Your SlideShare is downloading. ×
FATCA Whitepaper - Foreign Account Tax Compliance Act
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×

Thanks for flagging this SlideShare!

Oops! An error has occurred.

×

Introducing the official SlideShare app

Stunning, full-screen experience for iPhone and Android

Text the download link to your phone

Standard text messaging rates apply

FATCA Whitepaper - Foreign Account Tax Compliance Act

2,057
views

Published on

Am 18. März 2010 ist ein neues US-Steuergesetz in Kraft getreten, der Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA). Er verlangt von nicht in den USA ansässigen Banken und sonstigen Finanzinstitutionen …

Am 18. März 2010 ist ein neues US-Steuergesetz in Kraft getreten, der Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA). Er verlangt von nicht in den USA ansässigen Banken und sonstigen Finanzinstitutionen weltweit, steuerlich relevante Informationen über US- Personen an die US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) zu liefern, die weit über die seit 2001 bestehenden Qualified Intermediary (QI) Bestimmungen hinausgehen. Die meisten FATCA-Vorgaben müssen Finanzinstitutionen bereits ab 2013 anwenden. Auf die Institute kommt damit unter hohem Zeitdruck eine große Herausforderung zu. Dieses Papier gibt einen Überblick über FATCA, benennt die wichtigen Unterschiede zwischen FATCA- und QI-Regime und beschreibt die wesentlichen Fragestellungen bei der Umsetzung von FATCA.

Published in: Economy & Finance

0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total Views
2,057
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
0
Actions
Shares
0
Downloads
31
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

Report content
Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
No notes for slide

