Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" März 2014
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×
 

Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" März 2014

on

  • 177 views

In der März-Ausgabe unseres Newsletters „Leben und Arbeiten im Ausland“ erfahren Leser unter anderem, was bei einer Schwangerschaft und Geburt im Ausland zu beachten ist, warum niemand vor dem ...

In der März-Ausgabe unseres Newsletters „Leben und Arbeiten im Ausland“ erfahren Leser unter anderem, was bei einer Schwangerschaft und Geburt im Ausland zu beachten ist, warum niemand vor dem Expat-Blues sicher ist und aus welchen Gründen die Menschen weltweit auswandern würden.

Zudem gibt es Berichte über wichtige Änderungen hinsichtlich der Einreise von Expats und Studenten in Russland, über Visum-Probleme, mit denen sich Personen auseinandersetzen müssen, die in China ein Praktikum absolvieren wollen und über aktuelle Änderungen beim Auswandererschutzgesetz.

Weitere Artikel widmen sich den Vorteilen eines Auslandsstudiums, einem neuen Trend im Hotelwesen namens blind booking und aktuellen Gerichtsurteilen in Sachen Reiseversicherung und Flugbuchungen.

Aktuelle und ältere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter http://www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

Statistics

Views

Total Views
177
Views on SlideShare
177
Embed Views
0

Actions

Likes
0
Downloads
0
Comments
0

0 Embeds 0

No embeds

Accessibility

Categories

Upload Details

Uploaded via as Adobe PDF

Usage Rights

© All Rights Reserved

Report content

Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
  • Full Name Full Name Comment goes here.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
    Processing…
Post Comment
Edit your comment

Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" März 2014 Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" März 2014 Document Transcript

