ARACHNE 6/2004
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Das führende europäische Fachmagazin für Spinnentiere »ARACHNE« ist das zweimonatlich erscheinende Publikationsorgan der Deutschen Arachnologischen Gesellschaft e.V. (http://www.dearge.de).

Das führende europäische Fachmagazin für Spinnentiere »ARACHNE« ist das zweimonatlich erscheinende Publikationsorgan der Deutschen Arachnologischen Gesellschaft e.V. (http://www.dearge.de).

Sie umfasst ca. 50 Seiten und befasst sich mit Themen rund um Spinnentiere - mit Ausnahme der Ordnung Acari (Milben) - wobei der Schwerpunkt bei den Theraphosidae (Vogelspinnen) liegt.

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ARACHNE 6/2004 ARACHNE 6/2004 Document Transcript

  • 9. Jahrgang Heft 6 November 2004 Deutsche Arachnologische Gesellschaft e.V. in dieser Ausgabe: • Pflanzen im Vogelspinnen-Terrarium – Teil 2: Orchideen und Tillandsien • Naturbeobachtung am Rande des Krieges • Skorpione – eine kurze Übersicht Teil II: Systematik und Bestimmungsschlüssel • Bemerkungen und Beobachtungen zur Haltung und Zucht von Holothele incei (F.O. P.-CAMBRIDGE, 1898) ISSN 1613-2688
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Impressum Inhalt Redaktion Text Format oder *.txt) per E-Mail, 3,5" Diskette oder Seite: Volker von Wirth Martin Huber CD-R. Gattungs- und Artnamen sind kursiv zu schrei- Lilienstr. 1 Dorfstr. 5 ben, Überschriften sollen hervorgehoben werden, wei- 71723 Großbottwar 82395 Obersöchering tere Formatierungen sind zu unterlassen. von-wirth@dearge.de huber@dearge.de Mit der Abgabe des Manuskripts versichern die Auto- ren, dass sie allein befugt sind, über die urheberrechtli- Pflanzen im Vogelspinnen-Terrarium – Teil 2: Orchideen Tobias Dörr Marcus Löffler chen Nutzungsrechte an ihren Beiträgen, einschließlich und Tillandsien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 - 7 Falkenstr. 24 A. d. Ronnenheide 6a eventueller Bild- und anderer Reproduktionsvorlagen von Kerstin Wandtke 30449 Hannover 45731 Waltrop zu verfügen und dass der Beitrag keine Rechte Dritter doerr@dearge.de loeffler@dearge.de verletzt. Eingereichte Manuskripte werden ggf. an die Formatie- Naturbeobachtung am Rande des Krieges . . . . . . . . . . . . . . 8 - 9 Kleinanzeigen, Kontakte & Leserbriefe rung und den Stil des Journals angepasst. Rechtsschrei- Kleinanzeigen können von Mitgliedern in beliebiger bung und Grammatik werden überprüft und gegebe- von John Osmani Anzahl an die Anzeigenannahme geschickt werden. An- nenfalls geändert. nahmeschluss ist der 10. eines jeden Monats. Zu spät eingehende Anzeigen werden nicht automatisch in der Copyright 2004 Skorpione – eine kurze Übersicht nächsten Ausgabe veröffentlicht. Wir veröffentlichen Die Vervielfältigung jedweder Art (auch auszugsweise) Teil II: Systematik und Bestimmungsschlüssel . . . . . . . . 10 - 17 auch alle Informationen über Börsen und Ausstellun- bedarf der schriftlichen Genehmigung durch die von Boris Striffler gen. Kleinanzeigen und Termine bitte per E-Mail, DeArGe e.V. Sofern nicht anders angegeben, stammen maschienengeschrieben bzw. in Druckbuchstaben an die Bilder von der Redaktion. ISSN 1613-2688 die Anzeigenannahme schicken! Titelfoto: Holothele incei, junges Weibchen Bemerkungen und Beobachtungen zur Haltung und Anzeigen- & Leserbriefannahme Foto: Martin Huber Zucht von Holothele incei (F.O. P.-CAMBRIDGE, 1898) . . . . 18 - 29 Michaela Biese von Marcus Heller & Marion Heller-Dohmen Düsterbeck 51 Fachbeiräte 45731 Waltrop * für Systematik und Taxonomie anzeigenannahme@dearge.de Dipl. Biol. Boris Striffler Vereine informieren leserbriefe@dearge.de Zoologisches Forschungsinstitut und Museum A. Koenig Arachnida Schweiz – ein Traditionsverein stellt sich vor . . 30 - 34 Nachbestellservice 53113 Bonn Fehlende Ausgaben der »ARACHNE« (ehem. »Mittei- lungen«) können schriftlich bei der Redaktion nachbe- * für Vogelspinnenökologie und -ethologie Presse & Medien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 stellt werden (sofern noch vorhanden). Die Kosten Dipl. Biol. Dirk Weinmann betragen pro Heft 5 EUR. 70734 Fellbach Leserbriefe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Artikel * für Spinnentoxikologie und -biochemie Berichte über Haltung, Reisen oder sonstige interessan- Dr. Volker Herzig te Themen werden gerne entgegengenommen und in Zoologisches Institut der Fakultät für Vereinsnachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 - 42 der Reihenfolge des Eingangs veröffentlicht. Wir setzen Biologie der Universität Tübingen die Einhaltung unseres Ethikkodexes und ebenso auch Abteilung Neuropharmakologie die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen voraus. 72076 Tübingen zum Schmunzeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 Mit Verfassernamen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und der Druck DeArGe e.V. wieder. Für Berichte und auch für die Druck + Papier Meyer GmbH Kleinanzeigen & Kontakte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Anzeigen sind die jeweiligen Verfasser verantwortlich. 91443 Scheinfeld Für unverlangt eingesandtes Redaktionsmaterial (Ma- ℡ 09162-9298-0 nuskripte, Fotos, Bücher, etc.) kann keine Haftung Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 - 46 übernommen werden. Internet: http://www.dearge.de Hinweise für Autoren Stammtische . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Beiträge können in handschriftlicher, maschinenge- schriebener oder computerbearbeiteter Form einge- reicht werden. Bevorzugt werden Manuskripte in elek- tronischer Form (WinWord, StarOffice Writer, Rich- 2 3
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Pflanzen im Vogelspinnen-Terrarium – Teil 2: Orchi- brauchen und nach einem Sprühen schnell Behältern ab 50 x 40 x 40 cm (Breite x Tiefe wieder abtrocknen müssen, damit sie nicht x Höhe) lassen sich die Pflanzen gut pfle- deen und Tillandsien zu faulen beginnen. Hier sollte man lieber gen, aber selbst hier reicht eine Pflanze als von Kerstin Wandtke auf Moos zurückgreifen, um damit die Wur- Blickpunkt völlig aus. zeln einzupacken. Zum Schluss muss alles Eine Doppellüftung des Behälters ist sparsam und nicht zu fest mit Angelsehne dringend erforderlich, denn nur wenn eine Bei Orchideen handelt es sich um ökolo- Orchideenpflege aber, zumindest zeitweise, umwickelt werden. Man sollte vor dem Auf- Or chidee eine hohe Luftfuchtigkeit ohne gisch sehr spezialisierte Vertreter des Pflan- sind diese Verhältnisse absolut notwenig. binden nicht zu viel altes Substrat vom Wur- Staunässe hat, ist die Gefahr des Faulens der zenreichs. Deshalb ist absolute Vorsicht bei Weiterhin spielt auch die Größe und der zelballen lösen oder die Wurzeln gar einkür- Pflanze geringer. Spontankäufen dieser Pflanzen geboten, zu- Aktionsradius der Terrarieninsassen eine zen wollen. Die Temperaturansprüche sind inner- mal Pflanzen dieser Gattungen oft recht nicht unerhebliche Rolle. Eine adulte Poecilo- Als Unterlage eignet sich am besten nur halb der einzelnen Gattungen so unter- teuer und ohne jede Pflegeanleitung ver- theria regalis wird einen Blütenstand aufgrund die neutrale Korkrinde, denn Orchideen schiedlich, dass ich hier die »Kalthaus- kauft werden. Demgegenüber steht häufig ihrer Größe und ihres Gewichtes recht sind salzempfindlich und brauchen eher Orchideen« nicht berücksichtige. Diese wür- der Wunsch, diese zum Teil recht bizarren schnell zerstören. Weiterhin wird jede Or- nährstoffarme Böden. Das Stück Kork soll- den es in keinem warmen Terrarium lange Königinnen des Pflanzenreichs im Terrari- chi dee früher oder später eingehen, wenn te auch nicht zu groß dimensioniert sein, aushalten. Für den Laien lassen sich diese um zu pflegen. Zudem werden fast alle Ver- ihr Substrat, ihr Herz (der Punkt, aus dem damit bei einer späteren Entnahme aus un- Orchideen leicht daran erkennen, dass sie treter der Orchideen und Bromelien sehr neue Blätter geschoben werden) oder ihre serem Terrarium nicht die ganze Einrich- überwiegend Bulben (Speicherorgane) besit- groß und ausladend im Wuchs. Ich möchte Blätter von der Vogelspinne laufend als tung ins Wanken gerät. Orchideen sollten zen. Das sind konische Verdickungen, an hier einige der kleiner bleibenden Vertreter »Toilette« genutzt werden. nur sehr sparsam gedüngt werden und wäh- denen sich die Blätter und Blüten bilden. verschiedener Gattungen und Arten vorstel- Es kommt noch erschwerend hinzu, dass rend ihrer Wachstumszeit auch nur mit hal- Eine Orchidee sollte auch nicht fest im len, mit denen es auch der Laie auf diesem so ziemlich alle Orchideen eine mehr oder ber Konzentration. Für die Dauer der Ruhe- Terrarium verbaut werden. Es ist besser Gebiet versuchen könnte. weniger intensive Winterruhe brauchen um periode ist keine Düngung erforderlich. wenn das Korkstück auf dem sie sitzt, mit gesund zu bleiben. Demzufolge können und Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit wird Draht an anderen Einrichtungsgegenstän- ORCHIDEEN sollten Orchideen nicht das ganze Jahr über der Behälter einmal täglich übersprüht. Da- den (Rückwand, Ast etc.) befestigt wird, um bei gleichbleibendem Klima im Terrarium bei dürfen auch die Orchideen nicht verges- die Pflanze jederzeit wieder aus dem Becken Diese schönen Pflanzen brauchen bei einer verbleiben. sen werden, vor allem sollte man nicht den nehmen zu können. Ein eher kleines Kork- ho hen Luftfeuchtigkeit ein durchlässiges Wie man sieht ist es nicht ganz einfach Wurzelbereich auslassen. Gesprüht wird am stück ist zum Befestigen der Pflanze gut ge- Substrat, viel Licht und viel frische Luft. Da- eine Orchidee gesund zu halten, und in un- besten morgens, weil die Pflanze bis zum eignet. Auch Warmhauspflanzen mögen es durch kommt man allerdings auch schon seren Terrarien ist dies noch schwieriger als Abend wieder abtrocknet. Nachts steigt die über Winter etwas kühler. Wenn wir im Ter- recht schnell an die Grenzen der Haltbarkeit zum Beispiel auf der Fensterbank oder in relative Luftfeuchte von allein wieder an. rarium die Temperatur nicht senken können dieser Pflanzen, da unsere Terrarien zumeist der Blumenvitrine. Bei der Pflege von Orchideen ist die Be- oder wollen, bietet sich eine Entnahme der recht klein bemessen sind. Die Behälter, die hältergröße auch sehr wichtig. Sogar kleinere Orchidee an. für eine Orchidee in Frage kommen, sind KULTURANSPRÜCHE Orchideenarten bekommen häufig bis zu eher im Bereich »Baumvogelspinnen«, also über 20 cm lange Blätter. Der Blütenstand GEEIGNETE ARTEN für Avicularia-, Poecilotheria-, Psalmopoeus- oder Es empfiehlt sich, Orchideen in unseren kann bis zu 50 cm Höhe erreichen und von Tapinauchenius- und Iridopelma-Arten anzusie- Terrarien nur in Blockkultur zu halten, das aufrecht stehend bis überhängend gibt es Aerangis biloba (IV-VII), A. brachycarpa (VIII- deln. heißt dass sie aufgebunden werden. Hierü- jede Wuchsform. Auch die Blütengröße XI), A. kotschyana (IX-XI), A. mooreana (IX- Bei einigen dieser Vogelspinnen-Gattun- ber habe ich im Zusammenhang mit Brome- reicht von 1 cm bis mehr als 5 cm im XI). gen und -Arten ist eine beständig hohe Luft- lien schon an anderer Stelle berichtet Durchmesser und ist oft traubig angeordnet, Kleinwüchsige, hübsche Orchidee, am feuchtigkeit von über 60% bis zu 90% oder (WANDTKE , 2003), aber es gibt bei Orchi- das heißt mehrere Blüten sitzen an einem besten aufgebunden und temperiert bis gar nahezu 100% rF, bei einer häufig noch deen noch einige Dinge zu beachten. Stängel. warm zu kultivieren. Für die Blütenentwick- recht niedrigen Temperatur, aber eher hin- Die Wurzeln sollten nicht mit Substrat Ein Standard-Terrarium ist zur Haltung lung ist eine nächtliche Temperaturabsen- derlich als fördernd. Für eine erfolgreiche um wickelt werden, da diese sehr viel Luft von Orchideen gänzlich ungeeignet. Erst in kung von bis zu 10°C nötig. Sie blüht häufig 4 5