Transcript

  • 1.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK Kurzversion Wenn Sie sich für die komplette Ausgabe dieses Whitepapers interessieren, senden Sie bitte eine E-Mail an deutschland@csc.com Betreff: FATCA Whitepaper    1
  • 2.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK Inhalt ABSTRACT ........................................................................................................... 3 EINLEITUNG......................................................................................................... 3 Gesetzliche Vorgaben ...................................................................................... 3 Pro und Contra FATCA-Compliance ................................................................ 4 FATCA-ÜBERBLICK ............................................................................................. 5 FATCA-Eckpunkte ............................................................................................ 6 QI- und FATCA-Regime ................................................................................... 7 FATCA-Zeitplan ................................................................................................ 8 KUNDENKLASSIFIKATION .................................................................................. 9 VERÖFFENTLICHUNG DER PASSTHRU PAYMENT PERCENTAGE ............. 10 STEUEREINBEHALT .......................................................................................... 11 REPORTING ....................................................................................................... 12 FATCA-UMSETZUNG ........................................................................................ 13 Handlungsfelder ............................................................................................. 13 Aufgabenpakete bei einer Systemintegration ................................................. 15 FATCA–Kompetenz von CSC ........................................................................ 15 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ........................................................................... 17    2
  • 3.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK ABSTRACT Am 18. März 2010 ist ein neues US-Steuergesetz in Kraft getreten, der Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA). Er verlangt von nicht in den USA ansässigen Banken und sonstigen Finanzinstitutionen weltweit, steuerlich relevante Informationen über US- Personen an die US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) zu liefern, die weit über die seit 2001 bestehenden Qualified Intermediary (QI) Bestimmungen hinausgehen. Die meisten FATCA-Vorgaben müssen Finanzinstitutionen bereits ab 2013 anwenden. Auf die Institute kommt damit unter hohem Zeitdruck eine große Herausforderung zu. Dieses Papier gibt einen Überblick über FATCA, benennt die wichtigen Unterschiede zwischen FATCA- und QI-Regime und beschreibt die wesentlichen Fragestellungen bei der Umsetzung von FATCA. EINLEITUNG FATCA ist ein US-Steuergesetz, welches das US-Steuer-Reporting von nicht in den USA ansässigen Finanzinstitutionen (Foreign Financial Institutions, FFIs) deutlich verschärft. Ausländische Finanzintermediäre sollen den gleichen Melderegeln unterstellt werden wie US-Finanzdienstleister. Bis zum 30. Juni 2013 müssen sich ausländische Finanzintermediäre den US-Behörden gegenüber verpflichten, die neuen Regeln einzuhalten, wenn sie den generellen Einbehalt einer 30-prozentigen Quellensteuer auf ihre Erträge aus US-Quellen vermeiden wollen. Gesetzliche Vorgaben Die gesetzlichen Vorgaben sind im neuen Chapter 4 des Internal Revenue Code formuliert. Notice 2010-60 vom 27. August 2010, Notice 2011-34 vom 8. April 2011 und Notice 2011-53 vom 14. bzw. 25. Juli 2011 konkretisieren die gesetzlichen Vorgaben. Die Diskussion ist noch nicht abgeschlossen. Ein Entwurf der finalen Regulierung wird am 31.12 2011, die finale Regulierung im Sommer 2012 erwartet. Hintergrund: Am 18. März 2010 wurde das Chapter 4 (bestehend aus den Abschnitten 1471 bis 1474) zum Untertitel A des Internal Revenue Code durch den Hiring Incentives to Restore Employment (HIRE) Act von 2010, Pub. L. 111-147 (H.R. 2847) hinzugefügt. Originaltexte: http://frwebgate.access.gpo.gov/cgi- bin/getdoc.cgi?dbname=111_cong_bills&docid=f:h2847enr.txt.pdf http://www.irs.gov/pub/irs-drop/n-10-60.pdf http://www.irs.gov/pub/irs-drop/n-11-34.pdf http://www.irs.gov/pub/irs-drop/n-11-53.pdf Primäre Zielsetzung des FATCA ist die Sicherstellung der korrekten Besteuerung von in den USA steuerpflichtigen Personen. Er erweitert hierzu das bisher aus dem QI-Regime bekannte Verfahren, das weiterhin bestehen bleibt.    3
  • 4.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK Bisher liefern weltweit rund 5.600 Geldinstitute im Rahmen der QI-Meldungen Daten an den IRS. FATCA gilt hingegen für beinahe alle Finanzintermediäre außerhalb der USA. Aktuell ist davon auszugehen, dass jede Institution mit Erträgen aus US-Quellen bzw. mit US-Kunden von FATCA betroffen ist. Das bedeutet, dass neben Banken auch Investmentgesellschaften, Vermögensverwalter, Broker, Clearinghäuser, Private Equity- Unternehmen, Stiftungen, Fonds, Rechtsgebilde mit US-Beteiligung, aber zum Beispiel auch Versicherungsgesellschaften, die nicht nur Risikolebensversicherungsgeschäft betreiben, betroffen sind. Die Schätzungen bewegen sich dabei in einer Bandbreite zwischen 50.000 und 200.000 betroffenen Finanzmarktteilnehmern, die FATCA vor massive Herausforderungen stellen wird. Pro und Contra FATCA-Compliance Einem Institut, das