  • 1 EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, Schwangerschaften und Geburten ge- hören zu den aufregendsten Ereignissen im Leben der Menschen. Auch wir beim BDAE erleben immer wieder durch Mit- arbeiterinnen, die guter Hoffnung sind, wie spannend dieser Prozess ist. So schön er auch sein mag, mit so viel Un- sicherheit wird er jedoch auch begleitet. Noch herausfordernder gestaltet sich eine Schwangerschaft im Ausland. Davon kann unsere Gastautorin Susann Salzbrenner aus Erfahrung berichten. Ihre Erlebnisse hat sie in einem sehr hilf- reichen Beitrag ab der Seite 19 nieder- geschrieben. Besonders lesenswert finde ich diesmal das Interview, das die Redaktion mit Constance Grunewald-Petschke geführt hat. Die Wahl-Düsseldorferin hat ihren Mann nach Istanbul begleitet und dafür eine Menge aufgegeben. Warum dieser Schritt dennoch ein großer persönlicher Gewinn für sie ist, verrät sie uns ab der Seite 4. Wussten Sie eigentlich, dass es ein Aus- wandererschutzgesetz gibt? Wir als Bund der Auslands-Erwerbstätigen na- türlich schon - das ist schließlich unser Job. Tatsächlich ist das mehr als hundert Jahre alte Gesetz erneuert worden. Wel- che Regeln in punkto Auswanderungs- beratung nun gelten, lesen Sie auf der Seite 9. Des Weiteren erfahren Sie in der Rubrik „Rechtliches“ noch, was Sie tun müssen, um in jedem Fall während des Urlaubs im Ausland entstandene Krankheitskosten von Ihrer Reiseversicherung erstattet zu bekommen. Erst kürzlich hat es zu die- sem Thema ein Gerichtsurteil gegeben. Für die Personaler unter Ihnen dürfte zudem der Gastbeitrag „Expats gezielt einsetzen“ auf Seite 11 relevant sein. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lek- türe und denken Sie daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihre Silvia Opitz NEWSLETTER MAR14 INHALT BDAE INTERN BDAE auf Gesundheits- konferenz in Indien ..........2 Würzburger mit bestem Reise- versicherungskonzept.......2 Zahl des Monats..................2 BDAE mit Fachvortrag auf der Personal Swiss.............2 DAS INTERVIEW Vor dem Expat-Blues ist keiner sicher ......................4 RECHTLICHES Russland: Wichtige Ände- rungen für Expats und Studenten..........................6 Krank im Ausland: Versi- cherte müssen Versicherer verständigen......................7 Visum-Probleme bei Praktikum in China ...........8 Flugzeiten müssen verbindlich sein .................8 Neues Auswanderergesetz in Kraft getreten...............9 Entschädigung auch ohne Buchungsbestätigung.......9 EXPATRIATES Asien mit Anzug und Krawatte.....................10 Geschäftsreisen oft schlecht vorbereitet..........10 Sicherer Job ist weltweit Hauptgrund für Auswan- derung..................................10 Wie man einen Expatriate gezielt einsetzt....................11 AIRLINE NEWS Icelandair...........................13 Finnair................................13 Air China............................13 Aerolíneas Argentinas ......14 Scandinavian Airlines .......14 Lufthansa...........................14 FORTSETZUNG AUF SEITE 2...
  • 2 BDAE AUF GESUNDHEITS- KONFERENZ IN INDIEN Ende 2013 hat die Kerala Health Tou- rism Conference im indischen Kochi stattgefunden, auf der die BDAE Expat Consultancy aus Dubai vertreten war. Auf der Konferenz diskutierten die Teil- nehmer – darunter der Tourismusdirek- tor der Region Kerala, wie sich Indien zu einem Zentrum für Gesundheitstouris- mus entwickeln könnte. Ziel ist es, das die Region Kerala zu einem der gefrag- testen Orte in der Gesundheitswirtschaft wird und ähnlich wie Thailand Men- schen aus aller Welt behandelt, die eine hochwertige, aber preisgünstige Ge- sundheitsversorgung suchen. Noch scheint der Weg allerdings weit. So müsse die Bearbeitungszeit von medizi- nischen Einreisevisa dringend verkürzt werden; idealerweise auf maximal 24 Stunden. Aktuell liegt die Bearbeitungs- zeit noch bei drei bis vier Wochen. Pradeep Dharmapalan, Niederlassungs- leiter der BDAE Expat Consultancy be- tonte, dass zwar der Zugang zum Gesundheitssektor in Kerala gewährleis- tet sei und die Region sowohl über ge- nügend Expertise als auch über wett- bewerbsfähige Tarife verfüge, allerdings bereiten die Erfahrungsberichte von Pa- tienten, die in den Vertragskrankenhäu- sern behandelt wurden, noch Sorge. Demzufolge müsse noch erheblich an der Kundenzufriedenheit gearbei- tet werden. BDAE MIT FACHVORTRAG AUF DER PERSONAL SWISS Die Vorbereitungen für die Personal Swiss http://personal-swiss.ch, die am 8. und 9. April zum 13. Mal ihre Türen in Zürich öffnet, laufen auf Hochtouren. Die Fachmesse für Personalmanagement lockt zahlreiche Interessierte an. Dieses Jahr werden es mehr als 4.000 Besucher werden. Im Rahmen des Events präsen- tieren rund 260 Aussteller ihre neuen Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Human-Resources (HR), Soft- und Hardware sowie Personalentwick- lung und Training. Erstmals auf der Personal Swiss vertre- ten ist auch die BDAE GRUPPE. Die Aus- landsexperten des Unternehmens wer- den am 8. April von 13:45 bis 14:15 Uhr einen Vortrag zum Thema Risikofakto- ren bei Auslandsentsendungen halten (Forum 3, Halle 5). WÜRZBURGER MIT BESTEM REISEVERSICHERUNGSKONZEPT Die Würzburger Versicherung belegt das dritte Jahr in Folge Bestplatzierungen beim Reiseversicherungstest der Zeit- schrift Finanztest. Im Bereich der Reise- rücktritts- und Reiseabbruchversiche- rung führt die Würzburger unter mehr als 100 Versicherern mit einer Note von 1,4 die Rangliste an. Sie erstattet laut Fi- nanztest sogar den vollen Reisepreis bei einem Abbruch während der ersten Hälfte der Reise. In der Kategorie Reise- verträge für Familien rangiert die Würz- burger ebenfalls auf Platz Eins bei einer Top-Note von 1,4. Und auch bei den Jahresverträgen kann sich die zweitbes- te Platzierung der Würzburger bei einem Schnitt von 1,6 sehen lassen. Der BDAE bietet seit vielen Jahren das Reiseschutz- paket TravelSecure der Würzburger an. Interessierte können dieses bequem on- line über den Link https://www.bdae. com/de/auslandsversicherung/travelse- cure.htm abschließen. Dicht auf den Fersen folgte den Würz- burger Reisespezialisten übrigens die Al- lianz Global Assistance (AGA), die beim Jahresreiseschutz den ersten Platz für sich gewinnen konnte. Der BDAE arbei- tet mit der AGA im Bereich der Lang- zeitreiseversicherungen seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen. BDAE INTERN ... VERMISCHTES Neuer Trend: Blind Booking von Hotels........................15 Einwanderer bekommen weniger Rente.................16 Jeder dritte Deutsche urlaubt zu Hause.............16 Studieren im Ausland: die Vorteile......................17 GESUNDHEIT INTERNATIONAL Tipps für Schwangerschaft und Geburt im Ausland....19 AUS ALLER WELT VAE führen Wehrpflicht ein.....................................21 Besucherrekord für Macau...............................21 Lebenshaltungskosten weltweit vergleichen ......21 IMPRESSUM ....................21 ZAHL DES MONATS 2,5 PROZENT von den weltweit etwa 1,4 Milliar- den Kubikkilometer Wasser sind Süßwasser. (Quelle: brand eins) © MaFiFo - Fotolia.combyheaven - Fotolia.com
  • 3 BDAE: Seit Sie gemeinsam mit Ihrem Mann nach Istanbul gegangen sind, der dort für ein deutsches Unternehmen tätig ist, betreiben Sie einen sehr erfolg- reichen Blog über Ihr Leben als Expat- Frau und sind damit in eine Rolle geschlüpft, die sonst Ihre Kunden ein- nehmen. Als Expertin für interkulturelle Kommunikation und Kooperationen dürfte Ihnen sehr bewusst gewesen sein, auf was für ein Abenteuer Sie sich ein- lassen würden. Grunewald-Petschke: Oh ja. Absolut! Die Entscheidung, einige Jahre seines Le- bens im Ausland zu verbringen, ist nicht einfach. Ich habe auch nicht sofort »Juhu« gerufen, als mein Mann mir von der geplanten Entsendung erzählte. Es war schon ein anfängliches Zögern da. Ich hatte mir ein sehr glückliches Leben in Düsseldorf aufgebaut, das ich würde zurücklassen müssen. Insofern habe ich mir schon die Frage gestellt: Möchte ich das überhaupt? Wenn man für eine län- gere Zeit ins Ausland geht, hinterlässt man vieles, was einem lieb und teuer ist: Die Familie, der Freundeskreis, liebge- wonnene Routine. Eigentlich ja praktisch den Großteil seines Lebens. Man weiß nicht, was man für das, was man auf- gibt, bekommt und beginnt ein neues Leben ganz bei Null. Ich hatte mir in Düsseldorf mein eigenes Unternehmen aufgebaut, eine Karriere gehabt und mir somit die Frage gestellt, ob der Gang nach Istanbul einen Bruch bedeuten oder meiner Karriere mittel- bis langfris- tig vielleicht sogar einen Schub geben würde. Schlussendlich hat meine Lei- denschaft fürs Ausland, für das Fremde die Zweifel dominiert und ich betrachte diesen Schritt als riesige Chance. BDAE: Wie sieht das aus, wenn man in einem fremden Land noch einmal ganz von vorne beginnt? Grunewald-Petschke: Zum einen muss man sich einen neuen Rahmen für das eigene Leben schaffen und ein komplet- tes soziales Netzwerk neu aufbauen. Dies ist herausfordernder als im Heimat- land, denn es findet alles in einer frem- den Sprache und Kultur mit teilweise ganz anderen sozialen Regeln statt. Man muss sich mit anderen Umgangsformen, Wertvorstellungen, einer anderen Kom- munikation, sogar mit einer anderen Wahrnehmung von Zeit auseinanderset- zen. Darüber hinaus besteht für viele Expat-Partner – die meisten sind nach wie vor Frauen – keine Möglichkeit, einer bezahlten Tätigkeit nachzugehen und damit übernehmen sie im Ausland häufig eine ungewohnte Rolle als Haus- frau und gegebenenfalls als Mutter. Das Fehlen der beruflichen Perspektive wirkt sich natürlich auf das Selbstver- ständnis aus. Und dann sind da ganz ba- nale alltägliche Dinge, die man ändern muss. Beispielsweise laufe ich für mein Leben gern. In Düsseldorf startete mein Tag immer mit einer Laufrunde. Hier in der Riesenmetropole Istanbul ist das nicht möglich. Ich habe zwar mit Schwimmen und mit Gymnastik in der Wohnung angefangen und ich versuche so viel wie möglich zu Fuß zu gehen, aber ersetzen können diese Aktivitäten mein altes Hobby nicht. BDAE: Inwieweit hat Ihnen Ihre berufli- che Erfahrung dabei geholfen, die Aus- landsentsendung so vorzubereiten, dass Ihnen typische »Expat-Fallen« erspart geblieben sind? Grunewald-Petschke: Mein Job hat auf jeden Fall geholfen. Das Bewusstsein darüber, was auf mich zukommen würde, hat dem Ganzen die Brisanz ge- nommen. Wenn ich weiß, was mich er- wartet, trifft es mich nicht mehr ganz so schlimm und ich kann mich zumindest in Teilen darauf vorbereiten. Allerdings gibt es auch Situationen, die man nicht vorhersehen kann. Ich beschäftige mich seit über 15 Jahren mit dem Thema interkulturelle Kommu- nikation und habe in der Vergangenheit schon einige Jahre im Ausland gelebt. Mit dieser Thematik setze ich mich also sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus persönlicher Perspektive seit langem auseinander. Darüber hinaus war ich vor unserer Entsendung mit meinem eige- nen Unternehmen für viele Firmen im Entsendungsmanagement tätig. Dort habe ich zum einen Mitarbeiter für die Zusammenarbeit mit ausländischen Kol- legen fit gemacht und zum anderen dut- zende Expat-Familien betreut, die aus aller Welt in die deutsche Zentrale oder Filiale entsandt wurden. Da habe ich immer wieder erlebt, dass es meistens die begleitenden Partner sind - übrigens immer noch zu 80 Prozent Frauen - die mit dieser Veränderung am meisten zu kämpfen haben. BDAE: Warum ist das so? DAS INTERVIEW »VOR DEM EXPAT-BLUES IST KEINER SICHER« Als ihr Mann ein Jobangebot in Istanbul bekam, entschied sich die Inhaberin von ABROAD [relocation. interculture. languages.] Constance Grunewald-Petschke mit ihm zu gehen. Wie man das Beste aus der Zeit im Ausland für sich herausholt, erzählt sie im Interview.. © julien tromeur - Fotolia.com