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 weiß und hat eher zierliche Blüten. scheiden, oder Riesen, die über einen Meter man es tunlichst vermeiden, seine Tillandsie Phalaenopsis equestris, P. stuartiana, P. amboi- hoch werden können? öfter als zweimal wöchentlich zu übersprü- nensis, P. amabilis, P. schilleriana und andere Zur Familie der Bromelien gehörend, hen. Wenn man sprüht, dann nur morgens (Farbtafel Abb. 3). bilden auch Tillandsien nach einer Blüte und nur kurz sprühen, damit die Pflanze im Etwas größere Gattung mit großen, zum Tochterpflanzen und wachsen so oft zu grö- Laufe des Tages wieder abtrocknen kann. Teil recht bunten Blüten, die ganzjährig er- ßeren Beständen heran, was deren Aesthetik Mehr als eine monatliche Düngung in halber scheinen können. Auch zum Aufbinden gut natürlich noch erhöht. Häufig brauchen sie Konzentration sollte auch nicht erfolgen. geeignet und warm zu halten (nicht unter noch nicht einmal ein Substrat zum Wur- 16°C). Nächtliche Absenkung der Tempera- zeln, sondern bilden nur Haftwurzeln zum GEEIGNETE ARTEN tur fördert auch hier die Blühwilligkeit. Festhalten aus. Wurzellose Pflanzen sollten Und noch zwei der kleinen Gattungen: auch mit einem speziellen Kleber auf ihrem Tillandsia aeranthos, T. araujei, T. brachycaulos, Rodrettia hawaii, -strawberry whip, Howea- Platz befestigt werden. Herkömmlicher Sili- T. butzii, T. caerulea, T. stricta, um nur einige »Doritaenopsis« (Phalaenopsis x Doritis Hybrid). Züchter: GERD RÖLLKE. Foto: Kerstin Wandtke ra mini primi. kon ist hierfür nicht geeignet. Dünner Draht zu nennen. Ebenfalls geeignet zur Blockkultur. Tem- oder Angelsehne eignen sich auch, aber man Die Tillandsie mit dem Trivialnamen Begrünung von Avicularia-Terrarien und in periert bis warm gehalten blühen diese sollte hier recht vorsichtig zu Werke gehen »Spanisches Moos« oder »Bart-Tillandsie« einem größeren Theraphosa-Terrarium findet Kleinode fast das ganz Jahr hindurch. Wäh- um die Pflanze nicht zu verletzten. (Tillandsia usneoides) ist für unsere Terrarien vielleicht auch eine kleine Orchidee die ihr rend der Blüte ist darauf zu achten, dass die nicht geeignet. Als Ersatz für diese sollte auf zusagenden Werte hinsichtlich Temperatur Pflanzen nicht zu feucht gehalten werden. GRAUE TILLANDSIEN Rhipsalis teres ausgewichen werden, der vom und Luftfeuchtigkeit. Temperiert bis warm = 16-28°C. Wuchs ähnlich ist. Orchideen der Gattungen Phalaenopsis, Bei näherer Betrachtung dieser Tillandsien SUMMARY Rodrettia und Howeara brauchen keine ausge- fällt zuerst einmal ihre Färbung auf, die von GRÜNE TILLANDSIEN dehnte Winterruhe, hier reicht eine nächtli- grau über rötlich bis zu hellgrün reicht. Zu- Following her first article about plants in che Temperatur-Absenkung aus. Bei der dem sind die häufig recht kurzen Blätter Wie Eingangs schon erwähnt, lassen sich die tarantula-tanks (WANDTKE, 2003), KERSTIN Gattung Aerangis habe ich hinter den Arten »wollig« und an ihren Spitzen fast drehrund. grünen, etwas größeren Tillandsien, ähnlich WANDTKE now introduces tillandsia and die Ruhezeiten angegeben. Dies alles ist eine Anpassung an klimatische wie andere Bromelien halten (Guzmanien orchids. Pros and cons of both genera are Bedingungen. oder Vriesien). Hier bestehen keine Unter- pointed out. Detailed instructions and hints TILLANDSIEN Die »Behaarung« besteht aus Schuppen- schiede. Temperiert und feucht, hell bis concerning the accurate care of these plants fortsätzen und dient in erster Linie dem halbschattig und mäßig düngen. in tanks are given. Auf den ersten Blick sind Tillandsien in der Schutz vor Austrocknung und daneben erst Hal tung erfolgversprechender als Orchi- der Versorgung mit Wasser und Nährstof- GEEIGNETE ARTEN LITERATUR deen, da sie trockenheitsliebender sind und fen. kleiner bleiben. Doch auch bei Tillandsien Diese Tillandsien brauchen ein wech- Tillandsia cyanea, T. flabellata (Farbtafel Abb. RÖLLKE , F. (2004): Orchideen. Gräfe und liegt der Haltungserfolg im Detail. selndes Milieu im Terrarium. Eine ständig 2), T. wagneriana und ähnliche. Unzer Verlag, München. Tillandsien bilden ebenfalls eine be - hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur sa- S CHMIDT, H. (2003): Terrarienpflanzen. stimmte Gruppe im Pflanzenreich und sind gen ihnen nicht zu. Vielmehr lieben auch sie FAZIT Ulmer Verlag, Stuttgart. für den Laien recht schnell zu erkennen: Es viel frische Luft. Temperaturen um 18-22°C WANDTKE, K. (2003): Pflanzen im Vogel- handelt sich um kleine, grau-grüne Roset- reichen den meisten schon aus. Dabei soll- Die Kultur von Orchideen und Tillandsien spinnen-Terrarium. DeArGe Mitteilungen tenpflanzen, die häufig lose oder auf kitschi- ten sie aber den hellsten Standort im Terra- in unseren Terrarien ist mit Schwierigkeiten 8(5): 4-16. gen Dekorgegenständen aufgeklebt, angebo- rium bekommen. Dabei ist folgendes Pro- und Problemen verbunden. Wenn man aber ten werden. blem zu beachten. Der hellste Standort ist den Bedürfnissen der Spinnen und der Adresse der Autorin: Wer weiß schon, dass es unter ihnen auch oft der wärmste. Hier hilft oft nur eine Pflanzen Rechnung trägt, ist eine erfolgrei- Kerstin Wandtke auch grüne Vertreter gibt, die sich in der gute Durchlüftung des Behälters, damit die che Haltung durchaus möglich. So eignen Simmelweg 5 Haltung nicht von anderen Bromelien unter- Pflanzen nicht verbrennen. Zudem sollte sich »graue« Tillandsien zum Beispiel zur 44328 Dortmund 6 7
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Naturbeobachtung am Rande des Krieges von John Osmani Kürzlich bekam ich von einem Vogelspin- mer wieder für Verwirrung und Erstaunen nen-Stammtischkollegen eine E-Mail, in der sorgen. Ich möchte deshalb die Gelegenheit er mich um meine Meinung bezüglich eines ergreifen um diese interessanten Tiere ein- Bildes bat, welches angeblich in der iraki- mal kurz vorzustellen. schen Wüste von amerikanischen Soldaten Walzenspinnen bilden eine eigene Ord- aufgenommen wurde. nung (Solifugae) innerhalb der Klasse Als ich das Bild öffnete, war ich doch Arach nida. Einige Arten erreichen eine recht erstaunt, denn es zeigt zwei ineinander stattliche Körperlänge von bis zu 7 cm. Auf- verbissene Walzenspinnen von recht beacht- fallend ist der gegliederte Hinterleib und die mächtigen Cheliceren, wel- Kopfstudie einer Solifugae sp. Solifugae sp., das Exemplar auf dem Bild wurde im Handel Foto: Michaela Biese als Galeodes granti angeboten. Foto: Marcus Heller che senkrecht zueinander be- wegt werden. Die Walzen- Walzenspinnen gelten allerdings schon LITERATUR spinnen sind mit ca. 900 Ar- seit der Antike als besonders gefährlich und ten vertreten und bewohnen auch aus neurer Zeit gibt es immer wieder BELLMANN,H. (2001): Kosmos-Atlas: Spin- in der Mehrzahl ausschließ- Schaudergeschichten über sie zu lesen. So nentiere Europas. Kosmos Verlag, Stutt- lich aride Gebiete unserer sollen die Arbeiter beim Bau des ägypti- gart Erde. Sie sind über weite Tei- schen Assuanstaudammes in einen Streik ge- K ALLAS , S. ET. AL . (1999): Kleintiere im le Nord-, Mittel- und Süda- treten sein, weil sie sich derat vor den Wal- Terrarium. Landbuch Verlag, Hannover merikas, Afrikas, Asiens und zenspinnen fürchteten, dass ihnen eine Fort- K LEINSTEUBER , E. (1989): Kleintiere im auch Südeuropas verbreitet. setzung der Arbeit als unmöglich erschien Terrarium. Urania Verlag, Leipzig In der Regal sind sie so lange nichts gegen sie unternommen O SMANI , J. (1998): Einige Informationen nachtaktiv und ernähren sich wurde. über Walzenspinnen I. DeArGe Mitteilun- räuberisch von nahezu allem In der Terraristik spielen Solifugen leider gen 3(9): 3-5 was sie überwältigen können. so gut wie keine Rolle. Sie gelten als nicht O SMANI , J. (1998): Einige Informationen Dazu gehören neben Insek- gut haltbar, was ich aus eigenen Erfahrun- über Walzenspinnen II. DeArGe Mittei- ten und Spinnen auch Wir- gen bestätigen kann. Wenn sie zum Kauf lungen 3(10): 3-4 Dieses Bild, zweier ineinander verbissener Solifugae, kursierte über Wochen im Internet. beltiere wie z.B. kleinere Ei- an geboten werden, sind sie in der Regel SCHMIDT, G. (1992): Skorpione und andere dechsen. Aufgrund ihrer auch recht teuer. Meist sind die auf Börsen Spinnentiere. Landbuch Verlag, Hannover licher Größe. Angeblich soll dieses Bild leichten Reizbarkeit erscheinen sie als sehr selten angebotenen Tiere derart geschwächt schon für reichlich Verwirrung gesorgt ha- angriffslustig und gefährlich. Sie neigen dazu und lethargisch, dass sie schon innerhalb Adresse des Autor : ben, denn vielen war völlig unklar um was bei Gefahr mit ihren Cheliceren zischende kurzer Zeit versterben. Einige wenige Be- John Osmani für Tiere es sich eigentlich handeln könnte. Laute von sich zugeben und beißen auch richte über die erfolgreiche Haltung kann Dürerstr. 1 So soll auch schon die Meinung vertreten ohne weiters zu wenn man sie ergreift. Al- man im Internet finden. 50226 Frechen worden sein, es handele sich um seltene Vo- lerdings wird ihre Gefährlichkeit in der Re- gelspinnen, was natürlich völliger Quatsch gel weit überschätzt. Zwar sind ihre gewalti- Zusammengefasste Informationen zu Soli- ist. gen Cheliceren in der Lage die menschliche fugen: Sofort fielen mir eigene Begegnungen Haut zu durchdringen, da sie aber keine Solifugae in Europa: mit diesen bizzaren Wesen ein, über die lei- Giftdrüsen besitzen, kann es höchstens zu http://theo.blick.bei.t-online.de/ der nicht sehr viel bekannt ist und die im- Sekundärinfektionen kommen. Solifugae.pdf 8 9
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Skorpione – eine kurze Übersicht KRAEPELIN 1894, KRAEPELIN 1899, POCOCK minder breite, häufig schaufelförmige Pedi- 1890) palpen haben, die der Chactoidea liegen un- Teil II: Systematik und Bestimmungsschlüssel Heute sind innerhalb der Ordnung Scor- gefähr dazwischen sind aber nie so schmal, von Boris Striffler piones mehr als 1300 Arten in ~20 Familien wie die der Buthoidea. beschrieben. Schätzungen gehen jedoch da- Anhand der Form der Scherenhände von aus, dass es mindestens 3000-4000 Ar- kann man auch grob abschätzen, ob ein ZUSAMMENFASSUNG with 4 parvorders and 7 superfamilies was ten gibt (pers. Mitt. W. R. L OURENÇO, L. Skorpion möglicherweise für den Menschen proposed by S OLEGLAD & F ET , but is still PRENDINI). Allgemein sind drei Überfamili- gefährlich ist, denn die giftigsten Skorpione Der zweite Teil der dreiteiligen Übersicht under strong discussion. Therefore the older en bekannt: die Buthoidea, Scorpionoidea der Welt gehören alle der Familie Buthidae über die Skorpione behandelt die Systematik classification is depicted over here. und Chactoidea (SISSOM 1990). Diese sind an. Einzige Ausnahme bildet die Gattung und Verbreitung. Klassischerweise werden Scorpions are nearly worldwide distribu- meist schon auf den ersten Blick zu unter- Hemiscorpius, die zusammen mit Habibiella in die Skorpione in drei Überfamilien unter- ted and are among the oldest terrestrial ani- scheiden, da Vertreter der Buthoidea meist einer eigenen Familie steht und deren Stich teilt: Buthoidea, Chactoidea and Scorpio- mals, with land living fossils dated back to schmale pinzettenförmige Pedipalpen (Sche- z.B. zu schweren Vergiftungen und zum Ab- noidea. Ende 2003 wurde eine neue Klassifi- 400-350 million years ago. renhände), die der Scorpionoidea mehr oder sterben der Haut, sog. Hautnekrosen, führen zierung mit 4 Unterordnungen und 7 Über- Finally a map illustrates the distribution kann (RADMANESH 1998). familien von SOLEGLAD & FET vorgeschla- of scorpions worldwide and a key to com- Nicht unerwähnt bleiben soll hier, dass gen. Da diese aber zurzeit heiß diskutiert mon scorpion genera in pet trade is presen- seit Ende 2003 beinahe die gesamte höhere wird, wird hier die alte Klassifizierung vor- ted. Systematik verändert wurde (SOLEGLAD & gestellt. FET 2003). Da diese Arbeit und die Ergeb- Heute sind Skorpione nahezu weltweit SYSTEMATIK nisse gerade heiß diskutiert werden und es verbreitet und gehören zu den ältesten terre- absehbar ist, dass sich einiges wieder ändern strischen Tieren, deren erste landlebenden Es gab schon früh Versuche die Skorpione wird, wird hier die ältere, größtenteils aner- Vorfahren vor 400-350 Mio. Jahren auftra- in Gruppen zu gliedern. Dies spiegelt sich kannte Gliederung, aus dem »Catalog of ten. z.B. in den beiden bekanntesten Scorpions« verwandt. Abschließend wird ein Überfamilien Bu thoidea Traditionell werden 3 Bestimmungsschlüssel und Scorpionoidea Überfamilien anerkannt für die im Zoohan- wider. Diese beiden (Buthoidea, Scorpionoidea del häu fig sten Grup pen sind und Chactoidea), diese tei- Skorpione gege- meist schon auf len sich in 17 Familien auf ben. den ersten Blick zu (FET et al. 2000). unterscheiden und so Dagegen schlagen SO- ABSTRACT wundert es nicht, dass LEGLAD & FET nicht mehr die ersten be kannten nur 3 Überfamilien son- The second part of a tripartite Skorpione entweder dern 4 Unterordnungen overview on scorpions deals with als Scor pio L INNÉ (Pseudochactida, Buthida, scorpion systematics, dis tribution 1754 oder Buthus Chaerilida, Iurida) vor, die Iomachus politus and determination of common scor- Foto: Boris Striffler L EACH 1815 be - sich in 6 Überfamilien auf- pion genera in pet trade. zeichnet wur den. teilen (Pseudochactoidea, Classically the order Zum Ende des 19. Buthoidea, Chaeriloidea, scorpiones is divided into Jahrhunderts ka men natürlich im mer Iuroidea, Scorpionoidea, three superfamilies: Buthoidea, mehr Skorpionsgattungen hinzu, so dass es Chactoidea) und nochmals Chactoidea and Scorpionoidea. By the end zu dieser Zeit auch die ersten Übersichten in 14 Familien (siehe ne - of 2003 a new classification of the order gab (z.B. P ETERS 1861, K RAEPELIN 1891, Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der Skorpione nach SOLEGLAD & FET 2003 benstehende Abbildung). 10 11
