Webseiten sind keine Gemälde

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    Es gibt diverse Tests auf Barrierefreiheit einer Seite. Man ist dann „Bobby approved“ oder „Cynthia“ meint, die Seite sei barrierefrei. Eine fehlerfreies Abschneiden in einem automatisierten Test sagt aber nur, daß die Seite dieses Tool „übersteht“. Mehr nicht! Viele Aspekte der Barrierefreiheit kann man nicht automatisiert testen. Barrierefreiheit ist für Menschen da, deshalb sollten auch Menschen sie testen. Es gibt Barrierefreiheits-Initiativen, die sich auf das Testen von Webseiten spezialisiert haben.

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    Webseiten sind keine Gemälde - Presentation Transcript

      • Die Flexibilität des Internet im Spiegel des Frontend
      Webseiten sind keine Gemälde Jens Grochtdreis – Webseiten sind keine Gemälde
    1. Jens Grochtdreis
      • Frontendentwickler
      • 10 Jahre Agenturerfahrung
      • Gründer der Webkrauts
      • Blogger
      • Autor des PHPMagazins, Webstandards-Magazins, T3N
      • Fachliche Buchbetreuung bei Galileo, O'Reilly, MuT
    2. http://failblog.files.wordpress.com/2009/10/epic-fail-quality-hotel-fail.jpg
    3. http://failblog.files.wordpress.com/2009/09/epic-fail-power-line-fail.jpg
    4. Das sollten wir nicht vergessen!
      • Das Internet ist ein neues Medium!
        • junges Medium
        • rasante Entwicklung
        • spannend
        • atemberaubend
        • umwälzend
        • in ständigem Wandel begriffen
    5. Das sollten wir nicht vergessen!
      • Das Internet bietet viele unterschiedliche Zugänge zu Informationen
        • Am Monitor lesen
        • Ausdrucken
        • Vorlesen lassen
      • Formate sind anpassbar
      • Inhalte lassen sich leicht rudimentär übersetzen
      • Wir wissen nichts Definitives über das Zielsystem
    6. Kontrollverlust - formal
      • Wie können wir heute ins Internet gehen?
        • PC, Notebook
        • viele Betriebssysteme, Browser, Monitore
        • Handy, PDA
        • Spielkonsole
        • TV
        • Assistive Technologien
    7. Unsicherheiten
      • Betriebssysteme
      • Browser
      • Browserversionen
      • Individuelle Einrichtungen des Browsers
      • Monitorauflösungen
      • Umgebungslicht
      • Mobiler Zugriff
      • Zugriffsgeschwindigkeit
      • Plugins
      • Javascript
    8. Flexibilität ist Stärke
      • Die Flexibilität des Internet ist seine Stärke.
      • Akzeptiert es! Macht Euch locker!
      Bild: http://snipurl.com/2c1yl
    9. Flexibilität ist wichtig
      • Wir können nicht mehr sicher vorhersagen, wie jemand unsere Seite sieht/liest.
      • Deshalb: einen für möglichst viele gangbaren Weg beschreiten
      • Erst der Inhalt, dann das Layout!
      • Der Inhalt ist das Wichtigste!
    10. Screenshot von einem EeePC, 800x480px
    11. Wir stehen am Anfang
      • Wir stehen noch immer am Anfang.
      • HTML in der jetzigen Form genügt nicht!
      • Webseiten sind immer seltener Dokumente.
      • HTML5 ist ein wichtiger und erster Schritt.
    12. Problemfeld: Browser
      • Der IE in allen Versionen kann einfach weniger als alle anderen Browser
      • Der IE6 ist nicht tot zu kriegen
      • Fortschritt richtet sich nach dem Langsamsten (IE) wegen der Verbreitung
      • Nur Entwickler interessieren sich für Browser
    13. http://www.flickr.com/photos/fmg2001/679774853/sizes/o/
    14. Graded Browser Support http://developer.yahoo.com/yui/articles/gbs/
    15. http://snurl.com/t58bi
    16. „Schweizer Messer“ für den IE6
      • position: relative
      • zoom: 1
      • height: 1%
      • bei Floats: display: inline
    17. http://snurl.com/t58ch
    18. Problemfeld: Entwickler
      • Die Opera-MAMA-Studie hat erschreckende Codedefizite zu Tage gefördert:
        • 58,5% Webseiten ohne Überschriften-Elemente
        • 7,9% mit mehreren <h1>
        • 16,1% beginnen Überschriften-Struktur mit <h2>, <h3>
        • 7,1% mit Überschriften ohne logische Reihenfolge
        • 24,9% mit Bildern ohne alt-Attribute
        • 4,13% der Testseiten validierten
      Quelle: http://www.einfach-fuer-alle.de/blog/id/2505/
    19. Das Internet ist komplex
      • Wir nutzen sehr viele verschiedene Standards und Technologien, um eine Website zu betreiben.
        • (X)HTML, CSS, Javascript, DOM 1-3
        • Flash, Flex, SWF
        • PHP, ASP, Perl, Java
        • MySQL, PostgreSQL
        • XML, XSLT
        • ...
