandelsem Jahr weiter ausbaute. „Beispielsweise haben Würth weitere drei Jahre auf die Dienste von DPDwir im Februar auf konkreten Kundenwunsch den vertrauen wird. Seit Beginn der ZusammenarbeitKatalogversand gestartet“, erläutert Müller. „Damit im Jahr 2005 hat der deutsche Konzern rund dreibieten wir nun eine Alternative zum herkömmlichen Millionen Pakete über DPD verschickt. Inhalt derVersand von Drucksorten.“ So ist der Service auch Sendungen sind wichtige Montageprodukte wienicht allein auf Kataloge beschränkt, sondern er- Schrauben, Dübel und Beschläge, die an hand-streckt sich ebenso auf Verkaufsmuster, Kalender werkliche Betriebe, aber auch Baustellen geliefertoder Werbemittel. DPD übernimmt bereits die werden. „Gerade in diesem Bereich spielen unsereAbholung bei der Produktionsstätte, sodass sich Track & Trace Services ihre Stärken aus“, sagtder Kunde ganz auf sein Kerngeschäft konzentrie- Ewald Müller. Beispielsweise ermittelt „StarTrack“ren kann. Eine Reihe an Zusatzservices ermöglicht unter Verwendung von Google Maps die Routeaußerdem einen Ressourcen sparenden Umgang des Fahrers und gibt Auskunft, wann die Lieferungmit den oft teuer produzierten Drucksorten. Eine erfolgen wird. Nicht umsonst beschreibt Würthweitere Neuerung betrifft die Paketankündigung. den Paketdienst als den „perfekten Partner für diePer SMS oder E-Mail erfahren Empfänger auf letzte Meile“.Wunsch nun rechtzeitig, wann die Lieferung ein-treffen wird – was natürlich vieles vereinfacht. Rekordmarke durch Online-Boom. Bereits seit März 2001 besteht die erfolgreiche Partnerschaft zwischenLohnender Vertrauensbeweis. Auch bei primetime DPD beziehungsweise primetime und DiTech. Undzeigte sich, dass gute Betreuung die Voraussetzung Anfang Dezember hatten die Unternehmen be-für Kundentreue ist: Der Spezialist für Express- sonderen Grund zu feiern: Denn der Computerfach-und Zusatzservices konnte in diesem Jahr ebenfalls markt versandte sein 100.000stes Paket. Das Online-leicht zulegen. Die zahlreichen Mehrwertleistungen Geschäft boomte selbst im Krisenjahr, sodass diewie Zustellung per Nachnahme fanden Anklang. Sendungszahlen im Vergleich zum Vorjahr um ins-Darüber hinaus kam es Mitte des Jahres zu einer gesamt 15 Prozent zunahmen. „Die Geschäftsfüh-Kooperation mit der deutschen Hermes-Logistik- rung von DiTech bescheinigt uns nicht nur das um-Gruppe. Diese zog sich in den Bereichen Umschlag fassendste Produktportfolio aller österreichischenund Zustellung aus dem österreichischen Markt Paketdienste, sondern auch höchste Sorgfalt imzurück und übergab die Aufgaben in der Folge an Umgang mit den High-Tech-Produkten“, freut sichprimetime und die Post AG. Dazu Müller: „Monatlich Müller über die gute Zusammenarbeit.werden seither jeweils 55.000 Pakete in ganzÖsterreich abgeholt beziehungsweise zugestellt.“ Abschied und Willkommen. Mit Ende des Jahres Positives gibt es auch vom Weinversand zu verabschiedete sich Ewald Müller in die Pension –vermelden. Hier stand 2009 ein Plus von sechs nach mehr als 24-jähriger Tätigkeit bei GebrüderProzent zu Buche. „Wir haben unser Produktportfo- Weiss. Fast zwölf Jahre lang lenkte Müller die Ge-lio stetig erweitert, unter anderem im Frühjahr 2009 schicke des Paketdienstes, hat das Unternehmenden Zweier-Karton präsentiert, im Herbst dann in diesem Zeitraum entscheidend geprägt. An diedas Portal www.weinlogistik.at gestartet“, berichtet Firmenspitze folgte ihm mit Andreas Winkelmayerder GWP-Chef. Im Onlineshop können Winzer und ein langjähriger Weggefährte und BranchenkennerGroßhändler ihre Weinkartonagen direkt bestellen. nach: Gemeinsam mit Müller vertrat WinkelmayerGerade im Weinversand macht laut Müller Branchen- seit 2006 die Interessen des GWP im KEP-VorstandKnow-how den Unterschied: „Nur wer die Anforde- und führte zuvor den Expressdienst primetime, derrungen an einen optimalen Weinversand kennt, jetzt von Daniel Neumann geleitet wird.kann bei den Winzern und Großhändlern punkten.“
    • Aus den Fachbereichen Tochterunternehmen Kostenfaktor sei beispielsweise der Bauhof mit seinen Prozessen. Bildungskooperationen mit der und Marken Bundesinnung Bau und der Organisation Austria Bau sollen nun das Logistik-Bewusstsein innerhalb der Sparte schärfen. In medias res ging es indes x|vise mit dem Kunden Tomaselli Gabriel Bau: Für das Vorarlberger Unternehmen plante x|vise eine mo- derne Logistikanlage und optimierte die Bauhof- Wegweisende Lösungen organisation. Mit einem Logistik-Check, Maßnahmenpaket in- klusive, traf x|vise 2009 den Nerv der Zeit. Neue Der ausgeprägte Lösungsansatz und die ideen- Impulse gab’s auch für die Baulogistik. Und reiche Arbeit der Beraterteams wurden 2009 auch ein Innovationspreis prämierte die Leistung des ausgezeichnet. Die österreichische Fachzeitschrift Beraterteams. dispo sah in x|vise „ein Unternehmen, das seit Der Konjunkturmotor, lange Zeit auf Hoch- Jahren entschlossen neue Wege geht und pragma- touren gelaufen, brummte 2009 leiser. Im Wissen tisch wegweisende Lösungen in allen Bereichen darum, dass Umsatzsteigerungen in dieser Situation der Logistik sucht“. Für die Redaktion Grund genug, schwierig sein würden, legten viele Unternehmen den Consultants den erstmals vergebenen Inno- Augenmerk auf ihre Wertschöpfung. „Mit höherem vationspreis zu verleihen. Stiastny freut sich über Kostendruck werden schlanke Prozesse immer diese Anerkennung: „Wir haben uns noch nie damit wichtiger“, begründet x|vise-Geschäftsführer Harry zufrieden gegeben, Empfehlungen auszusprechen, Stiastny diese Entwicklung, „auch in der Logistik.“ sondern legen Wert darauf, mit unseren Kunden Zu Jahresbeginn präsentierte x|vise deshalb ein praxistaugliche Logistikanwendungen zu gestalten.“ Werkzeug, mit dem sich der Status quo der Logistik So sei Innovation nicht nur kreativ, sondern bringe effizient ermitteln und gezielt optimieren lässt: der zudem echten Mehrwert. Logistik-Check. Unternehmen wie Röfix, Omicron, die Schmidt’s Handelsgesellschaft oder Kastner & Öhler entschieden sich für diesen Consulting-Tag, inet-logistics der Stärken und Schwächen, Chancen und Ge- fahren der Logistikorganisation ans Licht brachte. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse erarbei- Auf Höchstleistung teten die Berater schließlich einen umfassenden Lösungen, die über den Standard hinausgehen, Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der Produktivität. haben inet-logistics innert eines Jahrzehnts zu „Wird an den richtigen Rädchen gedreht, einem der führenden Anbieter von Transport Mana- ergeben sich nicht nur mittel- und langfristige Ver- gement Systemen (TMS) gemacht. Um auch die besserungen in der Logistik“, weist Stiastny auf die Wachstumschancen der Zukunft optimal nutzen Einsparungschancen für die Betriebe hin, „sondern zu können, stellte sich die GW-Tochter im Jubi- auch zahlreiche Quick-Wins.“ Schnelle Erfolge, läumsjahr 2009 neu auf. auf die es gerade in herausfordernden Zeiten an- Am Anfang stand der Ehrgeiz, die Transport- kommt. So verwundert es nicht, dass die meisten logistik in Unternehmen einfach, transparent und Teilnehmer des Logistik-Checks gleich im An- effizient zu machen. Diesem Anspruch ist inet- schluss konkrete Optimierungsprojekte in Angriff logistics bis heute treu geblieben. Und der unge- genommen haben. Einen Branchenschwerpunkt brochene Pioniergeist hat sich ausgezahlt: Im bildete 2009 die Baulogistik. „In der Bauindustrie TMS-Markt, einem Bereich, dem IT-Analysten eine wird die Logistik als solche häufig nicht wahrge- große Zukunft bescheinigen, steht die GW-Tochter nommen.“ Und dies, konstatiert Harry Stiastny, an der Schwelle zu exponentiellem Wachstum. „obwohl sie für bis zu 30 Prozent der Gesamtkos- „Um diese Schwelle zu überschreiten, haben wir ten verantwortlich zeichnet.“ Ein entscheidender die Organisation 2009 gezielt weiterentwickelt und
    • 28  29noch professioneller aufgestellt“, berichtet CEO Gebrüder Weiss Rail CargoOswald Werle. Die Produkt- und Dienstleistungsportfolioswurden weiter verfeinert, interne Strukturen ange- Weiter auf Schienepasst. Ein neuer Markenauftritt schärfte das Profil Mit Service Excellence verteidigte die Bahnspedi-von „inet“ und rückte die Leistungsfähigkeit des tion von Gebrüder Weiss 2009 ihre Marktanteile –Unternehmens ins Zentrum. Der Name inet sei für und brachte sich gleichzeitig als Spezialist für dieviele Logistikmanager inzwischen ein fester Begriff, Zukunftsmärkte in Südosteuropa in Position.stehe für Vertrauen, Agilität und exzellente Leistung, „Geht es der Wirtschaft gut, geht es uns gut“,ist Werle stolz: „Mit dieser starken Marke können konstatierte Rail Cargo-Geschäftsführer Walterwir nachhaltig unser Ziel verfolgen, in fünf Jahren Dolezal in Zeiten der Hochkonjunktur für seineweltweit zu den Top-5-Anbietern von Transport Branche. 2009 zeigte sich dem Schienengüterver-Management Lösungen zu gehören.“ kehr die Kehrseite der Medaille. „Die schwierige wirtschaftliche Lage und der damit verbundeneMarktseitig waren Transportoptimierung und Kosten- Preiskampf haben sich erwartungsgemäß auf dasreduktion die bestimmenden Themen des Jahres Ergebnis ausgewirkt“, so Dolezal. Primäres Ziel2009. Und inet verstand es, seinen Kunden rasch der GW-Bahnspedition sei deshalb gewesen, dieEinsparpotenziale zu eröffnen. Dabei bewährte sich bestehenden Marktanteile zu sichern. „Dass unsdie Strategie, die Partner der Logistikkette stand- dies auch gelungen ist, verbuchen wir als wichti-ort- und unternehmensübergreifend über Internet gen Erfolg.“zu vernetzen. „Wir stellen unseren Kunden schonseit jeher all unsere Softwareprodukte webbasiert Als ausschlaggebend für das Vertrauen der verla-zur Verfügung“, berichtet Oswald Werle. Neben denden Wirtschaft bezeichnet Dolezal die hoheder schnellen Implementierung bringen solche Soft- Servicequalität. „Unser Team hilft auch dann raschwarelösungen vor allem auch finanzielle Vorteile. und kompetent weiter, wenn’s brennt. Das wissenSo fallen nur geringe Anfangsinvestitionen an und unsere Kunden zu schätzen.“ So beförderte Railim Betrieb bestimmt die tatsächliche Auslastung Cargo auch 2009 wieder Massengüter mit einemden Aufwand. Gesamtgewicht von rund einer Million Tonnen. Die Palette der transportierten Güter reichte vonAuf die Technologie von inet setzte 2009 wieder überdimensionalen Plastikrohren mit Destinationeine Reihe renommierter Unternehmen. Unter Griechenland bis hin zu Waggonladungen Düngeranderem beauftragte der Motorradhersteller KTM mit Endbestimmung Türkei.das inet-Team mit der Optimierung der Prozesseim Zusammenhang mit Sondertransporten. Ob Überhaupt habe man sich im abgelaufenen Ge-Luft-, See-, Landtransport, Kurier- oder Express- schäftsjahr als Spezialist für Südosteuropa amdienstleistung – seit Anfang November werden Markt positioniert, so Walter Dolezal. „Es ist davonAusschreibungen und Disposition aller Spezial- auszugehen, dass der wirtschaftliche Aufschwungaufträge mithilfe der Module Transportdisposition für die Verkehre mit den jüngsten EU-Mitgliedernund Transportauftragsmanagement abgewickelt. Rumänien und Bulgarien die größten ZuwächseAuch die Kapsch-Gruppe vergibt seine Transporte bringen wird.“ Und Rail Cargo legt schon jetzt dienunmehr über inet-TMS gezielt an den bestgeeig- Weichen in die Zukunftsmärkte.neten Logistikdienstleister. Und so unterschiedlichdie Anforderungen von Unternehmen aus ver-schiedenen Branchen auch sein mögen: Sie alleprofitieren letztlich von sinkenden Prozesskostenund mehr Transparenz.
