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Liebe Leserin, lieber Leser,
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AUSLAND ERWEITERT
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BDAE: Seit mehr als einem Jahrzehnt
trainieren Sie vor allem Fach- und Füh-
rungskräfte im interkulturellen Umgang
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BDAE: Weshalb?
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sere europäischen Nachbarn schon sehr
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AUTOUNFALL IM AUSLAND:
WAS ZU TUN IST
Niemand möchte in einen Verkehrsun-
fall geraten – noch weniger will man in
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AUSLÄNDISCHEM PARTNER
NICHT ANSETZBAR
Die hohen Kosten einer Hochzeit, die
entstanden sind, weil der Partner ...
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WIE MAN INTERNATIONALE
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Eine chinesische Tochterfirma soll inte-
griert, internationale Teams wollen ge-
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MENTE
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Teammitglieder herunter brechen: si-
cherstellen, d...
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LAND: EXPATS VORBEREITEN
Immer wieder werden Expats, Ge-
schäftsleute und Entwicklungshelfer
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FÜR CHINA-EXPATRIATES
In einer offenen Umfrage unter 75 Per-
sonen hat sich das ICC-Portal bei seinen
Lesern erkun...
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LUFTHANSA
Pünktlich zur Ferienzeit bietet Lufthansa
ihren Kunden auf den Flughäfen Frank-
furt, München und Hamburg ein...
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FLUGHAFEN CHICAGO O‘HARE
1-Stop – so heißt der neue Service des
Flughafens Chicago O’Hare, der inter-
nationalen Fluggä...
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Golfen ist bekanntermaßen kein günsti-
ger Sport. Wenn nun das Golfbag un-
terwegs verlor...
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KRANK IM AUSLAND: GESUND-
HEITSSPRACHFÜHRER HILFT
Ganz gleich, ob es ein verdorbener
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Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juli 2013

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Die Ausgabe des Newsletters „Leben und Arbeiten im Ausland“ (http://www.bdae-ev.de/news/newsletter/newsletter-ausgabe-juli-2013/) vom Bund der Auslands-Erwerbstätigen (BDAE) e.V. steht zum kostenlosen Download auf der Homepage bereit.

Darin erfahren die Leser unter anderem, was bei einem Autounfall im Ausland zu tun ist, warum auf einer Kreuzfahrt eine kalte Kabine den Reisepreis mindern kann und weshalb Reiseveranstalter für Unfälle auf Bergtouren haften.

Ein weiterer Beitrag erläutert, warum die Regeln zum deutschen Auslands-BAföG gegen EU-Recht verstoßen und welche Chancen potenzielle Auslandsstudenten nun haben. Weniger gute Nachrichten gibt es für multikulturelle Paare, die bestimmte Kosten im Zuge ihrer Hochzeit steuerlich absetzen wollen.

Des Weiteren beschreibt ein Fachbeitrag zweier namhafter Interim-Manager, wie die interkulturelle Teamarbeit funktionieren kann und ehemalige China-Entsandte geben fünf Tipps, wie sich Expats am besten auf ihren Aufenthalt in der großen Volksrepublik vorbereiten können.

Weitere Meldungen des Newsletters in Kürze: Abu-Dhabi verlangt bei der Einreise eine Auslandskrankenversicherung, Saudi-Arabien ändert das Wochenende, Ungarn führt die Maut ein, in Spanien sind wieder Immobilienbetrüger aktiv und für Reisende nach Kroatien hat sich einiges geändert.

Aktuelle und ältere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter http://www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

Der BDAE e.V. wünscht eine gute Unterhaltung.