  • 4 Grunewald-Petschke: Erstens: Weil sie häufig eine neue Rolle übernehmen wollen oder es gezwungenermaßen müssen. Viele geben ein Stück ihrer fi- nanziellen aber auch emotionalen Frei- heit auf, weil sie keinem Job im Ausland nachgehen können, dies oftmals auf- grund der Sprachbarriere und weil es zum Teil aufgrund des Arbeitsrechts nicht möglich ist. Dadurch verändert sich auch das Gleichgewicht in einer Part- nerschaft – was nicht schlecht sein muss. Aber: Beide Partner müssen sich dessen bewusst sein und Klarheit da- rüber schaffen, wie sie mit der neuen Si- tuation umgehen werden. Auch für mich war es nicht einfach, plötzlich überwiegend auf das Einkommen mei- nes Mannes angewiesen zu sein. Zweitens: Weil sie in ein neues Leben ka- tapultiert werden, das sie dann ganz von vorne aufbauen müssen. Dies im Ge- gensatz zum Expat selbst, der ja durch seinen Job schon eine zeitliche Struktur und ein soziales Umfeld vorfindet. Je nachdem, ob Kinder vorhanden sind oder nicht, finden sich einige Expat-Part- ner ohne zeitliche Struktur und meist auch ohne sozialen Rückhalt im Ausland wieder. Manchmal entsteht daraus Lan- geweile, Ziellosigkeit, Einsamkeit. Wenn man es nicht schafft, sich einen ganz klaren Rahmen für sein Leben als Expat- Partner zu schaffen und gezielt Netz- werk aufzubauen, kann das schwer- wiegende Konsequenzen haben. Drittens: Aufgrund ihrer Position in der Familie sind Expat-Partner grundsätzlich sehr stark in das lokale Leben eingebun- den. Während der Alltag des arbeiten- den Partners im Büro häufig stärker von einer international geltenden Business- kultur geprägt ist, ist das Leben draußen – beispielsweise die Behördengänge, der Besuch lokaler Geschäfte und Ärzte - stärker von der lokalen Kultur geprägt. Das erhöht das Risiko, dem so genann- ten Expat-Blues zu erliegen. BDAE: Was ist der Expat-Blues und wie kann man ihn verhindern? Grunewald-Petschke: Es ist eine Art Expat-spezifischer Kulturschock mit vie- len unterschiedlichen Symptomen. Eines davon ist eine Art emotionale Isoliert- heit. Ein Gefühl, das man empfindet, wenn man inmitten von vielen sympa- thischen Menschen irgendwie immer noch ziemlich einsam ist. Ein Beispiel: Ich saß mit türkischen Bekannten zusam- men und plötzlich erzählten Sie von Kindheitserlebnissen, von Filmen und Produkten, die ich nicht kannte. In die- sem Moment war ich meilenweit weg von dieser Gruppe von Menschen und es gab keine Chance auf Annäherung. Gemeinsame Erinnerungen und eine ähnlich soziale Prägung schaffen Zuge- hörigkeit und Verbundenheit – die einem sonst häufig gar nicht bewusst ist. Aber in diesen Momenten spürt man, wie wichtig es ist, Teil von etwas zu sein. Ganz verhindern kann man den Expat- Blues jedenfalls nicht. Aber es ist hilf- reich, sich bewusst zu machen, welche Veränderungen eine Entscheidung wie die Auslandsentsendung mit sich bringt und sollte dann entscheiden, ob man bereit ist, mit den Konsequenzen zu leben. Darüber hinaus sollte man sich unbedingt über sein Ziel informieren. Und zwar hinsichtlich der Infrastruktur, des Lebensstandards, der Sicherheit, des Gesundheitswesen sowie der Aufent- halts- und Arbeitsgenehmigungen. Man sollte herausfinden, was ganz konkret vor Ort auf einen zukommt, um später böse Überraschungen zu vermeiden. Aber: Auf die emotionalen Turbulenzen eines solches Abenteuers kann man sich nur schwer vorbereiten. Man kann und sollte unbedingt wissen, was emotional auf einen zukommt, dass es Tage geben wird, an denen man sich fragt, was man hier eigentlich tut. An denen man sich unter der Decke verkriechen möchte, an denen man alles ganz schrecklich findet und nur noch Heim will. Davor bin auch ich nicht gefeit. Und diese Tage gibt es! BDAE: Sie haben bereits als junges Mädchen einen einschneidenden Kul- turschock erlebt, als 1989 der Mauerfall dafür sorgte, dass Ihr Geburtsland die DDR mit der BRD wiedervereinigt wurde. Inwieweit hat Sie dieses Erlebnis geprägt und wie half/hilft es Ihnen, wei- tere Kulturschocks zu meistern? Grunewald-Petschke: Kulturschock klingt immer so drastisch. Ich würde meine Jugenderlebnisse nicht wirklich als Schockzustand bezeichnen, das wäre völlig absurd. Und viele junge Menschen verlassen ihre Heimatregion, um ganz woanders wieder neu anzufangen - sei es von München nach Hamburg. Da gibt es ja auch kulturelle Unterschiede. Aber im Nachhinein aus interkultureller Sicht betrachtet, war ich tatsächlich sehr überrascht, wie stark die äußeren Ein- flüsse eines Landes die Kultur der Men- schen beeinflusst, wie sich bestimmte Umstände auf die Art zu kommunizie- ren auswirken, wie sich Politik auf die In- dividualität der Menschen auswirkt oder klimatische Gegebenheiten auf das Zeit- management. Und vor allem ist es faszi- nierend, wie unbewusst wir das Ganze erleben. Bewusst wird uns unsere Prä- gung nämlich erst dann, wenn wir auf Fremdheit treffen. BDAE: Gab es persönliche Situationen, die Ihnen aufgrund Ihres beruflichen Kontextes nur allzu bekannt vorkamen und welche waren das? Grunewald-Petschke: Sicher. Die gab es und gibt es immer wieder. So zum Beispiel der Punkt Wahrnehmung. Es ist doch so, dass wir die Welt und unser Umfeld immer aus unserer ganz persön- lichen Perspektive betrachten und auch bewerten. Meist sind wir uns nicht da- rüber bewusst, dass wir die Dinge schon geclustert haben, noch bevor wir über- haupt darüber nachgedacht haben. Aber das Ganze ist einfach ein psycho- logischer Prozess – eine Form von Ste- reotypisierung, der uns hilft, unsere Umwelt schnell zu erfassen und Ent- scheidungen zu treffen. Im interkultu- rellen Kontext nennt man das Ethnozentrismus. Das heißt, wir bewer- ten alles um uns herum anhand uns be- kannter Muster, Normen und Regeln. DAS INTERVIEW © Dmitry Chumichev - Fotolia.com
  • BDAE: Was bedeutet das? Grunewald-Petschke: Jeder kennt das: In Deutschland ist es beispielsweise nor- mal, dass man anruft, wenn man sich verspätet. Ist man dann in einem Land, in dem Zeit eine untergeordnete Rolle spielt und unsere Verabredung kommt zu spät, ohne sich auch nur im Gerings- ten zu entschuldigen oder auch nur vor- zuwarnen, fragen wir uns: »Wieso hat er sich nicht gemeldet? « Eigentlich soll- ten wir uns aber fragen: »Wieso erwarte ich eigentlich, dass er sich meldet?« Das ist Ethnozentrismus. Da wir alle Men- schen sind, können wir uns von dieser Bewertung wahrscheinlich nie ganz frei machen, denn das hieße, dass wir uns selbst völlig neu programmieren müss- ten. Ich erwische mich auch immer mal wieder genervt dabei, dass die Men- schen es einfach nicht so machen kön- nen, wie ich es aufgrund meiner eigenen Prägung erwarte. BDAE: Sie haben selbst erlebt, dass nach wie vor die klassische Expat-Situa- tion so aussieht, dass in den meisten Fäl- len der Mann entsandt wird und die Partnerin diesen begleitet. Warum wer- den Ihrer Einschätzung nach immer noch vorwiegend Männer und nicht Frauen vom Arbeitgeber ins Ausland ge- schickt? Grunewald-Petschke: Über die Gründe kann ich persönlich nur spekulieren, aber ich denke, hier liegt traditionell ein- fach das gleiche Problem zugrunde, das auch der Grund für den geringen Frau- enanteil in den Chefetagen ist. Wie nennt man das? Die gläserne Decke, richtig. Erschwerend kommen die unter- schiedlichen sozialen Rollen der Frau in verschiedenen Kulturen hinzu. In Deutschland haben manche Unterneh- men Bedenken, die Frau als Führungs- persönlichkeit in eine männerdominierte Welt zu senden. Das erhöht das Entsen- dungsrisiko. Marktentwicklungen zei- gen aber, dass in den letzten Jahren immer mehr Frauen entsendet werden. Im letzten Jahr lag der Anteil der ent- sendeten Frauen weltweit laut der Brookfield-Studie bei 23 Prozent, eine Steigerung von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erstaunlicherweise sind nicht Europa oder die USA der Vorreiter, sondern vor allem asiatische Unterneh- men entsenden immer mehr Frauen in ihre weltweiten Niederlassungen. BDAE: Sie haben bereits einmal fünf Jahre in Paris gelebt, nun sind Sie seit geraumer Zeit in Istanbul. Wo fiel Ihnen der Eingewöhnungsprozess leichter? Grunewald-Petschke: Damit verglei- chen wir zwei ganz unterschiedliche Le- benssituationen. In Paris hat alles sich einfach so ergeben, ich war ein paar Jahre jünger und habe nicht so viel dar- über nachgedacht. Außerdem be- herrschte ich die Sprache schon recht gut und habe durch die Arbeit dort schnell Kontakte gefunden. In Istanbul habe ich wirklich bei Null angefangen: kein Türkisch, keinen Job, kein soziales Netzwerk. Nach Paris kam ich ohne ein Enddatum, ohne mir großartig Gedan- ken zu machen. Es war einfach mein Leben. In Istanbul bin ich voraussichtlich nur für eine beschränkte Zeit, es gibt ein Start- und ein Enddatum. Das ist eine andere Perspektive. Weil meine Zeit hier begrenzt ist, wäge ich viel stärker ab, was in dieser Situation wirklich sinnvoll für mich ist und was nicht. Ich sehe die Zeit hier in Istanbul jetzt mehr als Aben- teuer und eine spannende Art zu lernen. Ich bin hier, um die Zeit zu nutzen - für mein persönliches Wachstum und meine berufliche Weiterentwicklung. BDAE: Haben Sie ein paar Faustregeln, die Sie Expat-Paaren an die Hand geben können, damit Sie gestärkt in das neue Aufenthaltsland gehen und auch ge- stärkt wieder nach Hause zurückkehren können? Grunewald-Petschke: Ganz, ganz wichtig ist es, sich über die Lebensbe- dingungen im neuen Aufenthaltsland zu informieren und sich dann zu fragen, ob man mit Umständen und den Lebens- bedingungen dort wirklich leben könnte. Des Weiteren sollte man den Wechsel ins neue Land auch wirklich selbst wollen und es nicht ausschließlich dem Partner zuliebe tun. Die Frage »Was ist da eigentlich für mich drin?“ sollte unbedingt gestellt werden. Au- ßerdem ist es wichtig, dass die Partner- schaft auch im Heimatland schon stabil und stark ist. Ist dies nicht der Fall, sollte man daran arbeiten, andernfalls ist die Gefahr, sich im Ausland auseinanderzu- leben noch größer. Auch die Frage der finanziellen (Un-)abhängigkeit sollten Paare für sich klären. Und man sollte sich als Partnerin klar machen, dass der Mann im Ausland noch öfter unterwegs sein könnte als zu Hause und man folg- lich häufiger alleine zu Hause ist. Ich denke, Transparenz und Ehrlichkeit – auch wenn es um Ängste oder Befürch- tungen geht, sind an dieser Stelle auf beiden Seiten das Wichtigste. Um nicht in Expat-Partner-Fallen zu tap- pen, sollte man sich als Mitreisender zudem eigene Ziele setzen und diese verfolgen. Auch im Hinblick auf die ei- gene intellektuelle Stimulation ist dies sehr wichtig, sich mit neuen, spannen- den Themen zu befassen. Und ganz wichtig: Auf und Abs sind völlig normal. Einen Kulturschock erleidet wirklich jeder. Vielleicht hilft es, zu wissen, dass man mit dieser Erfahrung nicht alleine ist. DAS INTERVIEW 5 INFO: • Constance Grunewald- Petschke betreibt den Blog www.what-about-my-pen- cilskirt.com, auf dem sie re- gelmäßig über ihr neues Leben als Expat-Frau in Istan- bul berichtet. Sie ist außer- dem Inhaberin der Agentur »Abroad [relocation.intercul- ture.language]«, die Expats und ihre Familien berät und hat das erste deutschspra- chige E-Coachingprogramm speziell für ExpatPartner ent- wickelt. • E-Mail: c.grunewald@xpat- abroad.com
