Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juni 2013
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n der Juni-Ausgabe des BDAE-Newsletters “Leben und Arbeiten im Ausland” stellen wir unter anderem ein neues Kinderbuch vor, das sich speziell an die Zielgruppe von Expat-Familien richtet und ihr ...

n der Juni-Ausgabe des BDAE-Newsletters “Leben und Arbeiten im Ausland” stellen wir unter anderem ein neues Kinderbuch vor, das sich speziell an die Zielgruppe von Expat-Familien richtet und ihr könnt ein spannendes Interview mit einer Auswanderin lesen, die seit vielen Jahren im südafrikanischen Kapstadt glücklich ist.

Weitere Beiträge informieren etwa darüber, welche Voraussetzungen für den Bezug von Auslandsrente gegeben sein müssen, wann die Reiserücktrittsversicherung auch wirklich zahlt und warum Reisende wegen einer Flugverspätung in einem Hotel zwangsübernachten müssen, das einen niedrigeren Status hat als etwa das Hotel in der Urlaubsdestination.

Unser Business-Knigge Japan liefert grundlegende Tipps und Verhaltensregeln für die Reise ins Land der aufgehenden Sonne und ein weiterer Beitrag erläutert, was bei Bauch- und Magenschmerzen im Ausland hilft.

Interessante Kurzmeldungen finden Sie des Weiteren in den Rubriken „Airline News“, „Vermischtes“ und „Aus aller Welt“. So will China beispielsweise ein Gesetz zugunsten von Touristen einführen und Deutschland ist einer internationalen Studie zufolge das meist geschätzte Land der Welt.

Der BDAE e.V. wünscht eine gute Unterhaltung.

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Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juni 2013 Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juni 2013 Document Transcript

  • 1 EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, Expat-Familien müssen oft mit erleben, dass befreundete Familien mit ihren Kin- dern das gemeinsam Entsendeland ver- lassen. Mit neu zugezogenen Expats werden wiederum auch neue Freund- schaften geknüpft. Insgesamt ist das Kommen und Gehen an den Expatriate- Destinationen der Welt schon eine be- sondere Situation für die Kleinen. Ein neues Kinderbuch - geschrieben von der Frau eines Expats für die gemeinsamen zwei Kinder - befasst sich auf spieleri- sche Art mit genau diesem Thema. Nä- heres über die empfehlenswerte Lektüre erfahren Sie auf der Seite 2. Die einen leben für eine längere Zeit im Ausland, die anderen lernen die Welt über Urlaubsreisen kennen. Leider kommt es vor, dass der Urlaub storniert werden muss. Wann die Reiserücktritts- versicherung zahlt und welche die häu- figsten Stornierungsgründe sind, er- lläutert ein Beitrag auf der Seite 5. Schlechte Karten haben übrigens Rei- sende, deren Flieger dermaßen verspä- tet ist, dass sie in der Nähe des Ab- flughafens übernachten müssen. Was ein aktuelles Gerichtsurteil zu diesem Thema ergeben hat, darüber informiert ein Beitrag auf der Seite 6. Wer plant, in absehbarer Zeit nach Japan zu reisen, findet ein paar grund- legende Tipps und Verhaltensregeln in unserem Business-Knigge ab der Seite 7. Ein weiterer Artikel auf der Seite 13 lie- fert praktische medizinische Hinweise darüber, was zu tun ist, wenn Sie im Ausland mit Bauch- und Magenschmer- zen zu kämpfen haben. Interessante Kurzmeldungen finden Sie auch wieder in unseren Rubriken Vermischtes und Aus aller Welt. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lek- türe und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihr Andreas Opitz NEWSLETTER JUN13 INHALT BDAE INTERN Buchtipp für Expat-Kinder: Freundschaft in Dubai ......2 Lesertipps.............................2 DAS INTERVIEW “In Südafrika lebt man im Hier und Jetzt“ ....................3 RECHTLICHES Rente im Ausland: Die Voraussetzungen...............5 Reiserücktritt: Wann die Versicherung zahlt ............5 Bei Flugverspätung geht Zweckmäßigkeit vor Luxus 6 Keine Steuervorteile für Grenzpendler in der Schweiz................................6 EXPATRIATES Business-Knigge Japan ..........7 AIRLINE NEWS Sicherste Airlines der Welt..9 Neues von den Airlines .......9 VERMISCHTES Beliebtes Bangkok ............11 Deutschland weltweit am meisten geschätzt ...........12 Guess where ......................12 Deutsche verlassen Spanien..............................12 GESUNDHEIT INTERNATIONAL Was bei Bauch- und Magenschmerzen auf Reisen hilft.......................13 ... FORTSETZUNG AUF SEITE 2 ...
  • BUCHTIPP FÜR EXPAT-KINDER: FREUNDSCHAFT IN DUBAI »Friendship is about Dubai« lautet der Titel eines wunderbar illustrierten Bilder- buches für Kinder von Expats in Dubai. Die Handlung: Die kleine Eule Okelani zieht von weit her mit ihren Eltern nach Dubai. In der Schule lernt sie Tarun den Tiger, Lou das Nilpferd und Dina das Kamel kennen. Die bunt gemischte Truppe (repräsentativ für den Schmelz- tiegel Dubai) erkundet gemeinsam mit Okelani die Attraktionen in und um Dubai und erfährt den Wert von Freund- schaft. Jeder Ausflug wird von der Autorin und Illustratorin Stefanie Opitz in spieleri- schen Reimen erläutert und endet stets mit einer Erkenntnis über das Wesen der Freundschaft. Gleichzeitig schafft es die Autorin, Kindern die Angst vor einem Ortswechsel zu nehmen – denn egal, wo sie sind, an jedem Ort der Welt werden sie Freundschaften knüpfen können. Stefanie Opitz ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen und lebt seit mehreren Jahren mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Dubai. „In den letzten fünf Jahren haben wir oft gute Freunde Dubai verlassen sehen und waren er- staunt, dass kein Kinderbuch über das Kommen und Gehen von Expat-Familien zu finden war. Gibt’s ja nicht, dachten wir“, erinnert sich Stefanie Opitz, die dann kurzerhand beschloss, selbst ein Buch darüber zu schreiben und an ihr altes Hobby dem Malen und an bunt il- lustrierten Kinderbüchern anzuknüpfen. Sie dachte sich zunächst ein Storyboard aus, schrieb den Text und fing an, mit Papier und Pinsel zu Malen. An dieser Technik verzweifelte sie jedoch und lernte dann an einem Mac, mit Photo- shop und Tablet zu zeichnen. Auf dem Emirates Festival of Literature erhielt sie von mehreren Bestsellerautoren den Tipp, die Texte für die Kinderbücher zu reimen. Also reimte sie mit ganz viel Muße, illustrierte noch mehr Bilder und layoutete das Buch schließlich neu. Das englischsprachige Buch »Friendship is about Dubai« ist eine tolle Lektüre für drei bis achtjährige Kinder, deren Eltern ins Ausland gehen. Aber auch Erwach- sene haben ihren Spaß beim Lesen des Buches, das Erinnerungen an »Der kleine Prinz« wach