Ausgabe 03 // november 2012                                                                                               ...
Der REIT-Investor                                                                                 Ausgabe 03 // November 2...
Der REIT-Investor                                                                            Ausgabe 03 // November 2012Im...
Der REIT-Investor                                                                          Ausgabe 03 // November 2012Immo...
Der REIT-Investor                                                                         Ausgabe 03 // November 2012Immob...
Der REIT-Investor                                                                                                Ausgabe 0...
Der REIT-Investor                                                                                               Ausgabe 03...
Der REIT-Investor                                                                           Ausgabe 03 // November 2012Exp...
Der REIT-Investor                                                                       Ausgabe 03 // November 2012Experte...
Der REIT-Investor                                                                                          Ausgabe 03 // N...
Upcoming SlideShare
Loading in …5
×

Der REIT-Investor: Ausgabe 3 vom November 2012

760 views
682 views

Published on

Der REIT-Investor: Ausgabe 3 vom November 2012

Themen der aktuellen Ausgabe sind:

- Themen aus der Welt der Immobilienaktien und REITs

- Immobilienaktienmarkt: Wir stellen die aktuellen Entwicklungen in verschiedenen Regionen und Märkten

- Immobilienaktien im Fokus der Investoren

- REIT-Fonds - die Zukunft der Immobilienanlage

- Experteninterview zum Thema Fachmarktzentren: "Werthaltig und zukunftsorientiert"

Published in: Economy & Finance
0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total views
760
On SlideShare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
3
Actions
Shares
0
Downloads
0
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

