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Mehr LebensquaLität durch geLebte spirituaLität

Verfasser               Christian Daa Larson
                        (874...
christian daa Larson

Christian D. Larson war norwegischer Abstammung und wurde 874 im US-Bundes-
staat Iowa geboren.

Übe...
Ich gelobe mir selbst,

   zu groß für Sorgen zu sein,




   gut von mir zu denken und diese Tatsache der Welt
   durch d...
so viel Zeit in meine eigene Entfaltung zu investieren,
   dass mir keine Zeit zum Kritisieren bleibt




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nur das Beste zu erwarten,




   mich über die Erfolge anderer genauso zu freuen wie
   über meine eigenen,




   die Fe...
inhaLtsübersicht

Über den Verfasser                                                        2

Das Credo des Optimisten   ...
Vorwort des Verfassers

Dieses Werk will praktische Methoden vorstellen, die es jedermann - insbesondere
dem Anfänger - er...
Wenden Sie diese Methoden einfach nur an. Sie werden feststellen, dass sie
allesamt praktisch umsetzbar sind und dass jede...
Lektion 1 - das VerwirkLichte ideaL

Ideale zu haben, ist nicht nur einfach; es ist auch natürlich. Für das Bewusstsein is...
Was nun soll der Anfänger mit seinen schönen Gedanken und den Verheißungen,
die in unserer Zeit so großzügig verbreitet we...
Und so ringt ein solcher Mensch nicht selten mit dem Aufgeben. Ab und zu entstehen
Befürchtungen, dass unangenehme Erfahru...
Gehen Sie beherzt voran und Sie können gar nicht anders, als an Ihr Ziel zu ge-
langen. Wann Sie das begehrte Ziel erreich...
Wir sollten uns niemals darauf einlassen, untätig abzuwarten und zuzusehen, ob es
sich auch verwirklichen wird und wir sol...
Ein von uns ausgemachtes Ideal hält sich im Rahmen unserer eigenen Entwick-
lungsmöglichkeiten. Daraus folgt, dass wir die...
Diese neue Denk-, Betrachtungs- und Vorgehensweise muss uneingeschränkt ange-
nommen werden. Dieser neue Ansatz beruht auf...
Lektion 2 - so beginnen sie. die grundLagen

Detaillierte Regeln aufzustellen, die in jedem Einzelfall und überall gelten,...
Bereits dies dürfte in wenigen Wochen Wunder wirken. Am Arbeitsplatz sollten Sie da-
rauf achten, sich von Hektik und Akti...
Sollten wir zur Grübelei und zu Sorgen neigen, können wir dies über das Gegen-
mittel abstellen. Dieses heißt: Lebensfreud...
Seien Sie jedermann gegenüber höflich und zuvorkommend. Das ist einer der Königs-
wege zu Glück und Seelenfrieden.

Wenn j...
4. Glauben Sie an Wohlstand!

Glauben Sie an Gott!
Glauben Sie an die Menschen!
Glauben Sie an sich selbst!
Glauben Sie an...
Diese Aussage ist ebenso wahr wie sie großartig ist. Wir sollten ihr einen ständigen
Ehrenplatz in unserem Denken einräume...
Während Sie sich diese Formeln vorsagen, spüren Sie, dass Sie friedlich und
ruhig sind und dass Sie sich jetzt in der inne...
Ein solches Gebet wird auf ewige Zeiten erhört. Jeder Tag wird uns etwas bringen, was
wir uns von Herzen wünschten und jed...
Wenn auf der Oberfläche - das heißt, im Körper - eine Krankheit auftaucht,
sollten Sie sich daran erinnern, dass sie sich ...
7. Leben Sie spirituell!


Salopp ausgedrückt bedeutet diese Aussage, dass Sie sich im Obergeschoß des Be-
wusstseins und ...
Von dort aus können wir auf noch höhersteigen und in nie endende Gefilde des
Lebens vorstoßen, bei denen die Existenz imme...
Lektion 3 - die ersten schritte zu eineM ideaLen Leben

Geben Sie der Welt immer Ihr Bestes, egal, wie gering dieses Beste...
Die tägliche Anwendung dieses Leitmotivs wird Ihnen helfen, geistige, seelische
charakterliche Souveränität zu entwickeln....
Nicht jeder kann verstehen, warum derjenige, der nur nach dem Besten sucht, immer
auf das Beste trifft, aber jeder kann üb...
Diese Tatsache verdient unsere größte Aufmerksamkeit. Wer sie verstanden
hat, wird auch begreifen, warum die meisten Mensc...
Damit alles, was sich jetzt um uns herum befindet, mit uns zusammenwirkt, müssen
wir uns in eine vollkommene Harmonie dami...
Dieser Prozess mag jene nicht zufriedenstellen, die schlagartig an die Spitze
gelangen wollen oder erwarten, dass ihnen da...
Füllen Sie Ihr Bewusstsein mit gelebter Fröhlichkeit und Ihr Kreislauf wird stark sein
und Ihnen eine strotzende Gesundhei...
Wer in der Gegenwart etwas Lohnenswertes tut, braucht sich um die Zukunft
keine Sorgen zu machen! Ein solcher Mensch wird ...
Allerdings müssen wir auch bedenken, dass zwischen einer kritischen und einer ur-
teilsfähigen Haltung ein beträchtlicher ...
Ziehen Sie aus allem, mit dem Sie in Kontakt gelangen, den optimalen Nutzen.
Das bringt automatisch immer Größeres zu Ihne...
Lektion 4 - der erste gedanke für ein ideaLes denken

                        „Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Re...
Das Innere zu suchen und zu finden, heißt auch, sich des Inneren bewusst zu
werden, und was auf diese Weise gesucht und ge...
Mehr Lebensqualitaet durch gelebte Spiritualiaet
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Erstuebersetzung von "The Ideal made real" von Christian Larson.
Angewandte geisteswissenshaftliche Prinzipien fuer den Einsteiger