werden lässt. Die lee- ren Seiten am Ende des Buches, in die eigene Fotos eingeklebt werden kön- nen, macht das Buch zu einem ganz persönlichen Erlebnis. Buchinformationen: Stefanie Opitz: Friendship is about Dubai; 75 AED (rund 15 Euro); ISBN: 978-9948- 20-057-4; Bezug über Facebook: https://www.facebook.com/Friendship- IsAboutDubai. Dort sind alle Verkaufs- stellen aufgelistet und Interessierte haben die Möglichkeit, der Autorin per- sönlich eine Nachricht zu schicken. LESERTIPPS Die BDAE-Newsletter-Redaktion hat von einem Leser Tipps zu den Themen »Als Rentner ins Ausland« und »Urlaubs- knigge« erhalten. Hinsichtlich einer Adressänderung bei Rentenbezug im Ausland empfiehlt der Leser, sich im Wohnsitzstaat ein Postfach einzurichten, somit entfällt die Adress- änderung. Dies hilft auch, wenn es am Wohnort im Ausland keine Straßenna- men auf Englisch gibt. Weiterhin rät er Rentnern im Ausland, sich die Rente auf einem deutschen Konto auszahlen zu lassen, um etwa Doppelbesteuerungen zu vermeiden. In Sachen Urlaubsknigge weist er darauf hin, dass es in Taiwan kein klassisches Trinkgeld gibt. Entweder werden zehn Prozent auf die Rechnung im Restaurant oder im Hotel aufgeschlagen oder es bleibt beim ursprünglichen Rechnungs- wert. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld und reagieren eher verwirrt, wenn Fahr- gäste ihnen mehr als den ausgewiese- nen Preis zahlen. Einzige Ausnahme hinsichtlich der Vergabe von Trinkgeld ist der Page im Hotel. Dieser bekommt in der Regel 50 taiwanesische Dollar (rund 1,25 Euro) pro Koffer – und dies bereits seit knapp 30 Jahren. Des Weiteren hat unser Leser herausge- funden, dass es das Wort Trink- geld im japanischen Sprachge- brauch nicht gibt. 2 BDAE INTERN © mapoli-photo - Fotolia.com ... AUS ALLER WELT App für Neu-Schweizer.....14 Neues Tourismus-Gesetz in China............................14 Taiwan: Kostenlose Internet- verbindung für Touris .....14 IMPRESSUM .................... 14
  • BDAE: Wann und aus welchen Gründen hat es Sie nach Südafrika verschlagen? Teufel: Ich habe damals für die P l a t t e n f i r m a EMI/Elektrola gearbeitet und bin als Kunden- betreuerin einer Künstlerin für ei- nen Musikvideo- Dreh nach Süd- afrika geschickt worden. Das war im Jahr 2002. Ich habe mich sofort in das Land verguckt. Nach diesem Projekt ging es zurück nach Hamburg, wo ich bis dato lebte. Ich war zu diesem Zeit- punkt nicht besonders glücklich mit mei- nem Job, deshalb bewarb ich mich kurzerhand bei der Firma, für die ich da- mals den Job in Südafrika gemacht hatte und wurde tatsächlich für eine Sai- son als Produzentin gebucht. Eine klas- sische Saison dauert in Südafrika un- gefähr von November bis Mitte April. Danach flog ich wieder zurück nach Hamburg und überlegte mir, wie es wei- tergehen sollte. Ich sagte mir, jetzt oder nie und bewarb mich erneut für einen Auftrag, so dass ich ein halbes Jahr spä- ter im Jahr 2004 nach Südafrika auswan- dern konnte. Arbeitstechnisch habe ich mich zum Glück schnell etablieren kön- nen, inzwischen arbeite ich als freie Line Producerin für Cyclone Films, ein Unter- nehmen, das internationale Werbefilme produziert. BDAE: Warum hat Sie das Land bezie- hungsweise Kapstadt, wo Sie jetzt leben, so »gepackt«? Teufel: Die Menschen sind einfach lo- ckerer und offener, sehr freundlich, zudem sind sie weniger statusbezogen als etwa in Deutschland. Und dann haben mich die vielen unterschiedlichen Kulturen wahnsinnig fasziniert. Süd- afrika ist von jeher ein »melting pot«. Dann hat Kapstadt einen immens hohen Freizeitwert. Aufgrund der Lage am Meer gibt es ein richtiges Strandleben und die Natur ist atemberaubend. Man kann wandern gehen und aufgrund des überwiegend schönen Wetters gibt es so viele Möglichkeiten, etwas draußen zu unternehmen. Die Lebensqualität ist dadurch ziemlich hoch, was ich sehr schätze. BDAE: Gibt es etwas, das Sie an Süd- afrika weniger mögen? Wie steht es etwa um die Kriminalität? Erst vor Kur- zem sorgte der Mord an der Freundin des Paralympic-Siegers Oscar Pistorius für weltweite Schlagzeilen. Teufel: Das war sehr tragisch, zumal ich dessen Freundin Reeva Steenkamp wäh- rend eines Filmdrehs persönlich kennen- gelernt hatte. Eine sehr nette Person war sie. Man muss aber unterscheiden zwi- schen dem, was in den Medien regel- recht hochgepusht wird und wie die Realität aussieht. Südafrika hat ein Pro- blem mit der Kriminalität – ohne Frage. Statistisch gesehen sind insbesondere die Townships, also die weiter außerhalb gelegenen ärmeren Gegenden betrof- fen. Ich selbst lebe seit Jahren in einer Mittelklassegegend. Ich habe keine hohe Mauer, die mein Haus abschirmt und bin bislang nie Opfer eines Überfalls geworden. Ich kann mich auch abends noch frei bewegen und fühle mich si- cher. Aber ja, auch in meinem Umfeld habe ich es schon erlebt, dass Menschen ausgeraubt wurden. Wer in Kapstadt lebt, weiß mit der Zeit, wie man sich entsprechend verhält und bewegt. Es ist natürlich nicht empfehlenswert, Reich- tum oder Schmuck zur Schau zu stellen, wenn man sich beispielsweise in Ge- genden mit einer hohen Verbrechens- quote bewegt. Alles in allem fühle ich mich überhaupt nicht bedroht. Die Art der Berichterstattung über Süd- afrika in Deutschland ist oft sehr eindi- mensional. Ähnliches passiert allerdings auch in der internationalen Presse, wenn beispielsweise in Deutschland Neonazis Ausländer angreifen. Das gibt es und es ist schlimm, allerdings ist dies nicht re- präsentativ für den Zustand eines gan- zen Landes. BDAE: Wie empfinden Sie den Zustand Südafrikas? Teufel: Diese Region ist nach wie vor die wirtschaftlich stärkste ganz Afrikas. Ich bin politisch sehr interessiert und infor- miere mich praktisch täglich über die Entwicklung des Landes. Was mich be- trübt, ist die Tatsache, dass es trotz der wirtschaftlichen Stärke immer noch so viel Armut gibt. Und mittlerweile sind die Lebensmittelpreise deutlich gestie- gen. Als ich vor mehr als zehn Jahren das erste Mal nach Kapstadt reiste, kos- tete ein Bier noch 7 Rand, inzwischen sind es etwa 18. Für Milch zahlte man 3 bis 4 Rand, heute schon 10. Ich frage mich, wie die arme Bevölkerung über die Runden kommt. Auch die Korrup- tion grassiert weiter. Hier interessiert die meisten Menschen nicht, ob Politiker ehrlich und rechtschaffend sind. Das ist in Deutschland deutlich anders. Dort funktioniert die kontrollierende Macht der Medien immer noch sehr gut. Manchmal denke ich, dass es nicht scha- den könnte, wenn neben der seit 20 Jahren amtierenden Partei ANC noch eine zweite starke Partei mit das Ruder übernehmen würde. BDAE: Warum? 3 DAS INTERVIEW »IN SÜDAFRIKA LEBT MAN IM HIER UND JETZT« Die Werbefilmproduzentin Anja Teufel wanderte vor vielen Jahren nach Südafrika aus, nachdem sie sich in das Land verliebte. Was sie an ihrer Wahlheimat Kapstadt schätzt und wie Auswanderer dort Fuß fassen können, erzählt sie im Interview. © herb-art - Fotolia.com