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 VORKOMMEN also quasi Zeitgenossen der Dinosaurier den Buthidae abzufragen. Auf eine genauere sind auch für den Fachmann nicht einfach Tyrannosaurus und Triceratops. Diese Fossilien Bestimmung der Euscorpius-Arten und be- zu bestimmen, denn es gibt 8 verschiedene Skorpione sind fast weltweit verbreitet, mit sind noch nicht eindeutig einer der heutigen sonders der chilenischen Bothriuridae wurde Bothriurus-Arten, mehr als 15 Brachistosternus Ausnahme der Antarktis und den gemäßig- Familien zuzuordnen, zeigen aber schon hier verzichtet, da sich deren Taxonomie und mehrere weitere Gattungen mit jeweils ten nördlichen Breiten. Sie bevölkern neben Merkmale der heutigen Liochelidae und zurzeit stark verändert. Gerade die hin und mehreren Arten (pers. Mitt. C. MATTONI). Wüsten, Savannen und Regenwäldern, ge- Scorpionidae auf (CARVALHO & LOURENÇO wieder angebotenen Skorpione aus Chile mäßigten Wäldern und Steppen auch Fels- 2001). spalten, Sand und sogar Gezeitenzonen Die fossilen Skorpione aus dem sicher VEREINFACHTER BESTIMMUNGSSCHLÜSSEL FÜR HÄUFIG GEHALTENE SKORPIONGATTUN- (Farbtafel Abb. 6-8). bekanntesten Bernstein, dem baltischen GEN Allgemein gibt es zwei verschiedene Ty- Bernstein (ca. 45 Mio. Jahre alt), können da- p en von Lebensweisen bei Skorpionen. gegen schon klar den Buthidae zugerechnet 1. Sternum dreieckig (Teil I, S. 25, Abb. 5); keine Trichobothrien auf Zum einen die sog. Generalisten, die in sehr werden (L OURENÇO & W EITSCHAFT 2000; der Unterseite der Patella der Scherenhand; 4-5 Trichobothrien vielen verschiedenen Ökoregionen und über LOURENÇO & WEITSCHAFT 2001). Daneben auf der internen Seite dem Femur der Scherenhand; schmale sehr weite Areale verbreitet sind und zum gibt es aber auch weiteren Bernstein mit pinzettenförmige Scheren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Überfamilie Buthoidea 31 anderen die Spezialisten, die an einen be - Skorpioneinschlüssen, den dominikanischen 2. Sternum nicht dreieckig (sondern fünfeckig oder schlitzförmig); stimmten Lebensraum angepasst sind, z.B. (Tertiär, 35 Mio. Jahre), mexikanischen (Ter- mindestens 1 Trichobothrium auf der Unterseite der Patella der Sanddünenbewohner oder Bewohner von tiär, 25-35 Mio. Jahre) und libanesischen Scherenhand; 1 Trichobothrium auf der internen Seite dem Felsspaltensystemen. Bernstein (125-100 Mio. Jahre) (LOURENÇO Femur der Scherenhand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Die Ordnung Scorpiones ist schon seit 2003). dem mittleren Silur bekannt (vor ~450 Mio. 3. Sternum schlitzförmig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Bothriuridae Jahre) (THORELL & LINDSTRÖM 1884), also ARTBESTIMMUNG 4. Sternum fünfeckig (Teil I, S . 25, Abb. 6) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 lange bevor die Dinosaurier die Erde bevöl- kerten (vor ~220-65 Mio. Jahre) oder die Die im dominikanischen Bernstein einge- 5. Retrolateraler Sporn am Basitarsus fehlend (=> nur ein ersten Wirbeltiere an Land gingen (vor ~350 schlossenen Skorpione lassen sich aufgrund Sporn) (Abb. 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Überfamilie Scorpionoidea 13 Mio. Jahre). Allerdings handelte es sich bei des noch jungen Alters dieses Bernsteins 6. Retrolateraler Sporn am Basitarsus vorhanden (=> zwei Sporne) (Abb. 2) . . . . . . . . . . . .7 den ersten Skorpionen noch um Bewohner (nur 350 Mio. Jahren) relativ gut den heuti- von küstennahen, marinen Flachwassern gen Gattungen Tityus und Microtityus zuord- 7. Beweglicher Finger der Chelizere auf der internen Seite mit und Brackwassern (D UNLOP & W EBSTER nen (S ANTIAGO -B LAY et al. 1990). Dies ist einem deutlichen dunklen Zahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Iuridae (z.B. Hadrurus, Iurus) 1999). Über die Jahrmillionen kam es dann u.a. aufgrund der auch im Bernstein gut 8. Beweglicher Finger der Chelizere auf der internen Seite ohne zu Veränderungen in Lebensweise und Ana- erkennbaren Trichobothrien möglich. eine deutlichen dunklen Zahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Chactidae und Euscorpiidae tomie, so dass sich aus den Wasserbewoh- Die meisten aktuellen Bestimmungs- nern über amphibische Formen die heutigen schlüssel basieren auch zumindest zu einem 9. Beweglicher Finger der Chelizere mit einem subdistalen Zahn; rein terrestrischen Skorpione entwickelten. großen Teil auf der Analyse der Trichobo- Patella der Scherenhand mit nur einem Trichobothrium In ca. 400-350 Mio. Jahre alten Gesteinen thrienmuster. Besonders bei kleineren Skor- auf der Unterseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Iurinae (z.B. Iurus) finden sich dann die ersten wirklich land - pionen und bei wenig Erfahrung mit der bewohnenden Skorpione. Sehr bekannte Bestimmung von Skorpionen bedeutet das Skorpionfossilien stammen übrigens aus aber einige Probleme. Aus diesem Grunde Deutschland, aus der Eifel, Waeringoscorpio habe ich im Folgenden versucht, aus ver- hefteri, und dem Hunsrück, Palaeoscor pius schiedenen Bestimmungsschlüsseln relativ devonicus (KUTSCHER 1971, STØRMER 1970). einfache Merkmale zusammenzustellen, die Die Santana-Formation, eine bekannte man auch ohne große Erfahrung erkennen brasilianische Lagerstätte der Kreidezeit, be- kann, um z.B. nicht die α-und β-Konfigura- Abb. 1: Tarsus von Pandinus (Scorpionoidae), nur ein Sporn Abb. 2: Tarsus von Hadrurus, insgesamt zwei Sporne vor- herbergte auch sehr gute Skorpionfossilien, tion der Trichobothrien auf dem Femur bei vorhanden. Foto: Boris Striffler handen. Foto: Boris Striffler 12 13
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 10. Beweglicher Finger der Chelizere mit zwei subdistalen Zähnen; Patella der Scherenhand mit mehr als einem Trichobothrium auf der Unterseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Caraboctinae 11 11. Patella der Scherenhand mit 4 Trichobothrien auf der Unterseite . . . . . . . . . . .Hadruroides 12. Patella der Scherenhand mit mehr als 4 Trichobothrien (13 bis 27) auf der Unterseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Hadrurus SCORPIONOIDEA Abb. 5: Patelle von Heterometrus mit nur 3 Trichobothrien. Abb. 6: Patella von Pandinus mit mehr als 12 Trichobothrien. Foto: Boris Striffler Foto: Boris Striffler 13. Subaculear Stachel vorhanden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Diplocentridae (z.B. Nebo) 14. Subaculear Stachel fehlend; häufig breite schaufelartige Scheren . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15 26. Stridulationsorgan zwischen den Coxen der Scherenhand und Bein I . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29 15. Ein ventraler Kiel auf Metasoma I-V . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 16. Zwei ventrale Kiele auf Metasoma I-V . . . . . . . . . . . . .Hemiscorpiidae (z.B. Hemiscorpius) 27. Ventrale Seite der Patella mit nur 3 Trichobothrien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Scorpio 28. Ventrale Seite der Patella mehr als 3 Trichobothrien; 17. Distales Ende des Tarsus rund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Scorpionidae 25 Medianaugen meist weit zurück liegend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Opistophthalmus 18. Distales Ende des Tarsus eckig . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Liochelidae (früher Ischnuridae) 19 29. Ventrale Seite der Patella mit nur 3 Trichobothrien (Abb. 5) . . . . . . . . . . . . . . .Heterometrus 19. Ventrale Seite der Patella mit mehr als 4 Trichobothrien und 30. Ventrale Seite der Patella mit mehr als 12 Trichobothrien (Abb. 6) . . . . . . . . . . . .Pandinus Chela external mit mehr als 4 Trichobothrien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Hadogenes 20. Ventrale Seite der Patella mit 4 Trichobothrien und Chela BUTHOIDEA external mit 4 Trichobothrien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21 31. Subaculear Stachel vorhanden (nur amerikanische 21. Unterseite des Tarsus mit zwei seitlichen Reihen Haare und Arten hier berücksichtigt) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33 einer medianen Reihe Zähnchen (Abb. 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Iomachus 32. Subaculear Stachel fehlend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .35 22. Unterseite des Tarsus nur mit zwei seitlichen Reihen Haare oder Borsten, die mediane Reihe Zähnchen fehlt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23 33. Schneide der Schere mit 7-9 Reihen von Körnchen und vielen zusätzlichen seitlichen Körnchen besetzt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Centruroides 23. Unterseite des Tarsus nur mit zwei seitlichen 34. Schneide der Schere mit 12-17 Reihen von Körnchen und Reihen Borsten (Abb. 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Opisthacanthus nicht mit zusätzlichen seitlichen Körnchen besetzt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Tityus 24. Unterseite des Tarsus nur mit zwei seitlichen Reihen Haare . . . . . . . . . . . . . . . . . .Liocheles 35. Carapax ohne deutliche Kiele, meist fein granu- 25. Kein Stridulationsorgan zwischen den Coxen der Scherenhand und Bein I . . . . . . . . . .27 liert (Teil I, S. 27, Abb. 13) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Parabuthus 36. Carapax deutlich mit deutlichen Kielen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37 37. Mesosoma Segmente I und II mit fünf Kielen, meist Meta- soma Segment V schwarz (Teil I, S. 25, Abb. 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Leiurus 38. Mesosoma Segmente I und II mit drei oder weniger Kielen (Teil I, S. 25, Abb. 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .39 39. Beweglicher Finger der Schere mit 3 Körnchen unter dem Abb. 3: Tarsus von Iomachus politus, mit medianer Zähn- Abb. 4: Tarsus von Opisthacanthus punctulatus. chenreihe. Foto: Boris Striffler Foto: Boris Striffler terminalen Körnchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .41 14 15