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  1. 1. 1 EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, jeder Mensch fühlt sich irgendwann ein- mal richtig urlaubsreif. Aber haben Sie gewusst, dass Frauen deutlich häufiger reif für die Insel sind als Männer? Mich überrascht es offen gestanden nicht be- sonders, denn nachwievor haben viele Frauen mit der Doppelbelastung von Beruf und Familie zu kämpfen. Haben männliche wie weibliche Arbeitnehmer schließlich Urlaub, so sind die Vorlieben, wo und wie sie diesen verbringen un- terschiedlich. Das hat kürzlich eine Um- frage ergeben, deren Ergebnisse Sie auf der Seite 13 finden. Gute Neuigkeiten gibt es für junge Men- schen, die ein Auslandsstudium absolvie- ren möchten und auf BAföG angewiesen sind. Dieses wird bislang nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen auch im Ausland gezahlt. Dass die Bedingungen für diese finanzielle Unterstützung für manche Studenten zu unrealistisch sein können, hat nun der Europäische Ge- richtshof verkündet. Was genau das be- deutet, erfahren Sie auf der Seite 6. Mit schlechten Neuigkeiten (siehe Seite 6) müssen multikulturelle Paare leben, die ihre Hochzeit planen. Die Mehrkosten, die aufgrund der Behördengänge entste- hen, sind nicht steuerlich absetzbar. Expats und Personaler in globale operie- renden Unternehmen lege ich den Gast- beitrag zweier erfahrender Interim- Manager ans Herz, die darin beschreiben, mit welchen hilfreichen Instrumenten in- ternationale Teamarbeit gelingt. Sie fin- den den Beitrag auf der Seite 7. Außerdem geben ehemalige China-Ent- sandte auf der Seite 10 fünf wertvolle Tipps, wie sich potenzielle Expats in China am sinnvollsten auf ihren Aus- landsaufenthalt vorbereiten können. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lek- türe und denken Sie daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihre Silvia Opitz NEWSLETTER JUL13 INHALT BDAE INTERN Website für Deutsche im Ausland erweitert .............2 Neu dabei ............................2 News für Expats, Auswan- derer und Globetrotter.....2 DAS INTERVIEW “Es geht nicht um die Wahr- heit, sondern um die Wahrnehmung“ ..................3 RECHTLICHES Zu kalte Schiffskabine: Reisepreis mindert sich .....5 Autounfall im Ausland: Was zu tun ist....................5 Unfall auf Bergtouren: Reiseveranstalter haftet ...5 Hochzeit mit ausländischem Partner nicht ansetzbar ....6 Wichtige Änderungen beim Auslands-BAföG.......6 EXPATRIATES Wie man internationale Teams führt ............................7 Entführungsfälle im Aus- land: Expats vorbereiten....9 Sicherheit am Arbeits- platz in Großbritannien....9 5 Tipps für China-Expatri- ates...................................10 Jeder dritte deutsche Absol- vent war im Ausland.......10 AIRLINE NEWS Neues von den Airlines .....11 VERMISCHTES Frauen besonders reif für den Urlaub.......................13 Neue Versicherung für Golfreisen ........................13 Wie viele Renten ins Aus- land gehen ......................13 ... FORTSETZUNG AUF SEITE 2 ...
  2. 2. WEBSITE FÜR DEUTSCHE IM AUSLAND ERWEITERT Seit November 2012 ist die Homepage für die Mitgliedschaft im Bund der Aus- lands-Erwerbstätigen (BDAE) e.V. online. Unter www.bdae-ev.de finden Deut- sche, die ins Ausland gehen wollen oder dort bereits leben, sämtliche Informatio- nen rund um die Mitgliedschaftsleistun- gen und Formalitäten. Seit einigen Tagen ist die Seite nun um eine zusätzliche Rubrik erweitert. Diese bietet Besuchern der Website Informa- tionen rund um das Thema Leben und Arbeiten im Ausland. Über wichtige Ge- richtsurteile, die Expatriates oder Aus- wanderer betreffen können und aktuelle Meldungen, die das globale