teilnimmt, kann für seine Nicht-US-Kunden eine Quellensteuerentlastung auf einen günstigeren Satz nach dem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) gewährt werden. Nicht-US-Kunden genießen also den Vorteil der jeweiligen DBAs für Erträge, ohne entsprechende Anträge bei der US-Finanzverwaltung stellen und ihre Identität offenlegen zu müssen. Ein Institut, das nicht teilnimmt, wird mit einer Strafsteuer von 30 Prozent auf alle Erträge wie Zinsen, Dividenden, Mieterträge oder auf Veräußerungserlöse von Vermögenswerten aus US-Quellen belegt, mit denen Zinsen, Dividenden, Mieterträge etc. erwirtschaftet werden können. Bei Veräußerungserlösen kommt das FATCA- Regime sogar einer Substanzbesteuerung gleich: Wenn ein Anleger ein US-Wertpapier zu 9.000 Euro gekauft hat und zu 10.000 Euro verkauft, werden an der Quelle 30 Prozent von 10.000 Euro einbehalten – viel mehr als der erzielte Kursgewinn von 1.000 Euro. Die Kunden können zwar über das DBA einen Teil dieser Steuer wieder einfordern – Steuern auf Verkaufserlöse deckt das DBA jedoch nicht ab. Von diesem Quellensteuerabzug sind nicht nur US-Kunden, sondern alle Kunden betroffen – und außerdem die Eigengeschäfte und -bestände des Finanzinstituts. Der Steuerabzug erfolgt, wenn nur ein Finanzinstitut in der Kette bis zum Endkunden die Anforderungen nicht erfüllt. Daher werden teilnehmende Institute daran interessiert sein, in der vorgelagerten Zahlungskette keine nicht teilnehmenden Institute zu haben und es vermeiden, Geschäftsbeziehungen mit nicht teilnehmenden Instituten zu unterhalten.  Das erwartete Steueraufkommen ist zu gering, um den US-Haushalt nachhaltig zu sanieren (8 Milliarden US-Dollar / 10 Jahre). 1 Für die weltweite Implementierung wird FATCA geschätzte Kosten von bis zu 2.000 Milliarden US-Dollar verursachen. 2 Die durchschnittlichen Einführungskosten pro Institut sollen bei fünf bis zehn Millionen US- Dollar liegen. 3 Den Aufwand für die Institute allein in Deutschland beziffern Experten mit Kosten von bis zu zehn Milliarden Euro. 4                                                             1 Habersack, Dieter (13.09.2011): Gewappnet für FATCA? URL http://www.institutional- money.com/cms/fileadmin/Uploads/pdf/SolvencyII_2011/PwC_Habersack.pdf Stand: 15.12.2011 2 BDO (Oktober 2011): Tax Alert. URL http://www.bdo.de/uploads/media/FATCA_Tax_alert_10_2011.pdf Stand: 15.12.2011 3 Institutional Money (November 2010): FATCA: Amerikas Bürokratie-Monster. URL http://www.institutional- money.com/cms/magazin/steuer-recht/artikel/fatca-amerikas-buerokratie- monster/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=19&cHash=38c72b71bc Stand: 15.12.2011 4 Blechner, Notker (27.06.2011): Finanzbranche zittert vor FATCA. URL http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_542138 Stand: 15.12.2011     4
  • 5.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK Erfahrungen aus der Einführung des QI-Systems und der EU-Zinsbesteuerung haben gezeigt, dass die ‚Lead Time‘ für solche Systemerweiterungen 18 bis 24 Monate in Anspruch nehmen kann. Und die für FATCA notwendigen Erweiterungen gelten als deutlich aufwendiger. 5 Ein denkbar knapper Zeitraum, da die gestaffelte Einführung von FATCA Mitte 2013 beginnt und bis Mitte 2015 abgeschlossen sein muss. Aus wettbewerbs- und geschäftspolitischen Gründen haben in Deutschland praktisch alle Banken und Kreditinstitute, die US-Wertpapierhandel für ihre Kunden betreiben, den QI- Status angenommen. 6 Diese Institute haben im Rahmen des QI-Regimes bereits Lösungen für ein US Reporting and Withholding entwickelt oder erworben und QI- Prozesse installiert, auf denen die Umsetzung der FATCA-Anforderungen unter Umständen aufsetzen kann. Die Architektur der Lösung sollte jedoch zukunftsoffen sein, denn FATCA wird nicht die einzige Neuerung hinsichtlich globaler steuerlicher Transparenz bleiben, an der auch seitens anderer (EU-, OECD- oder G20-)Staaten Interesse besteht. Daher wird neben der Erweiterung einer bestehenden QI-Lösung auch der Einsatz einer später erweiterbaren Standardlösung für FATCA oder ein Outsourcing zur Diskussion stehen. FATCA-ÜBERBLICK Zusammenfassung auf der Homepage des IRS  Under this agreement a ‚participating‘ FFI will be obligated to: (1) undertake certain identification and due diligence procedures with respect to its accountholders (2) report annually to the IRS on its accountholders who are U.S. persons or foreign entities with substantial U.S. ownership (3) withhold and pay over to the IRS 30-percent of any payments of U.S. source income, as well as gross proceeds from the sale of securities that generate U.S. source income, made to (a) non-participating FFIs, (b) individual accountholders failing to provide sufficient information to determine whether or not they are a U.S. person, or (c) foreign entity accountholders failing to provide sufficient information about the identity of its substantial U.S. owners Anmerkung: Unter (3b) wird der Begriff “individual accountholders” zur Verdeutlichung besser ersetzt durch „individual or entity accountholders”. IRS: Summary of Key FATCA Provisions. URL http://www.irs.gov/businesses/corporations/article/0,,id=236664,00.html Stand 15.12.2011 Jeder nicht in den USA ansässige Finanzintermediär, der Geschäft mit USA-Bezug ohne 30 Prozent Strafabzug machen will, muss FATCA-compliant werden. Hintergrund ist die weltweite Steuerpflicht von US-Persons, das heißt von US-Personen und -Unternehmen.                                                             5 Ernst & Young (2010): Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA). URL http://www2.eycom.ch/publications/items/asset_management/2010_fatca/2010_EY_FATCA_de.pdf Stand: 15.12.2011 6 Pirritano, Silvano: QI-Beratung und QI-Prüfung. URL http://www.maintax.de/QI_060119.pdf Stand: 15.12.2011     5