No notes for slide

Der REIT-Investor: Ausgabe 3 vom November 2012

  1. 1. Ausgabe 03 // november 2012 t hem a : e So n d er In k lus iv ntren« Fachmarktze Der REIT-Investor » Ein Informationsdienst über Immobilienaktien und REITs Immobilienaktienmarkt aktuell Editorial+++ Sehr geehrte Leserinnen und Leser, Immobilienaktien im Fokus der Wohnimmobilien erfreuen sich ungebro-UNSERE THEMEN chener Beliebtheit, besonders in Deutsch- ­I nvestoren land. Sie erscheinen Anlegern zu Recht Immobilienaktien sind beliebt wie lange nicht mehr. Das belegen aktuelle Umfragen als passende Antwort auf die nicht enden und der Blick auf die jüngsten Kursentwicklungen. Besonders in den USA sind die wollende Krise. Von diesem Trend profi- Kurse zuletzt gestiegen. Aber auch Aktien deutscher Immobilienunternehmen sind tieren auch die deutschen Immobilien- begehrt. Im Fokus internationaler institutioneller Investoren stehen derzeit vor allem aktien. Zwar blieben Gesellschaften wie Wohnimmobilien. Laut einer Umfrage der Initiative Immobilien-Aktie sind 81 Prozent Patrizia, die GSW oder die Deutsche der befragten 60 in- und ausländischen Investoren überzeugt, dass Immobilienak- Wohnen zuletzt hinter den gewerblich+++ tien weiter an Attraktivität gewinnen. 63 Prozent planen Investitionen in deutsche geprägten Gesellschaften zurück. Dies lag börsennotierte Immobiliengesellschaften. –> Mehr dazu auf den Seiten 2 – 5 aber vornehmlich daran, dass die positi-UNSERE THEMEN ven Aussichten bereits im ersten Halbjahr REIT-Fonds in die Aktienkurse eingepreist wurden. Ein Fragezeichen steht hinter der weite- „Die Zukunft der Immobilienanlage“ ren Kursentwicklung US-amerikanischer Viele Jahrzehnte lang waren offene Immobilienfonds besonders für risikoscheue REITs. Einige Investoren betrachteten Anleger die Stars am Investmenthimmel. Doch die Krise des Vehikels hat gezeigt, die Papiere jüngst als kurzfristige Anlage. dass es sich dabei um ein Schönwetterkonstrukt handelt. In einem Gesetzentwurf Die Zugeständnisse der amerikanischen+++ des Bundesfinanzministeriums schien sogar bereits das Ende dieser Anlageform Notenbank Fed könnten nun dazu füh- besiegelt. Zwar wird es voraussichtlich nicht soweit kommen. Fest steht aber: Viele ren, dass sich diese Investoren vorüber- Privatanleger haben das Vertrauen in das Anlageprodukt offener Immobilien- gehend wieder aus den REITs zurück-UNSERE THEMEN Publikumsfonds verloren. Helmut Kurz, Fondsmanager bei ELLWANGER & GEIGER ziehen und anderen, spekulativeren beschreibt in einem Beitrag, der am 1. September 2012 in der Börsen Zeitung Anlageformen zuwenden. In Deutsch- erschienen ist, die Alternativen für Anleger zum offenen Immobilienfonds. Eine land dagegen könnten REITs und REIT- Möglichkeit: REIT-Fonds. –> Mehr dazu auf den Seiten 6 – 7 Fonds künftig verstärkten Zu­ pruch be- s sonders unter risikoaversen Anlegern Experteninterview erfahren, denn sie weisen ein attraktiveres Rendite-Risiko-Profil auf als offene Immo- Fachmarktzentren „Werthaltig+++ bilienfonds. Das Vertrauen vor allem der Privatanleger in offene Immobilienfonds und zukunftsorientiert“UNSERE THEMEN ist erschüttert. Für institutionelle Inves- Einzelhandelsimmobilien erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit bei Investoren. toren stellen weiterhin Immobilien- Besonders Fachmarktzentren vor den Toren der Städte sind gefragt – bei Kunden Spezialfonds ein interessantes Anlage- und Anlegern gleichermaßen. Albert ten Brinke, Geschäftsführer der Ten Brinke produkt dar  – vor allem wenn sie Gruppe, ist seit vielen Jahren als Projektentwickler und Asset Manager in diesem langfristig attraktive Objekte und ein Segment erfolgreich. Von seinem Know-how profitieren auch Anleger, die in den professionelles Asset Management bieten. neuen Einzelhandelsfonds von ELLWANGER & GEIGER investieren. Im Interview erklärt Albert ten Brinke, worauf es bei erfolgreichen Investments in Nahversorgungs- Ihr+++ und Fachmarktzentren ankommt. –> Mehr dazu auf den Seiten 8–9 Mario Caroli
  2. 2. Der REIT-Investor Ausgabe 03 // November 2012Immobilienmarkt aktuellImmobilienaktien im Fokus der InvestorenImmobilienaktien, besonders deutsche Konjunktursorgen gegen Ende Septem- tember eine kurze Auszeit zu nehmen.börsennotierte Gesellschaften, befinden ber zu einer allgemeinen Konsolidierung. Aufgrund der guten Performance im Julisich im Aufwind. Vor allem im Wohnseg- Immobilienaktien beziehungsweise REITs konnte der Sektor das dritte Quartal den-ment erwarten Investoren, dass sich die schienen nach der zuletzt sehr guten noch mit zwei Prozent im Plus schließen.zuletzt positive Entwicklung weiter fort- Jahresentwicklung im August und Sep-setzt. Ein weiterer Grund für Investitio-nen ist das klare Bekenntnis zum Euro % – EPRA/NAREIT Global REITs (in Euro)und die damit verbundenen Maßnah- 130men, die der Präsident der EuropäischenZentralbank (EZB) Mario Draghi Ende 120Juli 2012 ankündigte. Dies sorgte in derFolgezeit für eine erkennbar höhere Ri- 110sikobereitschaft bei den Anlegern. Zu-sätzlich gaben die anhaltenden Speku- 100lationen über neuerliche geldpolitischeMaßnahmen der amerikanischen Noten- 90bank Fed den Finanzmärkten Auftrieb. 