Gesund- heitswesen umfassen sowie Entwicklun- gen und Trends in der Mitarbeiter- entsendung, informiert der kostenlose und monatlich erscheinende Newsletter. Dieser kann ab sofort in der neuen Ru- brik heruntergeladen werden. Weiterhin erscheint dort jeden Mittwoch die Zahl der Woche. Diese veranschaulicht be- eindruckende Ereignisse und Entwick- lungen, die sich in Zahlen wiedergeben lassen. Auch aktuelle Pressemitteilun- gen, die den Bund der Auslands-Er- werbstätigen (BDAE) e.V. betreffen, stehen dort zum Download bereit. NEWS FÜR EXPATS, AUSWAN- DERER UND GLOBETROTTER Seit fast zwei Jahren liefert www.expat- news.com tagesaktuell Informationen für Expatriates, Auswanderer und entsen- dende Unternehmen zu den Bereichen Recht und Steuern im Ausland, Interkul- turelles, Markteintritt Ausland oder Ver- anstaltungen für im Ausland tätige Unternehmen und Expatriates. Aktuell finden User beispielsweise einen Fachartikel zum Thema »Verhandeln mit Briten«, Spanien-Reisende bekommen In- formationen über Immobilienbetrüger, die vor Ort aktiv sind und Urlauber erhal- ten aktuelle Tipps in Sachen Mietwagen im Ausland. Wer einen Job im Ausland sucht, wird auf www.expat-news.com ebenfalls fündig, denn neben einer eige- nen Rubrik Auslandsjobs veröffentlicht die Redaktion immer einen Job des Tages. Um die Leser auf den aktuellsten Stand zu bringen, veröffentlicht die Expat-News- Redaktion mindestens zwei Meldungen am Tag. Feste Service-Rubriken zu den Themen Ausbildung im Ausland und Auslandsver- sicherungen sowie Studien vervollständi- gen das Informationsangebot. 2 BDAE INTERN ... GESUNDHEIT INTERNATIONAL Krank im Aulsand: Gesund- heitssprachführer hilft....14 Abu Dhabi: Keine Einreise ohne Auslands-KV...........14 Auslands-KV für Expats: Asthma mitversichern.....14 AUS ALLER WELT Business-Knigge Italien.....15 Ungarn führt Maut ein .....15 Reisen nach Kroatien: Was jetzt gilt ...................15 Saudi-Arabien ändert Wochenende ...................16 Immobilienbetrüger in Spanien wieder aktiv ......16 NEU DABEI Seit März dieses Jahres unter- stützt Katja Lo- renz den BDAE in allen Perso- nalfragen als Re- ferentin. 1986 in Berlin Köpe- nick geboren, blieb sie der Hauptstadt bis 2005 treu und absol- vierte danach eine Ausbildung zur Kauf- frau für Bürokommunikation mit inte- griertem Fernstudium zur Bankfachfrau bei der Westdeutschen Landesbank in Düsseldorf. Während dieser Zeit ent- deckte die 27-Jährige ihre Leidenschaft für das Personalwesen. 2008 kehrte sie nach Berlin zurück und nahm das Studium der Betriebswirt- schaft mit Spezialisierung auf Perso- nal/Organisation und Marketing auf, das sie 2011 erfolgreich als Bachelor of Arts abschloss. Bereits während des Studi- ums zog es sie ins Ausland. So organi- sierte sie etwa eine Marketingexkursion ins indische Mumbai, an der sie selbst auch teilnahm. Praktische Erfahrungen im Personalwesen sammelte sie eben- falls zu Studienzeiten, indem sie in der Personalabteilung, in der Verwaltung und in der Studienberatung der Hoch- schule arbeitete. Ein Praktikum in der Personalabteilung beim Möbelgiganten IKEA verschaffte ihr weitere Einblicke in die Welt der Personalführung. Zwei Tage nach Ende ihres Studiums stieg KatjaLorenzinsFlugzeugundtrateineneun- monatige Rucksackreise an. Diese führte sie nach Thailand, Malaysia, Singapur, Indone- sien, Vietnam, Laos und Kambodscha sowie in die USA und nach Kanada. Doch selbst neun Monate Weltenbum- meln konnten das Fernweh nicht stillen, so dass Reisen weiterhin Bestandteil ihres Freizeitlebens ist. Wenn die Wahl- Hamburgerin nicht gerade um den Glo- bus reist, spielt sie gerne Volleyball, fährt Fahrrad oder trifft sich mit Freun- den.
