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GW Jahrbuch 2008
 

GW Jahrbuch 2008

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Gebrüder Weiss 2008. Informationen aus den Regionen und Fachbereichen des österreichischen Transport- und Logistikunternehmens GW.

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    GW Jahrbuch 2008 GW Jahrbuch 2008 Document Transcript

    • dieorange welt 2008
    • die orange welt 2008 1+1=1 02 gw-world 04 Weltweit unterwegs in orange 06Geschäftsleitung der Gebrüder Weiss Holding AG 12 Gebrüder Weiss Holding AG Jahresbericht 2008 14 Aus den Fachbereichen 18 Hoch hinaus 38 Standorte von Gebrüder Weiss 58
    • 02  031+1= 1Zwei Linien treffen sich und verschmelzen zu einer starken:Unsere Kunden haben Anforderungen. Für unsere Mitarbeitersind diese Herausforderungen. Dabei ist unser Anspruch,Lösungen zu bieten, die unsere Kunden mehr als nur zufriedenstellen – unsere Leistungen sollen begeistern. Das verstehenwir unter Service Excellence. Deshalb führen wir die Stärkenvon Menschen für die Lösung von Aufgaben zusammen.Individuell und dezentral mit einem persönlichen Beratervor Ort, der alle Kräfte für unsere Kunden bündelt.
    • Österreich Lauterach Bludenz Feldkirch Graz Schweiz Hall Altenrhein Hörsching Pratteln Kalsdorf Zürich Leoben Italien Leobendorf Bozen Leopoldsdorf Bosnien-Herzegowina Linz SarajevoMaria Lanzendorf Bulgarien Slowakei Maria Saal Sofia Bratislava Pöchlarn Kazanlak Košice Salzburg Varna Poprad Sulz Kroatien Senec Wels Zagreb Žiar nad Hronom Werndorf Rumänien Žilina Wien Bukarest Slowenien Wiener Neudorf Agigea Ljubliana Wien-Schwechat Arad Brnik Wolfurt Bacau Koper Wörgl Brasov Tschechien Deutschland Cluj Rudná Memmingen Constanta České Budějovice Hamburg Sibiu Modřice Lindau Timisoara Ostrava -Zábřeh Nürnberg Serbien Prag Passau Novi Beograd Řičany-Jažlovice
    • gw-world 04  05 China Shanghai Beijing Chengdu Chongqing Dalian Guangzhou Nanjing Ningbo Qingdao Shenzhen Ukraine Tianjin Kiev Urumqi Mukachevo Xiamen Ungarn Indien Xian Dunaharaszti Chennai Zhanjiang Hajdúböszörmény Ahmedabad Hong Kong Vecsés Bangalore Kowloon USA Bhadhoi Japan Chicago Gandhidham Tokio Atlanta Jaipur Kanada Houston Jodhpur Montreal Los Angeles Kanpur Toronto Miami Kolkata Singapur New York Mumbai Singapur San Francisco Nag Pur Taiwan Vereinigte Neu Delhi Taipei Arabische Emirate Tiruppur Thailand Dubai Tuticorin Bangkok
    • Weltweit unterwegs in orangeEine ausgezeichnete Lösung. Der Orange Combi Cargo. Für die multimodale Transportlösung OCC wurde GW 2008 mehrfach ausgezeichnet: Im Mai mit dem Klimaschutzpreis Vorarlberg und dem TRIGOS Award sowie im September mit dem Österreichischen Staatspreis vom Ministerium für Verkehr, Innovation und Techno- logie. Seit Januar 2008 setzt GW den OCC als exklusiven Ganzzug täglich zwischen Wien und Bludenz, mit Zwischenstopp in Hall in Tirol, ein. Mit der multimodalen Lösung werden seitdem rund 60 LKW-Fahrten täglich sowie 9.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart. Im engen Dialog haben die REWE GROUP Austria, die Rail Cargo Austria und Gebrüder Weiss die Idee des OCC entwickelt und im Rahmen eines bisher einzigartigen Kooperationsmodells am österreichischen Transportmarkt umgesetzt: „Unsere gemeinsame Initiative passt perfekt zur GW-Unternehmensphilosophie. Wir streben im sensiblen Bereich Transport und Logistik den vernünftigen Ausgleich von ökologischen und ökonomischen Interessen an und setzen in vieler Hinsicht auf Nachhaltigkeit“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Niessner. Mit September 2008 wurde die erfolg- reiche Kooperation ausgeweitet. Auch die Salzburger Filialen der REWE GROUP Austria werden seitdem über Orange Combi Cargo beliefert. Nach der Zertifizierung gemäß ISO 14001 sowie substanzieller Investitionen in modernste Fahrzeugtechnologie und energie- effiziente Anlagen stellt GW mit dem OCC erneut Umweltbewusstsein unter Beweis. Mit der Umstellung auf den Schienentransport zwischen Salzburg und Wien werden jährlich 5.000 LKW-Fahrten eingespart.
    • 06  07Im Westen viel Neues. Umzug in den GW-Logistikterminal in Pratteln. Im Dezember 2008 zogen die 53 Mitarbeiter der westlichsten Niederlassung des WeissLandes in den neu gebauten Logistikterminal Pratteln ein. Sämtliche Verkehre werden seitdem über den mehr als 3.700 m2 großen Terminal abgewickelt. Niederlassungsleiter Cuno Mattioli will seinen Kunden noch mehr Services aus einer Hand an- bieten. Im neuen Terminal steht eine zusätzliche Logistikfläche von fast 2.000 m2 zur Verfügung. Mögliche Ausbaustufen zu einem späteren Zeit- punkt sind eingeplant. Durch den Umzug des GW-Standorts von der Uferstraße in Basel in das verkehrsgünstig gelegene Pratteln ist die Nieder- lassung erheblich gewachsen: Es stehen mehr als dreimal so viele Laderampen zur Verfügung und zusätzliche Experten für den Luft- und Seefracht- bereich ergänzen das Team am neuen Standort. Außerdem wurde ein neues Team für Logistik- lösungen gegründet, um noch besser auf die indi- viduellen Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können. Das erweiterte Serviceangebot wird abge- rundet durch die Übernahme von Descatrans und MSV Ende 2008. Die Zollspezialisten der MSV arbeiten weiterhin in ihren Büroräumlichkeiten direkt an der Grenze Basel / Weilautobahn und blei- ben unter dem Label MSV bestehen. Das gesamte Team wechselte zu GW Pratteln.
    • Weltweit unterwegs in orange Nahtlose Transportabwicklung. Neue Landesorganisation in Bosnien-Herzegowina. Mit der Eröffnung des neuen Standorts in Sarajevo gewährleistet GW eine nahtlose Trans- portabwicklung aus der und in die Balkanregion. Sarajevo liegt im Herzen des Landes und ist der wirtschaftliche und politische Mittelpunkt. Mit der Gründung der Landesorganisation werden zwei Ziele verfolgt: Einerseits kann den bestehenden Kunden im GW-Homeland eine durchgängige Qualität und Leistung von und nach Bosnien-Herzegowina angeboten werden, andererseits besteht durch den Selbsteintritt die Möglichkeit, die GW-Serviceleistungen auf dem bosnischen Markt zu positionieren. Die Gründung selbst gestaltete sich nicht einfach: Bosnien ist eine Föderation, bestehend aus drei Kantonen, wovon jeder ein eigenes Verwaltungszentrum besitzt. Besonders der Ein- satz des neuen Landesleiters, Almir Jonuz, hat es ermöglicht, den Markteintritt so schnell zu vollziehen. Im August 2008 nahmen die sieben neuen GW-Mitarbeiter in den Büroräumlich- keiten direkt am Zollhof ihre Tätigkeit auf. Einen Monat nach dem operativen Geschäftsstart wurden bereits tägliche Abfahrten aus Zagreb angeboten sowie mehrmals wöchentlich aus Wien. Starkes Entwicklungspotenzial wird besonders in der Distribution und Beschaffung von und nach Westeuropa sowie im Bereich Lagerlogistik und Logistiklösungen gesehen. Mittelfristig sind der Ausbau der Leistungs- palette und die Inbetriebnahme einer eigenen Logistikanlage geplant.
    • 08  09Gute Verbindungen. GW und Hellmann Worldwide Logistics (HWL) intensivieren ihre Partnerschaft. 2008 bauten die langjährigen Partner GW und HWL ihre Zusammenarbeit erheblich aus. Zuletzt wurden die parallelen Land- und Logistikakti- vitäten in der Tschechischen Republik unter die Leitung von GW gestellt. Dadurch werden Syner- gien genutzt und ein noch schlagkräftigerer Auf- tritt am tschechischen Markt erreicht. Außerdem unterstreichen HWL und GW mit diesem Schritt ihre Absicht zur nachhaltigen strategischen Partnerschaft. Nachdem die beiden Familienunterneh- men im Juli ihre Zusammenarbeit auf Süd- und Osteuropa ausgeweitet haben, dehnten sie im Oktober ihre Partnerschaft auch auf den Stand- ort Rüsselsheim / Frankfurt a. M. aus. Mit dem 1. Oktober wurde Hellmann Worldwide Logistics neuer Partner für die täglichen Verkehre mit Al- banien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Maze- donien, Moldawien, Montenegro, Österreich, Rumänien, Serbien, Schweiz (Ostschweiz), Slowakei, Slowenien und Ungarn. Die Nutzung der regionalen Kernkompetenzen der beiden Unternehmen, tägliche Direkt- und Gateway- Verkehre, stehen bei der Ausweitung der Partner- schaft klar im Fokus. GW und Hellmann Worldwide Logistics sind zwei der größten privaten Transport- und Logistik- unternehmen im europäischen Stückgutmarkt und arbeiten seit mehr als 30 Jahren erfolgreich zusammen. Beide Unternehmen sind Gründungs- mitglieder der System Alliance Europe (SAE), der führenden europäischen Stückgutkooperation. Das Netzwerk der SAE umfasst heute 48 Partner in 23 Ländern.
    • Weltweit unterwegs in orange Im Land der aufgehenden Sonne. Weiss-Röhlig eröffnet erstes Büro in Japan. Mit der Eröffnung des Büros in Tokio setzt Gebrüder Weiss die Reihe erfolgreicher Joint Ventures mit Röhlig fort und stärkt seine Position in einem anspruchsvollen Marktum- feld mit hohem Potenzial. Im November 2008 nahm die Weiss- Röhlig Japan Ltd. die operative Arbeit auf. An dem neuen Unternehmen halten beide Partner je 50 Prozent. Das Büro in der Landeshaupt- stadt wird von Kazuyoshi Fujiwara geleitet. Der Logistikexperte arbeitet bereits seit 35 Jahren in der Transport- und Logistikbranche, davon seit sieben Jahren in Japan für Gebrüder Weiss. Das Potenzial des japanischen Marktes wird als sehr groß eingeschätzt. Gleichzeitig gilt Japan unter Insidern als außerordentlich schwieriger Markt. Um auf die landesspezifischen Anforde- rungen flexibel und direkt reagieren zu können, startete Weiss-Röhlig mit einem japanischen Büroleiter und einem lokalen Expertenteam.
    • 10  11Mitte Januar eröffnete Chen Yongquan das16. Büro im zentralchinesischen Chongqing. Der42-jährige Chinese ist seit 18 Jahren für GebrüderWeiss in China tätig und übernahm am 1. Januar2008 die Landesleitung von Walter Schneider,der nach 5 ½ Jahren in China nach Österreichzurückkehrte. Mit der Eröffnung der neuen Nieder-lassung in Chongqing ist Weiss-Röhlig im be-völkerungsreichsten Land der Erde noch stärkerpräsent. In Chongqing liegt der bedeutendsteBinnenhafen Chinas. Flächenmäßig von der GrößeÖsterreichs, ist die 32-Millionen-Einwohnerstadtam Fluss Jangtse im Zentrum Chinas eine Megacitymit gewaltigem wirtschaftlichen Potenzial. Durcheinen direkten Frachtschiff-Service zum ShanghaierÜberseehafen kann Weiss-Röhlig seinen Kundeneinen umweltschonenden und effizienten Trans-portservice bieten. Der Service umfasst zudem täg-liche Verladungen zu allen wichtigen Air CargoHubs in Europa, den Transport von Seefracht überjeden gewünschten europäischen Hafen sowieeine lückenlose Überwachung der Güter von derAnnahme- bis zur Entladestelle. Der Landesleitersetzt auf ein erfahrenes Team vor Ort, das sichoptimal auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kun-den einstellt. Insgesamt beschäftigt Weiss-Röhligin China mehr als 294 Mitarbeiter in 16 eigenenNiederlassungen. Über 190 Destinationen in allen22 chinesischen Provinzen werden so flexibel imeigenen Netzwerk erreicht. Definierte Service-Standards bilden die Grundlage für kundenorien-tierte Lösungen. Dichtes Netzwerk im Reich der Mitte. Neuer Landesleiter eröffnet 16. Büro in China.
    • Geschäftsleitungder Gebrüder Weiss Holding AG Wolfram Senger-Weiss Wolfgang Niessner, CEO
    • 12  13Heinz Senger-Weiss Peter Kloiber
    • Gebrüder Weiss Holding AGJahresbericht 2008Im Eindruck der aktuellen Ereignisse fällt es schwer,sich an das gute Jahr 2008 zu erinnern. Zu großsind seither die wirtschaftlichen Turbulenzen unddie entsprechenden Konsequenzen für Logistik undfast alle anderen Branchen weltweit. Was sich im3. Quartal 2008 in Europa abzeichnete und im4. Quartal zahlenmäßig spürbar wurde, hat sich imLaufe dieses Jahres zur größten globalen Wirt-schaftskrise seit Jahrzehnten ausgewachsen. AuchGebrüder Weiss ist betroffen, kann aber trotzdemmit Mut und Zuversicht in die Zukunft blicken, weildas Unternehmen über ein äußerst solides Funda-ment sowie eine klare Ausrichtung verfügt und mitengagierten, kompetenten MitarbeiterInnen Dienst-leistungen von höchster Qualität für Kunden undPartner anbietet. Die bereits Ende 2007 aufgetauchte Skepsishat sich vor allem im 1. Halbjahr 2008 noch nichtbestätigt. Für die meisten Aktivitäten konnten –teils beachtliche – Zuwachsraten gemeldet werden. Wolfgang Niessner, CEO
    • 14  15Die Strukturen waren bestens ausgelastet, die Pro- weiterer Folge auch die früheren Hoffnungsmärkteduktivität war hoch und die Ergebnisse auf Rekord- in Zentral- / Osteuropa nicht entziehen, selbst ChinaNiveau. In den einzelnen Regionen war die Dyna- musste deutliche Rückschläge hinnehmen.mik ungebrochen, obwohl z. B. der Ölpreis ständig Unter diesen Umständen musste besondersanstieg, bevor er am 11. Juli ein Allzeit-Hoch von das 4. Quartal auch für Gebrüder Weiss hinter den$ 147,00 pro Fass erreichte, wobei anschließend – hochgesteckten – Erwartungen bleiben, waseine Talfahrt einsetzte, die im Dezember zu einem aber die äußerst positive Gesamtbilanz 2008 kaumvorläufigen Tiefststand von ca. $ 40,00 führte, trübt. Zwar wurde das Ziel von 1. Mrd. ¤ Nettoum-was aber weder die Konjunktur allgemein, noch satz knapp verfehlt, aber wesentliche Finanz- unddas Logistik-Geschäft im Besonderen beflügelte. Produktivitäts-Kennzahlen blieben stabil oder ver-Die Finanzkrise hatte in der sogenannten Real- besserten sich sogar. Im nationalen wie internatio-Wirtschaft bereits zu tiefe Spuren hinterlassen. nalen Landverkehr und der Logistik haben alleIndustriegiganten wie z. B. die „big three“ aus Regionen ihre Ziele erreicht, wenngleich es in einzel-Detroit sendeten Warnsignale, denen sich bald nen Niederlassungen und Landesorganisationenandere nationale wie internationale Großunter- Abweichungen zum Budget bzw. 2007 gab, die abernehmen anschlossen. Die Wachstums-Prognosen auf spezifische Einflüsse zurückzuführen waren.wurden fast täglich nach unten revidiert. Die USA Air & Sea ist es – in Zusammenarbeit mit Röhlig –und Japan meldeten bald Rezession und die gelungen, das ausgezeichnete Vorjahresergeb-Auswirkungen auf Europa ließen nicht mehr lange nis zu übertreffen und KEP hat sich zum wieder-auf sich warten. Diesem Trend konnten sich in holten Male als ganz wesentliches Standbein desAufteilung der Wertschöpfung auf die Bereiche e s- hr es t ke pr ens er eh le x i V rk na le re Se a , E td g ve tio r- ke na tin ik ul nd na & rie Pa tio st r ns La ter u d a Ai ll gi K n N o Zo Lo In C % % u % % % 13 13 12 5% 3%28 26
    • Jahresbericht 2008 Konzerns bewiesen. Das erfreuliche Bild runden kation, die Einführung von SAP-Business-Ware- Zoll sowie die Beratungs-Aktivitäten im Rahmen house und einer neuen Software für Air & Sea. von inet-logistics und x|vise ab. GW ist an mehreren Forschungsprojekten beteiligt 2008 wurde auch wieder stark in Infrastruktur und forciert „Logistik-Lösungen“, auch mit Unter- sowie Netzwerkentwicklung und Aus- / Weiterbildung stützung von inet-logistics und x|vise. Auf europäi- investiert. Grundstücke wurden u. a. in Bulgarien, scher Ebene wurde die seit Jahrzehnten erfolgreiche Kroatien und Rumänien erworben, Logistikanlagen Kooperation mit Hellmann in Deutschland und in Österreich und der Schweiz erneuert bzw. in Zentral- / Osteuropa vertieft, wobei GW in Tschechien Betrieb genommen sowie Firmen in Deutschland, sogar die Land- / und Logistikaktivitäten von Hell- der Schweiz und in Tschechien gekauft. In Bosnien- mann zur Gänze übernommen hat. Ein besonderes Herzegowina und Japan (als Joint Venture mit Highlight war die Überreichung des „Staatspreises Röhlig) wurden Landesgesellschaften gegründet, Verkehr“ für den „Orange Combi Cargo“, einen in anderen Ländern entsprechende Verhandlungen Ganzzug, der von GW in Zusammenarbeit mit REWE geführt, die 2009 zum Abschluss gebracht wurden und ÖBB / RCA täglich von Wien über Hall in Tirol (z. B. Indien und Thailand). Ferner wurden wesent- nach Bludenz und vice versa geführt wird, womit liche Personal- bzw. Organisationsentscheidungen Straße und Umwelt deutlich entlastet werden. Auch getroffen wie u. a. der Generationswechsel in China die Auszeichnungen „Trigos“ und „Vorarlberger oder die Einführung der „Region Ost“ bei Landver- Klimapreis“ durften in Empfang genommen werden. kehren. Hervorzuheben sind auch die Erweiterung GW stellt sich den großen Herausforderungen 2009 der Sendungsverfolgung mittels Mobilkommuni- und der folgenden Jahre mit aller Kraft, aber auch Nettoumsatz 00 01 02 03 04 98 99 20 20 20 20 20 19 19 5 2 9 2 3 9, 5, 3, 7, 8, 8 6 5, 3, 49 55 57 60 70 40 42
    • 16  17im Bewusstsein, dass die Unterstützung der Gesell-schafter, Kunden, Partner und MitarbeiterInnengerade in dieser Phase von besonderer Bedeutungist. In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön analle Damen und Herren, die den „orange way“ gehenund mithelfen, die Zukunft von GW zu gestalten.Im Juni 2009Wolfgang Niessner, MBAVorstandsvorsitzenderGebrüder Weiss Holding AG 07 08 05 06 20 20 20 20 6 0 8, 5, 3 39, 1, 94 98 in Mio €78 87