  • RUSSLAND: WICHTIGE ÄNDERUNGEN FÜR EXPATS UND STUDENTEN Am 1. Januar 2014 sind die Änderungen des Gesetzes über die Rechtsstellung ausländischer Bürger in der Russischen Föderation in Kraft getreten. Betroffen sind einer Mitteilung der russischen Au- ßenhandelskammer (AHK) zufolge zwei Kategorien von Ausländern: • ausländische Vollzeit-Studenten an russischen Universitäten (Artikel 13.4 des Gesetzes); • ausländische Experten, die von Unter- nehmen aus den Mitgliedsstaaten der WTO nach Russland entsandt werden – das sogenannte »Schlüsselpersonal « (Artikel 13.5 des Gesetzes). VEREINFACHTE MITARBEITERENT- SENDUNG NACH RUSSLAND Demnach erhalten ausländische Unter- nehmen aus den WTO-Mitgliedstaaten das Recht auf ein vereinfachtes Verfah- ren zur Entsendung ausländischer Mit- arbeiter in ihren russischen Repräsen- tanzen, Filialen und Tochtergesellschaf- ten. Das Gesetz legt die folgenden Be- dingungen für eine solche Abordnung fest: • Der entsandte Arbeitnehmer hat eine Führungsposition inne (Leiter der Re- präsentanz, Filiale, Tochtergesell- schaft). Ausländische Mitarbeiter können auf andere Stellen entsandt werden, wenn das entsendende Un- ternehmen Dienstleistungen in Russ- land anbietet und das Gehalt nicht weniger als 2 Millionen Rubel (rund 40.350 Euro) pro Jahr beträgt; • Mitarbeiter müssen unmittelbar vor der Entsendung mindestens 1 Jahr in diesem ausländischen Unternehmen gearbeitet haben; • die Anzahl des entsandten Personals darf 5 Personen nicht übersteigen (in Banken nicht mehr als 2 Personen); • ausländische Arbeitnehmer müssen eine russische Krankenversicherung besitzen. Diese Arbeitnehmer fallen nicht unter die Quotenregelung und es ist keine Er- laubnis zur Einstellung ausländischer Mitarbeiter notwendig. Die Arbeitsge- nehmigung und das Arbeitsvisum kön- nen für bis zu 3 Jahre ausgestellt wer- den. Laut den AHK-Experten, erhalten Reprä- sentanzen ausländischer Unternehmen durch diese Änderungen die Möglich- keit, in einem vereinfachten Verfahren ihre ausländischen Mitarbeiter zu legali- sieren, zudem ist das Verfahren zur An- meldung von Schlüsselpersonal dem Verfahren zu Einstellung hochqualifizier- ter Fachkräfte sehr ähnlich. VERBOT FÜR AUSLÄNDISCHE BUCHHALTER Außerdem wurde eine weitere wichtige Änderung im Gesetz über den Rechts- status von Ausländern vorgenommen. Sie verbietet Ausländern, die Position des Hauptbuchhalters oder eine andere Position in der Buchhaltung in einem russischen Unternehmen einzunehmen. Seit dem 1. Januar 2014 dürfen nur noch Ausländer in der Buchhaltung eines Unternehmens arbeiten, die eine Aufenthaltsgenehmigung (»vid na zhi- telstvo «) oder eine befristete Aufent- haltserlaubnis (»rasreschenie navre- mennoje prozhivanije «) haben. Für eventuelle Fragen steht Ihnen der Leiter der Rechtsabteilung der AHK, Wladimir Kobsev, (kobsew@russland- ahk.ru) jederzeit zur Verfügung, Telefon: +7 (495) 234 49 BESCHÄFTIGUNG AUSLÄNDISCHER STUDENTEN IN RUSSLAND Laut Gesetz benötigen ausländische Stu- denten russischer Universitäten keine Arbeitsgenehmigung, wenn sie a) in den Semesterferien arbeiten oder b) wäh- rend des Semesters in ihrer Freizeit ar- beiten. In allen anderen Fällen musste eine Arbeitsgenehmigung nach dem üb- lichen Standardverfahren vom Arbeitge- ber beantragt werden. Dafür mussten drei bis vier Monate eingeplant werden und die entsprechende Quote beim Un- ternehmen vorhanden sein. Der neue Artikel des Gesetzes vereinfacht das Ver- fahren für ausländische Studenten. Seit 2014 können ausländische Vollzeit- Studenten nun selbstständig eine Ar- beitsgenehmigung beim Föderalen Migrationsdienst beantragen. Dazu wer- den folgende Unterlagen benötigt: • Antragsformular, • Migrationskarte, • Arbeitsvertrag, • Immatrikulationsbescheinigung sowie • eine Quittung über die Gebühren- zahlung. Solche Mitarbeiter fallen nicht unter die Quotenregelung. Außerdem muss das einstellende Unternehmen keine Ge- nehmigung für die Beschäftigung aus- ländischer Arbeitskräfte (IRS) vorlegen. Die Bearbeitungszeit für eine solche Ar- beitsgenehmigung beim föderalen Mi- grationsdienst (FMS) beträgt zehn Arbeitstage, die Genehmigung kann bis zu bis zu einem Jahr gültig sein. Die Deutsch-Russische Auslandshan- delskammer (AHK) hat sich immer für eine Erleichterung des Rechtsstatus von Studenten und Praktikanten eingesetzt. Sie bewertet diese Erleichterungen als einen ersten Schritt zur Liberalisierung der Migrationsgesetzgebung für junge Spezialisten in Russland. In der Praxis können diese Veränderungen dazu füh- ren, dass Unternehmen Praktikanten operativ und für einen längeren Zeit- raum einstellen, vorausgesetzt, dass diese Praktikanten in einer russischen Universität eingeschrieben sind. 6 RECHTLICHES © RA Studio - Fotolia.com
  • 7 KRANK IM AUSLAND: VERSICHERTE MÜSSEN VERSICHERER VERSTÄNDIGEN Sofern bei einer Erkrankung im Ausland die Notrufzentrale der Versicherung nicht verständigt wird, muss ein Versi- cherter beweisen, dass und woran er tatsächlich erkrankt ist und dass die me- dizinische Behandlung notwendig war. Das hat ein Urteil des Amtsgerichts München (Az.: 273 C 32/13) ergeben. Im betreffenden Fall hatte der Kläger eine Auslandsreisekrankenversicherung bei einem Versicherungsunternehmen mit Sitz im Landkreis München abge- schlossen. Gemäß den Versicherungsbe- dingungen muss der Versicherte im Krankheitsfall die Notrufzentrale ver- ständigen, so dass der medizinische Dienst der Versicherung die Behandlung begleiten und den Rücktransport nach Deutschland organisieren kann. Auf einer Urlaubsreise in Kamerun er- krankte der Kläger schließlich an Bauch- und Magenkrämpfen mit Erbrechen und Durchfall und erlitt einen Kreislaufzu- sammenbruch. Er wurde von Verwand- ten und Bekannten in die örtliche Klinik verbracht und dort stationär behandelt. Aufgrund seines Zustands konnte er die Notrufzentrale der Versicherung nicht verständigen. Somit musste er die Kran- kenhauskosten in Höhe von mehr als 3.000 Euro selbst zahlen. Dies sah der Versicherte nicht ein und verlangte vom Versicherer, dass dieser ihm die Kosten erstatte. Dafür reichte er die Rechnung und Unterlagen über die verabreichten Medikamente und Labor- untersuchungen er. Er gab zudem an, weder Arztbrief noch medizinische Un- terlagen wie CT-Bilder, Laborbefund, EKG-Streifen-Ultraschallbilder und so weiter beibringen zu können, da diese von der Klinik in Kamerun nicht heraus- gegeben würden. Die Versicherung verweigerte die Erstat- tung der Krankenhauskosten. Zu Recht, wie die Münchner Richter betonen: Die Versicherung habe zwar nach dem Aus- landsreisekrankenversicherungsvertrag die Kosten der notwendigen Heilbe- handlung bei einer akut eintretenden Krankheit auf einer Reise im Ausland zu erstatten. Der Kläger habe aber nicht bewiesen, dass die Voraussetzungen des Versicherungsfalls vorgelegen haben, da er die Notrufzentrale nicht eingeschaltet hat, die deshalb die medizinische Be- handlung des Klägers im Ausland nicht begleiten konnte. Zudem hätte er über seine Bekannten und Verwandten oder jedenfalls, als es ihm wieder besser ging, selbst die Notrufzentrale einschalten können. Allein die Vorlage der Krankenhausrech- nung nebst weiteren Unterlagen reicht nicht, wenn daraus keine Diagnose er- kennbar ist. Zudem sei aus dieser auch nicht ersichtlich gewesen, weshalb die in Rechnung gestellten Medikamente, Laboruntersuchungen und weiteren Un- tersuchungen medizinisch notwendig waren. Diese Angaben seien jedoch er- forderlich, damit die Versicherung ihre Einstandspflicht überprüfen kann. RECHTLICHES © Maksym Yemelyanov - Fotolia.com
  • 8 FLUGZEITEN MÜSSEN VERBINDLICH SEIN Anbieter von Pauschalreisen müssen in ihre Reiseunterlagen verbindliche Flug- zeiten aufnehmen. Die Praxis einiger Reiseveranstalter, bei der in Verträgen die endgültigen Reisezeiten noch offen gehalten werden, ist demnach nicht rechtens. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes (Az.: X ZR 24/13, BGH) hervor. Wie die CIBT VisumCen- trale und www.tip.de zusammenfassen, hatte der Bundesverband der Verbrau- cherzentralen gegen diese Praxis ge- klagt. Die Richter in Karlsruhe schlossen sich der Sicht des Klägers an. Die Kun- den würden durch eine solche Praxis un- angemessen benachteiligt, weil das Unternehmen dann die Flugzeiten belie- big ändern könne und dem Reisenden die Sicherheit bei der zeitlichen Planung der Reise genommen werde. Der Veranstalter könne hingegen durch- aus beim Vorliegen sachlicher Gründe, wie beispielsweise Naturkatastrophen oder politische Krisensituationen, die Flugzeiten ändern. Dabei dürfe jedoch der aus den ursprünglich angegebenen Zeiten ersichtliche Zeitrahmen nicht voll- ständig aufgegeben werden. RECHTLICHES VISUM-PROBLEME BEI PRAKTIKUM IN CHINA Bereits in der Vergangenheit war es un- klar, mit welchem Visum ausländische Praktikanten, die nicht in China studie- ren, nach China einreisen dürfen. Leider wird diese Frage auch durch die neuen Visa-Regelungen nicht beantwortet. Darauf weist das auf Rekrutierungslö- sungen im deutsch-chinesischen Kon- text spezialisierte Unternehmen Mussenbrock & Wang hin. Nach der neuen Gesetzeslage dürfen nur noch jene ausländischen Studenten ein Praktikum in China absolvieren, die eine Aufenthaltsgenehmigung zu Studi- enzwecken in China besitzen (also in China studieren) und wenn zusätzlich auch ihre Ausbildungseinrichtung und die lokale Polizeibehörde dies genehmi- gen. Das bedeutet, dass es nach der aktuellen Gesetzeslage ausdrücklich nur Studen- ten, die in China studieren, erlaubt ist, ein Praktikum in China zu machen. Es bleibt jedoch abzuwarten, inwiefern diese Regel auch praktisch so streng um- gesetzt wird. Das Konsulat in Frankfurt ist zumindest bislang relativ großzügig und erlaubt auch ausländischen Studen- ten, die nicht in China studieren, mit dem neuen F-Visum für ein Praktikum nach China einzureisen. © vege - Fotolia.com © isharova - Fotolia.com