    • Aus den Fachbereichen dicall Osten Österreichs“, erzählt Florian Maurer. Und im Laufe der Zeit sei die Partnerschaft sowohl in Bezug auf die Aufgaben als auch auf die betreuten Stand- Qualität gewinnt orte stetig vertieft worden. „Seit 2009 sind wir auch Jung, dynamisch, hart umkämpft und mitten im für das westlichste Depot in Sulz, Vorarlberg, und Umbruch. Auch die Callcenter-Branche stand 2009 damit für sämtliche GWP-Standorte tätig.“ Insge- unter Spannung. Während kundenseitig der Quali- samt betreut das dicall-Team nunmehr rund 9.200 tätsanspruch stieg, drückte der verschärfte Wett- österreichische Paket-Kunden. bewerb die Preise immer weiter nach unten. Das Resultat: eine Marktbereinigung, von der letztlich Qualitätsdienstleister wie dicall profitieren konnten. Über die Entwicklung des Customer Care Centers zeigt sich dicall-Leiter Florian Maurer dann auch zufrieden: „Alle drei Geschäftsbereiche, dazu gehören ein- und ausgehende Anrufe sowie Trainings, blieben konstant auf Vorjahresniveau, tectraxx High Tech Logistics ebenso die Mitarbeiterzahl.“ Für Maurer ist dies nicht zuletzt ein Erfolg der Firmenphilosophie. „Denn von jeher haben wir unsere Kunden mit Herausforderung B2C ihren Bedürfnissen in den Mittelpunkt gestellt Bei der Zustellung von Elektro-Großgeräten an und sind hinsichtlich Qualität keine Kompromis- Privatkunden kommt es nicht nur auf eine effiziente se eingegangen.“ Logistik an. Ebenso wichtig ist dabei technisches Know-how. tectraxx schafft diesen Spagat mit Diese Einstellung überzeugte 2009 unter anderem maßgeschneiderten Servicekonzepten, die auch auch einen namhaften Mobilfunkanbieter. Konkret 2009 wieder sehr gefragt waren. ging es um eine groß angelegte Promotion-Aktion, „Die Endkundenbelieferung stellt Transport- die das Unternehmen in der Vergangenheit teils im dienstleister, Händler und Hersteller vor eine echte eigenen Haus, teils mit verschiedenen Dienstleistern Herausforderung“, weiß Wolfgang Leuthner, Leiter abgewickelt hatte. dicall habe dafür ein Gesamt- von tectraxx High Tech Logistics. Empfänger, die paket angeboten und den Zuschlag erhalten, er- nur zu Randzeiten zuhause sind, abseits gelegene läutert Maurer. „Und zwar, wie uns gesagt wurde, Wohnhäuser oder fehlende Be- und Entlademöglich- weil Preisgestaltung und Qualitätskriterien optimal keiten machen eine wirtschaftliche Transportab- zusammenpassten.“ Ab Herbst 2009 kontaktierten wicklung schwierig. Vor Ort ist dann häufig noch die dicall-Mitarbeiterinnen kleine und mittelständi- technische Kompetenz erforderlich, um Geräte an sche Unternehmen in ganz Österreich, vereinbarten Wasser und Stromkreis anzuschließen oder einen Gesprächstermine für das mehrköpfige Außendienst- Defekt zu beheben. Team und brachten im Zuge dessen auch gleich die übermittelte Datenbank auf Stand. Angesichts steigender Kundenansprüche und zu- nehmenden Kostendrucks sehen sich High-Tech- Bereits im Jahr 2002 stand der Gebrüder Weiss- Unternehmen verstärkt nach einem professionellen Paketdienst (GWP) vor der Herausforderung, Partner für die „Rundum-Betreuung“ ihrer Kon- für seine Kunden bestmöglich erreichbar zu sein sumenten um. „Schon seit Jahren stellen wir für und gleichzeitig seine Mitarbeiter zu entlasten. renommierte Versandhäuser flächendeckenden Die Lösung bot das zu diesem Anlass ins Leben Service für Endkunden sicher“, berichtet Leuthner. gerufene Customer Care Center dicall. „Von An- „Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung haben fang an fungierten wir als zentrales Eingangstor sich im Jahr 2009 nun auch Interspar Österreich und für Kunden und Empfänger der fünf Depots im Neckermann für eine Zusammenarbeit entschieden.“
    • 30  31Seit September zeichnet tectraxx in allen 52 Inter- Handel erhältlich – nicht zuletzt dank leisure+sportsspar-Hypermärkten nicht nur für die Zustellung logistics. „Im Auftrag von Adidas stellten wir kurz-von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik, fristig ein Konzept für die Verteilung dieser Bälle undsondern zudem für deren Aufbau, Montage und weiterer WM-Artikel auf die Beine“, erläutert derAnschluss sowie die fachgerechte Entsorgung von Produktverantwortliche Klaus Bannwarth. BeliefertAltgeräten verantwortlich. Geliefert wird österreich- wurden die Händler in Österreich sowie in Zentral-weit und in benachbarte EU-Länder. Nur wenige und Osteuropa.Wochen später startete der High-Tech-Logistiker Zeit ist in der Sport- und Freizeitindustrie ge-für Neckermann durch. „Der Versandhändler hat nerell der entscheidende Faktor. „Die Branche ent-uns die Hauszustellung von Waren mit einem wickelt sich in technologischer Hinsicht rasantGewicht von mehr als 30 Kilogramm übertragen“, weiter und erwartet ebenso von der Logistikseiteberichtet Wolfgang Leuthner. Dazu gehören neben her ein hohes Tempo und große Flexibilität“,Braun- und Weißwaren auch Gartengeräte, Möbel so Bannwarth. Anforderungen, die leisure+sportsoder Freizeitartikel. Die Leistungspalette der GW logistics auch qualitativ voll erfüllen könne.Business Unit reicht wiederum von der Lagerab- Neben den Vorbereitungen auf das bevorste-holung über die Lieferung bis zur Inbetriebnahme hende Fußball-Megaevent in Südafrika beschäftigteund der Mitnahme von Verpackung und Altgeräten. sich der branchenerfahrene Logistikpartner 2009 verstärkt mit Reorganisierungsprojekten. Denn mitt-„Für den Endkunden bringen diese Kooperationen lerweile hatte die wirtschaftliche Lage auch dereine neue Servicequalität“, freut sich Leuthner. Sportindustrie einen Dämpfer versetzt. In der Konse-„Denn aus effizienter Logistik und anspruchsvollen quenz ging das Team von leisure+sports logisticstechnischen Dienstleistungen schnüren wir für un- aktiv auf seine Kunden zu – mit konkreten Maßnah-sere Kunden ein maßgeschneidertes Lösungspaket, men, um Abläufe zu optimieren, Kosten zu redu-das mit den Anforderungen des Marktes stetig zieren und dabei das Qualitätslevel zu halten. Daswächst.“ Und dass Ansprüche und Erwartungen der Engagement zeigte Wirkung. „Über das Jahr ge-Konsumenten zukünftig weiter steigen werden, steht sehen konnten wir unser bestehendes Geschäftfür den tectraxx-Leiter außer Frage. halten, teilweise sogar weiter ausbauen“, bilanziert Bannwarth. Indessen rüstete sich leisure+sports auch schon für den Aufschwung. Chancen für die GW- Branchenlösung sieht Klaus Bannwarth speziell am Balkan, in einem aktuellen Expansionsgebiet desleisure+sports logistics Logistikkonzerns: „Unsere Niederlassungen vor Ort sind für die Verteilung von Systemgut bereits gut aufgestellt. Sobald der Markt wieder anspringt,Perfektes Timing werden wir sicherlich den einen oder anderen Kun-Schon vor der WM in Südafrika war leisure+sports den in diese boomende Region begleiten.“logistics wieder in Sachen Fußball im Einsatz.Auch sonst blieben die branchenkundigen Logis-tiker am Ball. Am 4. Dezember 2009 blickte die Fußball-Welt gespannt nach Kapstadt. Dort fiel mit derGruppenauslosung der Startschuss für die Welt-meisterschaft 2010. Darüber hinaus wurde an jenemAbend auch „Jabulani“ präsentiert, der offizielleSpielball des Turniers. Bereits tags darauf war dasHigh-Tech-Produkt des Herstellers Adidas im
    • Aus den Fachbereichen „ Zudem galt es, das Weiterbildungsangebot Die Herausforderungen für die GW-Personal- an die veränderten Voraussetzungen entwickler wandelten sich innerhalb kurzer Zeit. “ und Bedürfnisse anzupassen. automotive logistics Pleite“, berichtet Pichler. Außerdem seien zahllose Projekte gestoppt beziehungsweise „bis nach der Krise“ auf Eis gelegt worden, „was wir schon Das schwarze Jahr der Automobilindustrie spüren“. Entgegen diesem Trend konnte der Milliardenverluste, Firmenzusammenbrüche und Automotive-Manager aber einige erfolgreiche Übernahmen. Die Traditions-Autostadt Detroit am Initiativen starten: Unter anderem wird Gebrüder Boden und Bosch, der weltgrößte Zulieferer, erst- Weiss ab 2010 mit einem deutschen Partner ein mals in der Nachkriegszeit in den roten Zahlen. Distributionscenter für einen namhaften Reifen- 2009 war das wohl härteste Jahr in der Geschichte hersteller in Westungarn betreiben. der Automobilindustrie. automotive logistics schlug „Wir sind 2009 mit einem blauen Auge davon- sich dennoch wacker. gekommen, aber es ist noch lange nicht alles aus- Eine Branche zwischen Hoffen und Bangen. gestanden“, ist Kurt Pichler überzeugt. Glaubt man Das Competence + Solutions Center automotive den Umfragen renommierter Beratungsunterneh- logistics bewegte sich 2009 in einem Umfeld, men, soll erst nach 2013 wieder der Stand von in dem es primär galt, bestehendes Geschäft zu 2008 erreicht sein – während manche Zulieferer verteidigen und neu zu kalkulieren. Allgegenwärtig: von sich behaupten, die Krise schon überwunden die oft gar verzweifelte Suche aller Marktplayer zu haben. „Aber wie dem auch sei“, sagt Pichler, nach Einsparpotenzialen. „wir haben uns der Branche längst als verlässlicher In Anbetracht dessen fällt das Fazit von Kurt Partner empfohlen und werden diesem Anspruch Pichler, Leiter Business Development Automotive, auch weiterhin gerecht werden.“ Rückhalt gebe positiv aus: „Bestandskunden konnten – sofern un- nicht zuletzt die innere Stabilität des Unternehmens sererseits beeinflussbar – im Wesentlichen gehalten und die verstärkte Zusammenarbeit mit den GW- werden. In Summe hielten sich Verluste und Zuge- Niederlassungen. winne etwa die Waage.“ Geringere Bestände in der Supply Chain der Kunden haben GW automotive logistics jedoch stark gefordert. Denn damit stiegen die Anforderungen hinsichtlich Laufzeiten und Liefergenauigkeit – und dies bei reduziertem Ertrag, stetigem Wettbewerbs- und Kostendruck. Den weltweit enormen Produktions-Über- kapazitäten wurden selbst staatliche Verschrot- tungsprämien nicht Herr, die zu Jahresbeginn die Verkaufszahlen noch in die Höhe schnellen ließen. „Viele, auch namhafte Zulieferer schlitterten in die