    • Aus den Fachbereichenlogistik zertifiziert“, konkretisiert Stiastny, „damit ist selbst bei noch so vielschichtigen Aufgaben- stellungen eine professionelle AbwicklungExpertenzeit sichergestellt.“Steigenden Kundenanforderungen begegnete Ein Großauftrag führte das Projektteam zudas Systemmanagement Logistik mit einer breit Gebrüder Weiss in die Slowakei. Dort galt es, fürangelegten Qualifizierungsoffensive. den neugewonnenen Kunden Whirlpool ein Zentral- „Ohne fachkundiges Personal ist es schlicht- lager für die Slowakei, Tschechien, Ungarn undweg nicht möglich, individuell auf die Bedürfnisse Österreich aufzubauen. Eingebracht hätte sichunserer Kunden einzugehen“, begründet Harry seine Mannschaft dabei auf verschiedenste Weise,Stiastny das Engagement im Bereich Aus- und berichtet der Logistikchef: „Sie übernahm die Ge-Weiterbildung. Es sei deshalb ein Gebot der Stun- staltung der physischen Prozesse speziell im Lagerde, in der Organisation das Bewusstsein für Logis- und war auch dafür verantwortlich, dass die In-tikthemen zu schärfen und zugleich für den fach- formationstechnologie den Anforderungen ent-lichen Background zu sorgen. spricht.“ Ein Mitarbeiter aus dem Team habe das Im Rahmen verschiedenster Seminare tauch- Projekt geleitet und selbst mehr als ein Jahr vorten im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 100 Ort gearbeitet. „Er begleitete auch das HochfahrenMitarbeiter aus West- und Osteuropa in die Welt der Logistikanlage und trug schließlich die Be-der Logistiklösungen ein. Stolz ist der System- triebsverantwortung in der Startphase.“ Als allesmanager insbesondere auf die ersten Absolven- reibungslos lief, ging’s wieder retour nach Vorarl-ten des Ausbildungsprogramms „GW-Logistik- berg. Seither betreibt das 25-köpfige Team vonManager“. Dieses rund zweijährige Curriculum GW Slowakei die Logistikanlage, in der täglich anwurde speziell auf die Konzernanforderungen im die 50 LKW be- und entladen werden.Bereich Logistiklösungen zugeschnitten. Ziel ist Das Projektteam Logistik war aber nicht nures, auch dezentral in den Niederlassungen um- in Kundenprojekte eingebunden: Intern fordertenfassendes Know-how aufzubauen. Stiastny ist gleich mehrere interne Bauprojekte die Expertenüberzeugt, dass auf diese Weise eine schlagkräf- heraus. Gebrüder Weiss nahm im schweizerischentige Truppe für die Gestaltung maßgeschneiderter Pratteln sowie in Salzburg-Bergheim ein neuesProjekte auf die Beine gestellt werden konnte. Logistik-Center in Betrieb, in Maria Saal bei Kla-Und sie soll zukünftig weiter verstärkt werden: genfurt wurde gegen Jahresende mit der Erweite-„Für 2009 ist bereits die zweite Auflage des Aus- rung der bestehenden Speditionsanlage begon-bildungsprogramms geplant, denn wir verzeich- nen. „Bei solchen Gebäuden genügt es nicht, dassnen in fast allen Niederlassungen eine steigende sie bautechnisch perfekt sind“, sagt Stiastny. „ImNachfrage nach Logistiklösungen.“ Fokus stehen vielmehr die idealen logistische Rah- Laut Harry Stiastny würden Kunden an menbedingungen.“ Diese zu schaffen, das war be-Gebrüder Weiss auch zunehmend komplexere ziehungsweise ist auch Aufgabe der konzerneige-und globalere Anforderungen stellen. „Um diesem nen Logistiker. Und sie werden in diesem BereichUmstand Rechnung zu tragen, haben wir 2008 zukünftig zweifellos noch stärker eingespannt wer-in der Zentrale in Lauterach ein eigenes Projekt- den: Denn dass der Trend zu individuellen Logis-team Logistik aufgebaut.“ Dabei handle es sich tiklösungen weiter zunimmt, davon ist der System-um eine achtköpfige Expertengruppe, die neben manager überzeugt.fundiertem logistischem Fachwissen zugleichüber die nötige Erfahrung im Projektmanagementverfügt. „Unsere Mitarbeiter sind nach deminternational anerkannten Standard der IPMA(International Project Management Association)
    • 18  19landverkehre Wichtiger Player in der SAE Der Heimvorteil, den Gebrüder Weiss in der Alpen-westeuropa Donau-Region genießt, macht den Logistikkonzern auch zu einem wichtigen Player innerhalb der Sys-Mit vereinten Kräften tem Alliance Europe. „Mit rund 814.000 Eingangs-Eine mehr als 30-jährige Partnerschaft verbindet und mehr als 580.000 Ausgangssendungen warenGebrüder Weiss mit Hellmann Worldwide Logis- wir 2008 der stärkste Partner“, hält Oskar Woiset-tics. 2008 sind die beiden erfolgreichen Familien- schläger fest. Inzwischen gehören bis auf Deutsch-unternehmen näher zusammengewachsen – um land, Bosnien und Serbien alle orangen Landes-gemeinsam noch stärker zu werden. organisationen zu den Kooperationspartnern der Was im Jahr 1977 zunächst als Österreich- SAE. Mit dem britischen Unternehmen DaviesKooperation begann, erstreckt sich mittlerweile Turner und dem italienischen Transporteur Ital-auch auf weite Teile Süd- und Osteuropas: Seit sempione haben sich darüber hinaus zwei ebenso1. Juli 2008 arbeiten Gebrüder Weiss und Hellmann wichtige wie beständige GW-Partner dem Stück-neben Deutschland und der Schweiz auch in Alba- gutnetzwerk angeschlossen.nien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Mazedo- Als Meilenstein bezeichnet der Systemmana-nien, Moldawien, Montenegro, Rumänien, Serbien, ger die Einführung der ersten Gateway-Verkehre imSlowenien und Ungarn zusammen. Zudem laufen Februar 2008: „Dadurch haben Mitgliedsbetriebeseit Oktober bei GW sämtliche Verkehre des eins- die Möglichkeit, selbst Verladern in strukturschwa-tigen Partners Kayser über die neu gegründete chen Regionen tägliche Abfahrten anzubieten.“Hellmann-Niederlassung in Rüsselsheim nahe Der Kunde müsse dabei auch nicht auf Informatio-Frankfurt. Mit Jahresbeginn 2009 wird Gebrüder nen verzichten, die er aus den DirektverkehrenWeiss schließlich sämtliche Landverkehrs- gewohnt sei, „denn die komplette, internetbasierteund Logistikaktivitäten von Hellmann in der Sendungshistorie bis hin zum Ablieferbeleg ist TeilTschechischen Republik übernehmen. des Gateway-Konzepts.“ Nach wie vor erhebt die System Alliance„Bei der Ausweitung unserer Partnerschaft stand Europe den Anspruch auf die Qualitätsführerschaftklar im Fokus, die regionalen Kernkompetenzen und setzt diesbezüglich stetig neue, wirkungsvollebeider Unternehmen zu bündeln“, sagt Oskar Akzente. So brachten die unlängst eingeführtenWoisetschläger, der zusammen mit Ulrike Mori- Servicestandards spürbare QualitätssteigerungenSchwarzenberger den Bereich Westeuropa innerhalb des Netzwerks mit sich. „Und Gebrü-verantwortet. „Kunden erwarten heute im Stück- der Weiss findet sich in sämtlichen Qualitätsstatis-gutverkehr eine europaweite Abdeckung. Und tiken auf den vordersten Plätzen“, freut sichdurch Kooperationen mit starken Partnern Woisetschläger abschließend.können auch regional verankerte Dienstleisterwie wir diesen Anspruch voll erfüllen.“ Sowohl Gebrüder Weiss als auch Hellmannsind Gründungsmitglieder der im Jahr 2000 ini-tiierten System Alliance Europe (SAE). Über dasneue Gateway-Konzept der SAE werden nuntägliche Verkehre zwischen den Partnerländernangeboten. Woisetschläger: „Dabei konnten wirim Sinne unserer Kunden auch die Servicequalitäthinsichtlich Laufzeiten und Qualitätsstandardsweiter optimieren.“
    • Aus den Fachbereichen landverkehre zahlen nochmals verbessern“, freut sich Prohaska. Sein Team habe sowohl die Konzernziele als mittel- und osteuropa auch die Vorgaben der System Alliance Europe übererfüllt. Auf Trab gehalten wurde die Organisation im Zukunftsinvestitionen in Kundennähe vergangenen Jahr auch durch die Vorbereitungen Slowakei: Das Jahr 2008 stand für die Landes- für ein Großkundenprojekt. „Für einen renommierten organisation ganz im Zeichen des Neukunden High-Tech-Konzern haben wir in Rudna insgesamt Whirlpool: Der Haushaltsgerätekonzern verfügte 11.000 Quadratmeter zusätzliche Lagerfläche ange- bislang sowohl in der Slowakei als auch in Tsche- mietet“, erläutert Harald Prohaska. Hier werden seit chien, Ungarn und Österreich über dezentrale März 2009 Sendungen auf Kunden- und Landes- Läger und Transportstrukturen. Zukünftig sollten ebene kommissioniert und für diverse Frachtführer Waren jedoch in einem Zentrallager gebündelt zur Abholung bereitgestellt. GW zeichnet außerdem und von dort aus an die Handelspartner in allen für die eingehenden Transporte verantwortlich. vier Ländern verteilt werden. „Gebrüder Weiss übernahm im Vorfeld die Gestaltung der 24.000 Ungarn: „Insbesondere im Inlandsgeschäft ver- Quadratmeter großen Logistikanlage in der west- zeichneten wir 2008 wieder nennenswerte Sen- slowakischen Gemeinde Lozorno“, berichtet dungszuwächse – trotz der zunehmend schlechter Jürgen Bauer, Regionaldirektor Ost. „Zudem werdenden ungarischen Wirtschaftslage“, zieht haben wir gemeinsam mit dem Kunden die opti- Landesleiter Thomas Schauer zufrieden Bilanz. malen logistischen Prozesse ausgearbeitet.“ Gebrüder Weiss sei von mehreren namhaften Seit Ende November 2008 betreibt GW mit Konzernen aus verschiedensten Branchen mit 25 Mitarbeitern das Zentrallager in Lozorno und der nationalen Verteilung betraut worden. zeichnet zudem für eine zeitgerechte Zustellung Um mit dem Wachstum Schritt zu halten, verantwortlich. Täglich werden rund 50 LKW mit wurde das Logistikterminal Dunaharaszti in den Whirlpool-Geräten auf dem Gelände ent- und vergangenen Jahren laufend weiter ausgebaut. beladen. „Whirlpool profitiert nicht nur von einer Die letzte Bauetappe konnte im Frühjahr abge- einheitlichen Transportabwicklung mit gleich schlossen werden. Insgesamt stehen nun rund hohen Qualitätsstandards in der Slowakei, in 22.500 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung. Tschechien, Ungarn und Österreich, sondern „Um unsere Kapazitäten bestmöglich zu nutzen, insbesondere auch von niedrigeren Lagerhal- haben wir zudem die Prozesse im Bereich Um- tungskosten“, so Bauer. So hätten sich die zu schlag und Lagerlogistik optimiert“, sagt der bewirtschaftenden Lagerflächen durch die Neu- Landeschef. Platzprobleme, Sonderfahrten oder organisation um ein Fünftel verringert. auch Überstunden hätten sich in Folge merkbar reduziert. Darüber hinaus eröffnete Gebrüder Weiss Tschechien: Gebrüder Weiss hat per 1. 1. 2009 das einen neuen Standort in der ostungarischen Stadt Landtransport- und Logistikgeschäft des lang- Hajduböszörmeny. „Vor dem klaren Hintergrund, jährigen Partners Hellmann Worldwide Logistics die Qualität in der Region zu steigern“, wie Schauer in der Tschechischen Republik übernommen. hinzufügt. Zu den umliegenden Städten zählen Harald Prohaska, Landeschef von GW Tschechien, Debrecen, Nyiregyhaza und Miskolc. Komplett- ist davon überzeugt, dass sich der Zusammen- ladungen und Sammelguttransporte bilden die schluss positiv auswirken wird: „Durch die gebün- Schwerpunkte der Niederlassung. delten Kräfte lassen sich nun verstärkt Synergien nutzen, zudem können wir noch schlagkräftiger Region Süd-Ost: Rumänien, Bulgarien, Ukraine am Markt auftreten.“ Dort weiß Gebrüder Weiss „Unsere Investitionen in Infrastruktur, Technologie nicht zuletzt mit hoher Qualität zu punkten. „Ge- und nicht zuletzt in unsere Mitarbeiter tragen be- genüber 2007 konnten wir unsere Qualitätskenn- reits in der gesamten Region Süd-Ost Früchte“,
    • „ 20  21 Für einen renommierten High-Tech-Konzern Unsere Investitionen in Infrastruktur, Technologie und nicht zuletzt in unsere haben wir in Rudna insgesamt 11.000 Quadratmeter Mitarbeiter tragen bereits in der gesamten Region Süd-Ost Früchte. zusätzliche Lagerfläche angemietet. “freut sich Thomas Moser, der zuständige Regional- PS-stark ging es für Gebrüder Weiss Ukraine insmanager. Gebrüder Weiss habe sich als Qualitäts- Jahr 2008: Die Landesorganisation übernahm fürund Lösungsanbieter am Markt etabliert. „Dies einen führenden deutschen Fahrzeugproduzentenbeweist unter anderem die Auszeichnung als bes- Transporte von Ersatzteilen und Autozubehör.ter Logistikprovider 2008 durch den rumänischen Besonders gut entwickelt hätten sich darüber hin-Logistikverband Arilog.“ aus Projektgeschäfte, berichtet Thomas Moser: „In diesem Bereich haben wir uns mit garantiertenIn Rumänien und Bulgarien ist das Sendungsauf- Laufzeiten bei hohen Qualitätsstandards einenkommen seit dem Beitritt zur Europäischen Union Namen gemacht.“im Jahr 2007 kontinuierlich gestiegen. „Durch dieEU-Mitgliedschaft ist die speditionstechnische Ab- Region Süd-West: Bosnien-Herzegowina,wicklung vereinfacht worden“, erläutert Moser. „In Kroatien, Serbien, SlowenienFolge drängen jetzt aber immer mehr ausländische Alle Landesorganisationen in der Region MOEL-Logistikunternehmen auf den Markt, sodass der Süd-West verzeichneten 2008 zweistellige Umsatz-Preisdruck stark zunimmt. und Mengenzuwächse. „Wobei diese erfreuliche Im Fokus von Gebrüder Weiss Rumänien Entwicklung keinerlei negative Auswirkungen aufstand 2008 der Ausbau des landesweiten Distribu- den bereits bestehenden hohen Qualitätsstandardtionsnetzwerkes. „In Constanta, Cluj, Bacau und hatte“, wie Regionaldirektor Erich Schafer hinzufügt.Sibiu haben wir die Infrastruktur für Komplettladun-gen geschaffen“, sagt Moser, „in Bacau und Sibiu Den Markteintritt in Bosnien-Herzegowina bezeich-wurden zusätzliche Umschlagsflächen in Betrieb net er als „herausragendstes Ereignis“ des Jahresgenommen und in Bukarest fand der Spatenstich 2008. In Sarajewo, dem wirtschaftlichen und poli-für das neue Logistikterminal statt.“ Das Engage- tischen Zentrum des Landes, wurde am 1. Augustment führte sowohl bei Komplettladungen als auch die erste eigene Niederlassung eröffnet. „Damitim Stückgutbereich zu einer Umsatzverdoppelung können wir nahtlose Transporte aus den GW-Heim-im Vergleich zum Vorjahr. märkten in die Balkanregion und vice versa an- Im Nachbarland Bulgarien stemmte das GW- bieten“, so Schafer. Die Landesorganisation istTeam erfolgreich ein Großprojekt für einen renom- seit Beginn für namhafte GW-Kunden wie Hewlettmierten europäischen Automobilkonzern. „Wir ha- Packard, General Motors, Hilti oder Daikin tätig.ben den Zuschlag für die Gebietsspedition erhalten Chancen sieht Erich Schafer insbesondere in derund wickeln seither sämtliche Transporte der bul- Distribution und der Beschaffung von und nachgarischen Zulieferbetriebe ab“, erklärt Moser. Die Westeuropa sowie bei Logistiklösungen. LetztereEmpfänger seien in ganz Europa ansässig. würden speziell durch die Zuwanderung westlicher
    • Aus den Fachbereichen Firmen immer wichtiger. Mittelfristig sind der Aus- landverkehre bau der Leistungspalette sowie die Inbetriebnahme eines eigenen Logistikterminals geplant. im gw-netzwerk Im benachbarten Kroatien fiel 2008 die Entschei- dung für den Kauf eines bis zu 30.000 Quadratmeter Voll auf Zug großen Grundstücks in Zabok. Darauf soll laut Erich Nahtlose Logistik, exzellente Prozesse, umwelt- Schafer in den Jahren 2009 / 2010 eine moderne schonende Transportalternativen und über allem Speditions- und Logistikanlage entstehen. „Gebrü- der Kundennutzen: Darauf richtete das Produkt- der Weiss Kroatien macht derzeit eine besonders management Landverkehre 2008 sein Augenmerk rasante Entwicklung im Bereich Lagerlogistik be- und verzeichnete Erfolg auf allen Linien. ziehungsweise Logistiklösungen durch“, führt der Gebrüder Weiss ist eine nahtlose Orga- Regionaldirektor aus. „Die derzeitigen Kapazitäten nisation: Sowohl Transport- und Logistikprozesse sind längst erschöpft.“ Nicht zuletzt spiele natürlich wie auch der Servicestandard bleiben dadurch in auch der bevorstehende EU-Beitritt Kroatiens eine den Heimmärkten über Landesgrenzen hinweg nicht unwesentliche Rolle bei den Überlegungen, garantiert auf demselben hohen Niveau. Intra Cor- einen leistungsfähigen, ausreichend dimensionier- porate Destinations (ICD) heißen jene Verkehrslinien, ten Neubau zu errichten. bei denen Güter ausschließlich durch die Hände von GW-Mitarbeitern gehen. Im Rückblick auf 2008 Gebaut wird bald auch in Serbien. Im Sommer kann Walter Konzett, Produktmanager Landver- 2004 fiel der Startschuss für das Engagement von kehre, einmal mehr von zweistelligem Wachstum Gebrüder Weiss in der Republik im Zentrum der im ICD-Bereich berichten: „Insgesamt sind im Balkanhalbinsel. In den folgenden Jahren ging es abgelaufenen Geschäftsjahr 642.000 Sendungen mit der Landesorganisation stetig steil bergauf. zwischen unseren europäischen Niederlassungen Nun halte die Infrastruktur in der Hauptstadt befördert worden – das bedeutet ein Plus von Beograd mit den aktuellen, durchaus erfreulichen 21 Prozent im Vergleich zu 2007 trotz eines bereits Entwicklungen nicht mehr Schritt und ließe sich abgeschwächten vierten Quartals.“ Auch mit der nicht mehr erweitern. „Vor dem Hintergrund, dass qualitativen Entwicklung zeigt sich Konzett überaus wir uns am serbischen Markt erfolgreich als Kom- zufrieden: „Es ist uns gelungen, die Qualitätskenn- plettanbieter positionieren wollen, führt an einem zahlen in sämtlichen Bereichen nochmalig zu leistungsfähigen Logistikterminal schon bald kein steigern und somit die Dienstleistungsqualität für Weg mehr vorbei“, so Schafer. unsere Kunden weiter zu steigern.“ In Slowenien hingegen wurde das Bauvorhaben Permanente Verbesserung einer neuen Anlage vorerst zurückgestellt. Die Das im Jahr zuvor gestartete Projekt „Operational derzeitigen Kapazitäten würden mittelfristig noch Excellence“ („OpX“) forderte Gebrüder Weiss 2008 ausreichend Platz für Wachstum bieten, begründet stark. „Dahinter verbirgt sich ein permanenter Ver- Erich Schafer die Entscheidung. Auch bei GW besserungsprozess mit dem Ziel, interne Abläufe Slowenien stehen derzeit Logistiklösungen im noch effizienter zu gestalten“, erklärt Konzett. Fokus, 2008 gab es in diesem Geschäftsfeld auch „Dadurch soll direkter Kundennutzen generiert und schon erste Erfolge zu verbuchen. Schafer: „Als gleichzeitig unseren Mitarbeitern die Arbeit spürbar Neukunde konnten wir unter anderem Bim Trade erleichtert werden.“ Zur Unterstützung der Organi- gewinnen, ein heimisches Unternehmen, das im sation wurden beispielsweise Qualifizierungspro- Food-Bereich tätig ist.“ gramme durchgeführt, Prozessabläufe vereinheit- licht oder auch Dispositions- und Monitoringtools optimiert. Kunden profitieren insbesondere von der