  • NEUES AUSWANDERERGESETZ IN KRAFT GETRETEN Seit Anfang dieses Jahres gilt eine Neu- fassung des Auswandererschutzgeset- zes (AuswSG). Das Gesetz regelt, welche Institutionen und Personen unter wel- chen Voraussetzungen Auswandererbe- ratung anbieten können. Für diese Dienstleistung ist grundsätzlich eine Er- laubnis erforderlich, die das Bundesver- waltungsamt erteilt. Für sämtliche Inhaber einer Erlaubnis zur Auswander- erberatung erlischt diese mit Wirkung vom 31.12.2013 und muss erneut be- antragt werden. Um die Lizenz zur Auslandsberatung zu erhalten, müssen Antragsteller folgende Unterlagen beim Bundesverwaltungs- amt einreichen: • Lebenslauf • Personalausweis oder Reisepass • Unbedenklichkeitsbescheinigung des zuständigen Finanzamtes (bei Privat- personen) • Wirksamer Freistellungsbescheid des zuständigen Finanzamts (bei gemein- nützigen Organisationen Während diese Vorgaben für die meis- ten realisierbar sein sollten, hat es ein Punkt des neuen Gesetzes in sich. Laut Paragraf 3 AuswSG müssen Antragstel- ler ihre Sachkunde im Bereich der Aus- wandererberatung nachweisen. Diese Sachkunde umfasst insbesondere fol- gende Punkte: 1. Berufstätigkeit bzw. Berufserfahrung 2. Auslandsaufenthalte 3. Kenntnisse des einschlägigen deut- schen Rechts 4. Kenntnisse des ausländischen Rechts hinsichtlich der Staaten, für die die Auswandererberatung erbracht wer- den soll, insbesondere hinsichtlich des jeweiligen Einwanderungsrechts, Staatsangehörigenrechts, Arbeits- rechts und Sozialversicherungsrechts Insbesondere dieser vierte Sachkunde- nachweis dürfte von den wenigsen Per- sonen und Organisationen erfüllbar sein. Der Grund: Die detaillierten Rechts- kenntnisse müssen bei einer allgemei- nen Auswandererberatung grundsätzlich für jedes einzelne Land der Welt nach- gewiesen werden – und dies sind derzeit 195. Der Gesetzgeber will mit dem Auswan- dererschutzgesetz verhindern, dass die Unwissenheit der Auswanderungswilli- gen über ihr Zielland ausgenutzt wird und vor unseriöser Beratung schützen. Es trat bereits im Jahr 1898 in Kraft, als die deutsche Auswanderung sich auf einem historischen Höhepunkt befand und immer mehr Missbrauchsfälle be- kannt wurden. Betroffen waren häufig junge Frauen, die ein neues Leben in den USA anfangen wollten und nur allzu oft in die Fänge von Menschen- händlern gerieten. Damals bemühten sich insbesondere kirchliche Einrichtun- gen um Aufklärung in Auswande- rerfragen. 9 RECHTLICHES ENTSCHÄDIGUNG AUCH OHNE BUCHUNGSBESTÄTIGUNG Haben Fluggäste im Sinne der EU-Flug- gastrechteverordnung Anspruch auf eine Entschädigung, darf ihnen die Air- line die Zahlung derselben auch dann nicht verweigern, wenn die Reisenden keine Buchungsbestätigung mehr vorle- gen können. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt hervor (Az.: 31 C 2552/12 [78]). Im vorliegenden Fall ging es um einen Flug von Colombo auf Sri Lanka über Dubai nach Frankfurt/Main. In Dubai musste die Maschine aufgrund einer Re- paratur am Boden bleiben und der An- schlussflug startete erst mit fast einem Tag Verspätung. Die späteren Kläger ver- langte daraufhin Ausgleichszahlung in Höhe von 600 Euro pro Person, gezahlt wurden ihnen von der Fluggesellschaft jedoch nur 144,50 Euro. Das sei nicht rechtens, entschieden die Richter. Begründung: Den von der Flug- gesellschaft angeführten Grund, dass die Kläger keine Buchungsbestätigung vorgelegt hatten, ließen sie nicht gelten. Nach Ansicht der Richter sei ausrei- chend, wenn eine Buchungsbestätigung existiere. Und das sei dann der Fall, wenn Reisende anderweitig beweisen könnten, dass sie die Reise ange- treten haben. © castelberry - Fotolia.com © Anhees - Fotolia.com
  • 10 EXPATRIATES ASIEN MIT ANZUG UND KRAWATTE Asien hat nach wie vor einen erhebli- chen Stellenwert in der Weltwirtschaft und bleibt daher für viele international agierende Unternehmen weiterhin at- traktiv. Vor diesem Hintergrund wird der größte Kontinent der Erde auch künftig ein wichtiges Ziel für Geschäftsreisen bleiben. Es ist kein Geheimnis, dass es unerläss- lich für den Geschäftserfolg ist, die Un- terschiede zwischen der westlichen und der asiatischen Geschäftskultur zu ken- nen. Inzwischen gibt es unzählige Rat- geber für asiatische Länder, die sich mit diesem Thema befassen. Die aktuelle Publikation von Rolf Zeiler, der den asiatischen Raum 25 Jahre ge- schäftlich bereist hat, enthält typische Geschäftsgepflogenheiten für insgesamt 24 Länder Asiens. Das Handbuch ist ein Komplettpaket und informiert über die verschiedenen Facetten des Reisens in Asien. Es enthält Länderinformationen, die Auskunft über alles geben, was ein Geschäftsreisender über die Reisepla- nung, Flughäfen, Verkehrsanbindungen, Visabestimmungen, Kundenterminpla- nung, Gesundheits- und Kommunikati- onssysteme wissen sollte. Der Fokus dieses Ratgebers liegt jedoch auf den Verhaltensregeln bei Verhand- lungen mit Asiaten, die der Autor eben- falls Land für Land beschreibt. Im Schlusskapitel nennt er seine wichtigs- ten Lektionen, die er auf seinen Reisen durch Asien gelernt hat. Abgerundet wird dieser Ratgeber durch einen kuli- narischen Exkurs. Viele persönliche Anekdoten und Be- richte des Autors über Erlebnisse wäh- rend seiner zahlreichen Geschäftsreisen lockern den Ratgeber auf und lassen ihn wie einen Roman erscheinen. SICHERER JOB IST WELTWEIT HAUPTGRUND FÜR AUSWANDERUNG Jobsicherheit, eine verlässliche Versiche- rung und wirtschaftliche Stabilität sind die wichtigsten motivierenden Faktoren für Menschen, die auswandern oder eine vorübergehende Zeit im Ausland verbringen wollen. Dies hat eine Um- frage der Zurich Versicherungsgruppe unter 7.750 Personen in 12 Ländern er- geben. Mit 43 Prozent aller Nennungen steht ein sicherer Job dabei an erster Stelle, gefolgt von einer niedrigen Kriminali- tätsrate (39 Prozent) und politscher Sta- bilität (28 Prozent). Eine Kranken- versicherung betrachten 22 Prozent aller Befragten als besonders wichtig, für jeden fünften ist die Rentenabsicherung von hoher Bedeutung. Für gerade ein- mal 14 Prozent ist die passende Schule für Kinder ein entscheidendes Kriterium bei dem Schritt in die Ferne. Am wenigs- ten Gedanken um eine Krankenversi- cherung unter den befragten 12 Nationen machen sich Australier und Mexikaner mit lediglich zehn Prozent der Nennungen. Am wichtigsten ist der Gesundheitsschutz im Ausland den Österreichern (49 Prozent). Gefragt nach dem Land, in das sie am ehesten ziehen würden, nannten 31 Prozent aller Befragten Nordamerika. Gefolgt werden die USA als liebste Aus- wandererdestination von Australien und Neuseeland (je 29 Prozent), während ein Viertel (28 Prozent) Deutschland, Öster- reich und die Schweiz (je 24 Prozent) fa- vorisieren. Diese drei Länder sind auch die beliebtesten Auswanderungsländer in Europa. Fast jeder Zweite (49 Prozent) glaubt, dass die Jobaussichten in diesen Ländern am rosigsten sind. GESCHÄFTSREISEN OFT SCHLECHT VORBEREITET Jeder zweite Geschäftsreisende in Deutschland wird von seinem Unter- nehmen nicht über politische Unruhen im Zielland informiert, obwohl sich 81 Prozent dies wünschen. Auch in ande- ren Bereichen üben Geschäftsreisende Kritik am Travel Risk Management der Unternehmen, etwa in Bezug auf Einrei- sebestimmungen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie »Chefsache Business Travel 2014« von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV). Geschäftsreisen führen immer wieder in Länder, in denen die Sicherheit der Rei- senden durch politische Unruhen ge- fährdet ist. Aktuelle Beispiele sind die Ukraine, Thailand und Venezuela. Des- halb wünschen sich acht von zehn Be- fragten entsprechende Informationen zum Zielland, bevor sie die Reise antre- ten. Doch nur bei 48 Prozent erfüllt der Arbeitgeber diesen Wunsch. Insbesondere bei Reisen in Krisengebiete sollten Vorgesetzte ihre Fürsorgepflicht sehr ernst nehmen, indem sie zum Bei- spiel dafür sorgen, dass Reiseexperten wichtige Informationen zukommen las- sen. Bei Fernreisen gilt es zudem, Fakten über Einreisebestimmungen einzuholen und zu klären, ob der Mitarbeiter einen Reisepass benötigt oder ein Visum be- antragen muss. 83 Prozent der Ge- schäftsreisenden legen Wert auf Hilfe des Arbeitgebers in solchen Fragen, aber nur 60 Prozent bekommen sie. Sind Ein- reisemodalitäten nicht geklärt, scheitert daran womöglich die ganze Reise. © Reimer - Fotolia.com BUCHINFORMATIONEN: • Rolf Zeiler • Asien mit Anzug und Kra- watte • Verlag BoD – Books on De- mand • ISBN 978-3-8482-4762-2 • 291 Seiten • 24,90 Euro
  • 11 LOCKMITTEL GEHALT UND BONI FÜR AUSLANDSEINSATZ Viele Arbeitnehmer werden daher zur Zustimmung zum Expatriate extrinsisch motiviert: ohne einen Auslandsaufent- halt komme man in der beruflichen Laufbahn nicht weiter und vor Ort werde alles gut organisiert. Besonders attraktiv wird eine Entsendung durch Gehaltserhöhungen und –boni. Inter- esse an Sprache, Kultur und Menschen tritt dabei vermehrt in den Hintergrund. Nach dem Eurobarometer der EU-Kom- mission liegt Deutschland im internatio- nalen Vergleich mit nur acht Prozent der Arbeitnehmer, die im Ausland beruflich tätig waren, deutlich unter Skandinavien und Großbritannien, die mit zwanzig Prozent die Spitze anführen. Trotz moti- vierender Gründe zeigt sich also eine ge- wisse »Auslandsmüdigkeit deutscher Manager«. Die eben genannten äuße- ren Faktoren können schließlich nichts an der persönlichen Einstellung der Ex- patriate ändern. Um den Ertrag des Aus- landseinsatzes zu maximieren, ist es aber von großer Bedeutung, dass der ent- sandte Expatriate eine intrinsische Moti- vation mitbringt (innerer Anreiz, der in der Aktivität selbst liegt) und somit Neu- gier, Offenheit, Mut und speziell auch die Begeisterung und Leidenschaft für das Arbeiten und Leben im Ausland hat. Darüber hinaus ist die »kulturelle Intelli- genz« (Cultural Quotient »CQ«) eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Ma- nagen eines Auslandaufenthaltes. Diese kann zwar erlernt und stets weiter aus- geprägt werden, die persönliche Zu- stimmung zum Thema ist dabei aller- dings Voraussetzung für den Prozess dieser Kompetenzbildung. Wenn der Ex- patriate nicht die richtige Motivation mitbringt, scheitert er oftmals trotz in- terkultureller Ausbildung an seiner Auf- gabe und eine misslungene Entsendung kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Ein beschädigtes Image sowie interne Probleme können enorme finan- zielle Verluste bedeuten. Ist der Mitar- beiter aber interessiert an Land und Menschen sowie der Arbeit im Ausland, werden diese Risikofaktoren deutlich vermindert; führt der Expatriate im frem- den Land keinen Konflikt mit sich selbst, so ist er imstande den zu erledigenden Auftrag fachlich und kompetent auszu- führen. WIE MAN EINEN EXPATRIATE GEZIELT EINSETZT »Ich muss ins Ausland, um einen guten Job zu bekommen und mir eine Karriere zu ermöglichen«. So denken viele. Die Internationalisierung zahlreicher Unter- nehmen suggeriert Ähnliches und lässt vermuten, dass auf dem Arbeitsmarkt der Aufstieg ohne interkulturelle Erfah- rungen kaum möglich sei. Immer mehr Jugendliche können daher schon mit 12 Jahren die ersten internationalen Erfah- rungen vorweisen, zuerst als Austausch- schüler, später als Student oder Auszubildender und dann als Arbeit- nehmer. Allein die Zahl der Studenten, die einen studienbezogenen Auslands- aufenthalt nachweisen können, ist in den letzten Jahren laut einer Studie des (DAAD) auf rund 25 Prozent gestiegen. AUSLANDSAUFENTHALT BEREITS IN DER SCHULE Nicht immer sind diese Aufenthalte frei- willig und aus echtem Interesse an der fremden Kultur motiviert. Schon in der Schulzeit wird Jugendlichen häufig das Gefühl vermittelt, ein Auslandsaufent- halt dürfe im heutigen Lebenslauf nicht fehlen, damit der Berufseinstieg auch wirklich gelingt. Viele fühlen sich somit ins Ausland gedrängt und verlassen das Heimatland lediglich aus extrinsischer Motivation (nicht aus eigenem Antrieb erfolgend): sei es durch obligatorische Vorgaben des Studienfaches, weil sie sich davon einen Vorteil versprechen (Belohnung, Anerkennung, beruflicher Erfolg) oder weil sie sich dazu gezwun- gen fühlen, bzw. eine Bestrafung fürch- ten (die versprochene Arbeitsstelle wird einem Kollegen gegeben). Auch als Beschäftigter eines Unterneh- mens scheint man von diesem Druck nicht befreit. Der Arbeitgeber verlangt immer mehr Flexibilität und darunter fällt auch die Bereitwilligkeit, als ein so genannter Expatriate tätig zu sein, also für einen befristeten Zeitraum, der sich auf Monate, meist Jahre erstreckt, im Ausland zu arbeiten und dort auch zu leben. Eine Umfrage der Online-Job- börse »StepStone« gibt an, dass 28 Pro- zent der deutschen Spitzenkräfte die Entsendung nur dann als Option anse- hen, wenn das Stellenangebot dem Auf- wand angemessen ist. Sich aus fa- miliären, partnerschaftlichen und freund- schaftlichen Verhältnissen zu lösen, sich in fremden Kulturen und Gesellschaften einzufinden, sowie klimatischen Bedin- gungen standzuhalten ist ein großer Schritt im Leben eines Expatriates – für manche ein zu großes Opfer. EXPATRIATES © vege - Fotolia.com