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  1. 1. Mehr LebensquaLität durch geLebte spirituaLität Verfasser Christian Daa Larson (874 - 954) Originaltitel The Ideal Made Real Erstmals erschienen 92 Übersetzung Benno Schmid-Wilhelm Titelbildgestaltung Vaughan Davidson PDF-Version http://www.i-bux.eu/ebooks/Larson.pdf (ohne Seitenbalken) Flash-Version http://bit.ly/Larsonflash Seitenzahl 46 Seiten, DIN-A-4 Herausgeber http://www.i-bux.com Preis Gratis Weitergabe gestattet? Ja Verlinkung In der PDF-Version sind die Links aktiv (Die Inhaltsübersicht auf Seite 6 ist eben- falls verlinkt; in der Flash-Version nicht) Weitere E-Books http://www.i-bux.eu/shop/ Haftungsfreistellung Dieses Werk wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und spiegelt die Stand- punkt des Verfassers wieder. Der Herausgeber übernimmt keinerlei Garantien oder Haftungen für den Fall einer unsachgemäßen Umsetzung der erteilten Empfehlungen. August 200 Seite
  2. 2. christian daa Larson Christian D. Larson war norwegischer Abstammung und wurde 874 im US-Bundes- staat Iowa geboren. Über sein Privatleben und darüber, was ihn zu einem intensiven Studium der Geistes- wissenschaften brachte, ist wenig bekannt, das logische Zusammenfließen von Theo- logie und Wissenschaft scheint der analytischen Denkweise des jungen Larson jedoch entgegengekommen zu sein und veranlasste ihn letztendlich, eine praktische und sy- stemische Lebensphilosophie zu entwickeln. 90 begann er mit der Veröffentlichung der Zeitschrift „Eternal Progress“, welche mit der Zeit eine Auflage von 250.000 Exemplaren erreichte. Neben seiner Tätigkeit als Herausgeber dieser Zeitschreit verfasste er auch eine Rei- he von Büchern, welche bisher alle nur auf Englisch vorzuliegen scheinen. Einige Titel: v Poise and Power v The Great Within v The Hidden Secret v Mastery of Self v Mastery of Fate v Thinking for Results v Your Forces and How to Use Them v How to Stay Well v The Pathway of Rose und v The Ideal Made Real Der letztgenannte Titel bildet die Vorlage zu diesem E-Book. Christian Larson war unter anderem Ehrenpräsident der „New Thought Alliance“, eine Aufgabe die er sich turnusmäßig mit W.W. Atkinson, Horatio Dresser, Charles Brodie Patterson und Annie Rix Militz teilte; er übte auch einen großen Einfluß auf Ernest Holmes aus. Als die von Ernest Holmes herausgebrachte Zeitschrift im Jahre 929 nach zwei Jah- ren den Namen in „Science of Mind“ änderte, wurde Christian Larson Mitherausgeber und verfasste regelmäßig Beiträge. Norman Vicent Peale und andere Autoren berufen sich ebenfalls auf ihn. Ebenfalls von Larson stammt das so genannte „Credo des Optimisten“ aus dem Jahre 92. Es gibt mehrere Fassungen davon. Eine davon finden Sie auf den folgenden Seiten: Seite 2
  3. 3. Ich gelobe mir selbst, zu groß für Sorgen zu sein, gut von mir zu denken und diese Tatsache der Welt durch die Tat bekannt zu geben, immer ruhig zu sprechen, mir selbst nach Kräften treu zu bleiben, Seite
  4. 4. so viel Zeit in meine eigene Entfaltung zu investieren, dass mir keine Zeit zum Kritisieren bleibt meine Freunde wissen zu lassen, dass sie wertvolle Menschen sind, bei allem auf die Sonnenseite zu sehen und Optimismus zu verbreiten, Seite 4
  5. 5. nur das Beste zu erwarten, mich über die Erfolge anderer genauso zu freuen wie über meine eigenen, die Fehler der Vergangenheit zu vergessen und in der Zukunft noch Besseres zu erreichen, in dem Glauben zu leben, dass die ganze Welt auf meiner Seite steht, solange ich mein Bestes gebe. Seite 5
  6. 6. inhaLtsübersicht Über den Verfasser 2 Das Credo des Optimisten Vorwort des Verfassers 7 Lektion Das verwirklichte Ideal 9 Lektion 2 So beginnen Sie. Die Grundlagen 6 Lektion Die ersten Schritte zu einem idealen Leben 27 Lektion 4 Der erste Gedanke für ein ideales Denken 7 Lektion 5 Ideal und Realität als Einheit 45 Lektion 6 Der erste Schritt zur inneren Freiheit 54 Lektion 7 Wege zu einer ständigen Verbesserung 6 Lektion 8 Lernen Sie von den Lilien 66 Lektion 9 Freuen Sie sich über alles! 76 Lektion 0 Die richtige Verwendung von Freundlichkeit und Anteilnahme 82 Lektion Sprechen Sie über Gesundheit, Glück und Wohlstand 90 Lektion 2 Was über das Geschick des Menschen entscheidet 96 Lektion Wer hat, dem wird gegeben 00 Lektion 4 Ein lohnenswertes Leben 05 Lektion 5 Wenn alles möglich wird Lektion 6 Die Kunst, das Gewünschte zu erhalten 8 Lektion 7 Wege zum Lebensglück 24 Lektion 8 Wie Sie ein ideales Umfeld schaffen 2 Lektion 9 Wie Sie Ihr Schicksal verändern 8 Lektion 20 Wie Sie Ihre eigene ideale Welt erschaffen 42 Ihr Kommentar 46 Seite 6
  7. 7. Vorwort des Verfassers Dieses Werk will praktische Methoden vorstellen, die es jedermann - insbesondere dem Anfänger - erlauben, seine Ideale zu verwirklichen, seine Träume wahrzumachen und die Visionen seiner Seele in Realitäten zu verwandeln. Die besten Denker sind heutzutage der Meinung, dass das Ideal verwirklicht, dass jede erhabene Idee im praktischen Leben angewandt und dass alles Schöne im per- sönlichen Dasein dauerhaft zum Ausdruck gebracht werden könne. Diese Anschauung gewinnt weltweit immer mehr Anhänger. Daraus folgt, dass die Nachfrage nach gleichermaßen leicht nachvollziehbaren wie wissenschaftlichen Infor- mationen überall zunimmt. Dieses Buch soll dieser Nachfrage Rechnung tragen. Dennoch erhebt es keinen An- spruch auf Vollständigkeit. Eine Vollständigkeit kann auch gar nicht möglich sein, weil die ideale Welt grenzenlos ist und der Prozess für die Realisierung des Ideals demzu- folge ebenfalls grenzenlos ist. Zu wissen, wie man beginnen soll, ist bereits der größte Schritt; wer sich dieses Ge- heimnis erschlossen hat, kann von dort aus ständig weitergehen, bis er die großar- tigsten Höhen erklimmt, die die endlose Existenz zu bieten hat. Die vorgestellten Ideen, Methoden und Grundsätze sollten nicht in ein festes System gepresst werden. Es wurde vielmehr bewusst vermieden, ein neues Denksystem oder eine neue Lebensphilosophie vorzustellen. Stark abgrenzte Systeme werden unweigerlich zu Hindernissen auf dem Weg des Fortschreitens. Unser Anliegen ist ein immer größeres Leben; in einem solchen Leben sind alle Philo- sophien einer ständigen Wandlung unterworfen. Bei der Ausarbeitung der folgenden Seiten ging es uns darum, den Anfänger aus den Begrenzungen des Alten in die Unbegrenztheit des Neuen zu bringen, darauf hinzuwei- sen, dass die im menschlichen Bewusstsein schlummernden Möglichkeiten schlicht- weg fantastisch sind und dass die Umsetzung dieser Möglichkeiten in die Praxis so einfach ist, dass jeder Mensch sie nachvollziehen und verstehen kann. Es wurde jedoch keine Methode vorgestellt, die bereits der Weisheit letzter Schluss sei. Die besten Ideen sind solche, die ihrerseits neue, bessere und größere Ideen nach sich ziehen. Die vollkommendste Wissenschaft des Lebens ist eine, die jedem Men- schen die Macht gibt, seine eigene Wissenschaft zu entwickeln und immer wieder neu zu schaffen, je weiter seine eigene Entwicklung voranschreitet. Große Seelen entwickeln sich nur, wenn das Bewusstsein die Freiheit besitzt, entspre- chend der eigenen Einsichten und dem eigenen Verständnis die optimalen Methoden anzuwenden. Nur wenn die Seele in immer größere Dimensionen hineinwächst, kann das Ideal verwirklicht werden. Wir haben die besten Ideen und Methoden ausgewählt, um das Ideal in Wirklichkeit zu verwandeln und wollen Ihnen diese in diesem Buch präsentieren. Seite 7
  8. 8. Wenden Sie diese Methoden einfach nur an. Sie werden feststellen, dass sie allesamt praktisch umsetzbar sind und dass jede einzelne die gewünschten Ergebnisse erbringen wird. Sie werden dann das Ideal nicht nur in Ihrem derzeitigen Lebensbereich verwirklichen, sondern in sich selbst ein größeres, mächtigeres und freudigeres Leben entwickeln. Seite 8
  9. 9. Lektion 1 - das VerwirkLichte ideaL Ideale zu haben, ist nicht nur einfach; es ist auch natürlich. Für das Bewusstsein ist es ebenso natürlich, ein Ideal zu haben, wie es natürlich ist, zu leben. Das Ideal ist aus dem Leben nicht wegzudenken. Das Problem besteht lediglich darin, das Ideal in jedem Lebensbereich zu verwirklichen. Hier scheint die Lösung alles an- dere als einfach zu sein. Es ist eine Sache, von erhabenen, schönen und vollkommen Dingen zu träumen. Das kann ein jeder. Doch es ist eine andere Sache, solche Träume zu verwirklichen, denn nicht jeder hat gelernt, wie er oder sie dabei vorzugehen hat. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, haben die größten Denker und Philosophien der Menschheitsgeschichte ihre erhabenen Ideen nicht in die Praxis umsetzen können, nicht etwa, weil dies nicht gewollt hätten, sondern, weil ihnen die wissenschaftliche Beziehung zwischen der idealen und der realen Welt verborgen geblieben war. Der größte Denker des vergangenen Jahrhunderts räumte ein, dass er nicht wusste, wie er die erstaunlichen Gesetzmäßigkeiten und Grundsätze, welche er im Ideal ent- deckt hatte, im Alltag anwenden sollte. Allerdings wusste er, dass diese Gesetzmäßigkeiten und Grundsätze angewandt wer- den konnten. Er wusste, dass das Ideal verwirklicht werden konnte und er war der Mei- nung, dass Nachfolgende die Gesetzmäßigkeit für die Umsetzung entdecken würden und dass in der nahen Zukunft Methoden gefunden würden, über welche jedes Ideal im menschlichen Alltag verwirklicht werden könne. Diese Prophezeiung hat sich erfüllt! Um die wissenschaftliche Beziehung zwischen dem Realen und dem Idealen zu ver- stehen, muss das Bewusstsein sowohl über die Fähigkeit zur Einsicht als auch über die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Analyse verfügen. Ebenfalls erforderlich ist die Fä- higkeit zur praktischen Anwendung. Normalerweise finden wir jedoch in ein und dem- selben Bewusstsein nicht den Propheten und den Wissenschaftler vereint. Der Visionär und der Praktiker sind für gewöhnlich nicht in derselben Persönlichkeit zu finden. Und doch ist dies notwendig! Jeder Mensch kann sowohl den Propheten als auch den Wissenschaftler in sich zur Entfaltung bringen. Er kann die Macht der Erkenntnis des Ideals und ebenso die Macht der Umsetzung dieses Ideals entwickeln. Das große, breite und tiefe Bewusstsein, das ordnungsgemäß entwickelte Bewusst- sein, kann sowohl die äußere wie auch die innere Seite der Dinge sehen. Ein solches Bewusstsein kann sich das Ideal ausmalen und gleichzeitig verstehen, wie es Wirklich- keit werden kann. Die scheinbare Kluft zwischen dem Ideal und der Realität, zwischen der Vision der Seele und der Macht der praktischen Aktion wird heutzutage von tausenden von Be- wusstseinen überbrückt und diese Bewusstseine sind es, die sich selbst und ihre eige- ne Welt so schön gestalten wie die Visionen des Propheten. Das ideale Leben und die Schönheit sind jedoch keinesfalls nur wenigen vorbehalten. Jeder sollte lernen, den Weg von den Unzulänglichkeiten der aktuellen Bedingungen in eine Welt der idealen Bedingungen zu finden. Seite 9
  10. 10. Was nun soll der Anfänger mit seinen schönen Gedanken und den Verheißungen, die in unserer Zeit so großzügig verbreitet werden, anfangen? Das normale Bewusstsein spürt, dass der Idealismus der modernen Geisteswissenschaften durchaus eine substantielle Basis hat. Es spürt intuitiv, dass an diesem Idealismus „etwas dran ist“ und erkennt, dass die Dinge, welche in der angewandten Geisteswissenschaft behauptet werden, möglich sind. Der Mensch spürt, dass das erklärte Ideal erreicht werden kann, doch stellt sich ihm das Problem, dass er nicht weiß, wie er vorzugehen hat. Die Nachfrage nach einfachen Methoden ist in der heutigen Zeit sehr stark ausgeprägt. Die Menschen verlangen nach Methoden, die von jedermann erlernt werden können und rasche Erfolge zeigen. Solche Methoden sind leicht zu formulieren. Auf den folgenden Seiten werden Sie eine Fülle davon vorfinden. Diese Methoden beruhen auf ewigen Gesetzmäßigkeiten, sie sind ebenso einfach wie Multiplikationstabellen und führen mit derselben Präzision zu Ergebnissen. Jeder einigermaßen intelligente Mensch kann sie anwenden und wer mit einer besonderen Beharrlichkeit und Konsequenz gesegnet ist, kann mit diesen Methoden praktisch all seine Ideale verwirklichen. Bereits fortgeschrittenere Menschen werden in diesen Methoden das Geheimnis finden, um ihre Ziele und Wünsche mit ans Wundersame grenzender Sicherheit zu erreichen. Sobald das einfache Gesetz, das das Ideal mit dem Realen verbindet, einmal verstanden und angewandt wurde, spielt es keine Rolle mehr, wie weit diese Ziele gesteckt sind. Sie werden sie verwirklichen können! Zunächst muss das Haupthindernis beseitigt werden. Dieses Hindernis ist die Neigung, dann den Glauben zu verlieren, wenn sich das Ideal nicht zu dem Zeitpunkt verwirkt hat, an dem wir dies erwartet haben. In einem gewissen Maße ist diese Neigung beinahe in jedem Bewusstsein, das Höheres anstrebt, vorhanden, und schiebt den Zeitpunkt der Verwirklichung immer weiter auf. Gar mancher ist in einen Zustand einer chronischen Mutlosigkeit verfallen, nachdem er einen Blick auf sein ach so herrliches Ideal geworfen hat, welches ihm jedoch so fern und unerreichbar erschien. Doch an dieser Stelle müssen wir einen außergewöhnlichen Glauben aufbringen. Wir dürfen uns niemals dazu verleiten lassen, die scheinbar zwischen unserem aktuellen und dem angestrebten Zustand bestehende Kluft anzuerkennen! Wir müssen vielmehr in der Überzeugung weitermachen, dass die Kluft nur eine scheinbare ist und wir das so fern erscheinende Ideal, das in Wirklichkeit viel näher ist, mit Sicherheit erreichen werden. Wer eine größere Glaubensfähigkeit und Beharrlichkeit aufbringen kann, lässt sich von dieser scheinbaren Kluft nicht beirren. In seinem Innern weiß er, dass jedes Ideal eines Tages verwirklicht werden wird. Es kann auch gar nicht anders sein, denn das, was wir in der Ferne sehen, ist immer etwas, das auf dem Weg unserer eigenen ewigen Weiterentwicklung liegt, und wenn wir auf diesem Weg weitergehen, müssen wir unweigerlich auf es stoßen. Aber selbst solchen Menschen erscheint das Ideal bisweilen allzu fern und die Wartezeit kommt ihnen sehr lange vor. Seite 0