    • 32  33Personalentwicklung Mit dem aktionsbasierten Lernen könne man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, freut sich Helmut Schöpf über das Engagement der Niederlassung:Die lernende Organisation „Einerseits wird eine gute Lösung für ein anstehen-Ein Unternehmen, das ständig in Bewegung bleibt. des Problem gefunden, andererseits machen dieDas innere wie äußere Reize aufnimmt und als Mitarbeiter dabei neue Erfahrungen und gewinnenMotor einer stetigen Entwicklung annimmt. Dessen zusätzliche Kompetenzen – auf fachlicher wieMenschen voneinander lernen und sich gemeinsam persönlicher Ebene.“weiterbringen. Ein Unternehmen, das selbst ausschwierigen Situationen neue Erfahrungen schöpft Initiativen wie diese zeigen, dass die Personalent-– wie Gebrüder Weiss im Jahr 2009. wicklung die eingangs zitierten Herausforderungen Die Herausforderungen für die GW-Personal- des Jahres 2009 nicht nur angenommen, sondernentwickler wandelten sich innerhalb kurzer Zeit. auch gemeistert hat. Trotz schwieriger wirtschafts-Und dies grundlegend. „Lagen unsere Schwer- politischer Rahmenbedingungen eine lernendepunkte noch wenige Monate zuvor in Themen wie Organisation zu bleiben – das war das große ZielEmployer Branding, Unternehmenskultur oder von Helmut Schöpf. „Denn mit dem Lernen darfRecruiting“, erzählt deren Leiter Helmut Schöpf, auch in schlechten Zeiten nicht Schluss sein“, macht„so orientierten wir uns im Laufe des Jahres 2009 der Personalentwickler deutlich.mehr und mehr am operativen Geschäftsverlauf.“Die tatkräftige Unterstützung von Organisationsent-wicklungsprojekten wurde zum Gebot der Stunde.Zudem galt es, das Weiterbildungsangebot an die IT-Servicesveränderten Voraussetzungen und Bedürfnisseanzupassen. Internes Wissen bekam dabei Vorrang.„Unser Vorteil war, dass wir bereits in der Vergan- Nahtlose Kommunikationgenheit konzernweit Mitarbeiter zu ‚Spezialisten‘ „Einsatz an vielen Fronten“ hieß es 2009 für dieausgebildet haben, die ihre Erfahrung, ihr Know- Mitarbeiter der orangen IT-Services. Sie habenhow an interessierte Kollegen weitergeben“, sagt den Lebensnerv der Spedition gestärkt, die Air &Schöpf. Solche internen Wissensseminare habe Sea-Organisation mit einem effizienten Werkzeugman 2009 im „orange college“ verstärkt angeboten. versorgt und darüber hinaus die Betreuung derParallel dazu schlugen die Personalentwickler aber PC-Anwender des Gebrüder Weiss-Paketdienstsmitunter ganz neue Wege ein, um das Lernen am übernommen.Arbeitsplatz zu fördern. Das Herz der orangen Informationstechnolo- gie schlägt jetzt in Kennelbach: Dort hat GebrüderWertvolle Impulse kamen in diesem Zusammen- Weiss das Gelände des ehemaligen Fassadenbauershang aus verschiedensten Regionen des Unterneh- Bug-Alu-Technik übernommen. Im Juni 2009 sindmens. So beispielsweise aus Maria Lanzendorf, die 125 Mitarbeiter der Abteilung IT-Services vonwo das altbekannte Prinzip „Learning by Doing“ Wolfurt in die nur wenige Kilometer entfernten neu-gezielt genutzt wurde. Die Personalentwicklung en Räumlichkeiten umgezogen und haben sichvor Ort regte das so genannte Action Learning an. schnell eingelebt, wie Klaus Heim, Leiter IT-Services,Dabei gibt das Management ein Thema vor, das erzählt: „Es war uns wichtig, hier ein produktivesim Unternehmen wesentlich ist, für das im Tages- Arbeitsumfeld zu schaffen. Schließlich wird das ge-geschäft aber kaum Zeit bleibt. Projektleiter und samte Transport- und Logistikgeschäft von EDV-freiwillige Teammitglieder arbeiten anschließend Systemen gesteuert.“ Und seine Mannschaft sorgteinen Projektplan aus und setzen diesen gemein- dafür, dass die GW-Mitarbeiter weltweit perfektesam in die Tat um. technische Bedingungen vorfinden.
    • Aus den Fachbereichen Der elektronische Datenaustausch (EDI) mit Kun- ment verlangte sowohl der Air & Sea-Organisation den und Partnern, aber auch zwischen internen als auch den IT-Services einiges ab, führte aber Systemen, ist heutzutage der „Lebensnerv“ des letztlich ans Ziel. „Mittlerweile wickeln 27 Stationen Speditionsgeschäfts. „Bereits drei Viertel aller in Europa, Japan, Taiwan und den Vereinigten Transportaufträge gehen elektronisch bei uns ein, Arabischen Emiraten ihr gesamtes Luft- und See- täglich an die 18.000“, berichtet Heim. Alles in frachtgeschäft über die Konzernsoftware GWsoft allem laufen an die 70.000 Transaktionen pro Tag ab“, so Mennel. ab, Tendenz steigend. Denn im Vergleich zur manuellen Erfassung stehen Daten auf digitalem Das Geschäft im Blick Wege schneller und fehlerfrei zur Verfügung, zu- Mit dem neuen EDV-System hat die Air & Sea- dem lassen sich beispielsweise auch Barcodes Organisation zugleich ein effizientes Controlling- mitschicken. Fehlen dagegen die elektronischen instrument in die Hand bekommen. Denn GWsoft Daten, werden Be- und Entladung erschwert, ist auch in das konzerninterne Business Warehouse Statusrückmeldungen sind erst gar nicht möglich. (BW) eingebunden – ein Reporting-System, das Entsprechend hoch sind die Anforderungen an wertvolle Informationen liefert, um das Geschäft die Informationssysteme, die den Datenaustausch gezielt steuern zu können. So lassen sich über das steuern: Sie müssen rund um die Uhr zuverlässig BW mit geringem Aufwand Managementberichte, und leistungsfähig im Einsatz sein. Routenstatistiken oder verschiedene Auswertungen Als der bewährte EDI-Pool an seine Grenzen über die Produktbereiche Luft- und Seefracht er- stieß, galt es daher, schnell eine Nachfolgelösung stellen. Maßgeschneiderte Reports wurden 2009 zu finden – auch in Anbetracht dessen, dass immer aber nicht nur für den Überseebereich, sondern mehr Unternehmen auf EDI setzen und die Daten- auch für den Fachbereich Landverkehr realisiert. mengen rasant zunehmen. Gemeinsam mit einem „Unter anderem haben wir die Partnerstatistik Berliner Softwarehaus schufen die GW-Entwickler abgelöst sowie die Maut- und Frankaturberichte die optimale Lösung, die seit 2009 Schritt für Schritt zur Verfügung gestellt“, konkretisiert BW-Projekt- den alten EDI-Pool ersetzt. „Damit sind wir für die leiter Markus Hölzl. „Weitere Berichte kommen nun kommenden Jahre bestens aufgestellt“, ist Heim laufend hinzu.“ überzeugt. Im Dezember 2009 liefen bereit 60 Pro- zent aller EDI-Datenströme über das neue System. Besser bewegen Bereits seit 2006 ermöglicht ein LKW-Leitsystem Changemanagement für Air & Sea im GW-Terminal Maria Lanzendorf transparentere Im selben Monat brachten die Mitarbeiter der IT- Prozesse und schnellere Reaktionszeiten: Die EDV- Services ein Projekt zum Abschluss, das sie über Lösung erfasst alle LKW-Bewegungen auf dem mehrere Jahre hinweg intensiv gefordert hatte. Gelände, verwaltet die Tore und stellt diese Infor- „Brno war der letzte GW-Standort, an dem wir die mationen in Echtzeit zur Verfügung. Mittels Handy alte Air & Sea-Software durch eine neue ersetzt oder Pager kommuniziert das Leitsystem mit haben“, sagt Projektleiter Martin Mennel. Dabei hat- den Fahrern und regelt auch deren Zutrittsrechte. ten heterogene Strukturen sein Team zuvor noch Letztlich stehen die Fahrzeuge schneller zur Be- auf eine Belastungsprobe gestellt. Denn in beinahe und Entladung bereit – die beteiligten Abteilungen jeder Niederlassung variierten die Prozesse, gab wissen jederzeit über die Geschehnisse im es andere Anforderungen. Terminal Bescheid. Die neue, eigens entwickelte Software bot nun Nachdem das Leitsystem 2007 in Linz in Be- die Chance, die Abläufe konzernweit zu optimieren, trieb gegangen ist, wurde es vom IT-Team in enger einheitlich zu gestalten und in der Folge Qualität Zusammenarbeit mit den Niederlassungen konse- sowie Produktivität in der Sparte Air & Sea weiter quent optimiert und weiterentwickelt. „2009 haben zu steigern. Das dafür nötige Veränderungsmanage- wir das System in neun weiteren Niederlassungen
    • 34  35ausgerollt – auch mehrsprachig“, sagt Klaus Heim. Ausgangskontrolle wurde Mitte 2009 die sicher-„Genutzt wird es mittlerweile von fast 1.000 Mitar- heitstechnische Ausgangskontrolle eingeführt.beitern in Österreich, Deutschland, der Schweiz, in Seitdem sind auch bestimmte Angaben zu machen,Ungarn, Tschechien und der Slowakei.“ die eine Risikoanalyse der Sendungen ermöglichen. „Angesichts der Komplexität des Themas hattenIT für den Paketdienst wir schon frühzeitig Schulungen durchgeführt undMittlerweile betreut die IT-Mannschaft rund 3.500 die nötigen EDV-technischen Adaptierungen vor-PC-Anwender von Basel bis Bukarest, von China genommen“, berichtet der GW-Zollverantwortlichebis Dubai, bei GW und in den orangen Tochter- Thomas Zeillinger. So sei die Einführung letztlichunternehmen. „Seit kurzem sind wir auch beim reibungslos über die Bühne gegangen.Gebrüder Weiss-Paketdienst (GWP) für den Basis- EU-weit harmonisiert wurde mit 1. Septemberbetrieb verantwortlich“, berichtet Heim. Konkret 2009 auch die Registrierung aller Wirtschaftstrei-werden von GW-Seite Office-Programme, Internet, benden, die im Außenhandel tätig sind. Sie habenMail oder SAP zur Verfügung gestellt, während die sich seither verpflichtend in der so genannten EORI-EDV-Systeme zur Auftragsabwicklung und ebenso Datenbank (engl. Economic Operator Registrationdie Hardware weiterhin in der Verantwortung des and Identification) einzutragen. Die zugewieseneFranchisegebers DPD liegen. Dem GWP, der diese eindeutige Identifizierungsnummer ist im gesamtenAufgaben bisher selbst bewerkstelligt hatte, bringt Informations- und Datenaustausch mit den Zoll-diese neue Kooperation insbesondere mehr Sicher- behörden erforderlich, insbesondere bei Zollan-heit: Denn bei Gebrüder Weiss sind sämtliche ge- meldungen. Laut Zeillinger mussten im Laufe desschäftskritische Systeme hochverfügbar. Jahres konzernweit zigtausende EORI-Nummern in die Informationssysteme eingepflegt werden. Nachdem Gebrüder Weiss im Jahr 2008 der erste „Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte“ (Autho-Zolldienstleistungen rised Economic Operator, AEO) Österreichs war, kann nun auch GW Deutschland dieses Gütesiegel für die Zollabwicklung vorweisen. Weitere Landes-Zeitenwende organisationen folgen. „Die Vorarbeiten in mehrerenDer modernisierte Zollkodex der EU forderte EU-Ländern laufen bereits“, berichtet Zeillinger.Gebrüder Weiss auch 2009. Auf dem Programmstand das Ausfuhrkontrollsystem sowie daseuropäische Registrierungs- und Identifikations-system für Wirtschaftsbeteiligte. Mit der Initiative „e-Zoll“ ist für die europäi-sche Zollunion das digitale Zeitalter angebrochen.Seit 2005 werden Zollverfahren innerhalb derEU Schritt für Schritt vereinheitlicht, vereinfacht,papierlos abgewickelt und zentral verwaltet. Sosollen beispielsweise mithilfe eines automatisiertenAusfuhrsystems in einem Mitgliedstaat begonneneExporte in einem anderen EU-Land abgeschlossenwerden können, ohne dass erneut dieselben An-gaben gemacht werden müssen. Ein wesentlicher Teil dieses Ausfuhrsystemsist das Ausfuhrkontrollsystem (engl. Export ControlSystem, ECS). Nach der zoll- und steuerrechtlichen
    • Šárka Šoleová Šárka Šoleová begann ihre Laufbahn bei Gebrüder Weiss im Jahr 1998. Dass sie eine Bereicherung für den Konzern darstellen würde, war sofort klar. Gleich drei verschiedene Positionen wurden ihr angeboten. Schlussendlich startete sie ihre Kar- riere bei GW als Assistentin der Geschäftsführung in der Prager Niederlassung. Dynamik ist nur eine Gemeinsamkeit, die Šárka Šoleová und GW verbin- det. Diese Dynamik spiegelt auch ihr beruflicher Werdegang innerhalb des Unternehmens wider. Sie arbeitete weiters in der Personalentwicklung und setzt ihre Fähigkeiten und ihr Know-how seit nunmehr vier Jahren als Marketing-Managerin für GW Tschechien ein. Was sie an ihrem beruflichen Alltag besonders schätzt, sind die Vielschichtig- keit ihres Aufgabengebietes, die täglichen Heraus- forderungen, die damit einhergehen, und die aus- gezeichnete Atmosphäre innerhalb ihres Teams. „Als Marketing-Managerin bin ich täglich mit neuen Herausforderungen kon- frontiert – das hält mich in Bewegung.“
    • Dynamik prägtihren beruflichen Alltag 38  39 Šárka Šoleová GW Tschechien
    • Alois Tement „Neue Destinationen und der rasante technische Fortschritt sorgen für Bewegung in meinem Beruf.“ Seit knapp drei Jahrzehnten ist Alois Tement für Gebrüder Weiss „on the road“ unterwegs. Seine „Weggefährten“ sind absolute Schwergewichte – doch Alois weiß mit ihnen umzugehen. Rund fünf Millionen unfall- und schadensfrei zurückgelegte Kilometer zeugen ebenso von den fahrerischen Qualitäten des Fernfahrers wie oberste Podest- plätze bei verschiedenen Geschicklichkeitsbewer- ben. Für Alois Tement war und ist LKW-Fahrer ein Traumberuf. Um sich dafür das nötige techni- sche Know-how anzueignen, absolvierte er noch vor seiner Karriere als Fahrer eine Lehre zum Kfz-Mechaniker. Über seinen Beruf lernte der Dornbirner ganz Europa kennen – von Schweden bis Italien, von Irland bis Osteuropa führte ihn seine Tätigkeit. Vor fünf Jahren schließlich speziali- sierte sich Alois Tement auf Transporte nach Großbritannien.