80Allerdings führten die Entwicklungen im Jan 12 Feb 12 Mrz 12 Apr 12 Mai 12 Jun 12 Jul 12 Aug 12 Sep 12notleidenden Spanien sowie weltweite Quelle: Bankhaus Ellwanger & Geiger KG © 2012MARKTBERICHT DEUTSCHLAND Berliner GSW Immobilien oder die Deut- da Wohnimmobilien in DeutschlandDer Boom auf dem deutschen Wohnim- sche Wohnen bereits mit Aufschlägen gegenüber anderen europäischen Län-mobilienmarkt hat sich im dritten Quartal zum Net Asset Value (NAV) von 6,9 Pro- dern nach wie vor sehr attraktiv sind.2012 fortgesetzt. Vor allem in den Bal- zent beziehungsweise 11,7 Prozent. Die Auch angesichts der niedrigen Zinsenlungsräumen ziehen die Preise seit 2010 daraus resultierenden ersten Gewinnmit- bei konkurrierenden Anlagen wie Bun-konstant an. Davon profitieren auch die nahmen könnten kurzfristig zu einer desanleihen und den geringen Refinan-deutschen Immobilienaktien. Allein im Konsolidierung führen. Mittel- bis lang- zierungskosten für Wohnungen bleibtdritten Quartal ist der Kurs des DIMAX fristig ist aber noch Potenzial vorhanden, die Nachfrage wohl ungebrochen.um 5,9 Prozent gestiegen. Auf Jahres-sicht hat der von ELLWANGER & GEIGERaufgelegte Index gegenüber dem DAX % – E&G-DIMAX© – DAX 140bereits eine Überrendite von 3,2 Prozenterzielt.Nachdem die auf Wohnen spezialisierten 120Gesellschaften im ersten Halbjahr zu denabsoluten Outperformern zählten, blie-ben sie im dritten Quartal hinter denGesellschaften mit gewerblichem Fokus 100zurück. Der Grund: Die zuletzt positiveEntwicklung des Marktes ist inzwischenvoll in die Aktienkurse der großen be- 80standshaltenden Gesellschaften einge- Jan 12 Feb 12 Mrz 12 Apr 12 Mai 12 Jun 12 Jul 12 Aug 12 Sep 12preist. So notieren beispielsweise die Quelle: Bankhaus Ellwanger & Geiger KG © 2012, Reuters, Stand: 5. Oktober 2012 Seite 2
  3. 3. Der REIT-Investor Ausgabe 03 // November 2012Immobilienaktienmarkt aktuellMARKTBERICHT EUROPA Die Ankündigung der EZB, theoretisch 25,8 Prozent und die italienische BeniDer Blick auf den europäischen Immo- unbegrenzt Staatsanleihen von Krisen- Stabili mit einem Plus von 19,9 Prozent.bilienaktienmarkt zeigt ein differenzier- staaten anzukaufen, sofern diese die Hilfetes Bild. Anders als während des nahezu des europäischen Rettungsschirms ESM Ebenfalls zugelegt haben die wegen derkontinuierlichen Anstiegs der Immobili- in Anspruch nehmen, hat im September Konjunkturskepsis bisher eher zurückge-enaktien und REITs in den ersten sieben besonders die Gesellschaften dieser Staa- bliebenen Gesellschaften. So gehörtenMonaten dieses Jahres hat das klare Be- ten beflügelt. Zu den absoluten Gewin- beispielsweise der Bürospezialist Alstriakenntnis des EZB-Präsidenten Mario nern des dritten Quartals zählen die spa- Office (+9,5 Prozent) aus DeutschlandDraghi zum Euro zu einer veränderten nischen Titel Inmobiliaria Colonial (+65,7 oder Gesellschaften, die stark in der Ent-Risikoeinschätzung der Investoren ge- Prozent) und Realia (+43,4 Prozent) sowie wicklung oder im Refurbishment tätigführt. Dadurch kam es zu Umschichtun- die in Griechenland ansässige Eurobank sind, zu den großen Gewinnern.gen aus den defensiveren Immobilien- Properties mit einem Wertzuwachs vonaktien hin zu zyklischeren Werten. DieseEntwicklung führte im dritten Quartal % – EPRA Europe (in Euro) 130zu einem Zurückbleiben des Sektors(+5,9 Prozent) gegenüber dem breiten 120Markt (+9,0 Prozent). 110Innerhalb des Sektors entwickelten sichdie defensiveren Gesellschaften wie Wohn­ 100immobilienunternehmen unterdurch-schnittlich. Mit einem Verlust von 14,4 90Prozent hat die niederländische Wereld-have dieses Quartal am schlechtesten 80abgeschlossen, was an der Gewinnwar- Jan 12 Feb 12 Mrz 12 Apr 12 Mai 12 Jun 12 Jul 12 Aug 12 Sep 12nung der Gesellschaft gegen Ende Juli lag. Quelle: EPRAMARKTBERICHT ASIEN Obwohl die australischen REITs das dritte Quartal das beste Ergebnis in der RegionNachdem sich die asiatischen Immobili- Quartal mit +6,9 Prozent erneut positiv Asien-Pazifik. Im zweiten Quartal war derenaktien im zweiten Quartal 2012 trotz abschließen konnten, waren sie im regio- hiesige Index bereits um sechs Prozentder Unsicherheiten in Europa gut entwi- nalen Vergleich der schlechteste Markt der gestiegen. Ein Grund für die gute Ent-ckelt hatten, waren asiatische REITs auch vergangenen drei Monate. wicklung: Nachdem die Regierung denim dritten Quartal die großen Gewinner. Immobiliensektor seit Sommer 2011 zu-Der GPR Asia REITs Index stieg von Juli bis Mit einem Plus von 15,3 Prozent (in Euro) nehmend schärfer reguliert hatte, warenSeptember um weitere 11,5 Prozent (in des GPR Singapore REIT Index erzielte die Investoren zuletzt überzeugt, nichtEuro) und übertraf damit den GPR Europe der REIT-Markt Singapurs im dritten mit weiteren Bremsmaßnahmen rechnenREITs Index (+5,9 Prozent) und den GPR zu müssen.USA REITs Index (-1,3 Prozent) deutlich. % – GPR250 Asia (in Euro) 140Mit einem Anstieg von 13,1 Prozent (inEuro) war der australische Markt im 120zweiten Quartal noch der Gewinner inder Region Asien-Pazifik. Trotz düstererEinzelhandels- und BIP-Zahlen konnte 100sich der dortige Immobilienmarkt erho-len, was vor allem auf die erste Zinssen- 80kung durch die australische Notenbank Jan 12 Feb 12 Mrz 12 Apr 12 Mai 12 Jun 12 Jul 12 Aug 12 Sep 12seit Dezember 2010 zurückzuführen ist. Quelle: GPR Seite 3