  11. 11. Und so ringt ein solcher Mensch nicht selten mit dem Aufgeben. Ab und zu entstehen Befürchtungen, dass unangenehme Erfahrungen eintreten könnten, bevor das Ziel erreicht ist. Doch solche Ängste dürfen wir uns auch nicht einen Augenblick lang erlauben! Wir dürfen keine Gedanken an Unerwünschtes zulassen und können uns keine Befürch- tungen leisten, dass während der Übergangszeit - das heißt, in der Zeit zwischen den Unzulänglichkeiten des Ist- bis zu den Freuden des Soll-Zustandes - Unliebsames ein- treten könnte. Wir sollten uns vor Augen halten, dass Ängste und Niedergeschlagenheit unseren Fortschritt immer verzögern, egal, wie unser Ziel geartet ist. Niedergeschlagenheit und Mutlosigkeit werden den Motor, der den Wunschzug in unserem persönlichen Zielbahnhof bringen soll, wahrscheinlich außer Betrieb setzen! Gerade wenn unsere Zuversicht angeschlagen ist, kommen uns solche Zeiten des Wartens sehr lange vor, sobald unser Bewusstsein jedoch wieder auf der Höhe ist, verschwindet auch das drückende Gefühl des Wartens und an seine Stelle tritt die Freude des Näherkommens an das Ziel. Je öfter wir es unserem Bewusstsein erlauben, in Ängste und Zweifel zu verfallen, umso länger werden wir auf die Verwirklichung unseres Ideals warten müssen. Je freudiger und zuversichtlicher wir leben, umso rascher gelangen wir ans Ziel. Es gibt viele Menschen, die all ihre Bemühungen, ihre Ideale zu erreichen, eine Zeitlang einstellen und sie für unerreichbar halten; sie reden sich dann ein, dass es sich nicht mehr lohne und dass weitere Versuche zwecklos seien. Diesen Menschen ist nicht bewusst, dass sie ihre künftige Entwicklung umso schwieriger gestalten, je mehr sie ihre aktuelle Entwicklung behindern. Sie sollten erkennen, dass jedes Ideal verwirklicht werden kann, da alles möglich ist! Um ein angestrebtes Ziel zu erreichen, müssen gewisse Dinge getan werden. Wenn diese Dinge jetzt nicht getan werden, müssen sie später getan werden. Dazu kommt, dass ein Aufgeben in der Gegenwart immer dazu führt, dass die Hürden mit der Zeit größer werden. Die Dinge, die notwendig sind, um unseren Fortschritt zu fördern, werden langfristig umso schwieriger, je länger wir in dieser Geisteshaltung des „Aufgebens“ verharren. Der Grund hierfür ist, dass das Bewusstsein, das aufgegeben hat, immer kleiner wird. Es büßt an Fähigkeit und Macht ein und ist immer weniger in der Lage, die anste- henden Probleme zu lösen. Wenn wir aufgeben, werden wir immer kleingeistiger und kleinmütiger. Sobald wir nicht mehr nach vorne schreiten, fallen wir zurück. Wir behindern den Fort- schritt nur dann, wenn wir uns der Weiterentwicklung entziehen. Wenn wir andererseits unserem Ideal treu bleiben und es weiterverfolgen, wachsen wir in einen immer größeren Geisteszustand hinein und erhöhen damit unsere Befähi- gung, unsere Ideale zu verwirklichen. Die Anschauung, dass es unmöglich sei, das Ideal zu verwirklichen, entbehrt jeder Grundlage. Eine solche Anschauung ist lediglich eine Illusion, die aus einer Angst ent- stammt; in der Wissenschaft des Lebens hat sie keinen Platz! Sobald Sie ein Ideal erkennen, werden Sie auch etwas entdecken, das auf ihrem weiteren Weg vor Ihnen liegt. Seite
  12. 12. Gehen Sie beherzt voran und Sie können gar nicht anders, als an Ihr Ziel zu ge- langen. Wann Sie das begehrte Ziel erreichen, hängt davon ab, wie schnell Sie voranschreiten. Davon ausgehend und auch wohlwissend, dass Ängste, Zweifel, Kleinmut und Gleichgültigkeit dieses Voranschreiten immer verlangsamen, kann es uns nur zum Vorteil gereichen, solche Geisteszustände völlig zu vermeiden! Die richtige Einstellung ist die Geisteshaltung des absoluten Überzeugtseins! Dann leben wir in der Überzeugung, dass sich unser angestrebtes Ideal früher oder später mit Sicherheit verwirklichen wird, wenn wir nur immer weiter voran- schreiten, und wir wissen dann auch, dass die Verwirklichung umso rascher eintreten wird, je zielsicherer, überzeugter und schneller wir in jedem Augenblick des großen ewigen Jetzts voranschreiten. Im großen ewigen Jetzt zielsicher vorzuschreiten, bedeutet, von diesem Ideal jetzt so viel zu verwirklichen wie wir jetzt können. Damit erübrigt sich das War- ten. Voranzuschreiten ist damit auch der Beginn der Verwirklichung des Ideals und wir verwirklichen in der Gegenwart so viel von diesem Ideal wie notwendig ist, damit das Jetzt vollkommen wird. Im großen ewigen Jetzt zielsicher voranzuschreiten, bedeutet auch, auf ewig immer mehr zu werden als Sie sind. Immer mehr zu werden als Sie sind, heißt, immer näher an Ihr Ideal heranzukommen. Das ist das große Geheimnis, denn das Prinzip lautet, dass Sie Ihr Ideal dann verwirklichen, sobald Sie genauso wie Ihr Ideal werden, und dass Sie jetzt soviel von Ihrem Ideal verwirklichen wie Sie in sich selbst jetzt entwickeln. Die meisten Menschen sind jedoch der Meinung, dass sie niemals so vollkom- men wie ihr Ideal werden könnten. Andere sind der Auffassung, dass dies zwar irgendwann möglich sei, dass dies jedoch unendlich lange dauern würde, wes- halb sie ständig in dem bedrückenden Glauben leben, dass sie viele Jahre lang unangenehme Erfahrungen hinnehmen müssten. Diese Menschen leben jedoch in einem Irrglauben. Darüber hinaus verzögern sie durch solche Gedanken ihre eigene Weiterentwicklung. Wenn die viele Zeit, die in Sehnen und Schmachten vergeudet wird, in eine wis- senschaftliche und praktische Selbstentwicklung investiert würde, könnte der Durchschnittsmensch in relativ kurzer Zeit ebenso vollkommen wie sein Ideal werden. Er würde sein Ideal dann verwirklichen, und zwar deshalb, weil er von außen das anzieht, was genau dem entspricht, was in seinem Innern aktiv ist. Wenn wir das Ideal und das Schöne in unserem eigenen Wesen erreichen, stoßen wir auch überall auf der Welt auf das Ideale und Schöne und finden in der Realität dieselben Dinge vor, von denen wir als Ideal geträumt haben. Wenn wir ein Ideal sehen, beschleicht uns meist eine Sehnsucht danach und wir hoffen, dass etwas Außergewöhnliches geschehe, um dieses Ideal in unser Le- ben zu bringen. Und so hoffen, schmachten und warten wir, wobei immer wieder Augenblicke der Mutlosigkeit auftreten. Wir vertun Zeit und Energie. Wenn wir ein Ideal sehen, ist die richtige Vorgehensweise, dass wir sofort alles daran setzen, um dieses Ideal in unserem eigenen Wesen aufzubauen. Seite 2
  13. 13. Wir sollten uns niemals darauf einlassen, untätig abzuwarten und zuzusehen, ob es sich auch verwirklichen wird und wir sollten niemals unsere Zeit damit vergeuden, he- rausfinden zu wollen, wie lange es dauern wird, bis wir unser Ziel erreicht haben! Das Geheimnis besteht darin, gleich jetzt wie Ihr Ideal zu sein. Zur richtigen Zeit wird sich das Ideal dann verwirklichen. Sobald Sie anfangen, an sich zu arbeiten, um ein genaues Ebenbild Ihres Ideals zu sein, fangen Sie auch mit der Verwirklichung dieses Ideals an, weil immer das zu uns kommt was uns bewusst wird! Das Ideal in sich selbst zu entwickeln, heißt, sich über das Ideal bewusst zu werden! Sich den Kopf über die benötigte Zeit zu zerbrechen, ist ein Anhalten, um die Zeit mit dem Bewusstsein zu messen. Jedes Anhalten im Bewusstsein verzögert den Fort- schritt. Der wahre Fortschritt ist ewig. Er ist eine vorwärts gerichtete Bewegung, die ein stän- diges Jetzt ist. An die Zeit wird dabei kein Gedanke verschwendet. In einer fortwährenden Weiterentwicklung zu leben, heißt, jeden Augenblick voranzu- kommen. Eine solche Weiterentwicklung ist eine immerwährende Verbesserung bei allem, was Wert, Größe und Nutzen hat, und das Bewusstsein, das in einem solchen Leben lebt, kann gar nicht unzufrieden oder entmutigt sein. Ein solches Bewusstsein lebt nicht nur in einer ständigen Verbesserung bei allem, was das Herz begehrt, sondern erkennt ständig auch die größte aller Freuden, nämlich die Freude des Vorankommens! Das entmutigte Bewusstsein lebt in der Leere des Lebens, in einem Leben, das auf eine fortwährende Verbesserung allen Guten, Schönen und Idealen ausgerichtet ist, kann es jedoch keine Leere geben! Nur schlecht genutzte Zeit kommt uns zu lange vor. Die Wartezeit, die uns am schwersten ankommt, ist die Zeit, die nicht voll und ganz auf unser höchstes Ziel aus- gerichtet ist. Sobald wir verstehen, dass ein jeder von uns ein Spektrum von Idealen hat, sehen wir auch, dass sich in uns selbst noch eine unentwickelte Entsprechung zu jedem dieser Ideale befindet. Wenn wir diese entsprechenden Teile weiterentwickeln, kommen wir jeden Tag dem ein oder anderen Ideal näher. Vielleicht gelingt es uns dann heute, ein Ideal zu verwirklichen, das wir vor einem Jahr zum ersten Mal entdeckten. Morgen erreichen wir eventuell ein Ziel, das wir bereits vor Jahren steckten und ein paar Tage später verwirklichen wir Ideale, welche wir seit einigen Wochen oder auch bereits seit vielen Jahren mit uns herumtragen. Wenn wir die Prinzipien, die dem Prozess der Verwirklichung von Idealen zugrunde liegen, konse- quent anwenden, können wir fortwährend immer wieder andere Ideale verwirklichen, von denen wir ein Leben lang geträumt haben. Wenn wir dieses Thema richtig angehen, kann es folglich nicht ausbleiben, dass sich täglich etwas verwirklicht. All die schönen Dinge, von denen wir geträumt haben, wer- den nach und nach in unsere Welt treten und jeder Tag bringt weitere Neuzugänge. Das ist das Leben des wahren Idealisten. Ein vollkommeneres und erfüllteres Leben ist nicht vorstellbar. Doch nicht nur in der Gegenwart ist ein solches Leben gelungen, es entwickelt sich ständig weiter und jeder weitere Tag wartet mit einer höheren Zufrie- denheit und neuen Freuden auf. Seite
  14. 14. Ein von uns ausgemachtes Ideal hält sich im Rahmen unserer eigenen Entwick- lungsmöglichkeiten. Daraus folgt, dass wir die Macht zur Umsetzung dieses Ideals besitzen. Das Bewusstsein richtet sich niemals auf ein Ideal, das sich jen- seits der gegebenen Entwicklungsmöglichkeiten befindet! Sobald sich uns ein Ideal auftut, ist dies automatisch auch ein Beweis dafür, dass wir es verwirkli- chen können! Wer seine Ideale noch nicht in Gestalt erfahren hat, hat sein eigenes ideales Wesen noch nicht stark, positiv und ausgeprägt genug gemacht. In einem negativen Idealismus zu leben, heißt, vor sich hinzuträumen, ohne dass auch nur ein einziger Traum wahr wird. Sobald sich die von uns ausgemachten Ideale jedoch in unserem eigenen Wesen zu starken und positiven Wirkkräften entwickelt haben, werden unsere Träume bald Wirklichkeit werden. Ein Ideal nach dem anderen verwirklicht sich, bis das Leben zu dem wird, wozu es ge- dacht ist: Zu einer fortwährenden Höherentwicklung allen Reichen, Schönen und Vollendeten. Es spielt keine Rolle, ob wir von unserer Umgebung, von Errungenschaften, Be- sitz, Umständen, Chancen, Freundschaften, Partnern oder von der Vielzahl der sonstigen Dinge sprechen, die in unsere Welt gehört: Das Gesetz ist immer dasselbe! Wir erreichen ein Ideal nur dann, wenn wir wie dieses Ideal werden! Wenn wir uns bessere Freunde wünschen, werden wir sie mit Sicherheit finden und behalten, sofern wir immer höhere Stufen der Freundschaft entwickeln. Wenn wir mit kultivierten Menschen Umgang haben wollen, müssen wir selbst in Wort und Tat kultivierter werden! Das große Geheimnis lautet, dass wir in der Welt nutzbringender werden müs- sen! Diese Aussage bezieht sich auf ein Nutzenbieten im weitesten und höch- sten Sinne des Wortes. Wer der Welt sein Bestes gibt, wird das Beste zurückerhalten. Die Welt verlangt nach tüchtigen Männern und Frauen. Sie braucht Menschen, die etwas Lohnenswertes tun können. Die Welt braucht Menschen, die große Gedanken haben und diese Gedanken in großartige Taten umsetzen. Dafür re- vanchiert sich die Welt großzügig! Um das Ideal zu verwirklichen, sollten Sie daran arbeiten, in sich Größe, Souve- ränität und einen hohen Wert zu entwickeln. Schulen Sie Ihr Bewusstsein darin, immer im obersten Grenzbereich der höchsten Ideale, die Sie sich vorstellen zu können, zu verweilen. Trachten Sie jedoch nicht nur nach dem, was Sie sehen können, seien Sie nicht auf das versessen, was noch nicht Ihr eigen ist. Machen Sie sich vielmehr selbst zu einem Ebenbild dieses Ideals und es wird in Ihr Leben treten! Im Zuge dieser Entwicklung muss die gesamte Lebensführung im Einklang mit der exakten Lebenswissenschaft umgestaltet werden. Die Rede ist von der Wissenschaft, die auf einer Vereinigung des Physischen und des Metaphysischen als der eine Ausdruck von allem, was in der Seele groß und erhaben ist, beruht. Seite 4
  15. 15. Diese neue Denk-, Betrachtungs- und Vorgehensweise muss uneingeschränkt ange- nommen werden. Dieser neue Ansatz beruht auf dem Prinzip, dass das Ideal bereits Wirklichkeit ist und geht deshalb nicht von einer künftigen Eventualität, sondern von einer aktuellen Tatsache aus. Stellen Sie sich das Ideal verwirklicht vor und Sie werden es in der Wirklichkeit vorfin- den! Gehen Sie so auf alle Dinge zu, als ob sie das Ideal beinhalten würden - nicht als Abbilder, sondern als Realitäten. Blicken Sie aus den Höhen der Existenz auf das ganze Leben, dann sehen Sie die Dinge so wie sie sind und verhalten sich dementsprechend. Dann sehen Sie die Seite der Dinge, die man als die „bessere“ bezeichnen könnte und wachsen immer mehr in eine Gleichheit mit der besseren Seite hinein. Je mehr Sie in eine Gleichheit mit der besseren Seite der Dinge hineinwachsen, umso mehr ziehen Sie von der besseren Seite aller Dinge an und das Ideal in allem auf der Welt wird in Ihrer Welt verwirklicht werden. Seite 5