    • Seit knapp drei Jahrzehnten„on the road“ 40  41 Alois Tement GW Lauterach
    • Yongquan Chen „Was ich sage, das tue ich. Sonst würde ich nicht darüber reden.“ Sein erster offizieller Arbeitstag bei Gebrüder Weiss war am 3. August 1992. Das Büro war unter- gebracht in einem 25 m2 großen Zimmer in einem Gästehaus. Ausgestattet war das „Büro“ mit nicht mehr als einem Schreibtisch, einem Telefon und einem Kopiergerät, das ihm aus Österreich mitge- bracht wurde. Yongquan Chen war der erste An- gestellte von GW Asien. 17 Jahre später wurde er Landesleiter und ist heute verantwortlich für zwölf Niederlassungen in China. Gleichzeitig ist er Mit- glied des Gebrüder Weiss-Air & Sea-Management Teams. Das Wichtigste für ihn, sowohl privat als auch beruflich, sind Commitment und Respekt. Was er sagt, das macht er auch. Auf dieser Grund- haltung basiert seine erfolgreiche Karriere. Zu- sätzlich hat der Landesleiter ein ganz klares Ziel vor Augen: China soll sich innerhalb des weltwei- ten Netzes zu einem der besten Länder entwik- keln. Im Moment konzentriert er sich auf Optimie- rungsprozesse, um Neukunden zu gewinnen und bestehenden Kunden einen zusätzlichen Mehr- wert zu bieten. Er ist überzeugt, dass sich die Wirtschaft in China erholen wird.
    • Commitment und Respektsind seine Kernwerte 42  43 Yongquan Chen Weiss-Röhlig China
    • In ihr vereint sich die Zeit:BewegungOhne sie ist Stillstand. Durch sie entsteht Neues und wird Altes bewahrt.Bewegung ist das Gegenteil von Ruhe. Wer etwas bewegen will, muss sichselbst bewegen. Wer den Mut hat, nach neuen Wegen zu suchen, klareEntscheidungen zu treffen und sein Ziel vor Augen hat, der bewegt – auchwenn er mal innehält. Allerdings hält der Wandel der Zeit in Bewegung.Nichts bleibt wie es war, konstant ist einzig die Veränderung. Und die ent-steht durch Bewegung. Wäre Christoph Kolumbus am 3. August 1492 nicht in See gesto-chen, um im Auftrag der spanischen Krone den kürzesten Weg nach Indienzu suchen, wäre er nicht noch im selben Jahr auf Amerika gestoßen. SeineBewegung hat vieles verändert, auch wenn bereits 500 Jahre vor ihm Amerikavon Leif Eriksson entdeckt wurde. Fakt bleibt, Herr Kolumbus hat sich aufge-macht, um etwas zu bewegen. Es ist immer der einzelne Mensch, der etwasverändert. Ob im Kleinen oder Großen, Bewegung erzeugt immer Veränderung.Dabei ist oben nicht automatisch vorne. Auch der Schritt zurück ist Bewegung.Ob dieser positiv oder negativ bewertet wird, liegt im Auge des Betrachtersund seiner Perspektive. Ob es vorher besser oder schlechter war, entscheidetder, der darüber nachdenkt. Auch, ob eine Wertung überhaupt notwendig ist.Im EinklangWer über Bewegung nachdenkt, der kommt nicht um die Zeit herum. Egal,welche Vorstellung wir von der Bewegung haben, ob als Ortsveränderung wiebei Christoph Kolumbus oder als quantitative und qualitative Veränderung.Die Frage lautet: Was ist Zeit? Bis wann geht die Vergangenheit? Ab wannbeginnt die Zukunft? Wann findet die Gegenwart statt? Bis heute haben wederPhilosophen noch Logiker eine Antwort auf diese Fragen gefunden. Sicher istallerdings, die Zeit ist ein Kontinuum – sie fließt, ohne anzuhalten. „Bewegungist Verwirklichung der Möglichkeit dessen, was im Seienden steckt, eine ArtÜbergang, ohne die Einheit zu verlieren“, erklärte Aristoteles. „Da alles, wassich bewegend verändert, in der Zeit sich bewegt und von etwas fort zu etwashin wechselt, so gilt auch: In der Zeit, in welcher es sich bewegt, und zwarin der unmittelbaren, kann das Bewegte unmöglich im genauen Sinn an einerbestimmten Stelle sein.“ Mit dieser Erklärung gab der Philosoph und Denkerauch die Erklärung, was das Gegenteil von Bewegung ist. Ruhe. Ruhenbedeutet, „etwas sei als Ganzes und mit allen seinen Teilen an ein- undderselben Stelle“. Dass nichts bleibt wie es war, liegt in der Natur der Sache,denn die vollkommene Ruhe ist der Tod. Solange es Leben gibt, wird esBewegung geben – von Informationen, Waren und Emotionen.
    • „„ 44  45 Großer Wissensdurst – die Seidenstraße Neues entsteht! Die sagenumwobene Seidenstraße und der blühende Handel zwischen den mächtigen Hansestädten entwickelten sich als Konsequenz aus der Vergangenheit. Treibende Kraft war der Handel: der Tausch von Waren und Wissen. Transporte waren mehr als die Bewegung von Produkten von einem zu einem anderen Ort. Durch ihn sind Informationen über Kenntnisse, Handwerk und Weltanschauungen an verschiedene Orte gelangt. Auch wenn die Blütezeit des Handels auf der Seidenstraße und der Hanse längst vergangen ist, so werden doch auch heute noch Menschen durch ihre Geschichte bewegt. „Nur in der Bewegung, so schmerzlich sie sei, ist Leben.“ Jacob Burckhardt (1818–1897), Schweizer Historiker In Bewegung Sie entstand durch den Wunsch, Wissen und Waren miteinander zu tauschen: die Seidenstraße, eine Verbindung zwischen Asien und Europa. Seit wann ge- nau sie besteht, ist nicht belegt. Wissenschaftler vermuten die Anfänge ihrer Existenz auf den Beginn der Bronzezeit, schließen jedoch nicht aus, dass es sie schon vorher gab. Ihren Ursprung hat die Handelsroute in der Sehnsucht der Menschheit nach dem Unbekannten. Es begann mit dem Austausch von Kenntnissen in der Metallgewinnung und -verarbeitung. Allerdings entwickelte sich das Geschehen schnell weiter und auch Waren, Kultur und Kontakte wur- den über sie „transportiert“. Den politischen Querelen zum Trotz, entwickelten sich die vielfältigen Handelsverkehre auf der Seidenstraße rasant weiter. Ihre Blütezeit hatte sie während der mongolischen Herrschaft im 13. und 14. Jahr- hundert, bevor sie an Bedeutung verlor und Transporte zunehmend auf den Seeweg verlagert wurden. Mit der Zeit ersetzten Schiffe die Land-Verbindungen über die Seidenstraße.
    • In ihr vereint sich die Zeit Kostbarer Stoff Das begehrteste chinesische Produkt in Europa war die Seide – der Namens- geber der Route. Obwohl der kostbare Stoff für den Westen das außergewöhn- lichste Gut war, das über die Handelsroute transportiert wurde, verzerrt die Namensgebung die Wirklichkeit des Handels. Denn es wurde eine Vielzahl an- derer Waren über die Seidenstraße getauscht. Die ältesten Funde chinesischer Seide in Europa wurden in einem keltischen Fürstengrab auf der Heuneburg, im Kreis Sigmaringen, gemacht. Zu dieser Zeit, 6. Jahrhundert vor Christus, war Seide ein überaus seltener Stoff im Westen. Sie gehörte wie Purpur und Glas zu den Luxusartikeln im Römischen Reich. Nur die Reichsten konnten sich bescheidene Mengen des kostbaren Stoffes leisten. „ Die ganze Menschheit teilt sich in drei Klassen. Solche, die unbeweglich sind, solche, die beweglich sind, und solche, die sich bewegen.“ Aus dem Arabischen Komplexes System Für die Europäer waren es neben der Seide vor allem Pelze, Porzellan, Jade und Eisen und für die Chinesen Gold, Edelsteine und Glas, das auf der Seiden- straße transportiert wurde. Nahezu alle Waren wechselten mehrere Male den Besitzer, bevor sie endgültig an ihrem Ziel ankamen. Der transkontinentale Handel wurde von einer Vielzahl an Playern aufrecht erhalten: hunderttausende Tiere und Viehtreiber, Handelsleute und ihre Partner. Mensch und Tier mussten auf der langen Reise unter äußerst schwierigen klimatischen Bedingungen versorgt werden. Oft verließen sich die Kaufleute deshalb auf Zwischenhändler. Nur sehr wenige bereisten die gesamte Strecke von 6.000 km. Unterschiedli- che Stämme kontrollierten an verschiedenen Abschnitten die Route, wie in Zentralasien vor allem Nomadenstämme, die mit ihren Kamelen die extremen Temperaturschwankungen meisterten und so den Handel in Zentralasien be- stimmten. Da jedoch alle Zwischenhändler ihren Profit maximieren wollten, kam es mit Ausnahme der Mongolenherrschaft zu bewaffneten Auseinandersetzun- gen der Zwischenhändler, was der Anfang vom Ende der Seidenstraße war.