    • „ 22  23 Wir haben unsere Gebietsfrächter mit speziellen Scannern Insgesamt sind im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgestattet, damit sie Sendungsinformationen und Abliefernach- 642.000 Sendungen zwischen unseren europäischen weise in Echtzeit an unsere IT-Systeme übermitteln können. Niederlassungen befördert worden. “2007 eingeführten Mobilkommunikationslösung, GROUP Austria sowie dem Bahnunternehmendie seit Ende 2008 in allen Heimmärkten für eine Rail Cargo Austria entstanden ist, verkehrt seitherdurchgängige Dokumentation des gesamten Trans- täglich zwischen Wien und Vorarlberg mit einemportprozesses sorgt. „Der Roll-Out im WeissLand Zwischenstopp in Hall in Tirol. „GW kann damitist abgeschlossen“, freut sich Konzett. „Bereits als erstes privates Transportunternehmen eine um-über 900 GW-Zustellfahrzeuge in elf Ländern sind weltfreundliche, wirtschaftlich sinnvolle Alternativemit entsprechenden Geräten ausgerüstet, über im österreichischen Ost-West-Verkehr anbieten“,90 Prozent der Sendungsdaten werden drahtlos sagt Walter Konzett. „Auf diese Weise verlagernvia Mobilkommunikation übermittelt.“ Seit ver- wir rund 15.000 LKW-Fahrten von der Straße aufgangenem Jahr seien zudem auch für GW tätige die Schiene.“Frachtführer eingebunden, so der Produktverant- Seit 22. September pendelt zusätzlich einwortliche: „Wir haben unsere Gebietsfrächter mit Teilzug zwischen Wien und der Mozartstadt. Belie-speziellen Scannern ausgestattet, damit sie Sen- fert werden unter anderem die REWE-Filialen imdungsinformationen und Abliefernachweise eben- Raum Salzburg. Der Umstieg vom Lastwagen auffalls in Echtzeit an unsere IT-Systeme übermitteln die Bahn mache laut Konzett weitere 5.000 LKW-können.“ Lieferungen würden nun auf Packstück- Fahrten durch Österreich überflüssig. Entsprechendebene von der Abholung bis zur Zustellung elek- positiv fällt die Umweltbilanz des Orange Combitronisch erfasst. Darüber hinaus entwickelte das Cargo aus. „Durch die beiden TransportlösungenProduktmanagement für Kunden im Zuge von lassen sich an die 3,3 Millionen Liter Diesel ein-„OpX“ auch umfassende Informationsbroschüren sparen“, weiß der Produktmanager, „folglich wer-zu den „heiklen“ Themen Schadens- und Lade- den fast 12.000 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen.“mittelabwicklung. Im Mai 2008 wurde das Engagement von GW für umweltschonende TransportalternativenStaatspreis für den OCC mit dem TRIGOS gewürdigt, einer „AuszeichnungGleich zu Jahresbeginn hat Gebrüder Weiss ein für Unternehmen mit Verantwortung“. Im Novemberebenso innovatives wie klimaschonendes Projekt durfte Vorstand Wolfgang Niessner für den OCCin die Tat umgesetzt. Am 7. Januar ging der Orange schließlich den Österreichischen Staatspreis inCombi Cargo (OCC) auf Jungfernfahrt. Der Ganz- Empfang nehmen.zug, der in engem Dialog mit dem Kunden REWE
    • Aus den Fachbereichen air & sea Abheben mit dem „Orange Eagle“ Der Wandel von einem „Handling-Agent“, der hauptsächlich für das globale Netzwerk tätig ist, Auf Adlers Schwingen zu einer marktfokussierten Unternehmung voll- Sinkende Mengen und steigende Kapazitäten zieht sich seit 2008 auch in den USA. Dort wurde brachten 2008 die Branche gehörig ins Schlin- der Aufbau von Marketing & Sales-Strukturen gern. Reedereien kämpften ebenso wie Airlines forciert, zugleich hob der „Orange Eagle“ ab. Unter mit Frachtrückgängen – bei steigenden Kosten diesem Namen startete eine großangelegte, kon- und verschärften Rahmenbedingungen. Die um zernweite Kampagne, die zum einen die Mitarbeiter sich greifende Verunsicherung prägte alle Markt- beider Kontinente näher zusammenbringen und teilnehmer. Doch selbst in diesen turbulenten zum anderen optimale Rahmenbedingungen für Zeiten verfolgte Gebrüder Weiss die strategi- Transporte zwischen Europa und Nordamerika schen Ziele konsequent weiter: Innerhalb des schaffen wird. „Orange Eagle“ wird getragen von weltweiten Air & Sea-Netzwerks wurden weit- Produktinnovationen, eigens kreierten Servicestan- hin sichtbare Akzente gesetzt und wichtige In- dards für die nordamerikanischen Märkte sowie vestitionen getätigt. bestens ausgebildeten Mitarbeitern, die nicht nur „Bestehende Länder, Regionen und Ge- die jeweiligen Märkte in- und auswendig kennen, schäftsfelder haben wir gestärkt und in sich sondern auch mit den verschiedenen Kulturen weiterentwickelt“, sagt Air & Sea-Vorstand Heinz vertraut sind. „Für unsere Kunden sind die USA Senger-Weiss. „Außerdem haben wir unser Netz- sowohl als Absatz- als auch als Beschaffungsmarkt werk weiter ausgedehnt und dabei unsere Fühler von enormer Bedeutung“, berichtet das Vorstands- auch in neue Regionen ausgestreckt.“ mitglied. „Unser erklärtes Ziel ist deshalb, mit In einem Hotelzimmer in Shanghai begann dem ‚Orange Eagle‘ der beste Service-Provider im 1992 die Erfolgsgeschichte von Gebrüder Weiss in USA-Geschäft zu werden.“ China. Dort trieb Yongquan Chen, seines Zeichens erster GW-Mitarbeiter in der Volksrepublik, unter Gebündelte Kräfte der Leitung von Walter Schneider den Aufbau der Eine aktive Verkaufstätigkeit und hohe Marktpräsenz Organisation voran. Nach 16 Jahren an der Spitze waren auch die Erfolgsfaktoren für die positive Ent- von Weiss-Röhlig China, davon fünf Jahre vor Ort, wicklung von Air & Sea in Zentral- und Osteuropa. übergab der Vorarlberger Schneider im Jahr 2008 „Gemeinsam haben wir es geschafft, im vergange- das Steuer an seinen langjährigen Wegbegleiter nen Jahr GW als starken Player im Überseegeschäft Chen. Heinz Senger-Weiss sieht dadurch die Sta- zu positionieren und in den meisten unserer Heim- bilität und die Weiterführung des Unternehmens märkte Marktanteile dazuzugewinnen“, freut sich in ähnlichem Geiste gesichert: „Bedingt durch Heinz Senger-Weiss. Um innerhalb der bestehenden die Tatsache, dass unser neuer Manager Chinese Strukturen noch schlagkräftiger zu sein, wurden ist, werden wir vermehrt aber auch lokale Akzente Tschechien und die Slowakei unter dieselbe Leitung setzen können.“ Weiss-Röhlig China soll sich gestellt, Rumänien und Bulgarien ebenso. Das Air & von einem europäischen Unternehmen zu einem Sea-Terminal Graz zog indes um: vom Flughafen „echten“ chinesischen Player entwickeln, der in das Cargo Center Graz in Werndorf. „Das Kombi- zukünftig auch zunehmend am heimischen Markt terminal ist strategisch weit besser gelegen als Aufträge generiert. „Chancen bieten sich insbe- der Flughafen“, begründet Senger-Weiss den Orts- sondere bei Importen nach China, im Projektge- wechsel. „Speziell für Seefracht, die über die Süd- schäft und natürlich im Bereich Logistiklösungen“, häfen abgewickelt wird, verfügen wir hier über beste so Senger-Weiss. „Erste Erfolge gibt es schon Voraussetzungen.“ Denn auf den Import-Sammel- zu verzeichnen.“ containern liegt weiterhin ein wichtiger Fokus. Und Koper und Konstanza spielen dabei als Gateways
    • „ 24  25 Mit der Eröffnung des ersten eigenen Büros in der drittgrößtenChancen bieten sich insbesondere bei Importen Volkswirtschaft der Welt im November 2008 verfügt dasnach China, im Projektgeschäft und natürlich im Weiss-Röhlig-Netzwerk nun über einen weiteren wichtigenBereich Logistiklösungen. Knotenpunkt in Ostasien. “ Global wichtige Akzente In Japan hatte Gebrüder Weiss sieben Jahre lang eine Verkaufsrepräsentanz. Mit der Eröffnung des ersten eigenen Büros in der zweitgrößten Volks-für Einfuhren ins WeissLand eine zunehmend wirtschaft der Welt im November 2008 verfügt daswichtigere Rolle. 2008 wurde darüber hinaus in Weiss-Röhlig-Netzwerk nun über einen weiterenZusammenarbeit mit Röhlig begonnen, Seefracht- wichtigen Knotenpunkt in Ostasien. Der japanischeExporte am Hub Antwerpen zusammenzufassen, Markt sei für GW seit jeher ein bedeutender ge-„um auf unseren Key-Trade-Lines regelmäßige wesen, erklärt Senger-Weiss, der Selbsteintritt so-Sammelcontainer anbieten zu können“. Um die mit ein naheliegender und notwendiger Schritt.Transportströme besser zu bündeln, Synergien „Jetzt können wir auch im ‚Land der aufgehendenzu nutzen und letztlich die Schlagkraft am Markt Sonne‘ eine einheitliche Abdeckung des See- undzu erhöhen, entschied sich die Air & Sea-Führung Luftfrachtbereichs sowie unseren hohen Standardzudem, das Produktmanagement Seefracht und gewährleisten.“ Innerhalb des Netzwerks ließe sichLuftfracht personell zu verstärken. darüber hinaus noch besser auf individuelle Kun- denanforderungen bei Logistiklösungen eingehen.Schritt in die Zukunft Das Potenzial des japanischen Marktes wird alsIn der Schweiz hat GW Air & Sea seit vielen Jahren sehr groß eingeschätzt – doch groß sind auch dieversucht, Fuß zu fassen – ein schwieriges Unterfan- Herausforderungen. „Viele Beispiele haben gezeigt,gen, das sich durch organisches Wachstum allein dass es für ausländische Unternehmen ausgenom-nicht bewerkstelligen ließ. Mit der Übernahme eines men schwierig ist, sich zu etablieren“, gibt der Air &starken lokalen Players am Flughafen Zürich-Kloten Sea-Chef zu. „Wir haben aber gute Vorarbeit ge-wurde 2008 ein wegweisender Schritt in die Zukunft leistet und daher ein gutes Gefühl.“gemacht. Dazu Heinz Senger-Weiss: „Aersped und Die größten und wichtigsten Märkte der WeltFreight Factory International (FFI) verstärken Air & betreut Weiss-Röhlig mit eigenen Mitarbeitern vorSea Schweiz mit ihrem langjährigen, erfahrenen Ort. In jenen Ländern, in denen das Joint VenturePersonal und einer ausgezeichneten Infrastruktur.“ nicht selbst tätig ist, übernehmen diese AufgabeFFI besetzt mehrere Nischen und führt neben Auto- regional verankerte, starke Transport- und Logistik-mobiltransporten auch Transporte von Luxusgütern unternehmen. Um das weltumspannende Netzwerkdurch. Für das speditionelle Luft- und Seefrachtge- weiter zu verdichten, wurden 2008 zusätzliche Ver-schäft zeichnet Aersped verantwortlich. „Jene Ge- träge mit Agenten geschlossen. „Neue Koopera-schäftsfelder, die sich auch im GW-Portfolio finden, tionspartner haben wir in Südamerika, Nordafrika,werden in die Organisation integriert“, so Senger- im Nahen Osten aber auch in Russland gefunden“,Weiss, „die erfolgreichen Nischenprodukte bleiben sagt Heinz Senger-Weiss. Und die Entscheidungweiterhin eigenständig.“ Außerdem nahm zum Jah- für die Allianz mit Röhlig stelle sich für Gebrüderresende 2008 am Standort Basel ein neues See- Weiss Air & Sea immer wieder als goldrichtigfracht-Team seine Arbeit auf. Die Basis für eine wei- heraus: „Wir arbeiten in Einklang zusammen undtere Entwicklung in der Schweiz ist damit gelegt. setzen gemeinsam global wichtige Akzente.“
    • Aus den Fachbereichen gebrüder weiss-paketdienst Sammelsystem aufgebaut, und der Paketdienst übernahm als Partner der ersten Stunde alle anfallenden Transporte. Im September 2008 trat Sieben Mal um die Welt in Österreich eine neue Batterie-Verordnung der Österreichs führender Paketdienst feierte 2008 EU in Kraft, fast zeitgleich stellte das UFB seine seinen 20. Geburtstag. Jene Eigenschaften, die Tätigkeit ein. Die Entsorgung musste neu geregelt DPD schon in der Anfangszeit durchschlagenden werden. „Gemeinsam mit den verschiedenen Erfolg beschieden, zeichnen ihn bis heute aus: Sammelsystemen und einem Entsorgungsunter- Mut und Innovationsgeist. nehmen ist es uns gelungen, eine kostengünstige, Die Erfolgsgeschichte von DPD in Österreich verordnungskonforme Lösung zu schaffen“, be- begann am 2. Mai 1988 mit einem Koffer. Das war richtet Ewald Müller. „Trotz der neuen Marktsitua- der Inhalt des ersten Pakets, welches das neuge- tion konnten wir das Geschäft halten und den gründete Unternehmen von Gebrüder Weiss, Lager- Vertrag verlängern.“ Eine einheitliche Batterie- max und Schachinger zustellte. Im ersten Jahr des Sammlung und fachgerechte Entsorgung seien Bestehens liefen rund eineinhalb Millionen Pakete folglich weiterhin gewährleistet. über die Förderbänder von DPD, 2007 waren es fast 36 Millionen. Würden alle Pakete aneinandergereiht, „Balljunge“. Zu sportlichen Höchstleistungen lief die der Paketdienst während der vergangenen zwei DPD im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft Jahrzehnte in Österreich ausgeliefert hat, so ließe 2008 auf: Noch während die UEFA und Adidas bei sich mit dieser Kette der Globus gleich sieben Mal der Gruppenauslosung den offiziellen Spielball, umrunden. „Und wir hatten in keinem Geschäfts- den „EUROPASS“, vorstellten, fuhr der Paketdienst jahr einen mengenmäßigen Rückgang zu verzeich- tausende dieser Fußbälle, dazu Trikots und Fuß- nen“, berichtet Ewald Müller, Geschäftsführer des ballschuhe aus. Rund 30.000 Pakete mussten Gebrüder Weiss-Paketdiensts, nicht ohne Stolz. Empfängern in Österreich, Deutschland sowie der „Revolutionär war damals vor allem unsere flächen- Schweiz auf den Tag und teilweise sogar auf die deckende Zustellung binnen 24 Stunden“, erinnert Stunde genau zugestellt werden – den Intersportfili- sich Müller an die Anfangszeit. „Diesen Service alen beispielsweise pünktlich um 13 Uhr, denn dort kannten Paketkunden bis dahin noch nicht, und erwarteten geladene Fußballfans EUROPASS und wir blieben auch lange Zeit die einzigen, die ihn Co. schon sehnsüchtig. „Was die Liefergenauigkeit anbieten konnten.“ betrifft, erreichten wir eine Erfolgsquote von 99 Pro- zent“, so der GWP-Geschäftsführer. „DPD hat Batterie-Entsorger. Bis heute präsentiert sich damit als exklusiver Paketdienstleister für Adidas Österreichs erster privater Paketdienst in beinahe im deutschsprachigen Raum nach der WM 2006 allen Bereichen rund um den Paketversand als bereits zum zweiten Mal einen herausfordernden Vorreiter: Beispielsweise kommt seit 1995 die Großauftrag erfolgreich ausgeführt.“ Shuttle Box zum Einsatz, ein umweltfreundliches Mehrwegversandsystem. 1997 brachte man die Erdgasfahrer. Im Dezember 2008 ging DPD unter Weinlogistik auf den Markt und führte zugleich die die Erdgasfahrer: In Kooperation mit der Konrad Samstagzustellung ein. Ein Meilenstein im Jahr Wittwar GmbH und der Steirischen Gas-Wärme 2000 dann auch der Launch der Website dpd.busi- GmbH unterzog das Depot in Graz den alternativen ness.at, einer einzigartigen Online-Steuerzentrale Antrieb einem Härtetest. Drei Monate lang war ein für die Paketlogistik. Neben einer Reihe weiterer erdgasbetriebener Mercedes-Benz Sprinter auf Produkte und Services startete DPD unter anderem den Straßen unterwegs, im Stadt- wie im Überland- bereits 1991 die Batterie-Entsorgungslogistik für verkehr. Ewald Müller berichtet von einer bis zu das Umweltforum Batterien (UFB). Diese Vereini- 30-prozentigen Kostenersparnis gegenüber Diesel, gung hatte ein ebenso einfaches wie effizientes „neben dem wirtschaftlichen Nutzen sprachen aber
    • 26  27auch Umweltaspekte klar dafür, ein Erdgasfahrzeug Lagerbestände in Pottenbrunn halbieren und inter-zu testen.“ Schließlich setzen Autos mit Erdgasan- ne Transporte um mehr als 30 Prozent zurückgehentrieb bis zu 80 Prozent weniger Kohlenmonoxid und werden“, so Stiastny. In Folge wurden PrognosenStickstoffoxid frei, Schwefeldioxid und Rußpartikel erstellt und detaillierte Zukunftsszenarien entwickelt.werden sogar vollständig vermieden. Die „grünen Auch die erforderlichen Rampen für die Jumbo-Autos“ sind nicht ohne Grund auf dem Vormarsch – LKW beschäftigten die Logistik-Consultants: Zuund vielleicht schon bald für „das schnelle Paket“ klären galt, wo diese strategisch am besten platziertim Dauereinsatz. und wie sie dimensioniert werden sollen. „Insge- samt haben wir vier Szenarien ausgearbeitet, dabei Investitionskosten sowie interne Transportwege und -zeiten berechnet und bei der Bewertung neben dem Kostenfaktor auch das Zukunftspotenzial be- rücksichtigt“, sagt der Geschäftsführer. Die Ent- scheidung liege nun bei Geberit. Der Auftraggeber zeigte sich nach Projektabschluss mit dem Ergebnis jedenfalls zufrieden und meinte: „x|vise hat die Auf- tragsstellung zu 100 Prozent erfüllt.“tochterunternehmen Die Anlagenplanung in größerem Rahmen stell- ten die Logistikberater 2008 dann auch in den Mit-und marken telpunkt ihrer Aktivitäten. Die Gestaltung und Ent- wicklung von Logistikanlagen ist bereits seit 2006 immer wieder nachgefragt worden, nun wurdex|vise ein eigenes Kompetenzfeld geschaffen. Es dürfe nicht sein, dass betriebliche Abläufe baulichen Gegebenheiten angepasst werden müssen. „WirLebendige Prozesse gehen deshalb von den nötigen Prozessen in einemEin neues Zentrallager wird die Logistik von Geberit Unternehmen aus und planen auf dieser Basis dieÖsterreich schon bald maßgeblich beeinflussen. ideale Infrastruktur“, erklärt Harry Stiastny. Nur soAuf die anstehenden Veränderungen bereitete sich lasse sich eine effiziente Logistikstruktur aufbauen,der Sanitärtechniker gemeinsam mit x|vise vor. die auch zukünftigen Anforderungen gewachsen ist. Status quo bei Geberit ist, dass Kunden vomStandort Pottenbrunn aus direkt beliefert werden.Dies wird sich jedoch ab 2010 ändern: Dann bringensogenannte Jumbo-LKW im Shuttle-Verkehr sämt-liche Fertigprodukte ins Zentrallager im deutschenPfullendorf, erst von dort aus werden sie verteilt.„Die Bündelung der Warenströme wirkt sich sowohlauf den Lagerbestand als auch auf die Zahl derinnerbetrieblichen Transporte aus“, erläutert HarryStiastny, Geschäftsführer von x|vise innovativelogistics. Die Logistikberater übernahmen im Jahr2008 die Aufgabe, die zukünftigen Waren- und Ver-kehrsströme zu quantifizieren. x|vise beleuchtete eingehend betriebsinterneProzesse und vorhandene Daten. „Konkret habenwir ermittelt, dass sich durch das Zentrallager die