    20. Kommunikation ist alles!
      • Unterschiedliche Erwartungen und Wissensstände führen immer wieder zu Kommunikationsproblemen.
        • Kunde, Kundenberater, Designer, Konzepter, Entwickler sollten möglichst die gleiche Sprache sprechen. Zumindest sollten sie einander verstehen.
      • Immer den Endnutzer im Blick haben, wenn es der Kunde schon nicht macht.
    21. Der Projektalltag
    22. Der Projektalltag
    23. Der Projektalltag
    24. Der Projektalltag http://www.projectcartoon.com/cartoon/27
    25. Agenturalltag http://vikiworks.com/2007/08/27/flat-panel-monitor-icon/
    26. Selber denken macht schlau!
    27. Der Frontendentwickler ist ein Übersetzer!
    28. Frontendentwickler als Übersetzer
      • Das Frontend ist das Einzige, das der Nutzer sieht.
      • Ein CMS oder die weitere Technik hinter der Seite interessiert den Nutzer nicht.
      • Entscheidungen aller anderen „Gewerke“ fliessen in das Frontend ein. Also sollte der Frontendentwickler mitsprechen.
      • Verständigung zwischen Grafik, Beratung und Backend herstellen, denn der Frontendentwickler sollte sie alle verstehen!
    29. Informationen sammeln http://snurl.com/t58dc
    30. http://dev.opera.com/articles/wsc/
    31. http://webkrauts.de
    32. http://jendryschik.de/wsdev/einfuehrung/
    33. http://little-boxes.de/little-boxes-teil1-online.html
    34. http://ajaxian.com/
    35. http://developer.yahoo.com/yui/
    36. http://developer.yahoo.com/yui/theater/
    37. http://yuiblog.com/
    38. http://developer.yahoo.com/ypatterns/
    39. http://icant.co.uk/
    40. http://www.webkrauts.de/krautcosmos/
    41. http://www.einfach-fuer-alle.de/
    42. http://planet.jquery.com/
    43. http://net.tutsplus.com/
    44. http://www.smashingmagazine.com/
    45. http://sixrevisions.com/
    46. Gute Bücher
    47. Beliebte Problemfälle
    48. Gleich hohe Boxen
    49. Gleich hohe Boxen http://www.yaml.de/de/dokumentation/anwendung/subtemplates.html
    50. Gleich hohe Boxen http://www.positioniseverything.net/articles/onetruelayout/equalheight moderne Browser IE6 und 7
    51. Reiter
    52. Reiter http://github.com/ginader/Accessible-Tabs
    53. Runde Ecken
    54. Runde Ecken http://www.cssjuice.com/25-rounded-corners-techniques-with-css/
    55. Runde Ecken - The ThrashBox http://www.vertexwerks.com/tests/sidebox/
    56. Runde Ecken für moderne Browser
    57. Runde Ecken für moderne Browser
    58. Infoseite zu CSS3 http://www.css3.info /
    59. Massenweise Requests
    60. Massenweise Requests - CSS-Sprites http://www.alistapart.com/articles/sprites/
    61. Massenweise Requests - CSS-Sprites
    62. Performance http://developer.yahoo.com/performance/rules.html
    63. Performance
    64. Performance http://www.stevesouders.com /
    65. http://snurl.com/t58fj
    66. Semantik
      • Mit der Bedeutung der Inhalte beschäftigen
      • Die Struktur erfassen und aufschreiben
        • Eine Überschrift wird mit beispielsweise <h2>Überschrift</h2> ausgezeichnet, nicht mit <div class=&quot;headline&quot;>Überschrift</div>
      • Eine semantisch ausgezeichnete Seite zeigt, daß man sich Gedanken über seine Arbeit gemacht hat.
    67. Semantik
      • Webseiten sind heute mehr als nur Dokumente.
        • Die Dokumentenanalogie ist alt
        • Es sollten wissenschaftliche Texte erfaßt werden
        • HTML5 ist der Versuch, der Realität gerecht zu werden
        • Es gibt immer mehr Applikationen
        • Viele notwendige Seitenelemente gibt es nicht in HTML, diese müssen wir per CSS und Javascript simulieren
    68. Überschriften
      • Webseiten sind immer seltener Dokumente
      • Kann ein Dokument mehrere h1 vertragen?
      • Nur eine h1? Warum?
        • Wir vermeiden sonst Analogien zur Printwelt. Warum nicht auch hier?
        • Struktur für Sehende und Blinde anders?
        • Reichen sechs Überschriften?
      • Was machen Browser mit Sektionsüberschriften in HTML5 und machen sie das einheitlich?
    69. Überschriften
      • Überschriften sind eine Navigationsmöglichkeit für Screenreader.
      • Wikis generieren aus den Textüberschriften eine seiteninterne Navigation, ein Inhaltsverzeichnis.
    70. Kenne Dein (X)HTML
      • Wie sehen ungeordnete Listen aus?