  • 12 © Olivier Le Moal - Fotolia.com EXPATRIATES DEN PERSÖNLICHEN GEWINN VERDEUTLICHEN Um die intrinsische Motivation für einen Auslandseinsatz bei den Mitarbeitern zu erwecken, sollte über äußere Faktoren hinaus der persönliche Gewinn den po- tentiellen Bewerbern deutlich gemacht werden. Wenn sie erkennen, dass nicht nur das Unternehmen von der Entsen- dung profitieren wird, sondern dass solch ein Lebensabschnitt einen enor- men Zuwachs an persönlicher Erfahrung und Persönlichkeitsentwicklung ist, ver- stärkt das die Freude auf eine Entsen- dung. Alternativ zu oder vorbereitend auf langjährige Aufenthalte gibt es die Arbeit an Projekten im Ausland, die sich maximal auf drei Monate erstrecken und ein Herantasten an das Gebiet der inter- kulturellen Zusammenarbeit gewährleis- ten. Der Projektarbeiter kann für sich selbst feststellen, ob er sich auch einer dauerhaften Arbeit im Ausland gewach- sen sieht. Gleichzeitig ist dabei nicht zu unterschätzen, dass der Entsandte kaum Eingewöhnungszeit hat und sofort seine Aufgaben im neuen Umfeld zu bewälti- gen hat. Eine hohe Ausprägung des CQ ist daher bereits Voraussetzung. ASSESSMENT CENTER FÜR DIE AUSWAHL DES EXPATRIATES Bei der Personalbeschaffung für Aus- landsentsendungen gilt es also nicht nur, qualitativ geeignete Fachkräfte für die zu tätigende Arbeit zu finden, sondern vor allem auch die Bewerber auf per- sönliche Interessen, Lebensgestaltung und ihren Charakter zu prüfen. Das Aus- wahlverfahren stellt daher in diesem Kontext einen sehr komplexen Vorgang dar; solche Inhalte lassen sich schließlich nur bedingt in einem Lebenslauf finden. Eine mögliche Methode, um Einblicke in diese sogenannten Soft Skills der Be- werber zu erlangen, ist das Durchlaufen eines Assessment Centers (AC) im Zuge der Bewerbungsphase. Einzeln und in Gruppen müssen die Bewerber sich unter Beobachtung verschiedenen Auf- gaben stellen, in denen sie auch sozia- les Verhalten, Flexibilität, Geduld, Empathie und ähnliches unter Beweis stellen müssen. Gerade im Interkulturel- len AC kann getestet werden, wie offen die Bewerber Fremdem begegnen, wo- her die persönlichen Handlungsmotive entspringen und wie belastbar sie sind. Auf diese Weise können die Kandidaten mit den erforderlichen Voraussetzungen herausgefiltert werden. Als Entschei- dungshilfe für den Personalverantwortli- chen ist es ebenso nützlich, infrage kommende Kandidaten effizient auf ihre Eignung zu testen, indem diese sich einer Potentialanalyse unterziehen. Ein wichtiger Schritt in der Personalpla- nung ist es, die Fluktuation von Mitar- beitern zu unterbinden und den Ent- sandten direkt bei ihrer Rückkehr einen ihrem Potenzial entsprechenden Ar- beitsplatz zu bieten und den Expatriate so erneut zu würdigen. Die Mitarbeiter werden so nachhaltig gebun- den und gleichzeitig kann das Unternehmen von den gesammelten Erfahrungen der Ex- pirate profitieren. Für jeden Standort, für jede Stelle lässt sich mit den richtigen Tools der richtige Mitarbeiter von außen oder innen finden: Personal, das langfris- tig motiviert ist und so nachhaltig zum Er- folg des Unternehmens beiträgt und daran teilhat. DIE AUTORIN: Sylwia Chalupka-Dunse ist Geschäfts- führerin der interkulturellen Unterneh- mensberatung Culture Communication, die vor allem Firmen berät, die in eng- lischsprachigen Ländern und in Polen aktiv sind. Web: http://www.culturecommunica- tion.de
  • 13 ICELANDAIR Seit dem 5. März dieses Jahres fliegt die isländische Airline Icelandair bis zu fünf- mal pro Woche nonstop von dem im Südwesten Islands gelegenen Keflavík nach Edmonton, die Hauptstadt der ka- nadischen Provinz Alberta. In der isländischen Hafenstadt bestehen günstige Anschlusszeiten für Reisende aus Deutschland und der Schweiz. Die Umsteigezeit beträgt in etwa eine Stunde. Der Abflug in Island ist um 16.45 Uhr Ortszeit mit Ankunft in Ed- monton um 17.25 Uhr am gleichen Tag. Nach einem 60-minütigen Aufenthalt hebt die Maschine um 18.25 Uhr Lokal- zeit für den Rückflug nach Europa ab mit Ankunft in Keflavík um 6.40 Uhr Ortszeit. Die Flugdauer beträgt rund 6 Stunden und 40 Minuten. Icelandair bedient die neue Strecke zwi- schen dem 28. Mai und dem 28. Sep- tember dieses Jahres jeweils montags, dienstags, mittwochs, freitags und samstags mit einer Boeing 757 mit Sitz- plätzen für 183 Passagiere. Ab dem 9. September dieses Jahres wird die Flug- frequenz auf dieser Strecke auf vier wö- chentliche Flüge minimiert. Edmonton ist neben Toronto die zweite kanadische Ganzjahres-Verbindung von Icelandair. +++++++++++++++++++++++++++ FINNAIR Finnair, die größte finnische Fluggesell- schaft, baut ihr Flugangebot zwischen Düsseldorf und Helsinki um zwei Flüge pro Tag aus. Damit stehen Reisenden ab dem 22. April dieses Jahres bis zu vier Abflüge pro Tag zur Verfügung. Morgens startet der Flieger jeweils um 7.50 Uhr am Flughafen Düsseldorf und erreicht das Asien-Drehkreuz Helsinki um 11.10 Uhr. Der Rückflug ist dann um 13.25 Uhr mit Ankunft in der Metropole am Rhein um 14.50 Uhr. Mittags verlässt die Maschine um 15.40 Uhr das inter- kontinentale Drehkreuz Nordrhein- Westfalens und landet um 19.00 Uhr in der finnischen Hauptstadt. Zurück fliegt der Flieger um 20.00 Uhr mit Ankunft in Düsseldorf um 21.25 Uhr. Alle Zeitanga- ben sind Ortszeiten. Die Flüge werden von Flybe Finland im Auftrag von Finnair mit Embraer 190 E- Jet durchgeführt. ++++++++++++++++++++++++++++ AIR CHINA Air China nimmt eine neue Strecke in ihren Flugplan auf. Ab dem 5. Mai die- ses Jahres können Reisende viermal die Woche von Peking über Wien nach Bar- celona reisen. Der Flug mit den Flugnummern CA841 und CA842 findet jeweils montags, donnerstags, freitags und sonntags statt. Der Hinflug startet um 2.10 Uhr in der chinesischen Hauptstadt. Der Zwi- schenstopp in der Hauptstadt Öster- reichs erfolgt um 6.10 Uhr. Und um 9.25 Uhr erreicht der Flieger dann die Haupt- stadt Kataloniens. Zurück geht es um 11.25 Uhr aus der zweitgrößten Stadt Spaniens mit Zwischenlandung um 13.25 Uhr am Flughafen Wien-Schwe- chat und Landung am Heimatflughafen in Peking um 5.55 Uhr. Alle Zeitangaben sind Ortszeiten. Daneben baut Air China ihr Angebot in die USA weiter aus. Ab dem 10. Juni dieses Jahres können Passagiere non- stop von Peking nach Washington D.C. reisen. Neben New York, Los Angeles, San Francisco, Houston, Honolulu/Ha- waii und Vancouver ist die amerikani- sche Hauptstadt damit das siebte Ziel auf dem nordamerikanischen Kontinent, das von der Airline angeflogen wird. Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag findet der neue Flug mit den Flugnummern CA817 und CA818 statt. Jeweils um 13.00 Uhr verlässt eine Boe- ing B777-300 ER den Beijing Capital In- ternational Airport und erreicht den Regierungssitz der Vereinigten Staaten um 14.35 Uhr. Nach einem zweistündi- gen Aufenthalt hebt die Maschine um 16.35 Uhr ab und erreicht China am darauffolgenden Tag um 18.15 Uhr. Alle Zeitangaben sind Ortszeiten. ++++++++++++++++++++++++++++ AIRLINE NEWS © Artco - Fotolia.com
  • 14 AIRLINE NEWS © 4designersart - Fotolia.com © tackgalichstudio - Fotolia.com © JiSign - Fotolia.com AEROLÍNEAS ARGENTINAS Die größte argentinische Fluggesell- schaft erweitert ihr Streckennetz und fliegt seit dem 5. März dieses Jahres Pa- raná an. Täglich startet dann eine Ma- schine des Typs Embraer 190 ab Buenos Aires in die nordöstlich gelegen Haupt- stadt der Provinz Entre Ríos. Darüber hinaus hat die Airline seit dem 1. März dieses Jahres eine Flugverbin- dung zwischen Buenos Aires und der brasilianischen Großstadt Curitiba auf- genommen. Diese Destination wird fünfmal die Woche ebenso mit einem Jet des Typs Embraer 190 bedient. ++++++++++++++++++++++++++++ SCANDINAVIAN AIRLINES (SAS) Die skandinavische Fluggesellschaft bie- tet ihren Fluggästen ab April das über- arbeitete Vielfliegerprogramm EuroBonus an. Neu hinzugekommen ist die zusätzliche Status-Kategorie EuroBonus Diamond. Dies ist die höchste Kategorie, die Pas- sagiere bei SAS erhalten können. Viel- flieger mit EuroBonuns-Diamond-Status können eine Karte der Kategorie Gold an eine Person ihrer Wahl verschenken. Weiterhin verlieren die gesammelten Punkte während der Mitgliedschaft nicht ihre Gültigkeit. Mitglieder mit Gold-Status können ab sofort eine Karte der Kategorie Silber an eine beliebige Person vergeben und die Verfügbarkeit an Bonusreisen steigt. Au- ßerdem können Inhaber der EuroBonus- Gold-Karte zwei zusätzliche Gepäck- stücke mit an Bord nehmen. Daneben hat die Airline das Einstiegsle- vel für die Gold- und Silber-Mitglied- schaft gesenkt. Ab sofort reichen fünf Hin- und Rückflüge oder 20.000 Punkte, um sich für die silberne Kategorie zu qualifizieren. Den Goldstatus erhalten Vielflieger nun bereits mit 50.000 Basis- punkten (Ausnahme ist Norwegen mit 45.000 Punkten). Geändert wurde weiterhin die Bezeich- nung des Einstiegslevels EuroBonus Basic. Dieses heißt ab sofort EuroBonus Member. Mehr Infos zum Vielfliegerprogramm von SAS erhalten Interessierte unter http://www.flysas.com/en/de/eurobo nus/new-eurobonus/?WT.ac=EB_New_EB. ++++++++++++++++++++++++++++ LUFTHANSA Deutschlands größte Fluggesellschaft baut ihr Angebot ab Frankfurt weiter aus und bietet mit dem Sommerflugplan 2014 eine neue Verbindung von Frank- furt ins kanadische Montreal an. Zwi- schen dem 15. Mai und 12. Oktober dieses Jahres startet täglich außer mon- tags und samstags um 13.30 Uhr von Frankfurt eine Maschine ins südwestli- che Québec, wo sie um 15.35 Uhr lan- det. Zurück geht es um 17.10 Uhr mit Ankunft in Deutschland um 6.25 Uhr am Folgetag (alle Zeiten sind Ortszeiten). Bereits ab dem 30. März dieses Jahres kommt außerdem eine Verbindung von Frankfurt nach Valenica in den Flugplan. Dann startet täglich um 9.15 Uhr ein Flieger aus der größten Stadt Hessens in die im östlichen Teil Spaniens gelegene Großstadt. Die planmäßige Ankunft in der spanischen Hafenstadt ist um 11.40 Uhr. Nach einem kurzen Aufenthalt geht es von hier aus um 12.30 Uhr zurück nach Deutschland, wo der Airbus A-320 um 15.00 Uhr ankommt. Damit bietet die Kranich-Fluglinie künftig Direktver- bindungen zu sieben Zielen in Spanien an. ++++++++++++++++++++++++++++