    • Aus den Fachbereichen „ Der Schlüssel zum Erfolg ist für ihn der persönliche Kunden- Im vergangenen Jahr haben sich wiederum zahl- kontakt, dem bei dicall nach wie vor klar Vorrang gegenüber reiche Unternehmen für eine Zusammenarbeit mit der automatischen Anrufbeantwortung eingeräumt wird. “ inet-logistics entschieden. inet-logistics „Ab Juli 2009 ist es Pflicht, dass Unternehmen ihre Exporte in Nicht-EU-Länder ausschließlich elektro- nisch beim Zoll anmelden“, sagt Werle. Das treibe Nahtlos integriert derzeit die Nachfrage nach entsprechenden Soft- „Software as a service“ – das Konzept, das inet- warelösungen in die Höhe. Vor diesem Hintergrund logistics mit dem Angebot webbasierter modularer schloss inet-logistics 2008 eine strategische Part- Logistiklösungen verfolgt, geht voll auf. 2008 leg- nerschaft mit der MIC Datenverarbeitung GmbH, te das Softwarehaus den Grundstein, um auch dem führenden Anbieter von Zollsoftware. „Ziel e-Logistik und e-Zoll miteinander zu verbinden. unserer Kooperation ist es, die leistungsfähigen Die Logistik zieht mehr und mehr die Aufmerk- MIC-Anwendungen für das Zollmanagement naht- samkeit der Führungskräfte auf sich. Deren erklär- los in unsere Integrationsplattform, den logistics- tes Ziel ist es, Optimierungspotenzial zu heben. server®, einzubinden“, so der inet-Chef. „Kunden In diesem Zusammenhang spielten die Software- erhalten dadurch eine in sich geschlossene Lösung, lösungen von inet-logistics auch 2008 eine wichtige die alle im Zusammenhang mit der Planung, Steu- Rolle. Das Unternehmen zählt auf verschiedenen erung und Durchführung von grenzüberschreiten- Gebieten zu den führenden Anbietern in Europa: ob den Transporten stehenden Aufgaben abdeckt.“ im Transportmanagement, wo sich die Vorarlberger Softwareschmiede gegen „große Namen“ wie Oracle und SAP zu behaupten weiß, oder auch, wenn es um die Senkung von Transportkosten durch ein lückenloses Frachtkosten-Clearing geht. Im vergangenen Jahr haben sich wiederum zahl- reiche Unternehmen für eine Zusammenarbeit mit dicall inet-logistics entschieden. Geschäftsführer Oswald Werle berichtet nicht ohne Stolz, dass die Lösungen für die Supply Chain Execution unter anderem bei Gegen den Strom Unilever, MAN, Hewlett Packard, ABB, Interseroh Kundenstudien zufolge sollten Callcenter gut er- oder auch bei Transportdienstleistern wie Fiege und reichbar sein, die Mitarbeiter freundlich, erbrachte Panalpina zum Einsatz kommen. Leistungen qualitativ hochwertig. dicall weiß, die- Von der e-Logistik ist es nur ein kleiner Schritt sem Anspruch mehr als zu genügen. zum e-Zoll: Das von der EU ins Leben gerufene Eigentlich ist die Branche im Aufwind: Immer Projekt hat die papierlose Zollabwicklung zum Ziel. mehr Unternehmen lagern mitunter weite Teile ihrer
    • 28  29Kundenbetreuung an externe Dienstleister aus. gebrüder weiss rail cargoDoch Callcenter haben zugleich mit stark steigen-dem Preisdruck zu kämpfen. In Folge wurden be-reits massiv Stellen abgebaut, die Aufgaben der Genau nach Fahrplan /Weiter auf ZugMitarbeiter übernehmen zunehmend sprachge- Während die Bahn 2008 in Deutschland weitersteuerte Computersysteme. dicall schwamm 2008 boomte, hatte sie in Österreich keinen so leichtendiesbezüglich gegen den Strom. Florian Maurer, Stand. Das engagierte Rail Cargo Team schaffteLeiter des Customer Care Centers, berichtet nicht es dennoch, wieder die Millionenmarke zu durch-ohne Stolz vom „höchsten Mitarbeiterstand und brechen.dem bestem Betriebsergebnis seit Bestehen“. Die deutsche „Allianz pro Schiene“ sprach imDer Schlüssel zum Erfolg ist für ihn der persönliche Jahr 2008 von „goldenen Zeiten für den Schienen-Kundenkontakt, dem bei dicall nach wie vor klar verkehr“: Dieser wuchs in der BundesrepublikVorrang gegenüber der automatischen Anrufbeant- erneut stärker als der Straßenverkehr, die Güter-wortung eingeräumt wird. bahnen gewannen bereits das fünfte Jahr in Folge Das weiß auch der Top-Kunde DPD zu schät- Marktanteile hinzu. In Österreich hingegen habezen. Für den Gebrüder Weiss-Paketdienst Ost ist sich eine gegenteilige Entwicklung beobachten las-dicall schon seit längerem für gewisse Kunden- sen, sagt Walter Dolezal, Geschäftsführer der GW-gruppen für alle Agenden im Bereich Verkaufsin- Bahnspedition Rail Cargo: „Die Schere zwischennendienst zuständig. Im Frühjahr 2008 wurde die Bahn und LKW ist im vergangenen Jahr eher weiterZusammenarbeit nun auch auf Westösterreich aus- auseinander gegangen.“ Die Straße konnte ihrengeweitet. „Für das Depot in Hall wickeln wir seit- Vorsprung als Verkehrsträger Nummer eins weiterher monatlich rund 5.000 Anrufe ab“, so Maurer. ausbauen. Für Rail Cargo sei es daher ein GebotAngebunden ist der Standort auch an die Callcen- der Stunde gewesen, das bestehende Geschäft zuter Software CCTop, die die EDV des Gebrüder halten. Und das gelang dem sechsköpfigen TeamWeiss-Paketdiensts eigens für die Anforderungen auch – „trotz dem konjunkturbedingten Einbruch imim Customer Care Center entwickelt hat. CCTop letzten Quartal“, wie Dolezal anmerkt.wird seit 2008 Zug um Zug auch bei DPD in Insgesamt organisierte Rail Cargo 2008 den um-Deutschland eingeführt. Insgesamt sind zu Jahres- weltschonenden Transport von rund einer Millionende bereits 59 Standorte integriert und mehr als Tonnen Frachtgut. Etwa ein Drittel davon entfiel auf1.000 Benutzer angelegt worden. die sogenannten Cross-Border-Verkehre, die zur Von den Neukunden, die 2008 erstmals die Gänze über das ausländische Schienennetz abge-Dienste von dicall in Anspruch genommen haben, wickelt werden. Der Fokus der GW-Bahnspediteurehebt Florian Maurer insbesondere Triple A hervor. lag wie schon in der Vergangenheit hauptsächlichDer Anbieter von Wasserspendern hatte einen auf Chemieerzeugnissen und Mineralölprodukten,ehemaligen dicall-Kunden übernommen. „Wir konn- wobei speziell im Bereich Biodiesel-Transporte einten uns dann auch bei Triple A als Dienstleister Plus zu verzeichnen war.empfehlen und haben im Laufe des Jahres ver-schiedenste Projekte im Bereich Telefonmarketingübernommen.“ Und zu guter Letzt waren auch dieBusinesstrainings des steirischen Customer CareCenters gefragt: Erfolgreich tätig war das Trainer-team insbesondere in Deutschland sowie im öster-reichischen Bankensektor.
    • Aus den Fachbereichen automotive logistics in die Zange genommen habe, sei deren Realisie- rung bis auf weiteres verschoben worden. Pichlers Ziel ist es, trotz Kostendruck von der Krise zu pro- Auf Augenhöhe fitieren und Gebrüder Weiss automotive logistics Inmitten eines wettbewerbsintensiven Umfelds als verlässlichen Partner auf Augenhöhe zu posi- schaffte es automotive logistics im vergangenen tionieren – und als Best in Class. Geschäftsjahr erneut, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Und trotzte dabei auch der begin- nenden Finanzkrise. Für den größten europäischen PKW-Hersteller hat das Competence + Solution Center im Jahr 2008 die Gebietsspedition Bulgarien übernommen. „Wir wickeln nun die Transporte von bulgarischen leisure+sports logistics Lieferanten an über 30 Werke und Konsolidierungs- punkte in ganz Europa ab“, erklärt Kurt Pichler, Leiter Business Development Automotive. Einem Im Fußballfieber weiteren Ausbau der Partnerschaft räumt er gute Am 7. Juni war Anpfiff für die EURO 2008 – Chancen ein: „Denn durch diese Zusammenarbeit europaweit regierte fortan König Fußball. In den ergeben sich zwangsläufig Anknüpfungspunkte EM-Stadien kam dank leisure+sports logistics zu anderen Marken im Konzern.“ Außerdem konnte auch dann keine Langeweile auf, wenn das runde das Inbound-Netzwerk, dem auch der Nutzfahr- Leder gerade nicht rollte. zeughersteller Scania angehört, durch zwei weitere Mehr als 1,1 Millionen Menschen verfolgten den Unternehmen verdichtet werden. Deren Transporte Kampf um den EM-Pokal hautnah in den Stadien. gehen von den selben Lieferanten an Werke in Süd- Dass auch dann Unterhaltung geboten werden schweden. Mit einem dieser Neukunden, einem konnte, wenn der Ball gerade nicht im Spiel war, weltweit führenden Anbieter von Sitzsystemen, kam dafür sorgte leisure+sports logistics. „Wir haben es darüber hinaus zu einer exklusiven Kooperation die Distribution des gesamten Equipments für das in Österreich. Für 2009 steht zudem die Evaluierung Rahmenprogramm übernommen, das vor dem der Slowakei auf dem Plan. Anpfiff, in der Halbzeitpause und nach Spielende Mit den Automobilzulieferern F. S. Fehrer Auto- geboten wurde“, sagt der Produktverantwortliche motive, Grammer sowie der Danaher Motion Gruppe Klaus Bannwarth, der auch die Kontakte zur baute automotive logistics die Zusammenarbeit UEFA geknüpft hatte. Konkret beförderten die Kon- in der Beschaffungslogistik weiter aus. Erfreut zeigt zernniederlassungen in Hall, Basel, Salzburg und sich Pichler über die Vertragsverlängerung mit ei- Pöchlarn sowohl in Österreich als auch in der nem namhaften deutschen Stahlproduzenten bis Schweiz die benötigte Ausstattung zeitgerecht von Ende 2009. „Äußerst positiv entwickelt hat sich einem Austragungsort zum nächsten. „Teamwork“ nicht zuletzt auch die Kooperation mit der rumäni- habe sich dabei als Erfolgsfaktor erwiesen. Denn: schen Organisation des grössten deutschen Auto- „Logistik für ein Event dieser Größenordnung mobilherstellers in Ungarn, Rumänien und der gelingt nur mit einem starken Netzwerk im Rücken“, Ukraine im Bereich After Sales.“ ist Bannwarth überzeugt. Die neue Boomregion Zentralserbien zählt für Inmitten der „Europhorie“ blieb auch der Well- Kurt Pichler zu den Hoffnungsträgern für das Jahr ness- und Fitnesstrend ungebrochen. Der Wunsch 2009. „Bis ins dritte Quartal 2008 haben wir für Kun- nach körperlichem Wohlbefinden trieb die Ver- den zahlreiche Konzepte und Angebote ausgear- kaufszahlen in vielen Bereichen der Sport- und beitet“, berichtet der Automotive-Manager. Doch Freizeitbranche der Wirtschaftskrise zum Trotz als die Wirtschaftskrise auch die Automobilbranche weiter nach oben. Und immer mehr Sportartikler
    • 30  31entschieden sich dafür, ihre Logistik in kompetente wie das Verpacken vor Ort, Funktionskontrollen,Hände auszulagern. Klaus Bannwarth bezeichnet Montagearbeiten oder die Dokumentation desden Zuwachs an Neukunden als enorm und nennt gesamten Ablaufs durch.unter anderem folgende Gründe dafür: „Gepunktet „Großen Konzernen wie Samsung wird mehrhaben wir insbesondere mit individuellen Lösungen und mehr bewusst, dass komplexe Strukturenund entsprechenden Mehrwertdienstleistungen.“ im Reparaturprozess nicht mehr zeitgemäß sindBeispielsweise wickelt leisure+sports logistics für und (zu) viel Geld kosten“, weiß Wolfgang Leuthner.die Burton Sportartikel GmbH mit Sitz in Innsbruck, „Die Raten für Reparaturen sind längst am Limit,der Marken wie Gravis, Analog oder RED ange- Transportkosten explodieren.“ Die Nachfrage nachhören, seit 2008 die Distribution in Zentral- und einem Outsourcingpartner für diesen BereichOsteuropa sowie Italien ab. Ausbauen konnte das steige beständig. Nicht zuletzt um für zukünftigeTeam von leisure+sports aber auch das bestehende Herausforderungen gewappnet zu sein, bautGeschäft. Der für das vergangene Jahr gesetzte tectraxx seine Kapazitäten rund um die Repair-Schwerpunkt Service Excellence zeigte Wirkung. logistik laufend weiter aus. So hat der High-Tech-„Die Qualitätskennzahlen sind stetig nach oben ge- Logistiker per 31. Dezember 2008 die größteklettert“, so Bannwarth. „Viele unserer Kunden wie österreichische Reparaturwerkstätte von Braun-Adidas oder Reebok haben dieses Engagement ware und Informationstechnologie übernommen,honoriert und unsere Partnerschaft weiter vertieft.“ die MCL Unterhaltungselektronik Service GmbH. Der Betrieb betreut mit 18 Mitarbeitern Kunden wie Samsung, Sharp, JVC, Grundig, Yamaha, Loewe oder Marantz. „Mit der Fusion sind diese Unter- nehmen automatisch auch zu Logistikkunden von tectraxx geworden“, freut sich Leuthner über die mit klingenden Namen erweiterte Referenzliste.tectraxx high tech logistics Wolfgang Leuthner fällt auf, dass Kunden im Repair-, aber auch im Servicebereich meist einen Anbieter suchen, der möglichst die gesamteRevolution für Reparaturen Leistungspalette aus eigener Kraft bewerkstelligenFür tectraxx ist die Reparaturlogistik das Thema kann. „Was die Transportlogistik anbelangt, profi-der Stunde. Nicht ohne Grund, wie sich zeigt: tieren wir deshalb ohne Frage von unseremDie ebenso leistungsfähige wie zukunftssichere Umfeld“, fügt der Logistiker hinzu, „vom Mutter-Lösung des High-Tech-Logistikers kommt bereits konzern Gebrüder Weiss wie vom Tochterunter-bei namhaften Elektronikkonzernen zum Einsatz. nehmen DPD“. tectraxx verfüge mittlerweile über Die Frage nach dem Highlight des Jahres 2008 flexible und leistungsfähige Strukturen, zeigtbleibt nicht lange unbeantwortet: „Natürlich die sich Leuthner zufrieden. „Diese kann kein andererösterreichweite Umsetzung der Repairlogistik für Dienstleister so ohne weiteres aufbauen.“Samsung Electronics“, meint Wolfgang Leuthner,Niederlassungsleiter bei tectraxx. Der High-Tech-Logistiker hat die Gesamtverantwortung für Repa-raturen des Weltmarktführers bei LCD-Displaysund Farblaser-Multifunktionsgeräten übernommen.tectraxx wickelt für den Elektronikkonzern seitNovember nicht nur die Lieferungen zwischenEndkunden, Händlern und den mit der Reparaturbeauftragten Servicepartnern ab: Die Mitarbeiterführen darüber hinaus auch Zusatzdienstleistungen
    • Aus den Fachbereichen personalentwicklung Derzeit absolvieren bei GW in Österreich, Deutsch- land und der Schweiz fast 200 Jugendliche ihre Lehre – und in Bezug auf deren Ausbildung habe Lebendige Netzwerke sich seit 2007 viel getan, freut sich Helmut Schöpf: „Unsere Aufgabe ist es, engagierte Mitarbeiter zu „Beispielsweise bieten wir fast flächendeckend fördern, um den Mitbewerb weiterhin herauszufor- Englischschulungen für Lehrlinge an und fördern dern“, bringt es Helmut Schöpf auf den Punkt. Und ihre Teilnahme an Seminaren des Orange College, auch 2008 setzte der Leiter der Zentralen Personal- unserem internen Aus- und Weiterbildungspro- entwicklung mit seinem Team in dieser Hinsicht gramm. Auch ein neues Lehrlingsportal im Intranet wieder wichtige Akzente. soll unseren jungen Nachwuchskräften auf dem „Die Zukunft ist orange“, heißt es bereits seit Weg vom ‚Niederlassungsdenken‘ zum Konzernge- 2004 für die Teilnehmer von „Orange Future“, dem danken begleiten.“ Nicht zuletzt seien Leistungs- Trainee-Programm für Jungakademiker und High vergütung und Lehrlingsprämien im Unternehmen Potentials aus dem Unternehmen. Dessen Neuauf- – soweit gesetzlich möglich – vereinheitlicht und lage wird nun erstmals in Deutsch und in Englisch intern kommuniziert worden. Verstärkt haben sich durchgeführt. Helmut Schöpf spricht diesbezüglich die Personalentwickler außerdem den Lehrlings- von einer fundamentalen Veränderung, von der vor ausbildnern gewidmet, die mittlerweile in jeder allem Mitarbeiter aus Mittel- und Osteuropa profi- Niederlassung im Einsatz sind. Für sie wurde unter tieren würden und ergänzt: „Das mittlere Manage- anderem ein maßgeschneidertes Weiterbildungs- ment in den Zukunftsmärkten zu stärken, das ist angebot geschaffen. „Jugendliche zu leistungsfähi- auch unser erklärtes Ziel.“ Spitzenkräfte mit Poten- gen Mitarbeitern zu formen ist eine wichtige Auf- zial und gutem Background sind jedoch nicht nur gabe“, so Schöpf. „Und darin möchten wir die in der MOEL-Region, sondern vielmehr konzernweit Lehrlingsausbildner bestmöglich unterstützen.“ gefragt. „In der Vergangenheit haben wir alle zwei bis drei Jahre einen speziellen Lehrgang zum Thema Die Macht der Werte Führungskräfteentwicklung angeboten“, so Schöpf, 2008 war nicht zuletzt das Jahr des orange way. „aufgrund der hohen Nachfrage wurden im vergan- Die Personalentwicklung veranlasste das Projekt genen Jahr aber gleich zwei solcher FKE-Program- „Employer Branding“ mit dem Ziel, die „Arbeit- me gestartet beziehungsweise abgeschlossen.“ gebermarke Gebrüder Weiss“ weiter zu festigen. Mit einem ebenso qualifizierten wie motivierten „Die Art und Weise, wie ein Unternehmen am Führungsteam sei Gebrüder Weiss für zukünftige Arbeitsmarkt als Arbeitgeber gesehen wird, ist Herausforderungen bestens gerüstet. für sein Image von höchster Bedeutung“, erklärt Schöpf die Initiative und meint weiter: „Die Kern- Gemeinsam netzwerken werte von GW werden einerseits über Personal- Ihr Augenmerk legte die Personalentwicklung auch arbeit und Marketing nach außen getragen, richten auf Mitarbeiter mit speditionellem Background: sich aber genauso nach innen an die Mitarbeiter – Genau auf diese Gruppe zugeschnitten entstand und das wird häufig vernachlässigt.“ Deshalb wurde das Nachwuchsförderprogramm „GW-Plus“. eine qualitative Umfrage durchgeführt, um zu er- „Zwischen Januar 2008 und Oktober 2009 veran- mitteln, welche Werte Mitarbeiter aller Altersklassen stalten wir regelmäßig Seminare zu GW-spezifi- und Positionen mit ihrem Arbeitgeber verknüpfen. schen Themen sowie im Bereich Persönlichkeits- „Basierend auf diesen Ergebnissen können wir entwicklung“, berichtet Schöpf. Ziel sei es, den zukünftig gezielt Maßnahmen setzen, um unsere 37 Teilnehmern Ein- und Ausblicke in die orange Unternehmenskultur zu stützen, sodass sie von wie die persönliche Welt zu geben und den Spaß unseren Mitarbeitern wahrgenommen, gelebt und an der Arbeit zu fördern. Dabei stand für die Spe- damit weiter nach außen transportiert wird.“ ditionsleute natürlich auch das „Netzwerken“ im Vordergrund.