    • 46  47Mächtige Gründer – die HanseWährend die Seidenstraße langsam aber sicher an Bedeutung verlor, entstandin Europa die Hanse, eine Vereinigung niederdeutscher Kaufleute, die zwischenMitte des 14. und Mitte des 17. Jahrhunderts bestand. In ihrer Blütezeit warenes mehr als 200 See- und Binnenstädte im nördlichen Europa, die sich inder Städtehanse zusammenschlossen, die durch den ersten Hansetag 1356 insLeben gerufen wurde. Mit der Gründung der Städtehanse wurden die tradi-tionellen Fahrgemeinschaften der vorhergehenden Kaufmannshanse aufge-löst. Handelswege wurden zunehmend sicherer und immer mehr Kaufmänneretablierten ihre Geschäfte auf eigene Faust. Durch die Entsendung einesVertreters in eine andere Stadt war es während dieser Zeit erstmalig möglich,mehrere Handelsgeschäfte von einem zentralen Punkt aus zu koordinieren.Städte wurden neue Handelszentren und der reine Tauschhandel wurde er-weitert durch Schuldscheine und anderen Kreditformen. Der Handel florierte.Kaufleute übernahmen immer mehr eine Vormachtstellung in den Städten,die gleichzeitig den Markt darstellten. Möglich wurde die rasante Entwicklungdurch ein Schiff: die Kogge. Die bauchigen Transportschiffe fassten besondersviel Ladung und mit nur wenigen Schiffen konnte mehr transportiert werden.Neben der Kogge wurden die Farben Weiß und Rot zum Symbol der Hanse.Schwierige EntscheidungswegeDie Hanse war nicht nur auf wirtschaftlichem, sondern auch auf politischemund kulturellem Gebiet ein gewichtiger Faktor. Neben dem Handel von Warenund Gütern wurden auch Gedanken und Ideen innerhalb des Städtebundesgetauscht. Der Verbund der Hansestädte war zunächst lose und auf keinemfundierten Vertragswerk begründet. Aus- und Eintritte waren an der Tages-ordnung. Mitglied der Hanse wurden Städte bis Mitte des 14. Jahrhundertsdurch organisches Wachstum. Die Kaufleute der Stadt nahmen am hanseati-schen Handel teil und wuchsen so quasi in die Hanse-Gemeinschaft hinein.Mit Gründung des Hansetags 1356 mussten förmliche Anträge auf Auf- oderWiederaufnahme gestellt werden. Der erste Hansetag markiert den Startschussfür ein gemeinsames Vorgehen im Interesse der Vorteile und Handelsprivilegiender Hansestädte. Interessanterweise basierte die Beschlussfindung für Ent-scheidungen auf den Hansetagen auf dem Einigkeits- und nicht auf dem Mehr-heitsprinzip. Finale Entscheidungen, ob die Beschlüsse der Hansetage ange-nommen wurden oder nicht, überließ man allerdings dem Rat der Stadt. Derletzte Hansetag fand 1669 in Lübeck statt, bei dem jedoch nur noch neun dervormals 200 Hansestädte vertreten waren.
    • In ihr vereint sich die Zeit Im Wandel der Zeit – Gebrüder Weiss Auch das Unternehmen Gebrüder Weiss hat sich im Laufe seiner langen Firmengeschichte verändert. Aus dem Botendienst von einst ist heute ein international tätiges Transport- und Logistikunternehmen geworden, das nach beiden Weltkriegen wieder aufgebaut wurde, die Ölkrise und EU-Beitritt Österreichs ebenso meisterte wie den Schritt über die österreichischen Landesgrenzen hinaus. Der Ursprung der langen Geschichte liegt bereits im Jahre 1330, als in Fußach am Bodensee der Name „Wizze“ (später Vis, dann Weiss) erstmals in der Steuerliste des Stiftes St. Gallen genannt wurde. Etwas mehr als 100 Jahre später (1445) wurde der Mailänder Bote – eine Transportlinie von Lindau über die Alpen nach Mailand – erwähnt. Einer der ersten Kunden der Boten- anstalt Vis & Spehler war Ulrich Fugger aus dem großen deutschen Handels- haus mit Hauptsitz in Augsburg. Ende des 15. Jahrhunderts gründeten die Fugger eine Filiale in Mailand und benutzten die Transportlinie des Mailänder Boten für Handelswarentransporte von und nach Italien. Mutige Entscheider 1823 wurde das heutige Unternehmen Gebrüder Weiss in Fußach gegründet. Die Verlegung des Firmensitzes nach Bregenz erfolgte 1872, nachdem die Eisenbahnstrecke Lindau–Bludenz eröffnet worden war. In dieser Zeit wurden Filialen in der Donaumonarchie – Wien, Venedig, Genua, Triest – gegründet, aber auch in Buchs in der Schweiz. 1918 waren die Filialen südlich der Alpen verloren gegangen und viele der aufgebauten Strukturen zerstört. Mit Boden- ständigkeit und Bescheidenheit schafften es die Firmeninhaber, nicht nur die Filialen in Vorarlberg, Wien und in der Schweiz zu stabilisieren, sondern sie erfolgreich auszubauen. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg begann Gebrüder Weiss mit der Aufbauarbeit und der Österreich-Expansion – Eröff- nung von mehreren Niederlassungen. Mit Zähigkeit und Bodenhaftung wurde das Traditionsunternehmen das, was es heute ist: Ein Partner, auf den Verlass ist. Ein Unternehmen, das nicht nur Waren und Informationen, sondern auch Menschen bewegt.
    • 48  49Stabile WerteAuch wenn sich vieles verändert, es bleibt immer etwas davon übrig, wie eseinmal war. Leben ist ständige Bewegung. Wer das Leben am Schopf packenwill, der muss sich bewegen. Wichtig ist, sich dabei nicht selbst zu verlieren.Stabile Werte und eine gesunde Balance zwischen dem ehrenvollen Bewahrendes Alten und der offenen Begrüßung des Neuen bieten eine gute Basis fürden Umgang in bewegten Zeiten. Und welche Zeiten sind das nicht?„Die Zeit ist Bewegung im Raum.“Joseph Joubert (1754–1824), französischer Moralist und Essayist
    • Judit Adam Seit beinahe 15 Jahren ist Judit Adam für Gebrüder Weiss tätig. Nach einer Spediteursausbildung an der Hunfalvy János Bilinguale-Fachhochschule in Budapest startete sie direkt von der Schulbank weg bei Hungaroweiss als Import-Sachbearbei- terin. Ihr war wichtig, bei einem internationalen Logistikunternehmen tätig zu werden, um so Kon- takt mit Menschen in anderen Ländern und mit unterschiedlichen Sprachen zu haben. Judit Adam schätzt die vielen Entwicklungsmöglichkeiten, die GW seinen Mitarbeitern bietet. Sie selbst hat mit dem Weiterbildungsangebot ihre beruflichen Weichen innerhalb des Konzerns in Richtung Pro- jektmanagement/Consulting IT-Services gestellt und arbeitet in diesem Bereich seit mehreren Jahren vom Standort Maria Lanzendorf aus für das Landtransporte-Team. Bei ihrer täglichen Arbeit ist es ihre größte Herausforderung und zugleich ihr größtes Ziel, optimale IT-Lösungen zu erarbeiten und dadurch den Mitarbeitern in den Niederlassungen sowie den Kunden den be- ruflichen Alltag zu erleichtern. „Ich sehe jedes abgeschlossene Projekt, das etwas bewegt und weiterbringt, als großen Erfolg.“
    • Optimale IT-Lösungenfür das WeissLand 50  51 Judit Adam GW IT-Services
    • Abschied nach 24 erfolgreichen JahrenEwald Müller Ewald Müller GWP Leopoldsdorf
    • 52  53 Nach 24 Jahren im Dienste von Gebrüder Weiss, 15 davon beim Gebrüder Weiss-Paketdienst (GWP), hat Ewald Müller mit Beginn des Jahres seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten. Der ehe- malige Geschäftsführer von GWP, dessen beruf- liche Laufbahn einst mit einer Lehre zum Spedi- tionskaufmann begann, genießt seine nunmehr gewonnene Freizeit. Doch schwingt auch ein biss- chen Wehmut mit: Vor allem den Kontakt zu seinen Mitarbeitern und das Gefühl, Teil eines erfolgrei- chen Teams zu sein, vermisst er. Generell denkt er gerne an die Zeit bei GWP zurück, insbesondere an die kontinuierlich positive Entwicklung in allen Unternehmensbereichen, an die guten Kunden- beziehungen und an die gute Zusammenarbeit mit den Mitgesellschaftern von DPD Austria, Lager- max und Schachinger. Und natürlich an besondere Höhepunkte, etwa die Beteiligung der Post bei GWP und den Rückkauf der Anteile, die Gründung des Callcenters „dicall“ und die Einführung inno- vativer Produkte wie z. B. die Shuttle Box oder die Weinlogistik.„Ich denke gerne an die Tätigkeit bei GWP zurück, insbesondere an die kontinuierlich positive Entwicklung in allen Unternehmensbereichen.“
    • Beat Iseli Nachdem Beat Iseli in seiner Schweizer Heimat eine kaufmännische Lehre mit dem Schwerpunkt „Internationale Spedition“ abgeschlossen hatte, wuchs sein Wunsch, im Ausland tätig zu werden. Sein Tatendrang führte ihn schließlich nach Un- garn, wo er im Jahr 2003 für Hungaroweiss tätig wurde. Schon bei der ersten großen Herausfor- derung – dem Aufbau eines Netzwerkes für die Osteuropa-Verkehre von der Niederlassung in Dunaharaszti aus – konnte Beat Iseli seine Quali- täten unter Beweis stellen. An der Begeisterung für seinen Beruf und für GW hat sich für den Leiter des Bereichs Export Landverkehre in Ungarn bis heute nichts geändert. Ein großes berufliches Ziel des 33-Jährigen ist es, seine jungen Kolleginnen und Kollegen zu ausgezeichneten Disponen- ten und Kaufleuten auszubilden und mit diesem schlagkräftigen Team eine starke Basis für wirt- schaftlichen Erfolg zu schaffen. „Das Dankeschön eines Kunden ist für mich immer noch etwas sehr Bewegendes.“
    • ErfolgreicherSchweiz-Export 54  55 Beat Iseli GW Dunaharaszti
    • Seit der Lehre im Dienste von Gebrüder WeissMartin Schmidt Martin Schmidt Systemmanagement Europa
    • 56  57„Mit Partnerschaften können wir mehr bewegen.“Martin Schmidt ist seit rund 27 Jahren Mitglied der„Orange Family“. Schon seine Speditionslehre hater bei GW in Tirol absolviert. Danach durchlief erverschiedene Unternehmensbereiche – vom Sam-melverkehr Ausgang über die Exportabteilung biszur Leitung der internationalen Landverkehre. SeitBeginn des Jahres ist er im SystemmanagementEuropa tätig. Als „Kommunikationsdrehscheibefür Partnerangelegenheiten“ ist es für ihn daserklärte Ziel, GW den Partnern als professionellesund zuverlässiges Unternehmen zu präsentieren,sie weiterhin für das GW-Netzwerk zu begeisternund zur erfolgreichen Entwicklung von Partnerbe-ziehungen beizutragen.