  4. 4. Der REIT-Investor Ausgabe 03 // November 2012Immobilienaktienmarkt aktuellMARKTBERICHT USA Aufgrund des steueroptimierten Status Gesellschaften aktuell weit über ihremIn den ersten sechs Monaten des Jahres und den gesetzlich vorgeschriebenen NAV notieren.setzten die amerikanischen REITs ihren vierteljährlichen Ausschüttungen warenbereits im Dezember 2011 begonnenen REITs lange Zeit hauptsächlich bei älte- Die neue Lockerungsrunde der amerika-Höhenflug fort. Nicht zuletzt wegen der ren Privatanlegern oder bei den auf Si- nischen Notenbank könnte dazu führen,Eurokrise und der Sorge um die US- cherheit bedachten Rentenkassen und dass sich die Investoren vorübergehendKonjunktur fungierten REITs aufgrund Versicherungen beliebt. Charakteristisch wieder aus den ohnehin hoch bewer-ihrer hohen laufenden Erträge als Zu- für den Sektor waren geringe Kurs- teten US-REITs zurückziehen und speku-fluchtsort für die Investoren. Bis Jahres- schwankungen und hohe konstante lativeren Anlageformen zuwenden. Kurz-mitte erzielte der Markt eine Kurssteige- Dividendenrenditen. Der Einstieg einer fristig orientierte Investoren sollten sichrung von 16,9 Prozent. Vielzahl weiterer Investoren führte zu mit ihrem Engagement auf dem US- stark steigenden Kursen, wodurch die Markt daher eher zurückhalten.Im dritten Quartal war jedoch nur einevolatile Seitwärtsbewegung zu verzeich- % – MSCI US REIT (in Euro) 120nen, wobei der Markt im September um1,7 Prozent (in US-Dollar) nachgegeben 110hat. Während der Beschluss der ameri-kanischen Fed, die dritte Runde der 100quantitativen Lockerung einzuläutenund weitere Anleihen zu kaufen, am brei- 90ten Aktienmarkt zu einem kräftigen Rucknach oben führte, blieben die REITs nach 80der bei den Investoren ausgelösten Ver- Jan 12 Feb 12 Mrz 12 Apr 12 Mai 12 Jun 12 Jul 12 Aug 12 Sep 12schiebung der Risikoneigung zurück. Quelle: MSCI Stimmungsaufheller Kurz-Kommentar von Helmut Kurz Analysten für Grundlage der wieder optimistischeren Dies sollte sich primär auf die Bewer- ­Immobilienaktien Prognose ist sicherlich die Erwartung, tungen der Bürovermieter positiv aus- blicken positiv dass die EZB die zentrale finanzielle Stüt- wirken. Die zu erwartende weitere gestimmt auf die ze für Südeuropa bleibt und die Bevöl- wirtschaftliche Abkühlung, die verbleibenden kerung den dort erforderlichen Anpas- Deutschland vermutlich eine leichte Monate bis zum sungsprozess weiter erduldet. Die Rezession bescheren wird, verhindert Jahresende 2012. Wahrscheinlichkeit dafür liegt meiner aber höhere Mieten bei Gewerbeob- Dies zeigen die Umfrageergebnisse des Einschätzung nach bei rund 75 Prozent. jekten. Hohe Wertzuwächse bei Büro- aktuellen Dr. ZitelmannPB-Immobili- vermietern sind deshalb nicht zu er- enaktien-Barometers. Der Wert des Stabilisierend und stimmungsaufhellend warten. Wohnimmobilientitel könnten Stimmungsindikators stieg bei der wirkten zuletzt auch große Transaktio- in diesem Jahr noch von Window-Dres- kurzfristigen Perspektive von drei Mo- nen von Gewerbeobjekten in Deutsch- sing-Käufen profitieren. Im neuen Jahr naten auf +0,4. Im August ergab die land zu Preisen über den jüngsten Be- dürften sie ihre Favoritenrolle jedoch Umfrage noch einen Wert von +0,1. wertungen. Der physische Markt wird verlieren. Die Vermieter von Einzelhan- Bei der 12-Monats-Sicht stieg der Wert ferner dadurch gestützt, dass Pensions- delsflächen sollten stabil notieren. von +0,4 auf +0,7. Im Vorjahr hatte das kassen und Versicherungen Mittel für Barometer +0,2 angezeigt. Immobilieninvestitionen bereitstellen. Seite 4
  5. 5. Der REIT-Investor Ausgabe 03 // November 2012Immobilienaktienmarkt aktuellAUSBLICK sehr weitreichender Gesetzesentwurf Immo­bilienaktiengesellschaften negativDas vierte Quartal 2012 verspricht ab- inzwischen abgemildert. Dadurch wie- be­einflussen.wechslungsreich zu werden. Neben der derum wurde unter anderem das bereitsEntwicklung der Schuldenprobleme in diskutierte Ende der offenen Immobili- Trotz der guten Entwicklung im drittenden südeuropäischen Staaten könnten enfonds für Privatanleger sowie der Spe- Quartal weisen Gesellschaften des Ge-auch die kommenden Veröffentlichungen zialfonds für institutionelle Investoren werbeimmobilienbereichs immer nochder Unternehmensdaten die (Immobili- abgewendet. Die Folgen für die Im­ o­ m hohe Abschläge zum NAV auf. Allerdingsen) Aktienmärkte beeinflussen. Auswir- bilienwirtschaft lassen sich jedoch noch haben einzelne Gesellschaften, beispiels-kungen auf die Kapitalmärkte wird auch nicht im Detail vorhersagen. weise IVG Immobilien, mit einer hohender anstehende Bundestagswahlkampf Verschuldung zu kämpfen, was sich ne-haben, der sich unter anderem um das Für eine Immobilienaktiengesellschaft gativ auf die Rentabilität auswirkt undThema Bankenregulierung drehen wird. beziehungsweise einen REIT werden bei den Handlungsspielraum einschränkt. der Auflösung einzelner Vehikel durch­ Sofern die betroffenen UnternehmenSpannend bleibt auch die Frage, welche aus Chancen für einen günstigen Ob­ ihre Finanzierungssituation in den GriffAuswirkungen die Umsetzung der AIFM- jekterwerb entstehen. Allerdings könn- bekommen und es nicht zu einer merk-Richtlinie auf Immobilienaktien und te sich ein Überangebot zu verkaufender lichen konjunkturellen AbkühlungREITs haben wird. Diese sind zwar nicht Immobilien auch nachteilig auf die Be­ kommt, sehen wir auch für diesen Sektordirekt von der bevorstehenden Regulie­ wertungen auswirken und dadurch weiteres Kurspotenzial.rung betroffen. Zudem wurde ein erster, über Umwege den NAV der einzelnen „Auf absehbare Zeit positiv“ Interview mit Patrick Nass, Fondsmanager des E&G Fonds Global REITs Konnte der Fonds tungsniveau erreicht haben, verloren sie sind die fiskalischen und konjunkturel- die positive Ent- in den vergangenen Wochen deutlich. len Probleme die dominierenden The- wicklung des ersten men, welche nur langsam gelöst wer- Halbjahres fortset- Die USA stehen angesichts des Präsiden- den können. zen? tenwahlkampfs derzeit im Fokus. Wie be- Der Fonds entwi- werten Sie aktuell die Aussichten am ame- Welche Region wird 2013 zu den Gewin- ckelte sich im