  • 6.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK FATCA soll es den USA erleichtern, Steuerhinterziehung aufzudecken. Das Qualified Intermediary Regime wird durch FATCA ergänzt, nicht ersetzt. FATCA-Eckpunkte FFI-Status Für Finanzinstitute wird es fast unmöglich, nicht FATCA-compliant zu werden. FATCA- Compliance muss auf Konzernebene (‚Expanded Affiliated Group’) erreicht werden. Es sind Widersprüche zu nationalen Rechtsvorschriften (z.B. beim Datenschutz) zu erwarten. Passthru Payment Percentage Finanzinstitute müssen ihren Passthru Payment Percentage (PPP) auf Quartalsbasis – erstmalig frühestens im 1. Quartal 2014 – ermitteln und veröffentlichen (siehe Kapitel ‚Veröffentlichung der Passthru Payment Percentage‘). Bei unveröffentlichtem PPP gilt ein PPP von 100 Prozent. Klassifikation FATCA erfordert eine umfassende Identifizierung von potenziellen US-Konten sowohl bezüglich Kunden (umfassender als bestehende KYC-, AML-, QI-Vorschriften) als auch bezüglich Geschäftspartnern. Steuereinbehalt FATCA verlangt den Einbehalt einer Strafsteuer (Withholding) bei gewissen Zahlungen (‚Withholdable Payments‘ und ‚Passthru Payments‘) aus US-Quellen an Konten oder an Institute, die nicht FATCA-compliant sind. Reporting FATCA verlangt ein umfassendes, detailliertes jährliches Berichtswesen bezüglich US- Konten und Nicht-US-Rechtsgebilden als Kontoinhaber mit US-Eigentümern, deren Beständen und Transaktionen – beziehungsweise die Schließung von US-Konten, wenn die Informationen nicht an den IRS weitergegeben werden können.    6
  • 7.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK QI- und FATCA-Regime Das QI-Regime bleibt auch nach Einführung von FATCA bestehen. Die FATCA- Bestimmungen sollen lediglich Lücken der QI-Regelungen schließen.   QI-Regime FATCA-Regime betroffene Länder Länder, mit denen der IRS einen QI- alle Länder Vertrag geschlossen hat betroffene Banken, Investmentgesellschaften alle Foreign Financial Institutions (FFIs) Unternehmen Auswirkungen auf den Wahlrecht jedes einzelnen Pflicht zur Teilnahme jeder FFI im Konzernverbund Unternehmens im Konzernverbund auf Konzernverbund Abschluss eines QI-Vertrages (Compliance für alle oder keine) 7 zu meldende US- US-Persons und wirtschaftlich US-Persons, Greencard-Besitzer und Steuerpflichtige Berechtigte bei wesentlich beteiligte US-Eigentümer von Mittelspersonen/Banken, Non-US-Persons Personengesellschaften oder bestimmten Formen von Trusts Beweislast Vermutungsregeln für Nicht-US-Status Vermutungsregeln für US-Status – Beweislastumkehr mit Formular W-8BEN und/oder Vorlage von dokumentarischen Nachweisen einbezogene Konten QI kann bestimmen, welche seiner alle Konten sind betroffen, auch wenn hinsichtlich US- Konten, die Erträge aus US-Quellen sie nur Erträge aus Nicht-US-Quellen Steuerpflichtigen erhalten, vom QI-Vertrag betroffen sind enthalten Reporting Reporting von Erträgen aus US- Reporting der Erträge und hinsichtlich US- Quellen und von Veräußerungserlösen Veräußerungserlöse bzw. Fälligkeiten Steuerpflichtigen aus in den USA abgewickelten auch aus Nicht-US-Quellen – zusätzlich Verkäufen Ermittlung des Kontostandes Übertragungsweg bei < 250 Belegen in Papierform nur auf elektronischem Weg möglich Steuereinbehalt auf Kapitalerträge in Form von Dividenden Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Zinsen sowie Erlöse aus der aus US-Quellen sowie Erlöse aus der Veräußerung von US-Wertpapieren – Veräußerung des zugrundeliegenden Erlöse aus der Veräußerung jedoch Wirtschaftsguts, das erstere generieren 8 nicht bei ausländischen Nonqualified kann (Aktien und Obligationen ) – aus- Intermediaries (NQIs), genommen Einkünfte aus US-Geschäfts- Personengesellschaften und tätigkeit. Für indirekte Investments Vermögensverwaltern (Anlagefonds und strukturierte Produkte) gelten Spezialvorschriften. Tabelle 1: Vergleich QI- und FATCA-Regime                                                             7  US–Staatsbürger, in den USA ansässige Personen, inländische Personen– und Kapitalgesellschaften, Nachlässe und Trusts mit Inlandsbezug (ausgenommen z.B. börsengehandelte Kapitalgesellschaften und Kapitalgesellschaften, die dem gleichen erweiterten Konzernverbund wie eine börsengehandelte Kapitalgesellschaft angehören) usw. 8  Obligationen werden vom IRS definiert als Anlagen mit festem Ablaufdatum/Bedingungen oder Anlagen, die Passthru Payments generieren können.      7
  • 8.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK FATCA-Zeitplan Weitere Instruktionen werden voraussichtlich vom IRS Januar 2012 veröffentlicht (‚Proposed Regulations‘) Finale Verordnung erwartet (‚Final Regulations‘), finale Sommer 2012 Version FFI Agreement, Formulare für das Reporting ab 2013 Teilnehmende FFIs sollten das FFI Agreement unterzeichnet 30. Juni 2013 haben (‚Stichtag‘) (bzw. nach FFI Agreement) Beginn der Klassifikation von 1. Juli 2013 allen neuen Accounts Ermittlung des Kontostands für den ersten Meldezeitraum 31. Dezember 2013 (Reporting–Jahr 2013) Erstes Withholding auf aus US-Quellen stammende FDAP- 1. Januar 2014 Zahlungen (Fixed or Determinable Annual or Periodical Income) an nicht teilnehmende FFIs (‚Phase 1 Withholding‘) Passthru Payments Percentage eines FFI muss zum ersten Q1 2014 Mal berechnet und publiziert werden 1) (bzw. 1 Jahr nach FFI Agreement) Klassifikation von bereits bestehenden Private Banking Accounts, die einen