  16. 16. Lektion 2 - so beginnen sie. die grundLagen Detaillierte Regeln aufzustellen, die in jedem Einzelfall und überall gelten, ist we- der möglich noch notwendig. Nicht jeder Mensch hat in der Gegenwart dieselben Bedürfnisse. Auch die Vor- kennnisse sind nicht bei allen Menschen dieselben. Dennoch gibt es gewisse all- gemeingültige Prinzipien, deren Beachtung die gewünschten Ergebnisse bringt. Wenn von Anfang an der richtige Weg eingeschlagen wird, werden die entspre- chenden Ergebnisse nicht nur besser ausfallen und rascher erreicht werden, sondern es werden auch viele nutzlose Umwege und Verzögerungen vermie- den. Es handelt sich um folgende Prinzipien oder Grundlagen: 1. Lernen Sie, still zu sein! Wenn Sie ein ideales Leben anstreben und sich in jeder Hinsicht weiterentwi- ckeln wollen, werden Sie bald feststellen, dass Sie nur dann Fortschritte machen können, wenn Ihr gesamtes Selbst auf Wachstum ausgerichtet ist. Dies ist des- halb so, weil das Ideal auf immer höhere Ideale zustrebt. Deshalb müssen Sie sich selbst verbessern, bevor Sie Ihr Leben verbessern können. Alle Wachstumsgesetze verlangen nach Ordnung, Harmonie und Stille, damit sie ihr Wirken aufnehmen können. Aus diesem Grunde ist es wichtig, einträchtig zu leben, einträchtig zu denken, einträchtig zu handeln und einträchtig zu spre- chen. Das ist nicht nur dem Wachstum zuträglich, sondern auf diese Weise behalten Sie auch Ihre Energie bei sich, und sobald Sie ein größeres Leben zu führen be- ginnen, werden Sie auch all Ihre Kräfte sinnvoll einsetzen wollen. Sie werden sie weder falsch einsetzen wollen, noch werden Sie irgendetwas vergeuden wollen. Um Stille zu erlangen, dürfen Sie sich niemals „anstrengen“. Üben Sie sich bei allem, was Sie tun, einfach nur in Selbstkontrolle. Machen Sie sich nie Sorgen über die Ergebnisse! Auf diese Weise treten sie mü- heloser und rascher ein. Wann immer Sie einen Augenblick erübrigen können, um sich als gesamter Mensch, dass heißt, geistig und körperlich, zu entspan- nen, lassen Sie alles in die bequemste Position fallen. Strengen Sie sich nicht an, um sich zu entspannen. Lassen Sie einfach los! Solange Sie krampfhaft versuchen, sich zu entspannen, wird Ihnen dies nicht gelingen. In dieser entspannten Haltung bleiben Sie ruhig. Bewegen Sie keinen Muskel. Atmen Sie tief, aber langsam. Denken Sie nur an Friedlichkeit und Ruhe! Bevor Sie sich abends schlafen legen, entspannen Sie Ihr gesamtes System. Sie schlafen in einer friedlichen Haltung ein. Baden Sie Geist und Körper gleich- sam im Meer der schönen Ruhe! Seite 6
  17. 17. Bereits dies dürfte in wenigen Wochen Wunder wirken. Am Arbeitsplatz sollten Sie da- rauf achten, sich von Hektik und Aktionismus fernzuhalten. Verrichten Sie Ihre Arbeit mit einer Haltung der Gelassenheit und Sie werden in derselben Zeit mehr erreichen und auch bessere Arbeitsergebnisse erzielen! Schulen Sie sich in der Verwirklichung dieser vollkommenen Friedfertigkeit, indem Sie einen tiefen Wunsch nach Frieden aufbauen und Ihr gesamtes Tun in Einklang mit Friedfertigkeit bringen. Das Ergebnis wird ein „Friede sein, der alles Verstehen über- steigt“. Bereits dafür werden Sie sehr dankbar sein. 2. Seien Sie fröhlich und glücklich! Fröhlichkeit ist nicht nur eine gute Medizin, sondern auch Nahrung für Geist und Seele. Das fröhliche Leben wird jedes Atom mit neuem Leben füllen und ist für die geistigen Fähigkeiten das, was die Sonne für Blumen und Bäume ist. Immer glücklich zu sein, ge- hört zum Besten, was ein Mensch tun kann und es gibt nur wenig, was sich nützlicher auswirkt. Seien Sie immer guter Dinge, egal, was kommt. Leben Sie in der Überzeugung, dass alles zu Ihrem Besten zusammenwirkt. Ihre Überzeug ist Ihr Glaube und nach Ihrem Glauben wird Ihnen geschehen! Wenn Sie in der Überzeugung leben, dass sich alles zum Besten fügen wird, werden Sie genau dies verursachen, und nachdem Sie mit der Anwendung der wahren Wis- senschaft des idealen Lebens begonnen haben, werden Sie auch den Grund hierfür verstehen. Wie dunkel die aufziehenden Wolken auch sein mögen, suchen Sie nach dem Silberst- reif. Er ist da! Und wenn Sie es sich zur Angewohnheit machen, immer auf die Glanz- seite der Dinge zu sehen, entwickeln Sie auch den Glanz in sich. Dieser Glanz wird all Ihren Fähigkeiten zugute kommen, so dass Sie eventuelle Hürden problemlos meistern werden. Der Sieg ist Ihrer! Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit ständig auf die Glanzseite der Dinge; weigern Sie sich, die andere Seite überhaupt zu erwägen! Anfangs wird Ihnen dies nicht immer möglich sein, aber Ausdauer und Beharrlichkeit führen immer zum Ziel. Verkrampfen Sie sich jedoch nicht. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit sanft auf die ange- nehme Glanzseite und Sie werden feststellen, dass es Ihnen möglich ist. Bald wird es Ihnen zur zweiten Natur werden, auf der Sonnenseite zu leben! Der Wert dieser Errungenschaft ist nicht zu unterschätzen! Zum einen deshalb, weil Ihr Leben freudiger werden wird. Sie werden sich mächtiger, energetischer und kräf- tiger fühlen. Ein jeder von uns kennt dies aus eigener Erfahrung und wir wollen all das Leben und all die Macht haben, der wir habhaft werden können. Zum anderen macht sich der glückliche Mensch keine Sorgen und auch dies ist ein großer Gewinn! Kummer und Sorgen haben tausende geistig verkrüppelt und Millionen von Menschen in ein frühes Grab gebracht. Wir können uns Sorgen schlichtweg nicht leisten und dürfen sie unter keinen Umständen zulassen! Seite 7
  18. 18. Sollten wir zur Grübelei und zu Sorgen neigen, können wir dies über das Gegen- mittel abstellen. Dieses heißt: Lebensfreude. Nachdem Sie sich darin geschult haben, immer auf die Glanzseite und auf das Beste zu blicken, wird genau dies vermehrt in Ihr Leben treten, da Sie Ihre Macht einsetzen, um diese Dinge an- zuziehen. Seien Sie deshalb stets fröhlich und gut gelaunt! Lassen Sie Ihr Herz und Ihre Seele immerfort singen. Wenn Sie keine fröhliche Musik im Innern spüren, erzeugen Sie sie mit Ihrer eigenen Vorstellungskraft und es wird nicht lange dauern, bis Sie sie immer öfter hören. Ihre Seele will singen, weil sie die Musik spürt und es gibt nur wenige Freuden, die dem gleich- kommen, wenn in der Seele Musik erklingt. Es gibt im Leben so viel Schönes und Erfreuliches, dass wir immer guter Dinge sein werden, sobald wir den Schlüssel zur Harmonie gefunden haben. Seien Sie bis dahin dankbar für das Gute, das Sie gefunden haben und diese geistige Ein- stellung wird in Ihnen die Macht hervorbringen, ständig Besseres anzuziehen. Di- ese persönliche Existenz ist randvoll mit Guten gefüllt und der glückliche Mensch wird diese guten Dinge allesamt aufspüren! 3. Lieben Sie jeden Menschen und seien Sie nett zu ihm! Falls Sie sich wünschen, dass Ihr Lebensweg mit Rosen bestreut sei, seien Sie einfach nur freundlich und nett. Geben Sie der Welt das Beste und das Beste wird unweigerlich wieder zu Ihnen zurückkommen. Was soll‘s, wenn dies nicht gleich heute ist? Seien Sie weiterhin freundlich und nett und geben Sie sich nicht mit Enttäuschungen ab. Denken Sie niemals an Unerwünschtes! Das würde nur dazu führen, dass diese Dinge eintreten. Dies gilt für alles Unangenehme. Solange es in unserem Denken eingenistet ist, kann es nicht verschwinden. Was Sie aus Ihrem Denken verbannt haben, wird von selbst vergehen. Schulen Sie sich in dieser ständigen Freundlichkeit, denn Sie können es sich auch nicht einen Augenblick lang erlauben, zu kritisieren, zu verurteilen oder wütend zu sein! Es ist allbekannt, dass Wut und Ärger nicht nur den Geist trüben, sondern auch die Körperzellen zerstören. Niemand kann wütend sein, ohne beträchtlich an Lebenskraft und Energie einzubüßen. Nach Fehlern zu suchen, zahlt sich niemals aus! Es bringt beim Kritisierten nur eine Abwehrhaltung hervor und sorgt für Unstimmigkeiten. Dazu kommt, dass die Fehler, die wir ständig an anderen sehen, immer mehr auch bei uns selbst auftreten werden. Der Kritiker ist destruktiv und die kritische Haltung schwächt das gesamte Sy- stem. Aus diesem Grunde kann niemand auf der Höhe seiner Bestleistungen sein, der es sich gestattet, über die Fehler und Unzulänglichkeiten des Lebens nachzudenken oder darüber zu reden. Seite 8
  19. 19. Seien Sie jedermann gegenüber höflich und zuvorkommend. Das ist einer der Königs- wege zu Glück und Seelenfrieden. Wenn jemand etwas falsch macht, verurteilen Sie ihn oder sie nicht; helfen Sie diesem Menschen. Unterstützen Sie ihn dabei, einen besseren Weg zu finden. „Lass dein Brot über das Wasser fahren, so wirst du es finden nach langer Zeit“, heißt es bei den Pre- digern. Manchmal kehrt es schneller zurück als wir erwartet haben. Geben Sie deshalb großzügig vom Besten in Ihrem Leben und es gibt nichts Besseres als Freundlichkeit und Liebe. Sobald Sie mit einer idealen Lebensführung beginnen, werden Sie immer mehr in der Fülle leben wollen. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass Sie allen viel zu bieten haben. Es sollte Ihr Anliegen sein, möglich viel Nutzwert zu bieten. Nichts kann dies so sehr bezwecken wie Freundlichkeit. Damit soll keineswegs gesagt werden, dass Sie sich ausnutzen oder übervorteilen lassen sollten. Es ist sowohl unsere Pflicht als auch unser Recht, jederzeit das Rechtmäßige zu er- warten und für jedermann und von jedermann Gerechtigkeit zu verlangen, dies sollte jedoch immer freundlich und ohne eine Spur von Feindseligkeit getan werden. Die sich auf alle Menschen erstreckende Liebe kommt nicht unter dem Deckmantel daher, für sich selbst Zuneigung erheischen zu wollen. Diese übergeordnete Freund- lichkeit schließt niemanden von unseren guten Wünschen aus. Diese Form der Liebe ist die größte Macht auf Erden und wer in diesem größeren und wahreren Sinne liebt, wird am meisten erreichen. Den Grund finden wir in der Tatsache, dass eine große Liebe im Menschen immer alles zum Vorschein bringt, was groß, edel und außerordentlich ist. Die Behauptung, dass jemand, der am meisten um das Wohlergehen der Welt bemüht ist, auch für seine eigenen Interessen das Meiste tun, mag sich wie ein Widerspruch anhören, dennoch verhält es sich so. Es beweist sich immer wieder, dass derjenige, der der Welt sein Bestes gibt, seinerseits wieder das Beste erhält. Lassen Sie sich nie zu der Bemerkung hinreißen, dass Sie nicht jedes lebende Ge- schöpf lieben könnten. Sagen Sie, dass Sie alles lieben und meinen Sie es so! Wenn Sie sagen, dass Sie etwas tun, werden Sie es über kurz oder lang auch tun. Diese größere Liebe erleuchtet das Bewusstsein, sie gibt jeder Faser Ihres Seines ein neues Leben, nimmt beinahe jede Last von Ihnen und macht den Lebensweg insge- samt leichter. Die Liebe löscht Wut, Hass, Rachsucht, Missgunst und ähnliche Zustän- de vollständig aus. Dies ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung, da niemand ein ideales Leben führen kann, der in diesen niedrigen Geisteszuständen verweilt. Ein sonniges Gemüt, eine freundliche Art und Liebe im Herzen sind mehr wert als ein Tresor voller Gold. Jeder weiß instinktiv, dass dies richtig ist und erkennt, dass der Mensch, der diese größere liebevolle Freundlichkeit an den Tag legt, einen Riesen- schritt zu einem wahren Leben getan hat. Das ist keine Gefühlsduselei, sondern der Ausdruck einer exakten wissenschaftlichen Tatsache. Eine starke und dauerhafte Liebe bringt dem Menschen, der im Außen so lebt und handelt, wie er sich im Innen fühlt, alles Gute zu. Seite 9
  20. 20. 4. Glauben Sie an Wohlstand! Glauben Sie an Gott! Glauben Sie an die Menschen! Glauben Sie an sich selbst! Glauben Sie an den Glauben! Glauben Sie an alles und Sie bringen sich in eine Beziehung zum Besten in allem. Wir allen kennen den Wert der Selbstachtung. Doch der Glaube ist noch we- sentlich tiefer, größer und umfassender. Selbstachtung hilft uns, an uns selbst zu glauben, so wie wir jetzt sind, und sie trägt dazu bei, dass wir unsere jetzigen Talente besser nutzen können, doch der Glaube erhöht das Bewusstsein auf darüber hinausgehende Möglichkeiten und verstärkt auf diese Weise die Macht, die Fähigkeiten und die Effizienz unserer jetzigen Talente. Der Glaube bringt das Beste in uns zum Vorschein und sorgt dafür, dass diese Beste jetzt zur Wirkung gelangt. Wer auf den Glauben baut, tritt manchmal in ein scheinbares Nichts hinaus, aber er findet immer einen sicheren Fels. Der Grund ist, dass der Glaube eine größere Vision hat und instinktiv auf das Ge- suchte zusteuert. Der Glaube geht nicht davon aus, dass sich die Dinge von selbst fügen werden. Der Glaube wartet niemals untätig ab. Er wird aktiv. Während er aktiv ist, glaubt er jedoch, dass das Ziel erreicht und dass das Vorhaben zu einem guten Ende geführt werden wird. Der Mensch, der mit einer Haltung des Glaubens vorgeht, kann niemals scheitern, denn der Glaube schöpft aus dem Unerschöpflichen. Wer jedoch mit einer Haltung des Zweifels an die Dinge herangeht, kann nie- mals sein Bestes geben. Das Gefühl des Zweifels schwächt seine Fähigkeiten. Er hält seine beste Macht zurück und setzt nur einen Teil seiner Möglichkeiten ein. Wer jedoch mit der Zuversicht des Glaubens an eine Aufgabe herangeht, geht bis an die Grenzen seiner jetzigen Fähigkeiten und danach sogar noch weiter, weil sein Glaube ihn wissen lässt, dass seinen Fähigkeiten keine Grenzen gesetzt sind und dass das scheinbare Nichts, das vor ihm liegt, auf der gesamten Wegstrecke ein fester Untergrund ist, auf dem er sicher einen Schritt nach dem anderen machen kann. Glauben Sie bei allem, was Sie unternehmen, an das Gelingen! Gestatten Sie sich nicht einen Augenblick lang irgendwelche Zweifel. Bedenken Sie, dass Ihre Quelle das Unendliche ist und dass Sie im Universellen leben und aus dem Unbe- grenzten schöpfen können. Falls sich Menschen oder Dinge nicht Ihrem Ideal entsprechend verhalten, ver- zagen Sie nicht! Lassen Sie ihnen Zeit! Glauben Sie an ihr besseres Selbst und sie werden die Höhen ebenfalls erklimmen. Gehen Sie davon aus, dass sie alle ihr Bestes tun werden und die meisten wer- den dies sogleich tun. Andere werden bald nachfolgen, sofern Sie daran glauben. Der ungetrübte Glaube einer Seele kann das Leben Tausender auf eine höhere Stufe bringen. Seite 20