drit- rikanischen Immobilien- und REIT-Markt? nern gehören? ten Quartal mit Das auf absehbare Zeit weiter niedrige Wir erwarten, dass die asiatischen REITs einem Kursanstieg von 4,7 Prozent Zinsniveau wirkt sich positiv auf die REIT- 2013 mit am besten abschneiden wer- weiter positiv. Damit lag er deutlich Märkte aus. Die sich nur langsam erho- den. Positive Überraschungen könnten über der Benchmark, welche nur lende Konjunktur und die weiterhin aus Europa kommen, wenn sich ab- knapp 2 Prozent hinzugewann. Positiv hohe Arbeitslosigkeit begrenzen aber zeichnet, dass die Eurokrise einge- waren die Übergewichtung Europas das Potenzial für Mieterhöhungen und dämmt ist und somit die Ängste vor (+5,9 Prozent) und insbesondere Asi- damit für Wertsteigerungen der Immo- einem Euro-Austritt südeuropäischer ens (+11,5 Prozent) sowie die Unter- bilien. Vom Ausgang der Wahl erwarte Länder sowie vor einer Rezession in gewichtung Nordamerikas (-0,6 Pro- ich keine bedeutenden Auswirkungen. „Kerneuropa“ nachlassen. zent). Nachdem die US-REITs über Kurzfristig könnte die Immobilienbran- Monate zu den größten Gewinnern che bei einem Sieg Mitt Romneys von zählten und ein sehr hohes Bewer- Steuererleichterungen profitieren, doch Seite 5
  6. 6. Der REIT-Investor Ausgabe 03 // November 2012 GASTBEITRAG REIT-Fonds Gastbeitrag von Helmut Kurz in der Beilage der Börsen Zeitung „Ultimo“ am 1. 9. 2012   Helmut Kurz, Fondsmanager beim Bankhaus Ellwanger & Geiger, über Alternativen zum offenen Immobilienfonds Reit-Fonds – die Zukunft Börsen-Zeitung, 1.9.2012 folgreich. In Europa blieben viele Fonds Bei der indirekten Immobilienanlage lange auf Deutschland fixiert und wur- müssen Anleger in Deutschland künf- den dann oft zur Unzeit auch von An- tig umdenken. Viele Jahrzehnte waren legern dazu gedrängt, außerhalb der die offenen Immobilienfonds vor allem Grenzen zu investieren. für risikoscheue Anleger die Stars am Investmenthimmel. Durch die Krise hat Misserfolge außerhalb Europas sind der deutsche Gesetzgeber nun erkannt: eher verständlich, denn es ist schwer, Der offene Immobilienfonds ist ein beispielsweise in Asien oder Amerika Schönwetterkonstrukt, das bei schwe- die richtigen Immobilien zu identifizie- rem Seegang oft Schiffbruch erleidet ren und sie zu einem attraktiven Preis und Anleger schädigt. Deswegen sieht zu erwerben und später zu bewirtschaf- Helmut Kurz ein aktueller Gesetzesentwurf vor, dass ten, wenn all dies letztlich von einer künftig keine neuen offenen Immobi- Zentrale in Deutschland aus geschieht. lienfonds mehr aufgelegt werden dür- Sinnvoller ist es, in Reits zu investieren, fen. Das bisher beliebteste Investitions- die in diesen Ländern vor Ort tätig sind vehikel ist in seiner heutigen Form nun und die eine sehr spezifische Expertise definitiv am Ende, das Interesse der An- in einem lokalen Markt und in bestimm- leger an Möglichkeiten zur indirekten ten Nutzungsarten (beispielsweise Büro, Immobilienanlage bleibt aber groß. Einzelhandel oder Wohnen) haben. Ein lokaler Manager, der auf eine bestimm- Eine Alternative für Anleger wäre die In- te Region und Nutzungsart spezialisiert vestition in einzelne Immobilienaktien ist, wird fast immer einem Generalisten, oder börsennotierte Real Estate Invest- der weltweit in sämtliche Nutzungsar- ment Trusts (Reits). Für Anleger, die sich und 75 % ihres Vermögens in Immobi- ten investiert, überlegen sein. auf diese Weise indirekt an Immobilien- lien anlegen. Die Fremdkapitalquote portfolien beteiligen möchten, eignen darf maximal bei 55 % liegen. Obwohl Grundsätzlich aber ist die Idee gut, für sich insbesondere Reits. Diese spezielle Reits daher vergleichsweise konserva- Anleger eine Möglichkeit zu bieten, an Form der Immobilienaktie unterliegt in tive Investments sind, entsprechen sie den Chancen der internationalen Immo- allen Ländern besonderen Regularien. dennoch eher selten dem Risikoprofil bilienmärkte teilzuhaben. Schließlich Sie müssen in der Regel per Gesetz ei- von Anlegern, die ein indirektes Im- haben deutsche Anleger ihr Geld über- nen Großteil ihrer Erträge aus der Im- mobilieninvestment mit geringen Wert- wiegend in deutsches Betongold ange- mobilienvermietung generieren. Risiko- schwankungen suchen. legt. 70 % aller geschlossenen Immobi- reiche Geschäftsmodelle wie der Handel lienfonds waren 2011 in Deutschland mit Immobilien sind eingeschränkt. In Der Charme der offenen Immobilien- investiert. Laut einer Studie des DIW manchen Ländern gibt es sogar eine fonds war für viele Anleger nicht nur besitzen die Deutschen direkt gehaltene Begrenzung der Fremdkapitalquote, die geringe Volatilität, sondern auch ihr vermietete Immobilien im Wert von über um auch auf der Finanzierungsseite das grenzüberschreitender Investitionsan- 1 Bill. Euro. Dabei sind selbst genutzte Risiko zu reduzieren. In Deutschland satz. Die Fonds waren jedoch mit ihren Immobilien nicht einmal berücksichtigt. müssen Reits beispielsweise 75 % ihrer Investments sowohl innerhalb wie auch Wer sich nun als Anleger über einzelne Einnahmen aus Immobilien generieren außerhalb von Europa oft nicht sehr er- Investments in internationale Immobi- 4 ultimo 1.9.2012 Quelle: ultimo 09/2012Ultimo_August_2012.indd 4 31.08.12 14:25:25 Seite 6