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 40. Beweglicher Finger der Schere mit 4 Körnchen unter dem animals, which L INNÉ arranged under festations of the Hemiscorpius lepturus terminalen Körnchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .43 Insecta; with the distribution of the sting: a clinical study. International Journal genera composing three of these classes of Dermatology 37: 500-507. 41. Typische Leier auf dem Carapax, aus posteriorlateralen und into orders, etc. and descriptions of SANTIAGO-BAY, J. A., W. SCHAWALLER & lateralen Kielen bestehend (Teil I, S. 25, Abb. 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Buthus several new genera and species. Transac- G. O. POINAR JR. (1990): A new speci- 42. Leier auf dem Carapax fehlt, meist stark verdicktes tions of the Linnean Society of London, Zoo- men of Microtityus ambarensis (Scor- Metasoma (Teil I, Abb. S. 5) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Androctonus logy 11(2): 306-400. piones, Buthidae), fossil from Hispanio- L INNÉ , C. VON (1754): Museum S.R.M. la: evidence of taxonomic status and 43. Leier auf dem Carapax; ventrolaterale Kiele des Meta- Adolphi Friderici regis svecorum, etc. in possible biogeographic implications. soma V unterschiedlich stark gekörnt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Mesobuthus quo animalia rariora imprimis, et exotica: Journal of Arachnology 18(1): 115-117. 44. Keine Leier; ventrolaterale Kiele des Metasoma V nahezu gleich gekörnt . . . . .Hottentotta Quadrupedia, Aves, Amphibia, Pisces, SISSOM, W. D. (1990): Systematics, biogeo- Insecta, Vermes describuntur et determi- graphy and paleontology. Pages 64-160 nantur, latine et svetice cum iconibus in G. A. POLIS, ed. Biology of Scorpi- (Scorpiones, p. 84). Typographia Regia, ons. Stanford University Press, Stanford, Im abschließenden dritten Teil dieser klei- DUNLOP, J. A. & M. WEBSTER (1999): Fos- Holmiae (Stockholm). California. nen Serie über Skorpione wird anhand von sil evidence, terrestrialization and arach- L OURENÇO, W. R. (2003): The first fossil S OLEGLAD, M. E. & V. Y. F ET. (2003): häufig im Terrarium gehaltener Arten auf nid phylogeny. Journal of Arachnology 27: from the Cretaceous amber of France. High-level systematics and phylogeny of die Haltungsansprüche von Skorpionen ein- 86-93. New implications for the phylogeny of the extant scorpions (Scorpiones: Or - gegangen (STRIFFLER in Vorb.). FET, V. Y., W. D. SISSOM, G. LOWE & M. Chactoidea. Comptes Rendus Palevol 2: 213- thosterni). Euscorpius – Occasional Publi- E. B RAUNWALDER (2000): Catalog of 219. cations in Scorpiology. 11: 1-175. DANKSAGUNG the Scorpions of the World (1758-1998). L OURENÇO , W. R. & W. W EITSCHAFT STRIFFLER, B. F. (2004): Skorpione – eine The New York Entomological Society, New (2000): New fossil scorpions from Baltic kurze Übersicht. Teil I: Anatomie und Mein Dank gilt der Firma b.t.b.e., Schnür- York. amber - implications for Cenozoic biodi- Biologie. ARACHNE 9(5): 4-11. pflingen, hier besonders MARTIN THIERER- KRAEPELIN, K. (1891): Revision der Skor- versity. Mitt. Geol.-Paläont.Inst. Univ. Ham- S TRIFFLER , B. F. (in Vorb.): Skorpione – LUTZ für die Bereitstellung von Skorpionen. pione. I. Die Familie der Androctonidae. burg Heft 84: 247-260. eine kurze Übersicht. Teil III: Haltung Ein besonderer Dank geht an S IEGFRIED Jahrbuch der Hamburgischen wissenschaftlichen L OURENÇO , W. R. & W. W EITSCHAFT im Terrarium. ARACHNE 10(1). HUBER, Oberuhldingen, der ebenfalls Skor- Anstalten 8: 1-144. (2001): Description of another fossil STØRMER, L. (1970): Arthropods from the pione, wie auch Literatur zur Verfügung KRAEPELIN, K. (1894): Revision der Scor- scorpion from Baltic amber, with consi- Lower Devonian (Lower Emsian) of gestellt hat. Nicht zuletzt möchte ich mei- pione. II. Scorpionidae und Bothriuri- derations on the evolutionary levels of Alken-an-der-Mosel, Germany. Part 1. nem Kollegen CAMILO MATTONI, Universidad dae. Beiheft zum Jahrbuch der Hamburgischen Cenozoic Buthoidea. Mitt. Geol.-Palä - Arachnida. Senckenbergiana Lethaea 51(4): Nacional de Córdoba, Argentinien für die um- wissenschaftlichen Anstalten 11: 1-248. ont.Inst. Univ. Hamburg 85: 277-283. 335-369. fangreichen Informationen zur Familie Bo- K RAEPELIN , K. (1899): Scorpiones und PETERS , W. (1861): Ueber eine neue Eint- T HORELL , T. T. T. & G. L INDSTRÖM thriuridae sowie den argentinischen und chi- Pedipalpi. Pages 1-265 in F. DAHL, ed. heilung der Skorpione und ueber die von (1884): Discovery of a Silurian fossil lenischen Skorpionen danken. Das Tierreich. R. Friedländer und Sohn ihm in Mossambique gesammelten scor pion. The Glasgow Herald Dec. 19, Verlag, Berlin. Arten von Skorpionen. Monatsberichte der 1884. LITERATUR K UTSCHER , F. (1971): Beiträge zur Sedi- Berliner Akademie der Wissenschaften 1861: mentation und Fossilführung des Huns- 507-516. Adresse des Autors: CARVALHO, M. D. G. P. D. & W. R. LOU- rückschiefers. 32. Palaeoscorpius devoni- P OCOCK , R. I. (1890): A revision of the Dipl. Biol. Boris F. Striffler RENÇO (2001): A new family of fossil cus, ein devonischer Skorpion. Jahrbücher genera of Scorpions of the family But- Zoologisches Forschungsinstitut und scorpions from the Early Cretaceous of des nassauischen Vereines für Naturkunde hidae with descriptions of some South- Museum A. Koenig Brazil. Comptes rendus hebdomadaires des 101: 82-88. African species. Proceedings of the Zoological Adenauerallee 160 séances de l'Académie des Sciences, Sciences de LEACH, W. E. (1815): A tabular view of the Society of London 10: 114-141. 53113 Bonn la Terre et des plantes 332: 711-716. external characters of four classes of RADMANESH, M. (1998): Cutaneous mani- striffler.zfmk@uni-bonn.de 16 17
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Bemerkungen und Beobachtungen zur Haltung und tal lisch schimmernden Carapax aufweisen einer tropischen Region der Erde. Im Jah- Zucht von Holothele incei (F.O. P.-CAMBRIDGE, 1898) (Farbtafel Abb. 20), dessen Farbe sich dann später in Richtung messingfarben ver- resmittel liegen die Durchschnittstemperatu- ren – gemittelt für Trinidad und die Küsten- von Marcus Heller & Marion Heller-Dohmen schiebt. region Venezuelas – bei etwa 24°C, wobei der heißeste Monat der September (ca. 24,5 VERBREITUNG °C) und der kühlste der Januar (ca. 22,5°C) EINLEITUNG HABITUS ist. Die Trockenzeit fällt in dieser Region H. incei kommt sowohl im nördlichen Teil normalerweise auf die Monate Januar bis Bei Holothele incei handelt es sich um eine Bei Holothele incei handelt es sich um eine für Südamerikas – in Venezuela, in der Gegend März. Vogelspinnenart, die man zwar schon lange Vogelspinnen relativ klein bleibende Spezies. um Caracas – als auch auf Trinidad, den kennt (VERDEZ und CLÉTON, 2001, WEBB, Das von C AMBRIDGE (1898) vermessene Westindischen Inseln und Tobago vor VERHALTEN 2000), die aber dennoch im Handel schwie- Weibchen war 27,5 mm lang (Carapax 10 x (SCHMIDT, 2003; WEBB, 2000; VERDEZ und rig zu erhalten war. 7,5 mm), das Männchen 22,5 mm (Carapax CLÉTON, 2001; RUDLOFF, 1997). Im Gegen- In ihrem natürlichen Habitat lebt H. incei in F.O. P.-C AMBRIDGE 1 beschrieb die Art 11 x 9 mm). Doch auch Weibchen mit einer satz zu HOBBS (1990), der H. incei auf Tri- bis zu 30 Zentimeter langen Wohnröhren, schon 1898 als Hapalopus incei. Erst knapp Körperlänge von 21 mm können – als ein- nidad sammelte, wurde MÜLLER (1991) auf die jeweils zwei Ausgänge aufweisen (MÜL- ein Jahrhundert nach der Erstbeschreibung deutiges Zeichen ihrer Geschlechtsreife – Trinidad nicht fündig, er fand die Spezies LER, 1991). wurde die Art in die Gattung Holothele bereits einen Kokon haben (H UBER , pers. jedoch entlang der Ostküste Tobagos. Im Terrarium gräbt und spinnt H. incei (K ARSCH 2 , 1879) transferiert (RUDLOFF , Mittlg.). Im Allgemeinen werden Individuen WEINMANN (pers. Mittlg.) fand H. incei stark. Oft ist bereits in kurzer Zeit das ge- 1997) und wird seither als Holothele incei be- dieser Spezies nicht viel größer als 30 mm. im Norden Trinidads an einem steilen Hang samte Terrarium von einem dichten Ge - zeichnet. Typisch ist die goldbraune bzw. messing- am Straßenrand mitten im Wald, wo die Art spinst mit einer Vielzahl von Gängen und Neuerdings wird diese ansprechende Art farbene Grundfärbung des Prosoma 3 und Wohnröhren in der feuchten Erde angelegt Ausgängen durchzogen. Tagsüber sitzen die immer häufiger angeboten, so dass sie mitt- des Opisthosoma4 adulter Weibchen sowie hatte. Die Röhren waren komplett mit Tiere in ihrem dichten Gespinst versteckt. lerweile in vielen Terrarien zu finden ist. Da- juveniler Tiere. Das wird zusätzlich von oliv- Spinnseide ausgesponnen und setzten sich Erst in der Nacht kommen sie dann an einen bei spielt sicherlich auch die relativ einfache farbenen bis dunkelbraunen Querbändern außerhalb des Erdreichs noch einige Zenti- der Ausgänge und lauern dort auf Beute. Zucht und das bemerkenswerte Verhalten überzogen (Farbtafel Abb. 14). Adulte meter in der Vegetation fort, um dort trich- Aufgrund der geringen Größe können der Tiere bei Gruppenhaltung von Mutter- Männchen weisen im Vergleich zum Weib- terförmig auszulaufen. Dabei hatten die ein- die Tiere in teilweise sehr kleinen Terrarien tier und Jungtieren eine Rolle. chen eine deutlich unscheinbarere Färbung zelnen Gespinste keinen direkten Kontakt erfolgreich gehalten und gezüchtet werden. auf, die ins Gräuliche tendiert (Farbtafel zueinander. So lebte eines unserer Weibchen in einer Abb. 15) während juvenile Tiere etwa ab der Auf Tobago konnte WEINMANN die Tie- Heimchendose, wo es auch verpaart wurde, zweiten Häutung einen dunkelgrünen, me- re unter ähnlichen Bedingungen im Bereich seinen Kokon baute und anschließend die einer Ortschaft im Inselinneren finden. Jungen schlüpften. Allerdings traf er die Tiere an zwei weiteren H. incei wird von W EBB (1989) bzw. Fundorten in Küstennähe unter anderen Le- WEBB (2000) als aggressiv beschrieben. Dies bensbedingungen an. Der Boden war im kann jedoch nicht bestätigt werden. Wird H. dortigen flachen Gelände hart und trocken; incei gestört, flüchten die Tiere in ihr ausge- die umgebende Vegetation bestand aus dehntes Gespinst. Dabei begeben sie sich trocke nem Gras. Alle röhrenförmigen weder in Abwehrstellung, noch greifen sie Wohngespinste waren unter Steinen angelegt an. und reichten nicht ins Erdreich hinein. Teil- Da sie zudem keine Brennhaare aufwei- weise fanden sich bis zu drei Tiere unter sen (MARSHALL, 2001; SCHMIDT, 2003), kön- dem selben Stein, die allerdings jeweils in nen sie sich nicht wie die meisten neuweltli- einem eigenen Gespinst saßen. chen Spezies der Theraphosidae durch Holothele incei, adultes Weibchen Holothele incei, adultes Männchen Foto: Marcus Heller Foto: Marcus Heller Klimatisch gesehen kommt H. incei aus Bombardieren verteidigen. 18 19
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 PAARUNG subadulte Männchen ist von seinem Verhal- nach der Paarung einen etwa haselnuss - ten her nicht von einem adulten, paarungs- großen Kokon, den das Weibchen ständig Sehr friedlich verläuft auch die Paarung. Das unwilligen Weibchen zu unterscheiden. mit sich trug. Aus diesem mit 61 Eiern ge- Männchen fängt bei Berührung des weibli- HOBBS (1990) berichtet, dass alle Männ- füllten Kokon schlüpften bei 27 °C Tages- chen Gespinstes sofort an, mit dem dritten chen nach der Paarung aufgefressen werden. und 22 °C Nachttemperatur genau 28 Tage 1 mm Beinpaar zu zucken. Das paarungsbereite Dies widerspricht jedoch eigenen Terrarien- später 61 Larven. In den übrigen Fällen dau- Weibchen antwortet mit einem hochfre- beobachtungen. Nur hin und wieder wird erte es im Schnitt vier bis sechs Wochen bis quenten Trommeln mit Hilfe des ersten das Männchen vom Weibchen gefressen. So zum Kokonbau. Beinpaares und der Pedipalpen. Oft wird fraß bislang nur eines unserer Weibchen – Nach ihrem Schlupf aus dem Kokon be- später auch das zweite Beinpaar zum Trom- trotz regelmäßigen Futterangebots – das wegen sich die Larven bereits eigenständig meln hinzugenommen. Männchen auf, mit dem es über einen Mo- im Gespinst des Muttertieres (Farbtafel Mit seinen zwei Tibiaapophysen immo- Holothele incei, Bulbus des adulten Männchens nat lang in einem Terrarium zusammen ge- Abb. 17 & 18). Die meisten bleiben aller- Foto: Marcus Heller bilisiert das Männchen die Cheliceren des lebt hatte. Zu vermuten ist, dass insbesonde- dings noch in unmittelbarer Nähe des leeren Weibchens. Das Einführen der Emboli in ria. Die Receptacula seminis ist zweigeteilt re Männchen im fortgeschrittenen Alter Kokons. die Receptacula seminis5 des Weibchens ist (RUDLOFF, 1997). häufiger vom Weibchen gefressen werden S TRIFFLER und W EINMANN (2003) be - aufgrund der Größe der Tiere und dem sehr Nach der Paarung trennen sich die Ge- als ihre jüngeren Artgenossen. Dies könnte richten von Kokons, die 120 bis 130 Eier fein auslaufenden Embolus mit dem bloßen schlechtspartner, wobei das Männchen nicht auf einen allmählichen Verlust der Fähigkeit, enthalten. Auch HOBBS (1990) berichtet von Auge nur schlecht zu beobachten. flieht, sondern weiterbalzt. Das nicht (mehr) artspezifische Signale auszusenden, zurück- 40 bis 120 Eiern. Eine solche hohe Anzahl Gemäß RUDLOFF (1997) ähnelt der Bul- paarungsbereite Weibchen antwortet dem zuführen sein. von Eiern wurde bei unseren Weibchen bis- bus von Holothele denen der Gattung Avicula- Männchen durch zuckende Bewegungen des lang nicht beobachtet, jedoch konnte dritten Beinpaares, droht ihm aber gegebe- KOKONBAU UND SCHLUPF DER LARVEN SCHINDLER zuletzt 112 Nymphen in einem nenfalls auch durch Aufstellen und Schlagen Kokon zählen (pers. Mittlg.). MÜLLER (1991) mit dem ersten Beinpaar. Das Männchen ist VERDEZ und CLÉTON (2001) berichten, dass fand auf Tobago vier H. incei-Weibchen, die hierdurch meist nicht sonderlich zu beein- H. incei-Weibchen ihre Kokons innerhalb Kokons mit sich trugen. Diese enthielten drucken und setzt seine Balz fort. Hierauf von 15 Tagen bis einen Monat nach der Paa- maximal 22 Eier. Insbesondere junge Weib- wendet das Weibchen dem balzenden Männ- rung bauen. In Übereinstimmung hierzu chen scheinen aber deutlich kleinere Kokons chen ihr Opisthosoma zu, um den Eingang baute eines unserer Weibchen genau 15 Tage als ältere Weibchen zu bauen. So berichten zu ihrem Gespinst zuzuweben, so dass sie von dem werbenden Männchen nicht weiter verfolgt und gestört werden kann. Werden zwei Tiere männlichen Ge - schlechts zusammengesetzt, so wird das subadulte von dem adulten Männchen ange- balzt. Das subadulte Männchen verlässt da- bei meist sein Gespinst in Richtung des bal- zenden Männchens und reagiert anschlie - ßend wie ein nicht paarungsbereites Weib- chen. Dabei antwortete es wie schon be - schrieben mit zuckenden Bewegungen des dritten Beinpaares. Auch das demonstrative Zuspinnen des Netzeingangs wird beobach- Bei der Paarung stämmt das Männchen das Weibchen hoch tet. Insgesamt läuft die Begegnung der bei- und führt die Emboli der Bulben in die Receptacula seminis Holothele incei Weibchen mit Kokon Kokon des Weibchens vom nebenstehenden Bild des Weibchens ein. Foto: Martin Huber den Männchen äußerst friedlich ab und das Foto: Martin Huber Foto: Martin Huber 20 21