  21. 21. Diese Aussage ist ebenso wahr wie sie großartig ist. Wir sollten ihr einen ständigen Ehrenplatz in unserem Denken einräumen. Wer an die Menschen glaubt, ist eine In- spiration für alle! Viele Menschen sind bereits höhergestiegen, nur weil ein Einziger an sie glaubte. Der Glaube ist die erbaulichste Kraft, die uns auf Erden bekannt ist. Der Glaube kann Misserfolge in Erfolge verwandeln und jeden weiterbringen, wie immer die Umstände auch beschaffen sein mögen. Glauben Sie an sich und Sie werden weiterkommen als je zuvor! Glauben Sie an andere und sie werden unweigerlich folgen. Glauben Sie an das Unendliche, dann wird die Höhere Intelligenz immer bei Ihnen sein. Diese Macht wird Ihnen den Weg bahnen, egal, wie Ihr Ziel aussieht. Wenn Sie in das neue Leben, das bessere Leben, das ideale Leben eintreten und andere inspirieren wollen, dies ebenfalls zu tun, dann sollten Sie an Wohlstand und Überfluß glauben! 5. Beten Sie ohne Unterlass Das wahre Gebet ist der aus der Seele kommende Wunsch nach dem Größeren, Höheren und Besseren, während das Bewusstsein auf das Allerhöchste gerichtet ist. Ohne Unterlass zu beten, heißt, ständig in diesem erhabenen Wunsch zu leben. Die Kräfte des Geistes und des Körpers folgen immer unseren Wünschen. Wenn wir unsere Kräfte einsetzen, um ein größeres Leben aufzubauen, müssen wir deshalb hohe und wahre Wünsche haben. Richten Sie Ihre Wünsche nach oben und halten Sie sie dort. Wünschen Sie sich immer nur Größeres, niemals Kleineres! Diese Mächte in Ihnen werden dafür sorgen, dass Sie so wahr, so groß und so vollkommen werden wie Sie dies erbeten haben. Damit unsere Wünsche, Gedanken und Bewusstseinszustände auf die allerhöchsten Seinszustände erhoben werden, sollten wir uns täglich im Schweigen üben: Wir sollten uns in die absolute Ruhe des geheimen Lebens der Seele hineinbegeben. In der Stille werden wir das Geheimnis der Geheimnisse finden, den Weg zu dieser Innenwelt, aus der alles entstammt. Achten Sie darauf, dass Sie alleine sind und setzen Sie sich bequem hin. Alternativ können Sie auch mit jemanden zusammen, mit dem Sie eine große Harmonie verbindet, in diese Stille eintreten. Entspannen Sie Geist und Körper. Schließen Sie Ihre Augen und seien Sie absolut still. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das innere Leben der Seele und halten Sie Ihr Bewusstsein bei den Gedanken der Stille und des Friedens. Affirmieren Sie tief und gefühlvoll: „Der Friede ist bei mir.“ „Ich ruhe in der Stille des Geistes.“ „Ich bin in Ruhe eingetaucht.“ „Ich bin eins mit dem Unendlichen.“ „Ich befinde mich im inneren großen Reich.“ „Ich bin an den geheimen Plätzen des Allerhöchsten.“ Und ähnliche Zustände. Seite 2
  22. 22. Während Sie sich diese Formeln vorsagen, spüren Sie, dass Sie friedlich und ruhig sind und dass Sie sich jetzt in der inneren Welt befinden, wo alles ruhig und abgeklärt ist. Wenn Sie diese tiefe, erhabene Stille spüren, können Sie entsprechend Ihrer aktuellen Lage auch weitere Affirmationen verwenden. Vielleicht wollen Sie affirmieren, dass Sie stark, gesund und ausgeglichen sind; dass Sie Seelenfrieden und innere Ruhe verspüren, ist jedoch die erste Voraussetzung. Nachdem dieser Zustand erreicht ist, wird sich Ihr Bewusstsein vertiefen und Sie werden immer weiter nach innen gehen. Während sich das Bewusstsein in diesem inneren Seinszustand befindet, wird jeder gedachte Gedanke mächtig sein und jeder Wunsch, den Sie zum Ausdruck bringen, wird alles in Ihrem Leben entsprechend des Geartetseins dieses Wunsches sowie entsprechend der Tiefe und Einheit mit der allerhöchsten Intelligenz verändern. Aus diesem Grunde sollten Sie sich darin schulen, nur richtige Gedanken zu denken und nur die wahrsten Wünsche zu erschaffen, während Sie sich in diesem Zustand der Stille befinden. Was Sie denken oder tun, während Sie sich in der Stille befinden, wird sich in Ihrem Leben mehr auswirken als das, was Sie auf der Oberfläche des äußeren Bewusstseins versuchen! Deshalb sollte alles Wichtige mit in die Stille genommen und durch die Stille zum Unendlichen gebracht werden. Dies entspricht voll und ganz der Aussage: „Vertrauet es dem Herrn im Gebet an!“ Der wahre Grund für die Stille ist, dass das Bewusstsein in das innere Leben eintreten kann, nicht nur, um alle Gedanken entsprechend der höheren Wahrheit neu zu erschaffen, sondern um einen vollkommeneren Kontakt mit der göttlichen Quelle der Dinge aufzunehmen. Begeben Sie sich täglich zehn, zwanzig oder dreißig Minuten lang in die Stille. Das ist eine tägliche Übung, die sich als äußerst wohltuend herausstellen wird! Zwar werden Sie wahrscheinlich nicht gleich von Anfang an Ergebnisse sehen, führen Sie dieses Übung jedoch dennoch fort. Sie werden Ihr Ziel erreichen! Sobald Sie sich Ihres Innenlebens bewusst werden und mehr oder weniger im Kontakt mit der schönen Welt in Ihnen zu leben beginnen, werden Sie feststellen, dass Sie die meiste Zeit in diesem erhöhten und friedlichen Zustand leben können, weshalb Sie beinahe ständig auf Stille achten sollten. Das ist nicht nur sehr erstrebenswert, sondern ein Ziel, dass sich jeder Mensch setzen sollte. Wenn ein Mensch ständig in diesen höheren Sphären leben kann und sich das Höchste und Beste wünscht, das er kennt, wird das unaufhörliche Gebet, das wahre spirituelle Gebet, erfüllt. Seite 22
  23. 23. Ein solches Gebet wird auf ewige Zeiten erhört. Jeder Tag wird uns etwas bringen, was wir uns von Herzen wünschten und jeden Augenblick werden wir alles haben, damit die Gegenwart erfüllt und vollkommen ist. 6. Behalten Sie die Wahrheit in Ihrem Denken! Sobald wir lernen, die Wahrheit zu denken, sind wir an einer Weggabelung angelangt. Hier werden die alten Blätter abgeworfen und neue beginnen zu sprießen. In diesem Zustand verschwindet das Falsche und das Richtige wird immer mehr und immer besser erkannt. Den Kern aller Wahrheit finden wir in der Aussage: „Der Mensch ist ein spirituelles Wesen, das im Angesicht und nach dem Ebenbild Gottes erschaffen wurde“. Da der Mensch nach dem Ebenbild Gottes erschaffen wurde, wohnt ihm das Göttliche inne und er besitzt alle göttlichen Eigenschaften. Jeder Mensch ist in Besitz einer unendlichen Weisheit, einer unendlichen Macht, ei- ner unendlichen Liebe, eines ewigen Lebens, eines vollkommenen Friedens, einer im- merwährenden Freude, einer universellen Wahrheit, einer universellen Freiheit, eines universellen Guten, einer göttlichen Ganzheit, einer makellosen Tugend, einer grenzen- losen Versorgung! Wenngleich diese Eigenschaften nur als potentielle Zustände angelegt sind, mit ande- ren Worten, obwohl es sich nur um Möglichkeiten handelt, die im Innern auf ihre Ent- faltung, Entwicklung und ihren Ausdruck warten, sind sie doch in jeder Seele in einem Maße, die keine Grenzen kennt, vorhanden. Daraus folgt, dass jede Seele über diese Eigenschaften verfügt, und um die Wahrheit auszusprechen, müssen wir ihre Existenz anerkennen und sogar jetzt für uns in An- spruch nehmen. Um die Wahrheit zu denken, müssen Sie denken, dass Ihr wahres Sein ein göttliches ist und dass Sie diese Eigenschaften besitzen, weil dies die Wahr- heit ist. In Ihrem wahren Sein sind Sie deshalb göttlich, weil Sie nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurden und Sie besitzen die genannten göttlichen Eigenschaften, weil das, was göttlich ist, notwendigerweise die Eigenschaften des Göttlichen besitzen muss. Etwas anderes zu denken, hieße, etwas Falsches zu denken und falsches Denken ist die Ursache für all das Übel auf dieser Welt. Die meisten Menschen denken anders. Deshalb werden sie immer wieder von Krank- heiten heimgesucht, geraten in Schwierigkeiten oder laden sich sonstige Probleme auf. Eine göttliche Ganzheit, das heißt, eine vollkommene Gesundheit von Körper und Geist, ist zu jeder Zeit Ihr Anrecht und wird es immer sein! Deshalb wäre es falsch zu sa- gen: „Ich bin krank“. Ihr wahres Sein ist niemals krank und wird es auch nie sein, denn dieses Selbst ist göttlich und Sie sind Ihr wahres Sein. Sie sind nicht Ihr Körper, Sie besitzen nur einen Körper! Der Körper kann nur dann dann indisponiert sein, wenn Sie falsche Gedanken erschaffen, doch der Körper sind nicht Sie! Sie sind ein spirituelles Wesen nach dem Ebenbild Gottes und deshalb sind Sie immer heil! Seite 2
  24. 24. Wenn auf der Oberfläche - das heißt, im Körper - eine Krankheit auftaucht, sollten Sie sich daran erinnern, dass sie sich nur an der Oberfläche befindet. Diese Krankheit befindet sich nicht in Ihnen. Sie sind ein göttliches Wesen und dieses kann nur ewige Gesundheit kennen. Die Krankheit, die sich manchmal im Körper zeigt, ist das Ergebnis einer Aner- kennung der Unwahrheit, welche sich entweder durch falsches Denken oder eine falsche Lebensweise Ausdruck verschafft. Richtiges Denken, das heißt, ein Denken, das immer auf der absoluten Wahr- heit beruht, würde keine Krankheit erzeugen. Wer immer mit der Macht des richtigen Denkens erfüllt ist und von ihr geschützt wird, kann niemals krank wer- den! Wenn das Licht scheint, kann keine Dunkelheit einkehren! Falsches Denken kommt aus einem falschen Selbstbild und dieses falsche Selbstbild wird solange im Bewusstsein weiterbestehen, bis die Wahrheit er- kannt wird. Wenn Sie die Wahrheit kennen, dass Sie ein Ebenbild Gottes sind und dass Ihr wahres Selbst vollkommen ist, werden Sie diese Wahrheit denken und Ihr gesamtes Denken wird dann im Ihrem Leben nur noch richtige Bedingungen hervorrufen können. Dann wird alles in Ordnung sein. Wenn Sie sich selbst als das wahre Wesen erkennen, das Sie sind, wenn Sie er- kennen, dass Sie jetzt stark und wohlauf sind und Friede, Liebe, Macht, Weisheit, Freiheit und all das Gute, das in Gott ist, auch in Ihnen ist, werden Sie Sie sich selbst ebenso sehen. Das ist richtiges Denken! Das Ergebnis werden richtige Bedingungen im Geist und Körper sein. Vom Zen- trum bis zu den Außenkonturen wird Ihr gesamts Sein wohlbehalten und voll- kommen sein, so wie es in Wahrheit schon immer war und immer sein wird! Die absolute Wahrheit zu denken, mag zunächst wie ein Widerspruch zu den bekannten Tatsachen erscheinen, da wir so sehr daran gewöhnt sind, nach dem äußeren Schein zu urteilen; sobald wir jedoch erkennen, dass die äußere Er- scheinung nur eine Folge des Denkens ist, erzeugt dieses richtige Denken eine andere Erscheinung. Bereits das Wort „Erscheinung“ weist ja darauf hin, dass es sich nur um einen Anschein handelt. Wenn wir lernen, dass das wahre Sein ein Ebenbild Gottes ist, besteht kein Wi- derspruch mehr zur absoluten Wahrheit. Wenn wir die Wahrheit über uns selbst denken, denken wir immer auch die Wahrheit über andere. Wir denken dann nicht mehr so an sie wie sie uns an der Oberfläche erscheinen, sondern erkennen auch in ihnen die Vollkommenheit des wahres spirituellen Seins. Dann sehen wir über den falschen Anschein hinweg, verzeihen und vergessen ihn, denn dann wissen wir, dass es sich nur einem vorübergehende Auswirkung eines falschen Denkens handelt und wir inspirieren jeden, diesen Anschein durch richtiges Denken, durch das Denken an die Wahrheit, zu verändern. Seite 24
  25. 25. 7. Leben Sie spirituell! Salopp ausgedrückt bedeutet diese Aussage, dass Sie sich im Obergeschoß des Be- wusstseins und des Denkens aufhalten sollten. Sie leben auf der guten, der sonnigen und der wahren Seite von allem. Für den Anfänger ist dies durchaus ausreichend, weil diese einfache Veränderung der Lebensweise eine Vorbedingung ist, bevor die höhere spirituelle Bewusstwerdung stattfinden kann. Die so simpel erscheinende Veränderung wird Ihr Leben völlig um- krempeln! Über kurz oder lang wird Ihnen die wahre und bessere Seite so deutlich bewusst werden, dass eine spirituelle Lebensführung unendlich mehr werden wird als nur im Obergeschoss des Bewusstseins zu verweilen. Wenn diese größere Erfahrung dann eintritt, wissen wir aufgrund unseres eigenen erleuchteten Verständnisses, was ein spirituelles Leben bedeuetet. Je mehr wir die Wahrheit denken, umso mehr werden alle Täuschungen und falschen Ansichten nach und nach abfallen und wir verstehen dann nicht nur, dass wir spiritu- elle Wesen sind, sondern wir spüren, dass wir alles sind, was das göttliche Leben sein kann. Wir haben uns dann Gewissheit darüber verschafft, dass wir ewige Seelen sind, die jetzt in einer spirituellen Welt leben und sich in einer physischen Welt ausdrücken, und wir erkennen, dass wir nach dem Ebenbild des Unendlichen geschaffen und mit dem Unendlichen verbunden sind. Aufgrund unserer Erkenntnis der Wahrheit erfahren wir, dass das Spirituelle nicht etwa irgendein vages, weit entferntes Etwas ist, das sich nur Heiligen erschließt, son- dern dass das Spirituelle die Essenz von allem ist. Es ist das eigentliche Leben von allem, was sichtbar und unsichtbar ist, und dieses Spirituelle ist absolut gut und voll- kommen. Dann erkennen wir, dass es nur eine einzige Substanz gibt, aus der alles entstammt und dass diese Substanz der Ausdruck des Spirituellen ist. Wir sehen dann, dass es nur ein einziges Leben gibt, ein spirituelles Leben. Und wir sehen auch, dass es nur ein einziges Gesetz gibt, nämlich das ewige Größerwerden des Lebens. Wir sehen des Weiteren, dass das Spirituelle die Basis aller Dinge ist; es ist die Seele von allem, weshalb alle Dinge in Wirklichkeit sehr gut und sehr schön sind. Das Böse ist nur ein vorübergehender Zustand, der sich aus dem mangelnden menschlichen Verständnis von der Vollkommenheit des wahrens Seins ergibt; wer nach den höheren Einsichten lebt, erkennt im Spirituellen das absolut Gute und die vollkommene Harmo- nie des gesamten Universums. Wenn wir dies erkannt haben, befinden wir uns auf der wahren Seite der Dinge und spüren dies. Wenn wir uns mit allem in Harmonie befinden, befinden wir uns auch in Harmonie mit dem Unendlichen und können diese Präsenz ständig spüren. Wir ma- chen dann auch die Erfahrung, dass ein „Verweilen an den geheimen Orten des Aller- höchsten“ die Erkenntnis ist, dass wir uns im großen Meer des Lebens, im spirituellen Ozean, dem universellen Seinszustand, befinden. In diesem höheren Zustand des Spirituellen sind wir weit vom Falschen entfernt und befinden uns inmitten der Wahrheit. Wir befinden uns in der Spiritualität und können von dort aus die Wahrheit in allem erkennen. Seite 25