  • 4 Teufel: Der ANC ist traditionell die Par- tei der Schwarzen, die hier natürlich in der Mehrheit sind. Die Weißen sind eine sehr kleine Minderheit. Manchmal habe ich aber den Eindruck, der ANC verlässt sich zu sehr auf die »race card« und ver- spürt deshalb keinen besonders hohen Druck, seine Politik zu ändern. Es wun- dert mich, dass es noch keine Aufstände vom Kaliber des Arabischen Frühlings gegeben hat. Aber das spiegelt die Mentalität der Menschen wider. Süd- afrikaner sind sehr friedlich und gedul- dig. Dennoch frage ich mich, ob dies in Zukunft so bleibt. BDAE: Welche besonders augenfälligen interkulturellen Unterschiede nehmen Sie in Südafrika verglichen mit der deut- schen Mentalität wahr? Teufel: Mein Partner, der gebürtiger Südafrikaner ist, sagt oft zu mir, dass ich zu ernst sei und das Leben an sich viel zu ernst nehme. Auf den Punkt ge- bracht leben Südafrikaner im Hier und Jetzt und die Deutschen im Morgen. Unser Sicherheitsdenken ist viel ausge- prägter. Die meisten Südafrikaner haben zum Beispiel keine Krankenversiche- rung, es gibt auch keine Pflicht, sich ab- zusichern. Die Deutschen leben viel mehr in Sorge, vor dem, was kommen könnte. Wenn ich deutsche Nachrichten verfolge, fällt mir auf, dass diese grund- sätzlich besorgter und negativer klingen als die News hierzulande. Das deutsche Sicherheitsdenken, die Gründlichkeit und Zuverlässigkeit wird hier einerseits sehr geschätzt. Dieses Feedback be- komme ich auch oft im Job. Auf der an- deren Seite nervt es die Einheimischen auch manchmal und dann heißt es, man solle nicht alles zu genau nehmen. Diese positive Herangehensweise gefällt mir aber sehr gut und die Praxis zeigt – denken Sie nur an die Fußball-WM 2010 – dass es irgendwie doch immer klappt. Und wenn auch nur auf dem allerletz- ten Drücker. BDAE: Haben Sie manchmal Heimweh nach Deutschland? Teufel: Heimweh habe ich nur nach meinen Eltern und alten Freunden. Aber diese besuche ich einmal im Jahr für fünf bis sechs Wochen, meistens im deutschen Sommer. Und dann freue ich mich auf die gute schwäbische Küche, das tolle Angebot im Supermarkt – ins- besondere die Milchprodukte wie Jo- ghurt – und auf die deutsche Effizienz und Kompetenz. BDAE: Inwiefern? Teufel: Man muss schon sagen, dass Deutschland etwa in bürokratischen Fra- gen sehr kompetent ist. Das merke ich immer wieder, wenn ich mit dem Flieger gelandet bin. Es soll nicht herablassend klingen, aber vor den deutschen Beam- ten habe ich schon Respekt. Man merkt, dass sie wissen, was sie tun und gut aus- gebildet sind. Das kann man von den südafrikanischen Beamten nicht unbe- dingt behaupten. BDAE: Viele Deutsche träumen vom Auswandern nach Südafrika. Was emp- fehlen Sie diesen, damit der Traum er- folgreiche Realität wird? Teufel: Nach meinen Beobachtungen gibt es hier zwei Typen von Auswande- rern: Zum einen sehr wohlhabende Deutsche, die sich hier eine Immobilie zugelegt haben und sich darin nieder- lassen. Diese führen oft ein Leben wie in Deutschland. Sie bewegen sich fast aus- schließlich in der deutschen Community, schauen deutsches Fernsehen und lesen deutsche Zeitungen. Die zweite Variante des Auswanderns ist, als junger Mensch einen Job zu fin- den und sich hier ein Leben aufzubauen. Ich empfehle jedem, zunächst ein Prak- tikum zu absolvieren, um zu erkunden, ob einem Land und Leute liegen. Ledig- lich Urlaub zu machen, verschafft einem keinen realistischen Eindruck vom Leben. Es ist allerdings nicht leicht, einen festen Job zu finden, denn es gibt das soge- nannte Black Economic Empowerment (BEE), eine Art Quote, bei der Schwarze bevorzugt eingestellt werden oder einen Studienplatz erhalten. Dessen sollte sich jeder potenzielle Südafrika-Einwanderer bewusst sein. Den besten Start hat man, wenn man von einer deutschen Firma mit einem deutschen Gehalt nach Süd- afrika entsandt wird. Grundsätzlich empfehle ich wirklich jedem, zumindest einmal nach Kapstadt zu reisen. Es ist einfach die schönste Stadt Südafrikas. Sowohl aus architek- tonischer als auch aus landschaftlicher Sicht. Unser Haus ist etwa einen Kilo- meter vom West Coast Strand entfernt, von dem aus man auf den Tafelberg blickt. Es ist einfach traumhaft hier. DAS INTERVIEW © Riaan van den Berg - Fotolia.com
  • RENTE INS AUSLAND: DIE VORAUSSETZUNGEN Wer im Ausland arbeitet und lebt, zahlt im Laufe des Berufslebens in verschie- dene Systeme der sozialen Sicherheit ein. So unterschiedlich diese sind, eins haben sie meistens gemeinsam: Eine Rente kann nur gezahlt werden, wenn bestimmte Fristen eingehalten und Min- destversicherungszeiten erfüllt werden. Darauf weist die Deutsche Rentenversi- cherung Bund in Berlin hin. Zurückgelegte Zeiten innerhalb der Ren- tenversicherung aus verschiedenen Län- dern können zusammengerechnet wer- den, um die in den einzelnen Ländern jeweils vorgeschriebenen Mindestversi- cherungszeiten zu erfüllen. So erfüllt zum Beispiel ein Versicherter, der 15 Jahre in Deutschland und 20 Jahre in Frankreich gearbeitet hat, die Mindestversicherungszeit von insgesamt 35 Jahren für das Alterssalär für lang- jährig Versicherte.Sind alle Vorausset- zungen erfüllt, zahlt jedes Land aus seinen Zeiten eine eigene Rente. Eine gemeinsame Altersrente von einem Land für andere Länder gibt es nicht. Grundlage für die Zahlung sind die in den Ländern zu berücksichtigenden Zei- ten. Wer die Mindestversicherungszeit trotz der Zusammenrechnung der Zeiten nicht erfüllt und dadurch keine Rente er- halten kann, kann sich die Beiträge unter bestimmten Voraussetzungen auch erstatten lassen. Eine Zusammenrechnung der Zeiten er- folgt nach europäischem Gemein- schaftsrecht im Verhältnis zu den Staa- ten der Europäischen Union und zusätz- lich im Verhältnis zu Liechtenstein, Island, Norwegen und der Schweiz. Mit vielen anderen Staaten hat Deutschland Sozialversicherungsabkommen (SVA) geschlossen, etwa mit Tunesien, der Türkei, den USA und Australien, die ent- sprechende Regelungen enthalten. Mehr Infos unter www.deutsche-renten- versicherung.de oder www.expat- news.com. RECHTLICHES 5 REISERÜCKTRITT: WANN DIE VERSICHERUNG ZAHLT Jeder fünfte Deutsche musste schon ein- mal seinen Urlaub stornieren. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungs- instituts forsa im Auftrag des Online- Versicherers Cosmos Direkt ergeben. Doch wann erstattet eine Reiserücktritt- versicherung die Kosten des Urlaubs? Etwa bei einer schweren Unfallverlet- zung, bei einer unerwartet schweren Er- krankung, einer Schwangerschaft oder Impfunverträglichkeit. Dies gilt für alle Versicherten und ihnen nahe stehenden Personen. Ebenso werden die Kosten bei einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber oder bei einem Arbeitsplatzwechsel erstattet. Auch wenn kurz vor Reisebeginn ein un- vorhergesehenes Ereignis wie zum Bei- spiel ein Brand in der eigenen Wohnung große Schäden anrichtet, springt die Versicherung ein. Wann werden die Kosten bei Reiseab- bruch erstattet? Wer sich im Urlaub bei einem Unfall schwer verletzt oder uner- wartet schwer erkrankt, erhält von der Versicherung die Kosten zurück, die beim unvorhergesehenen Reiseabbruch entstehen. Dies können etwa Kosten für die außerplanmäßige Beendigung der Reise, die Verlängerung des Aufenthalts oder nicht genutzte Reiseleistungen sein. Voraussichtlich 1.128 Euro pro Person werden die Deutschen der Umfrage zu- folge durchschnittlich für ihren Urlaub in diesem Jahr ausgeben. Die meist ge- nannten Gründe für die Stornierung des Urlaubs sind Unfall oder Krankheit (69 Prozent), berufliche Verpflichtungen (17 Prozent), ein Todesfall (neun Prozent), eine Naturkatastrophe im Urlaubsland (drei Prozent) und Schwanger- schaft (drei Prozent). © PhotoSG - Fotolia.com © PhotoSG - Fotolia.com
  • 6 BEI FLUGVERSPÄTUNG GEHT ZWECKMÄSSIGKEIT VOR LUXUS Muss die Fluggesellschaft wegen einer Verspätung des Fluges eine Übernach- tung stellen, braucht dies kein Fünf- Sterne-Hotel zu sein, selbst wenn die Reisenden diese Kategorie am Urlaubs- ort gebucht hatten. Das geht aus einem kürzlich gefällten Urteil des Amtsge- richts Frankfurt hervor (Az.: 30 C 1275/ 12 [71]). Wie das Portal tip.de berichtet, hatte im betreffenden Fall eine Gruppe einen Flug von Dubai nach Frankfurt gebucht. Durch eine beträchtliche Verspätung fand dieser Flug erst am darauf folgen- den Tag statt. Das von der Airline da- raufhin angebotene Zimmer in einem Hotel, das sich zwei Stunden entfernt vom Flughafen befand, lehnten die Rei- senden wegen der Entfernung und der schlechteren Kategorie als der von ihnen ursprünglich gebuchten ab. Sie buchten selbst ein Hotel am Flughafen und for- derten die Kosten von der Fluggesell- schaft zurück. Diese Forderung wurde vom Gericht zurückgewiesen. Denn die EU-Fluggastrechteverordnung mache über die Unterbringung nur die Angabe, dass sie angemessen sein müsse. Eine nahe gelegene und einfache Unterkunft sei ausreichend. Den Fluggesellschaften sei außerdem nicht zuzumuten, die je- weilige von den Fluggästen gebuchte Kategorie in Erfahrung zu bringen und die Übernachtungen dementspre- chend zu organisieren. © julvektoria - Fotolia.com KEINE STEUERVORTEILE FÜR GRENZPENDLER IN DER SCHWEIZ Da die Schweiz weder zur EU noch zum EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) ge- hört, kommen Eheleute, die in der Schweiz wohnen und ihr Einkommen größtenteils in Deutschland erzielen, weder in den Genuss der Zusammen- veranlagung mit Splittingtarif noch kön- nen sie die anderen familienbezogenen Steuervorteile erhalten. Das meldet das Portal www.steuersparen.de. Der Europäische Gerichtshof hat ent- schieden, dass es mit dem Freizügig- keitsabkommen Schweiz-EU nicht ver- einbar ist, dass Eheleuten, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben und ihr Einkommen in Deutschland erzielen, die Zusammenveranlagung mit Splittingta- rif bei der deutschen Steuerveranlagung im Rahmen der unbeschränkten Steuer- pflicht auf Antrag verweigert wird (EuGH-Urteil vom 28.2.2013, C-425/ 11). Das bedeutet: Nach Auffassung des EuGH ist bezüglich der fiktiven unbe- schränkten Steuerpflicht die Schweiz aufgrund des Freizügigkeitsabkommens den EU-/EWR-Mitgliedsstaaten gleichzu- stellen. Hintergrund: Grenzpendler sind Perso- nen, die im Ausland wohnen und in Deutschland ihr Einkommen erzielen und versteuern. Sie können sich hier auf Antrag als unbeschränkt einkommen- steuerpflichtig behandeln lassen und so von personenbezogenen Steuervergüns- tigungen, wie Vorsorgeaufwendungen, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen, profitieren. Ob jemand als »Grenzpendler« gilt und sich deshalb in Deutschland als unbe- schränkt einkommensteuerpflichtig be- handeln lassen kann, hängt allein von bestimmten Einkunftsgrenzen ab: Die inländischen Einkünfte, die in Deutsch- land versteuert werden, müssen minde- stens 90 Prozent der Gesamteinkünfte betragen oder die ausländischen Ein- künfte, die nicht in Deutschland ver- steuert werden, dürfen bei Verhei- rateten nicht höher sein als 16.008 Euro (bis 2010) bzw. 16.260 Euro (2013) bzw. 16.708 Euro (ab 2014). © Schlierner - Fotolia.com RECHTLICHES
  • BUSINESS-KNIGGE JAPAN Höflichkeit ist eine Tugend. Understate- ment ist Trumpf - das gilt für Japan mehr als für jedes andere Land. Die wichtigs- ten Grundregeln für gutes Benehmen und einen erfolgreichen Geschäftsab- schluss in Japan nennt dieser Beitrag. Eine deutsche Delegation in München hat ein dreitägiges Meeting in Japan. Alle Japaner tragen eine hässliche Fir- menuniform mit Mütze. Besonders auf- fällig ist ein Teilnehmer, der fortwährend griesgrämig schaut und zudem kein Wort spricht. Als dieser Mann später die Abschlussrede hält, stellt sich heraus, dass er der Vorgesetzte der japanischen Gruppe ist. Das überrascht die deut- schen Teilnehmer enorm und berührt sie unangenehm. Denn: Sie hatten den scheinbaren alten Kauz die meiste Zeit ignoriert. Wie ist diese Situation zu in- terpretieren? JApANISCHE CHEFS MüSSEN SICH NICHTS BEWEISEN »In Japan gilt nicht, wer viel sagt ist wichtig, sondern: Je höher jemand in der Hierarchie steht, umso beobachten- der ist er in seiner Funktion und umso weniger sieht er sich gezwungen, sich zu äußern«, erläutert Japan-Expertin Rita Menge, die selbst 15 Jahre im Land der aufgehenden Sonne lebte. Chefs in Japan müssen sich also nicht ständig be- weisen, indem sie sich verbal in den Vor- dergrund stellen. Das überlassen sie stattdessen ihren Mitarbeitern. Auch sonst gilt das japanische Volk als Meister im Understatement: Wer im Ge- schäftsleben erfolgreich sein will, muss nicht alle Regeln auswendig lernen und sich komplett anpassen. Allerdings sollte sich jeder insoweit vorbereiten, dass eine Sensibilisierung für die speziellen Ge- pflogenheiten der Inselrepublik erfolgt. So gilt das japanische Volk