Infomobil 04-2011
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Infomobil 04-2011 Infomobil 04-2011 Document Transcript

  • INFO MOBILEIN- UND AUSBLICKWas der Fahrplanwechsel 2011/2012 an Neuerungenund Änderungen mit sich bringtAUS- UND NEUBAUWo schon bald mehr als 100 neue Haltestellen-Wartehäuschen errichtet werden könnenVOR- UND UMSICHTWarum Rollstuhlfahrer und Gehbehindertebeim Busfahren besonders achtgeben sollten 04 2 011 Das Magazin der ESWE Verkehrsgesellschaft
  • Allen Leserinnen und Lesern froheWeihnachten und viel Glück für 2012 ! Schon widder – mer glaabt’s net, Ihr Leut’ – Ih is angebroche jene Zeid, in der mer gern besinnlisch wird, sobald es drauße schneid unn frierd. Sei’m Ende neischt des Jahr sisch zu, macht Ihr’s genauso: Kommd zur Ruh’ unn ziehd für zwo-null-elf Bilans – derweil im Oofe schmord e Gans. E fabelhafde Weihnachtszeid, Geschengepäckscher weid und breid, sodann – aach des ganz wunnerbar – en guude Rudsch ins neue Jahr: Im Naame von ESWE Verkehr wünsch isch Euch dies und ebbes mehr! Euern Rudi
  • WILLKOMMEN | INHALT WENN EINE WORTHÜLSE mit Leben gefüllt wird 4 FAHRPLANWECHSELGeht auch Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, und Recht als „nachhaltig“ bezeichnet werden 5 ZWISCHEN DENder Begriff „Nachhaltigkeit“ mittlerweile darf. Über zwei Beispiele wird in dieser INFO- JAHRENmanchmal auf die Nerven? Dabei muss man MOBIL-Ausgabe abermals berichtet: über den SPRÜHKUNSTzugestehen, dass dieses Wort selbst gar mit 1.800 Photovoltaik-Solarzellen bestücktennichts dafür kann, dass immer mehr Men- Bus-Port auf unserem Betriebsgelände sowie 6 E-TICKETschen seiner überdrüssig werden – geschwei- über unsere nun in ein Pilotprojekt münden- NEROBERG-ge denn trägt der gedankliche Ansatz, für den de Initiative zum Einsatz von Elektrobussen HALLOWEENder Begriff „Nachhaltigkeit“ steht, Verant- im Wiesbadener Nahverkehr.wortung dafür, dass man das Wort bisweilen Daher wünschen wir Ihnen bei der INFOMO- 7 NEUE WARTEHALLENnicht mehr hören mag. BIL-Lektüre nicht nur viel Freude, sondernSchuld daran, dass „Nachhaltigkeit“ vielfach auch jede Menge „nachhaltigen“ Erkennt- 8 EINSATZ FÜR DIEzu einer sinnentleerten Worthülse verkom- nisgewinn. Und noch etwas wünschen wir FAHRPLANTÜFTLER,men ist, sind vielmehr jene Zeitgenossen, die Ihnen: nämlich ein wunderschönes Weih- TEIL 4dieses Wort dermaßen inflationär, selbst in nachtsfest und alles Gute für das neue Jahr!völlig abwegigen Zusammenhängen verwen- Wir freuen uns, wenn Sie unserem Busange- 9 CLEVERCARD-den, dass seine ursprüngliche Bedeutung bot und ebenso dem INFOMOBIL auch 2012 CASTINGkaum noch erkennbar ist. Dies ist mehr als die Treue halten. WINTER-BUSERLEBNISschade, denn die Idee der Nachhaltigkeit – die Herzliche Grüße aus der GartenfeldstraßeIdee des verantwortungsvollen, langfristigorientierten, auch künftige Generationen 10 HALTESTELLEN-berücksichtigenden Umgangs mit unserer SPAZIERGANGUmwelt und den Ressourcen unseres Plane- Uwe Cramer Stefan Burghardtten – darf nicht darunter leiden, dass ihre E-Mail-Kontakt: 11 GEWINNER UND„Verwortlichung“ an akutem, fremdverschul- geschaeftsfuehrung@eswe-verkehr.de GEWINNEdeten Substanzverlust krankt. 12 BUSTRAININGHöchste Zeit also, die entleerte Worthülsewieder aufzufüllen, und zwar mit Inhalten, ONLINE-VIDEOSdie die ursprüngliche Begriffsbedeutung neuzum Leben erwecken. Wenn wir anlässlich 13 UMLEITUNGS-des bevorstehenden Jahresendes zurück- KOMMUNIKATIONblicken, können wir in aller Bescheidenheit RUDIS GEBABBELfeststellen, dass ESWE Verkehr im Jahr 2011manches auf den Weg gebracht hat, was 14 PERSPEKTIVEauch nach strenger Wortdeutung mit Fug E-MOBILITÄT 15 NEULICH IM BUS +++ newsticker +++ newsticker +++ newsticker +++ BUS-PORT+++ Fahrgastzahlen-Rekord: Noch nie sind in Eine gemeinsame Erklärung des Verbandes Deutscher Ver-Deutschland so viele Menschen mit Bussen und Bahnen kehrsunternehmen (VDV) und der Bundespolizei sieht vor, 16 FAHRPLANBUCH-gefahren wie in der ersten Jahreshälfte 2011. Mehr als 5,5 mit der „sichtbaren Präsenz von Polizisten in Uniform die TITELFOTOMilliarden Mal nutzten Fahrgäste die Verkehrsmittel im objektive Sicherheit wie auch das subjektive Sicherheits-öffentlichen Nahverkehr – das ist ein Plus von 0,4 Prozent gefühl“ in Bussen und Bahnen zu erhöhen. 17 ZIVILCOURAGE-gegenüber der ersten Hälfte des Vorjahres. +++ Weihnachtseinkäufe deponieren: Wie an SCHULUNG+++ Allerlei Wissenswertes: Wer sich aus beruf- jedem Samstag steht auch an den Adventssamstagen derlichen oder privaten Gründen für Nahverkehrsthemen Gepäckbus von ESWE Verkehr in der Luisenstraße (Ecke WARTEHALLENNETZinteressiert, findet auf der neuen Online-Plattform Kirchgasse) bereit. Zwischen 10:30 und 18:00 Uhr (am 10.www.mobi-wissen.de jede Menge Daten, Fakten und De- und am 17. Dezember sogar bis 20:00 Uhr) können ESWE- 18 HISTORISCHE LINIEN-finitionen. Von A wie „Angebot” bis Z wie „Zweckbindung“ Kunden gegen Vorlage eines gültigen Fahrausweises ihre WEGE, TEIL 11bietet die Wissensdatenbank umfangreiche Informati- Einkauftaschen gratis dort aufbewahren lassen.onen und Hintergründe zum Öffentlichen Personennah- +++ „Ski-Express“: Wenn genügend Schnee liegt,verkehr (ÖPNV) und zum Schienengüterverkehr (SGV). fährt auch in diesem Winter die Linie 30P auf die Platte. 19 AUSFLUGS- UND AUSGEHTIPPS+++ Polizisten im Bus: Uniformierte Polizeibeamte Rechtzeitige Ankündigungen gibt’s in der Tagespresse unddürfen den öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen. auf www.eswe-verkehr.de. IMPRESSUM
  • 4 FAHRPLANWECHSELAM START: Zwei neue Linien fürs „Ländchen“Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember wird das Busange- Linie 26 (inkl. Anrufsammeltaxi 26)bot im „Ländchen“, der Region im Osten Wiesbadens, opti- In Kooperation mit der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaftmiert: Die neuen Linien 26 und 43 binden mehrere östliche (MTV) verkehrt nun montags bis freitags auf der StreckeVororte der Landeshauptstadt noch enger an die benachbar- Medenbach – Wildsachsen – Bremthal (natürlich auch in derten Kommunen im Main-Taunus-Kreis an. Gegenrichtung) die neue ESWE-Linie 26. Sie übernimmt zu- dem die bisherigen Fahrten der Linie 21 zwischen WildsachenWas der Fahrplanwechsel außerdem noch mit sich bringt? und Medenbach. Zu bestimmten Tageszeiten werden – auchHier eine kleine Auswahl der wichtigsten Änderungen: samstags – bedarfsweise Ergänzungsfahrten der Linie 26 alsLinie 2 Anrufsammeltaxi-Fahrten (AST 26) angeboten.Wegen gestiegener Fahrgastnachfrage verkehrt die Linie 2 an Linie 43Schultagen nachmittags in Fahrtrichtung Klarenthal nun im In Kooperation mit der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft (MTV)10-Minuten-Takt. Zudem werden die 2er-Busse, um eine umstei- verkehrt nun montags bis freitags auf der Strecke Breckenheim –gefreie Verbindung von der Altstadt in Richtung Friedrich- und Wallau – Nordenstadt – Hauptbahnhof (natürlich auch in derBleichstraße zu erzielen, bereits an der Haltestelle Webergasse Gegenrichtung) die neue ESWE-Linie 43. Neu ist auch die Halte-eingesetzt. Zwischen Dernsches Gelände und Klarenthal/Graf- stelle Breckenheim/Gerbermühle, die die 43er-Busse auf ihremvon-Galen-Straße entsteht somit, im Zusammenwirken mit der Fahrtweg zwischen Breckenheim und Wallau bedienen.Linie 14, ein 5-Minuten-Takt. Die neue Linie 43 übernimmt zudem die bisherigen Fahrten derLinie 8 Linie E zwischen Breckenheim und dem Hauptbahnhof, wobeiWegen gestiegener Fahrgastnachfrage auf der Wilhelmstraße der Fahrtweg zwischen Breckenheim und Nordenstadt nun übersowie zwischen der Innenstadt und dem Hauptbahnhof wird Wallau verläuft. Einige Fahrten der Linie 43 finden als „Ring-die Linie 8 sonntags zwischen ca. 12:00 und ca. 20:00 Uhr vom verkehr“ statt: Sie führen von Breckenheim nach Wallau und30- auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet, wodurch im Zusam- von dort aus auf anderer Fahrtstrecke direkt nach Breckenheimmenwirken mit der Linie 1 ein 7,5-Minuten-Takt entsteht. zurück.Linie 14 Linie 45Zwecks Anpassung des Fahrtenangebots an die Ladenöffnungs- Die Endstelle der Linie 45 wurde von John-F.-Kennedy-Straße inzeiten kann das Äppelallee-Center in Biebrich nun auch mon- Raiffeisenplatz umbenannt.tags bis samstags zwischen 20:30 und 22:30 Uhr direkt erreichtwerden. Linie 48 Infolge der voranschreitenden Gewerbeansiedlungen wird nunDie an Schultagen bisher um 13:03 und um 13:13 Uhr von der auch die zweite Schleife des Gewerbegebiets Delkenheim, derLinie 14 ab Klarenthal/Graf-von-Galen-Straße ausgeführten Berta-Cramer-Ring, montags bis freitags mit einzelnen FahrtenFahrten werden in die Linie 2 übernommen. angebunden.Linie 16Wegen gestiegener Fahrgastnachfrage verkehrt die Linie 16montags bis freitags in den Mittagsstunden ab Südfriedhof statt Den vollständigen Überblick über alle zum Fahrplanwechselim bisherigen 12- nun in einem einheitlichen 10-Minuten-Takt. in Kraft tretenden Änderungen bieten das neue Fahrplan- buch 2012 sowie die Online-Fahrplanauskunft aufLinie 18 www.eswe-verkehr.de.Montags bis freitags finden zwischen 6:00 und 6:30 Uhr die Die Online-Auskunft ist – ebenso wie die Aushänge an denAbfahrten ab Dotzheim/Sauerland nun im 15-Minuten-Takt statt. Haltestellen – auch dann die beste Informationsquelle, wennWegen gestiegener Fahrgastnachfrage verkehren die 18er-Busse es um zusätzliche Fahrplanänderungen geht, die sich kurz-samstags zwischen ca. 9:00 und ca. 19:00 Uhr von Dotzheim/ fristig im Jahresverlauf 2012 ergeben können.Sauerland über Europaviertel und Künstlerviertel in die Innen-stadt statt im bisherigen 30- nun im 15-Minuten-Takt.Linien 21, 23 und 24 Wie in jedem Jahr gehen viele der zum FahrplanwechselSonntags zwischen 20:00 und 24:00 Uhr finden die Fahrten der wirksam werdenden Optimierungen des FahrtenangebotsLinien 21, 23 und 24 statt im bisherigen 60- nun im 30-Minuten- auf Wünsche und Anregungen von Fahrgästen zurück. Erst-Takt statt. mals kamen diese Vorschläge auch auf interaktivem Weg –Wegen mangelnder Fahrgastnachfrage entfällt die Verlänge- nämlich über das Online-Forum auf www.eswe-verkehr.de –rung der Linie 23 über Breckenheim hinaus nach Wildsachsen. beim Busunternehmen an. ESWE Verkehr dankt herzlichAls Ersatz steht mit der neuen Linie 26 eine Anbindung Wild- fürs Mitmachen und Mitgestalten!sachsens über Naurod nach Wiesbaden zur Verfügung.