  • NEUER TREND: BLIND BOOKING VON HOTELS Übernachtungen im Hotel sind derzeit gefragter denn je. Erst kürzlich meldete Eurostat, dass im vergangenen Jahr al- lein in den 28 Staaten der EU insgesamt 2,6 Milliarden Übernachtungen ver- zeichnet wurden. Noch vor gut einem Jahr befürchtete der Geschäftsreiseverband VDR höhere Übernachtungskosten in Hotels. Grund für diese Sorge war dem Verband zu- folge der Zusammenschluss der Online- Buchungsplattform hrs.de und hotel.de und deren Provisionserhöhung. Der VDR betonte allerdings, dass er nicht generell Preisveränderungen kritisiere. Vielmehr solle ein gesundes Gleichgewicht zwi- schen Anbietern und Kunden herrschen. Nun hat ausgerechnet hrs.de diese Be- fürchtung widerlegt, indem es einen neuen Trend unterstützt, bei dem Kun- den bis zu 60 Prozent bei der Buchung eines Hotels sparen können. »Blind Boo- king« oder auch »Hotel Roulette« heißt diese neue Modeerscheinung im Hotel- gewerbe. Dabei handelt es sich um eine Art überdimensioniertes Überraschungs- ei für Erwachsene. In der Pauschalur- laubs-Branche wird das Prinzip bereits seit längerem angewandt. Und das läuft folgendermaßen: Reiselustige Verbrau- cher geben vor der Buchung an, wieviel Geld sie ausgeben wollen und buchen quasi blind ihr Reiseziel. Festlegen kön- nen Sie dabei nur den Abflugort. Erst wenn die Buchung abgeschlossen ist, er- fahren Verbraucher, wo es hingeht. Diese Art der Urlaubsplanung erfordert somit ziemlich viel Flexibilität und Spon- taneität. Denn manch einer hofft wo- möglich auf Sonne, Strand und Meer und landet aber im winterlichen Schwe- den. Andererseits entdeckt man auf diese Weise Orte, die sonst nie auf der persönlichen Liste der beliebtesten Rei- seziele gestanden hätten. Nach einem ähnlichen Prinzip funktio- niert Blind Booking bei Hotelübernach- tungen. Der Reisende gibt an, welche Kategorie die Unterkunft haben soll und darf – anders als beim Pauschalurlaubs- Roulette – die gewünschte Stadt nennen und bekommt dann ein deutlich günsti- geres Hotelzimmer als auf herkömmli- chen Buchungsplattformen. Bei der HRS-Tochter Surprice Hotels geben Rei- sewillige zunächst die gewünschte Des- tination auf der Startseite ein und erhalten dann bereits eine Ergebnisliste von potenziellen Hotels. Aus dieser kön- nen sie sich das passende Hotel aussu- chen und auch dessen Lage bis auf wenige Meter genau erkunden. Sobald das Hotel gebucht ist, enthüllt Surprice Hotels, um welches Haus es sich handelt und verschickt alle buchungsrelevanten Daten sofort nach der Buchung auf einen Blick: Voller Hotelname, genaue Adresse des Hotels, Hotelbilder und alle Informationen zur Anreise. Nur eins ist dann für den Reisenden nicht mehr möglich: Einen Rückzieher zu machen. Storniert werden können Ho- telzimmer beim Blind Booking nämlich nicht. Das ist der Preis für den deutlich günstigeren Preis. 15 VERMISCHTES © Olivier Le Moal - Fotolia.com
  • 16 JEDER DRITTE DEUTSCHE URLAUBT ZU HAUSE Deutschland bleibt auch 2014 das be- liebteste Reiseland der Deutschen, wie der ADAC Reise-Monitor ergeben hat. In diesem Jahr wurden vom Marktfor- schungsinstitut TNS Infratest insgesamt 4.086 ADAC-Mitglieder zu ihren Reise- planungen befragt. Das Ergebnis: 37 Prozent der Befragten wollen ihren Haupturlaub dieses Jahr zu Hause ver- bringen. Auf den Plätzen zwei und drei der europäischen Top-Reiseziele liegen Spanien (14 Prozent) und Italien (12 Pro- zent). Bei den Fernreisen stehen die USA mit an oberster Stelle (4 Prozent), gefolgt vom Fernen Osten (3 Prozent) und den Karibischen Inseln (2 Prozent). Bade- und Strandurlaub ist bei den Hauptreisen weiterhin die beliebteste Urlaubsform (49 Prozent). Hoch im Kurs stehen auch Rundreisen (16 Prozent) und Wanderurlaube (13 Prozent). Hauptreisezeit sind die Sommermonate zwischen Mai und September. Am häu- figsten geht es mit dem Auto in den Ur- laub (50 Prozent), bei Flugreisen zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend (41 Prozent). EINWANDERER BEKOMMEN WENIGER RENTE Viele ausländische Zuwanderer in Deutschland bekommen im Alter eine deutlich niedrigere Rente als deutsche Ruheständler. Das geht aus einer kürz- lich veröffentlichten Studie im Auftrag des Bundessozialministeriums hervor. Danach lag die gesetzliche Rente von männlichen Ausländern im Jahr 2011 mit durchschnittlich 800 Euro pro Monat um etwa 300 Euro niedriger als die Rente von deutschen Männern. Auch die Renten von Ausländerinnen fielen mit durchschnittlich 452 Euro erheblich geringer aus als von deutschen Frauen mit etwas über 600 Euro. Ähnliches gilt für das Gesamt-Nettoein- kommen von deutschen Männern ohne ausländische Wurzeln: Dieses lag nach Angaben der Studie mit durchschnittlich knapp 1.800 Euro um mindestens 50 Prozent höher als bei allen anderen Gruppen (im Schnitt knapp 1.100 bis knapp 1.200 Euro). Bei den Nettoein- kommen von Frauen fiel die Differenz prozentual vergleichbar aus, allerdings auf einem deutlich geringeren Niveau (durchschnittlich 1.031 Euro bei Frauen mit deutscher Herkunft, 678 Euro bei Ausländerinnen). VERMISCHTES © NLshop - Fotolia.com © JiSign - Fotolia.com
  • 17 STUDIEREN IM AUSLAND: DIE VORTEILE Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums ist längst keine Seltenheit mehr. Allein im Studienjahr 2011/2012 waren rund 33.000 deutsche Studie- rende im Ausland und es werden jedes Jahr mehr. Galt ein Auslandssemester oder gar ein komplettes Auslandsstu- dium vor etwa einem Jahrzehnt noch als Karriere-Vorteil, setzen viele Unterneh- men diese persönlichkeitsbildende Maß- nahme inzwischen voraus. Insbesondere Absolventen, die später in einem inter- national tätigen Unternehmen arbeiten wollen, sollten mit Auslandserfahrung aufwarten. Fast die Hälfte der im Ausland tätigen Deutschen arbeitet derzeit in einem Land, in dem ein studienbezogener Aus- landaufenthalt absolviert wurde. Das hat kürzlich das HIS-Institut für Hochschul- forschung (HIS-HF) in Hannover in einer Studie herausgefunden. 85 Prozent der Befragten haben demnach während des Studiums sogar im selben Land ein Aus- landssemester oder Praktikum absol- viert. Bemerkenswert: Hochschulabsolventen, die im Rahmen ihres Studiums im Aus- land waren, unterscheiden sich von ihren ehemaligen Mitstudenten, die nicht auslandsmobil gewesen sind, in vielen Punkten. So sind sie beispiels- weise nach Abschluss des Studiums häu- figer im Ausland berufstätig – im Verhältnis etwa dreimal so häufig wie jene ohne Auslandserfahrung. AUSLANDSSTUDIUM ALS KARRIERE- TURBO? Doch inwieweit hat Auslandserfahrung auch Einfluss auf den Erfolg im Job und die Karriere? »Die Anzeichen dafür sind eher schwach. Auslandsaufenthalte wir- ken sich nur auf einige Indikatoren des Berufserfolgs und auch nur für be- stimmte Absolventengruppen positiv aus«, sagt Studienleiter Nicolai Netz. So gibt es zum Beispiel in punkto Arbeits- losigkeitsrisiko keine Unterschiede zwi- schen auslandserfahrenen und nicht auslandserfahrenen ehemaligen Stu- denten. Unabhängig davon lohnt sich ein Aus- landsstudium in jeder Hinsicht – was ehemalige Austauschstudenten immer wieder bestätigen. »Ich hatte mich wäh- rend meines BWL-Studiums dazu ent- schieden, für ein Auslandssemester an die Uni im schwedischen Karlstad zu gehen«, erinnert sich die ehemalige Erasmus-Austauschstudentin Susann Schöpp. »Für mich war diese Zeit abso- lut prägend, denn zum Ende meines Studiums beschlossen mein Partner und ich, nach Schweden auszuwandern und uns dort eine Existenz aufzubauen«, so Schöpp weiter. Inzwischen ist die zwei- fache Mutter stolze Besitzerin einer Mo- deboutique. DIE EIGENE KULTUR BESSER KEN- NENLERNEN Andere ehemalige Austauschstudenten finden während ihres Auslandsaufent- halts so einiges über sich selbst und die Wirkung ihres kulturellen Backgrounds auf andere Nationalitäten heraus. So er- ging es etwa Franziska Schulz, die ein Jahr in Barcelona studierte: »Die Spanier loben immer wieder unsere Effizienz und Pünktlichkeit, finden aber unsere Sprache nicht sonderlich angenehmen. Meine Mitbewohner in Barcelona sag- ten mir, dass jedes Telefonat, das ich auf Deutsch führte, so klinge, als würde ich mich streiten.« Um mehr über die Gastkultur kennen- zulernen, sollten deutsche Studenten möglichst wenig mit anderen Landesge- nossen unternehmen. Freunde im Gast- land lernt man beispielsweise kennen, indem man sich eine WG mit Einheimi- schen sucht oder an Uni-Aktivitäten wie dem Chor teilnimmt. Susan Salzbrenner schloss sich während ihres Auslandsse- mesters in Australien der Basketball- mannschaft an und schloss auf diesem Weg Freundschaften zu Locals. Doch wie sollten Studenten, die ein Aus- landsstudium absolvieren möchten, in Sachen Planung vorgehen? Der Deut- sche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat eine hilfreiche Checkliste zu- sammengestellt, auf der die wichtigsten Eckdaten erfasst sind. VERMISCHTES © nacroba - Fotolia.com
  • 18 GENERELL SOLLTEN FOLGENDE ASPEKTE BEI DER PLANUNG BE- RÜCKSICHTIGT WERDEN: 1. Auswahl der Hochschule und des Gastlandes 2. Finanzierung des Auslandsstudiums 3. Nachweis von Sprachkenntnissen 4. Möglichkeit, sich Studienleistungen anerkennen zu lassen 5. Wohnungssuche im Gastland 6. Visumbeschaffung für Länder außer- halb der Europäischen Union (EU) 7. Auslandskrankenversicherung ab- schließen DIE BESTEN INFOSEITEN ZUM THEMA AUSLANDSSTUDIUM Glücklicherweise gibt es im Internet in- zwischen mehr Informationen zum Thema Auslandsstudium als ein einzel- ner Mensch im Laufe seines Lebens ab- rufen könnte. Der Nachteil: Welche Seiten liefern wirklich verbindlich Aus- kunft über das Vorhaben »Studieren im Ausland«? Die Kunst ist es demnach, die Spreu vom Weizen zu trennen. Neben den von Staat und Europa geförderten Institutionen wie ERASMUS und ERAS- MUS Mundus sowie dem DAAD liefert das Portal Jobmensa wertvolle Informa- tionen und sogar Erfahrungsberichte von ehemaligen und aktuellen Aus- landsstudenten. Wer noch keine Vorstellung vom Ziel- land hat, kann sich auch von der Stati- stik inspirieren lassen. Die Top 3 der beliebtesten Studienländer der Deutsch- land sind: 1. Österreich (23 Prozent) 2. Niederlande (19 Prozent) 3. Großbritannien (11 Prozent) UND SO SIEHT DIE VERTEILUNG WELTWEIT AUS: FAZIT: Die Erfahrungsberichte von ehemaligen deutschen Austauschstudenten sind fast allesamt positiv. Viele von ihnen kehren in das Aufenthaltsland zurück, weil sie dort einen interessanten Job ergattert haben. Karriere-technisch spielt der Fak- tor Auslandserfahrung weiterhin eine Rolle. Oft ist er das berühmte »Zünglein an der Waage«, wenn es für ein Unter- nehmen gilt, sich für einen Kandidaten aus mehreren Bewerbern zu entschei- den. Der persönliche Gewinn, den ein längerer Auslandsaufenthalt nach sich zieht, ist ohnehin unschätzbar. VERMISCHTES © XtravaganT - Fotolia.com