  26. 26. Von dort aus können wir auf noch höhersteigen und in nie endende Gefilde des Lebens vorstoßen, bei denen die Existenz immer höher und schöner wird. Was sich der in der Spiritualität lebenden Seele erschließt, kann nur die Ewigkeit offenbaren, dass ein derartig gelebtes Leben das einzige wahre Leben ist, wurde jedoch in diesem und in früheren Zeitaltern von Tausenden erfahren. Für den Anfänger besteht die erste Voraussetzung darin, sich vom Rein-Materi- ellen, Gewöhnlichen, Grobschlächtigen, Oberflächlichen, Abartigem und Falschen fernzuhalten. Dann bewegen Sie sich höher und betreten die Welt des Lichts. Sie leben in schöneren Gefilden. Damit Sie im Spirituellen leben, begeben Sie sich jetzt in den höchsten und voll- kommendsten Zustand und steigen Sie auch nicht einen Augenblick lang von dort herab. Zunächst wird ein solches Leben einfach nur feiner, größer und harmonischer sein, es wird ein Leben sein, in dem die Dinge reibungsloser vonstatten gehen und in dem der Wert des Lebens ständig zuzunehmen scheint, doch es wird nicht lange dauern, bis ein solchermaßen spirituelles Leben wesentlich mehr sein wird als nur ein angenehmer Daseinszustand und je weiter wir auf diesem Weg voranschreiten, umso mehr werden wir die große Seele verstehen, die ausrief: „Keines Menschen Auge hat es je gesehen und keines Menschen Ohr hat je gehört, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“ In diesem Zusammenhang darf daran erinnert werden, dass es nicht notwendig ist, die höchsten Stufen des spirituellen Lebens zu erreichen, bevor wir ein spiri- tuelles Leben führen können. Da das spirituelle Leben ebenso viele Abstufungen hat wie es menschliche See- len gibt, können wir auf jeder Lebensstufe in der Spiritualität leben. Leben Sie in dem Wissen, dass dieses Universum eine Seele hat und dass diese Seele göttlich ist sowie dass Sie in dieser großen Seele leben und sich darin be- wegen. Machen Sie sich das so bewusst wie möglich, dann haben Sie mit einer spirituellen Lebensführung begonnen! Die Erkenntnis der Göttlichkeit der seelischen Seite aller Dinge wird Ihrem Be- wusstsein die große Wahrheit vermitteln, dass alle Dinge in ihrem wahren Seins- zustand vollkommen sind und dass das Reale von allem in einem geistigen Uni- versum lebt. Dieses Universum befindet sich überall in uns und um uns herum. Bevor wir beginnen, müssen wir von der großen Wahrheit überzeugt sein, dass es sich bei diesem spirituellen Leben nicht nur um ein bloßes Gefühl oder eine Anwandlung handelt. Das spirituelle Leben ist das wahre Leben, das Fundament für alles Leben, die Essenz allen Lebens, die Seele allen Lebens, und jede wahre Aussage über das spirituelle Leben ist eine exakte wissenschaftliche Tatsache, die von jedem Men- schen, der das Prinzip anwendet, bewiesen werden wird. Glücklich ist die Seele, die dieses Prinzip anwendet, denn eine solche Seele wird das Leben in der Spiritualität nicht nur als das wahre erkennen, sondern es auch als vollkommener und schöner erleben als ein anderer es sich zu erträumen vermag. Seite 26
  27. 27. Lektion 3 - die ersten schritte zu eineM ideaLen Leben Geben Sie der Welt immer Ihr Bestes, egal, wie gering dieses Beste auch sein mag. Dann wird Ihnen die Welt ihrerseits das Beste zurückgeben! Das Scherflein der Witwe war nichts Außergewöhnliches, aber es brachte außerge- wöhnliche Ergebnisse, weil sie ihr Bestes gab. Wenn wir unser Bestes geben, erhalten wir das Beste nicht nur aus der Außenwelt, sondern auch aus der Innenwelt zurück. Wenn Sie Ihr Bestes geben, bringen Sie das Beste aus sich heraus. Dadurch werden Sie immer besser. Je besser Sie werden, umso mehr bessere Menschen werden Sie kennen lernen und auch Ihr gesamtes Umfeld wird besser werden. Alles in Ihrem Leben wird sich zum Besseren hin verändern, da Gleiches wieder seinesgleichen an- zieht. Viel zu geben, heißt, viel zu werden, sofern wir unser Bestes geben und es aus ganzem Herzen geben. Was nicht von Herzen gegeben wird, zählt nicht, egal, wie groß es auch erscheinen mag! Es bringt uns nichts zurück und bringt auch anderen Menschen nichts dauerhaft Gutes. Wenn Sie Ihr Bestes geben, geben Sie nicht etwas von Ihrem Überschuß oder von Nichtverwendbarem ab. Sofern Sie etwas haben, das Sie nicht brauchen können, gehört es Ihnen nicht und Sie können etwas nicht verschenken, das Ihnen gar nicht gehört. Geben bedeutet nicht, einfach nur Geld zu spenden, es sei denn, dass dies das Beste sei, das Sie haben. Es bedeutet vielmehr, von Ihren eigenen Leistungen, Ihren eigenen Talenten, Ihren Fähig- keiten, Ihrem wahren Wert und Ihrem wirklichen Selbst etwas abzugeben! Der Mensch, der allzeit und unter allen Bedingungen ein wahres Leben führt, gibt das Allerbeste, wozu er im Stande ist. Das wirklich gelebte wahre Leben ist eine Macht und der Mensch, der ein solches Leben führt, ist eine Macht des Guten, wo immer er sich aufhält. Die Anwesenheit eines solchen Menschen ist eine Inspiration und ein Licht. Ein jeder von uns weiß das. Ein Mensch, der der ganzen Welt in Liebe zugetan ist, tut mehr für die menschliche Rasse als ein anderer, der Universitäten beschenkt. Er wird für seine fortwährende Liebe großzügig belohnt werden! Wir müssen uns jedoch vergegenwärtigen, dass eine solche Liebe keine bloße Gefühls- duselei ist. Die wahre Liebe ist eine Macht und sorgt dafür, dass die liebende Person für alle und unter allen Umständen das Beste tut. Der Menschenfreund wird sich niemals mit zweitrangiger Arbeit zufriedengeben. Er wird den Problemen nicht ausweichen oder sie auf andere abwälzen. Er wird sich en- gagieren und eingreifen, wann immer etwas Gutes getan werden kann und er wird stets darum bemüht sein, in seinem Wirkungsbereich einen immer besseren Dienst zu erbringen. Bei allem, was er anfängt, achtet er darauf, sein Bestes zu geben. Die Welt revan- chiert sich ihrerseits, indem sie ihm das Beste zurückgibt. Geben Sie durch Ihr Den- ken, Ihr Wort und Ihre Tat bei allem immer das Beste, das ist das Leitmotiv, das Sie sich zueigen machen sollten! Dann wird Ihr Leben ständig von außen wie auch innen immer mehr bereichert! Seite 27
  28. 28. Die tägliche Anwendung dieses Leitmotivs wird Ihnen helfen, geistige, seelische charakterliche Souveränität zu entwickeln. Weil es Sie gibt, ist die Welt besser dran! Erwarten Sie von jedem Menschen das Beste und alle werden darum bemüht sein, Ihnen ihrerseits das Beste zu geben. Es mag die ein oder andere Ausnah- me geben, aber bei genauem Hinsehen werden wir nicht selten feststellen, dass solche Ausnahmen auf unsere eigenen Versäumnisse zurückzuführen sind, weil wir diesen Grundsatz nachlässig angewandt haben. Wer von jedem das Beste erwartet und an die Menschen glaubt, wird sicherlich mehr Liebe, mehr Freundlichkeit, bessere Leistungen und angenehmere Part- ner erhalten als jemand, der keinen oder nur einen geringen Glauben an die Menschheit besitzt. Unser Glaube an die Menschen muss jedoch gelebt werden und unsere Erwar- tungen müssen „Seele besitzen“. Ständig in der Angst zu leben, dass die Leute dies oder jenes tun würden oder dass dieser oder jener Fehler begangen wer- den könnte, heißt, in einer verwirrten geistigen Welt zu leben und wo es viel Verwirrung gibt, werden auch viele Fehler begangen. Geisteszustände wirken ansteckend. Warum das so, ist nicht Gegenstand die- ser Abhandlung, dass dem so ist, ist jedoch von großer Wichtigkeit, und ein jeder von uns weiß ohnedies aus eigener Erfahrung, dass es sich so verhält. Wenn wir mit Angst und Verwirrung leben, werden wir somit zu einem Störfaktor bei den Menschen, mit denen wir Kontakt aufnehmen wollen, und falls diese ande- ren Menschen nicht eine außergewöhnliche geistige Stärke aufbringen können, werden sie durch unsere Anwesenheit mehr oder weniger in Unruhe versetzt und dann wahrscheinlich genau die Fehler heraufbeschwören, die wir befürchtet haben. Wenn wir andererseits an die Menschen glauben, helfen wir ihnen, auch an sich selbst zu glauben. Je mehr ein Mensch an sich selbst glauben kann, umso weni- ger Fehler wird er begehen und umso besser wird seine Arbeit ausfallen. Wenn wir an alle glauben und ständig vom Besten ausgehen, erschaffen wir in unserem eigenen Bewusstsein zuträgliche Bedingungen, die das Beste in uns selbst hervorbringen. Wer jedoch nicht an andere glauben kann, wird bald auch den Glauben an sich verlieren und damit auch eine ständig schlechter werdende Tendenz einleiten. Das Selbstvertrauen, das das Beste aus uns herausbringt, beruht immer auf einem gelebten Glauben in die dem Menschen innewohnende Großartigkeit. Nie- mand kann deshalb wirklich an sich glauben, wenn er nicht auch an die größeren Möglichkeiten der menschlichen Rasse glauben kann und niemand kann von sich selbst das Beste erwarten, wenn er nicht auch von anderen das Beste erwartet. Dies ist eine wissenschaftliche Tatsache, die jeder in seinem Alltag nachvollzie- hen kann. Wenn Sie von allen Menschen das Beste erwarten, werden alle an- dern auch ihr Bestes für Sie tun. Halten Sie überall Ausschau nach dem Besten und Sie werden überall auf das Beste stoßen. Warum dies so ist, mag für manchen ein Grund zur Spekulation sein, doch um das Warum wollen wir uns an dieser Stelle nicht kümmern. Was uns interessiert, ist die Tatsache, dass dieses Gesetz so wirkt! Seite 28
  29. 29. Nicht jeder kann verstehen, warum derjenige, der nur nach dem Besten sucht, immer auf das Beste trifft, aber jeder kann überall nach dem Besten Ausschau halten und es auf diese Weise finden. Uns geht es an dieser Stelle um das Finden des Besten. Uns ist an wirklichen Ergebnissen gelegen und je einfacher die Methoden, umso bes- er. Wer dieses Prinzip ständig anwendet, wird sich nicht lange in einem unliebsamen Umfeld aufhalten müssen. Er wird auch nicht lange eine untergeordnete Stellung ein- nehmen. Besseres wird ihm mit Sicherheit zuteil werden und die Veränderung wird sich sehr bald bemerkbar machen. Wer nach dem Besten sucht, denkt ständig an das Beste und prägt seinem Unterbe- wusstsein ständig die besten Gedanken über alles ein. Da der Mensch das ist, was er denkt, ist leicht zu verstehen, warum ein solcher Mensch immer besser werden wird. Indem er überall auf das Beste achtet, findet er in der äußeren Welt nicht nur das Beste vor, sondern erschafft in seiner geistigen Welt ebenfalls das Beste. Die Folge ist ein größeres Bewusstsein, was wiederum zu immer größeren Leistungen führt. Wer jedoch ständig auf das Schlimmste schaut, denkt auch immerfort an das Schlimm- ste und stopft sein Unterbewusstsein mit minderwertigen Gedanken voll. Dass er sich auf diese Weise immer weiter erniedrigt, ist eine logische Schlußfolgerung. Früher oder später finden wir immer das, wonach wir suchen. Es ist deshalb von groß- em Vorteil, überall und immer nach dem Besten Ausschau zu halten. Wir werden wie das, worüber wir ständig nachdenken, deshalb ist es in unserem eigenen Interesse, nur an das Beste zu denken. Der Ungeübte wird allerdings nicht gleich von Anfang an das Beste vorfinden, sobald er diesen Prinzip anwendet. Die meisten von uns sind soweit von dieser Denk- und Lebensweise abgekommen, dass es eine gewisse Zeit dauern wird, bis wir wieder auf den Weg zurückfinden, der zum Besten führt. Eines jedoch ist gewiss: Wer überall auf das Beste achtet und kon- sequent dabei bleibt, wird wieder auf diesen Weg zurückfinden. Darüber hinaus wird dieser Mensch bei der Anwendung dieses Prinzip mehr ange- nehme Erfahrungen machen als er in einem vergleichbar langen Zeitraum vorher er- lebt hat. Doch dies ist nur der Anfang. Die Zukunft hat noch wesentlich mehr zu bieten, wenn der Mensch nur weiterhin sein Augenmerk auf das Beste richten kann und überall danach sucht. Falls sich die Dinge nicht nach Ihrem Geschmack entwickelt haben sollten, nehmen Sie sie dennoch so an, wie sie jetzt sind! Mit anderen Worten: Während Sie auf Größeres zuarbeiten, freunden Sie sich mit dem Kleineren an und diese kleineren Dinge werden Ihnen helfen, Ihr Ziel zu erreichen. Wer mit den momentanen Umständen unzufrieden ist, steht sich selbst im Wege. Wir können die jetzigen Umstände nicht überwinden, solange wir in einem Spannungsver- hältnis dazu stehen, denn das, wogegen wir uns sträuben, hält uns gleichzeitig gefes- selt. Falls die aktuellen Gegenheiten Sprungbretter zu Besserem werden sollen, müssen Sie sich auf die bessere Seite der momentanen Bedingungen begeben. Dies tun Sie, indem Sie diese Situationen annehmen, solange sie in Ihrem Leben sind. Wir können nur dann vorankommen, wenn wir uns in Harmonie mit der Gegenwart befinden, weil wir uns der Gegenwart bedienen müssen, um den nächsten Schritt zu tun. Etwas, mit dem wir uns nicht in Harmonie befinden, können wir auch nicht nutzen. Seite 29