  • ZWISCHEN DEN JAHREN | SPRÜHKUNST 5LAUTER SAMSTAGE KURZ VORM JAHRESWECHSELIn der Zeit „zwischen den Jahren“ lassen es viele Menschen tra- ber allnächtlich je drei Mal – also nicht nur ein Mal, wie diesditionsgemäß etwas ruhiger angehen. Auch ESWE Verkehr hat normalerweise in Nächten unter der Woche der Fall ist.in den vergangenen Jahren zunehmend festgestellt, dass in Übrigens: Mit nur wenigen Ausnahmen gilt im gesamtenden Tagen nach Weihnachten und vor Silvester deutlich weni- Liniennetz der Samstagsfahrplan auch am Silvestertag – keinger Fahrgäste unterwegs sind als an „normalen“ Arbeitstagen. Wunder, fällt doch der 31. Dezember in diesem Jahr auf einenFolgerichtig fahren auch in diesem Jahr die meisten Busse in Samstag. Ein klein wenig anders sieht die Fahrplanregelungder Zeit vom Dienstag, dem 27. Dezember, bis zum Freitag, dem hingegen an Heiligabend aus, obwohl auch dieser heuer ein30. Dezember, nach dem Samstagsfahrplan. Von dieser Spezial- Samstag ist: Am 24. Dezember verkehren die Busse nur bis etwaregelung ausgenommen sind einzelne Fahrten der Linien 15D 18:30 Uhr nach dem Samstagsfahrplan (auf der Linie 6 gilt diesund 48 (Verbindungen zu den Gewerbegebieten in Delkenheim nur bis etwa 14:00 Uhr). Danach sind dann die Nightliner-Busseund Nordenstadt) sowie Fahrten der Linie 16 (Verbindungen unterwegs, und zwar gemäß einem Sonderfahrplan, der imüber Raiffeisenplatz) und der Linie 45 (Verbindungen vom und neuen Fahrplanbuch 2012 zu finden ist. Abgefragt werden kannzum Mainzer Hauptbahnhof). der Heiligabend-Sonderfahrplan auch bei der Online-Fahrplan-Wenn weniger Menschen morgens zur Arbeit gehen müssen, auskunft auf www.eswe-verkehr.de sowie bei der ebenfallshaben sie abends mehr Zeit fürs Ausgehen. Da kommt es allen rund um die Uhr verfügbaren telefonischen FahrplanauskunftFeierfreudigen zugute, dass die Regelung „Zwischen den Jahren unter der Rufnummer* (01801) 768 46 36 bzw. (01801) rmv info.wird wie samstags gefahren“ auch für die Nightliner gilt: * 3,9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz – MobilfunkpreiseDie Nachtbusse verkehren nämlich vom 27. bis zum 30. Dezem- anbieterabhängig, maximal 42 Cent pro MinuteFROHE FARBEN statt grauen BetonsIn fast jeder Großstadt ist es so: Eine frisch verputzte Mauer lädt Blau- und Grüntöne das Sprühkunstwerk, denn diese Farben il-unfreiwillig dazu ein, besprayt zu werden; das Ergebnis sind lustrieren das vorgegebene Thema „Nachhaltigkeit“ am besten.nicht selten Sprühwerke von zweifelhafter künstlerischer Quali- Im Hintergrund ist eine Naturlandschaft mit Himmel, Bergen,tät. Um einen gegenteiligen Effekt zu erzielen – nämlich echter Wäldern und Wiesen zu sehen, die mit Schriftzügen wie „Ener-Graffitikunst Platz zu bieten und dadurch grau-tristen Beton gie“, „Wasser“ und „Luft“ versehen sind; auch Windräder undunter fröhlich-bunten Farben verschwinden zu lassen –, lud Solar-Panel sind zu erkennen.ESWE Verkehr die Wiesbadener Sprühkunst-Initiative „Aktion Sozialdezernent Axel Imholz wies beim Pressetermin daraufFarbenfroh“ zur Verschönerung einer Mauer am Omnibus- hin, dass es in Wiesbaden nur wenige Möglichkeiten zum legalenbetriebshof ein. Sprayen gebe, weshalb die von ESWE Verkehr initiierte AktionDie Stützmauer entlang der Gartenfeld- und der Mainzer Straße, unbedingt zu begrüßen sei: „Die Graffitis hier sind kein Zeichendie zuvor im Zuge diverser Baumaßnahmen auf dem ESWE- von Vandalismus, vielmehr verwandeln sie ein Stück nackteBetriebsgelände saniert worden war, bot sich aus mehreren Wand in ein Kunstwerk.“Gründen als „steinerne Leinwand“ an: „Mit dieser Aktion möch-ten wir illegalen Graffitis vorbeugen“, erklärte ESWEs Kauf-männischer Geschäftsführer Stefan Burghardt am 10. Oktobergegenüber der Presse, „gleichzeitig bieten wir der in Wiesba-den – gerade hier in unmittelbarer Nähe des KulturzentrumsSchlachthof – sehr aktiven Sprayerszene eine Möglichkeit, sichkünstlerisch zu verewigen.“In enger Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Sozialdezer-nat waren die Skizzen jener Motive ausgewählt worden, diedann ab Anfang Oktober von insgesamt neun jungen Sprayernauf die rund 150 Quadratmeter große Mauerfläche aufgebrachtwurden. „Die Skizzen stellen einen inhaltlichen Zusammenhangzu den Umweltschutzthemen her, die bei ESWE Verkehr zuneh-mend eine große Rolle spielen“, betonte Claudia Teixeira, die Blauer Himmel und blaue Graffiti-Mauer strahlen mit den Akteuren um die Wette: Claudia Teixeira, „Aktion Farbenfroh“; Stefan Burghardt, Kaufmänni-stellvertretend für „Aktion Farbenfroh“-Koordinator Manuel scher Geschäftsführer ESWE Verkehr; Simon Tresbach, „Aktion Farbenfroh“;Gerullis den Leitgedanken der Aktion erläuterte. So dominieren sowie Axel Imholz, Sozialdezernent Wiesbaden (v. l. n. r.)
  • 6 E-TICKET | NEROBERG-HALLOWEENAB AUGUST 2012: Der ESWE-Fahrschein wird elektronischWas im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) schritt- Lesegeräts mit sich führen werden – denn die ab Jahresanfang 2012weise zum 1. Januar 2012 beginnt, steht in Wiesbaden ab dem in anderen RMV-Gegenden ausgegebenen eTickets müssen natür-kommenden Sommer auf der Tagesordnung: die Einführung des lich auch in Wiesbaden gelesen und geprüft werden können.sogenannten „eTickets“, des elektronischen Fahrausweis im Scheck- Schon jetzt informiert ESWE Verkehr ihre Kunden ausführlich überkartenformat. Ab dem 1. August 2012 wird ESWE Verkehr nach und die kommende Neuerung: Auf www.eswe-verkehr.de/eTicket sindnach alle Inhaber von Jahreskarten und Abonnements (inklusive online stets aktuelle Informationen zu finden, außerdem gibt esder jeweiligen „9 Uhr“-Varianten) auf das eTicket umstellen. Zu dort ein Kontaktformular, über das interessierte Fahrgäste ihreeinem späteren Zeitpunkt wird die Umstellung dann auch bei der Fragen stellen können. Und nicht zuletzt bietet auch das Online-CleverCard, der FirmenCard und den sonstigen Zeitkarten erfolgen. Forum in der „Meine ESWE“-Community auf der Unternehmens-„Eigentlich wird nur das Aussehen des Fahrscheins demnächst ein Website eine gute Möglichkeit, auf Fragen Antworten zu erhalten.anderes sein“, betont Holger Elze, Fachbereichsleiter Rechnungs-wesen bei ESWE Verkehr, „am Inhalt des vom Kunden genutzten Auch künftig wird täglich ab 20:00 Uhr sowie sonn- und feiertagsTicketprodukts ändert sich hingegen nichts.“ So wird es für Abonne- bis 12:00 Uhr der Fahrausweis beim Einsteigen an der vorderenmentkunden auch künftig die Auswahl zwischen einer nicht Tür vom Fahrer geprüft. Beim herkömmlichen Papierfahrscheinpersonalisierten (also übertragbaren) Ticketvariante und einerpersonalisierten (also nicht übertragbaren) Ticketversion mit Licht- geschieht dies bisher per sogenannter Sichtkontrolle; in Zukunftbild und Kundenname geben. Für die Einführung des eTickets wird die Gültigkeitsprüfung – da auf dem eTicket die prüfrele-müssen bei ESWE Verkehr vor allem die notwendigen technischen vanten Informationen nicht aufgedruckt, sondern „unsichtbar“Voraussetzungen geschaffen werden. Daher werden in Kürze alle elektronisch hinterlegt sind – vom Lesegerät am BordcomputerESWE-Busse ebenso mit einem eTicket-Lesegerät ausgestattet sein des Busfahrers vorgenommen.wie die Fahrausweisprüfer, die schon bald eine mobile Variante desZUM FÜRCHTEN SCHÖN: Halloween auf dem Neroberg sorgten in diesem Jahr unter anderem die Jugend- und Showband „Castellum“, die Kindertanzgruppe „Margaritas“ sowie der Lieder- macher und Zauberer Herbert Cartus. Ebenfalls schon traditionell mit von der Partie war Schauspieler Dieter Schaad, der sein Publi- kum mit Gruselgeschichten begeisterte. Für Speis und Trank war auch diesmal wieder die Fichter Kerbegesellschaft zuständig – für jeden Geschmack hielten die fleißigen Helfer etwas Kulinarisch- Leckeres bereit. Über ein besonderes Geschenk konnte sich Hanna Dietrich freu- en: Sie siegte beim Halloween-Kostümwettbewerb und erhielt dafür nicht nur ein Spiel und einen Teddy geschenkt, sondernSchreck lass nach: Schauriges „Gegrusel“ war angesagt am 30. Oktober auf dem darf in der gesamten kommenden Fahrsaison kostenlos mit derNeroberg (Bildquelle: wiesbadenaktuell.de) Nerobergbahn fahren.Am Sonntag, dem 30. Oktober, verwandelte sich Wiesbadens Einige fotografische Impressionen vom Gruselsonntag auf demHausberg wieder einmal in einen schrecklich-schönen Grusel- Neroberg hat ESWE Verkehr in einer Online-Galerie auf der Foto-berg: Schon im neunten Jahr in Folge trafen sich allerlei Hexen, plattform Flickr festgehalten. Die Web-Adresse der ESWE-Flickr-Gespenster, Vampire, Zauberer und viele weitere unheimliche Seite lautet: www.flickr.com/esweverkehrGestalten zu „Halloween auf dem Neroberg“, dem traditions-reichen Familien-Event, das abermals gemeinsam von ESWE Rekord: Fast 270.000 FahrgästeVerkehr, der Nerobergbahn und dem Verein der Freunde und Ein wahrhaft goldener Oktober sowie die große Beliebtheit beiFörderer der Nerobergbahn organisiert worden war und tradi- Touristen haben dafür gesorgt, dass Europas zweitälteste wasser-tionell den Schlusspunkt unter die diesjährige Fahrsaison der ballastbetriebene Drahtseil-Zahnstangenbahn auch im Jahr 2011Bahn setzte. einen Besucherrekord verzeichnen konnte: Von April bis OktoberVom Stockbrotbraten übers Kürbisschnitzen und Kinderschmin- sind genau 269.983 Passagiere mit der Nerobergbahn gefahren.ken bis hin zum Mitsingen und Mittanzen bei den musikalischen Das ist ein Anstieg um etwa 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr,Darbietungen: Mehr als 5.000 junge und alte Grusel-Fans hatten als rund 256.000 Fahrgäste gezählt wurden.ihren „mordsmäßigen“ Spaß. Für schaurig-geniale Unterhaltung