als Meister im Understatement. Wer seine persönli- chen Stärken und Erfolge zu stark her- vorhebt, gilt schnell als unhöflich und ungehobelt. Japan ist zudem eine Kon- sensgesellschaft, in der die Menschen ständig versuchen, Kompromisse herzu- stellen. Demzufolge gibt es keine indivi- duellen Entscheidungen, sondern nur solche, die in der Gruppe beziehungs- weise im Team getroffen wurden. »Das führt dazu, dass Entscheidungsprozesse oft sehr langwierig und für Deutsche in- effektiv erscheinen. Wir wollen immer Nägeln mit Köpfen machen. Mit dieser Einstellung beißen wir in Verhandlungen bei Japanern allerdings auf Granit«, er- läutert die interkulturelle Trainerin Menge weiter. Auch zur Schau gestellte Autorität geht in der Regel nach hinten los. Im Ge- schäftsalltag ist es etwa ein absolutes No Go die Stimme zu erheben. Anstatt seine Interessen durchzusetzen, erreicht man das Gegenteil. Zur Schau gestelltes Missfallen oder Wut gelten als unpro- fessionell und kindisch. JApANER NIEMALS uNTERSCHäTZEN Deutsche Unternehmensvertreter in Japan sollten zudem ihre Partner unter keinen Umständen unterschätzen. Dies ist oft leichter gesagt als getan, denn die vergleichsweise geringe Körpergröße, der sanfte Händedruck und die ausge- wählte Höflichkeit lassen sie mitunter unterwürfig wirken. Dabei signalisiert diese Haltung vor allem Respekt vorm Gegenüber. Respekt, Loyalität und sehr viel Geduld sind zusammengenommen denn auch der Schlüssel zum Erfolg in Japans Business. Tabu sind hingegen Un- pünktlichkeit und Illoyalität. Wer zu spät zu einem wichtigen Meeting kommt, kann eigentlich gleich wieder auf dem Absatz kehrt machen. Ein noch schlim- merer und schwer zu überbietender Fauxpas ist es, Geschäftspartner vor an- deren Personen zu unterbrechen oder einen Kollegen vor ihnen bloßzustellen. Weniger streng nehmen japanische Ge- schäftspartner dagegen die Begrüßung per Verbeugung. Zwar ist diese unter Ja- panern üblich (je tiefer die Verbeugung vorm Gegenüber desto größer der Re- spekt), für Ausländer genügt jedoch ein deutliches Nicken, das die Verbeugung andeutet. Wer in Japan reüssieren will, sollte un- bedingt ein interkulturelles Training ab- solvieren. Dies verhindert zwar nicht jeden Fehler, sensibilisiert allerdings für das Menschenbild der Japaner. Wer es schließlich schafft, eine Geschäftsbezie- hung aufzubauen, kann sicher sein, dass diese bei kontinuierlicher Achtung der Höflichkeitsregeln über sehr lange Zeit bestehen bleibt. 7 EXPATRIATES © funnymike1108 - Fotolia.com BUCHTIPP: • Rita Menge • Praxisführer Japan. Fettnäpf- chen gekonnt vermeiden • Verlag Königshausen & Neu- mann GmbH • 188 Seiten • 19,80 Euro • ISBN: 978-3-8260-4158-7
  • 8 Deutsche Unternehmensvertreter in Japan sollten zudem ihre Partner unter keinen Umständen unterschätzen. Dies ist oft leichter gesagt als getan, denn die vergleichsweise geringe Körpergröße, der sanfte Händedruck und die ausge- wählte Höflichkeit lassen sie mitunter unterwürfig wirken. Dabei signalisiert diese Haltung vor allem Respekt vorm Gegenüber. Respekt, Loyalität und sehr viel Geduld sind zusammengenommen denn auch der Schlüssel zum Erfolg in Japans Business. Tabu sind hingegen Un- pünktlichkeit und Illoyalität. Wer zu spät zu einem wichtigen Meeting kommt, kann eigentlich gleich wieder auf dem Absatz kehrt machen. Ein noch schlim- merer und schwer zu überbietender Fauxpas ist es, Geschäftspartner vor an- deren Personen zu unterbrechen oder einen Kollegen vor ihnen bloßzustellen. Weniger streng nehmen japanische Ge- schäftspartner dagegen die Begrüßung per Verbeugung. Zwar ist diese unter Ja- panern üblich (je tiefer die Verbeugung vorm Gegenüber desto größer der Re- spekt), für Ausländer genügt jedoch ein deutliches Nicken, das die Verbeugung andeutet. Wer in Japan reüssieren will, sollte un- bedingt ein interkulturelles Training ab- solvieren. Dies verhindert zwar nicht jeden Fehler, sensibilisiert allerdings für das Menschenbild der Japaner. Wer es schließlich schafft, eine Geschäftsbezie- hung aufzubauen, kann sicher sein, dass diese bei kontinuierlicher Achtung der Höflichkeitsregeln, über sehr lange Zeit bestehen bleibt. MEHR INFOS: http://www.bdae.com/de/interkulturel les_training.htm EXPATRIATES JAPAN-KNIGGE KOMPAKT: • Visitenkarten sind noch immer ein Muss. Stets mit beiden Händen entgegen- nehmen und aufmerksam lesen. Niemals achtlos bei- seite legen oder etwa in die Hosentasche stecken. • Ein gepflegtes Äußeres ist in Japan sehr wichtig. Anzug und Krawatte sowie Kostüme bei Frauen sind überwiegend Pflicht. Socken oder Strüm- pfe sollten niemals Löcher haben, denn Schuhe müssen sehr häufig – etwa in Bad und WC sowie in Wohnun- gen – ausgezogen werden. • Beim Essen gilt geräuschvol- les Schlürfen von Suppen oder Reden mit vollem Mund nicht als Unsitte. Zudem wird beim Business-Dinner zur Lockerung der Stimmung gerne Alkohol getrunken. Ein Fehler ist das Geben von Trinkgeld. Perfekter Service ist in Japan selbstverständlich. • In Unterhaltungen niemals mit der Tür ins Haus fallen. Auch bei geschäftlichen Meetings wird viel Smalltalk betrieben. Dieser dient dem Beziehungsaufbau. Die Aus- sage, über ein Angebot nach- denken zu wollen, bedeutet praktisch eine direkte Ab- sage. Ein direktes Nein gilt als unhöflich. © floral_set- Fotolia.com
  • 9 SICHERSTE AIRLINES WELTWEIT 2012 war das Jahr mit der bisher ge- ringsten Zahl an Opfern im weltweiten Luftverkehr. Das geht aus der Sicher- heitsbilanz des deutschen Flugunfallbü- ros Jet Airliner Crash Data Evaluation Center (JACDEC) hervor. Die Zahl der Toten im zivilen Flugverkehr ist demnach im Vergleich von 2011 zu 2012 um zwei auf insgesamt 496 Menschen gesunken. Im Rahmen dieser Sicherheitsbilanz er- stellt JACDEC jährlich eine Liste der 60 sichersten Airlines weltweit. Diese Liste berücksichtigt neben sämtlichen Flug- zeug-Totalverlusten auch schwere Zwi- schenfälle der letzten zehn Jahren. Angeführt wird die JACDEC-Liste des Jahres 2012 von Finnair. Damit liegt die größte finnische Fluggesellschaft vor Neuseelands Air New Zealand (Platz zwei) und der Cathay Pacific aus Hong- kong (Platz drei). Alle drei Airlines hat- ten innerhalb der letzten 30 Jahre weder Flugzeugverluste noch Unfalltote. Auf den Plätzen vier bis zehn folgen Emira- tes, Etihad Eva Air, TAP Portugal, Hainan Airlines, Virgin Australia und Britisch Air- ways. Die deutschen Fluggesellschaften Luft- hansa, Air Berlin und Condor folgen auf den Plätzen elf, 23 und 34. Den höchs- ten Rang unter den amerikanischen Fluggesellschaften erreichte die South- west