    • 32  33it-services eröffnet. Und nicht zuletzt übernahm GW Tsche- chien das Land- und Logistikgeschäft von Hell- mann Worldwide Logistics. Eine FirmenübernahmeHochverfügbar war auch der Auslöser dafür, dass 2008 eine mehr-Höchste Sicherheit im Datennetz, der Aufbau einer sprachige PC-Welt entwickelt wurde. „Als wir 2006mehrsprachigen PC-Welt, optimale Unterstützung das slowakische Unternehmen M&G an unsereder betrieblichen Prozesse – die IT-Services wurden Systeme angebunden haben, stellten wir fest, dass2008 wieder voll gefordert. die Mitarbeiter zum Teil weder Deutsch noch Eng- Ohne stabile, leistungsfähige Informationstech- lisch gut beherrschten“, erinnert sich Klaus Heim.nologie ließe sich das Speditions- und Logistikge- In Folge wurde eine Lösung erarbeitet, um dieschäft längst nicht mehr bewerkstelligen. In den Windows- und Officeumgebung in den konzernweitVerantwortungsbereich der konzerneigenen IT- wichtigsten Landessprachen anzubieten. Seit De-Abteilung fällt folglich auch die Hochverfügbarkeit zember können PC-Anwender nicht nur zwischender Systeme. „Unsere Aufgabe ist es, dafür zu Deutsch und Englisch, sondern zusätzlich zwischensorgen, dass geschäftskritische Anwendungen Tschechisch, Ungarisch, Hochchinesisch und Tai-rund um die Uhr laufen“, konkretisiert Klaus Heim, wanesisch wählen. Um dies zu ermöglichen, sindLeiter IT-Services. Zudem müssten Vorkehrungen mehr als 300 Manntage investiert worden. Die Rück-getroffen werden, um jeglichen Datenverlust zu meldungen aus den regionalen EDV-Abteilungenvermeiden. Das Zauberwort lautet Redundanz: seien gut, das Angebot werde von den MitarbeiternRechenzentren, Server, Notstromversorgung, etc. angenommen, ist Heim zufrieden.sind bei GW zumindest in doppelter Ausführungvorhanden. Dadurch kann der Betrieb selbst dann „Tuning“ für interne Prozesseaufrecht erhalten werden, wenn die Stromversor- Bereits 2007 startete das Projekt „Operationalgung unterbrochen wird, ein Serverdefekt auftritt, Excellence“ („OpX“) mit dem Ziel, die betrieblichenDaten beschädigt werden oder gar ein ganzes Re- Prozesse bei Gebrüder Weiss kontinuierlich zuchenzentrum ausfällt. 2008 seien im Rahmen des optimieren – und die InformationstechnologieProjekts „Business Continuity“ alle für den Betrieb spielt dabei eine zentrale Rolle. Gemeinsam mitnotwendigen Applikationen und Datenbanken dem Produktmanagement Landverkehre setztenumfassend auf ihre Ausfallsicherheit hin getestet sich Mitarbeiter der IT-Services deshalb auch 2008und gegebenenfalls verbessert worden, sagt Klaus intensiv mit technischen Neuerungen und Verbes-Heim: „Zudem haben wir mit der Ausarbeitung eines serungen auseinander. Klaus Heim hebt in diesemNotfallhandbuchs begonnen, um bei einem gröbe- Zusammenhang besonders den Endspurt rund umren Zwischenfall keine Zeit zu verlieren.“ Die aus- die Einführung von Mobilkommunikation hervor:führlichen Tests werden ab sofort routinemäßig „Nach drei Jahren Arbeit steht dieses Großprojekteinmal jährlich durchgeführt, um die Sicherheit im jetzt kurz vor dem Abschluss.“ Bis auf wenigeGW-Datennetz weiter zu erhöhen. Ausnahmen seien 2008 alle relevanten Gebiete im WeissLand in die Konzernlösung eingebundenGebrüder Weiss wächst worden. Mithilfe von Scannern lassen sich Sen-Über das ganze Jahr hindurch war die Mannschaft dungen nun elektronisch erfassen, die relevantenaus Wolfurt immer wieder damit beschäftigt, neue Daten werden in Echtzeit an die IT-Systeme über-Konzernniederlassungen und Standorte in das mittelt, und GW-Kunden haben binnen kürzesterfirmeneigene IT-Netzwerk einzubinden. Gebrüder Zeit Zugriff darauf. „Die technische Basis für trans-Weiss akquirierte im Frühjahr die Firmen Aersped parente Transporte steht“, resümiert Heim. Jetztund Freight Factory International in Zürich, gegen gehe es darum, im Sinne von „Operational Excel-Jahresende die Spedition MSV in Basel. Weiters lence“ die Abläufe weiter zu optimieren und diewurden 2008 die ersten konzerneigenen Nieder- Qualität zu erhöhen.lassungen in Bosnien-Herzegowina und in Japan
    • Aus den Fachbereichen „ Gemeinsam mit dem Produktmanagement Land- Mithilfe von Scannern lassen sich Sendungen nun verkehre setzten sich Mitarbeiter der IT-Services elektronisch erfassen, die relevanten Daten werden deshalb auch 2008 intensiv mit technischen in Echtzeit an die IT-Systeme übermittelt. “ Neuerungen und Verbesserungen auseinander.
    • 34  35Zu den weiteren „OpX“-Aktivitäten der IT-Services berichtet Thomas Zeillinger, der bei GW für denzählte unter anderem die Umsetzung eines „Pro- Bereich Zoll verantwortlich zeichnet. „In Folge kon-duktionsmonitors“, der bei der Abwicklung der nten wir zum frühestmöglichen Zeitpunkt den StatusRollfuhr mehr Übersicht im Tagesgeschäft bringt. eines zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten bean-Zudem wurde das Lademittelmanagement erwei- tragen.“ Bereits im April 2008, nach Abschlusstert, da mittels Barcode-Scannung nicht mehr aus- umfassender Überprüfungen in den verschiedenstenschließlich Europaletten, sondern auch Gitterboxen, Unternehmensbereichen, erfolgte die ZertifizierungRahmen und Deckel elektronisch erfasst werden nach AEOC für zollrechtliche Vereinfachungen.können. „Dies ist der erste Schritt hin zu einer voll- Für Gebrüder Weiss stand neben der EU-weitenautomatischen Lademittelverwaltung mit einer Anerkennung dieser Auszeichnung und den damitbesseren Kontrolle über Lademittelbewegungen“, verbundenen Erleichterungen im Zollrecht vor allemso Heim. „OpX“ werde sein Team noch länger vor der Qualitätsaspekt im Vordergrund. Zeillinger istHerausforderungen stellen. „Und das ist auch gut überzeugt, dass das AEO-Zertifikat ein Gütesiegelso“, meint der IT-Chef abschließend. Denn für ihn darstellt, das die hohe Verlässlichkeit des Unter-steht außer Frage, dass die gesamte Organisation nehmens deutlich macht. „Für Kunden wie Ge-Nutzen daraus zieht, wenn die internen Abläufe schäftspartner wird es nicht zuletzt ein wichtigesdurch noch bessere IT-Unterstützung beschleunigt zusätzliches Qualitätsmerkmal sein.“ Die positivenoder zumindest vereinfacht werden. Auswirkungen auf Zollabfertigungen würden sich schon 2009 deutlich bemerkbar machen.zolldienstleistungenGütesiegel für ZollabwicklungGebrüder Weiss war 2008 der erste „ZugelasseneWirtschaftsbeteiligte“ Österreichs. Der Wunsch nach einer sicheren Lieferkette be-schäftigt nicht nur die verladende Wirtschaft undTransporteure, sondern auch die Verwaltung. So hatdie EU ihren Zollkodex überarbeitet, um für mehrSicherheit im Warenverkehr der Europäischen Ge-meinschaft zu sorgen. Bis 2009 werden nun schritt-weise Maßnahmen umgesetzt, die unter anderemZollkontrollen harmonisieren und den Schutz derEU-Außengrenzen erhöhen sollen. Für sogenannte„Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte“ (engl. „Autho-rised Economic Operator“, AEO) gestaltet sichdarüber hinaus seit Jahresbeginn 2008 die Zollab-wicklung merkbar einfacher. Gebrüder Weiss ge-hörte diesbezüglich einmal mehr zu den Vorreitern:Denn der Logistikkonzern erhielt als erstes Unter-nehmen Österreichs das AEO-Zertifikat. „Das Bundesministerium für Finanzen hat unsschon für das AEO-Pilotprojekt ins Boot geholt“,
    • Hoch hinaus!Höher, schneller und weiter?Wer sich keine Ziele setzt, dem hilft auch kein GPS: Ziele geben uns Haltund weisen den Weg in die Zukunft – heute mehr denn je. Sie könnte sich zurücklehnen. Auf das Erreichte stolz sein. Underst einmal durchschnaufen. Tut sie aber nicht. Sie will noch hoch hinaus –im übertragenen ebenso wie im ganz direkten Sinne. Die OberösterreicherinGerlinde Kaltenbrunner gilt als beste Bergsteigerin der Welt. Mit 38 Jahrenhat sie elf der 14 Achttausender bestiegen. Aus eigener Kraft. Nur der MountEverest, der K2 und der Lhotse fehlen ihr noch in ihrer beeindruckendenSammlung. Kaltenbrunner hat Bergkameraden sterben sehen, sie mussteRückschläge wegstecken, Verletzungen verwinden. Nur ihre Ziele hat siedabei nicht aus den Augen verloren. Ziele sind kein Selbstzweck. Sie sind die Leitsterne, an denenwir uns orientieren. Per aspera ad astra sagten die alten Römer dazu – abge-wandelt heißt das: Nur wer sich Ziele setzt, kann sie auch erreichen. Dabeisind sie keine festen Dogmen. Um ihre Gültigkeit zu bewahren, verändern siemitunter ihr Gesicht. Mal scheint jener Stern besonders hell vom Firmament,mal ein anderer. Wichtig ist, den Blick in regelmäßigen Abständen RichtungHimmel zu richten und zu überprüfen, ob die Leitsterne noch den eigenen An-sprüchen entsprechen. Tun sie das nicht oder nicht mehr, ist Flexibilität ge-fragt. Ohne regelmäßige Checks verkommen Ziele zur Illusion. Wer sie nichtvon Zeit zu Zeit hinterfragt und seine Ziele wo es notwendig ist verändert,verliert sie aus den Augen. Klingt eigentlich ganz einfach. Aber woher kommtdie Sehnsucht der Menschen nach greifbaren Zielen? Was bedeuten sie fürunseren Alltag – und geht es auch ohne? Wenn man der Wissenschaft glaubt,lautet die Antwort: nein. Forscher aller Disziplinen beschäftigten sich schon mit dem Be-griff „Ziel“. Und das nicht erst seit gestern. Vor allem Wirtschafts- und Sozial-wissenschafter spüren seit jeher der Frage nach, warum Menschen Zielebrauchen. Der große österreichische Philosoph Karl Popper etwa. Oder der1985 verstorbene Kanadier Raymond Hull. Beide, Popper wie Hull, nahmensich der Sehnsucht der Menschen nach Zielen an. Um sich Ziele setzenzu können, so der Tenor, braucht es eine gehörige Portion Individualismus.Wer sich Ziele setzt, muss wissen wer er ist und woher er kommt. Ein Fun-dament aus Erfahrung und Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten istder Boden, aus dem große Ziele wie Bäume wachsen können. Ziele lassensich nämlich nur sehr selten von außen aufzwingen. Ohne persönlichem
    • 38  39Willen, ohne Leidenschaft und Motivation geht es nicht. Wer kann sichschließlich schon zu hundert Prozent für die Ziele von jemand anderem ent-flammen? Egal, ob Unternehmen oder Nation, Schulklasse oder Familie:Ziele brauchen persönliches Engagement, sie zu erreichen bedarf eigenenAntriebs – sie zu ändern ebenso.Freund ZufallAller Planbarkeit zum Trotz: Zufälle sind mitunter die besten Freunde ziel-orientierter Menschen. Es kommt, wie so oft im Leben, darauf an, was mandaraus macht. Bei der Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner war es derPfarrer ihrer Gemeinde, der sie sonntags nach der Predigt mit auf die BergeOberösterreichs genommen hat – und der ihr dabei geholfen hat, ihremLeben ein Ziel zu geben. Es muss aber nicht immer gleich ein Lebensziel sein,das man sich steckt. Um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, bedarf esaber mitunter auch eines gerüttelt Maßes Glück – und einer großen PortionFlexibilität, sowohl was das Denken betrifft, als auch, wenn es um das Han-deln geht. Diese Gleichung gilt ganz besonders in Situationen, wo unserefestgelegten Ziele über den Haufen geworfen werden. Wenn sich eine Auf-tragslage durch äußere Umstände jäh ändert, wenn ein Kunde von heute aufmorgen andere Bedürfnisse kommuniziert – oder wenn die Umstände da-rauf hindeuten. Dann gilt es, Anpassungen an den eigenen Zielen vorzuneh-men, um weder die eigenen, übergeordneten Ziele noch jene des Kundenoder Partners zu verfehlen. Antizipation, also die Fähigkeit, bestimmte Entwicklungen oderTrends vorherzusehen, hilft bei der Suche nach adäquaten Zielen. Wer früh-zeitig beginnt, sich veränderte Ziele zu setzen, hat einen eklatanten Start-vorteil. Das gilt übergreifend für alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft.Etwa, wenn sich die Tourismusbranche auf die Konsequenzen des Klima-wandels einstellen muss und, etwa im Falle so mancher österreichischerWintersportregionen, Pläne für eine Zukunft mit weniger Schneesicherheitschmieden muss. Man kann es aber auch übertreiben. Übertrieben ambi-tionierte Ziele, etwa, wenn sich ein Skiressort als Destination für Badegästezu vermarkten versucht, helfen aber niemandem. Ein Ziel, über welches
    • Hoch hinaus im Eifer des Gefechts hinausgeschossen wurde, ist nämlich ebenso wenig erreicht wie eines, zu dessen Erreichung die Ressourcen schier nicht in aus- reichendem Maße vorhanden waren. Das Gegenteil von gut ist letztendlich noch immer gut gemeint. Persönliche Ziele und die Ambitionen des Unternehmens sind nicht immer deckungsgleich. Aber schon eine teilweise Überschneidung kann Win-win-Situationen schaffen, von denen der einzelne Mitarbeiter, der Kunde und das Unternehmen als Ganzes profitieren. Wer das Ohr nicht am Wunsch des Kunden hat, kann weder dazu beitragen, dass der Kunde seine Ziele er- reicht, noch wird man die eigenen, selbstgesteckten Ziele hinter sich lassen können. Und wer nicht regelmäßig darauf achtet, Ziele auf ihre Gültigkeit und Erreichbarkeit hin zu überprüfen, steht am Ende ziellos da. Genaues Zuhören, Nachfragen und Hinterfragen des Gehörten zäh- len zum Handwerkszeug, wenn es darum geht, die Wünsche und Ziele eines Kunden in Erkenntnis zu bringen. Und wenn der Kunde König ist, wird flexibles Denken zur Pflicht. Haben sich die Ziele des Kunden verändert? Kann ich selbst meine Arbeit dahingehend verbessern, auf dass der Kunde seine Ziele besser, leichter und effizienter erreicht? Die Suche nach Zielen führt aufmerk- same und sensible Unternehmen an mehr Fragen vorbei denn an Antworten. Die wichtigste: Für wen und wofür machen wir das eigentlich? Im Grunde ist es ja ganz einfach: in erster Linie für den Kunden. Just do it So wie die Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner, deren ganzes Streben in Richtung Gipfel fokussiert ist, muss auch ein Wirtschaftsunternehmen bemüht sein, die definierten und mit der Unternehmensphilosphie abgestimmten Ziele mit aller Konsequenz anzustreben. Das Prinzip Walk-the-Talk bedeutet, dass Gesagtes auch umgesetzt werden muss. Auf das Erreichen von Zielen umge- legt, heißt Walk-the-Talk nichts anderes, als dass jedes Glied einer Kette daran arbeiten muss, seinen Teil zum Erfolg beizutragen. Was auch bedeutet, dass ein Vorgesetzter die Ziele, die er für sich und sein Team ausgibt, selbst leben muss, um glaubwürdig zu sein. Schafft er es, seine Mitarbeiter zu motivieren, hat er ein gutes Stück seines Beitrags zum Gesamterfolg des Unternehmens
    • 40  41geleistet. Schaut ein Mitarbeiter nach vorne und ist er motiviert, ist dies derbeste Garant dafür, dass ein ambitioniertes Ziel erreicht wird. Und dabei ist esegal, ob es sich um das Ziel einer Abteilung oder ein Corporate Target, alsodem Ziel des Unternehmens, handelt. Wenn das oberste Ziel zum Beispiel lautet, seinen Kunden und Part-nern allzeit bestmögliche Qualität zu liefern, scheint das auf den ersten Blickwie eine Binsenweisheit. Wer würde das schließlich nicht von sich behauptenwollen? Banal ist dieses Streben aber keineswegs. Jedem Ziel wohnt schließ-lich ein bestimmter Platz in einer tief verwurzelten Hierarchie inne. Die Wissen-schaftstheorie definiert sie folgendermaßen: Die Zielhierarchie bezeichnet dieÜber- und Unterordnung einer Reihe gesellschafts- und wirtschaftspolitischerZiele. Die hierarchische Anordnung, die sie kennzeichnet, kommt auch in Formder Ziel-Mittel-Beziehungen zum Ausdruck. Will heißen: Zielhierarchie bedeutetauch einzuschätzen, welcher Aufwand zu welchem Zeitpunkt notwendig ist,um ein Ziel zu erreichen.Flexibilität schafft FreiraumGerade langfristiges Denken fordert von einem Unternehmen oft einen langenAtem. Zwischenziele markieren Etappen und geben, sofern sie gut geplantsind, die Richtung vor. So wie sich Menschen großen und kleinen Aufgabenstellen, so setzt sich auch ein Unternehmen Ziele und Zwischenziele, die imFalle von Ungenauigkeiten oder Problemen eine Korrektur nach sich ziehenkönnen. Führt der Weg zum Ziel? Oder hat sich das Ziel unterdessen geän-dert? Flexibilität, so viel steht fest, führt zum Ziel. First Things First heißt einetypisch US-amerikanische Redewendung. Langfristige Planung bringt Durch-blick, kurzfristige Flexibilität schafft Freiraum für Kreativität. Schließlich sindes oft nicht die offensichtlichen, mit freiem Auge und von allzu viel Routinebedingter Betriebsblindheit sichtbaren Dinge, die auf dem Weg zu einem Zieldie meisten Meter machen. Wer begreift, dass der Weg zum Ziel oft steinigund selten stromlinienförmig und gerade ist, hat die halbe Miete schon ver-dient. Zielhierarchie heißt aber auch, Ober-, Zwischen- und Unterziele zu er-kennen, zu definieren und, und darin liegt die Crux, zu formulieren.