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 STRIFFLER und WEINMANN (2003) ebenfalls unterscheidet F OELIX (1992) bzw. F OELIX von 20 mm großen Weibchen, deren Ko - (1996) vier verschiedene Formen der Nah- kons etwa 85 Eier enthielten. rungsfürsorge. In der Literatur wird berichtet, dass die Bei einigen Spinnen »opfert« sich das Weibchen oftmals einen zweiten Kokon Muttertier als Futtertier ihrem Nachwuchs bauen, der allerdings wesentlich weniger Ei- (z.B. bei Amaurobius terrestris). Eine weitere er enthält (VERDEZ und CLÉTON, 2001). Bei Form der Nahrungsfürsorge ist das passive den eigenen Weibchen konnte dies ebenfalls Überlassen der von der Mutter gemachten in einem Fall beobachtet werden. Genau 6 Beute. Bei der dritten Form füttert das Mut- Wo chen nach der Paarung fertigte das tertier aktiv mit verflüssigter Nahrung aus betreffende Weibchen einen ersten Kokon ihrem Darmtrakt. Diese dritte Form der an, der allerdings 3 Wochen nach dem Ko- Nahrungsfürsorge wurde bislang nur bei kon bau gefressen wurde. Nach weiteren 5 sehr wenigen Arten beobachtet (z.B. Theridi- Abb. 2: Tillandsia flabellata. Wochen baute dasselbe Weibchen einen wei- on notatum, T. impressum) und wird als Regur- Foto: Kerstin Wandtke teren Kokon ohne sich in der Zwischenzeit gitationsfütterung bezeichnet. Bei der vier- zu häuten. Ein anderes Weibchen häutete ten Form der Nahrungsfürsorge legt das sich gut 13 Wochen nach dem Kokonbau Weibchen zusätzlich kleinere Eier, die dem ohne einen zweiten Kokon anzufertigen. geschlüpften Nachwuchs als Nahrung die- nen (FOELIX, 1996). HERANWACHSEN DER NYMPHEN Für die zweite und dritte Form der Nah- rungsfürsorge muss das Weibchen jeweils in Abb. 1: Dendrobium-Hybrid. Foto: Kerstin Wandtke Etwa eine Woche nach ihrem Schlupf aus der Lage sein, seinen Nachwuchs bzw. die dem Kokon häuten sich die Larven in das von dem Nachwuchs erzeugten Netzvibra- erste Nymphenstadium. Die Nymphen sind tionen deutlich von Beutetieren und Feinden mit einer Körperlänge von ca. 5 mm relativ zu unterscheiden (F OELIX , 1992; F OELIX , groß (Farbtafel Abb. 19) und bei separater 1996). Unterscheidungsvermögen und Tole- Haltung am besten mit Mikro-Heimchen ranz sind notwendige Voraussetzungen für (Acheta domesticus, Gryllus bimaculatus oder das Zusammenleben von Muttertier und Abb. 3: »Doritaenopsis« (Phalaenopsis x Doritis Hybrid). Züchter: GERD RÖLLKE. Foto: Kerstin Wandtke Gryllodes sigillatus), Fruchtfliegen (Drosophila Nachwuchs. Die Nymphen genießen durch spec.) oder auch mit Mehlwurm (Tenebrio ihren Aufenthalt im mütterlichen Netz eine molitor)-Stückchen zu füttern. Versorgung mit größerer Beute als sie selbst Erstmals berichtete HOBBS (1990), dass je überwältigen könnten. H. incei-Weibchen ihren Nachwuchs füttern. Die zweite Form der Nahrungsfürsorge Diese Beobachtung wurde inzwischen konnte eindrucksvoll bei H. incei beobachtet mehr fach bestätigt (STRIFFLER und W EIN - werden. Das Muttertier fängt größere Beute- MANN , 2003; V ERDEZ und C LÉTON , 2001; tiere als die Nymphen selber erbeuten könn- M ÜLLER , 1991) und wurde auch von uns ten und lässt diese an der Beute teilhaben. wiederholt beobachtet. Mehrmals wurde beobachtet, dass das Weib- Von vielen Spinnen ist bekannt, dass sie chen, nachdem es ein kleines Heimchen er- ihre Brut pflegen, indem sie den Kokon tar- beutet und in sein Gespinst transportiert nen, bewachen und verteidigen. Auch ist hatte, sofort wieder auf Jagd ging und auch bekannt, dass einige Nahrungsfürsorge be- das nächste erbeutete Heimchen wieder in Abb. 4: Solifugae sp. Abb. 5: Iomachus politus aus Ostafrika. treiben (FOELIX, 1992; FOELIX, 1996). Dabei das Gespinst transportierte und dort ableg- Foto: John Osmani Foto: Boris Striffler 22 23
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Abb.6: Straußenfarm im Zentrum der Karroo-Wüste Südafri- Abb. 11: Häufig im Handel, aber schwer zu bestimmen, He- Abb.12: Einer der beliebtesten Skorpione, Pandinus imper- kas, Heimat diverser Parabuthus Arten. Foto: Boris Striffler terometrus. Foto: Boris Striffler ator. Foto: Boris Striffler Abb. 9: Männchen von Hadogenes bicolor, ein typischer Spaltenskorpion. Foto: Boris Striffler Abb. 7: Reichlich strukturiertes Trocken-Habitat in Zentral- Abb. 13: Einigen sicher aus dem Italien-Urlaub bekannt: Eus- Abb. 14: Holothele incei, Weibchen mit 3,5 cm KL. Madagaskar. Foto: Helmut Huber corpius italicus. Foto: Boris Striffler Foto: Marcus Heller Abb. 10: Ein Vertreter der für den Menschen gefährlichsten Skorpione, die südamerikanische Gattung Tityus, mit typi- schen schmalen Scheren und dem markanten Zahn unter Abb. 8: Habitat von regenwaldbewohnenden Skorpionen. dem Stachel (fälschlich »Doppelstachel« genannt). Abb. 15: Holothele incei, adultes Männchen. Abb. 16: Holothele incei, bei der Paarung. Foto: Helmut Huber Foto: Boris Striffler Foto: Martin Huber Foto: Martin Huber 24 25
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 te. Mehrere Nymphen fraßen anschließend spiel bei Avicularia cf. avicularia zeigten, dass von den abgelegten Beutetieren während das sich die Geschwister untereinander die Beu- Weibchen weiteren Heimchen nachstellte. te abjagen bzw. sie ihre Beute vor dem ge- Ein anderes Mal fing das Weibchen ein schwisterlichen Zugriff verteidigen. Ein sol- Heimchen, das dann anschließend von meh- ches Verhalten wurde bei den Nymphen von reren Nymphen gleichzeitig als Nahrungs- H. incei bislang nicht beobachtet. quelle genutzt wurde (Farbtafel Abb. 21). Begegnen sich zwei Nymphen bzw. Bereits wenige Tage nach der Häutung Nymphe und Muttertier, so sind ab und zu zur Nymphe I wiesen einzelne Tiere, die im – ähnlich wie bei der Balz – zuckende Bein- Terrarium des Muttertiers belassen wurden, paare zu beobachten. Die ausgelösten Vibra- pralle Opisthosoma auf, obwohl zunächst tionen dienen wahrscheinlich der intraspezi- ausschließlich mit großen Heimchen gefüt- fischen Kommunikation. Wie auch bei Age- tert wurde. Ähnliches wurde auch schon bei lena consociata wird es jedoch vermutlich auch Abb. 17: Holothele incei, Larven. Abb. 18: Holothele incei, Larven. Foto: Marcus Heller Foto: Marcus Heller Poecilotheria regalis beobachtet (G ABRIEL , bei Vogelspinnen weitere Faktoren geben, 2004). die das Erkennen von Artgenossen ermögli- Neben der Fütterung durch das Mutter- chen (FOELIX, 1996). tier überwältigen die Nymphen von H. incei Von anfänglich 17 H. incei-Nymphen, die auch gemeinsam Beutetiere, die für die ein- bei einem Muttertier im Terrarium (Höhe x zelne Nymphe zu groß wären und fressen Breite x Tiefe: 15 x 15 x 20 cm) belassen wurden, konnten wir immer wieder etwa fünf bis maximal neun Nymphen gleichzei- tig sichten. Daher wurde angenommen, dass ei nige gefressen worden waren. Nach 123 Tagen wurden alle Nymphen sowie das Muttertier gefangen, um die Tiere aus dem nun zu klein gewordenen Terrarium zu se- parieren. Überraschenderweise war keine Abb. 19: Holothele incei, Nymphe I, Strichabstand: 1 mm. Abb. 20: Holothele incei, juvenil. der 17 Nymphen gefressen worden. Foto: Marcus Heller Foto: Marcus Heller HOBBS (1990) berichtet, dass Weibchen und Nymphen auch in ihrem natürlichen Habitat auf Trinidad zusammen in einer Wohnröhre leben. Bei einer Gruppe von 30 Tieren im Sta- dium Nymphe I, die gemeinsam im Brut- Holothele incei, junges Weibchen schrank in einer Dose gehalten wurden, Foto: Martin Huber schrumpfte der Bestand – wohl in Erman- gemeinsam von ihrem Fang (STRIFFLER und gelung passenden Futters – bereits in den WEINMANN, 2003). Dies konnte fotografisch ersten Tagen auf 25 Nymphen. dokumentiert werden (Farbtafel Abb. 22). Im Vergleich zu separat gehaltenen und Dem gemeinschaftlichen Fressen der gefütterten Geschwistertieren waren die 17 Nymphen bei H. incei steht das Verhalten Nymphen, die bei dem Muttertier belassen der meisten anderen Vogelspinnenarten ge- wurden, jedoch deutlich kleiner. Neben dem Abb. 21: Holothele incei, Nymphen fressen gemeinsam an Abb. 22: Holothele incei, Nymphen überwältigen gemeinsam einem toten Heimchen. Foto: Marcus Heller ein größeres Heimchen. Foto: Marcus Heller genüber. Eigene Beobachtungen zum Bei- unterschiedlichen Futterangebot dürften 26 27
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 auch die Haltungsbedingungen im deutlich nicht nur durch eine Toleranz gegenüber nile H. incei males and females. Especially P LATNICK , N.I. (2004): The world spider wärmeren Brutschrank eine Rolle für den Artgenossen sondern auch durch ein äußerst the feeding of its young is a spectacular catalog, version 4.5. American Museum of Entwicklungszustand gespielt haben. interessantes Fütterungsverhalten. event which is worth to be investigated fur- Natural History, online at http://rese- Anfänglich häuten sich die Nymphen in ther. arch.amnh.org/entomology/spiders/cat einem Rhythmus von etwa vier Wochen und DANKSAGUNG alog/index.html wachsen dementsprechend rasch heran. Ein GLOSSAR RUDLOFF, J.-P. (1997): Revision der Gat- Männchen, das im Brutschrank bei einem Besonderer Dank gilt UWE SCHINDLER, Er- tung Holothele K ARSCH , 1879 nebst Tag-Nacht-Rhythmus von 27°C bzw. 22°C len bach, der unser Interesse an H. incei 1 FREDERICK OCTAVIUS PICKARD-CAMBRID- Aufstellung einer neuen Gattung Sticho- gehalten wurde, häutete sich bereits nach weckte. M ARTIN H UBER , Obersöchering, GE (1860-1905) plastoris gen. nov. (Araneae, Theraphosi- siebeneinhalb Monaten zur Geschlechtsreife und BORIS STRIFFLER, Euskirchen, sei herz- 2 FERDINAND KARSCH (1853-1936) dae) und Wiedereinsetzung einiger wei- (Häutung zur Nymphe II: 30.6.; Häutung lich für ihre Anmerkungen zu der Rohfas- 3 griech. pro-: vor; griech. soma: Körper terer Gattungen der Mygalomorphae. zur Nymphe III: 21.7.; Häutung zur Nym- sung dieses Artikels gedankt. Nicht zuletzt 4 griech. opisthen: hinten; griech. soma: Arachnologisches Magazin 5(2): 1-19 phe IV: 14.8.; Häutung zur Nymphe V: gilt unser Dank auch DIRK WEINMANN, Fell- Körper S CHMIDT, G. (2003): Die Vogelspinnen. 17.9.; Häutung zum subadulten6 Männchen: bach, der freundlicherweise genauere Anga- 5 lat. receptaculum: Behälter, Sammelort; lat. Westarp Wissenschaften-Verlagsgesellschaft 29.10.; Häutung zum adulten Männchen, ben zum Habitat von H. incei gegeben hat. semen: Samen mbH, Hohenwarsleben d.h. »Reifehäutung«: 14.1.). Dies stimmt mit 6 Subadultus: das letzte Nymphenstadium S TRIFFLER , B.F. (2003): Postembryonal- den Ausführungen von S TRIFFLER und SUMMARY vor der Geschlechtsreife (vgl. STRIFFLER Entwicklung bei Vogelspinnen (Thera- WEINMANN (2003) überein. Bei einem ande- [2003]) phosidae) – vom Ei zur Jungspinne. ren Männchen betrug die Zeitspanne zwi- Holothele incei is an easy to breed tarantula DeArGe Mitteilungen 8(3): 16-28 schen der letzten Häutung des Nymphensta- species of relatively small size which can be LITERATUR STRIFFLER, B. & D. WWEINMANN (2003): diums und der »Reifehäutung« bemerkens- kept and bred successfully, even in smaller Vogelspinnen in Venezuela – von der werter Weise mehr als acht Monate. tanks. It shows a remarkably tolerant behavi- FOELIX, R. F. (1992): Biologie der Spinnen. Karibik bis zu den Tepuis. DRACO Das bislang langlebigste unserer Männ- or while interacting with other adult or juve- 2. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 4(16): 70-79 chen verstarb 4 Monate nach seiner »Rei- FOELIX, R. F. (1996): Biology of Spiders. VERDEZ, J.-M. & F. CLÉTON (2001): Myga- fehäutung«. Hinsichtlich der Langlebigkeit 2nd Edition, Oxford University Press, inc. les – Découverte & Élevage. Bornemann - von Weibchen können noch keine Aussagen and Georg Thieme Verlag Philippe Gérard Éditions, Paris, France getroffen werden. Das älteste Weibchen im G ABRIEL , R. (2004): Poecilotheria regalis W EBB , A. (1989): The Olive Brown Tri- eigenen Bestand hat sich nach seiner ersten feeding young. Journal of the British Taran- nidad Spider. Journal of the British Tarantu- Verpaarung (28.9.) am 31.1. sowie am 28.3. tula Society 19(3): 70-71 la Society 4(4): 8-9 gehäutet. Nach einer zweiten Verpaarung HOBBS , C. (1990): H. incei Observations. WEBB, A. (2000): Vogelspinnen. 2. Auflage, (15.4.) baute sie einen weiteren Kokon Journal of the British Tarantula Society 6(1): Natur und Tier-Verlag, Münster (14.5.), den sie am 5.6. auffraß. Seit dem 22 13.7. trägt sie – ohne weitere Verpaarung – M ARSHALL , S. D. (2001): Tarantulas and Adresse der Autoren: ihren dritten Kokon mit sich herum. Other Arachnids. Barron's Educational Dr. Marcus Heller und Series, Inc., Hauppauge, NY, USA Dipl. Biol. Marion Heller-Dohmen ZUSAMMENFASSUNG MÜLLER, S. (1991) Vogelspinnenfang auf Goldtäleweg 11 Trinidad und Tobago (Westindische 70327 Stuttgart Bei H. incei handelt es sich um eine einfach Inseln). Arachnologischer Anzeiger 2(1): 9- marcus.heller@gmx.net zu haltende Vogelspinnenart die durch ihre 11 marion.heller-dohmen@gmx.de geringe Körpergröße selbst in sehr kleinen P.-CAMBRIDGE, F.O. (1898): On New Spe- Terrarien gut gehalten und auch nachge- cies of Spiders from Trinidad, West züchtet werden kann. Im Vergleich mit an- Indies. Proc Zool. Soc. London: 890-900 Holothele incei, adultes Weibchen deren Arten überraschen diese Tiere dabei Foto: Marcus Heller 28 29
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Vereine informieren Vereine informieren DY SACHER im Vorstand. Mit viel Elan wur- de im gleichen Jahr die Tierbestand-Daten- bank ins Leben gerufen, damit die Mitglie- der die Möglichkeit haben Zuchttiere zu fin- den und untereinander auszutauschen. Ende 1994 durfte der Verein schon 60 Mitglieder verzeichnen. Im Jahr 1995 begann man mit der Un - terstützung der IGV Olten & Umgebung, die mit der Durchführung der 1. Vogelspinnen- und Insektenbörse dem allgemeinen Bedürf- Arachnida Schweiz – ein Traditionsver- nis nach einer Vogelspinnenbörse nachkam. Bestimmungskurs mit VOLKER VON WIRTH Impressionen eines Stammtisches Foto: Thomas Märklin Foto: Thomas Märklin ein stellt sich vor Ebenso stieg die Mitgliederzahl weiter und mittlerweile waren schon 80 Personen bei ten-Ausgabe von schaftung der Tierbestands-Datenbank. Am 21. März 1993 wurde der Verein Arachn- der Arachnida als Mitglieder geführt. 6 auf 4 Exemplare im Jahr, infolge fehlender B ETTINA D ICKMANN stieß in den Vor- ida von M ARKUS P ETER , F REDY S ACHER , Weiter wurden ab 1996 SONIA CONTI als Artikeln und Überlastung des Redaktors, stand dazu und ersetzte PETER FREI im Jahr U WE K IRSCH , R ETO K USTER und RONNY Redaktorin und ROBERT HITZ als Beisitzer reduziert. 2001. Durch die Initianten PATRICK LOCHER STRUCHEN gegründet. Diese Personen stell- neu mit ins Boot genommen. Das Arach - Da der Job als Redaktor sehr zeitintensiv und T HOMAS M ÄRKLIN konnte auch mit ten auch gleichzeitig den ersten Vorstand. nida-Marktblatt (Tierbörse) sowie auch die ist, war man froh dass P ETER F REI für Erfolg der 1. Vogelspinnen-Bestimmungs- Der Verein sollte all jenen offen stehen, die Arach nida-Verkaufsartikel nahmen immer S ONIA C ONTI im Jahr 1999 in diesem kurs mit VOLKER VON WIRTH in Glattfelden sich mit lebenden Spinnentieren oder Insek- mehr Gestalt an. Die Mitgliederzahl wie Bereich das Ruder übernahm. Leider war durchgeführt werden. Diese zwei Organisa- ten beschäftigen. Das wichtigste Ziel war die auch die Professionalität stieg, der Verein zugleich ein Rückgang der Mitgliederzahl toren führten auch einen monatlich stattfin- Haltung und die Zucht von Spinnen, Skor- zählte zu diesem Zeitpunkt schon über 110 auf 90 zu vermerken. Gründe der Austritte denden Stammtisch ein, der abwechselnd in pionen, Käfern und weiteren Insekten. Da Personen. waren vielfach der Ausschluss durch das Zürich und in Bern stattfand. Während der in den meisten Terrarienvereinen diese Tiere Bei der GV 1997 haben sich M ARKUS Nichtbezahlen des Mitgliederbetrages. Ausrichtung der Stammtische wurden auch sehr stiefmütterlich behandelt werden, ha- P ETER und ROBERT H ITZ verabschiedet. Ab dem Jahr 2000 bekam die Arachnida- Vorträge von verschiedensten Personen ben die oben genannten Personen diesen Neu in den Vorstand kamen BRUNO BAUM- Post ein neues Gewand und man war offen gehalten und die Gemeinschaft gefördert. Verein gegründet. Sie wollten versuchen, GARTNER und LARS WIDMER. 106 Mitglieder für Neues. Neu kam N ATHALIE BARAS in Der 16. und 17. November 2001 bleibt Informationen über die war der Endstand 1997. den Vorstand und ersetzte DANIEL BRÄND- ein denkwürdiges Datum. Die Vogelspin- Wirbellosen zu sammeln um RONNY STRUCHEN hatte LE. THOMAS MÄRKLIN übernahm die Bewirt- nenausstellung »ArachnExpo«, die von Mit- sie an die Mitglieder weiter- sein Amt im Vorstand 1998 zugeben. Dazu wurde eine niedergelegt, daraufhin wur- Zeitschrift herausgegeben, de PIA HOCHULI in den Vor- namens »Arachnida-Post«. stand gewählt. Und wie Noch im gleichen Jahr jedes Jahr seit 1995 unter- wurde RON NY S TRUCHEN stützte die Arachnida die Vo- durch DANIEL BRÄNDLE im gelspinnen- und Insekten- Vorstand ersetzt. Die Mit- börse in Olten, damit dies gliederzahl wuchs schon im auch im merwährend das ersten Jahr auf mehr als 20 High light des Jahres, was Personen an. Bör sen in der Schweiz an - Im Jahr 1994 ersetzte ging, blieb. Ebenso wurde in Blick in Halle während der ArachnExpo 2001 Tatkräftige Helfer und Helferinnen nun RONNY STRUCHEN FRE- Arachnida-Post Nr. 0, 1993 diesem Jahr die Zeitschrif- Foto: Thomas Märklin Foto: Patrick Locher 30 31
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Vereine informieren Vereine informieren einzubringen. Es ist für uns kein Verlust, dass wir die ARACHNE zukünftig als unser Publikationsorgan anerkennen. Wir sehen darin Vorteile für uns. Zum einen ist dies eine Entlastung des Vorstandes, es ist ein professionelleres Journal für unsere Mitglie- der und bietet uns die Möglichkeit, aktionso- rientierter zu handeln und trotzdem keine unserer Vereinsziele zu vernachlässigen. Ebenfalls wird dadurch zukünftig eine uner- Organisationskomitee der ArachnExpo 2001: PATRICK LO- Blick in Halle während der ArachnExpo 2003 wünschte Streuung der Informationen über CHER, MAJA MOCK, ANDREA MÄRKLIN, THOMAS MÄRKLIN, BEAT Foto: Thomas Märklin Organisationskomitee der ArachnExpo 2003: THOMAS MÄR- unsere Lieblinge verhindert. Seit der GV MUMENTHALER KLIN, LARS WIDMER, URSULA RAMSEIER, NATHALIE BARAS, EMILIA MESSMER, ALFRED MESSMER, BEAT LICHTENSTEIGER, PATRICK 2004 im März ist nun die ARACHNE auch gliedern der Arachnida organisiert wurde, Im Jahr 2003 verließen B EAT MUMENTHA- LOCHER unser Publikationsorgan und unsere Mitglie- war das absolute Highlight dieses Jahres. LER, UWE KIRSCH und BETTINA DICKMANN chern konnten wir am Sonntagabend zufrie- der sind aus diesem Grund auch automa- Getragen von vielen tatkräftigen Mitgliedern den Vorstand. Neu dazu kamen E MILIA den die Türen schließen. tisch Mitglieder der DeArGe. In der Arachn- haben auch über 2.000 Besucher die Aus- M ESSMER , A LFRED M ESSMER und B EAT Leider mussten dann PATRICK LOCHER ida werden wir aber weiter bestrebt sein, den stellung in Glattfelden (Zürich) besucht. L ICHTENSTEIGER . Eines der vorrangigen und NATHALIE BARAS aus beruflichen Grün- Verein unabhängig weiter zu führen. Den- Im darauf folgenden Jahr traten L ARS Ziele die der Verein Arachnida nun verfolgte den den Vorstand auf der GV 2004 verlas- noch werden wir zukünftig mit der DeArGe WIDMER, BRUNO BAUMGARTNER und RETO war, das man mehr aktionsorientiert arbeiten sen. Zum Glück konnten zwei neue enga- bei übergeordneten Projekten zusammenar- KUSTER aus dem Vorstand. Neu hinzu ka- wollte. Dem kam man auch schon am 25. gierte Mitglieder für den Vorstand gewon- beiten. men PATRICK L OCHER , B EAT M UMENTHA - und 26. Oktober 2003 mit der gigantischen nen werden. Zum einen ANDREAS CHRISTEN Inzwischen haben wir von der IGV LER und THOMAS MÄRKLIN. Der Verein war »ArachnExpo« 2003 nach. Diesmal fand die und zum anderen HILDEGARD NEUHÄUSLER. Olten die Vogelspinnen- und Insektenbörse schon im Wandel, es kamen neue junge Leu- »ArachnExpo« in Amriswil (Thurgau, nähe Leider mussten wir HILDE- in Olten übernommen, die te dazu und es wurde versucht die Attrakti- Bodensee) statt. VOLKER VON WIRTH, BORIS GARD N EUHÄUSLER schon am 27. und 28. November vität des Vereines, die von den bestehenden STRIFFLER und BENNO WULLSCHLEGER hat- bald interimistisch durch 2004 zu ihrem 10. Geburts- Vorstandsmitglieder aufgebaut wurde, beizu- ten durch ihre Vorträge über verschiedene THOMAS DOMINIAK erset- tag kommt. Diese Börse ist behalten. Man versuchte viele Ideen umzu- Themen auch das nötige Fachwissen vermit- zen, weil sie uns im Juli die größte ihrer Art in der setzen, leider war und ist das nicht immer so telt. Es war ein Erfolg! Mit rund 3.000 Besu- 2004 aus privaten Gründen Schweiz und ist immer mit einfach. per sofort nicht mehr zur einer kleinen Ausstellung Verfügung stand. bespickt. Was sich schon vor der Zum Schluss noch ein GV 2004 abzeichnete war, kleines Resümee und heu - dass man mit dem Verein tige Zielsetzungen sowie DeArGe (Deutsche Arachnolo- Dienstleistung für Vereins- gische Gesellschaft e.V.) Kon- mitglieder der Arachnida takt bezüglich ihres Ver- Schweiz: einsjournales aufnahm. Der Verein Arachnida Arachnida-Post Nr. 51, 2004 Wir haben mit Neugier fördert die Haltung, Pflege das Erfolgsergebnis der jetzigen ARACH- und Zucht von Spinnentieren und Insekten NE, dem Journal der DeArGe, mitverfolgt in Terrarien. Dies erfolgt unter gleichzeitiger und haben uns dazu entschieden, um Kräfte Berücksichtigung des Natur- und Arten- Neugierige Blicke der Besucher Tatkräftige Helfer und Helferinnen am Samstagabend Foto: Patrick Locher Foto: Thomas Märklin zu bündeln, uns auch in die ARACHNE mit schutzes. Ebenfalls unterstützt er den Infor- 32 33
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Vereine informieren Presse & Medien mationsaustausch zwischen Haltern und AKTUELLER VORSTAND: 28.06.2003 Züchtern. Der Verein will Vorurteile gegen- über Spinnentieren und Insekten abbauen. Redaktion: Spinnen-Invasion bei Zadar Mitglieder erhalten 6 mal im Jahr das EMILIA MESSMER, Kappelstrasse 4, Publikationsorgan ARACHNE, ebenfalls in 5432 Neuenhof, ℡ 056-4061714 Zahlreiche hochgiftige Spinnen, bekannt als gleicher Anzahl das Arachnida-Marktblatt. emilia.messmer@arachnida.ch Schwarze Witwen, bedrohen das Hinterland Weiter haben Mitglieder das Recht zur Be- Präsident: der kroatischen Adriastadt Zadar. Drei Men- nutzung der Tierbestands-Datenbank, z.B. THOMAS MÄRKLIN, Wiesenstrasse 4, schen seien in den vergangenen Tagen ge- für Zuchtzwecke, Sammlungsaufloesungen 8580 Amriswil, ℡ 071-4110634 bissen und nur durch schnelle ärztliche Hilfe usw. und das Recht, Bücher aus der Vereins- thomas.maerklin@arachnida.ch gerettet worden, berichteten gestern Zagre- bibliothek auszuleihen. Die Vereinsbiblio- Vizepräsident: ber Zeitungen. Das Spinnengift kann für theks-Liste wird jedem Neumitglied aus- ALFRED MESSMER, Kappelstrasse 4, Herzkranke oder Ältere tödlich sein, falls sie gehändigt, da mit dieses das umfangreiche 5432 Neuenhof, ℡ 056-4061714 nicht sofort entsprechende Gegengifte be- Angebot nutzen kann. Weiterhin organisiert alfred.messmer@arachnida.ch kommen. Es wird angenommen, dass die der Verein die »ArachnExpo« die im Jahr Kassier: dauerhafte Hitze- und Dürrewelle die Spin- 2006 das nächsten mal stattfindet und die PIA THÜRIG, Hinterdorfstrasse 4, nen, von denen nur das Weibchen gefährlich alljährlich stattfindende Börse in Olten. An- 6213 Knutwil, ℡/Fax 041-92162-66/-67 ist, aus deren Verstecke in den umliegenden lässe wie z.B. das »Bräteln« haben sich auch Bergen in die Siedlungen getrieben hat, hieß pia.thuerig@arachnida.ch etabliert. Die Homepage unseres Vereines Aktuar: es. war bis jetzt noch nicht besonders interes- BEAT LICHTENSTEIGER, Mittelholzerweg sant, wir konnten nun aber ein Mitglied fin- Quelle: »Ludwigsburger Kreiszeitung« 6, 8302 Kloten, ℡ 01-8143165 den, das die Neugestalltung und den Ausbau Gefunden von: Svenja von Wirth beat.lichtensteiger@arachnida.ch der selben in Angriff nimmt. Beisitzer: Wir hoffen mit diesen Informationen ei- ANDREAS CHRISTEN, Länggasse 27, nen Überblick über den Verein Arachnida gegeben zu haben und würden uns freuen, 3600 Thun, ℡ 033-2224142 wenn wir auch neue Mitglieder aus dem In- andreas.christen@arachnida.ch und Ausland begrüßen dürften. Beisitzer (interimistisch bis GV 2005): Weitere Informationen zum Verein und THOMAS DOMINIAK, Gheidstrasse 70, zur Mitgliedschaft erhalten Sie bei unserem 4612 Wangen b. Olten, Tel. 062-2129911 Vorstand, auf unserer Homepage und den thomas.dominiak@arachnida.ch Arachnida-Tischen an den Börsen. Adresse des Autors: VEREINSANSCHRIFT: Thomas Märklin Wiesenstrasse 4 Arachnida Schweiz CH - 8580 Amriswil Postfach 31 thomas.maerklin@arachnida.ch CH - 6213 Knutwil http://www.arachnida.ch info@arachnida.ch Info: www.arachnida.ch 34 35