  • NEUE WARTEHALLEN 7SCHUTZ VOR REGEN UND SCHNEE:Neue Fahrgast-Unterstände an Verkehrsknotenpunkten eingeweihtGerade in der kalten Jahreszeit sorgen sie für den nötigen also zu den am stärksten frequentierten Busstationen in Wies-Schutz vor den Launen der Witterung: Die Wartehäuschen baden. „Nun sind alle Großhaltestellen in Wiesbadens Stadtzen-an Bushaltestellen, offiziell „Wartehallen“ genannt, schützen trum modernisiert und barrierefrei ausgebaut“, erklärte Uwedie Fahrgäste bei Wind und Wetter. An zwei verkehrsneural- Cramer, Technischer Geschäftsführer bei ESWE Verkehr, erfreut.gischen Knotenpunkten des Wiesbadener Nahverkehrsnetzes, Rund 320.000 Euro hat der Umbau des Bussteigs B gekostet, dernämlich am Platz der deutschen Einheit und am Hauptbahn- nicht nur optisch verschönert wurde, sondern auch mit prak-hof, wurden vor kurzem neu errichtete, größere und moder- tischen Sicherheitsfunktionen aufgewertet wurde – etwa mitnere Fahrgast-Unterstände eingeweiht. erhöhten Bordsteinkanten zum bequemen Ein- und Aussteigen.Sitzplätze sind ebenso vorhanden wie eine Innenbeleuchtung Das umfassende Modernisierungs- und Neubauprogrammsowie ausführliche Fahrgastinformationstafeln, und insgesamt beschränkt sich übrigens keineswegs auf Wartehallen-Stand-wirkt die transparente Gestaltung freundlich und einladend – orte in der Innenstadt, vielmehr ist das gesamte Stadtgebietdie Optik der neuen Wartehallen zeigt deutlich, dass aus Sicht in dieses Programm eingebunden: siehe Seite 17 in diesemvon ESWE Verkehr auch der wartende Fahrgast als Kunde wert- INFOMOBIL.zuschätzen ist, der mehr braucht als nur ein einfaches Dachüber dem Kopf. Umso mehr freut man sich bei den Verkehrs-betrieben, dass hochmoderne Wartehallen an zwei verkehrs-strategisch enorm wichtigen Stellen aufgestellt und in Betriebgenommen werden konnten.Am Platz der deutschen Einheit, genauer: am dortigen Bus-steig C – dieser befindet sich in der Schwalbacher Straße inFahrtrichtung Michelsberg, in Höhe des Ein- und Ausgangs derCity-Passage –, wurden Ende September gleich zwei Unter-stände des neuen Typs eingeweiht. Auch Wiesbadens Oberbür-germeister Dr. Helmut Müller war der feierlichen Eröffnungzugegen; er betonte: „Nicht nur moderne Busse und kunden- Wartehallen-Einweihung am Platz der deutschen Einheit: Uwe Cramer, Techni-orientierte Vertriebseinrichtungen sind für den Fahrgast scher Geschäftsführer von ESWE Verkehr, Verkehrsdezernentin Sigrid Möricke,wichtig, sondern auch eine witterungsgeschützte Unterstell- Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller sowie Daniel Wall, Vorstandsvorsitzen- der der Wall AG (v. l. n. r.)möglichkeit für die Wartezeit zum Ein- und Umsteigen.“Dass die neue Wartehallen an Ort und Stelle errichtet wurden,war eines der ersten sichtbaren Ergebnisse des Werbenutzungs-vertrags, den die Stadt Wiesbaden mit der Wall AG geschlossenhatte und der neben vielen anderen Werbeflächen im Stadt-bild auch die Bushaltestellen-Wartehäuschen betrifft. Derensogenannte „Fahrgast-Informationsvitrine“ misst 0,98 mal1,20 Meter; insgesamt entspricht die Größe beider neuen Unter-stände am C-Bussteig des Einheits-Platzes den Standardmaßenaller künftigen Wartehallen: 4,35 Meter breit und 1,55 Meter tief(Dachtiefe: 1,80 Meter).Ebenfalls komplett umgebaut und mit einer neuen Warte-halle versehen wurde der Bussteig B am Wiesbadener Haupt-bahnhof. Etwa drei Monate lang dauerte die Modernisierungder Haltestelle, die in der Bahnhofstraße an der Reisinger-Anlage, in Richtung Innenstadt zeigend, gewissermaßen dasEinfallstor für viele am Hauptbahnhof ankommende Wies-baden-Besucher bildet. Wartehallen-Einweihung am Hauptbahnhof: Torsten Schön vom Architekten- büro Schön & Rückoldt, Roland Presber, Ortsvorsteher Wiesbaden-Mitte,Rund 24.000 Fahrgäste nutzen täglich die vier Nahverkehrs-Bus- Verkehrsdezernentin Sigrid Möricke, Uwe Cramer, Technischer Geschäftsführersteige am Hauptbahnhof; allein am Bussteig B halten täg-lich von ESWE Verkehr, sowie Andreas Knüttel, Ortsvorsteher Wiesbaden-Südost (v. l. n. r.)etwa 600 Busse – die Haltestelle „Hauptbahnhof“ zählt
  • 8 EINSATZ FÜR DIE FAHRPLANTÜFTLER | TEIL 4DER „TAG X“ beginnt morgens um drei Auch hierbei drängt die Zeit, denn ESWEs Streckendienst-Team steht bereits in den Startlöchern, um die Pläne nach einem aus- geklügelten System zu sortieren und – je nach Aushangort – teilweise mit Magneten zu bestücken. Mittlerweile sind wir in der zweiten Novemberhälfte angekom- men. Etwa drei Wochen vor dem Fahrplanwechseltag werden die Fahrplandaten aus dem Fahr- und Dienstplanprogramm „IVU.plan“ in das Rechnergesteuerte Betriebsleitsystem (RBL) exportiert, also übertragen. Im Detail handelt es sich bei diesen Daten um die Kurspläne, die Anschlüsse, die Bus-Zielanzeigen, die Haltestellenansagen, die Ampelsteuerungen – und um einiges mehr. Benötigt werden diese Daten von den Bordrechnern, mit denen jeder Bus ausgerüstet ist. Daher werden die Daten, nachdem sie im RBL-System nochmals von Hand nachbearbeitet wurden, etwa fünf Tage vor Fahrplanwechsel auf die Fahrzeuge übertragen; dies geschieht per WLAN. Damit sie nicht zu früh ihre Wirkung entfalten, sind die Daten für die Bordrechner mit Startdatum und -uhrzeit versehen: Am Tag des Fahrplanwechsels werden sie exakt um 3:45 Uhr morgens automatisch „scharf“Die INFOMOBIL-„Fahrplantüftler“-Artikelserie endete beim geschaltet und damit für ab sofort gültig erklärt.letzten Mal damit, dass der Druckprozess des Fahrplanbuchs in Parallel zur Übertragung der Daten auf die Bordrechner werdenGang gesetzt wurde. Von nun an wird’s allmählich spannend: die gleichen Daten auf den Server der Verkehrsleitzentrale über-Alles fiebert dem „magischen Datum“, dem Tag des Fahrplan- spielt, sodass die dortigen Disponenten auch nach dem Fahr-wechsels entgegen. planwechsel jederzeit den Standort der Fahrzeuge verfolgen können. Gleichzeitig werden die FahrgastinformationsanzeigenDas Fahrplanbuch ist in Druck, ist also keine „offene Baustelle“ an den Haltestellen mit den neuen Fahrplandaten versorgt. Dankmehr – höchste Zeit, sich den anderen noch zu erledigenden des ständigen Datenabgleichs der jeweiligen FahrzeugstandorteAufgaben zuzuwenden. melden diese Anzeigen stets die tatsächliche Abfahrtszeit.Jetzt, wir befinden uns ungefähr am Monatswechsel Oktober/ Sache der Verkehrsleitzentrale ist es ebenfalls, die Vorberei-November, verbleiben bis zum „magischen Datum“, dem Tag des tungen für den reibungslosen Übergang der FahrzeugeinteilungFahrplanwechsels, noch etwa sechs Wochen. Diese Zeit muss zu treffen. Im Vorfeld des Fahrplanwechsels muss ein Verkehrs-genutzt werden, um sage und schreibe rund 2.300 Aushangfahr- meister anhand der neuen Fahrplandaten die sogenannte „Tafel“pläne – jeder Busnutzer kennt diese linienbezogenen Aushänge für die nächtliche Fahrzeugeinteilung überarbeiten, damit allevon „seiner“ Haltestelle – zu erstellen. Hierfür wird einmal mehr Busse – Solowagen oder Gelenkfahrzeuge – typgerecht eingeteiltdas „DIVA“-Programm zurate gezogen (aufmerksame Leser wer- werden können. Auch der Bereich Fahrzeugeinsatz bekommtden sich erinnern: das „Dialoggesteuerte Verkehrsmanagement- Arbeit: Hier müssen rechtzeitig die neuen Kurspläne für alleund Auskunftssystem“, kurz: „DIVA“, kommt immer dann zum Betriebstage so zusammengestellt werden, dass jeder Kurs vomEinsatz, wenn es gilt, Haltestellendaten wie zum Beispiel Name Zeitpunkt der Ausfahrt aus dem Betriebshof bis zur Rückkunftoder Standort zu bearbeiten). alle notwendigen Unterlagen komplett mitführt, zum BeispielVon allen 50 Linien des hiesigen Nahverkehrsnetzes, einschließ- auch eventuelle Umleitungshinweise. Der Fahrzeugeinsatz prüftlich Schulbus- und Anrufsammeltaxi-Verkehre, müssen mit außerdem die neuen Kurspläne noch einmal auf Vollständigkeit.„DIVA“-Hilfe neue Aushangpläne hergestellt werden; hierzu ist Und dann ist er da: der „Tag X“, der Tag des Fahrplanwechsels.es notwendig, jede Linie erneut einzeln „anzufassen“. Auf den Mit Taschenlampen, Schraubendrehern und Brecheisen „be-Aushangplänen werden noch einmal Texte, Fußnoten und Hin- waffnet“ brechen die „Aushangfahrplanwechsler“ gegenweise bearbeitet; zum Teil werden sie von Hand markiert, damit 3:00 Uhr früh auf und kämpfen bei Wind und Wetter gegen dieden Fahrgästen kein wichtiger Hinweis entgeht. (Übrigens: Die Zeit und die Dunkelheit. Dem Team, das da heinzelmännchenar-Aushangfahrpläne aller Haltestellen stehen stets auf www.eswe- tig des Nachts unterwegs ist, um die Fahrpläne an den Haltestel-verkehr.de in der Rubrik „Fahrpläne und Linien“ zum kostenlosen len auszutauschen, gehören nicht nur die Streckendienstler, son-Download zur Verfügung.) dern auch Mitarbeiter des Fahrdienstes und der VerkehrsplanungSind die circa 2.300 Aushangfahrpläne erstellt und ausgedruckt an – auch dieser letzte Mosaikstein des „Gesamtkunstwerksworden, werden sie einzeln eingeschweißt – dies geschieht nicht Fahrplanwechsel“ ist also eine echte Gemeinschaftsleistung.etwa maschinell, sondern Stück für Stück in echter Handarbeit.