    • Hoch hinaus Die Beziehungen zwischen den einzelnen Zielen, egal welcher Rangordnung sie auch sein mögen, müssen laut Wissenschaft komplementär sein, also aufeinander aufbauend. Was bedeutet das? Wenn sich ein Bergsteiger, um bei dem anschaulichen Bild zu bleiben, vornimmt, den Mount Everest in einem Zug zu besteigen, wird er scheitern. Dann hat er sich ein Ziel gesetzt, dem er realistischerweise nicht gewachsen ist. Wenn der Alpinist es aber schafft, gleichzeitig den Gipfel im Auge zu behalten und trotzdem in Zwischen- zielen, also in Basis- und Nachtlagern zu denken, kann er aus eigener Kraft sein Ziel erreichen. Theoretisch gesprochen bedeutet das, dass die Erreichung eines Zieles die Erreichung eines anderen Zieles nicht gefährdet oder gar un- möglich macht. Man kann zum Beispiel davon ausgehen, dass sich die meisten Unternehmen zum Ziel setzen, einen möglichst hohen Gewinn zu machen. Normalerweise ist die Maximierung des Umsatzes ein relativ sicherer Weg, dieses Ziel zu erreichen. Immer aber gilt: Mut zur Herausforderung lohnt sich. Natürlich geht die Theorie von einem Idealbild durchgeplanter und akribisch wie konsequent designter Zielorientierung aus, wie sie etwa im Hoch- leistungssport durchaus vonnöten oder – etwa im Falle von Alpinisten – so- gar überlebenswichtig ist. In der Praxis, in unserem Alltag, ist der Mensch kein perfektes Wesen, viel zu oft spielen Tagesverfassung oder sonstige Differen- zen eine gewichtige Rolle. Sich in regelmäßigen Abständen kleine, vergleichs- weise leicht zu erreichende und einander ergänzende Ziele zu stecken, hilft. Und diese klar zu formulieren und für uns selbst, unser Umfeld und unsere Part- ner zu deklarieren, sorgt für klare Sicht. Verlässlichkeit, Belastbarkeit, Flexi- bilität, Genauigkeit: diese vier Schlagworte sind die Grundparameter erfolgrei- cher Zielorientierung. Alternative Wege In der normativen Entscheidungstheorie, mithilfe derer Psychologen erfor- schen, warum Menschen in einer gewissen Weise handeln oder nicht, spielen Ziele eine zentrale Rolle. Ziele bestimmen, wie wir eine Alternative gegen- über einer anderen Alternative abwägen. Will heißen: Ohne Ziele wissen wir nicht, wohin die Reise gehen soll. Durch sie werden Verhaltensregeln
    • 42  43für unsere Entscheidungen festgelegt. In der Wirtschaft ist dies ebensogut festschreibbar wie etwa im Sport, wo der Grundsatz des „höher,schneller, weiter“ maßgebliche Ziele vorgibt. Wer zum Beispiel weiß, dasser für sein Unternehmen einen möglichst hohen Umsatz erwirtschaftensoll, wird bei der Entscheidung, Aufträge anzunehmen oder abzulehnen,anders vorgehen als jemand, dessen Ziel nicht an Umsatzzahlen gebundenist. Und wer als Triathlet weiß, dass die Erreichung seines Ziels nur durchbesonders hartes Training etwa im Schwimmen möglich ist, kann sichdementsprechend verhalten und entscheiden. Die Aufgabe der Inhalte einesZiels besteht dementsprechend darin, vorzuschreiben, welche Ergebnisseeiner Handlung überhaupt bei der Bewertung berücksichtigt werden sollen.Und wohin die Reise zu den Sternen überhaupt führen soll. Fix gilt: Nichtimmer weiß man vorher, wo man am Ende des Tages steht.
    • Wolfgang Bösch Was bedeuten Ziele für Sie? + + + + + Ziele sind meist konkrete mess- bare Größen, die man sich vorgibt oder vorgegeben bekommt. Um Ziele zu erreichen bedarf es sehr oft einer Ausdauer und Hartnäckigkeit, aber auch jener Flexibilität, einen Umweg zu machen. Nicht erreichte Ziele bedürfen einer genaueren Analyse, da nur aus der Kenntnis der Ursachen weitere Fehler vermieden oder vermindert werden können. Mit welchem Ziel haben Sie bei GW vor 35 Jahren zu arbeiten begonnen? + + + + + Das Primärziel meiner ersten Tätigkeit war der Aufbau einer Kosten- und Deckungsbeitragsrechnung. 1974 war eines der wenigen aber kräftigen Krisenjahre in meiner 35-jährigen GW-Zugehörigkeit: Ausgelöst durch die erste Ölkrise gab es massive Ertragseinbrüche. Transparenz in den Kostenstrukturen und vermehrtes Kostenbewusstsein waren dringend nötig, um Managemententscheidungen zu unterstützen. Verfolgen Sie derzeit ein bestimmtes Ziel? + + + + + Die letzten fünf Jahre meiner Tätigkeit bei GW möchte ich mit meiner breiten Erfahrung und meinen Stärken dem Unternehmen dienen. Sei dies im direkten persön- lichen Kundenkontakt, in Großkundenprojekten oder in der Unterstützung von jungen GWlern, die gerne noch etwas lernen wollen. Warum glauben Sie, können sich auch Ziele verändern? + + + + + Lebens- ziele verändern sich durch die Veränderung von eigenen Werten. Unter- nehmensziele werden neuen Rahmenbedingungen angepasst. Gerade un- sere derzeitige Rezession führt zu Zielkorrekturen, ohne dass dabei die wesentlichen Strategien und Wege aufgegeben werden. Gibt es private Ziele, die Ihnen besonders am Herzen liegen? + + + + + Im privaten Bereich stehen oft nicht quantifizierbare Werte im Vordergrund. Persönlich gibt es wohl nichts Wichtigeres als die Gesundheit – da gilt es ja auch einiges selbst beizutragen. Weiters ist mir das Wirken und Teilhaben im Netzwerk von Familie und Freunden ein wichtiges Anliegen. Dies ist in all den Berufsjahren etwas zu kurz gekommen.
    • Ziele sind meistens konkrete messbare Größen. 44  45Wolfgang Böschbegann seine GW-Karriere 1974 in Bregenz. In den darauffolgendenJahren war er international in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig.Heute verantwortet er die zentrale Logistik-Akquisition.
    • Thomas Forster Was bedeuten Ziele für Sie? + + + + + Ziele begleiten uns tagtäglich – von der Budgetplanung und dem Controlling bis hin zum unmittelbaren Ziel eines einzelnen Disponenten, eine gute Auslastung des LKW zu erzielen. Klare Vorgaben und gute Controllinginstrumente als auch ein gesundes Maß an Disziplin spielen für mich für die Zielerreichung eine sehr wichtige Rolle. Mit welchem Ziel haben Sie bei GW zu arbeiten begonnen? + + + + + Vor über 22 Jahren, als ich bei GW begonnen habe, waren Ziele noch nicht so klar strukturiert und kommuniziert wie heute. Mein Hauptziel war jedoch immer der wirtschaftliche Erfolg von GW. Davon abgeleitet möchte ich durch meine Arbeit unsere Qualitätsführerschaft sicherstellen und ausbauen. Verfolgen Sie derzeit ein bestimmtes Ziel? + + + + + Mein persönliches Ziel lautet, immer einen besonderen Kundennutzen und eine gute partner- schaftliche Kundenbindung zu erzielen. Das möchte ich in einem Team von Profis erreichen, die offen über die Stärken und Schwächen des Gegen- übers sprechen können, um so neue Lösungsansätze zu schaffen. Warum glauben Sie, können sich Ziele auch verändern? + + + + + Menschen entwickeln sich stetig weiter. Neue Einflüsse führen zu anderen Blickwinkeln und somit auch zu geänderten Standpunkten, die eine andere Prioritätensetzung mit sich bringen. Auch die verschiedenen Lebens- phasen eines Menschen haben Einfluss auf Ziele. Schwierige wirtschaft- liche Verhältnisse und geänderte Rahmenbedingungen erfordern andere Ziele als in „ruhigen“ Jahren. Welche privaten Ziele liegen Ihnen besonders am Herzen? + + + + + Mein privates Ziel ist – was nicht immer klappt – eine gute Balance zwischen Be- rufs- und Privatleben zu finden. Denn auf dieser Basis ist es möglich, meine persönlichen Ziele konsequent und gestärkt im Sinne unserer Kunden und GW weiterhin zu verfolgen und im Privaten glücklich und zufrieden zu sein.
    • Ziele begleiten uns tagtäglich. 46  47Thomas Forsterist seit 22 Jahren bei GW tätig und verantwortlich für das ProduktWeiss24 in Wolfurt und als Key Account für namhafte Großkunden dererste Ansprechpartner.
    • Ziellos durchs Leben zu gehen, ist perspektivenlos zu sein.Melanie Röhr Melanie Röhr ist seit November 2007 im Kundendienst vom Gebrüder Weiss- Paketdienst / DPD in Sulz beschäftigt.
    • 48  49Was bedeuten Ziele für Sie? + + + + + Sie sind sehr wichtig für mich. Zielegeben mir die Möglichkeit, meinen Weg zu definieren und das Leben einwenig zu planen bzw. zu lenken. Wobei ich meine Ziele gern in Teilziele auf-teile. So ist das Erreichen einfacher und man bleibt an der Umsetzungdran. Ziellos durchs Leben zu gehen, ist perspektivenlos zu sein.Mit welchem Ziel haben Sie bei DPD zu arbeiten begonnen? + + + + +Ein konkretes Ziel hatte ich nicht, als ich meine neue Aufgabe bei DPDbegonnen habe, denn der DPD selbst war mein Ziel: Ich wollte damals indie Speditionsbranche wechseln und habe diese Chance bekommenund genutzt.Verfolgen Sie derzeit ein bestimmtes Ziel? + + + + + Nein, ich versuchezurzeit meine Ziele sowohl privat als auch beruflich neu zu definieren, ummeine Richtung zu ändern. Ich habe viele meiner bisherigen Ziele bereitserreicht und durch andere Lebensumstände ändern sich nun auch meineZiele und Wünsche. Wobei ein Ziel geblieben ist – die Erfüllung eines Kind-heitstraums.Warum glauben Sie, können sich auch Ziele verändern? + + + + + Zielekönnen sich verändern, genauso wie sich das Leben selbst verändert.Es gibt immer wieder Veränderungen, und jeder muss sich selbst und so-mit auch seine Ziele neu definieren. Die Gründe können ganz verschiedensein. Jeder neue Lebensabschnitt bringt andere Ziele mit sich. Als Kindwar mein Ziel Feuerwehrfrau zu werden, heute möchte ich meine Karrierebei DPD gestalten.Gibt es private Ziele, die Ihnen besonders am Herzen liegen? + + + + +Ja, ich habe es bereits angesprochen. Schon als Kind habe ich davon ge-träumt, einmal mit einem Delfin zu schwimmen. Dieses Ziel ist mir sehrwichtig. Ich habe es nur immer wieder in den Hintergrund gedrängt. Jetztist es für mich an der Zeit, es in Angriff zu nehmen.
    • Es gibt Ziele, für die es sich zu kämpfen lohnt.Walter Schneider Walter Schneider begann seine GW-Karriere im Sommer 1964 in Lustenau. Bevor er 2003 nach Shanghai zog, war er in verschiedenen Leitungsfunktionen im Luft- und Seefrachtbereich tätig. Mit der Übergabe der Landesleitung in China über- nahm er neue Aufgaben in Österreich.
    • 50  51Was bedeuten Ziele für Sie? + + + + + Ziele gehören zum Leben. Es gibtwelche, die bleiben auch über Jahrzehnte bestehen und es gibt solche,die sich ändern. Die Zeit ist kurzlebiger geworden. Deshalb müssen auchZiele kurzfristiger gesetzt werden, um schneller agieren zu können.Mittel- und langfristige Ziele können sie aber nicht ersetzen.Welches Ziel war für Sie besonders wichtig, als Sie vor 45 Jahren beiGW zu arbeiten begannen? + + + + + Ich wollte ins Ausland. Dieses Zielhat mich immer begleitet. Als ich damals in Lustenau anfing zu arbeiten,hat mich das internationale Luft- und Seefrachtgeschäft fasziniert. Des-halb bin ich nach England gegangen, um die Sprache zu lernen. Mit Lateinund Altgriechisch aus der Schule wäre ich nämlich nicht weitgekommen.Für Ziele muss man also kämpfen? + + + + + Ja, es gibt Ziele, für die essich zu kämpfen lohnt. Welche das sind, muss jeder selbst entscheiden,denn Ziele können sich verändern. Mich hat mein berufliches Ziel, im Aus-land zu arbeiten, nach Shanghai geführt. Als ich 2003 die Chance bekamnach China zu gehen, habe ich sie genutzt und nicht einen Tag bereut.Welche Bedeutung haben Ziele in China? + + + + + Grundsätzlich kannman das sicher nicht beantworten, denn Ziele sind vor allem individuell.Während der 5 ½ Jahre in China habe ich allerdings feststellen können,dass Ziele in einem anderen Zeithorizont betrachtet werden. Sie werdenkurzfristiger formuliert.Ihr Ziel war immer das Ausland. Warum? + + + + + Ich wollte neue Kul-turen kennenlernen und damit auch vor neuen Herausforderungen stehen.In Afrika werden Geschäfte ganz anders abgewickelt als in China. Manmuss sich immer wieder neu auf Menschen und Situationen einstellen. Fürmich ist genau diese Herausforderung bis zum heutigen Tag das Reiz-vollste an meinem Aufgabengebiet.