Saldo oder Wert von mindestens USD 500.000 aufweisen 30. Juni 2014 2) Bestimmungszeitpunkt der US-Konten, die mittels W-9 dokumentiert sind oder als unkooperativ (‚recalcitrant‘) gelten (fürs Reporting) Erste Meldung von Accounts dokumentiert mit Form W-9 30. September 2014 sowie von aggregierter Anzahl und Wert von unkooperativen (‚recalcitrant‘) Kontoinhabern 1) (oder 1 Jahr nach FFI Agreement, wobei das spätere Datum gilt) Klassifikation von bereits bestehenden Private 31. Dezember 2014 Banking Accounts, die einen Saldo oder Wert von weniger als USD 500.000 aufweisen 2) Ermittlung des Kontostands für das Reporting–Jahr 2014 Erstes Withholding von allen relevanten Zahlungen 1. Januar 2015 (einschließlich Passthru Payments, Verkaufserlösen – ‚Phase 2 Withholding‘) (bzw. 2 Jahre nach FFI Agreement) Klassifikation aller 30. Juni 2015 bestehenden Accounts    8
  • 9.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK KUNDENKLASSIFIKATION Mit Wirksamwerden des FFI-Agreements – also frühestens ab 01.07.2013 – müssen US- Personen im Kontoeröffnungsprozess nach komplexen Kriterien identifiziert und dokumentiert werden. Auch die Begründung einer weiteren Kontobeziehung durch eine natürliche oder juristische Person, die bereits Inhaber eines bei der FFI geführten Bestandskontos ist, ist als Neukontobeziehung anzusehen. Bestandskonten sind Konten und Depots, die bei Wirksamwerden des FFI-Agreements bereits bestanden haben (Pre-existing Accounts). Für diese sind gewisse Erleichterungen hinsichtlich der unter FATCA geforderten Prüfkriterien für die Identifizierung von US- Personen vorgesehen. Fristen für die Klassifizierung von Bestandskonten natürlicher Personen innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des FFI-Vertrags Schritt 1: US-Kontoinhaber, die bereits als solche für andere US-Steuerzwecke dokumentiert wurden, gelten auch weiterhin als US-Personen Schritt 2: Bei einem Gesamtengagement von 50.000 US-Dollar oder weniger können Konten als ‚Non-US–Accounts‘ behandelt werden Schritt 3 / Teil 1: Identifizierung von Private-Banking-Konten und Anwendung einer eingehenden Prüfroutine (insbesondere Auswertung der elektronischen und der Papierdokumentation) bei einem Gesamtengagement von 500.000 US-Dollar oder mehr (‚High Value Accounts‘) innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des FFI-Vertrags oder bis 31.12.2014, wobei das spätere Datum gilt Schritt 3 / Teil 2: Identifizierung von Private-Banking-Konten und Anwendung einer eingehenden Prüfroutine (insbesondere Auswertung der elektronischen und der Papierdokumentation) bei einem Gesamtengagement von weniger als 500.000 US- Dollar innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des FFI-Vertrags Schritt 4: Überprüfung der elektronisch auswertbaren Informationen hinsichtlich bestimmter US–Indizien bei noch nicht identifizierten Konten Schritt 5: ‚High Value Accounts‘ müssen ebenfalls elektronisch und auf Basis der Papierdokumentation ausgewertet werden innerhalb eines Jahres in den Folgejahren Schritt 6: Bei relevanten Änderungen in der Kundenbeziehung muss die Wertgrenze bezüglich ‚High Value Accounts‘ erneut überprüft und ggf. Schritt 5 durchgeführt werden    9
  • 10.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK Fristen für die Klassifizierung von Bestandskonten juristischer Personen   innerhalb eines Jahres (bzw. wegen Schritt 3 innerhalb von neun Monaten?) nach Inkrafttreten des FFI-Vertrags Schritt 1: US–Kontoinhaber, die bereits als solche für andere US–Steuerzwecke  bekannt sind, gelten auch weiterhin als US–Personen, erhalten jedoch Gelegenheit, einen abweichenden Sachverhalt nachzuweisen  innerhalb von zwei Jahren (bzw. wegen Schritt 3 innerhalb von neun Monaten?) nach  Inkrafttreten des FFI-Vertrags Schritt 2: Überprüfung der elektronisch auswertbaren Informationen hinsichtlich  bestimmter US–Indizien bei noch nicht identifizierten Konten  Schritt 3: Überprüfung der elektronisch auswertbaren Informationen hinsichtlich FFI– Indizien bei noch nicht identifizierten Konten und FFI–Dokumentation innerhalb von  neun Monaten nach Inkrafttreten des FFI-Vertrags, andernfalls PFFI–/ DCFFI–/ NPFFI–/ NFFE–/ Low Risk Entity–Dokumentation innerhalb von zwei Jahren nach  Inkrafttreten des FFI-Vertrags innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des FFI-Vertrags  Schritt 4: Überprüfung der Kontounterlagen hinsichtlich Beweisen für die Ausübung  einer aktiven Geschäftstätigkeit oder befreite NFFE, andernfalls Identifikation sämtlicher an dem Rechtsgebilde unmittelbar oder mittelbar beteiligter US–Personen   VERÖFFENTLICHUNG DER PASSTHRU PAYMENT PERCENTAGE Der Prozentsatz der Passthru Payments (‚Durchlaufzahlungen‘) der FFI wird bestimmt, indem die Summe der US-Wirtschaftsgüter der FFI durch die Summe der Gesamtaktiva der FFI geteilt wird, die jeweils an jedem der letzten vier vierteljährlichen Prüftermine gehalten wurden. Zu den US-Wirtschaftsgütern zählen keine Kundenanlagen. Ein Beispiel wäre eine Beteiligung der FFI an einem US-Unternehmen oder Eigenanlagen in US-Instrumenten. US-Wertpapiere, die unter die Grandfather Rule fallen (vgl. Kapitel ‚Steuereinbehalt‘), werden ebenfalls nicht zu den US-Wirtschaftsgütern gezählt. PFFIs und DCFFIs müssen ihren Passthru Payment Percentage (PPP) erstmalig frühestens im 1. Quartal 2014 ermitteln und veröffentlichen. Bei unveröffentlichtem PPP gilt ein PPP von hundert Prozent. Bei einer FFI, die keine PFFI oder DCFFI ist, gilt ein PPP von null Prozent. Der IRS beabsichtigt, eine Datenbank zu unterhalten, die es FFIs und anderen Abzugsverpflichteten (Withholding Agents) erlaubt zu bestimmen, ob eine FFI eine PFFI oder DCFFI ist.     10
