eHealth erreicht eine Ära der "Normalität"
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eHealth steht nunmehr auf der politischen Agenda ganz oben und wird als Schlüssel zur Erbringung besserer Leistungen im Ge-sundheitswesen und einer Wahlmöglichkeit für Patienten angesehen. In ...

eHealth steht nunmehr auf der politischen Agenda ganz oben und wird als Schlüssel zur Erbringung besserer Leistungen im Ge-sundheitswesen und einer Wahlmöglichkeit für Patienten angesehen. In diesem Artikel erklärt Dr. Harald Deutsch, Vice President CSC Healthcare EMEA, weshalb er glaubt, dass eHealth eine Ära der „Normalisierung“ erreicht und auf welche Weise die Konvergenz technologischer Standards zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren wird. Gleichzeitig beschreibt er, wie Healthcare – und eHealth – als Gewinner aus der Finanzkrise hervorgehen kann.

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eHealth erreicht eine Ära der "Normalität" eHealth erreicht eine Ära der "Normalität" Document Transcript

  • Opinion articleeHEALTH ERREICHT EINEÄRA DER „NORMALITÄT“ Dr. Harald Deutsch Vice President, CSC Healthcare EMEAeHealth steht nunmehr auf der politischenAgenda ganz oben und wird als Schlüsselzur Erbringung besserer Leistungen im Ge-sundheitswesen und einer Wahlmöglichkeit KONVERGENZ DER STANDARDSfür Patienten angesehen. In diesem Artikelerklärt Dr. Harald Deutsch, Vice President Die Ausgangsposition war nicht schlecht; die grundlegendeCSC Healthcare EMEA, weshalb er glaubt, Infrastruktur ist weit verbreitet. Wenn Sie sich beispielswei-dass eHealth eine Ära der „Normalisierung“ se den Online-Zugriff von klinischen und niedergelassenenerreicht und auf welche Weise die Konver- Ärzten in Europa ansehen, liegt die Durchdringung in den meisten entwickelten EU-Ländern bei 98 Prozent. Selbst beigenz technologischer Standards zu einem Schwellenländern, wie z.B. Rumänien, liegt die Durchdrin-der wichtigsten Erfolgsfaktoren wird. Gleich- gung bei 68 bis 70 Prozent.zeitig beschreibt er, wie Healthcare – undeHealth – als Gewinner aus der Finanzkrise Es bestehen sicherlich noch Hürden, Lösungen über ver-hervorgehen kann. schiedene Länder hinweg einzuführen, aber diese werden von Tag zu Tag geringer.I Die im Folgenden beschriebenen wesentlichen Einflussgrö- mmer wenn wir von Innovationen in der IT hören – ßen begünstigen dies. wie z.B. Cloud Computing – heißt es, es sei eine„neue Ära“ im Gesundheitswesen, ein Durchbruch, etwas Erstens besteht in Europa ein Trend zur Einhaltung vonRevolutionäres. Andererseits gibt es aber auch Stimmen, Standards – vielleicht sind wir noch nicht ausreichend stan-die sagen, dass eHealth in Europa eine spekulative Blase dardisiert, aber es zeichnen sich auch keine „Insellösungen“sei, die jederzeit platzen kann. ab. In der Gesundheitsbranche ist bekannt, welche Stan- dards benötigt werden und daher auch bestehen bleiben, soNORMALISIERUNG VON eHEALTH dass es hier keine Investitionsschranken mehr geben dürf- te.Nach meiner Einschätzung trifft keines von beidem zu. Waswir gegenwärtig beobachten, ist eine „Normalisierung“ von Zweitens greift die EU die technologische Konvergenz nichteHealth. Damit meine ich, dass eHealth allmählich als Me- nur auf, sondern koordiniert und finanziert diese teilweisethode und als Mittel der Verbesserung anerkannt wird – in auch. Immer mehr Applikationen werden europaweit einge-den täglich anstehenden politischen Entscheidungen und setzt, wie z.B. ePrescribing (elektronische Verschreibung)von den IT-Managern im Gesundheitswesen. und PACS, und diese sind sehr viel mehr aufeinander ab- gestimmt als noch vor drei bis fünf Jahren.Jahrelang galt eHealth als innovative Spitzentechnologie.Jetzt geht es aber mehr um praktische und operative Sys- Drittens gibt es eine Handvoll kleiner Beratungsunterneh-teme, wie z.B. PACS (Bildarchivierungs- und Kommunikati- men, die ihre Konzepte teilen und auf verschiedene europä-onssystem) und Message-Sharing – eine recht „bekannte“ ische Länder übertragen. Das führt zu einer Konvergenz derArt von IT, die länderübergreifend repliziert werden kann. Systeme, beseitigt Hürden und gereicht einem großen Teil Europas zum Vorteil.Sehen Sie sich einmal an, wie die Regierungen auf dieFinanzkrise 2008 reagiert haben – sie haben eHealth nichtgekürzt, sondern zum Bestandteil ihrer Konjunkturpaketegemacht. eHealth wird bodenständig – normal.