  30. 30. Diese Tatsache verdient unsere größte Aufmerksamkeit. Wer sie verstanden hat, wird auch begreifen, warum die meisten Menschen angesichts der Über- windung von Lebensbedingungen hilflos erscheinen. Wir müssen mit allem, was sich in unser momentanen Welt befindet, eine Freundschaft eingehen. Nur so gelangen wir in den Besitz des Baumaterials, das uns die Gegenwart geben kann, und wenn wir ein größeres Leben und eine großartigere Zukunft aufbauen wollen, können wir gar nicht zuviel Baumaterial zur Verfügung haben. Was unser Missfallen erregt, wird schädlich für uns, wie gut es auch sein mag. Es wird jedoch immer bei uns bleiben, weil es unmöglich ist, etwas dauerhaft zu eliminieren, was wir mit Abscheu betrachten. Wenn wir an einer Stelle von ihm wegrennen, treffen wir an einer anderen Stelle wieder auf es, auch wenn sich die Form verändert haben mag. Was wir lieben, ist uns immer zu Diensten und hilft uns, Größeres zu erreichen. Sobald es uns nicht mehr nützlich ist, verschwindet es von selbst. Etwas anzunehmen, was wir nicht mögen, mag schwierig erscheinen, es stellt sich jedoch die Frage, warum wir es nicht mögen. Wenn wir wissen, dass alles in unserer gegenwärtigen Welt eine Überleitung zu etwas noch Besserem ist, wird es uns leicht fallen, alles anzunehmen! Solche Dinge werden vermutlich nicht im Gewande unserer Ideale auf uns zu- kommen, doch das ich nicht ihre wirkliche Aufgabe. Solche Dinge sollen uns nicht als Ideale dienen, sondern uns dabei helfen, unsere Ideale zu verwirklichen, und dies können sie in jedem Fall tun, wenn wir eine freundschaftliche Koopera- tion mit ihnen eingehen. Wenn Sie zu einem idealen Ort auf dem Lande aufbrechen, haben Sie nichts gegen das Pferd, weil es nicht dieser Ort ist. Sie werden das Pferd vielmehr mö- gen, weil es Sie an Ihr Ziel bringt. Falls Sie das Pferd mit Widerwillen betrachten und es misshandeln oder es nicht an die Kutsche anschirren, werden Sie Ihr Ziel nicht erreichen! Doch genau das tun die meisten Menschen mit den Dingen, die sich in ihrer gegenwärtigen Welt befinden. Diese Dinge sind gleichsam die Pferde und die Kutschen, die uns zu idealen Zielorten bringen können, aber wir müssen sie an- spannen. Wir müssen sie richtig behandeln und uns ihrer bedienen. Seite 0
  31. 31. Damit alles, was sich jetzt um uns herum befindet, mit uns zusammenwirkt, müssen wir uns in eine vollkommene Harmonie damit begeben. Wir müssen die Dinge so neh- men, wie sie sind. Dies wird vergleichsweise einfach, wenn wir wissen, dass diese Din- ge so sein müssen, damit sie uns als Trittsteine dienen können. Wenn sie anders wä- ren, wären sie keine Trittsteine mehr. Dann würden wir dort bleiben, wo wir jetzt sind. Sobald wir erkennen, dass alles, was sich in unserer gegenwärtigen Welt befindet, die Macht besitzt, uns bei unserer Weiterentwicklung förderlich zu sein, sofern wir diese Macht richtig nutzen, und wir ebenfalls erkennen, dass wir uns mit allen Dingen in Harmonie befinden müssen, damit wir die ihnen innewohnende Macht nutzen kön- nen, versöhnen wir uns mit Widrigkeiten, weil die Macht, die sich in dieser Widrigkeit befindet, durch Freundlichkeit und Liebe gezähmt werden kann. Sobald diese Macht gezähmt ist, wird sie zur unsrigen. Das sind erstaunliche Tatsachen, die sich von jedermann leicht beweisen lassen, der diese Prinzipien anzuwenden bereit ist, und dieser Mensch wird auch finden, dass er dann, wenn er alles akzeptiert, bei allem auch eine Kooperation vorfindet, und sobald alle Dinge mit ihm zusammenarbeiten, kann ein jeder rasch vorankommen. Indem ein solcher Mensch Gefallen an dem findet, was ihm begegnet, wird er das finden, was ihm gefällt. Falls Sie das, was Sie sich wünschen, nicht erhalten können, nehmen Sie eben das, was Sie erhalten können und lassen es dabei bewenden. Es ist besser, etwas zu haben als gar nichts. Dazu kommt, dass wir das, was wir erhalten können, nutzen müssen, bevor wir stark und fähig genug werden, um das Ersehnte erhalten zu können. Es gibt immer einen Grund, wenn es einem Menschen nicht gelingt, seine Ideale zu verwirklichen. In der Regel ist es folgender: Der betreffende Mensch sehnt sich zwar nach dem Ideal, aber er arbeitet nicht an sich, um sich auf die Höhe dieses Ideals zu bringen. Dazu braucht er alles, was er jetzt bekommen und nutzen kann. Indem er das annimmt, was er bekommen kann, erhält er etwas, mit dem er arbeiten kann, um voranzukommen. Und indem er dies als etwas Gutes betrachtet, verwandelt er es in etwas Gutes. Es ist allseits bekannt, dass wir dann das Beste aus allem machen, wenn wir mit der Überzeugung an es herangehen, dass es zu etwas gut sei, weil diese Haltung das Un- terbewusstsein in Kontakt mit dem wahren Wert dessen, was uns zustößt, bringt. Wir werden mit Sicherheit das finden, wonach wir dauerhaft Ausschau halten. Indem wir alles, was wir erhalten, für gut befinden und immer nach dem wahren Wert su- chen, werden wir in jeder Situation das Gute finden. Die Folge ist, dass alles, mit dem wir in Kontakt gelangen oder was wir erhalten, zu etwas gut sein wird und uns etwas Wertvolles zuträgt. Nach und nach wird sich das Gute soweit akkumulieren, dass wir alles bekommen, was wir uns wünschen. Das Leben wird mit Qualität und Wert gefüllt, das heißt, es findet eine Entwicklung zu einer ständigen Wertsteigerung statt und ein immer größerer Wert bedeutet eine ständiges Näherkommen an unsere Ideale. Indem wir das Gute akzeptieren und uns seiner bedienen, können wir in der Gegenwart sicherstellen, dass wir unserem eigenen Leben so viel Wert hinzufügen, dass wir der gewünschten größeren Dinge würdig sind. Die Folge ist, dass wir sie mit Sicherheit erhalten werden. Seite
  32. 32. Dieser Prozess mag jene nicht zufriedenstellen, die schlagartig an die Spitze gelangen wollen oder erwarten, dass ihnen das Bessere zufalle, ohne dass sie zunächst selbst besser werden müssten. Er wird aber jene zufriedenstellen, die ein allmähliches und sicheres Vorankommen vorziehen, statt untätig darauf zu warten, dass ein rätselhaftes Geheimnis entdeckt werde, dass ihnen im Nu alles in den Schoß legt. Es geht jedoch nicht darum, uns einfach mit den Gegebenheiten abzufinden und uns mit dem zufriedenzugeben, was uns das Schicksal von sich aus in den Schoß legt. Dies wäre das andere Extrem und für das menschliche Wohlbefinden eben- so schädlich. Nehmen Sie alles freudig an, was rechtmäßig auf Sie zukommt! Lehnen Sie es nicht deshalb ab, weil es Ihnen zu gering erscheint. Nehmen Sie alles und be- trachten Sie es als etwas Gutes, denn für irgendetwas ist es mit Sicherheit gut. Dann nutzen Sie es auf die bestmögliche Weise, mit der Absicht, aufgrund die- ser Nutzung noch mehr Gutes zu erlangen. Gehen Sie davon aus, dass sich in Ihren Händen alles vervielfacht. Glauben Sie daran! Nehmen Sie Kleines ebenso wie Großes in dieser Überzeugung an und all das Gute, das Sie annehmen, wird Ihnen noch mehr Gutes zutragen. Wenn Sie in der Haltung leben, dass Sie aus allem das Beste machen werden, hat dies auf Geist und Charakter eine sehr wohltuende Wirkung, weil diese gei- stige Einstellung tendenziell dafür sorgen wird, dass in Ihnen alles zum Wohle gereicht. Die Folge ist ein ständig feiner werdender Charakter und ein schär- ferer Geist. Aus dem Zusammenwirken der Ergebnisse einer solchen Lebensführung und der ständig größeren Ergebnisse, die unweigerlich in Folge eines solchen Zu- sammenwirkens eintreten werden, ziehen wir insgesamt einen großen Gewinn, und wer aus allem, was in sein Leben tritt, das Beste macht, wird mit Sicherheit alles erlangen, was für ein ideales Leben notwendig ist. Seien Sie stets guter Laune, selbst wenn Sie ein solches Leben in Ihrer eigenen Vorstellungswelt aufbauen müssen. Indem Sie in Ihrer eigenen Vorstellung eine fröhliche Welt aufbauen, entwickeln Sie eine Tendenz zu einer lebensbejahenden Veranlagung und gehen an alle Din- ge mit der Einstellung heran, dass Ihnen bald nur noch solche Dinge zustoßen, die Ihnen Freude bereiten. Gleiches zieht Gleiches an. Fröhlichkeit zieht wieder Fröhlichkeit an und die glücklichsten Gemüter ziehen die freudigen Erlebnisse an. Tun Sie vereinzelte Ausnahmeerscheinungen einfach als belanglos ab, weil sie ohne Folgen für Sie sind. Sind sind ausschließlich an glücklichen Ereignissen inte- ressiert. Nur mit solchen wollen Sie in Kontakt kommen. Es besteht deshalb kein Grund, andersgeartete überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Es ist eine Tatsache, dass wir umso weniger auf unliebsame Situationen stoßen, je weniger Aufmerk- samkeit wir solchen widmen! Der Mensch, der überall auf Unangenehmes blickt und davon ausgeht, dass es ihm zustoße, wird solche Dinge sicherlich fast immer finden. Wer jedoch nur das Angenehme erwartet, wird selten etwas anderes finden. Wir ziehen das an, worüber wir am meisten nachdenken. Es gibt keine bessere Arznei als Fröhlichkeit, vor allem für den Kreislauf und die Verdauungsfunkti- onen! Seite 2
  33. 33. Füllen Sie Ihr Bewusstsein mit gelebter Fröhlichkeit und Ihr Kreislauf wird stark sein und Ihnen eine strotzende Gesundheit bescheren. Ein weiteres Gesundheitsgeheimnis ist eine gute Verdauung und Sie tun gut daran, sich daran zu erinnern, dass Sie beina- he alles verdauen können, solange Sie guter Dinge sind und auf die Sonnenseite des Lebens blicken. Am meisten zeigt sich der Welt der Fröhlichkeit jedoch in Ihrem Bewusstsein, das heißt, in Ihrer Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln und Ihre Talente zur Entfaltung zu brin- gen, genauso wie der Sonnenschein eine Blume zum Wachsen bringt. Es ist allgemein bekannt, dass die fröhlichsten Menschen auch einen klaren Geist haben und falls alle übrigen Faktoren identisch wären, würden die klarsten Ideen aus dem klarsten Geist kommen. Das macht die Fröhlichkeit zu einer unabdingbaren Voraussetzung für jeden, der wei- terkommen und wachsen will und einen klaren Geist wünscht. Der niedergeschlagene Geist ist immer düster und kann nie etwas klar sehen, wäh- rend der fröhliche Geist wesentlich schneller lernt, sich deutlicher erinnern kann und rascher begreift. Daraus dürfen wir allerdings nicht den Schluß ziehen, dass es für die Entwicklung einer höheren Intelligenz mit Fröhlichkeit getan sei. Es muss auch eine geistige Macht und eine geistige Qualität geben. Die Macht und Qualität des Geistes können jedoch nur mit einem Überfluss an geistigem Sonnen- schein voll zum Ausdruck gelangen. Auch der wärmste Sonnenschein wird ein Kiesbett nicht fruchtbar machen, auf der anderen Seite bleibt auch die fruchtbarste Muttererde brach, solange keine Sonne auf sie scheint. Es gibt abertausende fruchtbarer Bewusstseine auf der Welt, die beinahe unproduktiv sind, weil ihnen der geistige Sonnenschein fehlt. Wenn diese Bewusstseine eine wirkliche geistige Klarheit kultivieren würden, würde die Welt mit brillianten Ideen erstrahlen. Was die Eichel für die Eiche ist, sind klare Ideen für ein gelungenes Leben, und ein jeder von uns kann über die Entwicklung gei- stiger Fähigkeiten und über die Pflege eines geistigen Sonnenscheins intelligente Ideen erzeugen. Die Fröhlichkeit sorgt für einen optimalen körperlichen Zustand und bringt das Beste aus dem Geist hervor. Um Fröhlichkeit zu erlangen, sollten wir bedenken, dass sie ein Produkt des Innenlebens ist und nicht aus Umständen oder Situationen erwächst. Die erste Voraussetzung besteht deshalb in einer fröhlichen Vorstellungswelt. Stellen Sie sich geistig die Bedingungen so optimal vor, wie es Ihnen möglich ist und prägen Sie Ihrem Unterbewusstsein eine ständige Fröhlichkeit ein. Denken Sie an gute Laune, fühlen Sie sie und lassen Sie Geist und Körper von Fröhlichkeit durchströmen. Dann werden Fröhlichkeit und Geistesklarheit zu Ihren ständigen Begleitern! Leben Sie ausschließlich in der Gegenwart und trachten Sie danach, dass große ewige Jetzt so erfüllt wie möglich zu leben. Was zählt, ist das, was wir für die Gegenwart tun. Die Vergangenheit ist vorbei und in der Zukunft können wir noch nichts tun. Widmen Sie Ihre Zeit, Ihre Talente und Ihre Fähigkeiten dem, was Sie jetzt vor sich haben, dann werden Sie auch etwas Lohnens- wertes schaffen. Sie werden Ihre Zeit nicht mit dem vergeuden, was Sie Ihnen vor- schwebt, sondern richten Ihre gesamten Energien auf das, was Sie jetzt tun können. Das bringt unmittelbare Ergebnisse. Seite
  34. 34. Wer in der Gegenwart etwas Lohnenswertes tut, braucht sich um die Zukunft keine Sorgen zu machen! Ein solcher Mensch wird in der Zukunft reichlich be- lohnt werden. Je größer die jetzige Ursache, umso größer die Auswirkung in der Zukunft. Neun Zehntel der Sorgen beziehen sich auf die Zukunft und könnten vermieden wer- den, wenn die Menschen lernten, nur in der Gegenwart zu leben. Statt sorgenvoll an die Brücke zu denken, die wir vielleicht zu überqueren haben, sollten wir wis- senschaftlich vorgehen und unsere Fähigkeiten in der Gegenwart verbessern. Auf diese Weise werden wir kompetenter und können die Probleme, welche eventuell auf uns zukommen, besser meistern. Um voranzukommen, müssen wir uns der Gegenwart als Ursache annehmen, da die Gegenwart nicht nur größer als die Vergangenheit ist, sondern in vielen - wenngleich nicht in allen - Aspekten auch anders geartet ist. Wer sich nach der Vergangenheit richtet, beschränkt sich auf das Geringere aus der Vergangenheit und verhindert so, dass er in der Gegenwart das Beste erreichen kann. Der gegenwärtige Augenblick sollte entsprechend den Anforde- rungen der Gegenwart behandelt werden, ohne sich darum zu kümmern, wie man unter ähnlichen Umständen in der Vergangenheit gehandelt hätte. Uns liegen genügend Erkenntnisse vor, um alle Probleme des gegenwärtigen Augenblicks zu lösen, wenn wir diese Erkenntnisse und diese Weisheit nur prak- tisch und umfassend anzuwenden bereit sind. Wer sich nur auf die Gegenwart konzentriert, lebt ein tieferes Leben, er ist glück- licher und erbringt mehr Nutzwert. Das ist insofern naheliegend, als er seine Kräfte nicht wegen vergangener und noch nicht eingetroffener Dinge verstreut und seine ganze Kraft und Fähigkeit auf das lenkt, was er zu erledigen hat. Ein solcher Mensch wird heute sein Bestes geben, was dazu führt, dass er morgen sogar noch besser sein wird. Beklagen Sie sich niemals. Kritisieren und verurteilen Sie niemanden, sondern gehen Sie an alles konstruktiv heran. Der kritische Geist fügt sich selbst Scha- den zu und wird mit der Zeit sogar unfähig, konstruktive Kritik zu üben. Wer über alles herzieht und jammert, denkt ständig an die niedrige Seite der Dinge und prägt seinem Unterbewusstsein minderwertige Gedanken ein. Da- durch wird sein gesamtes Denken minderwertig. Die Folge ist ein unausweich- licher Rückschritt der so denkenden Person. Weigern Sie sich, sich auf das Niveau des Jammern herabzubegeben! Durch Jammern ist etwas Unrichtiges noch niemals richtig geworden und dies wird auch nie geschehen! Wer durch Jammern und Klagen etwas wettmachen will, gewinnt kurzzeitig auf der einen Seite und verliert dauerhaft auf der anderen. Darüber hinaus fügt er seinem Bewusstsein Schaden zu. Je mehr Sie sich über etwas beklagen, umso schlimmer werden die betref- fenden Dinge. Je mehr Sie kritisieren, was Ihnen heute zugestoßen ist, umso unvorteilhafter und minderwertiger werden sich die Dinge morgen entwickeln. Der Grund hierfür ist einfach: Der Jammerer zieht das Billige und Gemeine an. Der Kritiker begibt sich direkt auf den Pfad der Schwäche und Minderwertigkeit. Seite 4