  • 11.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK STEUEREINBEHALT Ist eine FFI FATCA-compliant, ist die Quellensteuer nicht durch die US-Quelle selbst, sondern durch die weiterleitende FFI einzubehalten. Dann ist auf Einkünfte aus US- Quellen nur dann Quellensteuer einzubehalten, wenn die Zahlungen an nicht kooperative US-Steuerpflichtige (Recalcitrant Account Holders) weitergeleitet werden oder eine Weiterleitung der Zahlungen an nicht teilnehmende FFIs erfolgt (NPFFIs). Solche Zahlungen werden auch als Passthru Payments (Durchlaufzahlungen) bezeichnet. Die Verpflichtung zum Steuereinbehalt einer teilnehmenden FFI bezieht sich also auf die Passthru Payments, die durch die FFI an Recalcitrants oder NPFFIs fließen. Passthru Payments sind zum einen die unmittelbar abzugspflichtigen Zahlungen (Withholdable Payments):  Zahlungen, die Ertragssteuern unterliegen können, wie z. B. Dividenden, Zinsen, Mieteinnahmen oder Lizenzerträge aus US-Quellen (FDAP-Zahlungen). Diese Zahlungen sind ab 01.01.2014 zu berücksichtigen.  Zahlungen, die ihrerseits Withholdable Payments generieren können, z. B. Bruttoerlöse (Gross Proceeds) aus Verkäufen und Fälligkeiten. Diese Zahlungen sind ab 01.01.2015 zu berücksichtigen. Zum anderen sind dies ´andere´ Zahlungen, die sich einer abzugspflichtigen Zahlung zuordnen lassen (other payments attributable to withholdable payments). Einfachheitshalber wird bei jeder anderen Ertragszahlung ein US-Anteil in Höhe des Passthru Payments Percentage (PPP) unterstellt, also in Höhe des Anteils, den das US- Vermögen der FFI an deren Gesamtvermögen durchschnittlich ausmacht. Inwieweit eine nicht abzugspflichtige Zahlung einer abzugspflichtigen Zahlung zuzuordnen ist, richtet sich also nach dem PPP. Bei treuhänderischen Zahlungen ist dies der PPP bei dem Emittenten der Beteiligung oder Forderung, die der Zahlung zugrundeliegt (‚Issuer PPP‘). Ansonsten gilt der PPP der zahlenden FFI (‚Payor PPP‘). Bei ‚anderen‘ Zahlungen ist der dem PPP entsprechende Anteil dem Steuereinbehalt zu unterziehen. Diese ‚anderen‘ Zahlungen sind ab 01.01.2015 zu berücksichtigen. Für FFIs ist die Identifizierung von Withholdable Payments problematisch, da sich Zahlungen, die sich nicht klar auf einen Anlage- oder Wertpapierbestand zurückführen lassen – z. B. Mieteinnahmen, Renten, Geschäftsführerbezüge – meist nicht identifizieren lassen. Nicht identifizierbare Zahlungen würden dann mit dem PPP belegt. Bei Zahlungen wegen Alt-Verbindlichkeiten und bei dem Erlös aus der Veräußerung einer Alt-Verbindlichkeit besteht keine Abzugsverpflichtung (‚Grandfather Rule‘). Andere FATCA-Bestimmungen wie Meldepflichten bleiben davon jedoch unberührt. Eine PFFI kann auch für die ‚election to be withheld upon‘ optieren. Dann nimmt sie die Steuerabzüge auf Zahlungen aus US-Quellen nicht selbst vor, sondern lässt den vorgelagerten Withholding Agent bzw. die Depotstelle die Steuerabzüge und die Zahlungen an den IRS vornehmen (vergleichbar mit dem Status eines ‚QI without primary withholding responsibility‘), denen sie die dazu benötigten Informationen zukommen lassen muss. Die genauen Bestimmungen zu dieser Option sind noch nicht bekannt. Die diesbezügliche strategische Entscheidung der FFI sollte der praktischen Umsetzbarkeit wegen mit einem eventuell vorhandenen QI-Status harmonieren.    11
  • 12.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK REPORTING Das Reporting an den IRS muss jährlich erfolgen, und zwar auf elektronischem Weg. Um ein Mehrfach-Reporting zu vermeiden, muss das Reporting von der FFI vorgenommen werden, die in einem direkten Zahlungsverhältnis zum Kontoinhaber steht. Alle mit W-9 dokumentierten US-Personen (Bestandskunden und Neukunden), die der Übermittlung ihrer Daten zugestimmt haben, sind erstmals bis zum 30.09.2014 an den IRS zu melden. Für das erste Reportingjahr (2013) wurde der Reportingumfang reduziert. Hier sind für alle US-Konten natürlicher und juristischer Personen im Wesentlichen zu melden:  Name aller Kontoinhaber, die US-Persons sind – bzw. bei ausländischen Rechtsgebilden als Kontoinhaber: Name aller US-Persons mit substanzieller direkter oder indirekter Beteiligung am Kontoinhaber  Adresse jeder US-Person  US-Taxpayer Identification Number (TIN) jeder US-Person  Konto- / Depotnummer  Kontostand / Depotbestand zum Jahresende bzw. letzter Stand bei Schließung des Kontos / Depots Bezüglich Reportingjahr 2014 und Folgejahre sind ergänzend zu melden: 9  Bruttoerträge (Dividenden, Zinsen, Fondsausschüttungen, etc.)  Bruttoerlöse (Wertpapier-Verkäufe, Fälligkeiten, etc.) Dokumentierte Kunden, die auf Grund rechtlicher und anderer Beschränkungen nicht offen gelegt werden dürfen, sollen wie Recalcitrants gemeldet werden. Alle Recalcitrants, die bis zum 30.06.2014 identifiziert sind, müssen dem IRS bis zum 30.09.2014 mit folgenden Daten gemeldet werden:  Anzahl und Gesamtwert aller Konten von nicht-kooperativen Inhabern  Anzahl und Gesamtwert aller Konten von anderen FFIs ohne IRS-Agreement, die Kunden sind  Anzahl und Gesamtwert aller Konten von nicht-kooperativen Inhabern mit Indizien für einen US-Status Eine gesonderte Meldung ist bei Kontoauflösung/-übertragung notwendig. Auf Rückfrage des IRS sind weitere Angaben zu machen (follow-up requests). Über die Anforderungen des IRS hinaus sollten auch ein konzerninternes Reporting sowie Mitteilungen für Vertragspartner und Kunden über die an den IRS gemeldeten Daten berücksichtigt werden.                                                             9 Vgl. Section 1471(c) bzw. IRS Notice 2011-34. Mit Notice 2011-34 sind allgemeine Konto Ein- und Auszahlungen gem. Section 1471(c)(1)(D) und die grundsätzliche Verpflichtung zum Cost Basis Reporting auf 1099-B entfallen. Achtung: Davon unberührt bleibt die Verpflichtung zum Cost Basis Reporting im Falle von sog. ´Sales Effected in the U.S.´. Entschärft wurde außerdem das Reporting des regelmäßigen Kontostandes aus Section 1471(c)(1)(C).     12