    • Aus Zielen werden Erfolge.Doris Ritter Doris Ritter ist seit 1972 bei GW tätig und seit 2000 verantwortlich für den Vertrieb der Niederlassung Feldkirch / Bludenz.
    • 52  53Was bedeuten Ziele für Sie? + + + + + Träume, Visionen, im privaten undberuflichen Bereich, brauchen Ziele, um sie zu verwirklichen. Wo stehe ich,wo will ich hin? Im beruflichen, gerade im Verkauf, sind Ziele unumgäng-lich. Diese müssen natürlich mit den Konzernzielen im Einklang stehen, da-mit das Unternehmen erfolgreich ist und bleibt. Aus Zielen werden Erfolge.Welches Ziel hatten Sie, als Sie vor 37 Jahren bei GW begonnen haben?+ + + + + Damals wollte ich nur eins: Den Berufseinstieg und die Schulbankverlassen! Mir war es wichtig, eine richtige Lehre zu absolvieren – unddas „als Mädchen“. Eigentlich wollte ich Speditionskaufmann lernen. Da-von wurde mir aber dringend abgeraten; damals war es ein reiner Männer-beruf. Ich freue mich, dass ich über den Umweg Bürokauffrau mein Zielerreicht habe.Verfolgen Sie derzeit ein bestimmtes Ziel? + + + + + In den letzten zweiJahren konnte ich eine dreiteilige Seminarreihe absolvieren. Die wertvollenInputs, die ich dort erfahren durfte, setze ich derzeit in der Praxis ein. Sowill ich die Theorie in Erfahrung umwandeln. In der aktuell schwierigen Zeitist das ab und zu ein besonders herausforderndes Ziel.Glauben Sie, dass sich Ziele verändern? + + + + + Unbedingt. Jeder Ein-zelne von uns und auch unser Umfeld verändern sich ständig. Mit 20 spieltdas eine andere Rolle als mit 50. Würden sich nicht auch unsere Ziele ver-ändern, wären wir ständig auf dem Weg nach gestern.Gibt es private Ziele, die Ihnen besonders am Herzen liegen? + + + + +Mein Mann und ich reisen sehr gerne. Im Sommer nach Griechenland undim Winter am liebsten nach Asien. Aus verschiedensten Gründen konntenwir während der letzten drei Jahre keine Fernreisen machen. Das TraumzielPapua Neuguinea steht schon lange auf unserer Liste. Zunächst freuenwir uns aber auf den griechischen Sommer per Trike.
    • Roland Werenka Was bedeuten Ziele für Sie? + + + + + Ziele sind für mich elementare Antreiber. Vieles schaue ich mir aus dem Sport ab. Es ist für mich eine Art Lebensphilosophie, Ziele definieren zu können und diese konsequent zu verfolgen. Diese Zielstrebigkeit ist allerdings nicht immer von Vorteil – gerade wenn es darum geht, eine gute Work-Life-Balance zu erreichen. Mit welchem Ziel haben Sie bei GW zu arbeiten begonnen? + + + + + 1991 wollte ich um (fast) jeden Preis zu GW! Als ich es geschafft habe, habe ich mir höhere Teilziele gesteckt: Zuerst wollte ich nicht mehr täglich die Jause holen, dann wollte ich der Beste bei der Ablage sein – ohne Fehler und trotz- dem schnell, denn wer die Ablage schnell erledigte, wurde für anspruchs- vollere Aufgaben eingeteilt. Verfolgen Sie derzeit ein bestimmtes Ziel? + + + + + Ich habe immer mehrere Ziele vor Augen. Beruflich gesehen möchte ich mein Team so füh- ren, dass wir für unsere Niederlassungen einen guten Service und stabile, performante Software abliefern. Und das Ganze soll zu jeder Zeit ohne mich funktionieren. Damit will ich die Möglichkeit schaffen, für neue Aufgaben und Herausforderungen bereit zu sein – denn die können sich bei GW immer ergeben! Glauben Sie, dass sich Ziele verändern? Warum? + + + + + Ziele verändern sich ständig und das müssen sie auch. Es gibt täglich unzählige Faktoren, die Einfluss auf unsere Ziele haben. Das bedeutet nicht, dass ich Ziele täg- lich neu abstecke. Die langfristigen Ziele müssen immer im Fokus bleiben. Aber man darf nicht vergessen, die Strategien zur Erreichung immer wieder kritisch zu hinterfragen. Gibt es private Ziele, die Ihnen besonders am Herzen liegen? + + + + + Mein Team ist über mehrere Standorte verteilt. Privat ist deshalb ein Ziel, dennoch ausreichend Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbrin- gen. Nebenbei suche ich in der oberösterreichischen Inlineskaterhockey- Landesliga noch einmal meine sportliche Herausforderung.
    • Ziele sind für mich elementare Antreiber. 54  55Roland Werenkakam 1991 als Lehrling zu GW und war in verschiedenen Nieder-lassungen tätig, bevor er 1996 in die EDV wechselte. Heute ist er beiIT-Services für den Bereich Landtransporte verantwortlich.
    • Standortevon Gebrüder WeissKONZERN-ZENTRALE Gebrüder Weiss  Gebrüder Weiss  Gesellschaft m.b.H. Gesellschaft m.b.H.Gebrüder Weiss  6923 Lauterach, Österreich 5020 Salzburg, ÖsterreichGesellschaft m.b.H. Bundesstraße 110 Robinigstraße 57, Postfach 1596923 Lauterach, Österreich T +43.5574.696.0 T +43.662.88912.0Bundesstraße 110 F +43.5.9006.2600 F +43.662.88912.3800T +43.5574.696.0 gw.lauterach@gw-world.com gw.salzburg@gw-world.comF +43.5.9006.2609service@gw-world.com Gebrüder Weiss  Gebrüder Weiss  Gesellschaft m.b.H. Gesellschaft m.b.H. 4020 Linz, Österreich 4600 Wels, ÖsterreichSPEDITION Prinz-Eugen-Straße 33 Terminalstraße 91 Postfach 309 T +43.70.7655Österreich T +43.732.7655.0 F +43.70.7655.790 F +43.732.771311 gw.ooe@gw-world.comGebrüder Weiss  gw.ooe@gw-world.comGesellschaft m.b.H. Gebrüder Weiss 6700 Bludenz, Österreich Gebrüder Weiss  Gesellschaft m.b.H.Äuleweg 14-16, Postfach 22 Gesellschaft m.b.H. 6961 Wolfurt-Bahnhof,T +43.5522.334.0 2326 Maria Lanzendorf, ÖsterreichF +43.5522.334.533 Österreich Senderstraße 26, Postfach 3gw.bludenz@gw-world.com Wiener Straße 26 T +43.5574.696.0 T +43.1.79799.0 F +43.5574.696.1110Gebrüder Weiss  F +43.1.79799.7100 gw.wolfurt@gw-world.comGesellschaft m.b.H. gw.wien@gw-world.com6800 Feldkirch, Österreich Gebrüder Weiss Reichsstraße 149, Postfach 29 Gebrüder Weiss  Gesellschaft m.b.H.T +43.5522.334.0 Gesellschaft m.b.H. 6300 Wörgl, ÖsterreichF +43.5522.334.41 9063 Maria Saal, Österreich Gewerbepark 9gw.feldkirch@gw-world.com Wutschein 46 T +43.5332.70011 T +43.4223.5050.0 F +43.5332.70011.25Gebrüder Weiss  F +43.4223.5050.3500 gw.woergl@gw-world.comGesellschaft m.b.H. gw.kaernten@gw-world.com8055 Graz, Österreich DeutschlandAlte Poststraße 376, Postfach 18 Gebrüder Weiss T +43.316.2904.0 Gesellschaft m.b.H. Gebrüder Weiss GmbHF +43.316.296515 3380 Pöchlarn, Österreich 88131 Lindau, Deutschlandgw.graz@gw-world.com Manker Straße 55 Heuriedweg 20 T +43.2757.4004.0 T +49.8382.708.0Gebrüder Weiss  F +43.2757.4004.4860 F +49.8382.708.300Gesellschaft m.b.H. gw.poechlarn@gw-world.com service.lindau@gw-world.com6060 Hall, ÖsterreichLöfflerweg 35T +43.5223.206.0F +43.5223.206.324gw.hall@gw-world.com
    • 58  59Gebrüder Weiss GmbH Bulgarien Gebrüder Weiss S.R.L.87700 Memmingen, 310299 Arad, RumänienDeutschland Gebrüder Weiss EOOD Industrial Zone Sth.Karatasstraße 6 6100 Kazanlak, Bulgarien Ogorului StreetT +49.8331.9844.0 1, Starozagorska Str. T +40.357.423.913F +49.8331.9844.225 T +359.431.625.73 F +40.357.423.899service.memmingen@ F +359.431.641.95 office@gw-world.rogw-world.com ilia.iliev@gw-world.com Gebrüder Weiss S.R.L.Gebrüder Weiss GmbH Gebrüder Weiss EOOD 600344 Bacau, Rumänien90431 Nürnberg, Deutschland 1582 Sofia, Bulgarien Str. Izvoare, Nr. 117Kirchhoffstraße 2 Prof. Tzvetan Lazarov Bldv. 97 T +40.334.405.412T +49.911.958886.0 T +359.2.9700.400 F +40.334.405.413F +49.911.958886.20 F +359.2.9700.431 office@gw-world.roservice.nuernberg@gw-world.com gw-bulgaria@gw-world.com Gebrüder Weiss S.R.L.Gebrüder Weiss GmbH Gebrüder Weiss EOOD 087015 Bolintin Deal, Rumänien94036 Passau, Deutschland 9000 Varna, Bulgarien Str. Ithaca nr.800Industriestraße 14b 5th Floor, Office No 15 T +40.372.678.500T +49.851.807.0 Devnya Str. 12 B F +40.372.678.551F +49.851.807.10 T +359.52.612.111 office@gw-world.roservice.passau@gw-world.com F +359.52.612.414 gw-bulgaria@gw-world.com Gebrüder Weiss S.R.L.Schweiz 550234 Sibiu, Rumänien Kroatien Str. Henri Coanda, Nr. 12Gebrüder Weiss AG T +40.369.438.6559423 Altenrhein, Schweiz Gebrüder Weiss d.o.o. F +40.369.438.656Werftstrasse 1 10000 Zagreb, Kroatien office@gw-world.roT +41.58.458.5511 Jankomir 25F +41.58.458.5522 T +385.1.3436.945 Serbienservice.altenrhein@gw-world.com F +385.1.3871.834 gw.croatia@gw-world.com Gebrüder Weiss d.o.o.Gebrüder Weiss AG 11070 Novi Beograd, Serbien4133 Pratteln, Schweiz Rumänien Beograd office parkDürrenhübelstrasse 4 Djordja Stanojevica 12T +41.58.458.5015 Gebrüder Weiss S.R.L. T +381.11.217.91.11F +41.58.458.5055 907015 Agigea, Rumänien F +381.11.217.91.21service.basel@gw-world.com Jud.Constanta office.beograd@gw-world.net Port Constanta Sud-AgigeaBosnien-Herzegowina Dig Sud Cladirea Modulara B.,  Slowakei Birou 104 BGebrüder Weiss d.o.o. T +40.241.485.524 Gebrüder Weiss s.r.o.71000 Sarajevo, Bosnien- F +40.241.485.525 831 06 Bratislava, SlowakeiHerzegowina office@gw-world.ro Na Pántoch 10Dzemala Bijedica bb T +421.2.492.97900T +387.33.777.500 F +421.2.492.97902F +387.33.777.500 zakaznicky.servis@gw-world.comgw.bosnia@gw-world.com
    • Standorte von Gebrüder Weiss Gebrüder Weiss s.r.o. Tschechien Ukraine 040 01 Košice, Slowakei Prešovská 4 Gebrüder Weiss spol. s r.o. TOW Gebrüder Weiss GmbH T +421.55.729.8649 370 04 České Budějovice, 04070 Kiev, Ukraine F +421.55.729.8651 Tschechien Naberezhno-Khreschatytska 3-A zakaznicky.servis@gw-world.com Žerotínova 1 T +380.44.5361258 T +420.387.315.468 F +380.44.4943975 Gebrüder Weiss s.r.o. F +420.387.315.470 valeriy.bordyuk@gw-world.kiev.ua 058 01 Poprad, Slowakei gw.czech@gw-world.com Hraničná 689/22 TOW Gebrüder Weiss GmbH T +421.52.772.4164 Gebrüder Weiss spol. s r.o. 89600 Mukachevo, Ukraine F +421.52.772.4166 664 42 Modřice, Tschechien Wul. Kooperatiwna 46, zakaznicky.servis@gw-world.com Central Trade Park Modřice, Techno Center »Karpati« Evropská 870 Zakarpatska Gebrüder Weiss s.r.o. T +420.548.427.236 T +380.3131.37973 903 01 Senec, Slowakei F +420.547.217.102 F +380.3131.37973 Dial’ničná cesta 2 gw.czech@gw-world.com gw_andrianna@mk.uz.ua T +421.2.4020.0500 F +421.2.4020.0560 Gebrüder Weiss spol. s r.o. Ungarn zakaznicky.servis@gw-world.com 70030 Ostrava – Zábřeh, Tschechien Gebrüder Weiss Kft. Gebrüder Weiss s.r.o. U Studia 2253/28 2330 Dunaharaszti, Ungarn 965 01 Žiar nad Hronom, T +420.597.010.120 Raktár u. 2., Pf. 33. Slowakei F +420.597.010.123 T +36.24.506.700 Priemyselná 628 gw.czech@gw-world.com F +36.24.506.705 T +421.45.672.7400 gw.hungary@gw-world.com F +421.45.672.4702 Gebrüder Weiss spol. s r.o. zakaznicky.servis@gw-world.com 251 01 Říčany – Jažlovice, Gebrüder Weiss Kft. Tschechien 4220 Hajdúböszörmény, Ungarn Gebrüder Weiss s.r.o. Zděbradská ul. Külsö-Szoboszlói út 1. 010 65 Žilina, Slowakei T +420.323.209.260 T +36.24.506.810 Košická 2 F +420.323.209.200 F +36.52.371.250 T +421.41.56.50660 gw.czech@gw-world.com gw.hajdu@gw-world.com F +421.41.56.51918 zakaznicky.servis@gw-world.com Gebrüder Weiss spol. s r.o. 25219 Rudná, Tschechien AIR & SEA Slowenien K Vypichu 986 T +420.311.659.659 Österreich Gebrüder Weiss d.o.o. F +420.311.659.669 1000 Ljubljana, Slowenien gw.czech@gw-world.com Gebrüder Weiss  Celovska cesta 492 Gesellschaft m.b.H. T +386.1.5134550 Air & Sea-Terminal Innsbruck F +386.1.5134564 6060 Hall, Österreich gw.slovenia@gw-world.com Löfflerweg 35 T +43.5223.206.273 F +43.5223.206.482 air-sea-innsbruck@gw-world.com
    • 60  61Gebrüder Weiss  Gebrüder Weiss  Gebrüder Weiss AGGesellschaft m.b.H. Gesellschaft m.b.H. Air & Sea-Terminal ZürichAir & Sea-Terminal Linz Air & Sea-Terminal Wien 8058 Zürich-Flughafen,4063 Hörsching, Österreich 1300 Wien-Schwechat, SchweizFlughafen Linz-Hörsching Österreich Frachthof West, Büro 2-369Flughafenstraße 1 VIE-Speditionsgeb.Obj. 263/1 Postfach 388T +43.7221.64580.20 T +43.1.7007.32444 T +41.58.458.5200F +43.7221.63824 F +43.1.7007.33329 F +41.58.458.5248air-sea-linz@gw-world.com air-sea-vienna@gw-world.com air-sea-zuerich@gw-world.comGebrüder Weiss  Gebrüder Weiss  Aersped AG InternationalGesellschaft m.b.H. Gesellschaft m.b.H. 8058 Zürich-Flughafen,Air & Sea-Terminal Wien Air & Sea-Terminal Wolfurt – HOH  Schweiz2326 Maria Lanzendorf, 6960 Wolfurt, Österreich Postfach 15Österreich Senderstraße 34/Postfach 40 Frachthof WestWiener Straße 26 T +43.5574.696.0 T +41.58.458.5600T +43.1.79.799.7770 F +43.5.9006.1920 F +41.58.458.5635F +43.1.79.799.7771 air-sea-wolfurt@gw-world.com aersped@aersped.chair-sea-vienna@gw-world.com Deutschland Freight Factory International AGGebrüder Weiss  8058 Zürich-Flughafen,Gesellschaft m.b.H. Weiss Ocean+Air Cargo GmbH SchweizAir & Sea-Terminal Klagenfurt 20459 Hamburg, Deutschland Postfach 15 9063 Maria-Saal, Österreich Herrengraben 3 Frachthof WestWutschein 46 T +49.40.54005.0 T +41.58.458.5640T +43.4223.5050.3480 F +49.40.54005.3932 F +41.58.458.5649F +43.4223.5050.3503 office@woac.de info@freightfactoryintl.chair-sea-klagenfurt@gw-world.com Schweiz BulgarienGebrüder Weiss Gesellschaft m.b.H. Gebrüder Weiss AG Gebrüder Weiss EOODAir & Sea-Terminal Salzburg Air & Sea-Terminal Basel Air & Sea-Terminal Sofia5020 Salzburg, Österreich 4133 Pratteln, Schweiz 1582 Sofia, BulgarienRobinigstraße 57 Dürrenhübelstrasse 4 Prof. Tzvetan Lazarov Blvd. 97T +43.662.88912.3700 T +41.58.458.5170 T +359.2.9700.400F +43.662.88912.3809 F +41.58.458.5179 F +359.2.9700.431air-sea-salzburg@gw-world.com air-sea-sofia@gw-world.com Aersped AG InternationalGebrüder Weiss  8048 Zürich, Schweiz ItalienGesellschaft m.b.H. Hermetschloostrasse 12Air & Sea-Terminal Graz T +41.58.458.5625 Brigl Weiss Air & Sea Cargo SRL8402 Werndorf, Österreich F +41.58.458.5631 39100 Bozen, ItalienAm Terminal 1c seafreight@aersped.ch Mitterhoferstraße 1T +43.316.2904.9405 T +39.0471.246.276F +43.316.2904.9412 F +39.0471.246.180air-sea-graz@gw-world.com info@briglweiss.it