  3. 3. 3 BDAE: Seit mehr als einem Jahrzehnt trainieren Sie vor allem Fach- und Füh- rungskräfte im interkulturellen Umgang mit Kollegen in Asien, speziell Indien, Japan, China und Korea. Welchen Fehler begehen die meisten Unternehmen mit Asien-Bezug? Engler: Sie be- schäftigen sich viel zu spät mit den Problemen. Oft ist das Kind dann schon in den Brunnen ge- fallen. Viele Fir- men, die ich betreut habe und teils noch betreue, arbeiten bereits seit Jahren an einem Projekt zusammen mit dem asiatischen Partner und suchen sich erst dann Hilfe, wenn es schon fast gescheitert ist. Im Grunde geht es dann hauptsächlich um reale Konfliktbewälti- gung. BDAE: Was sind die gravierendsten Pro- bleme? Engler: In Bezug auf Business in Asien ignorieren viele deutsche Manager, dass die asiatische Kultur sehr beziehungsori- entiert ist. In Deutschland arbeiten und argumentieren wir sehr stark auf der Sachebene, das Produkt steht im Vor- dergrund. Deutsche Führungskräfte be- trachten es leider als Zeitverschwen- dung, sich mit den ausländischen Kolle- gen und Mitarbeitern auch auf persön- licher Ebene zu beschäftigen. BDAE: Was sind die Folgen? Engler: Die sachlich-kühle Art der Deut- schen, zu arbeiten und zu verhandeln, schafft im asiatischen Raum Misstrauen und verhindert den Aufbau einer erfolg- bringenden Beziehungsebene. Die We- nigsten erkennen, dass ihnen vielleicht gerade ihre Fachkompetenz an dieser Stelle im Weg steht und sie mehr auf „Beziehungskompetenz“ setzen sollten. Es ist ein hartes Stück Arbeit, die Betrof- fenen genau dafür zu sensibilisieren. Ich höre immer und immer wieder: „Dafür haben wir keine Zeit.“ Genau das ist der große Irrtum. Wer Geschäftspartnern und Kollegen in Asien signalisiert, dass er sie wirklich kennenlernen und auf Au- genhöhe mit ihnen arbeiten möchte, wird feststellen, dass sich plötzlich viele bislang verschlossene Türen öffnen. Es lohnt sich! Wichtig ist: Lediglich sachbe- zogene E-Mails zu schreiben, um ein persönliches Verhältnis aufzubauen, reicht nicht. BDAE: Wie schaffen Sie es, Manager genau dafür zu sensibilisieren? Engler: Erlebnisorientierte Trainingspro- gramme mit Simulationsübungen funk- tionieren sehr gut. Die Teilnehmer werden aus ihrer Komfortzone rausge- holt und reflektieren an ihrem Verhalten und dem der Kollegen neue Handlungs- kompetenzen. Zusammen mit dem kul- turellen Hintergrundwissen erweist sich ein gutes Training als eine Art Puzzle, das sich nach und nach zu einem gro- ßen Ganzen fügt. Der Lerneffekt wird fühlbar gemacht und individuelle Hand- lungsstrategien erarbeitet. BDAE: Wie lässt sich der Erfolg von in- terkulturellen Trainings messen? Engler: Das ist schwierig. Interkulturelle Trainings sind vergleichbar mit Füh- rungskräftetrainings. Vor zehn Jahren taten viele sie noch als exotische Spin- nerei ab. Ein erster Erfolg am Ende eines Trainings ist die Erkenntnis der Teilneh- mer, das plötzliche Verständnis der Zu- sammenhänge. Plötzlich ergibt das Verhalten der anderen Kultur für sie Sinn, es wird nachvollziehbar! Inwieweit der Erfolg wirklich eintritt, lässt sich erst im Alltag sehen und zwar bei der Um- setzung der Trainingsinhalte. Wer kultu- relle Unterschiede kennt und sich darauf einstellt, wird an der Reaktion seines Ge- genübers schnell Erfolgserlebnisse spü- ren: Er kommt leichter an relevante Informationen, er kann besser zwischen den Zeilen lesen, er spürt rechtzeitig, wann Deadlines zu kippen drohen, die gesamte Arbeitsatmosphäre wird ange- nehmer, er weiß, wann er nachhaken muss und wann er locker lassen muss und so weiter. Wenn man sich vorstellt, wie viel Geld in Form