  35. 35. Allerdings müssen wir auch bedenken, dass zwischen einer kritischen und einer ur- teilsfähigen Haltung ein beträchtlicher Unterschied besteht. Wenn etwas auf eine schiefe Bahn abgleitet, sollten wir durchaus Nein sagen. Doch dabei sollten wir nicht in eine Haltung verfallen, die alles „auseinanderpflückt“, sondern die Fakten sachlich und verhalten, ohne eine Spur von Übelwollen oder Verurteilung, ansprechen. Wir unterscheiden schlicht zwischen schwarz und weiß und führen die unrechtmäßigen Punkte sachlich auf, ohne dabei in der Stimme irgendwelche Gereizt- heit zuzulassen. Was wir sagen, ist wichtig; wie wir es sagen, ist jedoch noch ungleich wichtiger! Sogar die Wahrheit kann auf eine Weise ausgesprochen werden, dass sie unser Gegenü- ber seelisch verletzt und sogar zerstört, doch das ist keine wahre Kommunikation. In einem solchen Fall wird die Wahrheit fehlgeleitet und führt immer zu unerwünschten Folgen. Ein freundliches Aussprechen der eigenen Wünsche ist kein Beklagen. Wenn Ihre Stimme jedoch gereizt oder weinerlich klingt, beklagen Sie sich. Sie schaden sich dann selbst. Darüber hinaus hinterlassen Sie bei den anderen einen unvorteilhaften Ein- druck. Sie tun wesentlich besser daran, an die Menschen zu glauben, statt sie zu kritisieren und sich zu beklagen, auch wenn alles „den Bach hinunter zu gehen“ scheint. Wenn Sie an die Menschen glauben, ziehen Sie letztendlich jene an, die mit Ihnen auf einer Wellenlänge schwingen und die die Dinge so erledigen können, wie Sie sie gerne getan hätten. Statt sich darüber zu beschwerden, dass immer etwas schief gehe, sollten Sie ständig in dem festen Glauben leben, dass alles auf ewig auf das Richtige zustrebt. Auf diese Weise bringen Sie sich in Einklang mit den Gesetzmäßigkeiten, die es Ihnen ermöglichen, die Dinge in Ordnung zu bringen. Das ist weder müßige Träumerei, noch werden Sie auf Ergebnisse lange warten müs- sen. Bereits an dem Tag, an dem Sie sich für den Glauben anstelle eines Jammerns, Meckerns und Kritisierens entscheiden, wird sich das Blatt zu Ihren Gunsten wenden. Die Dinge werden sich in Ihrer Welt zum Besseren wenden und diese positive Entwick- lung wird ständig weitergehen. Nutzen Sie jede Gelegenheit optimal, dann werden ständig weitere Gelegenheiten und Chancen auf Sie zukommen! Wer aus allem das Beste macht, wird aus allem das Be- ste anziehen und immer eine Gelegenheit erhalten, die Besten kennen zu lernen. Es gibt Gelegenheiten, die wertlos erscheinen und die meisten Menschen denken, dass sie damit ihre Zeit vertun würden. Doch auch wenn die Gelegenheit noch so nichtsbrin- gend erscheinen mag, wird sie demjenigen, der das Beste daraus macht, dennoch etwas Wertvolles bieten können. Ein zusätzlicher Nutzen ist, dass wir jedes Mal, wenn wir das Beste aus etwas machen, auch in uns selbst alles zum Besten wenden. Wer aus jeder Gelegenheit das Beste macht, entwickelt sein Bewusstsein jeden Tag und stärkt seinen Charakter. Für einen solchen Menschen wird jede Begegnung zu einer Gelegenheit, was dazu führt, dass er immer mehr Gelegenheiten anzieht. Viele kleine Gelegenheiten werden wie eine Lawine immer größere nach sich ziehen. „Wer hat, dem wird gegeben“. Jedes Ereignis hat das Potenzial, Ihrem Leben noch mehr Wert hinzuzufügen, falls Sie nur das Beste aus dem machen, was es zu bieten hat. Dadurch wird die Macht Ihres Lebens immer größer, was Ihnen wieder weitere Chancen und Gelegenheiten bringt. Dies geschieht in einem Ausmaß, das Ihnen bis- lang unbekannt war! Seite 5
  36. 36. Ziehen Sie aus allem, mit dem Sie in Kontakt gelangen, den optimalen Nutzen. Das bringt automatisch immer Größeres zu Ihnen. So lautet das Gesetz und wer dieses Gesetz Tag für Tag anwendet, darf sich auf eine verheißungsvolle Zukunft freuen. Wenden Sie sich niemals gegen etwas, weder in Gedanken, Wort oder Tat, sondern leben Sie in einer widerstandslosen Haltung dem Übel gegenüber, während Sie gleichzeitig ständig weiter auf das Gute zugehen. Wenn Sie Widerstand gegen etwas leisten, geben Sie dieser Sache Energie. Damit geben Sie genau dem, was Sie vernichten wollen, Leben. Sich dem Übel zu widersetzen, heißt, seine Macht erhöhen und gleichzeitig Leben und Macht vom Guten abzuziehen. Das feindselig eingestellte Bewusstsein baut in sich selbst eine Bitternis auf und wird auf diese Weise genauso unangenehm wie die abgelehnte Sache. Manchmal sogar noch schlimmer! Wir können nicht davon ausgehen, dass wir die schöneren Seiten des Ideals anziehen, während wir uns gleichzeitig selbst immer weiter von diesem Ideal entfernen. Eine feindselige Haltung sorgt dafür, dass auf der geistigen und körperlichen Ebene ein destruktiver Prozess aufrecht erhalten bleibt. Gleichzeitig wird uns Energie abgezogen. Aus diesem Grunde können wir uns eine feindselige Haltung niemals erlauben, wir können noch nicht einmal rechtmäßigerweise aufgebracht oder empört sein, so sehr wir selbst uns auch im Recht befinden mögen. Empörung kann gar nicht rechtmäßig sein! Es gibt Menschen, die anderen Glaubenseinstellungen oder Denksystemen, wel- che sie nicht akzeptieren können, innerlich verbittert gegenüber stehen. Häufig gibt es für solche Gefühle keine logische Grundlage. Nicht selten werden solche Aversionen nur vererbt oder sind das Ergebnis haltloser Vorurteile, dennoch sind sie verbreitet und ziehen den betroffenen Menschen Leben und Macht ab. Eine solche Angewohnheit ist die Ursache für geistige Schwäche, Unfähigkeit und folglich auch für Misserfolge und da solche Tendenzen das Leben schmälern und seine Lebenszeit verkürzen sowie den Wert und Nutzen des menschlichen Lebens verminderen, können wir es uns nicht erlauben, einer Religion, Doktrin, Weltanschauung, Vereinigung oder Person gegenüber Bitternis zu empfinden. Damit würden wir vor allem uns selbst schaden und keinen Beitrag zum Glück und Wohlbefinden anderer leisten. Seien Sie dem gesamten Universum gegenüber wohlgesonnen und empfinden Sie für jedes lebende Geschöpf Zuneigung. Lassen Sie die „Toten die Toten be- graben“. Es ist unser Vorrecht, weiterzumachen und das höchste uns bekannte Gut zu fördern. Wenn wir unsere gesamte Zeit und Aufmerksamkeit der Erlangung des höchsten Guts widmen, wird das Übel von selbst absterben! Das ist gemeint, wenn von der Überwindung des Übels durch das Gute die Rede ist. Das ist der vollkommene Weg zur inneren Freiheit, sowohl für den Einzelnen wie für die gesamte menschliche Rasse. Wenn Sie der Menschheit etwas Gutes tun wollen, sollten Sie keine Systeme, Doktrinen, Methoden oder Anschauungen bekämpfen, sondern eine Inspiration für die Menschen sein, indem Sie das Be- ste geben, zu dem Sie in der Lage sind! Seite 6
  37. 37. Lektion 4 - der erste gedanke für ein ideaLes denken „Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Rechtschaffenheit; alles Übrige wird euch hinzugegeben“. Matthäus 6, Das Reich Gottes ist ein spirituelles Reich im Menschen und drückt sich durch den Menschen als spirituelles Leben aus. Seine Rechtschaffenheit ist die richtige Nutzung von allem, was in den Elementen des spirituellen Lebens enthalten ist. Da das spirituelle Leben ein komplettes Leben ist - ein vollständiger Ausdruck des Lebens im Körper, Geist und in der Seele -, muss die richtige Nutzung des spirituellen Lebens alles hervorbringen, was der Mensch braucht oder sich wünscht. Der Ursprung von allem hat die Macht, alles zu erzeugen, sofern die Macht in diesem Ursprung im Einklang mit dem genauen spirituellen Gesetz genutzt wird. Da das spirituelle Leben der Ursprung von allem ist, was für ein erfülltes Leben not- wendig ist und da das innere Reich der Ursprung (oder die Quelle) des spirituellen Le- ben ist, ist leicht verständlich, warum zuerst das Reich gesucht werden sollte. Daraus ergibt sich auch, warum uns alles, was wir brauchen, hinzugegeben wird, sofern der erste Gedanke dem spirituellen Leben, dem idealen Denken und dem rechtschaffenen Handeln gilt. Mit einem rechtschaffenen Handeln ist nicht nur ein moralisches Verhalten gemeint, sondern dieser Begriff umspannt die Elemente des Lebens bei allem, was wir tun. Das Reich Gottes - oder innere Himmelreich - ist die spirituelle Seite aller Dinge. Diese spirituelle Seite befindet sich im Innern der manifestierten oder sichtbaren Sei- te. Das bedeutet, dass alles mit einem inneren und feineren Etwas gefüllt ist, das voll- kommen und komplett ist. Jeder Teil der äußeren Welt ist mit einer inneren Welt gefüllt und davon durchdrungen und alles, was sich in der äußeren Welt zeigt, ist ein teilweiser Ausdruck dessen, was in einem vollkommenen und kompletten Zustand in der inneren Welt vorhanden ist. Diese innere Welt ist das besagte „Himmelreich“. Da dieses in jeder Hinsicht uner- schöpflich ist, gibt es nichts, was uns verwehrt bliebe, wenn wir lernen, wie wir an den Reichtümern dieses unendlichen inneren Reiches teilhaben können. Im menschlichen Leben haben wir äußere und innere Welten; wir haben das persönliche Leben im Au- ßen und das große spirituelle Leben im Innen. Was sich in der äußeren Welt des Menschen (in seiner persönlichen Existenz) zeigt, ist das Ergebnis dessen, was er in seiner inneren Welt gesucht und daraus hervorge- bracht hat. Gemäß einem der größten geisteswissenschaftlichen Gesetze bringen wir das zum Ausdruck, was uns bewusst geworden ist. Dadurch wird verständlich, warum der persönliche Mensch - seine äußere Welt - das unmittelbare Ergebnis dessen ist, was ihm von seiner inneren Welt bewusst geworden ist. Der Mensch ist im Außen das, was er ist, weil er im Inneren die entsprechenden Elemente gesucht hat, und er kann das Außen auf jede von ihm gewünschte Weise verändern, indem er zuerst in seinem Inneren die gewünschten Eigenschaften und Attribute sucht. Seite 7
  38. 38. Das Innere zu suchen und zu finden, heißt auch, sich des Inneren bewusst zu werden, und was auf diese Weise gesucht und gefunden wird, wird sich im per- sönlichen Leben des Menschen Ausdruck verschaffen. Sein wahrer Wert hängt jedoch von der richtigen Nutzung ab. Die Suche nach dem inneren Reich ist zwar die erste Voraussetzung, aber die richtige Nutzung dieser inneren Reichtümer folgt ihm auf dem Fuße und ist ebenso wichtig wie die erste! Um den ersten Gedanken jederzeit dem großen spirituellen Reich im Inneren zu widmen, ist es keineswegs notwendig, die Aufmerksamkeit von der Außenwelt abzuziehen oder sich die guten Dinge zu versagen, die die Außenwelt zu bieten hat! Zuerst das Königreich zu suchen, heißt, den stärksten Gedanken dem spirituellen Leben zu widmen und das spirituelle Denken bei allem, was man im Leben tut, zum vorrangigen Denken zumachen. Es bedeutet also, so nahe am spirituellen Innenreich zu leben, dass man sich dieses Reiches zu jeder Zeit voll bewusst ist und bei allen Vorhaben auf die Höhere Macht zu vertrauen. Um zuerst das Himmelreich zu suchen, muss dem Herzen - dem vorrangigen Trachten - ständig daran gelegen sein, das innere spirituelle Leben zu verwirk- lichen. Die geistige Vorstellung von spirituellen Leben darf jedoch nicht engge- fasst sein, sondern muss die Vervollkommnung von allem beinhalten, was im Leben vorstellbar ist. Sich das spirituelle Leben als getrennt von Geist und Körper vorzustellen, hieße, die Elemente des großen inneren Lebens daran zu hindern, sich in Geist und Körper auszudrücken. Was nicht ausgedrückt wird, kann jedoch nicht leben! Das Spirituelle muss in diesem größeren Sinn deshalb in Geist und Körper ge- lebt werden. Die Macht des Spirituellen muss zur Seele aller Macht gemacht werden und das Gesetz des spirituellen Handeln muss zur Richtschnur für jedes Handeln gemacht werden. Wenn das Spirituelle im ganzen Leben gelebt wird, gelangen der Reichtum und der Wert des Spirituellen auch im ganzen Leben zum Ausdruck und spiritueller Wert bedeutet die Gesamtheit allen Wertes. Es gibt immer mehr Menschen, die diesen größeren Wert erkennen und die die spirituellen Reichtümer im Inneren in einem erstaunlichen Maße entdeckt haben, allerdings haben sie nicht immer auch Rechtschaffenheit gesucht. Deshalb blieben diese spirituellen Reichtümer ohne Wert. Manchmal erwiesen sie sich sogar als Hindernisse für den Wohl- stand und die Weiterentwicklung des persönlichen Lebens. Wahre Rechtschaffenheit bedeutet ein rechtes Leben und ein genaues wissen- schaftliches Denken. Es ist ein ordnungsgemäßer Ausdruck von allem, das uns bewusst ist. Rechtschaffenheit bedeutet nicht nur, moralisch, wahrhaftig und ge- recht zu sein, sondern im Einklang mit allen physischen, geistigen, moralischen und spirituellen Gesetzen zu leben! Ein Leben im Einklang mit dem physischen Gesetz ist ein ordnungsgemäßes An- passen des eigenen Selbsts an alles in der äußeren Welt; es bedeutet, sich kei- ner äußeren Kraft zu widersetzen, sondern jede äußere Kraft konstruktiv so zu nutzen, dass eine ständige physische Weiterentwicklung stattfinden kann. Ein Leben im Einklang mit den geistigen Gesetzen bedeutet die Förderung des wissenschaftlichen Denkens. Damit ist gemeint, dass wir über alles die Wahr- heit denken und dass wir alles aus der universellen Sicht betrachten. Ein wis- senschaftliches Denken ist eine Denkweise, die dafür sorgt, dass sämtliche gei- stigen Kräfte und alle Gedanken ständig auf Größeres hinarbeiten. Seite 8

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