  7. 7. Der REIT-Investor Ausgabe 03 // November 2012REIT-Fonds der Immobilienanlage lienaktien und Reits weltweit enga- Fonds wählen, die in der Länderallo- gieren möchte, wird bei der Auswahl kation ein Schwergewicht auf Europa schnell an seine Grenzen stoßen. und Asien legen. Denn der asiatische Immobilienaktienmarkt dürfte sich wei- Für risikoaverse Anleger, die indirekt in terhin positiv entwickeln. In China und Immobilien investieren möchten und Japan wird mit weiteren geldpolitischen dabei auch an den Chancen der interna- Lockerungen gerechnet, die den Trans- tionalen Immobilienmärkte partizipie- aktionsmarkt und die Kursentwicklung ren wollen, bieten sich Aktienfonds an, stärken dürften. Die Risikoaufschläge die in internationale Reit-Gesellschaften bei den Bewertungsrenditen in Japan anlegen. Globale Reit-Fonds reichen am sollten künftig zurückgehen. ehesten an das Rendite-Risiko-Verhält- nis von offenen Immobilienfonds heran In Europa ist stärker zu differenzieren. und könnten daher für viele Anleger die So sieht vor allem der deutsche Immo- Alternative für die indirekte Immobi- bilienaktienmarkt derzeit wesentlich lienanlage werden. stabiler aus als der gesamteuropäische. Aufgrund der Schuldenkrise in den süd- Bei der Auswahl von Aktienfonds schau- europäischen Staaten und der zuneh- en viele Anleger zunächst auf die abso- menden Inflationssorgen ist damit zu lute Performance. Hier liegen die am rechnen, dass sich die Flucht in Sach- Markt verfügbaren Reit-Fonds mit globa- das Beta, desto schwächer die Korrela- werte – wie Immobilien – in wirtschaft- lem Ansatz bei der Jahres-Performance tion der Fonds. Bei null wäre das Invest- lich starken Ländern wie zum Beispiel etwa zwischen 16 und 25 %. Viel wich- ment komplett losgelöst vom Treiben Deutschland vorläufig fortsetzt. Dadurch tiger als die absolute Rendite ist insbe- an den Wertpapiermärkten, was freilich sollten sich auch Immobilienaktien wei- sondere für den risikobewussten Anle- nicht möglich ist, weil Reits eben nun terhin tendenziell besser entwickeln als ger aber die Kennzahl Sharpe Ratio. Das mal Aktien sind. der übrige Aktienmarkt. ist die risikoadjustierte Überrendite zum risikolosen Zins. In die Kennzahl fließt Neben den reinen Kennzahlen sollte sich Da die Zinsen aufgrund der Geldpolitik nicht nur die absolute Performance, der Anleger natürlich auch die Anlage- der Europäischen Zentralbank europa- sondern auch die Volatilität ein. Für ri- strategie der einzelnen Fonds anschau- weit niedrig sind und viele Anleger nach sikoaverse Anleger ist daher die Sharpe en. Obwohl viele Fonds international renditestärkeren Anlagemöglichkeiten Ratio der besser geeignete Maßstab bei investieren, ist die jeweilige Länderallo- jenseits des Geldmarktes suchen, dürfte der Auswahl des geeigneten Fonds. kation unterschiedlich. In den vergange- an einigen europäischen Märkten nach nen zwölf Monaten sind vor allem jene den letzten Kurskorrekturen wieder Po- Wer indirekt in Immobilien investie- Fonds gut gelaufen, die US-Reits über- tenzial für Immobilienaktien und Reits ren möchte, wünscht sich eine gewisse gewichtet haben. Mittlerweile notieren bestehen. In den krisengeschüttelten Unabhängigkeit von den Wertpapier- viele US-Reits mit einer deutlichen Prä- Peripherieländern stehen hingegen auch märkten. An der Kennzahl Beta lässt mie auf den Net Asset Value (NAV). Es die Immobilienmärkte unter Druck. Hier sich ablesen, wie sehr der jeweilige deutet sich langsam das Ende der Rally könnten selektiv einige sehr niedrig be- Reit-Fonds mit der Entwicklung an den an. Kurskorrekturen werden kommen. wertete Immobilienaktien beziehungs- Aktienmärkten korreliert. Je niedriger Anleger sollten daher aktuell eher Reit- weise Reits interessant werden. ultimo 1.9.2012 5 Quelle: ultimo 09/2012 Ultimo_August_2012.indd 5 31.08.12 14:25:37 Seite 7
  8. 8. Der REIT-Investor Ausgabe 03 // November 2012Experteninterview„Werthaltig und zukunftsorientiert“Interview mit Albert ten Brinke, Geschäftsführer der Ten Brinke GruppeEuropa befindet sich in der Krise, und auch schaftskrise auch ihr Land in den nächs- mittel, Drogerieartikel und Textilien. Eindie deutsche Wirtschaft wächst kaum ten Monaten zunehmend treffen werde. weiterer Vorteil, insbesondere gegen-noch. Welche Auswirkungen hat das auf Diese Erkenntnis habe laut GfK jedoch über dem Angebot auf der grünen Wie-den Einzelhandel? kaum Auswirkungen auf die nach wie se: Die hybriden Fachmarkt­ entren be- z vor guten Einkommensaussichten der finden sich in der Nähe der Innenstadt.Natürlich bleibt die europäische Krise Verbraucher sowie deren Konsumenten- Das ermöglicht es den Kunden, dennicht folgenlos für das Wachstum der verhalten. Das führt auch zu einem an- Einkauf im Zentrum mit einem Besuchdeutschen Wirtschaft, und sie wird auch haltenden Expansionsdrang der deut- in der Innenstadt gut zu verbinden. Imdas Verhalten der privaten Konsumenten schen Einzelhändler. Gleichzeitig gilt es Gegensatz zu den Fachmärkten auf derbeeinflussen. Fest steht aber auch: In den aber auch, einige Herausforderungen zu grünen Wiese bietet die neue Form zu-vergangenen rund zehn Jahren hat meistern. So gibt es noch sehr viele über- dem eine deutlich höhere Aufenthalts-Deutschland, im Gegensatz zu vielen alterte Einzelhandelsflächen, die moder- qualität – unter anderem, da es hieranderen europäischen Ländern, viel ge- nisiert oder ganz ersetzt werden müssen, meist ein gastronomisches Angebot gibttan, um deutsche Produkte und damit um den sich verändernden Ansprüchen und die einzelnen Geschäfte verbundenauch den deutschen Einzelhandel zu stär- der Kunden gerecht zu werden. sind. Die Verbindungsmall wiederum istken. Im Ergebnis wuchs der Umsatz im in der Regel überdacht.deutschen Einzelhandel laut Branchen- Immer häufiger ist von hybriden Fach-verband HDE im ersten Halbjahr 2012 marktzentren zu