  • CLEVERCARD-CASTING | WINTER-BUSERLEBNIS 9NINA LOTTE ist das „CleverCard-Gesicht 2012“ als 40 Kandidaten durchsetzen konnte. Fünf Wochen lang hatte sich die Münchnerin dem Votum der Besucher der Facebook- Fanpage von ESWE Verkehr gestellt; und nachdem sie am Ende gemäß Stimmenanzahl zu den zehn bestplatzierten Bewerbern gehörte, entschied sich eine Fachjury schließlich für Nina. „Meine Freundinnen sind ganz schön neidisch“, gab der Nachwuchs-Werbestar vor dem Foto-Shooting augenzwinkernd zu Protokoll. Während am Set die letzten Vorbereitungen liefen, war einer schon vor dem ersten Blitzlichtflackern mit der Ge- winnerin sehr zufrieden: Sebastian Nebel, der bei ESWE Verkehr gerade seine Ausbildung zum Industriekaufmann abschließt und die Idee zum „CleverCard CoverCasting“ hatte. Er hält Nina für genau die richtige Wahl: „Sie kommt supergut rüber, ist sehr sympathisch und hat alles, was wir uns vom CleverCard- Gesicht für Wiesbaden erwartet haben.“ Und dann ging’s los: Nina wurde vor einer weißen Wand in Stel- lung gebracht, die Scheinwerfer wurden ein letztes Mal ausge-Ein Fotostudio an einem ungewöhnlichen Ort, eine strahlende richtet, und dann nahm Fotograf Roger das Zepter in die Hand.Gewinnerin und eine Menge toller Bilder – so kann man den Mit kurzen, gezielten Anweisungen gab er der 19-Jährigen vor,besonderen Tag zusammenfassen, den Nina Lotte vor kurzem was sie tun solle: „Kopf hoch! Ein Stück wieder runter! Mehrin Wiesbaden erlebte. Die 19-jährige Münchnerin ist die Gewin- Lächeln! Stopp, zuviel!“ Während der Profi-Fotograf scheinbarnerin des im vergangenen INFOMOBIL vorgestellten „CleverCard pausenlos den Auslöser seiner Kamera betätigte, löste NinaCoverCastings 2011“. Ihr Preis: ein professionelles Shooting beim jede Aufgabe ausgesprochen souverän.Wiesbadener Fotografen Roger Richter, der Nina als „Clever-Card-Gesicht 2012“ gekonnt in Szene setzte. Am Ende des langen Nachmittags konnte sich das Ergebnis im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Als Zusatzpreis durfteAn einem Donnerstag Ende Oktober war es soweit: Nina, an- Nina noch ein nagelneues iPad 2 mit in ihre bayerische Heimatgehende Abiturientin, wurde als neues Aushängeschild für die nehmen – darauf kann sie nun all ihren Freundinnen zeigen, wasCleverCard, die Jahreskarte von ESWE Verkehr für Schüler und an diesem Oktober-Donnerstag in Wiesbaden entstanden ist.Auszubildende, in Richters Atelier im alten Kasteler Bahnhofabgelichtet. Die fertigen Bilder zeigen die junge Münchnerinab etwa Mitte Dezember wiesbadenweit auf vielen CleverCard- VIDEO-TIPPWerbemitteln, zum Beispiel auf der Infobroschüre „Die Clever-Card für Auszubildende“. Filmische Impressionen vom Foto-Shooting mit Nina Lotte Im zeigt ein Videobeitrag auf dem YouTube-Kanal von ESWENina avancierte zum neuen CleverCard-Gesicht, weil sie sich bei Verkehr: www.youtube.com/esweverkehreiner Abstimmung im Online-Netzwerk Facebook unter mehrPINOCCHIO FREUT SICH auf Wettbewerbs-GewinnerMitte Oktober rief ESWE Verkehr die vielen jungen Fahrgäste im Haus des Staatstheaters zu sehen.Alter zwischen sechs und 14 Jahren auf, ihr schönstes „Winter- Termin-Infos gibt’s online:Buserlebnis“ zu malen, zu basteln, zu filmen oder sonst wie zu www.staatstheater-wiesbaden.degestalten und dann einzusenden. Die vier schönsten Beiträge Übrigens: Auch das Staatstheaterwurden Ende November von einer fachkundigen Jury prämiert. selbst hatte zu einem Wettbe-Die Gewinner, die übrigens alle mit handgemalten Bildern werb aufgerufen – es galt, dieüberzeugten, können sich über jeweils vier Eintrittskarten für originellsten „Pinocchio“-Nasendas diesjährige Weihnachtsmärchen „Pinocchio“ im Wiesbade- zu fotografieren. Die Gewinner-ner Staatstheater freuen. fotos werden zurzeit in denAber auch allen anderen sei die liebevoll inszenierte Geschichte beiden Kulturlinie-Bussen vonum das Holzmännchen mit der langen „Lügen-Nase“ wärmstens ESWE Verkehr ausgestellt.empfohlen: „Pinocchio“ ist noch bis zum 5. Januar im Großen
  • 10 HALTESTELLEN-SPAZIERGANGDIE BIO-DOMÄNE und die Ex-RennbahnUnerwartetes empfängt den Domänen-Besucher: Ein wahres Idyll für Flora und Fauna (Bildquelle: Domäne Mechtildshausen)Rund um den US-amerikanischen Militärflughafen in Wies- Hofladen sowie eine Metzgerei, eine Bäckerei, ein Café, einebaden-Erbenheim gibt’s viel Interessantes zu entdecken und Weinstube, ein Restaurant und sogar ein kleines Hotel. Man hatmanch Überraschendes zu erfahren. Mit der ESWE-Linie 28 als Besucher also mehr als nur eine Möglichkeit, für sein leib-gelangt man bequem an den Ausgangspunkt eines überaus liches Wohl zu sorgen, bevor man den Spaziergang fortsetzt.aufschlussreichen INFOMOBIL-Haltestellenspaziergangs. Der Weg führt nun in nordwestlicher Richtung entlang derUnmittelbar am Start des Spaziergangs wird man beinahe Zubringerstraße des Flugplatzgeländes, die man auf etwazwangsläufig darauf aufmerksam, dass manches, was man fest halber Strecke rechts abknickend verlässt, um durch die Felderzu wissen glaubt, dennoch grundfalsch sein kann. Nachdem dem ausgeschilderten Radwanderweg R 6 nach Erbenheim zuman den 28er-Bus an der Haltestelle „Domäne Mechtildshau- folgen. Bald erreicht man den Erbenheimer Friedhof; ab hiersen“ verlassen hat, fällt einem bei näherem Hinsehen auf, dass bleibt man auf dem Mittelpfad – um kurz darauf eine Straßesich – entgegen landläufiger Annahme – die Dame „Mechtild“ zu erreichen, deren Name für ein kaum bekanntes Kapitel derim Domänennamen tatsächlich ohne „h“ schreibt. Die zweite Wiesbadener Stadtgeschichte steht.fälschliche Annahme, ebenso weit verbreitet wie die erste, Die Rennbahnstraße nämlich besagt nicht weniger als dass sichbesteht darin zu glauben, man befinde sich beim Besuch der genau dort, wo heute die Flugzeuge der US-Luftwaffe startenDomäne Mechtildshausen in Erbenheim. Irrtum! Während und landen, einst Wiesbadens Pferderennbahn befand. Annodas gegenüber liegende US-amerikanische Flugplatzgelände – 1910 war sie, nach dreijähriger Bauzeit, eröffnet worden – weilzumindest größtenteils – auf Erbenheimer Grund und Boden zu einer mondänen Weltkurstadt, so die damalige Meinung,liegt, gehört das Domänenareal vollständig zum Territorium nun einmal der Glamour rassiger Vollblüter, immens hoherDelkenheims … „Wieder was gelernt“, möchte man da sagen. Preisgelder und wagenradgroßer Damenhüte gehörte. Doch derMan betritt also das großzügig angelegte Hofgut, das schon Glanz währte nur knapp 20 Jahre: 1929 wurde das Areal zumzur Merowingerzeit als Gerichtsstätte eine bedeutende Rolle Fluggelände umfunktioniert, das zunächst als ziviler Verkehrs-spielte. Seit 1987 ist die landeseigene Domäne an die Wiesbade- flugplatz, später dann als Militärflughafen und Stützpunkt derner Jugendwerkstatt verpachtet, die die Einrichtung – im Rah- deutschen Luftwaffe diente.men ihrer Arbeit mit verhaltensauffälligen Jugendlichen – nach Nach Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die US Air Forceund nach der Bio-Landwirtschaft zuführte. 1992 erfolgte die das Erbenheimer Fluggelände, das 1948/49 noch einmal histo-offizielle Anerkennung als „Bioland“-Betrieb. Die in Mechtilds- rische Bedeutung erlangte: Denn unter anderem von Erben-hausen bewirtschaftete Fläche beträgt 185 Hektar; zusammen heim aus flogen US-Piloten im Zuge der „Luftbrücke“ Millionenmit drei anderen Standorten in und um Wiesbaden verfügt von Hilfspaketen in das von der sowjetischen Militärmachtdie Domäne über insgesamt rund 650 Hektar. Die hauseige- abgeriegelte Berlin – die legendären „Rosinenbomber“ kamennen Erzeugnisse werden übrigens auch auf dem Wiesbadener also auch aus Wiesbaden!Wochenmarkt verkauft, wo sie sich stets großen Zuspruchs Ende des geschichtlichen Exkurses, Ende des Spaziergangs. Anerfreuen. der Haltestelle „Rennbahnstraße“ besteigt man wieder die LinieHier am Delkenheimer Domänen-Hauptsitz findet der Spazier- 28, um entweder in Richtung Mainz oder in Richtung Wiesba-gänger neben Gewächshäusern und den Ställen der berühm- den-Innenstadt zu fahren.ten, direkt vor Ort gezüchteten Charolais-Rinder einen großen
  • GEWINNER UND GEWINNEVon bemalten Bussenund gesuchten WassertürmenMit einem großen Dank an alle Teilnehmer löst die INFO-MOBIL-Redaktion an dieser Stelle zwei Gewinnspiele aus Der Bingert-Wasserturm spielt in der ESWE-Historie,den letzten Ausgaben auf und gratuliert den glücklichen vor allem in der Geschichte des Funkverkehrs, eineSiegern sehr herzlich – los geht’s! ganz besondere Rolle. Näheres hierzu wird das nächs- te INFOMOBIL 01/2012 berichten.Gewinnspiel „Werden Sie ‚Busgestalter’!“(INFOMOBIL 01/2011)Im Rahmen des Wiesbadener Stadtfests wurden sie am24. September öffentlich prämiert: die Hauptgewinner Die drei Gewinner des Fotowettbewerbs „Fahrplandes großen „Busgestalter“-Wettbewerbs. Und weil Bilder sucht Foto“ aus dem INFOMOBIL 02/2011 wurdenbekanntlich mehr als Worte sagen, folgt hier sogleich bereits in der vergangenen Ausgabe 03/2011 be-der Blick auf die drei von einer fachkundigen Jury ausge- kanntgegeben. Das aktuell vorliegende Heft 04/2011wählten und anschließend auf drei Seiten eines Busses berichtet nun darüber, was sich aus dem Fotowett-aufgebrachten Siegermotive: bewerb ergeben hat: siehe Seite 16.1. Platz: Joachim Riemann2. Platz: Irma Meyer3. Platz: Heidi KretzerGewinnspiel „Bauwerk suchen, Linien ermitteln, Würfel-spiel gewinnen!“ (INFOMOBIL 03/2011) 2 2. PlatzGanz klar: Bei dem abgebildeten Bauwerk handelte es sichum den weithin sichtbaren Bingert-Wasserturm, oberhalbvon Bierstadt gelegen, dennoch zu Rambach gehörend.Das Gewinnspiel fragte allerdings nicht nach dem Namendes Gebäudes, sondern nach den drei ESWE-Buslinien, diedort vorbeifahren. Die richtige Lösung lautete: 21, 22, N11.Je ein Exemplar des rasanten Würfelspiels „Unterwegs inBierstadt“ haben gewonnen: Gerhard Baukrowitz, Micha-el Braun, Stefan Hänel, Eva Klingel, Holger Kretzer, MonikaLöser, Anne Pelka-Hoffmann, Silke Reise, Gabi Waber undRita Wilcke – herzlichen Glückwunsch! 3 3. Platz 1 1. Platz