  • 13.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK FATCA-UMSETZUNG FATCA betrifft Organisationen weit umfassender als andere regulatorische oder gesetzliche Vorgaben. Um die Anforderungen zu erfüllen, sind erhebliche Anpassungen an Prozessen und Systemen durchzuführen – und gleichzeitig besteht ein hoher Zeitdruck. Trotz dieses Zeitdrucks ist eine gute Vorbereitung notwendig, um die Implementierungsphase effizient durchzuführen. Zunächst müssen die mit FATCA verbundenen strategischen Geschäftsentscheidungen getroffen werden – z. B. bezüglich US-Kunden, US-Vermögenswerten und angestrebtem FFI-Status. Dann müssen Fragestellungen geklärt werden wie Individual- oder Standardlösung – gegebenenfalls im Kontext von In- oder Outsourcing bzw. Software as a Service (SaaS). Hier sind folgende Aspekte mit zu berücksichtigen:  Es besteht eine Pflicht zur FATCA-Compliance (‚compliant‘ oder ‚deemed compliant‘) aller Konzernbereiche und wesentlichen Töchter, sobald eine FFI des Verbunds teilnimmt.  Die Architektur der Lösung sollte möglichst zukunftsoffen sein, denn FATCA wird nicht die einzige Neuerung hinsichtlich steuerlicher Transparenz bleiben (TRACE (OECD), ‚EU-FATCA‘, ‚G20-FATCA‘). Ein Wirtschaftsprüfer sollte eine Qualitätssicherung der Umsetzungsplanung (Arbeitspakete, Ressourcen- und Zeitplanung für die Jahre 2011 bis 2014, Budgetschätzung) vornehmen, um so früh wie möglich sowohl Vollständigkeit als auch Richtigkeit hinsichtlich der Abdeckung der komplexen FATCA-Anforderungen sicherzustellen. Handlungsfelder Bei der Vorbereitung der Implementierung sind zahlreiche Handlungsfelder zu berücksichtigen wie: 1. Definition von Verantwortlichkeiten 2. Einarbeitung in die Thematik  Interpretation der Anforderungen für die Kernprozesse ‚Kunden‘, ‚Produkte‘ und ‚Transaktionen‘  Aufbereitung der Anforderungen und Diskussion mit FATCA-Spezialisten 3. Festlegung der Geschäftsstrategie, Vision und genereller Prinzipien  Diskussion der Anforderungen mit Geschäftsfeldern und Zentraleinheiten  Identifikation umsetzbarer Lösungen  Ergebnisdokumentation  Fortlaufende Analyse und dynamische Reaktion auf mögliche Änderungen 4. Festlegung des Projektfokus  Definition betroffener Lokationen und Organisationseinheiten    13
  • 14.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK  Adressierung des organisatorischen Wandels / globalen Change Managements  Identifikation von betroffenen Prozessgruppen, Applikationen, Daten  Identifikation von Architektur und Infrastruktur  Identifikation Externer Einflussfaktoren wie Schnittstellen, Berichtswesen, Regulatorien 5. Aufstellung möglicher Lösungsalternativen inklusive Make-or-Buy-Betrachtung 6. Ggf. Produktauswahl 7. Erarbeitung einer Entscheidungsvorlage 8. Festlegung der Vorgehensweise bzgl. FATCA-Implementierung 9. Risikoidentifizierung und Definition von Maßnahmen zur Reduzierung 10. Programm- und Projektmanagement 11. Monitoring & Controlling Abbildung 1: CSC Hexagon of Change    14
  • 15.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK Aufgabenpakete bei einer Systemintegration Bei der Systemintegration einer FATCA-Standard- oder Individuallösung fallen beispielsweise die in der nachfolgenden Graphik dargestellten Aufgabenpakete an. Systeme Daten Prozesse Identifizierung der relevanten Erweiterung des Datenhaus- Identifizierung und Anpassung der relevanten Pro- Anwendungen und Systeme halts zesse Datenbereinigung und Daten- Datenaufbereitung in den Lie- Datenlieferung an die Standardsoftware / Erweite- qualitätsmaßnahmen in den fersystemen rung einer vorhandenen bzw. Neuerstellung einer Liefersystemen (z.B. alle Konzernbereiche und Individuallösung wesentliche Töchter übergrei- (Erstlieferung bezüglich Bestandskunden und - fende Ermittlung der Bagatell- konten, laufende Aktualisierungen bzgl. Bewegungs- grenze bzgl. Wert/Saldo über daten sowie Neuzugänge in den angeforderten alle Kundendepots/-konten) Schnittstellenformaten) Diverse Front-Office-Tools Identifikation von relevanten Einholung der notwendigen Datenschutzbefreiung klassifikation (KYC), Kunden + Counterparts, (Design, Entwicklung etc.), Kunden- Kundenstammdaten, Klassifizierung zur Identifizie- Eröffnung von Kundenbeziehungen bzw. Konten, Legal & Compliance Tools (inkl. rung von US-A/C (neue Felder Interaktionen mit Intermediären (z. B. externen Ver- Dokumentenverwaltung), wie Doppelbürger, Greencard, mögensverwaltern), E-Banking Substantial Owners bei Rechts- Formularwesen gebilden) Wertpapierstammdaten, Neue Klassifizierung nach Identifikation der betroffenen Konten und steuer- Steuerabzug Börsenauftragsverarbeitung, FATCA-Relevanz für Wertpa- pflichtigen Zahlungen, Settlement + Corporate Action, pier Stammdaten Ordergenerierungs-Prozesse (Kauf/Zeichnung, Ver- Quellensteuerermittlung, kauf/Ausschüttung) + Warnung bei Erfassungen, Buchung und Abführung Wertpapier-Transaktionen (Settlement, Corporate Action), Kalkulation und Abzug bei abzugspflichtigen Zahlungen, Quellensteuer-Rückerstattungsprozesse Reporting-Daten-Pool, Archivierung Erstellung der Börsenabrechnungen, IRS-E-Reporting-System Anpassung der Kundenauszüge, Reporting Aufbereiten des IRS-Reporting, jährliches IRS-Reporting, Anpassung