    • Standorte von Gebrüder Weiss Kroatien Gebrüder Weiss S.R.L. Gebrüder Weiss d.o.o. Air & Sea-Terminal Timisoara Air & Sea-Terminal Koper Gebrüder Weiss d.o.o. 300562 Timisoara, Rumänien 6000 Koper, Slowenien Air & Sea-Terminal Zagreb Str. Stefan cel Mare nr. 56, Etaj 2 Koper Seaport 10150 Zagreb-Airport, Kroatien T +40.356.463.723 Ankaranska cesta 7b-Rotonda Pleso b.b., P.O. Box 30 F +40.356.463.724 T +386.5.6638.530 T +385.1.6265211 air-sea-timisoara@gw-world.com F +386.5.6638.535 F +385.1.6256491 air-sea-koper@gw-world.com air-sea-zagreb@gw-world.com Serbien Tschechien Rumänien Cargo T. Weiss d.o.o. Air & Sea-Terminal Belgrad Gebrüder Weiss spol. s r.o. Gebrüder Weiss S.R.L. 11070 Novi Beograd, Serbien Air & Sea-Terminal Brno Air & Sea-Terminal Brasov Beograd office park 66442 Modřice, Tschechien 500152 Brasov, Rumänien Djordja Stanojevica 12 CTPark Modřice Str. Turnului nr.5 T +381.11.2179.088 Evropská 870 T +40.368.006.094 F +381.11.3018.737 T +420.548.427.234 F +40.368.006.094 dimitrije.nikolic@gw-world.com F +420.547.217.787 air-sea-brasov@gw-world.com air-sea-brno@gw-world.com Slowakei Gebrüder Weiss S.R.L. Gebrüder Weiss spol. s r.o. Air & Sea-Terminal Cluj Gebrüder Weiss s.r.o. Air & Sea-Terminal Ostrava 407039 Cluj, Rumänien Air & Sea-Terminal Bratislava 700 30 Ostrava- Zábřeh, Str. Criseni FN, sat Dezmir 821 04 Bratislava, Slowakei Tschechien Comuna Apahida, Jud. Cluj Mokráň záhon 4 U Studia 2253/28 T +40.372.770.897 T +421.2.4920.5021 T +420.597.010.161 F +40.372.770.899 F +421.2.4920.5050 F +420.597.010.123 air-sea-cluj@gw-world.com air-sea-bratislava@gw-world.com air-sea-ostrava@gw-world.com Gebrüder Weiss S.R.L. Gebrüder Weiss s.r.o. Gebrüder Weiss spol. s r.o. Air & Sea-Terminal Constanta Air & Sea-Terminal Košice Air & Sea-Terminal Prag 900900 Constanta, Rumänien 040 01 Košice, Slowakei 16008 Prag 6, Tschechien Incinta Port Constanta Prešovská cesta 4 Terminál Menzies/P.O. Box 132 Cladire Radacina Mol 3, Etaj 1 T +421.55.729.0356 T +420.220.113.609 Cam. 113-115 F +421.55.729.8651 F +420.224.281.054 T +40.241.480.955 air-sea-kosice@gw-world.com air-sea-prague@gw-world.com F +40.241.480.958   air-sea-constanta@gw-world.com Slowenien Ukraine Gebrüder Weiss S.R.L. Gebrüder Weiss d.o.o. TOW Gebrüder Weiss GmbH Air & Sea-Terminal Bukarest Air & Sea-Terminal Ljubljana Air & Sea-Terminal Kiev 075150 Otopeni, Rumänien 4210 Brnik-Aerodrom, 04070 Kiev, Ukraine Str. Aurel Vlaicu nr.11C. Etaj 2,  Slowenien 3-a Naberezhno- Cam. 8-10 Airport Ljubljana Khreschatytska Str., of 23 T +40.31.80.555.70 T+386.4.201.8492 T +380.44.536.1258 F +40.31.80.555.69 F+386.4.201.8494 F +380.44.494.3975 air-sea-bukarest@gw-world.com air-sea-ljubljana@gw-world.com nickolay.tsarkov@gw-world.kiev.ua
    • 62  63Ungarn Weiss-Rohlig Hong Kong Ltd Weiss-Rohlig Hong Kong Ltd 510620 Guangzhou, PR China 518001 Shenzhen, PR ChinaGebrüder Weiss Kft. Unit 1510-1511, 15F,  World Finance Centre, Tower A,Air & Sea-Terminal Budapest Baoli Fengxin Plaza, Suite 6B2220 Vecsés, Ungarn Building B, Tianhe Road No.242,  No. 4003, East Shennan RoadLőrinci út 59.C4 Tianhe District Luo Hu DistrictAirport Business Park T +86.20.38395088 T +86.755.3306.3200T +36.24.506.784 F +86.20.38104900 F +86.755.3306.3220F +36.29.352.901 info-guangzhou@weiss-rohlig.com info-shenzhen@weiss-rohlig.comair-sea-budapest@gw-world.com Weiss-Rohlig China Co., Ltd Weiss-Rohlig China Co., Ltd 210018 Nanjing, PR China 300042 Tianjin, PR ChinaWEISS-ROHLIG Rm 13A, Deji Mansion B22 D-E, No. 188 Changjiang Road Mansion of Triumphal ArchChina T +86.25.8681.6006 No 66 Nanjing Road, Hexi District F +86.25.8681.6007 T +86.22.2339.8246Weiss-Rohlig China Co.,Ltd nanjing@weiss-rohlig.net F +86.22.2339.8248100027 Beijing, PR China tianjin@weiss-rohlig.netF-7-F, Fu Hua Mansion, Weiss-Rohlig China Co., LtdNo.8 Chaoyang Men Avenue (N) 315010 Ningbo, PR China Weiss-Rohlig China LtdT +86.10.6554.1916 Room 8608,  830011 Urumqi, PR ChinaF +86.10.6554.3090 Howard Johnson Office Rm 1109, Markor Plazabeijing@weiss-rohlig.net No.230, Liuting Street No.26 South Beijing Road T +86.574.2788.8201 Xinjiang ProvinceWeiss-Rohlig China Ltd F +86.574.2788.8200 T +86.991.3665.806610041 Chengdu, PR China ningbo@weiss-rohlig.net F +86.991.3665.807Unit H, 8th Floor urumqi@weiss-rohlig.netGuoxin Mansion No.77 Xiyu Street Weiss-Rohlig China Co., LtdT+86.028.8619.8000 266003 Qingdao, PR China Weiss-Rohlig China LtdF+86.028.8619.8001 Rm C-1, Huiquan Dynasty Hotel 361006 Xiamen, PR Chinachengdu@weiss-rohlig.net No. 9 Nan Hai Road Rm 619 Minmetal Building T +86.532.8607.7890 No. 226 Dongdu RoadWeiss-Rohlig China Ltd F +86.532.8287.6140 T +86.592.3107.558400020 Chongqing, PR China qingdao@weiss-rohlig.net F +86.592.3107.498Unit 1005, Jia Nian Hua Tower xiamen@weiss-rohlig.netNo. 9 Walking Street Weiss-Rohlig China Co., LtdT +86.23.8679.2891 200021 Shanghai, PR China Weiss-Rohlig China LtdF +86.23.8679.2893 Rm 1712-1719, 710075 Xian, PR Chinachongqing@weiss-rohlig.net 1 Corporate Avenue Room 806, Building A,  No. 222 Hubin Road Seastar City Plaza,Weiss-Rohlig China Co., Ltd T +86.21.6340.6000 No.37 Keji Road, Hi-tech 116000 Dalian, PR China F +86.21.6340.6858 Industrial Development ZoneRm 2110, MingShi Fortune Centre shanghai@weiss-rohlig.net T +86.029.8831.7047No. 20A, GangWan Road, F +86.029.8831.7078Zhongshan District xian@weiss-rohlig.netT +86.411.3956.9111/39569222F +86.411.3956.9000dalian@weiss-rohlig.net
    • Standorte von Gebrüder Weiss Weiss-Rohlig Hong Kong Ltd Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. 524000 Zhanjiang, PR China Chennai 600 001, Indien Mumbai 400 059, Indien GuoMao, Bldg. B, Suite 6B06 No.48,First Floor, 502/503/504, A-Wing No. 53 Renmin Nan Road, Rajaji Salai 5th Floor, Mangalya Chambers Xiashan District T +91.44.42980800 Marol Makwana Road, Andheri (E)  T +86.759.2660500 F +91.44.25230302 T +91.22.42142401 F +86.759.2660400 F +91.22.42142444 info-zhanjiang@weiss-rohlig.com Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Gandhidham 370 201, Indien Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Hong Kong Room No-106,Nirav Chambers Nag Pur 440 015, Indien 1st Floor,Plot No-13,Sector-9 215,Chatrapati Nagar Weiss-Rohlig Hong Kong Ltd T +91.2836.650772 Wardha Road Kowloon, Hong Kong F +91.2836.231105 T +91.712.2250816 Unit A, 3/Floor, Pioneer Building F +91.712.2250815 213 Wai Yip Street, Kwun Tong Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. T +852.2268.9300 Jaipur, Indien Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. F +852.2345.6060 109, First Floor, Prakashdeep Neu Delhi 110 001, Indien info-hongkong@weiss-rohlig.com Station Road 909, 9th Floor, Surya Kiran Bldg. T +91.141.2361930 K.G. Marg, Connaught Place Indien T +91.11.23766885/886 Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. F +91.11.23314563 Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Jodhpur 342 005, Indien Ahmedabad 380 007, Indien Plot No.17, 2nd Floor,  Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Mahakant Building Prakashdeep Tiruppur 641 603, Indien Office No.701, 7th Floor     Station Road Transport Centre 8/18, Sri Mahavishnu Nagar T +91.079.2658.0715 Basni IInd Phase   T +91.421.2485718 T +91.291.2742101 F +91.421.4338910 Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Bangalore 560038, Indien Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. No.1794, 9th Main, HAL 3rd Stage, Kanpur 208 001, Indien Tuticorin 628 008, Indien Indiranagar  401, Kan Chamber 14/113, 48/1, Bryant Nagar,  T +91.80.25210455  Civil Line Ist Street - East F +91.80.25210454  T +91.512.2332006 T +91.461.2335239 F +91.461.2335238 Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. Bhadhoi, Indien Kolkata 700 0170, Indien Japan 14, Niryat Bhavan Unit No. 1D, 4th Floor, No. 37 Bida Complex Shakespeare Sarani Weiss-Rohlig Japan Ltd Stations Road T +91.33.40084733 Tokio 170-0002, Japan T +91.5414.228515 F +91.33.22900645 Landmark Bldg., 3F 3-20-3 Sugamo, Toshima-ku Weiss-Rohlig India Pvt. Ltd. T +81.3.5961.1620 Chennai 600 001, Indien F +81.3.5961.1621 53-55,Rajaji Salai, Vth Floor kazuyoshi.fujiwara@ T +91.44.42980800 weiss-rohlig.net F +91.44.25230302
    • 64  65Kanada Thailand Weiss-Rohlig USA LLC Miami, FL 33126, USAWeiss-Rohlig Canada Inc Weiss-Rohlig Thailand Ltd 7200 NW 19th Street, Bldg. 5,Montreal, QC H9S 5J9, Kanada 10110 Bangkok, Thailand Suite 511185 Dorval Avenue, Suite 301A 10/1–2nd Floor   T +1.305.716.0884T +1.514.633.0006 Soi Farm Watana, Rama 4 Road, F +1.305.716.0885F +1.514.631.3330 Prakhanong, Klongtoey info-mia@weiss-rohlig.cominfo-mtl@weiss-rohlig.com T +66.2.3812940 F +66.2.3812937-38 Weiss-Rohlig USA LLCWeiss-Rohlig Canada Inc bill.meale@weiss-rohlig.com New YorkToronto, ON M9C 5E9, Kanada Cranford, NJ 07016, USA703 Evans Avenue, Suite 201 USA 20 Commerce Drive, Suite 226T +1.416.621.1600 T +1.908.931.1500F +1.416.621.5656 Weiss-Rohlig USA LLC F +1.908.931.1593info-tor@weiss-rohlig.com Atlanta, GA 30349, USA info-nyc@weiss-rohlig.com 4820 Clark Howell HighwaySingapur Suite C-7 Weiss-Rohlig USA LLC T +1.404.209.3922 San Francisco, CA 94066, USAWeiss-Rohlig Singapur PTE.LTD. F +1.404.209.3923 San BrunoSingapur 169877 info-mia@weiss-rohlig.com 1250 Bay Hill Drive, Suite 113171 Chin Swee Road #04-01 T +1.650.588.1392San Centre Weiss-Rohlig USA LLC F +1.650.588.1792T +65.6535.3345 Chicago info-sfo@weiss-rohlig.comF +65.6535.7747 Des Plaines, IL 60018, USAlincoln.waters@weiss-rohlig.com 351, Touhy Ave, Suite 100 Vereinigte Arabische Emirate T +1.224.563.3200 (VAE)Weiss-Rohlig Singapur PTE.LTD. F +1.224.563.3201Singapur 819454 info-chi@weiss-rohlig.com Weiss-Rohlig U.A.E. LLC119 Airport Cargo Road #04-02 Dubai, VAECCAM 1 Weiss-Rohlig USA LLC Al Shamsi Building, 1st Floor,T +65.6785.3393 Houston, TX 77032, USA Unit 120, KaramaF +65.6785.0300 1300 North Sam Houston P.O. Box 2737lincoln.waters@weiss-rohlig.com Parkway East, Suite 200 T +971.4.337.2340 T +1.281.227.6666 F +971.4.334.8143Taiwan F +1.281.219.3631 info.dubai@weiss-rohlig.net info-hou@weiss-rohlig.comWeiss-Rohlig Taiwan LtdTaipei, Taiwan Weiss-Rohlig USA LLC6/F, No. 213 Sec. 5 Los AngelesNanjing E Road El Segundo, CA 90245, USAT +886.2.2766.1000 1960 E. Grand Ave. Suite 420F +886.2.2766.0002 T +1.310.414.9300info@weiss-rohlig.tw F +1.310.414.3900 info-lax@weiss-rohlig.com
    • Standorte von Gebrüder Weiss BUSINESS UNITS TOCHTERFIRMEN Schweiz AUTOMOTIVE LOGISTICS DICALL inet-logistics GmbH 8330 Pfäffikon, Schweiz Gebrüder Weiss  dicall - Weiss Logistik  Witzbergstrasse 7 Gesellschaft m.b.H. Systeme GmbH T +41.58.458.5250 automotive logistics  8401 Kalsdorf bei Graz, F +41.58.458.5251 4600 Wels, Österreich Österreich office.schweiz@inet-logistics.com Terminalstraße 91 Feldkirchenstraße 14–16 T +43.732.7655.784 T +43.810.810.210 RAIL CARGO F +43.732.7655.790 F +43.3135.2002.529 automotive@gw-world.com office@dicall.com Gebrüder Weiss Rail Cargo Ges.m.b.H. FASHIONET INET-LOGISTICS GmbH 2326 Maria Lanzendorf, Österreich Fashionet-Austria Österreich Wiener Straße 26 Textilspedition GmbH T +43.1.79799 2333 Leopoldsdorf, Österreich inet-logistics GmbH F +43.1.79799.7079 Arbeitergasse 50 1010 Wien, Österreich rail.cargo@gw-world.com T +43.2235.47838 Annagasse 5 F +43.2235.43839 T +43.1.512.7771.100 X|VISE info@fashionet.co.at F +43.1.512.7771.150 office.oesterreich@ Österreich LEISURE+SPORTS LOGISTICS inet-logistics.com Xvise innovative logistics GmbH Gebrüder Weiss  inet-logistics GmbH 8401 Kalsdorf, Österreich Gesellschaft m.b.H. 6961 Wolfurt, Österreich Feldkirchenstraße 14-16 leisure+sports logistics Holzriedstraße 29 T +43.59006.2970 3380 Pöchlarn, Österreich T +43.5574.806.0 F +43.59006.2959 Manker Straße 55 F +43.5574.806.1599 office@xvise.com T +43.2757.4004.4831 office@inet-logistics.com F +43.2757.4004.4840 Xvise innovative logistics GmbH sports@gw-world.com Deutschland 6923 Lauterach, Österreich Bundesstraße 110 TECTRAXX inet-logistics GmbH T + 43.59006.2950 61440 Oberursel, F + 43.59006.2959 tectraxx Deutschland office@xvise.com High Tech Logistics In der Au 19 2351 Wiener Neudorf, T +49.6171.694.16.10 Xvise innovative logistics GmbH Österreich F +49.6171.694.16.05 2326 Maria Lanzendorf, Brown-Boveri-Straße 6 office.deutschland@ Österreich T +43.1.79.799.7600 inet-logistics.com Wiener Straße 26 F +43.1.79.799.7639 T +43.59006.2961 office@tectraxx.com F +43.59006.2969 office@xvise.com
    • 66  67Vereinigte Arabische Emirate Depot 0621 – Zentrale 6845 Hohenems, Österreich(VAE) 2333 Leopoldsdorf bei Wien, Grenzübergang Österreich T +43.5576.73771Xvise innovative logistics Arbeitergasse 50 F +43.5576.77186Dubai, VAE T +43.810.810.110Dubai Airport Free Zone,  F +43.2235.432.89 6912 Hörbranz, ÖsterreichBuilding 5 East, depot621@dpd.at AutobahnzollamtBlock A, Floor 2, Office 219 T +43.5573.83112P.O. Box 54731 Depot 0623 F +43.5573.83112.6T +971.4.2045.021 3380 Pöchlarn, ÖsterreichF +971.4.2045.022 Manker Straße 55 6890 Lustenau, Österreichoffice@xvise.com T +43.810.810.110 Grenzübergang F +43.2757.8867 T +43.5577.827491 depot623@dpd.at F +43.5577.827490GWP – GEBRÜDER WEISSPAKETDIENST (DPD) Depot 0627 6960 Wolfurt, Österreich 6832 Sulz, Österreich Gemeinschaftszollamt AT/CHDepot 0626 Industriestraße 16 T +43.5574.696.12586060 Hall in Tirol, Österreich T +43.810.810.110 F +43.5574.696.1182Schlöglstraße 45 F +43.5522.70252.63 gw.wolfurt@gw-world.comT +43.810.810.110 depot627@dpd.atF +43.5223.53439 Schweizdepot626@dpd.at ZOLLBÜROS 9434 Au, SchweizDepot 0628 Grenze8401 Kalsdorf bei Graz, Österreich T +41.58.458.5300Österreich F +41.58.458.5309Feldkirchenstraße 14–16 6800 Feldkirch-Mäder, kundencenter.schweiz@T +43.810.810.110 Österreich gw-world.comF +43.3135.57770 Grenzübergangdepot628@dpd.at T +43.5523.54170 9430 St. Margrethen, Schweiz F +43.5523.54185 Grenzstrasse 24Depot 0630 T +41.58.458.53308700 Leoben, Österreich 6812 Feldkirch-Meiningen, F +41.58.458.5340Waltenbachstraße 7 Österreich kundencenter.schweiz@T +43.810.810.110 Grenzübergang gw-world.comF +43.3842.8347.214 T +43.5522.74104depot630@dpd.at F +43.5522.78084Depot 0622 6800 Feldkirch-Tisis, Österreich2100 Leobendorf bei Wien, GrenzübergangÖsterreich T +43.5522.76449Industriezeile 2 F +43.5522.78138T +43.810.810.110F +43.2262.6819.223depot622@dpd.at
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