Airlines mit Platz 21. Schlusslichter sind Air India (Platz 58), die brasiliani- sche TAM Airlines (Platz 59) sowie die aus Taiwan stammende China Airlines (Platz 60). ++++++++++++++++++++++++++++ AIR CHINA Air China hat die Transfer-Gepäckabfer- tigung für internationale Flüge ausge- baut. Seit dem 21. Mai dieses Jahres können Reisende, die von London, Paris, Düsseldorf, München, Frankfurt, Rom, Mailand, Stockholm, Vancouver, Los An- geles, San Francisco, New York und Genf über den Flughafen Beijing Capi- tal International in andere chinesische Städte weiterfliegen, ihr Gepäck bereits am Startflughafen bis zum Endflughafen abfertigen lassen. Weitere Städte mit diesem Serviceangebot sind bereits ge- plant. Die Transfer-Gepäckabfertigung über den Flughafen in Beijing, die bereits am 15 September letzten Jahres von der Air China eingeführt wurde, ermöglicht den Passagieren ein komfortableres Reisen. Zuvor mussten die Fluggäste der Air China ihr Gepäck am Transferflughafen in Beijing abholen und es anschließend für den Weiterflug zum endgültigen Rei- seziel wieder einchecken. Nun müssen die Passagiere nur noch die üblichen Ein- reiseformalitäten für den Transfer erledi- gen, ohne sich um ihr Gepäck zu kümmern. ++++++++++++++++++++++++++++ AIR FRANCE UND KLM Am 29. Mai dieses Jahres sind erstmals zwei Boeings B7787-300 von Air France und KLM gestartet, die mit Internet aus- gestattet sind. Damit wurde eine Test- phase eröffnet, die nach Angaben der Airlines bis Ende des Jahres dauern wird. Passagiere der beiden Fluggesellschaften können bis dahin auf ausgewählten Flugstrecken das Internet an Bord über ihre Wi-Fi-fähigen Smartphones, Lap- tops und Tablets für 10,95 Euro pro Stunde oder 19,95 Euro für die gesamte Flugdauer nutzen. Unabhängig von der Reiseklasse können sie außerdem auch Text-Nachrichten und E-Mails verschicken. Die dafür an- fallenden Gebühren werden wie bei Auslandsaufenthalten von der eigenen Telefongesellschaft berechnet. Daneben können alle Fluggäste auf einer soge- nannten Inflight-Website unter vielen kostenlosen Services wählen, wie bei- spielsweise Live-Fernsehnachrichten und Sportkanäle sowie Informationen zur Fluggesellschaft und zur Destination. Die beiden Boeings werden auf folgen- den Langstrecken eingesetzt: Von Ams- terdam fliegt die KLM-Maschine nach Bangkok, Sao Paulo, Osaka, Kuala Lum- pur und weiter nach Jakarta, Lima, Pa- nama sowie über Singapur nach Denpasar und Taipeh und weiter nach Manila und voraussichtlich nach Quito und weiter nach Guayaquil. Vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle hebt der Air France-Flieger nach Washington, Dubai, Houston, Tokio-Narita, Seoul, Singapur, Hongkong sowie nach New York-JFK ab. ++++++++++++++++++++++++++++ AIRLINE NEWS © Skovoroda - Fotolia.com
  • 10 SAS Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat seit dem 9. Juni dieses Jahres mit SAS Go und SAS Plus ein neues Service- konzept eingeführt, das die herkömmli- chen Business Class, Economy Extra und Economy Class ersetzt. Tickets für die- ses neue Servicekonzept sind bereits seit dem 1. Juni 2013 im Verkauf und der Übergang läuft nach Angaben der Air- line problemlos. Das neue SAS-Servicekonzept gilt für alle Flüge in Skandinavien und Europa: SAS Go für Kunden, die einen Service ohne Extras wünschen und SAS Plus für Kunden, die weitere zusätzliche Services in Anspruch nehmen möchten. Bei SAS Go ist immer ein aufgegebenes Freige- päckstück bis 23 Kilogramm pro Person enthalten sowie kostenlose Zeitungen in Skandinavien, Kaffee oder Tee an Bord und weitere zeitsparende Services wie mobile check-in. SAS Plus bietet darüber hinaus ein weiteres Freigepäck bis 23 Ki- logramm, Nutzung des SAS Fast Track, Zutritt zur SAS-Lounge, Essen und Trin- ken an Bord sowie die doppelte Anzahl von EuroBonus Punkten. Weiterhin bedeutet die Einführung die- ser neuen Klassen ebenso ein neues On- Board-Servicekonzept. Das traditionelle Essensangebot wird ersetzt durch ein Café und neue Gerichte. Unabhängig von der Reiseklasse erhalten alle Passa- giere die gleiche Auswahl an Essen und Trinken. ++++++++++++++++++++++++++++ SKY AIRLINES Die türkische Fluggesellschaft Sky Air- lines, die unter anderem den Urlaubsort Antalya anfliegt, hat ihren Betrieb ein- gestellt. Reiseveranstalter Alltours be- fürchtet, dass dies massive Auswir- kungen auf Flugreisen in die Türkei die- sen Sommer haben wird, da durch den Ausfall schätzungsweise 400.000 Sitz- plätze fehlen. Weiterhin geht Alltours davon aus, dass es daher für diesen Sommer keine Last-Minute-Angebote in die Türkei geben wird. Alltours hat für die nächsten Tage zu- nächst Neubuchungen für Sommer-Rei- sen in die Türkei gestoppt. Zuerst werden nach Angaben des Reiseveran- stalters diejenigen Gäste, die auf den nun wegfallenden Sky-Maschinen ge- bucht waren, auf Flüge anderer Airlines umgebucht. Gleichzeitig versucht All- tours zusätzliche Kapazitäten im Char- terbereich aufzubauen, um weiterhin Türkeireisen anbieten zu können, so der Reiseveranstalter weiter. Er rät Urlau- bern, die diesen Sommer eine Reise in die Türkei planen, frühzeitig eine Ent- scheidung zu treffen, um noch eine gute Auswahl an Flügen zu günstigen Preisen zu bekommen. ++++++++++++++++++++++++++++ MAASTRICHT AIRLINE Die im Sommer 2012 neugegründete niederländische Maastricht Airline hat Konkurs angemeldet. Der Flugbetrieb sollte ursprünglich bereits am 25. März dieses Jahres beginnen. Nachdem der Start jedoch wegen tech- nischer Probleme mit der Fokker-50-Ma- schine erst auf den 1. Mai 2013 und dann auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, hat die Airline nun gänzlich auf- gegeben, noch bevor der erste Flugkilometer absolviert wurde. AIRLINE NEWS © Anna Omelchenko - Fotolia.com