    • Standortevon Gebrüder WeissKONZERN-ZENTRALE Gebrüder Weiss Gebrüder Weiss  Gesellschaft m.b.H. Gesellschaft m.b.H.Gebrüder Weiss  6921 Kennelbach, Österreich 3380 Pöchlarn, ÖsterreichGesellschaft m.b.H. Friedrich-Schindler-Straße 12 Manker Straße 556923 Lauterach, Österreich T +43.5574.696.0 T +43.2757.4004.0Bundesstraße 110 F +43.5.9006.1499 F +43.2757.4004.4860T +43.5574.696.0 gw.poechlarn@gw-world.comF +43.5.9006.2609 Gebrüder Weiss service@gw-world.com Gesellschaft m.b.H. Gebrüder Weiss  6923 Lauterach, Österreich Gesellschaft m.b.H. Bundesstraße 110 5020 Salzburg, ÖsterreichSPEDITION T +43.5574.696.0 Robinigstraße 57, Postfach 159 F +43.5.9006.2600 T +43.662.88912.0Österreich gw.lauterach@gw-world.com F +43.662.88912.3800 gw.salzburg@gw-world.comGebrüder Weiss  Gebrüder Weiss Gesellschaft m.b.H. Gesellschaft m.b.H. Gebrüder Weiss 6700 Bludenz, Österreich 4020 Linz, Österreich Gesellschaft m.b.H.Äuleweg 14-16, Postfach 22 Prinz-Eugen-Straße 33 4600 Wels, ÖsterreichT +43.5574.696.0 Postfach 309 Terminalstraße 91F +43.5574.696.2795 T +43.732.7655.0 T +43.732.7655.0gw.bludenz@gw-world.com F +43.732.7655.4480 F +43.732.7655.9310 gw.ooe@gw-world.com gw.ooe@gw-world.comGebrüder Weiss Gesellschaft m.b.H. Gebrüder Weiss  Gebrüder Weiss 6800 Feldkirch, Österreich Gesellschaft m.b.H. Gesellschaft m.b.H.Reichsstraße 149, Postfach 29 2326 Maria Lanzendorf, 6961 Wolfurt-Bahnhof,T +43.5574.696.0 Österreich ÖsterreichF +43.5574.696.2725 Wiener Straße 26 Senderstraße 26, Postfach 3gw.feldkirch@gw-world.com T +43.1.79799.0 T +43.5574.696.0 F +43.1.79799.7100 F +43.5574.696.1110Gebrüder Weiss  gw.wien@gw-world.com gw.wolfurt@gw-world.comGesellschaft m.b.H.8055 Graz, Österreich Gebrüder Weiss  Gebrüder Weiss Alte Poststraße 376, Postfach 18 Gesellschaft m.b.H. Gesellschaft m.b.H.T +43.316.2904.0 9063 Maria Saal, Österreich 6300 Wörgl, ÖsterreichF +43.316.296515 Wutschein 46 Gewerbepark 9gw.graz@gw-world.com T +43.4223.5050.0 T +43.5332.70011 F +43.4223.5050.3500 F +43.5332.70011.25Gebrüder Weiss  gw.kaernten@gw-world.com gw.woergl@gw-world.comGesellschaft m.b.H.6060 Hall, ÖsterreichLöfflerweg 35T +43.5223.206.0F +43.5223.206.324gw.hall@gw-world.com
    • 60  61Deutschland Gebrüder Weiss AG Mazedonien 4133 Pratteln, SchweizGebrüder Weiss GmbH Dürrenhübelstrasse 4 Gebrüder Weiss DOOEL88131 Lindau, Deutschland T +41.58.458.5015 1041 Skopje, MazedonienHeuriedweg 20 F +41.58.458.5055 24th Street, No 39 Sub IlindenT +49.8382.708.0 service.basel@gw-world.com T +389.2.2580.870F +49.8382.708.300 F +389.2.2580.871service.lindau@gw-world.com Bosnien-Herzegowina gw.macedonia@gw-world.comGebrüder Weiss GmbH Gebrüder Weiss d.o.o. Rumänien87700 Memmingen, 71000 Sarajevo, Bosnien-Deutschland Herzegowina Gebrüder Weiss S.R.L.Karatasstraße 6 Dzemala Bijedica bb 907015 Agigea, RumänienT +49.8331.49825.0 T +387.33.777.500 Jud.ConstantaF +49.8331.49825.838 F +387.33.777.504 Comuna Agigea,service.memmingen@ gw.bosnia@gw-world.com Nicolae Titulescu Street, No 8gw-world.com T +40.341.881.664 Bulgarien F +40.341.881.665Gebrüder Weiss GmbH office.ro@gw-world.com90431 Nürnberg, Deutschland Gebrüder Weiss EOODKirchhoffstraße 2 6100 Kazanlak, Bulgarien Gebrüder Weiss S.R.L.T +49.911.958886.0 1, Starozagorska Str. 310299 Arad, RumänienF +49.911.958886.20 T +359.431.625.73 Industrial Zone Sth.service.nuernberg@gw-world.com F +359.431.641.95 Ogorului Street, FN ilia.iliev@gw-world.com T +40.357.423.913Gebrüder Weiss GmbH F +40.357.423.89994036 Passau, Deutschland Gebrüder Weiss EOOD office.ro@gw-world.comIndustriestraße 14b 1582 Sofia, BulgarienT +49.851.807.0 Prof. Tzvetan Lazarov Bldv. 97 Gebrüder Weiss S.R.L.F +49.851.807.10 T +359.2.9700.400 600344 Bacau, Rumänienservice.passau@gw-world.com F +359.2.9700.431 Str. Izvoare, Nr. 117C, C9/5 gw-bulgaria@gw-world.com T +40.334.405.412Schweiz F +40.334.405.413 Kroatien office.ro@gw-world.comGebrüder Weiss AG9423 Altenrhein, Schweiz Gebrüder Weiss d.o.o. Gebrüder Weiss S.R.L.Werftstrasse 1 10000 Zagreb, Kroatien 087015 Bolintin Deal, RumänienT +41.58.458.5511 Jankomir 25 Str. Ithaca nr.1000F +41.58.458.5522 T +385.1.3436.945 T +40.372.678.500kundencenter.schweiz@ F +385.1.3871.834 F +40.372.678.551gw-world.com gw.croatia@gw-world.com office.ro@gw-world.com
    • Standorte von Gebrüder Weiss Gebrüder Weiss S.R.L. Eurocargo d.o.o. Slowenien 550234 Sibiu, Rumänien 16203 Vucje, Serbien Str. Henri Coanda, Nr. 12 Strojkovce Gebrüder Weiss d.o.o. T +40.369.438.655 T +381.16 230 430 1000 Ljubljana, Slowenien F +40.369.438.656 F +381.16 230 402 Celovska cesta 492 office.ro@gw-world.com gw.serbia@gw-world.com T +386.1.5134550 F +386.1.5134564 Gebrüder Weiss S.R.L. Slowakei gw.slovenia@gw-world.com 407039 Cluj Napoca, Rumänien Gebrüder Weiss s.r.o. Tschechien Str. Criseni, FN, 040 01 Košice, Slowakei Sat Dezmir, comuna Apahiha,  Prešovská 4 Gebrüder Weiss spol. s r.o. Jud Cluj T +421.55.729.8649 370 01 České Budějovice, T +40.372.770.896 F +421.55.729.8651 Tschechien F +40.372.770.899 gw.slovakia@gw-world.com Žerotínova 1 office.ro@gw-world.com T +420.387.315.468 Gebrüder Weiss s.r.o. F +420.387.315.470 Serbien 903 01 Senec, Slowakei gw.czech@gw-world.com Dial’ničná cesta  Eurocargo d.o.o. T +421.2.3306.6500 Gebrüder Weiss spol. s r.o. 11000 Beograd, Serbien F +421.2.3306.6516 664 42 Modřice, Tschechien Viline vode bb gw.slovakia@gw-world.com Central Trade Park Modřice, Slobodna zona Beograd Evropská 870 T +381.11 276 00 92 Gebrüder Weiss s.r.o. T +420.548.427.236 F +381.11 276 00 92 965 01 Žiar nad Hronom, F +420.547.217.102 gw.serbia@gw-world.com Slowakei gw.czech@gw-world.com Priemyselná 628 Eurocargo d.o.o. T +421.45.672.7400 Gebrüder Weiss spol. s r.o. 11272 Dobanovci, Serbien F +421.45.672.4702 720 00 Ostrava – Hrabová, Beogradska bb gw.slovakia@gw-world.com Tschechien T +381.11.3715.200 Na Rovince 876 F +381.11.3715.201 Gebrüder Weiss s.r.o. T +420.596.613.119 gw.serbia@gw-world.com 010 65 Žilina, Slowakei F +420.225.354.577 Košická 2 gw.czech@gw-world.com Eurocargo d.o.o. T +421.41.56.50660 34000 Kragujevac, Serbien F +421.41.56.51918 Gebrüder Weiss spol. s r.o. Brace Poljakovic 16 gw.slovakia@gw-world.com 251 01 Říčany – Jažlovice, T +381.34 301 378 Tschechien F +381.34 301 379 Zděbradská ul. gw.serbia@gw-world.com  T +420.323.209.260 F +420.323.209.200 Eurocargo d.o.o. gw.czech@gw-world.com 34220 Lapovo, Serbien Trzni Centar Niegoseva bb T +381.34 852 590 F +381.34 852 591 gw.serbia@gw-world.com
    • 62  63Gebrüder Weiss spol. s r.o. AIR & SEA Gebrüder Weiss 25219 Rudná, Tschechien Gesellschaft m.b.H.K Vypichu 986 Österreich Air & Sea-Terminal SalzburgT +420.311.659.659 5020 Salzburg, ÖsterreichF +420.311.659.669 Gebrüder Weiss  Robinigstraße 57gw.czech@gw-world.com Gesellschaft m.b.H. T +43.662.88912.3700 Air & Sea-Terminal Innsbruck F +43.662.88912.3809Ukraine 6060 Hall, Österreich air-sea-salzburg@gw-world.com Löfflerweg 35TOW Gebrüder Weiss  T +43.5223.206.273 Gebrüder Weiss 04070 Kiev, Ukraine F +43.5223.206.482 Gesellschaft m.b.H.Naberezhno-Khreschatytska 3-A air-sea-innsbruck@gw-world.com Air & Sea-Terminal GrazT +380.44.5361258 8402 Werndorf, ÖsterreichF +380.44.4943975 Gebrüder Weiss  Am Terminal 1cvaleriy.bordyuk@gw-world.kiev.ua Gesellschaft m.b.H. T +43.316.2904.9405 Air & Sea-Terminal Linz F +43.316.2904.9412TOW Gebrüder Weiss  4063 Hörsching, Österreich air-sea-graz@gw-world.com89600 Mukachevo, Ukraine Flughafen Linz-HörschingWul. Kooperatiwna 46, Flughafenstraße 1 Gebrüder Weiss Techno Center »Karpati« T +43.732.7655.9252 Gesellschaft m.b.H.Zakarpatska F +43.732.7655.9256 Air & Sea-Terminal WienT +380.3131.37973 air-sea-linz@gw-world.com 1300 Wien-Schwechat,F +380.3131.37973 Österreicharam.pohosyan@ Gebrüder Weiss  VIE-Speditionsgeb.Obj. 263/1gw-world.com.ua Gesellschaft m.b.H. T +43.1.7007.32444 Air & Sea-Terminal Wien F +43.1.7007.33329Ungarn 2326 Maria Lanzendorf, air-sea-vienna@gw-world.com ÖsterreichGebrüder Weiss Kft. Wiener Straße 26 Gebrüder Weiss 2330 Dunaharaszti, Ungarn T +43.1.79.799.7770 Gesellschaft m.b.H.Raktár u. 2., Pf. 33. F +43.1.79.799.7771 Air & Sea-Terminal Wolfurt – HOH T +36.24.506.700 air-sea-vienna@gw-world.com 6960 Wolfurt, ÖsterreichF +36.24.506.705 Senderstraße 34/Postfach 40gw.hungary@gw-world.com Gebrüder Weiss  T +43.5574.696.0 Gesellschaft m.b.H. F +43.5.9006.1920Gebrüder Weiss Kft. Air & Sea-Terminal Klagenfurt air-sea-wolfurt@gw-world.com4220 Hajdúböszörmény, Ungarn 9063 Maria-Saal, ÖsterreichKülsö-Szoboszlói út 1. Wutschein 46 DeutschlandT +36.24.506.810 T +43.4223.5050.3480F +36.52.371.250 F +43.4223.5050.3503 Weiss Ocean+Air Cargo GmbHgw.hajdu@gw-world.com air-sea-klagenfurt@gw-world.com 20459 Hamburg, Deutschland Herrengraben 3 T +49.40.54005.0 F +49.40.54005.3932 office@woac.de