von Gehältern bei einem Meeting an einem Tisch sitzt, dann kann man sich auch ausrechnen, welche Summen verschwendet werden, wenn diese Mee- tings nicht zufriedenstellend laufen. Sol- che und ähnliche Berechnungen könnte man beispielsweise anstellen, wenn es um die Messbarkeit des Trainingserfolgs geht. BDAE: Lohnt sich ein Training für Ein- sätze innerhalb Europas? Engler: Unbedingt! DAS INTERVIEW »ES GEHT NICHT UM DIE WAHRHEIT, SONDERN UM DIE WAHRNEHMUNG« Seit 15 Jahren ist Iris Engler als interkultureller Coach tätig und gründete 2005 zusammen mit ihrer britischen Geschäftspartnerin Kulturadvantage. Wir sprechen mit ihr unter anderem über die Erfolgsmessung von Trainings und die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschen und Asiaten sowie der deutschen und britischen Geschäftskultur. © WoGi - Fotolia.com
  4. 4. 4 BDAE: Weshalb? Engler: Vor allem weil wir glauben, un- sere europäischen Nachbarn schon sehr gut zu kennen, ist die Gefahr, ins Fett- näpfchen zu treten, viel größer. Ich trai- niere auch viele Führungskräfte, die nach Großbritannien gehen beziehungsweise viel mit Briten geschäftlich zu tun haben. Wenn ich diese konkret frage, wie Bri- ten im Geschäftsleben »ticken« und was sie antreibt, schaue ich oft in fragende Gesichter. Die Geschäftskultur im Verei- nigten Königreich unterscheidet sich in einigen Punkten eklatant von der deut- schen. BDAE: Zum Beispiel? Engler: Wenn in Deutschland etwas schief geht, wird als allererstes nach der Fehlerquelle beziehungsweise dem Schuldigen gesucht und jeder versucht, eine Mitschuld abzuweisen. In Großbri- tannien nimmt man die Schuld rheto- risch auf sich. Auf diese Weise haben alle die Chance, in Ruhe zu reflektieren, weshalb eine Sache nicht geklappt hat. Es wird keine Energie in die Schuld-, sondern in die Lösungsfrage gesteckt. Was hast du daraus gelernt? (Lessons le- arnt) lautet die Devise. Damit eine interkulturelle Zusammenar- beit funktioniert, sollten sich alle Betei- ligten möglichst häufig rückversichern, etwa indem Anweisungen noch einmal paraphrasiert werden beispielsweise durch eine Frage wie »Habe ich richtig verstanden, dass…« Wenn man mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist, muss man diese nicht zwangsläufig hinnehmen; Probleme sollten aber mög- lichst auf sanfte Art benannt werden. BDAE: Wie schätzen ausländische Fach- und Führungskräfte die Deutschen ein? Engler: Um bei den Briten zu bleiben – sie empfinden Deutsche oft als rüde und unhöflich. Als gelernte Fremdsprachen- trainerin habe ich früher viele Briten un- terrichtet und diese haben immer mit denselben Dingen in Deutschland Ihre Mühe gehabt und von ganz ähnlichen Beispielen berichtet. Den ersten Kultur- schock erhalten sie oft im Supermarkt. Sie haben das Gefühl, dort überfährt man sie mit den Einkaufswagen, die Konsumenten und auch die Kassierer sind furchtbar unfreundlich, gehetzt und so weiter. Geht man in Großbritannien in einen Supermarkt, kann man verste- hen, was Briten in Deutschland meinen. Dort herrscht ein anderer Umgang mit- einander: ausgesucht höflich und rück- sichtsvoll. Auch wenn wir in Deutsch- land unser Verhalten niemals als unge- hobelt oder unfreundlich betrachten würden, der Punkt ist: Es geht nicht um Wahrheiten, sondern um Wahrneh- mung. Es ist egal, ob ich gar nicht un- freundlich sein wollte, wenn es mein Gegenüber aber genau so empfunden hat, dann ist es ein Faux-pas. BDAE: Woher kommt diese unter- schiedliche Wahrnehmung? Engler:Vieles hängt mit der grundle- genden Weltanschauung zusammen. Am deutlichsten wird dies immer wie- der, wenn ich Deutsche und