  • 12 BUSTRAINING | ONLINE-VIDEOSDAS „WIE“ ERKLÄREN, um Mut zu machen Organisieren von Ausflügen, hatte daher die Idee, für interessier- te Bewohner des Biebricher Traditionshauses ein Bustraining zu veranstalten – mit dem Ziel, die Hemmschwelle vor dem Einsteigen in einen Bus abzubauen. Sandra Lemkes entsprechende Anfrage bei ESWE Verkehr wurde rasch positiv beantwortet, und so manövrierte ESWE-Fahrer Ottmar Seliger am 19. September seinen Zwölf-Meter-Bus millimeter- genau (Hut ab!) in den engen Hof des Katharinenstifts, um dort (später auch am Schiersteiner Hafen) einen Vormittag lang zu erläutern und zu demonstrieren, wie man auch als Gehbehinderter oder Rollstuhlfahrer gefahrlos den Bus nutzen kann.Hat sein Publikum gefunden: Ottmar Seliger als „Bustrainer“ im Hof desKatharinenstifts Vom richtigen Abstellort des „Rollis“ im Businnern („Aus Sicher-Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, sollte eigentlich keine Frage heitsgründen bitte immer entgegen der Fahrtrichtung!“) über dasdes persönlichen Mutes sein. Und doch schrecken vor allem geh- Ausklappen der Rollstuhlrampe („Bitte stets seitlich warten, weilbehinderte Menschen und auch Rollstuhlfahrer bisweilen davor sonst der Rollstuhl die Rampe blockiert!“) bis hin zum dringendenzurück, mit dem Bus zu fahren, „denn Nervosität, Unsicherheit und Gebot, im Bus niemals auf dem Rollator sitzenzubleiben („Sie he-Ängste münden nicht selten in eine Stresssituation, die Menschen ben ab, wenn der Busfahrer scharf bremsen muss!“), sprach Seligermit einer Gehbehinderung dazu verleiten kann, auf die Fahrt mit alle potenziell heiklen Situationen an. Damit sorgte er nicht nurdem Bus – und damit aber leider auch auf manche Teilhabe am für so manche Aha-Erkenntnis bei seinen Zuhörern, Ottmar Seligeröffentlichen Leben – zu verzichten.“ Die dieses sagt, ist Sandra erntete am Ende des Vormittags auch jede Menge Dank für seineLemke. Die Mitarbeiterin des Seniorenzentrums Katharinenstift Geduld und fürs Mutmachen.in Wiesbaden-Biebrich, zuständig dort unter anderem für das„UND BITTE!“ – Bewegte Einblicke hinter die ESWE-Kulissen„Und bitte!“: Immer wenn diese Aufforderung irgendwo in einem und Social-Media-Manager des Unternehmens ist ein großer FanBus oder auf dem Betriebsgelände von ESWE Verkehr zu hören professionell produzierter Videoclips: „Bilder sagen nun einmalist, ist das ein untrügliches Indiz dafür, dass in der Nähe gerade mehr als Worte. Die Filme unterstützen daher auf perfekte WeiseFilmaufnahmen stattfinden. Meist ist es Jakobus Schneider, der unser Ziel, die Fahrgäste über alles, was wir tun, umfassend, also„Und bitte!“ ruft. Der Kameramann der Wiesbadener Filmprodukti- auch auf möglichst vielen unterschiedlichen Wegen zu informieren.“onsfirma Servus Entertainment gibt damit das Signal, dass er nun Die Mitarbeiter von ESWE Verkehr zeigen sich durchweg begeistert,mit der Videoaufzeichnung beginnt. Für die Darsteller heißt das, wenn sie als Darsteller gefragt sind: Sie empfinden es als besonde-dass sie ab jetzt auf Schritt und Tritt und bei jeder Handbewegung re Wertschätzung, auch auf diese Weise ihrem Unternehmen einfilmisch begleitet werden. Die Akteure sind jedoch keine Profis, son- Gesicht geben zu können. Und wenn es mittels der bewegten Bilderdern die Mitarbeiter von ESWE Verkehr. Busfahrer, Verkehrsmeister, dann auch noch gelingt, beim Zuschauer ein größeres VerständnisGeschäftsleitung: Alle holt sich Jakobus Schneider im Auftrag des für manche Betriebsabläufe zu wecken, ist allen Seiten gedient.Verkehrsunternehmens vor die Linse. „Wir wollen dem Zuschauerin kurzen Filmen einen Blick hinter die spannenden Kulissen vonESWE Verkehr ermöglichen“, erklärt der Kameramann die Herange- VIDEO-TIPPhensweise seines Teams. Den ESWE-Verkehr-Kanal auf YouTube erreicht man unter: ESWE-VIn den jeweils drei- bis achtminütigen Clips, die kostenlos auf der www.youtube.com/esweverkehrInternet-Videoplattform YouTube angeschaut werden können –ESWE Verkehr betreibt auf YouTube einen eigenen „Filmkanal“ –,wurden schon vielerlei Themen beleuchtet. Besondere Beachtungfanden zuletzt die Vorstellung des neuen Elektrobusses in Wiesba-den sowie die Dokumentation „Ein Tag im Leben eines Busfahrers“,die schon mehrere tausend Mal abgerufen wurde. Hierfür hattedas Servus-Team zwei Fahrer und eine Fahrerin einen ganzen Taglang begleitet und das Erlebte filmisch festgehalten. Die Idee, einenESWE-eigenen YouTube-Kanal ins Leben zu rufen und damit einVorzeigeprojekt zu etablieren, hatte Thorsten Kurz. Der Internet-
  • UMLEITUNGS-KOMMUNIKATION | RUDIS GEBABBEL 13 3 FRAGEN AN ... 1 Wie erfährt ESWE Verkehr überhaupt von not- die detaillierten Umleitungsinformationen auf wendig werdenden Umleitungen? und geben sie dann an die aktuelle Tagespresse Grundsätzlich laufen diese Informationen zu- weiter, wo sie in aller Regel auch erscheinen. Pro nächst bei meinen Kollegen von der Verkehrs- Jahr veröffentlichen wir auf diesem Weg rund steuerung auf, die regelmäßig von den Behör- 70 Verkehrsmeldungen. den beispielsweise über geplante Baumaßnah- 3 Wenn ich aber keine Tageszeitung abonniert men oder Veranstaltungen unterrichtet werden. habe: Wie erfahre ich dann von den Beeinträch- Sodann konzipieren unsere Experten – oftmals tigungen? nach einem Besuch vor Ort – eine passende Um- Aktuelle Verkehrsmeldungen findet man immer leitung für den fraglichen Zeitraum. Danach auch auf unserer Internetseite www.eswe-ver-·> MELANIE SCHAUSS werden detaillierte Informationsblätter für die kehr.de in der Rubrik „News“. Dort stehen stetsAls stellvertretende Presse- Fahrer erstellt, auf denen Umleitungsweg und alle Informationen nutzerfreundlich zusam-sprecherin von ESWE Verkehr -dauer genau beschrieben sind. Manchmal mengefasst zur Verfügung, meist sogar umist Melanie Schauß unter an- kommt es jedoch auch vor, dass Umleitungen eine praktische Umleitungskarte ergänzt. Allederem dafür zuständig, dass zeitlich verlängert werden müssen oder dass Umleitungen – auch jene, die infolge einesdie Medien und damit auch wir über Baumaßnahmen im Vorfeld nicht tagesaktuellen Ereignisses, etwa einer spon-die Fahrgäste stets über aktu- informiert wurden. In solchen Fällen melden tanen Demonstration, nur von kurzer Dauerelle Linienwegs-Umleitungen unsere Fahrer oder Verkehrsmeister die Beein- sind – sind außerdem im LiveTicker auf unsererinformiert sind. trächtigung an die Verkehrssteuerung weiter. Website sowie via „Meine ESWE“-App für iPho- 2 Und wie gelangen diese Informationen dann an ne, iPad, iPod touch und Android-Geräte abruf- den Fahrgast? bar. Darüber hinaus weisen wir auch in unse- Falls infolge einer Umleitung beispielsweise be- rem regelmäßigen E-Mail-Newsletter auf wich- stimmte Haltestellen vorübergehend nicht an- tige Umleitungen hin; und nicht zuletzt wissen gefahren werden können, informieren wir die auch unsere Fahrer und Mobilitätsberater Be- Fahrgäste per Aushang an den betroffenen scheid und stehen für Fragen zur Verfügung. Haltestellen selbst. Vor allem aber bereiten wirGude, Ihr Leut, nach Delgeheim gefahrn, unn zwar mit de Linie 48 – da habb isch de vorherische Linie 24 also schon dobbeld gesehn … Uffwart Ihr letztens aach so glühwoi-beseelt als wie isch? Isch war dem Woinachtsmärktsche in Delgeheim hatte mer dann nocham erste Adventssonndaach mit de Roswitha, maaner Fraa, uff zwaa Kräppes und de aan oder annere Eierpunsch. Am End hatde klaane Woihnachtsmärktscher in de Wissbadener Vororte isch en Zingge wie mei berüümde Namensvetter: de Rudi, desunnerwegs gewese. Mit de Linie 24 simmer erst mal nach Frau- Renndier mit em roode Näsche.eschdaa gefahrn. An de dortische Haltestell ausgestiege, habbe Gott sei Dank gabs ja noch de ESWE-Bus, mit dem simmer dannmer uns direkt ans nächste Glühwoi-Ständche gedrängelt und widder bis an die Ringkersch gekomme. Isch war escht so wases erste Heißgetränk gezischt. Dadezu gabs e bissche Buddäge- vonn rabbeldischd, mer glaabts net, aber des Roswitha warbaggenes vom Stand wissawie. In Fraueschdaa wars rischdisch eifach nur foschtbaar müd – so simmer dann Aam in Aam nachgemiedlisch, drotzdem sinds Roswitha un isch irschendwann Haus getorggelt. Am nächste Daach hat misch mei Fraa mit emweidägezooche. Aspirinsche geweckt, und dadenach gings mer rescht bald aachIn Biebrisch angekomme, wollt moi Fraa unbedingt en Lumum- widder gut.ba probiern. Nachdem isch gesaacht hab, des isch doch gar net Aber aans kann isch Euch saache: Die Woih-tanze könnt, hat es Roswitha misch angestumpt und gemaant, nachtsmärktscher in de Vororte mache min-sie tät net de Lammbaadaa meine, sonnern en Lumumba, also desdens genauso viel Spass wie de großeen Kakao mit Schuss. Isch hab den dann aach emol probiert, aber Stännschnuppemarkt in de Innestadt.wenner misch fraache tut: Isch glaab jo, die hat aane an de Waf- Un wenn ihr en Dipp braacht, wo esfel! Des macht doch nur en Digge: en digge Rannse und en digge de beste Glühwoi gebbe tut, dannKobb. Isch hab maan Schuss dann lieber mit em Glühwoi gekippt könnt Ihr misch ruhisch fraache – dennund danach Heißhunger uff e Braatworscht gehabt. uff misch könnt ihr Euch immerZwaa oder drei Glühwoischer spääder hat misch des Roswitha verlasse!dann am Rockzibbel in de nächst Bus geschliffe un is mit mir Euern Rudi