    • Standorte von Gebrüder Weiss Schweiz Bosnien und Herzegowina Rumänien Gebrüder Weiss AG Gebrüder Weiss d.o.o. Gebrüder Weiss S.R.L. Air & Sea-Terminal Basel Transport i logistika Air & Sea-Terminal Cluj 4133 Pratteln, Schweiz 71000 Sarajevo, Bosnien und 407039 Apahida, Rumänien Dürrenhübelstrasse 4 Herzegowina Str. Criseni FN, Sat Dezmir T +41.58.458.5170 Dzemala Bijedica bb T +40.372.770.895 F +41.58.458.5179 T +387.33.777500 F +40.372.770.899 air-sea-basel@gw-world.com F +387.33.777504 air-sea-cluj@gw-world.com gw.bosnia@gw-world.com Gebrüder Weiss AG Gebrüder Weiss S.R.L. Air & Sea-Terminal Zürich Bulgarien Air & Sea-Terminal Constanta 8058 Zürich-Flughafen, 900900 Constanta, Rumänien Schweiz Gebrüder Weiss EOOD Incinta Port Constanta Frachthof West, Büro 2-369 Air & Sea-Terminal Sofia Cladire Radacina Mol 3, Etaj 1 Postfach 388 1582 Sofia, Bulgarien Cam. 113-115 T +41.58.458.5200 Prof. Tzvetan Lazarov Blvd. 97 T +40.241.480.955 F +41.58.458.5248 T +359.2.9700.400 F +40.241.480.958 air-sea-zuerich@gw-world.com F +359.2.9700.431 air-sea-constanta@gw-world.com air-sea-sofia@gw-world.com Aersped AG International Gebrüder Weiss S.R.L. 8058 Zürich-Flughafen, Italien Air & Sea-Terminal Bukarest Schweiz 012101 Bukarest, Rumänien Postfach 15 Brigl Weiss Air & Sea Cargo SRL Blvd. Expozitiei nr. 1, Etaj 8 Frachthof West 39100 Bozen, Italien T +40.372.67.8520 T +41.58.458.5600 Mitterhoferstraße 1 F +40.372.67.8539 F +41.58.458.5635 T +39.0471.246.276 air-sea-bucuresti@gw-world.com aersped@aersped.ch F +39.0471.246.180 info@briglweiss.it Serbien Gebrüder Weiss Freight Factory  International AG Kroatien Cargo T. Weiss d.o.o. 8058 Zürich-Flughafen, Air & Sea-Terminal Belgrad Schweiz Gebrüder Weiss d.o.o. 11070 Novi Beograd, Serbien Postfach 15  Air & Sea-Terminal Zagreb Milutina Milankovica 23, ulaz 1 Frachthof West 10150 Zagreb-Airport, Kroatien T +381.11.311.5441 T +41.58.458.5640 Pleso b.b., P.O. Box 30 F +381.11.311.0547 F +41.58.458.5649 T +385.1.6265211 air-sea-belgrade@gw-world.com info@ffiag.ch F +385.1.6256491 air-sea-zagreb@gw-world.com
    • 64  65Slowakei Tschechien UkraineGebrüder Weiss s.r.o. Gebrüder Weiss spol. s r.o. TOW Gebrüder WeissAir & Sea-Terminal Bratislava Air & Sea-Terminal Brno Air & Sea-Terminal Kiev821 04 Bratislava, Slowakei 66442 Modřice, Tschechien 04070 Kiev, UkraineMokráň záhon 4 CTPark Modřice 3-a Naberezhno-T +421.2.333.229.48 Evropská 870 Khreschatytska Str., of 23F +421.2.333.229.50 T +420.548.427.234 T +380.44.536.1258air-sea-bratislava@gw-world.com F +420.547.217.787 F +380.44.494.3975 air-sea-brno@gw-world.com nickolay.tsarkov@gw-world.kiev.uaGebrüder Weiss s.r.o.Air & Sea-Terminal Košice Gebrüder Weiss spol. s r.o. Ungarn040 01 Košice, Slowakei Air & Sea-Terminal OstravaPrešovská cesta 4 700 30 Ostrava- Zábřeh, Gebrüder Weiss Kft.T +421.55.729.0356 Tschechien Air & Sea-Terminal BudapestF +421.55.729.8651 U Studia 2253/28 2220 Vecsés, Ungarnair-sea-kosice@gw-world.com T +420.597.010.161 Airport Business Park F +420.597.010.123 Lőrinci út 59, C4. épületGebrüder Weiss s.r.o. air-sea-ostrava@gw-world.com T +36.24.506.784Air & Sea-Terminal Zilina F +36.29.352.901Košická cesta 2 Gebrüder Weiss spol. s r.o. air-sea-budapest@gw-world.com010 65 Žilina, Slowakei Air & Sea-Terminal PragT +421.2.333.229.48 16008 Prag, TschechienF +421.2.333.229.50 Terminál Menzies/K letisti 57 WEISS-ROHLIGair-sea-bratislava@gw-world.com T +420.220.113.609  F +420.224.281.054 ChinaSlowenien air-sea-prague@gw-world.com Weiss-Rohlig China Co.,Ltd Gebrüder Weiss d.o.o. Gebrüder Weiss spol. s.r.o. Beijing BranchAir & Sea-Terminal Brnik Air & Sea-Terminal České  100027 Beijing, PR China4210 Brnik-Aerodrom, Budějovice F-7-F, Fu Hua Mansion,Slowenien 370 01 České Budějovice, No.8 Chaoyang Men Avenue (N)Airport Ljubljana Tschechien T +86.10.6554.1916T+386.4.201.8490 Žerotínova 1 F +86.10.6554.3090F+386.4.201.8494 T +420.387.315.468 beijing@weiss-rohlig.netair-sea-ljubljana@gw-world.com F +420.387.315.470 gw.czech@gw-world.com Weiss-Rohlig China LtdGebrüder Weiss d.o.o. Chengdu Representative OfficeAir & Sea-Terminal Koper 610041 Chengdu, PR China6000 Koper, Slowenien Unit I, 6th FloorKoper Seaport Guoxin Mansion No.77 Xiyu StreetAnkaranska cesta 7b T+86.28.8619.8000T +386.5.6638.530 F+86.28.8619.8001F +386.5.6638.535 chengdu@weiss-rohlig.netair-sea-koper@gw-world.com
    • Standorte von Gebrüder Weiss Weiss-Rohlig China Ltd Weiss-Rohlig China Co., Ltd  Weiss-Rohlig China Co., Ltd  Chongqing Representative Office Qingdao Branch Xiamen Branch 400020 Chongqing, PR China 266003 Qingdao, PR China 361006 Xiamen, PR China Unit 1005, Jia Nian Hua Tower Rm C-1, Huiquan Dynasty Hotel Rm 619 Minmetal Building No. 9 Walking Street No. 9 Nan Hai Road No. 226 Dongdu Road T +86.23.8679.2891 T +86.532.8607.7890 T +86.592.3107.558 F +86.23.8679.2893 F +86.532.8287.6140 F +86.592.3107.498 chongqing@weiss-rohlig.net qingdao@weiss-rohlig.net xiamen@weiss-rohlig.net Weiss-Rohlig China Co., Ltd  Weiss-Rohlig China Co., Ltd Weiss-Rohlig China Ltd Dalian Branch 200021 Shanghai, PR China Xi’an Representative Office 116000 Dalian, PR China Rm 1712-1719, 710075 Xian, PR China Rm 2110, MingShi Fortune Centre 1 Corporate Avenue Room 806, Building A,  No. 20A, GangWan Road, No. 222 Hubin Road Seastar City Plaza, Zhongshan District T +86.21.6340.6000 No.37 Keji Road, Hi-tech  T +86.411.3956.9111/39569222 F +86.21.6340.6858 Industrial Development Zone F +86.411.3956.9000 shanghai@weiss-rohlig.net T +86.029.8831.7047 dalian@weiss-rohlig.net F +86.029.8831.7078 Weiss-Rohlig Hong Kong Ltd xian@weiss-rohlig.net Weiss-Rohlig Hong Kong Ltd 518001 Shenzhen, PR China 510620 Guangzhou, PR China World Finance Centre, Tower A, Weiss-Rohlig Hong Kong Ltd Unit 1510-1511, 15F,  Suite 6B 524000 Zhanjiang, PR China Baoli Fengxin Plaza, No. 4003, East Shennan Road GuoMao, Bldg. B, Suite 6B06 Building B, Tianhe Road No.242,  Luo Hu District No. 53 Renmin Nan Road, Tianhe District T +86.755.3306.3200 Xiashan District T +86.20.38395088 F +86.755.3306.3220 T +86.759.2660500 F +86.20.38104900 info-shenzhen@weiss-rohlig.com F +86.759.2660400 info-guangzhou@weiss-rohlig.com info-zhanjiang@weiss-rohlig.com Weiss-Rohlig China Co., Ltd  Weiss-Rohlig China Co., Ltd  Tianjin Branch Hongkong Nanjing Branch 300042 Tianjin, PR China 210018 Nanjing, PR China B22 D-E, Weiss-Rohlig Hong Kong Ltd Rm 1502 Zifeng Tower (Podium) Mansion of Triumphal Arch Kowloon, Hong Kong No. 8 Zhongshan North Road No 66 Nanjing Road, Hexi District Unit A, 3/Floor, Pioneer Building T +86.25.8681.6006 T +86.22.2339.8246 213 Wai Yip Street, Kwun Tong F +86.25.8681.6007 F +86.22.2339.8248 T +852.2268.9300 nanjing@weiss-rohlig.net tianjin@weiss-rohlig.net F +852.2345.6060 info-hongkong@weiss-rohlig.com Weiss-Rohlig China Co., Ltd  Weiss-Rohlig China Ltd Ningbo Branch Urumqi Representative Office Indien 315010 Ningbo, PR China 830011 Urumqi, PR China Room 8608,  Rm 1109, Markor Plaza Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Howard Johnson Office No.26 South Beijing Road Ahmedabad 380 007, Indien No.230, Liuting Street Xinjiang Province Mahakant Building T +86.574.2788.8201 T +86.991.3665.806 Office No.701, 7th Floor     F +86.574.2788.8200 F +86.991.3665.807 T +91.079.2658.0715 ningbo@weiss-rohlig.net urumqi@weiss-rohlig.net kishna.maniar@weiss-rohlig.in