  • 11 VERMISCHTES BELIEBTES BANGKOK Das beliebteste städtische Reiseziel der Region Asien und der Welt ist Bangkok. Die thailändische Hauptstadt setzte sich mit einem minimalen Vorsprung von etwa 25.000 Besuchern gegen London durch, das im Jahr 2012 die Spitzenpo- sition erreichte – ein Unterschied von etwa einem Prozent. Dies hat der Cities Destination Index von MasterCard erge- ben. Die Studie untersuchte Städte nach ihren internationalen Besucherzahlen im Jahr 2013. Dabei kamen London, Paris, Singapur und New York ebenfalls unter die Top 5. BERLIN IST BELIEBTESTE DEuTSCHE STADT Drei deutsche Städte zählen zu den Top 10 beim Zuwachs von Übernachtungen internationaler Besucher. Die höchsten Wachstumsraten der Besucherzahlen konnten unter anderem Berlin (49 Pro- zent), Düsseldorf (42 Prozent) und Mün- chen (29 Prozent) erzielen. Frankfurt behauptet sich im europäischen Mittel- feld und zeigt innerhalb von vier Jahren ein Wachstum von 23 Prozent bei den Besucherzahlen. REGIoN ASIEN uND pAZIFIK SEHR DoMINANT Ein spürbarer Trend in diesem Jahr war die Dominanz der Region Asien/Pazifik. Von den 132 Städten im Ranking liegen 42 in asiatischen Ländern. Bangkok wird gefolgt von Singapur, Kuala Lumpur, Hongkong, Seoul, Shanghai und Tokio. Im Jahr 2013 liegen fünf der Top 10 im Großraum China. Unter den 20 höchstplatzierten Reise- städten im Jahr 2013 sind vier der Top 5 Städte: London, Paris, Singapur und New York sowie Los Angeles auf Platz 20. Diese Städte locken nicht nur Besucher aus aller Welt an, sondern sind auch als Wohnort äußerst beliebt. Die weltweite Verschiebung des Kräfte- verhältnisses spiegelt sich in der Domi- nanz der Region Asien/Pazifik im diesjährigen Index wider. Bangkok ist das beliebteste Reiseziel in Asien – der Re- gion mit der höchsten Anzahl an Reise- städten (32). Mit Ausnahme von Moskau liegen die zwölf Reisestädte, die das schnellste Wachstum an Flugverkehrsverbindungen verzeichnen, alle östlich und südlich von Istanbul. LoNDoN MIT MEISTEN BESuCHERN IN EuRopA London ist in Europa in Sachen interna- tionaler Besucherzahlen weiterhin die Nummer eins, gefolgt von Paris, Istan- bul, Barcelona und Mailand. Die Wachs- tumsrate in Istanbul ist so hoch, dass die Stadt im Jahr 2016 sogar Paris übertref- fen könnte. Die Stadt in Westeuropa mit dem schnellsten Zuwachs an Flugver- kehrsverbindungen ist Berlin (Platz 17). DuBAI AN DER SpITZE IN REGIoN NAHoST/AFRIKA Während Istanbul in Europa auf dem aufsteigenden Ast ist, ist Dubai das Pen- dant in Nahost und Afrika. Die Stadt kann ihre Spitzenposition in der Region mit großem Abstand halten. Den stärks- ten Zuwachs an internationalen Besu- chern verzeichnet Abu Dhabi. Wenn die Stadt dieses Tempo beibehal- ten kann, überholt Abu Dhabi Lagos im Jahr 2016 und zieht 2017 mit Johan- nesburg gleich. In Nordamerika bleibt New York Reisestadt Nummer eins, ge- folgt von Los Angeles und Miami. To- ronto liegt insgesamt auf Platz vier und strebt als die nordamerikanische Stadt mit dem schnellsten Zuwachs an Flug- verkehrsverbindungen weiter nach oben. Hintergrund: Der MasterCard Index of Global Destination Cities bewertet Städte hinsichtlich der Gesamtanzahl an internationalen Besuchern und deren grenzübergreifender Ausgaben in den Reisestädten. Außerdem stellt er Wachs- tumsprognosen hinsichtlich Besuchern und Passagieren für das jeweilige Jahr auf. Dieser Index und die begleitenden Berichte basieren nicht auf Volumen- oder Transaktionsdaten von Mas- terCard. © phoopanotpics - Fotolia.com
  • 12 VERMISCHTES DEUTSCHLAND WELTWEIT AM MEISTEN GESCHÄTZT Die Bundesrepublik ist global betrachtet das beliebteste Land der Erde. Das hat zumindest eine Umfrage der Rundfunk- anstalt BBC unter 26.000 Menschen weltweit ergeben. Diese sollten ein- schätzen, ob der Einfluss eines Landes eher positiv oder eher negativ ist. Mit 59 Prozent in Richtung positiven Einflusses ist Deutschland Spitzenreiter. Bei der Ein- schätzung hinsichtlich Deutschlands wurden deutsche Befragte ausgeklam- mert. Ein BBC-Korrespondent in Berlin glaubt, dass es die sorgfältige deutsche Diplomatie ist, die die Nation bei ande- ren Ländern so gut dastehen lässt. Die Regierungsminister besuchen regelmä- ßig Länder, mit denen sie Geschäfte ma- chen, wie beispielsweise die Mongolei, aus der Deutschland vor allem Rohstoffe bezieht. Auch sei das Verhalten Deutschlands während der Rezessionen in Spanien und Frankreich vorbildlich ge- wesen. Lediglich die Griechen bewerten das Vorgehen der deutschen Kanzlerin in der EU-Krise negativ. Besonders freundlich sehen die Men- schen Ghanas Deutschland, die es mit 84 Prozent positiv bewerteten. Frank- reich und Australien vergaben jeweils 81 beziehungsweise 76 Prozent. Den Platz des unbeliebtesten Staates tei- len sich Israel, Nordkorea, Pakistan und Iran mit lediglich 15 Prozent auf der Beliebtheitsskala. © FotoSasch - Fotolia.com DEUTSCHE VERLASSEN SPANIEN Die Zahl der in Spanien lebenden Deut- schen ist innerhalb eines Jahres laut dem staatlichen Statistik-Institut INE landes- weit um 7,9 Prozent gesunken. Beson- ders stark von der Abwanderung be- troffen ist Mallorca. Das meldet vsspa- nien.info. Auf den Balearen waren 2011 noch rund 36.800 Deutsche gemeldet. Ende 2012 waren es nur noch etwa 29.900, also gut 20 Prozent weniger. Die Gründe für die Abwanderung und vermutliche Rückkehr nach Deutschland dürften die gesamtwirtschaftliche Lage Spaniens, insbesondere der eingebro- chene Arbeitsmarkt sein. Fast 26 Prozent der Bevölkerung dort sind arbeitslos. Auch dürfte die Forderung des spani- schen Fiskus, das Gesamtvermögen auch im Ausland offenzulegen, zumin- dest einige reiche Deutsche veranlasst haben, Spanien den Rücken zu kehren. © Spectral-Design - Fotolia.com GUESS WHERE Wer bereits viel auf der Welt herumge- kommen ist, kann seine globale Orts- kenntnis nun online unter Beweis stellen. Das Portal GeoGuessr – let’s ex- plore the world, stellt 360-Grad-Fotos ein, die eine bestimmte Szenerie eines Landes abbilden, auf denen Einzelheiten bei Bedarf herangezoomt werden kön- nen. Auf einer Weltkarte können Glo- betrotter dann den mutmaßlichen Standort des auf dem Foto Dargestellten anklicken. Die Auflösung zeigt dann, ob man lediglich zehn oder zehntausend Kilometer mit der Schätzung daneben- lag. Für jede Schätzung gibt es eine Punktzahl – je geringer der Abstand zur tatsächlichen geografischen Lage, desto höher ist die Punktzahl. Aber Obacht: GeoGuessr hat echtes Suchtpo- tenzial. © ag visuell - Fotolia.com