  • 14 PERSPEKTIVE E-MOBILITÄT„CHANCEN NUTZEN, um Bewusstseinswandel zu erreichen“ 2012 starten wir mit zwei CONTRAC-Bussen einen auf zwei Jahre angelegten Testbetrieb. Gemäß den derzeitigen Planun- gen wird einer der beiden E-Busse auf der Linie 1 eingesetzt werden, während der zweite viele verschiedene unserer knapp 40 Linienwege testen wird – vor allem, damit die Einsatzwirk- lichkeit bei unterschiedlichen topografischen Gegebenheiten untersucht werden kann. Wir sind übrigens die erste Großstadt in Europa, die ein solch umfassendes Pilotprojekt durchführt. INFOMOBIL: Sie setzen aber auch auf einen Bewusstseinswan- del in der Bevölkerung? BURGHARDT: Ja, und zwar auf einen Bewusstseinswandel, der in eine Veränderung des individuellen Mobilitätsverhaltens mündet. Zwar ist den meisten Menschen inzwischen bewusst, dass die Elektromobilität enorme Vorteile und MöglichkeitenElektromobilität, die Spaß macht: Stefan Burghardt (vorne) und Wiesbadens bietet; leider jedoch wird noch viel zu häufig ausgeblendet oderWirtschaftsdezernent Detlev Bendel (hinten) testeten beim Stadtfest die belieb-ten Segway-Roller unterschlagen, dass Elektromobilität kein Allheilmittel für die massiven Verkehrsprobleme in unseren Innenstädten ist.Viel ist im Jahr 2011 in Wiesbaden über Elektromobilität be- INFOMOBIL: Wieso ist das so?richtet und diskutiert worden – nicht zuletzt, weil ESWE Ver-kehr die Vorteile der emissionsfreien Fortbewegung bei vielen BURGHARDT: Für zwei der drei Hauptprobleme des heutigenGelegenheiten thematisiert hat. Im Gespräch mit der INFO- Straßenverkehrs bietet die E-Mobilität eine Lösung: für die Ab-MOBIL-Redaktion zieht ESWEs Kaufmännischer Geschäftsfüh- gas- und für die Lärmemissionen. Das dritte Problem jedochrer Stefan Burghardt eine Bilanz und entwirft interessante bleibt: nämlich die Belastungen, die durch das grundsätzlichePerspektiven für 2012. Zuviel an Pkws entstehen – nehmen Sie nur den Parkplatzsuch- verkehr, die zugeparkten Wohnstraßen oder die zahlreichenINFOMOBIL: Herr Burghardt, wie bewerten Sie am Ende dieses Staus, die längst nicht mehr nur in der Rushhour entstehen. HierJahres den Status, den das Thema Elektromobilität in der hilft uns die E-Mobilität nicht weiter, denn auch ein ElektroautoWahrnehmung durch die Wiesbadener Öffentlichkeit erlangt ist zuallererst ein Auto – es kann also Straßen verstopfen undhat? beansprucht Parkraum. Allerdings bieten die derzeitige Offen- heit vieler Menschen gegenüber dem Thema ElektromobilitätBURGHARDT: Uns bei ESWE Verkehr ist es im Jahr 2011 mit zwei sowie das enorme Interesse daran die große Chance, dass auchzentralen Maßnahmen gelungen, entscheidend dazu beizutra- dem notwendigen Bewusstseinswandel aufgeschlossener alsgen, dass die Elektromobilität heute beinahe „in aller Munde“ früher begegnet wird.ist – eine Entwicklung, von der man am Jahresbeginn nur träu-men konnte. INFOMOBIL: Sie setzen also langfristig auf die generelle Redu- zierung des Pkw-Verkehrs – auch des umweltfreundlichen,INFOMOBIL: Die Maßnahmen, die Sie ansprechen … also elektrobetriebenen?BURGHARDT: … waren zum einen die erste Testfahrt mit einem BURGHARDT: Richtig. Wir werden unsere Städte auf Dauer nurlinienverkehrstauglichen Elektrobus, dem „e.cobus“ der Delken- dann lebenswert erhalten können, wenn die Menschen begrei-heimer Firma CONTRAC, am 25. Juli im Beisein des Oberbürger- fen, dass sie künftig ihre individuellen Mobilitätsbedürfnissemeisters; zum anderen denke ich an das Stadtfest Mitte Sep- am besten durch die intelligente Vernetzung unterschiedlichertember, das wir intensiv zur Informations- und Erlebnisschau öffentlicher Verkehrsmittel befriedigen – vom Elektrobus überin Sachen E-Mobilität genutzt haben. Beide Veranstaltungen E-Bikes, E-Roller, E-Scooter und Segways bis hin zum Elektroau-haben sowohl seitens der Politik als auch vonseiten der Bevöl- to aus dem Carsharing-Pool. Übrigens gibt es hoffnungsvollekerung ein Maß an Resonanz nach sich gezogen, das unsere Anzeichen, dass dieser Bewusstseinswandel tatsächlich eintre-Erwartungen weit übertroffen hat. ten wird: In der Generation der heute 20-Jährigen verliert dasINFOMOBIL: So viel zur Rückschau. Aber wie soll’s 2012 wei- Privatauto zunehmend an Bedeutung – in den Städten wird dertergehen? Das Interesse der Menschen darf und soll ja nicht eigene Pkw zu Recht nicht mehr als notwendig, eher sogar alserlahmen. lästig erachtet, und als Statussymbol haben ihm iPhone und Co. inzwischen den Rang abgelaufen.BURGHARDT: Das stimmt. Daher geht’s im neuen Jahr mit ganzkonkreten Schritten weiter: Voraussichtlich im Frühsommer INFOMOBIL: Vielen Dank für das interessante Gespräch.
  • NEULICH IM BUS | BUS-PORT 15 „… UND GEHEN SIE DEN REST EINFACH ZU FUSS!“Neulich im Bus … fanden zwei Freundinnen, beide im „besten entgegnet Margit zögerlich, die noch nicht so recht erkannt hat,Alter“, heraus, dass Kalorien abbauen und Geld sparen zwei Sei- worauf Ingrid hinaus möchte. „Ganz einfach“, doziert Ingridten ein und derselben Medaille sein können – und das kam so: mit erhobenem Zeigefinger, „der Tipp lautet: ‚Steigen Sie jedes Mal beim Busfahren eine Haltestelle später ein und ebenso eineDie beiden Frauen kennen sich schon seit ewigen Zeiten und Haltestelle früher aus, und gehen Sie den Rest einfach zu Fuß!’sind eng miteinander befreundet – das spürt und hört jeder, der Klasse Idee, oder?“ Ingrids Augen strahlen; Margit hingegenunfreiwillig zum Zeugen der Unterhaltung wird, die die beiden beginnt zu überlegen: „Eigentlich ganz clever, das sollten wirelegant gekleideten Mittfünfzigerinnen an einem Samstagvor- wirklich mal ausprobieren – zumal wir damit auch noch Geldmittag in einem Bus der Linie 8 führen. sparen können.“ „Wie das denn?“; jetzt ist Ingrid diejenige, dieDer Bus, nur spärlich besetzt, erklimmt gerade die Haarnadel- die Stirn runzelt. „Sieh mal, das ist doch ganz logisch“, grinstkurve am Übergang der Geisberg- in die Idsteiner Straße, als Margit triumphierend, „mit dem Kurzstreckenticket, das wirIngrid, die etwas blondere der beiden Freundinnen, aus der Zeit- manchmal kaufen, kommen wir dann künftig nicht mehr nurschrift, in der sie die ganze Zeit eher wahllos herumgeblättert drei, sondern sogar fünf Haltestellen weit!“hat, freudig aufblickt und Margit, die ihr gegenüber sitzt, an- Wie die Unterhaltung weitergeht, bekommt der Beobachterraunt: „Ich les hier grad was Superinteressantes!“ „Und zwar?“, leider nicht mit, denn an der Haltestelle „Freseniusstraße“ ver-fragt Margit neugierig. „Hier steht“, betont Ingrid verheißungs- lassen die beiden Freundinnen hastig den Bus – ob bewusstvoll, „dass man gerade jetzt in der Weihnachtszeit, in der einem eine Haltestelle zu früh, kann nur spekuliert werden ...ja ständig süße Leckereien angeboten werden und man der Ver- Merke: Das ESWE-Kurzstreckenticket gilt für Einzelfahrten, die maxi-suchung, dann auch wirklich zuzugreifen, nur allzu oft erliegt – mal drei Haltestellen weit führen und nicht mehr als zwei Kilometerdass man also in dieser Zeit jede noch so einfache Gelegenheit lang sind. Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember kostet ein Kurz-nutzen sollte, sich körperlich zu bewegen.“ „Und das heißt …?“, streckenticket 1,55 Euro (Erwachsene) bzw. 0,95 Euro (Kinder).SONNENFÄNGER UND KÄLTESCHÜTZER: Bus-Port eingeweiht1.800 silbrig glänzende Platten, jede etwa 50 Zentimeter hoch und einen Meter breit, in 60 Reihen à 30 Stück angeordnet: So liegen die Solar-Panels auf dem Bus-PortOberbürgermeister Dr. Helmut Müller, Bürgermeister und Um- sommers wie winters Probleme“, erläuterte Uwe Cramer, Tech-weltdezernent Arno Goßmann, Verkehrsdezernentin Sigrid nischer Geschäftsführer von ESWE Verkehr; „im Sommer heiztenMöricke, die Geschäftsführungen von ESWE Verkehr und ESWE sich die Fahrzeuge tagsüber erheblich auf, und im Winter kühltenVersorgung sowie weitere offizielle Gäste waren zugegen, als die Busse in frostigen Nächten stark aus.“ Dank des neuen Bus-am 21. September der sogenannte „Bus-Port“ eingeweiht wurde. Ports – im Sommer stehen die Fahrzeuge nun sonnengeschütztDer 100 Meter lange und gut 50 Meter breite XXL-Carport auf darunter, im Winter fängt sich die Abwärme der Motoren unterdem Betriebsgelände von ESWE Verkehr bietet rund 100 Bussen dem Dach, was ein Auskühlen der Wagen verhindert – werdenUnterschlupf. Der Clou aber sitzt obendrauf: Auf dem Dach des diese Probleme nun weitgehend reduziert.Bus-Ports befindet sich eine der größten Photovoltaik-AnlagenWiesbadens – exakt 1.800 Solar-Panels wandeln Sonnenenergiein Strom um, bevor dieser in das Netz von ESWE Versorgung ein- VIDEO-TIPPgespeist wird. Voraussichtlich 400.000 Kilowattstunden Energie Ein Videoclip zur Funktionsweise des Bus-Ports und derkönnen so pro Jahr produziert werden. Doch die komplett emis- Photovoltaik-Anlage kann im ESWE-Kanal auf dersionsfreie Stromproduktion ist nur einer von vielen Vorteilen der Online-Videoplattform YouTube angesehen werden:rund 2,5 Millionen Euro teuren Investition: „Da unsere Busse bis- www.youtube.com/esweverkehrlang stets unter freiem Himmel parken mussten, gab es seit jeher