lesen. Worum handelt es Und die Vorteile für Investoren?trotz europaweiter Krise um 2,6 Prozent. sich dabei, und welche Vorteile birgt diese Handelsform für die Kunden? Investoren kaufen eine werthaltige, zu-Wie werden sich privater Konsum und kunftsorientierte Immobilie. Durch dieEinzelhandelsflächen künftig entwickeln? Die sogenannten hybriden Fachmarkt- Nähe zur jeweiligen Innenstadt und die zentren ersetzen zusehends die Fach- gute Verkehrsanbindung ist die NutzungIch gehe davon aus, dass die Ausgaben marktzentren auf der „grünen Wiese“, auch zukünftig sichergestellt. Die hybri-für Gebrauchsgüter kaum fallen werden. also jene am Rande der Stadt. Die „hy- den Einkaufzentren bieten das, was sichEin Beleg dafür sind die jüngsten Erhe- briden Pendants“ sind verkehrsgünstig Kunden heute und künftig wünschen:bungen zum Konsumklima des Markt- gelegen, gut mit dem Pkw zu erreichen ein vielfältiges Angebot, das übersicht-forschers GfK. Daraus geht hervor, dass und verfügen über ausreichend Stellplät- lich und konzentriert präsentiert wird.die Deutschen inzwischen zwar über- ze. Der Kunde findet hier alles für den Das sorgt für einen dauerhaft guten Um-zeugt seien, dass die europaweite Wirt- täglichen Bedarf, unter anderem Lebens- satz der jeweiligen Einzelhändler – und men blickt auf eine über 110-jährige auf den Gebieten Einzelhandel, Logis- Tradition zurück und agiert heute als tik, Büro, Fastfood und Tankstellen be- international tätiges Immobilienunter­ fasst sich die Ten Brinke Gruppe mit nehmen. Die Aktivitäten der Ten Brinke der Entwicklung von Wohnungs­ Gruppe decken das gesamte Spektrum bauprojekten. Ein weiteres Standbein von der Grundstücksakquisition sowie bildet das Asset Management sowohl der Entwicklung von Bebauungs- und für eigene als auch für Objekte Dritter. Nutzungskonzepten über die Finanzie­ Ziel ist es, die Renditeprognosen der rung, Planung, Ausführung, den Verkauf jeweiligen Im­mobilieninvestments sowie die Vermietung bis hin zum Asset- durch eine opti­ ale Verwaltung sowie m Albert ten Brinke ist Geschäftsführer Management ab. Neben der Entwick­ung l werterhaltende beziehungsweise -stei- der Ten Brinke Gruppe. Das Unterneh­ und dem Bau von Immobilienpro­ekten j gernde Maßnah­ en zu erfüllen. m Seite 8
  9. 9. Der REIT-Investor Ausgabe 03 // November 2012Experteninterviewdamit für stabile Mieteinnahmen. Für Worauf kommt es bei der Standortwahl an? len und müssen die Mieter bei Fach-Investoren ist zudem relevant, dass die marktzentren bei der Werbung undFlächen nach den neuesten techni- Wichtig sind eine gute infrastrukturelle Außendarstellung sowie bei Aktionen vielschen Standards gebaut beziehungs- Erschließung, ein ausreichend großes selbstständiger agieren. Die Herausfor-weise modernisiert werden, beispiels- Parkplatzangebot sowie ein optimaler derung für das Asset Management be-weise mit Blick auf die Energieeffizienz. Grundstückszuschnitt. Ideal ist auch eine ziehungsweise das Property Manage-Außerdem sind die Nebenkosten im direkte Anbindung an die Innenstadt ment besteht darin, diese Interessen mitVergleich zu großen Einkaufsmalls für und ein angemessenes Einzugsgebiet. den Interessen der Investoren in EinklangMieter und Investor sehr niedrig. Das zu bringen. Eine der wohl wichtigstenvereinfacht auch die Nachvermietung. Welchen Herausforderungen steht der­ Herausforderungen ist es, die kalkuliertenDiese wird jedoch vergleichsweise sel- A ­ sset Manager gegenüber? niedrigen Betriebskosten im Interesse derten nötig, denn typisch für diese Einzel- Mieter und Eigentümer nachhaltig aufhandelsform sind bonitätsstarke Mieter Wie in anderen Segmenten ist der Asset diesem Niveau zu halten – ohne diesowie ein Ankermieter – meist ein Le- Manager auch bei Fachmarktzentren für Bausub­ tanz, die Außenwirkung oder das sbensmittelvollsortimentler beziehungs- die Gesamtperformance der Immobilie Image zu gefährden. Hier ist eine schlan-weise ein SB-Warenhaus – mit langer im Betrieb verantwortlich. Im Gegensatz ke Organisation und entsprechend hoheMietvertragslaufzeit. zur innerstädtischen Shoppingmall wol- Effizienz beim Management erforderlich.Einzelhandelsfonds von ELLWANGER & GEIGERZiel des Immobilien-Spezialfonds ist der Investitionsobjekte sowie das Asset beispielsweise die Objekte verwaltenAufbau eines ausgewogenen Einzelhan- Management für den Einzelhandels- und die Mieter betreuen. Das Startport-delsportfolios in Deutschland mit Immo- und Fachmarktfonds erfolgt durch die folio aus einer Hybridmall sowie meh-bilienwerten von gesamt zirka 300 Mil- E&G Funds & Asset Management GmbH. reren Fachmarktzentren und Fachmärk-lionen Euro. Im Investmentfokus stehen Als ausgewiesener Experte im Segment ten mit einer Gesamtgröße von rundhierbei Nahversorgungs- und Fach- Einzelhandel mit Schwerpunkt Fach- 60 Millionen Euro setzt sich aus Projekt-marktzentren, Hybridmalls und Lebens- märkte und Fachmarktzentren wird die entwicklungen der Ten Brinke Gruppemittel-Fachmärkte in möglichst zen­ Ten Brinke Gruppe das Asset Manage- zusammen. Der Zukauf weiterer Immo-tralen Lagen. Die Akquisition der ment unterstützen. Ten Brinke wird bilien von Dritten ist vorgesehen.Der Fonds im Überblick Fondsmanagement E&G Funds & Asset Management GmbH Immobilien Management Ten Brinke Gruppe Kapitalanlagegesellschaft IntReal International Real Estate Investmentgesellschaft mbH (Service KAG) Risikoprofil/Zielregion Core+/Deutschland Zielportfolio Fach- und Handelsimmobilien in langfristig attraktiven Lagen, Beimischung von ­­ Gewerbe- und ­ ohnnutzung in zentralen Lagen ist vorgesehen W Forward-Transaktionen aus Projektentwicklungen, Bestandsimmobilien mit ­Entwicklungspotenzial Geplantes Investitionsvolumen 300 Mio. EUR Eigenkapital 150 Mio. EUR (Fremdfinanzierung bis maximal 50 %) Mindestbeteiligungsvolumen 15 Mio. EUR Ausschüttungsrendite 6 –7 % p.a./IRR 10 Jahre: 9 % Seite 9