  • 19 TIPPS FÜR SCHWANGERSCHAFT UND GEBURT IM AUSLAND Neun Monate fiebern alle Eltern dem aufregendsten Moment der Schwanger- schaft entgegen: der Geburt des Kindes. Verbunden damit sind nicht nur Vor- freude und Spannung, sondern auch Nervosität über die neuen Rollen. Oft- mals fühlt man sich unwissend, nicht ge- nügend vorbereitet auf dieses schrei- ende Bündel, für welches man nun die Verantwortung trägt. Stellen Sie sich jetzt vor, Ihnen wird mitgeteilt, dass Sie genau in dieser Lebensphase ins Aus- land gehen sollen. Überwältigend, oder? Unvorstellbar? Nun, tatsächlich befinden sich viele (zukünftige) Expat- Paare in dieser Situation. In einem ande- ren Land, in einer anderen Sprache und Kulturraum ein Kind zu bekommen, be- darf einige Extraschritte an Vorbereitung en und Recherche. 1. WIE GUT SPRECHEN SIE DIE LANDESSPRACHE? Obwohl man als Expat-Familie mit einer guten Versicherung ins Ausland ge- schickt wird, sollte man sich über eins im Klaren sein: Die Chancen, dass Ihre Schwangerschaft und Geburt im Aus- land auf Deutsch begleitet werden, sind gering. Standard in internationalen Krankenhäusern ist englisch, und oft- mals ist das nicht einmal des Arztes Muttersprache. Manche Versicherungen stellen einem für die wichtigsten Unter- suchungstermine und die Geburt einen Übersetzer zur Verfügung. Hier ist na- türlich vorher abzusprechen, ob eine fremde Person in diesem intimen Mo- ment erwünscht ist. Klären Sie daher vorher wie Sie vorhaben, in Notfallsitua- tionen und während der Geburt mit dem Personal zu kommunizieren. Sie wollen ja keine wichtigen Informationen über den Status ihres Babys oder dem Geburtsprozess dank ungelernter Voka- beln verpassen. 2. WIE VIEL HILFE UND UNTERSTÜT- ZUNG WÄHREND DER SCHWAN- GERSCHAFT UND DER GEBURT KÖNNEN SIE ERWARTEN? Eine große Frustrationsquelle für Schwangere im Ausland ist die anders- artige Vor- und Nachbereitung einer Ge- burt sowie die Schwangerschafts- begleitung. Man kennt diese Situation oftmals nur vom Hören/Sagen von Freun- den und Familie zuhause oder durch den Vergleich mit einer ersten Schwangerschaft im Heimatland. Zer- stören Sie sich durch den permanenten Vergleich und die Negativität nicht ihre Schwangerschaft! Versuchen Sie so sachlich wie möglich zu beurteilen, ob wirklich essentielle Bestandteile bei der Geburtsvorbereitung und Betreuung fehlen. Suchen Sie nach Netzwerken, Blogs von Familien oder internationalen Muttergruppen, die in Ihrer neuen Hei- mat entbunden haben. Deren Erfahrun- gen werden Ihnen wertvolle Tipps geben, um die Situation realistischer be- urteilen zu können. 3. WER WIRD SIE BEI DER GEBURT BEGLEITEN? Die Idee einer Geburt ohne Arzt im Raum verstört Sie? Oder Sie suchen schon seit Monaten nach einer Heb- amme oder Doula, obwohl jeder im Krankenhaus Sie dazu anrät, das Kind per geplanten Kaiserschnitt zur Welt zu bringen? Der Geburtsprozess wird in jedem Land unterschiedlich gehand- habt. Man ist jedoch eine gewisse Band- breite in internationalen Krankenhäu- sern gewöhnt. Als Patientin sollte man sich daher nicht scheuen, sich nach allen Alternativen zu erkundigen. 4. WAS IST NORMAL BEI EINER GEBURT IM AUSLAND? Wenn Sie mit Ihrem behandelnden Arzt Ihren Geburtsplan besprechen, werden sie feststellen, dass es oft kulturell ge- prägte Vorstellungen gibt, die nicht un- bedingt Ihren entsprechen. Seien Sie sich aber bewusst, dass jeder nur Ihr Bestes will. Das Beste kann jedoch von einer Kultur zur anderen sehr fremd und un- angepasst wirken. Heimgeburt ist zum Beispiel in den Niederlanden sehr üblich (20 Prozent aller Geburten, nach OECD Report 2009), während Länder wie die USA (30 Prozent Kaiserschnitte), China (46 Prozent), Türkei (42 Prozent) und Brasilien (bis zu 82 Prozent Kaiser- schnitte bei Frauen mit Privatversiche- rung) mehr zur geplanten Geburt neigen. Erklären Sie Ihrem Arzt Ihre Sor- gen und Wünsche, anstatt zu erwarten, dass man sie unaufgefordert sofort ver- steht. Man ist während der Schwanger- schaft dem Arzt nicht tatenlos aus- geliefert, sondern kann anhand von In- formationen, Erfahrungsberichten und einer Portion Durchsetzungsvermögen eine gewisse Entscheidungsmacht wah- ren (es sei denn, sie befinden sich in Not- fallsituationen). Bleiben Sie also bei Ihrem Idealgeburtsszenario standhaft. Dies ist leichter gesagt als getan, schließ- lich lässt sich eine Schwangerschaft und Geburt so ungleich schwerer kontrollie- ren und voraussagen wie etwa der Kauf eines Autos. Vertrauen Sie Ihrem In- stinkt: Die Geburt ist letztendlich ein Er- lebnis, welches sie lebenslang mit Ihrem Kind verbindet. GESUNDHEIT INTERNATIONAL © tackgalichstudio - Fotolia.com
  • 20 5. WIEVIEL PAPIERKRIEG SOLLTEN SIE BEI EINER GEBURT IM AUSLAND ERWARTEN? Obwohl der letztendliche Aufwand immer von Ihrer persönlichen Situation und dem Aufenthaltsland abhängt, muss jedes im Ausland geborene Kind in der Botschaft gemeldet werden, um die Mühlen für Papiere und Aufenthaltsge- nehmigung (falls nötig) loszutreten. In- formieren Sie sich am besten noch während der Schwangerschaft bei der lokalen Deutschen Botschaft über die benötigten Dokumente. Wichtig ist auch, dass das Kind zu einem Zeitpunkt persönlich vorgestellt werden muss. Falls Sie ein bi-kulturelles Paar sind, gilt es noch, Legalitäten zur dualen Nationali- tät abzuklären. Ebenso sollten Sie die örtlichen Prozesse nicht vergessen. Fin- den Sie heraus, wo das Kind lokal regi- striert werden muss, wo der Name angemeldet wird, wo es getauft werden kann (wenn Sie dies wünschen), und was es für Impfungen und Versiche- rungsnachweise braucht. Sollten Sie nicht verheiratet sein, gilt es ebenso, die Va- terschaftserklärung rechtsgültig zu ma- chen. 6. WAS KÖNNEN SIE IN PUNKTO MUTTERSCHUTZ UND ELTERNGELD ERWARTEN? Nun da Sie alle Hürden genommen haben, die Geburt überstanden ist und Sie Ihr Baby endlich in den Armen tra- gen, sollte man meinen, alles ist erledigt. Falls Sie aber während der Schwanger- schaft im Aufenthaltsland gearbeitet haben oder selbstständig tätig sind, können Sie unter Umständen mit El- ternzeit und Erziehungsgeld rechnen. Je nachdem, wo Sie gemeldet sind, sollten Sie in Erfahrung bringen, ob Sie sich für Kindergeld qualifizieren. Ebenso hat jedes Land andere Regeln für arbeitende Mütter, mit denen Sie sich spätestens jetzt auseinandersetzen sollten. Mit der Ausnahme von vier Ländern der Welt (Liberien, Swasiland, Papua-Neuguinea, und den USA) kann man mit gesetzlich unterschiedlich langem Mutterschutz rechnen. Während dieser Zeit sind Sie rechtlich geschützt und erhalten eine monatliche finanzielle Unterstützung, die sich entweder prozentual an Ihrem Gehalt oder einer festgelegten Rate ori- entiert. Zugegebenermaßen hört sich eine Schwangerschaft und Geburt im Aus- land immer sehr abenteuerlich an. Aber mit entsprechender Vorbereitung, Infor- mation und Unterstützung wird es eine einmalige Erfahrung und ein wunderba- rer Start in das ereignisreiche Leben Ihres Kindes. ZUR AUTORIN: Susan Salzbrenner hat selbst zwei Kin- der im Ausland zur Welt gebracht (Dä- nemark) und lebte während ihrer zweiten Schwangerschaft in China. Sie ist zertifizierte interkulturelle Traine- rin (www.fitacrossculteres.com) und aus- gebildete Psychologin. Sie beschäftigt sich vor allem mit den Themen interkul- turelle Kommunikation, Vielfalt & Inklu- sion und Organisationspsychologie im internationalen Kontext. Nach Aus- landsaufenthalten in den USA, Austra- lien, Dänemark und China lebt sie momentan in Frankreich. GESUNDHEIT INTERNATIONAL © avix - Fotolia.com
  • VAE FÜHREN WEHRPFLICHT EIN Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) führen für erwachsene Staatsbür- ger die Wehrpflicht ein. Das Berichtet das Beratungsunternehmen InterGest MiddleEast. So hat Sheikh Mohammed bin Rashid al- Maktoum Anfang des Jahres verkündet, dass der zukünftige Wehrdienst grund- sätzlich zwei Jahre dauern wird. Männer zwischen 18 und 30 Jahren mit Hoch- schulabschluss müssen allerdings nur neun Monate dienen. Für Frauen bleibt der Militärdienst freiwillig. Zur Begrün- dung sagte Sheikh Mohammed, die Wehrpflicht werde vor allem das Natio- nalgefühl der jungen Emiratis stärken. Bislang bestehen die emiratischen Streit- kräfte im Wesentlichen aus der Union Defence Force, die sich aus dem Heer (ca. 50.000 Mann), Marine (3.500 Mann) und Luftwaffe (4.500 Mann) zusam- mensetzt. Drei Teilemirate verfügen zu- sätzlich über eigene Streitkräfte, die als so genannte Regionalkommandos be- zeichnet werden (Abu Dhabi, Dubai und Ras al Khaimah). In absoluten Zahlen lässt sich die Größe der Streitkräfte der VAE bislang auf rund 52.000 Mann be- ziffern. Der Eintritt in die Armee war bis- lang absolut freiwillig, eine Wehrpflicht gab es in den VAE nicht. 21 AUS ALLER WELT © Stephen Finn - Fotolia.com © Gina Sanders - Fotolia.com © photology1971 - Fotolia.com IMPRESSUM HERAUSGEBER: BUND DER AUSLANDS- ERWERBSTÄTIGEN E.V. KÜHNEHÖFE 3 22761 HAMBURG TEL. +49-40-306874-0 WWW.BDAE.COM REDAKTION: ANNE-KATRIN SCHULZ (verantwortlich) akschulz@bdae.com SANJA ZIVKOVIC GESTALTUNG / LAYOUT: PRADEEP DHARMAPALAN LEKTORAT: ANDREA KRAUS COPYRIGHT: DIE BEITRÄGE IM BDAE- NEWSLETTER SIND URHE- BERRECHTLICH GESCHÜTZT UND DÜRFEN NICHT OHNE SCHRIFTLICHE GENEHMI- GUNG DURCH DEN HERAUS- GEBER REPRODUZIERT WERDEN. DIE BEITRÄGE DES BDAE- NEWSLETTERS SPIEGELN DIE MEINUNG DER REDAKTION UND NICHT UNBEDINGT DIE DES BDAE WIDER. BESUCHERREKORD FÜR MACAU Mehr als 29,3 Millionen Gäste verzeich- nete das chinesische Macau im Jahr 2013. Das entspricht einem Anstieg von vier Prozent. Wie das Portal www.tip.de berichtet, kommt die überwiegende Mehrheit der Gäste – rund 26 Millionen – aus China, dem nahen Hongkong sowie Taiwan. Leichte Zuwächse gab es auch für die Besucher aus Deutschland – plus 1,35 Prozent auf insgesamt 29.717 Besucher. Ebenfalls im Plus war die Schweiz mit 7.658 Gästen (plus 1,82 Prozent). Die Gästezahlen aus dem österreichischen Markt gaben leicht auf 4.238 Personen nach (minus 3,13 Pro- zent). Aktuell gibt es in Macau 102 Ho- tels und Pensionen mit insgesamt 28.800 Zimmern. Die Auslastung lag 2013 bei 82,5 Prozent. LEBENSHALTUNGSKOSTEN WELTWEIT VERGLEICHEN Was kostet eigentlich eine Taxifahrt in Neuseeland? Wie teuer sind Zigaretten in Indien? Was muss ich für ein Glas Bier auf den Philippinen bezahlen? Ist ein Big Mac eigentlich woanders günstiger als bei mir vor Ort? Ist ein Restaurantbesuch in Frankreich vergleichsweise teuer? Sol- che oder ähnliche Fragen hat sich sicher jeder schon mal gestellt. Nur wo findet man die Antworten? Ab sofort auf der Seite www.eardex.com. Eardex ist ein kostenloses Vergleichsportal für welt- weite Lebenshaltungskosten, eine Art Wiki für Preise in allen Städten, Regio- nen und Ländern dieser Welt. Dazu sammelt die Datenbank die lokalen Preise von mehr als 45 Produkten wie zum Beispiel Bier sowie von Hotels, Res- taurants und anderen Einrichtungen. Die Daten stammen von den Nutzern der Website, die nach dem Prinzip der »Weisheit der Vielen« funktioniert. Da- mit eignet sich die Seite als eine Infor- mationsquelle für Backpacker, Touristen, Geschäftsreisende, Auswanderer, Expats und Globetrotter aller Art.