      • Wie sehen geordnete Listen aus?
      • Wie sieht eine Überschrift zweiter Ordnung aus?
    71. Simples Browser-Reset
    72. Safari4 (Mac) Firefox 3.5 (Mac)
    73. Safari4 (Mac) Firefox 3.5 (Mac)
    74. Eingebaute und individuelle Stylesheets
      • HTML sieht nicht aus, sondern transportiert Bedeutung!
      • Auch Browser nutzen Stylesheets, um HTML anzuzeigen.
      • Jeder Browser hat sein eigenes Stylesheet.
      • Nutzerstylesheets sind möglich.
      • Letztendliche Sicherheit über die Darstellung einer Seite gibt es nicht. Man kann aber dafür sorgen, daß ein Layout nicht allzu schnell &quot;zerstört&quot; wird.
      • Für ein Userstylesheet ist die Notation !important wichtig, damit alle vorherigen Definitionen überschrieben werden. Also bspw.: p { color: black !important;}
    75. Reset-Stylesheet von Yahoo!
    76. Reset-CSS von Eric Meyer
    77. Keine Tabellen? Doch!
      • Tabellen sind für tabellarische Daten da! Für Layoutzwecke gibt es CSS!
      • ABER: eine Tabelle ist auch im Code eine komplexe Sache. Es gibt mehr als nur <table>, <tr> und <td>.
      • Man unterschiedliche Bereiche in Head, Foot und Body unterteilen: <thead>...</thead>, <tfoot>...</tfoot>, <tbody>...</tbody> Man kann Spalten zu Komplexen zusammenfassen: <colgroup>...</colgroup>, <col />
    78. http://www.flickr.com/photos/webseeings/239301576
    79. http://burgenlandfeuerwehr.de /
    80. Barrierefreiheit laut Gesetz
      • „Barrierefrei sind [..,] technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen [...], wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.“
    81. Für wen?
      • Körperbehinderung
        • Motorische Behinderungen
        • Contergan
      • Sinnesbehinderungen
        • Farbfehlsichtigkeit
        • Blindheit
        • Gehörlosigkeit
        • Taubblindheit
      • Lernbehinderung
      • Legasthenie
      • Dyslexie
      • Geistige Behinderung
      • Down-Syndrom
    82. Für wen?
    83. Zielgruppen
    84. http://snurl.com/t58c8
    85. Kampfbegriff?
      • Der Begriff „Barrierefreiheit“ beinhaltet ein sehr weitgehendes Versprechen.
      • Im Englischen: Accessibility (= Zugänglichkeit)
      • In der deutschen Diskussion einseitig auf Behinderte und vor allem auf Blinde konzentriert.
      • Bei Barrierefreiheit geht es um Anwender, für die eine Seite nur eingeschränkt nutzbar ist.
    86. http://snurl.com/t58gj
    87. Was Barrierefreiheit NICHT ist
    88. Barrierefreie Seiten müssen nicht hässlich sein!
    89. http://www.ble.de/
    90. http://www.hauptbahnhof-wien.at/
    91. http://www.darmkrebs.at/
    92. 4 Grundprinzipien der WCAG2.0
      • POUR
        • Inhalte müssen wahrnehmbar sein (Perceivable)
        • Benutzerschnittstellen im Inhalt müssen bedienbar sein (Operable)
        • Inhalte und Bedienelemente müssen verständlich sein (Understandable)
        • Inhalte sollten robust genug sein, um mit aktuellen und zukünftigen Benutzeragenten zu arbeiten (inklusive assistiver Hilfsmittel) (Robust)
    93. Grundregeln
      • Valides und semantisch korrektes (X)HTML und valides CSS
      • Inhalte müssen textlich transportiert werden. Kein Verstecken von Texten in Grafiken.
      • Ausreichende Farbkontraste
      • Abkürzungen, Akronyme und Sprachwechsel müssen markiert/erklärt werden.
      • Für Medien müssen Alternativen vorliegen.
      • Bilder bekommen ein Alt- Attribut , es sei denn, sie sind rein dekorativ
    94. Barrierefreiheit leben
      • Barrierefreiheit ist weniger ein technisches Problem, als das einer vernünftigen Planung. Zudem endet Barrierefreiheit nicht mit dem Launch. Sie muss täglich gelebt werden.
      • Ein technisches Produkt wie ein CMS kann Barrierefreiheit nur unterstützen, wichtiger sind allerdings die Redakteure, die sich an Regeln halten müssen.
    95. Automatisierte Tests
      • Eine fehlerfreies Abschneiden in einem automatisierten Test sagt aber nur, daß die Seite dieses Tool „übersteht“. Mehr nicht!
      • Barrierefreiheit ist für Menschen da, deshalb sollten auch Menschen sie testen.
    96. Am Ende Jens Grochtdreis http://blog.grochtdreis.de http://webkrauts.de Diese Präsentation steht unter der Creative Commons Lizenz „Attribution-ShareAlike 2.0“ http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/
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