  • DAFÜR SORGEN, DASS LÖSUNGEN FUNK- eHEALTH PROFITIERT VON DER FINANZ-TIONIEREN KRISEEinheitliche Standards sind eine wesentliche Vorausset- Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass in derzung dafür, dass Lösungen europaweit funktionieren. Das Healthcare-Technologie neue Prioritäten gesetzt wurden.heißt aber nicht, dass neue Standards entwickelt werden Wie bereits erwähnt, ist eHealth Bestandteil der Konjunk-müssten – wir sollten die bereits bestehenden Standards turpakete. Vor zwei Jahren war auch ich erstaunt über dennur besser nutzen. Sinneswandel der Regierungen, die plötzlich in Technologie und Infrastruktur investieren wollten. Man kann gespanntBei Ausschreibungen sollte von den Anbietern eine Einhal- sein, ob die Sparprogramme der Regierungen eine Fortset-tung der Standards verlangt werden. Das ist nicht immer zung dieser Politik erlauben oder uns in eine ähnliche Situa-der Fall – im vergangenen Jahr hatten ca. 60 Prozent der tion bringen wie vor der Wirtschaftskrise. Allem AnscheinAusschreibungen eine Einhaltung der IHE-Standards zufolge bleibt das Gesundheitswesen in Großbritannien,(Integrating the Health Enterprise) zur Bedingung gemacht. den U.S.A. und Deutschland jedoch von größeren Einspa-Vor fünf Jahren waren solche Ausschreibungen noch in der rungsmaßnahmen verschont.Minderzahl, so dass hier ein – wenn auch geringer – Fort-schritt zu verzeichnen ist. Wahrscheinlich wird Healthcare als Gewinner aus dieser Zeit der Krise und Umstrukturierung hervorgehen. DieseWir zeigen, dass unsere Lösungen den Standards entspre- Behauptung ist vielleicht verfrüht, aber bislang hat noch kein einziges Land offen ausgesprochen, dass im Gesund-chen und zertifiziert sind oder in Kürze zu einer entspre- heitswesen eingespart werden soll. In die Infrastruktur musschenden Zertifizierung angemeldet werden. Noch vor drei noch investiert werden, aber das ist, wie in den Bereichenoder vier Jahren dachten einige der größeren Anbieter, sie Telekommunikation, Straßenbau oder Eisenbahn, Sacheseien zu bedeutend, als dass sie internationale Standards des Staates und nicht privatrechtlicher Unternehmen.erfüllen müssten und dass sie ihre eigenen Standardsdurchsetzen könnten. Jetzt aber folgen auch sie dem Trendzur Standardisierung und Zusammenarbeit. Wir befinden uns in einer Zeit des Umbruchs – eHealth vollzieht den Wandel vom Handwerk zum industriellen Ge-Erfreulicherweise können die meisten Lösungen bereits auf werbe. Durch Massenproduktion werden Kosten eingespart.europäischer und internationaler Ebene übertragen werden. Aber das ist nicht der einzige Vorteil. In Dänemark führt einÜber 70 Prozent unserer Lösungen sind portierbar und ca. Wechsel zu ePrescribing beispielsweise dazu, dass die30 Prozent sind kundenspezifisch. Damit haben wir ein Verschreibung von Medikamenten billiger wird. Zudemhohes Maß an Übertragbarkeit erreicht. besteht das qualitative Ergebnis in einem umgekehrten Zwischenfallsbericht – das wäre ohne eine ePrescribing- Infrastruktur gar nicht möglich.TRANSPARENZ UND OFFENHEIT FÜR BESTPRACTICE Insgesamt geht es jedoch weniger um Technologie. Es gehtInteroperabilität ist die Grundvoraussetzung für den länder- vielmehr um Ergebnisse und die Nutzung der Technologie,übergreifenden Austausch von Best Practice. In diesem um Programme im Gesundheitswesen auf bestmögliche ArtZusammenhang sollte noch einmal betont werden, dass und Weise voranzutreiben. Für Unternehmen wie CSCman bestehende Standards nutzen und nicht neue Stan- bedeutet dies lokale, regionale, nationale und internationaledards entwickeln sollte. Aktivität. Man sollte dabei jedoch nicht aus den Augen ver- lieren, dass der Kunde stets lokal angesiedelt ist und weiß,Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Die Ergebnisse was lokal benötigt wird. Das berücksichtigen wir – und brin-in der Healthcare-Branche sind transparenter geworden. gen deshalb auch unsere Expertise aus anderen LändernAuf globaler Ebene vergleicht die Weltgesundheitsorganisa- ein.tion WHO Healthcare-Systeme. Das geschieht auch aufeuropäischer Ebene und innerhalb der einzelnen Länder.Ermöglicht wurde diese Transparenz durch das Internet:Früher waren Informationen nur in Bibliotheken zu findenund mussten mühevoll recherchiert werden. Heute gibt maneinfach einen Suchbegriff in Google ein.Diese Entwicklung fördert die Konvergenz, da es einfachergeworden ist, Vergleiche anzustellen. Darüber hinaus wer- CSC Healthcare EMEAden Best Practices nicht nur auf nationaler oder europä- Abraham Lincoln-Park 1ischer, sondern auch auf globaler Ebene anerkannt. 65189 Wiesbaden Telefon: +49.611.142.23709 Fax: +49.611.142.923709 Email: healthcareemea@csc.com www.csc.com/healthcareemea © Copyright 2010 CSC. Alle Rechte vorbehalten.