  • 16 FAHRPLANBUCH-TITELFOTOGLÜCKLICHER FELIX als ESWE-FotostarHoch soll er leben: Oliver Riemann verhilft seinem Bruder zu einer Vogel- Felix und der Fotograf sind da, das Kurhaus und der Bus ebenfalls: Das Foto-perspektive Shooting kann also beginnenEine originelle Foto-Idee und ihre Folgen: Beim INFOMOBIL- die Titelseiten des aktuellen INFOMOBILs sowie der Fahrplan-Fotowettbewerb „Fahrplan sucht Foto“ gab’s nicht nur einen wechsel-Broschüre „Busfahren mit ESWE Verkehr – neu abeindeutigen Sieger, vielmehr mündete das Wettbewerbs- 11. 12. 2011“.ergebnis auch in ein ursprünglich gar nicht vorgesehenes Während ihr Sohnemann im Blitzlichtgewitter stand, begannenprofessionelles Foto-Shooting. Aber wenn der Gewinner „Der Achim und Karin Riemann über Felix zu berichten: Ein „tempera-Glückliche“ heißt, wird halt auf einmal vieles möglich. mentvoller Kasper“ sei er, immer auf Achse; Stillsitzen sei seine Sache definitiv nicht. Außerdem mache er seinem Namen alleMit ziemlicher Sicherheit war es eine der ungewöhnlichsten Bus- Ehre: „Der Name Felix bedeutet ja ‚Der Glückliche’“, erklärteZielanzeigen, die jemals im Wiesbadener Linienverkehr zum Ein- Achim Riemann, „und man glaubt es tatsächlich nicht, was diesersatz gekommen ist: „FELIX Champion 2011“ prangte hellleuch- Junge immer wieder für ein Glück bei Gewinnspielen und Ver-tend im Display über der Frontscheibe des ESWE-Gelenkbusses, losungen hat!“ Jede Menge Sachpreise, zum Beispiel Spielekon-der am frühen Abend des 6. September in der Biebricher Rhein- solen, habe Felix schon eingeheimst, aber auch ein Bauernhof-gaustraße vorfuhr. Ziel der Fahrt war das Wohnhaus der Familie Urlaub sowie eine Jamaika-Reise seien ihm von Fortuna bereitsRiemann; Auslöser der Fahrt war die Tatsache, dass der neun- beschert worden.jährige Felix, jüngster Spross der Riemanns, den Hauptpreisbeim INFOMOBIL-Fotowettbewerb „Fahrplan sucht Foto“ (siehe Die Riemanns sind übrigens eine Familie, die eine Menge Be-Ausgabe 02/2011) gewonnen hatte. rührungspunkte mit ESWE Verkehr hat: Beispielsweise haben alle vier Ende März und Ende Mai dieses Jahres mit großemUnd nicht nur das: Das von Felix eingereichte Sprechblasen- Spaß an den beiden „Der Meisterdieb und das Goldene Abo“-Foto hatte der Jury so gut gefallen, dass spontan die Idee ge- Suchspielen teilgenommen. Überhaupt ist die Spielleidenschaftboren worden war, Felix’ Fotomotiv von einem Profi-Fotografen im Hause Riemann sehr ausgeprägt: „Wir haben bei uns da-noch mal neu in Szene setzen zu lassen. Gesagt, getan: Der Bus, heim bestimmt 600 Brettspiele“, gab Karin Riemann stolz zuder Felix Riemann samt Vater Achim, Mutter Karin und Bruder Protokoll. Und was das persönliche Riemannsche Busnutzungs-Oliver am 6. September in Biebrich abholte, steuerte schnur- verhalten angeht, äußerte Vater Achim eine klare Meinung:stracks das Wiesbadener Kurhaus an. Auf dem Platz vor dem „Unser Auto hat vor kurzem einen Totalschaden gehabt. AberSäulenportal hatte bereits das Team rund um Fotograf Roger wir schaffen uns erst einmal keinen neuen Wagen an – denn inRichter Stellung bezogen, und kaum erzeugte die hereinbre- der Rheingaustraße sind wir so gut ans Liniennetz angebunden,chende Dämmerung ein stimmungsvolles „Knipslicht“, ging’s da kommt man auch mit dem Bus bestens zurecht.“los mit Felix’ Verwandlung zum ESWE-Fotostar. Bei aller Sympathie für ESWE Verkehr – Busfahrer will Felix alsDas Ergebnis des Foto-Shootings kann vorne auf dem 2012er- Erwachsener dann aber doch nicht werden. Seine BerufswünscheFahrplanbuch bewundert werden; und es ziert übrigens auch stehen für ihn fest: „Ich werd’ Astronaut. Oder Stefan Raab.“
  • ZIVILCOURAGE-SCHULUNG | WARTEHALLENNETZ 17DAS „MAGNETFELD“ des Angreifers verlassen„Zivilcourage: Ja! Aber wie?“ – so lautet der programmatische des „Magnetfelds“. Viele Menschen reagieren in Bedrohungs-Titel einer Seminarreihe, die sich von Mitte September bis Mitte situationen intuitiv so, dass sie dem Angreifer, von dem dieNovember in fünf jeweils vierstündigen Einzelveranstaltungen Gefahr ausgeht, ihre alleinige Aufmerksamkeit widmen – einedem Thema Gewaltprävention widmete. Initiiert, organisiert zwar verständliche und nachvollziehbare, dennoch falsche Re-und gemeinsam durchgeführt vom Polizeipräsidium Westhes- aktion, denn sie bestätigt den Täter, der den „großen Auftritt“sen, dem Wiesbadener Präventionsrat, der ESWE Verkehrsge- sucht, in seinem Tun. „Stattdessen ist es richtiger und wich-sellschaft und dem hessischen Landesprojekt „Netzwerk gegen tiger, sich auf das potenzielle Opfer zu konzentrieren“, weißGewalt“, dem die Stadt Wiesbaden seit 2003 angehört, ist es Stephan Nebel, Gruppenleiter im ESWE-Fahrdienst, der einerdas Ziel der Seminarreihe, interessierte Bürger darin zu schulen, der Experten ist, die die Seminarteilnehmer schulen. „Opfer-wie sie in Konfliktsituationen deeskalierend, also entschärfend zentriertes Verhalten“, so Nebel weiter, „bedeutet, den Täter zureagieren können. ignorieren und zu isolieren und dadurch die bedrohte Person aus dem ‚Magnetfeld’ des Angreifers herauszulösen.“Wichtig dabei ist, dass es in den Seminaren keineswegs umSelbstverteidigung geht – den Teilnehmern wird vielmehr Die große und durchweg äußerst positive Resonanz auf dieerklärt und in Rollenspielen auch demonstriert, wie man, etwa fünf Seminare hat deutlich gezeigt, dass bei vielen Menschenwährend einer Fahrt in einem öffentlichen Verkehrsmittel, ein starkes Interesse vorhanden ist, richtiges Helfen zu lernen.andere Personen aus potenziell gefährlichen Szenarien befrei- Um diesem Interesse gerecht zu werden, soll die Seminarrei-en kann. Zu den praktischen Handlungsanleitungen, die dem he im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Die kostenlosenMotto „Menschen möchten helfen – sie wissen häufig nur nicht Veranstaltungen werden auch 2012 voraussichtlich im Gebäudewie!“ folgen, gehört es beispielsweise, in einer Konfliktsituation des Polizeipräsidiums Westhessen am Wiesbadener Konrad-ganz gezielt Öffentlichkeit herzustellen, um auf diese Weise der Adenauer-Ring stattfinden. Informationen können unter der E-möglichen Bedrohung entgehen zu können. Einer der Kernbe- Mail-Adresse ngg.ppwh@polizei.hessen.de abgerufen werden.griffe, die in den Seminaren eine zentrale Rolle spielen, ist derNEUE STANDORTE für neue WartehäuschenSeit Mitte November wird in Wiesbaden an vielen Bushaltestel-len gebaut. Der Grund: Die bis dato rund 330 Haltestellen imWiesbadener Busliniennetz, die mit einer Wartehalle ausge-stattet sind, erhalten Zuwachs. An 105 Standorten im gesamtenStadtgebiet, an denen es bislang kein Haltestellen-Wartehäus-chen gab, werden nun erstmals Wartehallen errichtet – undzwar jene des neuen Bautyps, die dem modernen, zeitgemäßenStandard entsprechen (siehe Seite 7 in diesem INFOMOBIL).Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird also mehr als dieHälfte der insgesamt etwa 800 Wiesbadener Haltestellen übereinen Fahrgast-Unterstand verfügen.Die großflächige Erweiterung des Wartehallennetzes – eshandelt sich um den umfangreichsten Ausbau seit Jahrzehnten –komplettiert das vor zwei Jahren gestartete ambitionierteWartehallen-Austausch- und Neubauprogramm (siehe INFO-MOBIL 02/2010), dessen erste Phase sich dem Austausch „Neugegen Alt“ an bestehenden Wartehäuschen-Standorten wid-mete. Nun, in der Phase zwei, geht es also um Haltestellen, diebislang ganz und gar „häuschenlos“ gewesen sind. Vorrangigwerden bei der Neuerrichtung sogenannte „Einstiegs-Halte-stellen“ berücksichtigt, also solche Haltestellen, die, meist inFahrtrichtung Stadtzentrum gelegen, durchweg deutlich mehreinsteigende als aussteigende Fahrgäste verzeichnen.Auf www.eswe-verkehr.de kann die vollständige Liste der neu- So also sieht sie aus: Die neue Standard-Wartehalle, hier am Bussteig C deren Wartehallen-Standorte eingesehen werden. Haltestelle „Platz der Deutschen Einheit“