    • 66  67Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd.Bangalore 560038, Indien Jodhpur 342 005, Indien New Delhi 110 001, IndienNo.1794, 9th Main, HAL 3rd Stage, Plot No.17, 2nd Floor,  62B 6th Floor Himalaya HouseIndiranagar  Prakashdeep 23 Marg, Connaught PlaceT +91.80.25210455  Station Road Transport Centre T +91.11.23766885/886F +91.80.25210454  Basni IInd Phase   F +91.11.23314563karanc@weiss-rohlig.in T +91.291.2742101 abbasi@weiss-rohlig.in abbasi@weiss-rohlig.inWeiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd.Chennai 600 086, Indien Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Pune 411 018, IndienSteeple Reach Block B, 3rd Floor Kanpur 208 001, Indien Office No. 20/41, 1st FloogNo. 25 Cathedral Road,  401, Kan Chamber 14/113, Sukhwani Chambers, PimpriGopalapuram Civil Line T +91.20.30622213T +91.44.42980800 T +91.512.2332006 F +91.20.27424070F +91.44.42980831 abbasi@weiss-rohlig.in p.jayakumar@weiss-rohlig.inmathew@weiss-rohlig.in Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd.Head Office Kolkata 700 017, Indien Tiruppur 641 603, IndienWeiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Unit No. 1D, 4th Floor, No. 37 8/18, Sri Mahavishnu NagarChennai 600 086, Indien Shakespeare Sarani Angeri Palayam RoadSteeple Reach Block B, 3rd Floor T +91.33.40084734 T +91.421.2485718No. 25 Cathedral Road,  F +91.33.22900645 F +91.421.4338910Gopalapuram pradeep.rao@weiss-rohlig.in abs@weiss-rohlig.inRajaji SalaiT +91.44.25230437 Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd.F +91.44.25230302 Mumbai 400 059, Indien Tuticorin 628 008, Indienrangamani@weiss-rohlig.in 502/503/504, A-Wing 48/1, Bryant Nagar,  5th Floor, Mangalya Chambers Ist Street - EastWeiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Marol Makwana Road, Andheri (E)  T +91.461.2336155Gandhidham 370 201, Indien T +91.22.42142401 F +91.461.2375239Room No-106,Nirav Chambers F +91.22.42142444 stephen.jeyaraj@weiss-rohlig.in1st Floor,Plot No-13,Sector-9 p.jayakumar@weiss-rohlig.inT +91.2836.650772 JapanF +91.2836.231105 Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd.venu@weiss-rohlig.in Nag Pur 440 015, Indien Weiss-Rohlig Japan Ltd 203, 3rd Floor, Shri Puja App.,  Tokio 170-0002, JapanWeiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Chatrapati Nagar Landmark Bldg., 3FJaipur 302 020, Indien Wardha Road 3-20-3 Sugamo, Toshima-ku93/S-6, 1st Floor,  T +91.712.2250815 T +81.3.5961.1620Main Shipra Path F +91.712.2250816 F +81.3.5961.1621T +91.141.1412400071 p.jayakumar@weiss-rohlig.in kazuyoshi.fujiwara@abbasi@weiss-rohlig.in weiss-rohlig.net
    • Standorte von Gebrüder Weiss Kanada Thailand Weiss-Rohlig USA LLC Houston, TX 77032, USA Weiss-Rohlig Canada Inc Weiss-Rohlig Thailand Ltd 1300 North Sam Houston Dorval (Montreal) QC H9S 5J9, 10110 Bangkok, Thailand Parkway East, Suite 200 Kanada 10/1–2nd Floor Soi Farm Watana,  T +1.281.227.6666 185 Dorval Avenue, Suite 301A Rama 4 Road, F +1.281.219.3631 T +1.514.633.0006 Prakhanong, Klongtoey info-hou@weiss-rohlig.com F +1.514.631.3330 T +66.2.3812940 info-mtl@weiss-rohlig.com F +66.2.3812937-38 Weiss-Rohlig USA LLC bill.meale@weiss-rohlig.com Los Angeles Weiss-Rohlig Canada Inc El Segundo, CA 90245, USA Toronto, ON M9C 5E9, Kanada USA 1960 E. Grand Ave. Suite 420 703 Evans Avenue, Suite 201 T +1.310.414.9300 T +1.416.621.1600 Weiss-Rohlig USA LLC F +1.310.414.3900 F +1.416.621.5656 Atlanta, GA 30349, USA info-lax@weiss-rohlig.com info-tor@weiss-rohlig.com 4820 Clark Howell Highway Suite A-4 Weiss-Rohlig USA LLC Singapur T +1.404.209.3922 Miami, FL 33126, USA F +1.404.920.3251 7200 NW 19th Street, Bldg. 5, Weiss-Rohlig Singapore PTE.LTD. michael.crandall@ Suite 511 Singapur 169877 weiss-rohlig.com T +1.305.716.0884 171 Chin Swee Road #04-01 F +1.305.716.0885 San Centre Weiss-Rohlig USA LLC info-mia@weiss-rohlig.com T +65.6535.3345 East Boston, MA 02128, USA F +65.6535.7747 395 Maverick Street Weiss-Rohlig USA LLC lincoln.waters@weiss-rohlig.com T +1.630.401-9139 New York reinhard.doermer@ Cranford, NJ 07016, USA Weiss-Rohlig Singapore PTE.LTD. weiss-rohlig.com 20 Commerce Drive, Suite 226 Singapur 819454 T +1.908.931.1500 119 Airport Cargo Road #04-02  Weiss-Rohlig USA LLC F +1.908.931.1593 Changi Airfreight Centre Chicago info-nyc@weiss-rohlig.com T +65.6785.3393 Des Plaines, IL 60018, USA F +65.6785.0300 351, Touhy Ave, Suite 100 Weiss-Rohlig USA LLC lincoln.waters@weiss-rohlig.com T +1.224.563.3200 San Francisco, CA 94066, USA F +1.224.563.3201 San Bruno Taiwan info-chi@weiss-rohlig.com 1250 Bay Hill Drive, Suite 113 T +1.650.588.1392 Weiss-Rohlig Taiwan Ltd Weiss-Rohlig USA LLC F +1.650.588.1792 Taipei, Taiwan Denver, CO 80126, USA info-sfo@weiss-rohlig.com 6/F, No. 213 Sec. 5 2861 Stonington Court Nanjing E Road Highland Ranch T +886.2.2766.1000 T +1.720.524.3655 F +886.2.2766.0002 F +1.303.648.5417 info.taiwan@weiss-rohlig.net jens.opara@weiss-rohlig.com
    • 68  69Vereinigte Arabische Emirate TECTRAXX Deutschland(VAE) tectraxx inet-logistics GmbHWeiss-Rohlig U.A.E. LLC High Tech Logistics 61440 Oberursel,Dubai, VAE 2351 Wiener Neudorf, DeutschlandAl Shamsi Building, 1st Floor, Österreich In der Au 19Unit 120, Oud Metha Brown-Boveri-Straße 6 T +49.6171.694.16.10P.O. Box 2737 T +43.1.79.799.7688 F +49.6171.694.16.05T +971.4.337.2340 F +43.1.79.799.7608 office.deutschland@F +971.4.334.8143 office@tectraxx.com inet-logistics.cominfo.dubai@weiss-rohlig.net Schweiz TOCHTERFIRMENBUSINESS UNITS inet-logistics GmbH DICALL 8330 Pfäffikon, SchweizAUTOMOTIVE LOGISTICS Witzbergstrasse 7 dicall - Weiss-Logistik-  T +41.58.458.5250Gebrüder Weiss  Systeme GmbH F +41.58.458.5251Gesellschaft m.b.H. 8401 Kalsdorf bei Graz, office.schweiz@inet-logistics.comautomotive logistics  Österreich4600 Wels, Österreich Feldkirchenstraße 14–16 RAIL CARGOTerminalstraße 91 T +43.810.810.210T +43.732.7655.9349 F +43.3135.2002.529 Gebrüder WeissF +43.732.7655.9311 office@dicall.com Rail Cargo Ges.m.b.H.automotive@gw-world.com 2326 Maria Lanzendorf, INET-LOGISTICS GmbH ÖsterreichFASHIONET Wiener Straße 26 Österreich T +43.1.79799Fashionet-Austria F +43.1.79799.7079Textilspedition GmbH inet-logistics GmbH rail.cargo@gw-world.com2333 Leopoldsdorf, Österreich 1010 Wien, ÖsterreichArbeitergasse 50 Annagasse 5 X|VISET +43.2235.47838 T +43.5574.806.0F +43.2235.43839 F +43.5574.806.1579 Österreichinfo@fashionet.co.at office.oesterreich@ inet-logistics.com X|vise innovative logistics GmbHLEISURE+SPORTS LOGISTICS 8401 Kalsdorf, Österreich inet-logistics GmbH Feldkirchenstraße 14-16Gebrüder Weiss  6961 Wolfurt, Österreich T +43.59006.2971Gesellschaft m.b.H. Holzriedstraße 29 F +43.59006.2959leisure+sports logistics T +43.5574.806.0 office@xvise.com3380 Pöchlarn, Österreich F +43.5574.806.1599Manker Straße 55 office@inet-logistics.comT +43.2757.4004.4831F +43.2757.4004.4840sports@gw-world.com
    • Standorte von Gebrüder Weiss X|vise innovative logistics GmbH GWP – GEBRÜDER WEISS Depot 0627 6923 Lauterach, Österreich PAKETDIENST GMBH (DPD) 6832 Sulz, Österreich Bundesstraße 110 Industriestraße 16 T + 43.59006.2950 Depot 0626 T +43.810.810.110 F + 43.59006.2959 6060 Hall in Tirol, Österreich F +43.5522.70252.63 office@xvise.com Schlöglstraße 45 Depot0627@dpd.at T +43.810.810.110 X|vise innovative logistics GmbH F +43.5223.53439 2326 Maria Lanzendorf, Depot0626@dpd.at GRENZBÜROS Österreich Wiener Straße 26 Depot 0628 Österreich T +43.59006.2961 8401 Kalsdorf bei Graz, F +43.59006.2969 Österreich 6800 Feldkirch-Mäder, office@xvise.com Feldkirchenstraße 14–16 Österreich T +43.810.810.110 Grenzübergang Vereinigte Arabische Emirate F +43.3135.57770 T +43.5574.696.2780 (VAE) Depot0628@dpd.at F +43.5574.696.2785 X|vise innovative logistics Depot 0630 6812 Feldkirch-Meiningen, Dubai, VAE 8700 Leoben, Österreich Österreich Dubai Airport Free Zone,  Waltenbachstraße 7 Grenzübergang Building 5 East, T +43.810.810.110 T +43.5574.696.2770 Block A, Floor 2, Office 219 F +43.3842.8347.214 F +43.5574.696.2775 P.O. Box 54731 Depot0630@dpd.at T +971.4.2045.021 6800 Feldkirch-Tisis, Österreich F +971.4.2045.022 Depot 0622 Grenzübergang office@xvise.com 2100 Leobendorf bei Wien, T +43.5574.696.2760 Österreich F +43.5574.696.2765 Industriezeile 2 T +43.810.810.110 6845 Hohenems, Österreich F +43.2262.6819.223 Diepoldsauer Straße 134 Depot0622@dpd.at T +43.5576.73771 F +43.5576.77186 Depot 0621 – Zentrale 2333 Leopoldsdorf bei Wien, 6912 Hörbranz, Österreich Österreich Autobahnzollamt Arbeitergasse 50 T +43.5574.696.1184 T +43.810.810.110 F +43.5574.696.1146 F +43.2235.432.89 Depot0621@dpd.at 6890 Lustenau, Österreich Reichsstraße 28 Depot 0623 T +43.5577.827491 3380 Pöchlarn, Österreich F +43.5577.827490 Manker Straße 55 T +43.810.810.110 F +43.2757.8867 Depot0623@dpd.at
    • 70  716960 Wolfurt, ÖsterreichGemeinschaftszollamt AT/CHT +43.5574.696.1258F +43.5574.696.1182gw.wolfurt@gw-world.comSchweiz9434 Au, SchweizGrenzeT +41.58.458.5300F +41.58.458.5309kundencenter.schweiz@gw-world.com9430 St. Margrethen, SchweizGrenzstrasse 24T +41.58.458.5330F +41.58.458.5340kundencenter.schweiz@gw-world.comSerbienEurocargo d.o.o.24411 Horgos, SerbienGranicni prelaz HorgosT +381.24 795 015F +381.24 795 016Customs.horgos@gw-world.comEurocargo d.o.o.22251 Batrovci, SerbienGranicni prelaz BatrovciT +381.22 733 025F +381.22 733 133Customs.batrovci@gw-world.com
    • Gebrüder WeissGesellschaft m.b.H. MAKOM Bundesstraße 110 6923 Lauterach Österreich Projektleitung Thomas Konrad Projektteam Sina Balke Renée Lormans Gabriele Schneider Frank Angerer Raimund Fink Redaktion Sina Balke Barbara Koch Frank Angerer Thomas Konrad Fotografie Adolf Bereuter Gestaltung Manuela Gritsch Lektorat Reinhard Lanker Druck EBERL PRINT GmbH Wir bedanken uns bei allen Menschen, die durch ihre Unter- stützung, insbesondere bei der Fotografie, dieses Jahrbuch ermöglicht haben.
    • Gebrüder Weiss Holding AG6923 Lauterach, ÖsterreichBundesstraße 110T +43.5574.696.0F +43.5.9006.2609service@gw-world.com