von Steuer-Reports Abbildung 2: Aufgabenpakete bei einer Systemintegration FATCA–Kompetenz von CSC CSC verfügt in allen für die FATCA-Implementierung relevanten Themen über eine hohe Kompetenz, sowohl vor Ort als auch auf internationaler Ebene. CSC unterstützt auch den IRS bei der Umsetzung von FATCA und sitzt daher direkt an der Quelle, was die Qualität und Unmittelbarkeit von Informationen sowie eine effektive fachliche und technische Abstimmung betrifft. Mit unserer umfangreichen Erfahrung in Consulting, Systemintegration und Outsourcing und unseren Werkzeugen (wie das Questionnaire SurveyOne® zur Bestandsaufnahme und Gap Analyse) unterstützen wir die Vorhaben unserer Kunden kompetent in allen Projektphasen und Funktionen wie Projektmanagement, Analyse, Konzeption (Teilprozesse, Fachkonzept, technisches Design), Realisierung, Testkonzeption, Testdurchführung oder Releasemanagement. CSC ist Implementierungspartner der FATCA-Standardsoftwarehersteller iBS und Cordys – mit den angebotenen Leistungen jedoch nicht auf einzelne Hersteller beschränkt.    15
  • 16.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK Individuallösung Eine Individuallösung kommt vor allem für Finanzinstitute in Betracht, die im Rahmen des QI-Regimes bereits Individuallösungen für das US Tax Reporting and Withholding entwickelt haben und/oder die keine Standardlösung für FATCA planen. Standardprodukt von iBS Das FATCA-Standardprodukt von iBS auf Basis der SAP Netweaver Technologie kommt vor allem für Banken in Betracht, die über eine SAP-Plattform verfügen und ggf. darüber hinaus für andere Institute ein Insourcing anbieten wollen – oder für Banken, die auf Outsourcing / SaaS setzen. iBS ist eine mehrheitliche Tochter von CSC. Die iBS-Lösung ist die einzige Standardsoftware für SAP auf dem Markt. Sie bietet neben SAP- auch Non-SAP- Schnittstellen. Das Fachkonzept ist durch einen Wirtschaftsprüfer qualitätsgesichert. Die iBS-Lösung vereint das Knowhow aus den Bereichen Meldewesen, Abgeltungsteuer und Prozessautomation. Die Auslieferung der Komponenten erfolgt stufenweise ab Mitte 2012. Standardprodukt von CSC Das FATCA-Standardprodukt von CSC basiert auf Java und kommt für Finanzinstitute in Betracht, die keine SAP-Lösung bevorzugen und ggf. darüber hinaus für andere Institute ein Insourcing anbieten wollen – oder für Finanzinstitute, die auf Outsourcing / SaaS setzen. Die Architektur der CSC-Lösung ist zukunftsoffen, denn FATCA wird nicht die einzige Neuerung hinsichtlich globaler steuerlicher Transparenz bleiben. iBS Solution CSC Solution (SAP Netweaver Platform) (non-SAP Platform) Customized Solution Design BPO Reporting SaaS / Cloud Implementation / Project Mgmt. / System Integration Ongoing Operating, Maintenance, Change Mgmt. Retail Banking, Investment Banking, Commercial Banking, Wealth Management, Corporate Banking, Asset Management Firms, Insurance    Abbildung 3: FATCA Solution Offerings / Product and Service Offerings by CSC     16
  • 17.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK        Abbildung 4: FATCA Solution Components ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS AML Anti Money Laundering BOP Business Operating Platform DBA Doppelbesteuerungsabkommen DCFFI Deemed Compliant Foreign Financial Institution FATCA Foreign Account Tax Compliance Act FDAP Fixed or Determinable Annual or Periodical Income FFI Foreign Financial Institution IRS Internal Revenue Service KYC Know-Your-Customer NFFE Nonfinancial Foreign Entity NPFFI Nonparticipating Foreign Financial Institution NQI Nonqualified Intermediary PFFI Participating Foreign Financial Institution PPP Passthru Payments Percentage QI Qualified Intermediary QIA Qualified Intermediary Agreement SaaS Software as a Service TIN Taxpayer Identification Number     17
  • 18.   FOREIGN ACCOUNT TAX COMPLIANCE ACT (FATCA)   DER CSC SECURITY STACK CSC weltweit CSC in Zentraleuropa Amerika Deutschland Corporate Headquarter USA Abraham-Lincoln-Park 1 3170 Fairview Park Drive 65189 Wiesbaden Falls Church, Virgina 22042 +49.611.142.22222 +1.703.876.1000 www.csc.com/de www.csc.com Österreich Europa, Naher Osten, Afrika BC20 Royal Pavilion, Wellesley Road Dresdner Straße 47 Aldershot, Hampshire GU11 1PZ 1200 Wien Großbritannien +43.1.20.777.0 +44.1252.534000 www.csc.com/at www.csc.com/uk Schweiz Australien Grossmattstrasse 9 26 Talavera Road 8902 Urdorf Macquarie Park, NSW 2113 +41.58.200.8888 +61.29034.3000 www.csc.com/ch www.csc.com/au Osteuropa Asien Radlická 751/113e 20 Anson Road #11-01 158 00 Prag Twenty Anson +420.234.707.211 Singapur 079912 www.csc.com/cz Republik Singapur   +65.6221.9095 www.csc.com/sg   Über CSC CSC ist ein weltweit führendes Unternehmen für IT-gestützte Businesslösungen und Dienstleistungen. Mit großem Know-how und fundierter Branchenkenntnis hilft CSC weltweit Kunden, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren, Betriebsabläufe zu optimieren, erfolgreich mit Geschäftspartnern und Lieferanten zusammenzuarbeiten und komplexe Herausforderungen zu meistern. Das präzise Verständnis der Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Als herstellerunabhängiger Dienstleister entwickelt CSC individuell maßgeschneiderte Lösungen. Industrieunternehmen und Institutionen der öffentlichen Hand betrauen CSC seit über 50 Jahren mit ihren Geschäftsabläufen und Informationssystemen, mit Systemintegration und Beratungsleistungen. Das Unternehmen ist unter der Marke „CSC“ an der New Yorker Börse notiert. Weitere Informationen über CSC finden Sie auf der deutschen Website von CSC unter www.csc.com/de oder unter www.csc.com.      18