  10. 10. Der REIT-Investor Ausgabe 03 // November 2012 AusgAbe 37/12 Gefragtes Betongold Sachwerte » Ein kleiner Fonds kombiniert renditeträchtige Immoaktien mit Sicherheit VON Jörn KränicKe gen jedoch vermeiden wollen, ha­ beimmobilien. Der Markt bei US­ D ben die Stuttgarter zwei Strategien Wohnimmobilien funktioniert wie­ erzeit gelten Immobilien entwickelt, um das Risiko zu redu­ derum ganz anders (siehe Seite 16). als eines der Patentrezepte zieren: Zum einen investiert Kurz Bei Gewerbeimmos ist Kurz sicher: gegen die Eurokrise. Als nur in Aktien mit hoher Eigenkapi­ „Außerhalb des US-Markts sind Im­ sicher und inflationsresis­ talquote, um Überschuldungssitua­ mobilienaktien nicht zu teuer. In tent gepriesen, erfreuen sie sich tionen zu vermeiden. Im Schnitt Ost­ oder auch Südeuropa sind sie größter Beliebtheit. Doch die Nach­ haben die Aktien eine Eigenkapital­ oftmals sogar sehr günstig.“ Zudem teile, etwa dass ein Haus nicht so quote von rund 60 Prozent. sei es auch in Kernmärkten wie schnell zu verkaufen ist oder der Zum anderen sichert er seinen Deutschland noch billiger, über Im­ hohe Aufwand für Vermietung und Fonds mit hoch korrelierten Immo­ moaktien und REITs in Immobilien Unterhalt, machen das Investment bilienaktienindizes ab, wenn sin­ zu investieren, als direkt eine Immo­ schwerer handelbar. Für Anleger, kende Kurse drohen. Zurzeit hält er bilie zu kaufen. die dennoch auf Immobilien setzen etwa Verkaufsoptionen auf einen Ein ganz entscheidender Punkt wollen, sind sogenannte REIT-Fonds amerikanischen REIT-Index, der darf zudem nicht außer Acht gelas­ interessant. Sie werden von Aktien­ eine US-Gewichtung von rund 60 sen werden: Die meisten Unterneh­ gesellschaften emittiert, die in Im­ Prozent hat: „So können wir die men haben in den vergangenen Jah­ mobilien investieren, diese besitzen Schwankungsintensität senken.“ ren die Entschuldung ihrer Bilanzen oder verwalten. „Fast überall auf der vorangetrieben und schlanke Struk­ Welt sind REITs und Immobilien­ us-Immobilien zu teuer turen geschaffen. „Das macht sie ro­ aktien die bevorzugte Form der in­ Denn bei amerikanischen Immo­ buster, auch bei möglichen konjunk­ direkten Immobilienanlage“, sagt bilien ist der Stuttgarter skeptisch: turellen Turbulenzen infolge der Eu­ Helmut Kurz vom Stuttgarter Bank­ „Die US-Titel sind inzwischen oft zu rokrise“, glaubt Kurz. haus Ellwanger & Geiger (E & G). teuer, daher haben wir uns abge­ Kurz ist Manager des E & G Global sichert und die USA auch massiv um REITs. Im Gegensatz zu anderen über 35 Prozent untergewichtet.“ e & G Global reits Fonds 16 Prozent Rendite in den vergan- Fonds dieser Art weist er eine Beson­ Für einen Einstieg bei den aktuellen genen zwölf Monaten. Der Fonds derheit auf: Die Volatilität ist im Ver­ Preisen müsste es seiner Meinung eignet sich zur Beimischung. gleich zu REIT-Indizes nur etwa halb nach in den USA zu einer deutlich so hoch. Denn da Kunden von E & G zwar gern in Immobilienaktien in­ stärkeren wirtschaftlichen Erholung kommen. Denn nur dann steigen ISIN VOL. 5,6 Mio. € Lu 044 133 849 7 GEBÜHR 1,85 % 1 KURS ANBIEtER vestieren, allzu hohe Schwankun­ auch die Mieteinnahmen bei Gewer­ 128,93 eLLwAnger & geIger Quelle: €URO AM SONNTAG Ausgabe 37/12 Impressum V.i.S.d.P.: Die vorliegenden Seiten dienen ausschließ- kungen und Transaktionskosten beeinflusst Mario Caroli, lich der allgemeinen Information. Es han- und können zu Verlusten oder Gewinnen Persönlich haftender Gesellschafter delt sich nicht um eine Anlage­ eratung b führen. Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. ­ Börsenplatz 1, 70174 Stuttgart, Für eine individuelle Anlageempfehlung Die vorliegenden Informationen basieren Telefon 0711/2148-0 oder Beratung stehen unsere Berater gerne auf vertrauenswürdigen Angaben aus Telefax 0711/2148-123 zur Verfügung. Eventuelle Angaben zur v ­erlässlichen Quellen, erheben jedoch info@privatbank.de steuerlichen Situation können nur allge- k ­ einen Anspruch auf Genauigkeit und Voll­ meiner Art sein. Abhängig von der indivi- ständigkeit hinsichtlich der im Dokument Herausgeberin des vorliegenden duellen Situation des Steuerpflichtigen erwähnten Wertpapiere, Märkte und Ent- Dokumentes ist die kann sich eine abweichende steuerliche wicklungen. Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Beurteilung ergeben. Börsenplatz 1, 70174 Stuttgart, Namentlich gekennzeichnete Artikel geben Telefon 0711/2148-0, Bei Performancedarstellungen handelt es nicht in jedem Fall die Meinung des Heraus- Telefax 0711/2148-123 sich um Betrachtungen von früheren Wert­ gebers wieder. Amtsgericht Stuttgart HRA 738, entwicklungen. Die Angaben, Vergleiche persönlich haftende Gesellschafter: und Betrachtungen der Vergangenheit sind Die Urheberrechte für die gesamte inhaltli- Dr. Volker Gerstenmaier, Mario Caroli. keine Garantie und kein verlässlicher Indi- che und grafische Gestaltung liegen beim kator für zukünftige Entwicklungen. Wert- Herausgeber, diese darf gerne verwandt Stand: November 2012 entwicklungen oder Renditen einzelner werden, wenn dem Herausgeber ein Beleg- Produkte werden durch diverse Faktoren exemplar der Veröffentlichung zu­ esandt g wie z.B. Markt-, Kurs-, Währungsschwan- wird. Seite 10

×