  • 13 GESUNDHEIT INTERNATIONAL JEDER DRITTE DEuTSCHE ERKRANKT AuF AuSLANDSREISEN Jeder dritte Deutsche wird auf Reisen krank. Vor allem bei Aufenthalten in tro- pischen Ländern ist das Risiko hoch, sich ein unerwünschtes Urlaubssouvenir ein- zufangen. Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall oder Verstopfung stehen dabei an erster Stelle. Die Hauptgründe für Durchfall: Für den Körper unbe- kannte Bakterien bringen die normale Darmflora aus dem Gleichgewicht. Sie schütten Giftstoffe aus, die der Körper so schnell wie möglich wieder loswer- den will. Aber auch der bloße Orts- wechsel kann uns auf den Darm schlagen, wie Frieling weiß. »Es ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen, dass Patienten über Verstopfung im Ur- laub berichten. Mögliche Auslöser kön- nen etwa die Zeitumstellung, andere Nahrungsmittel oder Stress sein. Wer zu Verstopfung neigt, sollte daher sanfte Laxantien in der Reiseapotheke greifbar haben«, sagt Frieling. SCHLECHTE KoMBINATIoN: STRESS uND uNGEWoHNTES ESSEN Ein weiteres Problem: Die Kombination aus Stress und ungewohnten Speisen lässt die Körpermitte schnell unange- nehm zwicken und kneifen. Viele Be- troffene klagen auf Auslandsreisen oft über Bauchschmerzen und -krämpfe. Dort können sogenannte Krampflöser gezielt helfen, damit sich der Bauch schnell wieder entspannt. Urlauber soll- ten sich zudem vor manchen Buffets in fremden Ländern in Acht nehmen. MöGLICHST FRISCH ZuBEREITETE NAHRuNGSMITTEL AuF AuSLANDS- REISEN WäHLEN Die wichtigsten Verhaltensregeln beim Essen in fremden Ländern: Reisende soll- ten frisch zubereitete, gut durchgegarte Gerichte und Obst wählen, das man selbst schälen kann. Angemachte Salate, Mayonnaise und Cremes sind zu meiden – insbesondere, wenn diese am Buffet lange herumstehen. Nur original ver- packte oder abgekochte Getränke zu sich nehmen. Wenn möglich sollte man auch beim Zähneputzen keimfreies Was- ser verwenden. Generell gilt: Mehrmals täglich gründlich die Hände waschen. Doch nicht nur mangelnde Hygiene kann Durchfall auslösen. Oft reicht schon das ungewohnte Essen. Wichtig ist es dann, viel zu trinken und Elektrolyte zu erset- zen. Für den Notfall sollte man aber trotzdem Medikamente gegen akuten Durchfall im Koffer haben. WAS AuF AuSLANDSREISEN IN DIE REISEApoTHEKE GEHöRT Immer wichtig: Ein Mittel gegen Durch- fall. Tipp: Der Wirkstoff Racecadotril in dem neuen Produkt Vaprino wirkt schnell gegen akuten Durchfall und ist dabei gleichzeitig gut verträglich. Bereits 30 Mi- nuten nach der Einnahme setzt der Wirk- mechanismus (Enzymhemmung) ein. Und: 50 Prozent der Patienten erholen sich nach Einnahme von Racecadotril be- reits innerhalb von zehn Stunden, 80 Pro- zent innerhalb eines Tages. Extra-Tipp: Die Kombination aus einem Krampflöser mit einem magenverträgli- chen Schmerzmittel hilft, die begleiten- den schmerzhaften Verkrampfungen der Magen-Darm-Muskulatur bei Durch- fall zu lindern. Vor allem bei krampfarti- gen Bauchschmerzen sollte man sich ganz bewusst für die gezielte Therapie mit Krampflösern entscheiden, denn klassische Schmerzmittel haben selbst Bauchkrämpfe als häufige Nebenwir- kung im Beipackzettel aufgeführt. Außerdem sinnvoll auf Reisen: Mittel gegen Verstopfung. Sanfte Abführmit- tel wie Laxoberal oder Dulcolax können eingesetzt werden, wenn auf dem stil- len Örtchen nichts mehr geht. Ihre Wirk- stoffe Natriumpicosulfat und Bisacodyl sind gut verträglich und zuverlässig wirk- sam bei Verstopfung. »WAS BEI BAUCH- UND MAGENSCHMERZEN AUF REISEN HILFT« Bauchschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen auf Auslandsreisen. Wer verreist, sollte deshalb unbedingt eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke in den Koffer packen. Was dort hinein gehört und welches die wichtigsten Verhaltensregeln im urlaub sind, erläutert professor Dr. Thomas Frieling, Leiter der Medizinischen Klinik II der HELIoS-Kliniken in Krefeld. © arsdigital - Fotolia.com
  • APP FÜR NEU-SCHWEIZER Hinter diesem Sammelbegriff Schwyzer- dütsch verbergen sich zahlreiche lokale Dialekte, die man in den deutschspra- chigen Gegenden der Schweiz spricht. Für viele Schweiz-Besucher ein Kurio- sum, aber auch die Quelle vieler Ver- ständnisprobleme. Das lässt sich ab so- fort ändern: Die App »Grüezi Switzer- land« bietet einen mobilen Schwyzer- dütsch-Sprachführer in Form von situativ gegliederten Tondateien, damit die Kommunikation von Anfang an klappt. Die App hat noch mehr zu bieten: Ein Markenfinder listet die wichtigsten Dienstleister im Bereich Shopping und Essen georeferenziert auf. So wurden dem Entwickler zufolge rund 2000 ver- schiedene Anbieter recherchiert. Unter den Gastronomie-Tipps finden sich neben Gourmet Tempeln auch Restau- rants mit typischer Schweizer Küche. Sightseeing- und Freizeit-Angebote bie- ten außerdem als Bonus zu jeder Desti- nation eine Liste von Webcams, die einen virtuellen Einblick in Echtzeit ver- mitteln. Insgesamt ein Rundumsorglos- Paket für Urlauber, Neu-Schweizer und solche, die es werden wollen. App Download: http://www.gruezi-swit- zerland.ch/applinks/ 14 AUS ALLER WELT © Christian Weirich - Fotolia.com © Ilona Baha - Fotolia.com IMPRESSUM HERAUSGEBER: BuND DER AuSLANDS- ERWERBSTäTIGEN E.V. KüHNEHöFE 3 22761 HAMBuRG TEL. +49-40-306874-0 WWW.BDAE.COM REDAKTION: ANNE-KATRIN SCHuLZ (VER- ANTWoRTLICH) akschulz@bdae.de SANJA ZIVKoVIC GESTALTUNG / LAYOUT: pRADEEp DHARMApALAN LEKTORAT: ANDREA KRAuS COPYRIGHT: DIE BEITRäGE IM BDAE- NEWSLETTER SIND uRHE- BERRECHTLICH GESCHüTZT uND DüRFEN NICHT oHNE SCHRIFTLICHE GENEHMI- GuNG DuRCH DEN HERAuS- GEBER REpRoDuZIERT WERDEN. DIE BEITRäGE DES BDAE- NEWSLETTERS SpIEGELN DIE MEINuNG DER REDAKTIoN uND NICHT uNBEDINGT DIE DES BDAE WIDER. NEUES TOURISMUS-GESETZ IN CHINA China will weiter den Tourismus im eige- nen Land fördern. Ende April wurde dazu ein Gesetz verabschiedet, das die Rechte der Touristen in China stärkt. Das berich- tet tip.de. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Ziele, den unlauteren Wettbe- werb einzudämmen, die Eintrittspreise für Sehenswürdigkeiten zu deckeln und Zwangseinkäufe bei Reisen zu verbieten. Gleichzeitig werden die Strafen bei Ver- gehen oder Missachtung der Gesetze drastisch erhöht. Ebenso verpflichtet sich die Regierung, den innerchinesi- schen Tourismussektor bei der Finanzie- rung und der Weiterbildung von Angestellten zu unterstützen. Auch in die touristische Infrastruktur wird weiter investiert. Das Gesetz tritt am 1. Okto- ber 2013 in die Kraft. Weitere Informa- tionen unter http://en.cnta.gov.cn sowie www.china-tourism.de. TAIWAN: KOSTENLOSE INTERNETVERBINDUNG FÜR TOURISTEN Die Regierung von Taiwan vereinfacht laut der CIBT VisumCentrale jetzt die Kommunikation für Touristen durch die Einführung von »iTaiwan«. Dafür wur- den etwa 4.400 »iTaiwan«-WiFi Hot- spots in ganz Taiwan aufgestellt. Somit bleiben Reisende immer auf dem neue- sten Stand, können in Kontakt mit Freunden bleiben und haben zudem Zu- griff auf alle Informationen zu den se- henswerten touristischen Attraktionen. Um diesen Service nutzen zu können, muss man sich nur vor Ort bei einem Tai- wan Tourism Bureau Service Counter oder einem Visitor Center melden. Nach Vorlage des Reisepasses erhält man dann eine eigene Account-Nummer und ein Passwort, die zum kostenlosen Zu- gang ins Internet mit »iTaiwan« SSID be- rechtigen. Mehr Informationen gibt es unter http://itaiwan.gov.tw/en sowie unter www.taiwantourismus.de.