  • 18 HISTORISCHE LINIENWEGE | TEIL 11MIT DER 1 FING ALLES AN …Ein Blick zurück in die frühen 80er-Jahre: Die Linie 2, in Gestalt eines Daimler-Benz-Busses vom Typ O 305, bei der Ausfahrt aus dem ESWE-Betriebshof an der GartenfeldstraßeVorhang auf zum großen Finale: Die Linie 2, die seit vier INFO- 11. Dezember 2005, stand mit dem Wegfall zweier Mittags-MOBIL-Ausgaben den Dreh- und Angelpunkt der Artikelserie fahrten nach Sonnenberg eine abermalige – die bis dato letzte –„Historische Linienwege“ bildet, steuert ihr Ziel an – ein Ziel, Drosselung des Fahrtenangebots der Linie 2 auf der Agenda desdas ganz aktuell eine neue Zukunftsperspektive eröffnet. Wiesbadener Nahverkehrs.Mit der Inbetriebnahme der neuen Haltestellenanlage am Platz Eine straßenbaubedingte Änderung des 2er-Linienwegs trat amder deutschen Einheit im August 1978 fuhr die Linie 2 den dor- 30. Juni 2010 in Kraft: Mit der Eröffnung des Straßendurchstichstigen Bussteig B an. Zwei Jahre später, im Juni 1980, wurde in von der Goerdeler- zur Klarenthaler Straße entfiel die bisherigeder Blücherstraße in Fahrtrichtung Innenstadt für die Buslinien Route über die einst als Provisorium angelegte „Behelfsstraße2 und 14 in der Fahrbahnmitte eine Busspur in Betrieb genom- E 0“ (siehe „Historische Linienwege“ im vergangenen INFO-men; gleichzeitig verlegte man die Haltestelle „Bleichstraße/ MOBIL). Die neue Fahrtstrecke über die verlängerte Goerdeler-Bismarckring“ von der Blücherstraße in den Bismarckring zur straße führte nicht nur bei der Linie 2, sondern auch bei dendortigen Haltestelle der Linie 1. Linien 14 und N5 zum Verzicht auf die Haltestelle „Wellritz- mühle“; stattdessen wird seither die Haltestelle „Anne-Frank-In den Folgejahren wurde die Linie 2 auf den Status einer „Er- Straße“ bedient.gänzungslinie“, die hauptsächlich in den Hauptverkehrszeitenfuhr, reduziert; und auch die Streckenführung wurde schritt- Waren die vergangenen drei Jahrzehnte in der Geschichte derweise verkürzt: So erfolgte noch im Jahr 1980 die Verkürzung Linie 2 – die ja unter historischen Gesichtspunkten zu den wich-des Linienwegs in Klarenthal, der nun wieder, wie vor 1971, an tigsten Linien im Nahverkehr Wiesbadens zählt – durchweg vonder Haltestelle „Graf-von-Galen-Straße“ endete; und im Mai Reduzierungen des Strecken- und des Fahrtenangebots geprägt,1994 wurde zwischen 14:00 und 16:00 Uhr der Fahrtweg auf zeichnet sich jetzt, zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011,den Streckenabschnitt Klarenthal–Wilhelmstraße verkürzt. eine Trendwende ab: „Mit der Traditionslinie 2 geht’s wieder aufwärts!“, könnte man angesichts der nun an Schultagen neuDie Reduzierung des Fahrtenangebots der Linie 2 setzte sich hinzukommenden Fahrten erfreut ausrufen (siehe Seite 4 inauch danach fort: So hatte der Fahrplanwechsel im Juni 1996 diesem INFOMOBIL – dort sind ausführliche Informationen zuzur Folge, dass die 2er-Busse zwischen 14:00 und 15:00 Uhr nun den wichtigsten Änderungen, die zum bevorstehenden Fahr-überhaupt nicht mehr verkehrten, und von 15:00 bis 19:00 Uhr planwechsel nicht nur bei der Linie 2 wirksam werden, zu finden).fuhren sie fortan nur noch in einer Fahrtrichtung, nämlichaus der Innenstadt nach Klarenthal. Die wiederum nächste Hiermit endet der in der INFOMOBIL-Ausgabe 04/2010 begon-Reduktion erfolgte dann im Zuge des Fahrplanwechsels am nene Rückblick auf die bis heute 122-jährige Entwicklung der15. Dezember 2002: Ab diesem Datum wurde die Anzahl der 2er- anno 1889 als Pferdebahn aus der Taufe gehobenen Linie 2.Fahrten an den Bedarf des reinen Schülerverkehrs angepasst, Ab dem nächsten Heft wird die Artikelserie „Historische Linien-also verringert. Drei Jahre später, zum Fahrplanwechsel am wege“ die Linie 3 unter die zeitgeschichtliche Lupe nehmen.
  • AUSFLUGS- UND AUSGEHTIPPS 19 MIT ESWE VERKEHR durch den Winter WEIHNACHTSSTIMMUNG AUF DEM „STERNSCHNUPPENMARKT“ Wenn der Duft heißen Glühweins über den Marktplatz weht und der festlich geschmückte Weih- nachtsbaum vorm Rathaus erstrahlt, ist das ein ziemlich deutliches Anzeichen dafür, dass Wiesbadens „Sternschnuppenmarkt“ wieder in vollem Gange ist. Noch bis zum 23. Dezember lädt der traditionelle Weihnachtsmarkt seine Besucher zum Verweilen und gemütlichen Beisammensein an den Ständen ein. Egal ob am Feierabend oder nach dem Weihnachtseinkauf am Wochenende: Mit ESWE Verkehr kommt man ohne Parkplatzsuchstress und ohne „glühweinbedingtes Führerscheinrisiko“ zum „Sternschnuppen- markt“ – und auch wieder nach Hause. Das spezielle „SternschnuppenTicket“ ermöglicht täglich bis zum 23. Dezember eine vergünstigte Hin- und Rückfahrt mit dem ESWE-Bus im Tarifgebiet 65 (Wies-(Bildquelle: Wiesbaden Marketing GmbH/ baden/Mainz) zum Preis von 3,85 Euro für Erwachsene bzw. 2,45 Euro für Kinder von sechs bis 14 Jahren.Stephan Richter) Am 11. Dezember, dem Tag des Fahrplanwechsels, erhöhen sich diese Preise auf 3,95 Euro (Erwachsene) bzw. 2,50 Euro (Kinder). www.wiesbaden.de/sternschnuppenmarkt www.eswe-verkehr.de/fahrkarten-und-tarife/sonstige-tickets „ESWE-EISZEIT“ AM WARMEN DAMM Ebenfalls zur festen Wiesbadener Weihnachtstradition gehört die von der ESWE Versorgungs AG gespon- serte „Eiszeit“ auf dem Warmen Damm. Bereits zum neunten Mal können sich Schlittschuhlauf-Fans und alle, die es werden wollen, in Sichtweite des Hessischen Staatstheaters auf einer rund 800 Quadrat- meter großen Eisbahn dem schlittrigen Vergnügen hingeben. Außerdem stehen drei Eisstockbahnen zur Verfügung, die zum feierabendlichen Curling-Match einladen. Zünftige Hütten, gute Musik und jede Menge Gaumenfreuden warten ebenfalls auf die Besucher. Das Schlittschuhlaufen an der Wilhelmstraße ist noch bis zum 8. Januar möglich. Kinder bis zwölf Jahre zahlen einen Tageseintrittspreis von 3 Euro, Erwachsene sind für 3,50 Euro mit von der Rutsch-Partie.(Bildquelle: ESWE Versorgung) Wer dem Eislaufspaß häufiger frönen möchte, kann eine vergünstigte Zehnerkarte erwerben – und wer keine eigenen Schuhe mit Kufen unter den Sohlen besitzt, kann sich zum Preis von 4 Euro vor Ort Schlittschuhe ausleihen. www.eswe-eiszeit.de MIT CHAUFFEUR ZUM BUNTEN FASTNACHTSTREIBEN Beginnend mit der Weiberfastnacht am 16. Februar bis hin zum Karnevalsdienstag am 21. Februar erlebt die fünfte Jahreszeit diesmal schon recht früh im Jahr ihren Höhepunkt. Umso „eiliger“ werden wieder Zehntausende Närrinnen und Narren die zahlreichen Fastnachtsveranstaltungen dies- und jenseits des Rheins besuchen und mit dreifach donnernden „Helau“-Rufen für gute Stimmung sorgen. Apropos Stimmung: Diese bleibt ungetrübt, weil man auch an den närrischen Tagen des Jahres 2012 das Auto ganz beruhigt stehen lassen kann. Die Busse von ESWE Verkehr werden nämlich auch diesmal wieder die Besucher von Sitzungen, Partys und Umzügen sicher und bequem hin- und wegchauffieren. Der passende Fahrschein für die Zeit vom 16. bis zum 21. Februar ist abermals das beliebte „Fastnachts- Ticket“. Es kostet 3,95 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder und gilt für eine Hin- und Rückfahrt im gesamten Tarifgebiet 65 (Mainz/Wiesbaden) – also auch in den Bussen der Mainzer Verkehrsgesell- schaft (MVG). Übrigens gelten am Fastnachtsonntag (19. Februar) und am Rosenmontag (20. Februar) auf einigen Linien Sonderfahrpläne. Diese werden – auffällig in gelber Farbe – rechtzeitig an den wichtigs- ten Haltestellen ausgehängt; außerdem können sie bei der Online-Fahrplanauskunft abgerufen werden: www.eswe-verkehr.de Herausgeber und verantwortlich Redaktion Redaktioneller Hinweis DruckIMPRESSUM für den Inhalt Karl-Ludwig Mehl, Micha Spannaus Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichtet Claus Fischer ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, (textstark.de) INFOMOBIL darauf, personenbezogene Substantive Agentur für Druck und Produktion Gartenfeldstraße 18, 65189 Wiesbaden, Holger Elze, Melanie Schauß außer in der männlichen immer auch in der weib- www.eswe-verkehr.de lichen Form zu verwenden. Mit der männlichen Wortform sind stets beide Geschlechter gemeint. Gestaltung und Produktion www.99grad.de Die nächste INFOMOBIL-Ausgabe erscheint Mitte März 2012.
  • Mit dem SternschnuppenTicket zum STERNSCHNUPPENMARKT Stress wegen Parkplatzsuche? NEIN! Führerscheinrisiko wegen Glühweingenuss? NEIN! SternschnuppenTicket? JA! · Täglich bis zum 23. Dezember bringt Sie das SternschnuppenTicket bequem, stressfrei, umweltfreundlich und vor allem preisgünstig ins Wiesbadener Stadtzentrum – und wieder nach Hause. · Eine Hin- und Rückfahrt* in Wiesbaden und Mainz kostet nur 3,85 Euro für Erwachsene (ab 11. Dezember 3,95 Euro) bzw. 2,45 Euro für Kinder (ab 11. Dezember 2,50 Euro). · Das SternschnuppenTicket erhalten Sie bei allen Busfahrern, in der Mobilitäts- zentrale (LuisenForum), in den Mobilitätsinfos (Hauptbahnhof und Luisenplatz), in jeder Vorverkaufsstelle sowie an den Fahrausweisautomaten. * Hin- und Rückfahrt am selben Betriebstag des Busverkehrs – das Ticket gilt also auch für die Heimfahrt nach 24 UhrESWE Verkehrsgesellschaft mbH · Gartenfeldstraße 18 · 65189 Wiesbaden · Telefon (0611) 450 22-450 · www.eswe-verkehr.de