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Leserbriefe Vereinsnachrichten Leserbriefannahme: hat sich unglaublich zum Positiven hin ent- Der DeArGe-Vogelspinnenbestim- insbesondere am Samstag sehr gut besucht, Michaela Biese wickelt! mungskurs am 27.03.2004 in Düsseldorf so dass die mitgebrachten Binokulare mit Düsterbeck 51 Markus Pickavè, 46049 Oberhausen, per jeweils zwei Personen pro Mikroskop ziem- 45731 Waltrop E-Mail Am Wochenende des 27-28.03.2004 fand lich ausgelastet waren. Bevor es jedoch an leserbriefe@dearge.de der diesjährige Vogelspinnenbestimmungs- die praktische Bestimmung ging, wurde zu- Gerne werden wir versuchen in Zukunft Ihre Anre- kurs der DeArGe e.V. in Düsseldorf statt. nächst ein theoretischer Teil von mir abge- Die Leserbriefe spiegeln nicht die Meinung gung umzusetzen. Eine kurze Übersicht über evtl. Dies klingt zunächst einmal nicht besonders der Redaktion oder der DeArGe e.V. wider. Namensänderungen bei den Vogelspinnen können aufregend, aber um ein Haar hätte dieser Die Redaktion behält sich das Recht auf wir mit der Inhaltsangabe und kritischer Bespre- Bestimmungskurs gar nicht stattfinden kön- Kürzungen vor. chung entsprechender Publikationen in unserer Ru- nen. Unser ehemaliger Pressewart hatte sich brik »Kürzlich Publiziert« wiedergeben. Hin und be reit erklärt, den diesjährigen Bestim- wieder wird es sicherlich auch einen ausführlicheren mungskurs der DeArGe in Mühlheim a.d. Mit Begeisterung lese ich regelmässig unser Artikel über den aktuellen Stand innerhalb einer Ruhr zu organisieren. Leider war das auch Vereinsjournal ARACHNE. Weniger regel- be stimmten Vogelspinnengruppe geben, so wie es so ziemlich das letzte, was man diesbezüg- mässig hingegen bin ich auf Börsen etc. zum Beispiel in dem Bericht »Welche Spinne ist lich von ihm gehört hat. Ein besonderer unterwegs, da mir aus zeitlichen und voral- das?« in den DeArGe Mitteilungen 7(11) Dank geht deshalb an dieser Stelle an unser lem aus beruflichen Gründen einfach die gemacht wurde. Leider können solche ausführlichen Vereinsmitglied C LAUDIA QUINTUS , die in Zeit fehlt! Vor einigen Tagen sagte mir mein Darstellungen zum Sachverhalt in einer bestimmten Windeseile und mit viel Engagement in nur Terraristik-Verkäufer in Oberhausen, es hät- Vogelspinnengruppe nur von ausgewiesenen Exper- wenigen Tagen die Organisation des Kurses Die Tafel mit den gesammelten Anmerkungen zum theorti- schen Teil des Kurses. Foto: Volker von Wirth ten sich sehr viele Gattungen/Artennamen ten der betroffenen Gruppen gemacht werden und übernommen hat. Sie sorg te für eine ver- bei Vogelspinnen usw. geändert! Wenn man diese können aus Zeitgründen nur hin und wieder nünftige Verpflegung während des Wochen- handelt. Es wurde darüber diskutiert, was nicht ständig die Ohren offen hält, verliert einen solchen Bericht verfassen. endes, besorgte Unterkünfte für die Perso- man alles braucht um eine vernünftige Be- man halt irgendwann den Durchblick. Und Eine weitere Möglichkeit sich über aktuelle nen, die von weiter außerhalb angereist wa- schreibung eines Taxon, z.B. einer Art oder dazu hätte ich nun die alles entscheidende Na mensänderungen zu informieren bietet das ren, und sie organisierte einen gemütlichen einer Gattung, durchführen zu können. An Frage an Sie: DeArGe-Diskussionsforum und dort speziell das Abend in einem typisch urig-rheinischen einer Tafel wurden die Vorschläge der Kurs- Ist es irgendwie möglich, dass Sie dieses Unterforum »DeArGe – Systematik / Taxo- Lokal in Düsseldorf. teilnehmer zu diesem Thema gesammelt. Thema mal in Ihrer Redaktionsgruppe zu nomie«! Darin wird häufig sehr zeitnah über ver- Der eigentliche Bestimmungskurs war Wir kamen so zu dem Ergebnis, dass man Wort bringen? Vielleicht hat jemand aus der schiedenste Publikationen und Namensänderungen für eine gute taxonomische Redaktion/Recherche die Zeit dazu und in der Vogelspinnensystematik berichtet. Beschrei bung / Pu blikation vorallem auch das nötige Interesse daran, Die Redaktion zum Beispiel genügend Tier- Mit gliedern, die wie ich nicht immer auf material un ter sucht haben Draht sind, ein wenig im Wissen zu unter- sollte, um die innerartliche stützen, diese Neuen Namen aufzulisten Variation der verwendeten und auch immer aktuell Heft für Heft wei- Merk male bes ser berechnen terzuführen! Schliesslich gibt es auch häufig und beurteilen zu können. Spalten in der ARACHNE wie z.B. die Bör- Auch soll te man unbedingt se »Biete/Suche« o.a., in denen es nichts zu die Typenserien der nächsten lesen gibt. Dies würde einige Missverständ- Verwandten, die zumeist in nisse aus dem Weg räumen und zugleich den großen Naturkundemu- auch der Kommunikation unter den Mitglie- seen deponiert sind, un ter - dern ganz gut tun. Ansonsten darf ich an sucht haben, da die Original- dieser Stelle mal ein ganz grosses Lob aus- beschreibungen der allermei- Die Teilnehmer des Vogelspinnenbestimmungskurses der DeArGe 2004 in Düs- sprechen, denn allein schon die ARACHNE seldorf. Foto: Volker von Wirth sten Vogelspinnenarten – aus 36 37
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Vereinsnachrichten Vereinsnachrichten zinen zu suchen haben. de wurde die bereitgestellte Tafel rege von Nach dieser Darstellung ging der Vogel- Weitere Punkte betrafen die Fundortan- mir benutzt, um die verschiedenen, gerade spinnenbestimmungskurs 2004 der DeArGe gaben der beschriebenen Taxa sowie die abgefragten Strukturen zu zeichnen. Nach- e.V. am Sonntag Nachmittag für alle Teil- Anfertigung von brauchbaren Zeichnungen dem wir die mitgebrachten Exuvien bis zur nehmer erfolgreich zu Ende. oder Bildern. Gattung zusammen bestimmt hatten, wur- Nach diesem etwa zwei Stunden langen den von mir Exuvien verteilt, die ich selbst Adresse des Autors: theoretischen Teil des Bestimmungskurses mitgebracht hatte. Diesmal sollten die Teil- Volker von Wirth wurde eine Mittagspause gemacht, in der die nehmergruppen versuchen weitestgehend Lilienstrasse 1 besprochenen Aspekte unter den Teilneh- alleine diese Exuvien zu bestimmen. Dabei 71723 Großbottwar mern weiter diskutiert wurden. wa ren einige Teilnehmer sehr erfolgreich, Nach der Mittagspause begannen wir andere »verrannten« sich dagegen in völlig Die Kursteilnehmer beim Identifizieren. dann mit dem praktischen Teil der Vogel- falsche Gruppen, weil sie irgendwo im Be- Neue Mitglieder Foto: Volker von Wirth spinnenbestimmung. Zunächst wurde von stimmungsschlüssel falsch »abgebogen« wa- heutiger Sicht – kaum brauchbare Informa- mir erklärt, wie ein dichotomer Bestim- ren. • Mirko Barnickel tionen enthalten, da früher häufig Merkmale mungsschlüssel aufgebaut ist und wie er be- Am frühen Abend wurde der erste Tag 91056 Erlangen verwendet wurden, die heute keine Relevanz nutzt wird. Allgemeines Erstaunen gab es des Bestimmungskurses beendet. Zumeist • Albert Bauer mehr haben (z. B. weil sie viel zu variabel darüber, wie einfach doch der Umgang mit hatten die Teilnehmer ihre Exuvien bis zur 74821 Mosbach innerhalb einer Art sind, vgl. Augenstel- einem Bestimmungsschlüssel ist. Schon bald Gattung bestimmen können. Nach so viel • Karol Beck lung/-größe und Augenabstände). Weiterhin merkten die Kursteilnehmer aber, dass die Bestimmungsarbeit waren die Kursteilneh- 49086 Osnabrück sollten Publikationen in darauf spezialisierte Schwierigkeiten einen Bestimmungsschlüssel mer offensichtlich ziemlich geschafft und • Oliver Beer Fachzeitschriften, wie z.B. »Zootaxa«, das zu benutzen in der Unkenntnis der dort ab- alle freuten sich auf den gemütlichen Aus- A - 1220 Wien »Journal of Arachnology«, das »Bulletin der gefragten Merkmale liegt. Aus diesem Grun- klang mit einem Essen in einem Düsseldor- • Alex Beigel British Arachnological So ciety« oder die fer Lokal. 52146 Würselen »Organisms, Diversity and Evolution« ge - Der zweite Teil des Vogelspinnenbestim- • Ocke-Bandik Braren tätigt werden. Die Kursteilnehmer waren mungskurses am nächsten Tag beschäftigte 35037 Marburg sich alle einig, dass wissenschaftlich relevan- sich primär mit der Geschlechtsidentifizie- • Marco Cordes te Publikationen nichts in kleinen, sehr rung einer Spinne anhand einer Exuvie, dem 49744 Geeste regional verbreiteten Vereinsheften oder Abtrennen von Extremitäten vom Körper • Wolfgang Deml kommerziellen, von Zoohändlern in gerin- einer in Alkohol konservierten Vogelspinne, 84048 Mainburg ger Auflagenstärke herausgegebenen Maga- um z.B. Stridulationsorgane zu untersuchen, • Stefan Dudler und dem Herauspräparieren einer weibli- 44388 Dortmund chen Spermathek aus einer toten, in • Steffen Dusi 70%igen Alkohol konservierten Vogelspin- 04509 Delitzsch ne mit Hilfe von erhitzter Milchsäure. Gera- • Diana Fendl de die beiden zuletzt genannten Aspekte 83022 Rosenheim wurden bei diesem Bestimmungskurs zum • Christian Fußbroich ersten Mal von mir gelehrt und fanden reges 64297 Darmstadt Interesse, da besonders die Spermathek- • Peter Gawlowski präparation durch Milchsäure – also das 78467 Konstanz Heraustrennen einer Spermathek aus einer • Alexander Haack in Alkohol gelagerten Vogelspinne – eine 27474 Cuxhaven für die Spermathek sehr schonende Metho- • Kai Stefan Hartel Der Kursleiter beim »Kochen« einer Spermathek in Milch- Der Kursleiter beim abtrennen einer Extremität einer toten, säure. Foto: Volker von Wirth in Alkohol konservierten Vogelspinne. Foto: V. von Wirth de ist. 53113 Bonn 38 39
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Vereinsnachrichten Vereinsnachrichten • Alexander Hiess 67434 Neustadt zum Jahresende 2004 erfolgen. Eine Kündi- bezahlen. Um dies zu erreichen, bitte ich A - 1230 Wien • Andreas Tobien gung ist nur wirksam, wenn sie schriftlich deshalb dringend um Eure Mitarbeit! • Marcus Kaspar 41468 Neuss und fristgerecht bei unserer 1. Vorsitzen- Markus Strauß, Kassenwart A - 2334 Götzendorf • Jürgen Wurmseher den eingegangen ist. Bei verspäteter Kündi- • Ingo Kerstgens 85630 Grasbrunn gung ist der Beitrag für das ganze Jahr zu 53819 Neunkirchen-Seelscheid bezahlen. Die DeArGe e.V. behält sich für Member fee payment 2005 • Michael Knöbl Allen neuen Mitgliedern diesen Fall die Einforderung des Mitglieds- A - 7221 Marz ein herzliches Willkommen! beitrages vor. Dear member of the society! • Dennis Köppener Nach einem Beschluss des Vereinsaus- 46562 Voerde schusses müssen mir alle Schüler und Stu- In January 2005 the membership fee for • Thomas Köstler Zugangsdaten denten, die bisher einen ermäßigten Beitrag next year becomes due. Because of some 93437 Furth im Wald entrichtet haben, bis zum 15. Januar 2005 complications during the last years, we have • Johannes Laser Nachfolgend die neuen Zugangsdaten für eine gültige Schul- oder Studienbescheini- decided to point out the procedure of pay- 59320 Ennigerloh den Mitgliederbereich auf unserer Home - gung zusenden. Ansonsten werden sie auf ment in general and the special conditions • Franziska Maier page www.dearge.de (Groß- und Klein - den normalen Mitgliedsbeitrag hochgestuft. of payment concerning our foreign club 83139 Söchtenau schreibung beachten): Eine nachträgliche Umstellung kann aus members. • Thilo Meier organisatorischen Gründen erst wieder im 75177 Pforzheim Benutzername: Iomachus Folgejahr bei termingerechter Einreichung Payment procedure for foreign club • Michael Meierhofer Kennwort: politus der entsprechenden Bescheinigung durchge- members: 84543 Winhöring führt werden. Mitglieder aus dem Aus- • Christian Meyer land müssen nach einem Beschluss des Ver- 1. The membership fee subscription (25,00 28203 Bremen Abbuchung der Mitgliedsbeiträg 2005 einsausschusses ihren Mitgliedsbeitrag bis Euro per person) has to reach the Deut- • Sebastian Müller zum 31. Januar 2005 an die DeArGe e.V. sche Arachnologische Gesellschaft e.V. by 76831 Ilbesheim Liebe Mitglieder! überwiesen oder in bar eingereicht haben January 31, 2005 at the latest. • Karin Pichler (Kontoverbindung siehe Impressum S. 47). 2. Please make sure that you pay any ex - 83666 Waakirchen Ende Januar werden die Mitgliedsbeiträge Eine Überweisung muss für die DeArGe e.V. penses caused by your bank transfer. • Marzena Potyka für das Jahr 2005 abgebucht. Um für beide ohne Kosten verbunden sein. Auslandsmit- 3. You can find our international bank de- 83022 Rosenheim Seiten ärgerliche und kostenpflichtige Rück- glieder, deren Beitrag bis zum 30. Januar tails in the Impressum of the ARACH- • Mandy Raasch buchungen zu vermeiden, möchte ich dar- 2005 nicht eingegangen ist, werden automa- NE (page 47) 74074 Heilbronn um bitten mir bis spätestens 15. Januar tisch vom Verein ausgeschlossen. 4. If the membership fee is not delivered • Rolf Rademacher 2005 schriftlich mitzuteilen, ob sich an until January 31, 2005 your membership 29482 Küsten Eurer Bankverbindung etwas geändert hat. Bankverbindung: will automatically end by December • Andreas Rinke Dies gilt insbesondere für Mitglieder, die in Deutsche Arachnologische Gesellschaft e.V. 2004. 65760 Eschborn 2004 bereits angemahnt wurden, weil mir Raiffeisenbank Frechen-Hürth eG • Jürgen Robold keine gültige Bankverbindung vorliegt. Bitte IBAN-Nr.: DE 72370623650701493010 Thanks in advance, 72181 Starzach / Felldorf achtet auch darauf, dass das Konto zum Ab- Swift/BIC-Code: GENODED1FHH Markus Strauß, treasurer • Herbert Roth buchungstag eine entsprechende Deckung 91058 Erlangen aufweist. Anfallende Gebühren für nicht Der neue Vorstand und das neue Redakti- • Uwe Schindler von uns verschuldete Rückbuchungen onsteam werden sich bemühen, die Qualität Empfänger unter der angegebenen 74235 Erlenbach müssen wir leider vollständig an das entspre- der ARACHNE und andere vereinsinterne Anschrift nicht zu ermitteln • Stefan Siekmann chende Mitglied weiterbelasten. Ein Austritt Aktivitäten in Zukunft weiter zu verbessern. 39326 Hermsdorf aus der DeArGe e.V. muss innerhalb der Voraussetzung hierfür ist, dass alle Mitglie- Manches Mitglied vergisst bei einem Umzug • Christoph Sperling vorgeschriebenen Frist von sechs Wochen der ihre Beiträge pünktlich und gewissenhaft uns die neue Anschrift mitzuteilen, so dass 40 41
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Vereinsnachrichten zum Schmunzeln die ARACHNE dann mit dem Vermerk ser Ausgabe die Farbtafel aus dem letzten »Empfänger unter der angegebenen Anschrift nicht Heft noch einmal beigelegt. zu ermitteln« wieder zu uns zurückkommt. Die Redaktion Ist eine E-Mail Adresse oder eine Mobil- funknummer in unserer Datenbank hinter- legt, so schreiben bzw. rufen wir denjenigen Adressänderung natürlich an um seine neue Anschrift zu er- mitteln, denn diese Mitglieder haben den Unser zweiter Vorsitzender OLIVER KRAUT- Jahresbeitrag für die DeArGe bezahlt und TER ist Ende August umgezogen. Seine neue somit stehen ihnen auch alle Leistungen der Adresse lautet: DeArGe, insbesondere die ARACHNE, zur Verfügung. Oliver Krautter Bei folgenden Mitgliedern sehen wir kei- Niklastorstraße 4 ne andere Möglichkeit, als auf die Mithilfe 71642 Marbach der Vereinsmitglieder zu bauen: Vielleicht krautter@dearge.de kennt jemand den einen oder anderen der folgenden Liste und bittet ihn / sie, uns die neue Anschrift mitzuteilen? Errata • Stefan Fuchs (früher 58135 Hagen), ANDREAS BELZ hat uns darauf hingewiesen, • David Konradi (früher 36304 Alsfeld), dass auf dem Tityus-Bild auf Seite 9 in der • Rainer Milde (früher 22846 Nor der- Ausgabe 9(5) 2004 der markante Zahn un- stedt), terhalb des Stachels entgegen der Angabe in • Anke Stone (früher 57612 Birnbach), der Bildunterschrift nicht zu sehen ist, da • Gerd Lück (früher 34576 Homberg), dem Tier auf dem Foto der Stachel und die • Ronny Müller (früher 01665 Diera), Giftblase fehlen. Beim Layouten der Ausga- • Sven Schneider (früher 65197 Wiesba- be wurde leider das Bild vertauscht. Gut zu den) sehen ist dieses Merkmal in der Abbildung • Daniel Groß (früher 96247 Michelau) 10 auf Seite 26 der Farbtafel in dieser Aus- gabe. Vielen Dank für Eure Hilfe! Desweiteren ist A NDREAS aufgefallen, Marion Heller-Dohmen, 1. Vorsitzende dass auf Seite 14, rechte Textspalte, Zeile 8, als Fundortangabe Minas Gervais steht, was aber Minas Gerais heißen muss! Druckpanne Danke an Andreas für diese Hinweise. Wir Hinweis zur September-Ausgabe 2004 bitten die Korrekturhinweise zu be rück - sichtigen. Leider wurde die Farbtafel der Ausgabe 9(5) Die Redaktion 2004 nicht in Farbe sondern wie das restli- che Heft in Graustufen gedruckt. Dies war so nicht beabsichtigt. Daher haben wir die- 42 43
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Kleinanzeigen & Kontakte Termine Zeichenerklärung: 107. Internationale Insektentausch- 10. Vogelspinnen- und Insektenbör- Suche börse Frankfurt am Main se in Olten (Schweiz) Erste Zahl: Anzahl der Männchen Suche Alkoholmaterial, frisch tote Tiere z. B.: 1,0 = 1 Männchen Wann: Samstag und Sonntag 06./07.11.2004 Grösste Schweizer Börse für Spinnentiere oder auch Exuvien diverser Falltürspinnen. Zweite Zahl: Anzahl der Weibchen Einlass für Besucher am Samstag von 13:00- und Insekten. Während der ganzen Börse z. B.: 0,3 = 3 Weibchen Michaela Biese, M.Biese@gmx.de 18:00 Uhr, für Aussteller ab 10:00 Uhr. gibt es eine Zusatzausstellung. Dritte Zahl: Anzahl der Tiere unbekann- Am Sonntag für Besucher von 9:00-16:00 Wann: Samstag & Sonntag 27./28.11.2004 ten Geschlechts Uhr, für Aussteller ab 8:30 Uhr jeweils von 10.00-16.00 Uhr z. B.: 0,0,6 = 6 Tiere bei de- Wo: Großen Saal des Bürgerhauses (Titus- Wo: Frohheimschulhaus, CH-4600 Olten nen das Geschlecht noch Forum), Frankfurt am Main (Schweiz), Beschilderung in Olten beachten bestimmt werden konnte Info: Einar Klein, ℡ 0641-81169, und auf der Infoseite. (oft Spiderlinge) boerse@apollo-frankfurt.de Veranstalter: »Arachnida Schweiz« www.apollo-frankfurt.de/Tauboerse/Taubo- Info: http://www.poecilotheria.com/ RH: Reifhäutung = Erreichen der Ge- ers.html Boerse_Olten/default_boerse.htm schlechtsreife NZ: Nachzucht ZAG Wirbellose im Terrarium e.V. Reptilienbörse Gießen WF: Wildfang Fachtagung und Börse in KL: Körperlänge Bad Hersfeld Wann: Samstag 28.11.2004 Syn.: Synonym Einlass für Besucher von 10:00-15:00 Uhr, VB: Verhandlungsbasis Herzlich eingeladen sind sowohl Mitglieder, für Aussteller von 6:30-9:00 Uhr. als auch Nichtmitglieder der ZAG Wirbello- Wo: Hessenhallen, Rodheimerstr. / August se im Terrarium e.V. Balzer Weg, 35398 Gießen. Wann: Samstag 20.11.2004, Info: H. J. Rolinski, ℡ 06483-7528, Fax: Börse 9:30 Uhr bis 13:00 Uhr, Beginn der 06483-2112, www.rolinski.de Biete Vorträge 14:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr. Wo: Modellschule Obersberg, Am Obers- Spinnen und Insekten Börse NL 1,0 Sericopelma silvicola (früher melanotarsum), berg 25, 36251 Bad Hersfeld (RH 9/04), 1,0 Grammostola iheringhi, (RH Info: Dirk Mundt, ℡ 034462-22614, Wann: Sonntag 28.11.2004 8/04), Spermanetz, 1,0 Aphonopelma crinitum, mundt-hoelzer@t-online.de Einlass für Besucher von 12:00 - 16:00 Uhr, (RH 7/04 ), Spermanetz www.zag-wirbellose.de für Aussteller ab 10:00 Uhr. Ulrike Ohletz, ℡ 02064-93809, Wo: MFC H2O, Groenendaal 1B, 3481CT, Ulrike@bielenstein.de Reptilienbörse Berlin Harmelen Sonstiges Info: J. van het Meer, ℡ 0527-204495/06- Wann: Samstag 20.11.2004 22103933, Fax 0842-117580, Suche Video- und Radiomitschnitte von Spinnenkollegen (Talkshow-Auftritte, Auf- Einlass für Besucher 10:00-16:00 Uhr, für info@vhm-events.com, klärungs-Beiträge, Reportagen) sowie Zei- Aussteller von 6:00-9:00 Uhr www.vhm-events.com tungsmeldungen (Lokale Vorfälle i. S. Spin- Wo: Evangelische Kirchengemeinde Am nen). Hohenzollernplatz, Nassauische Straße 67 Tausch/Zahlung nach Vereinbarung. Info: ℡ 030-29666015, Fax: 030/29666014, Brigitte Hayen, Meldenweg 33, 28357 info@reptilienboerse-berlin.de Bremen, Fax.: 0421-275153 www.reptilienboerse-berlin.de 44 45
  • ARACHNE 9(6), 2004 ARACHNE 9(6), 2004 Termine Impressum Terra Pfalz Wo: Nordwestzentrum (Saal Titusforum), Die »ARACHNE« wird herausgegeben von der Deut- Kontaktadresse Vogelspinne e.V. Rosa-Luxemburg Str./Erich-Ollenhauser- schen Arachnologischen Gessellschaft e.V. Sie ist das offizielle, zweimonatlich erscheinende Publikationsorgan von Vogelspinne e.V. Wann: Sonntag 12.12.2004 Ring, 60439 Frankfurt Nordweststadt. DeArGe. e.V., Vogelspinne e.V. und Arachnida-Schweiz. Sie Postfach 910163 Einlass für Besucher 10:00-16:00 Uhr Info: H. J. Rolinski, ℡ 06483-7528, Fax: befasst sich mit Themen rund um Spinnentiere. 30421 Hannover Wo: in der Messehalle, 66953 Pirmasens 06483-2112, www.rolinski.de Marc Voßkämper (1. Vorsitzender) Info: N. Hochreiter, ℡ 06331/92957 Vereinsausschuß der DeArGe e.V. ℡ 0511-2151311 11. Internationale Reptilienbörse Fax: 040-3603-447075 1. Vorsitzende 2. Vorsitzender Reptilienbörse Mainburg Köln Dipl. Biol. Marion Heller-Dohmen Oliver Krautter vossk77@aol.com Info: www.vogelspinne-ev.de Goldtäleweg 11 Niklastorstraße 4 Wann: Sonntag 19.12.2004 Wann: Sonntag 02.01.2005 70327 Stuttgart 71642 Marbach Einlass für Besucher von 09:00-15:00 Uhr, Einlass für Besucher von 11:00-17:00 Uhr, ℡ 0711-8829557 krautter@dearge.de Kontaktadresse Arachnida-Schweiz für Aussteller ab 07:30 Uhr. für Aussteller ab 8:00-10:00 Uhr. heller-dohmen@dearge.de Arachnida Schweiz Wo: Stadthalle Mainburg, Wo: im »Tanzbrunnen« (auf dem Gelände Kassenwart Schriftführer Postfach 31 Paul-Nappenbach-Str. 2, 84048 Mainburg. der Messe Köln), Rheinparkweg 1, 50679 Dipl.-Kfm. Markus Strauß Dr. Marcus Heller CH-6213 Knutwil Info: ℡ 08751-876578 oder 0179-5633992, Köln. Speckendamm 1 Goldtäleweg 11 info@arachnida.ch 28865 Lilienthal 70327 Stuttgart www.sulcatas.de Info: Rainer Straub, ℡ 0175-6859736, Fax: strauss@dearge.de heller@dearge.de Thomas Märklin (Präsident) 02841-29104, info@reptilienboersen.de, Wiesenstr. 4 Internationale Reptilienbörse www.reptilienboersen.de Hauptschriftleiter CH - 8580 Amriswil Frankfurt Volker von Wirth ℡ 0041(0)71-4110634 Lilienstr. 1 thomas.maerklin@arachnida.ch 71723 Großbottwar Info: www.arachnida.ch Wann: Sonntag 19.12.2004 von-wirth@dearge.de Einlass für Besucher von 10:00-15:00 Uhr, für Aussteller von 6:30-9:00 Uhr. Börsenwart Timo Raab Dr.-Kornmesser-Str. 42 64739 Höchst raab@dearge.de Stammtische Homepage-Redaktion Da die ausführliche Liste aller Stammtische • 26122 Oldenburg und deren Kontaktpersonen inzwischen fast • 30419 Hannover-Herrenhausen Mandy Raasch Thorsten Gurzan drei Seiten einnimmt, werden wir sie nur • 32791 Lage Schmollerstr. 10 Ringener Str. 15 noch in jeder dritten Ausgabe komplett ab- • 34119 Kassel 74074 Heilbronn 53501 Grafschaft-Karweiler raasch@dearge.de gurzan@dearge.de drucken, um den dadurch eingesparten Platz • 53115 Bonn-Poppelsdorf für Artikel zu nutzen. • 55120 Mainz-Mombach Info: www.dearge.de Unter folgender URL findet ihr eine • 63619 Bad Orb aktuelle und ausführliche Liste aller uns be- • 71634 Ludwigsburg, Stadteil Eglosheim Bankverbindung kannten Stammtische: • 86947 Schwabhausen (bei Landsberg) http://www.dearge.de/anzeigen/tisch.shtml • 90443 Nürnberg Deutsche Arachnologische Gesellschaft e.V. Raiffeisenbank Frechen+Hürth eG Dort findet ihr ausführliche Informatio- • 99880 Waltershausen Kontonummer: 701493010 nen zu folgenden Stammtischen: • A-1110 Wien (Österreich) BLZ: 37062365 • 12203 Berlin-Lichterfelde, • A-5072 Siezenheim (Salzburg, Öster- IBAN-Nr.: DE 72370623650701493010 • 24118 Kiel reich) Swift/BIC-Code: GENODED1FHH 46 47