Inder trai- niere. Während für Inder die Welt unbeherrschbar und ständig im Wandel ist, an den man sich anpasst, wollen wir Deutschen die Dinge lieber unter Kon- trolle haben. In der indischen Vorstel- lung, weiß man nie, was in der Zukunft passieren wird, deswegen sind nur si- tuative Reaktionen sinnvoll und langes Vorausplanen eben nicht. Die Deutschen wollen auf etwaige Ereignisse in der Zu- kunft vorbereitet sein und schmieden vorab Pläne für den Fall X und auch gleich für den Fall Y. DAS INTERVIEW © XtravaganT - Fotolia.com KULTURADVANTAGE: • Gründung: 2005 • Geschäftsführung: Iris Engler • Sitz: Frankfurt/Main • Tel.: 0162-2932997 • E-Mail: i.engler@kulturadvan- tage.com • Web: www.kulturadvantage. com
  5. 5. AUTOUNFALL IM AUSLAND: WAS ZU TUN IST Niemand möchte in einen Verkehrsun- fall geraten – noch weniger will man in einen Autounfall im Ausland verwickelt werden. Sollte dies unglücklicherweise dennoch geschehen, sollten Autofahrer im Ausland folgende Tipps des ADAC beherzigen: Nach einem Autounfall im Ausland sollte der Fahrer generell sofort anhal- ten, den Unfallort sichern und gegebe- nenfalls Verletzten helfen. Wie auch im Heimatland gilt es beim Verkehrsunfall im Ausland, Kennzeichen, Name und Anschrift von Fahrer und Halter der be- teiligten Fahrzeuge sowie deren Haft- pflichtversicherung und Versicherungs- nummer zu notieren. Solche detaillier- ten Informationen lassen sich mit Hilfe des Europäischen Unfallberichts doku- mentieren. Dieser sollte neben einer Grünen Versicherungskarte mit dem Geltungsbereich des Urlaubslandes in jedem Fahrzeug vorhanden sein. Hinweise zur Haftpflichtversicherung des anderen Beteiligten beim Autounfall im Ausland finden sich in einigen Län- dern (beispielsweise in Italien oder Frankreich) auf einer Plakette an der Windschutzscheibe. Ganz wichtig: Na- men und Anschrift von Unfallzeugen notieren. Hilfreich sind zudem Fotos vom Unfallgeschehen. Kommen Perso- nen zu schaden, ist der Sachschaden sehr hoch oder gibt es Streitfragen zwi- schen den Beteiligten, ist Unfallflucht der Fall oder kann etwa kein Versiche- rungsnachweis vorgelegt werden, sollte die Polizei kontaktiert werden. Des Weiteren weist der ADAC darauf hin, möglichst keine unverständlichen, fremdsprachigen Schriftstücke zu unter- schreiben und auch bei geringfügigen Verletzungen beim Autounfall im Aus- land einen Arzt noch im Land des Un- fallgeschehens aufzusuchen. Ein Attest hilft unter Umständen dabei, die mögli- chen Schmerzensgeldansprüche durchzusetzen. RECHTLICHES 5 ZU KALTE SCHIFFSKABINE: REISEPREIS MINDERT SICH Wenn Kreuzfahrtpassagiere wegen einer dauerhaft zu niedrigen Tempera- tur in der Kabine permanent frieren, müssen sie dies nicht so ohne Weiteres hinnehmen. Das hat das Oberlandesge- richt Koblenz entschieden (Az.: 5 U 1501/11). Darauf weisen tip.de und die CIBT VisumCentrale hin. Dem Urteil ging eine Klage zweier Pas- sagiere voraus, die eine 33 Tage andau- ernde Kreuzfahrt von Vancouver nach Auckland gebucht hatten. Durch eine beständig kalte Luftzufuhr in ihrer Ka- bine lag ihre Raumtemperatur nur bei rund 20 Grad. Dies empfanden die Rei- senden als zu kalt und bezeichneten die Atmosphäre deshalb als unangenehm. Sie verklagten die Reederei aufgrund der nicht richtig funktionierenden Klimaan- lage auf eine Minderung des Reisepreises und zusätzlich auch auf Schadensersatz wegen entgangener Urlaubsfreude. Das Gericht gab ihrer Klage allerdings nur teilweise statt. Dass die Klimaanlage in der Kabine nicht direkt zu steuern war, werteten sie als Reisemangel und sprachen den Klägern eine Reisepreis- minderung um 1.500 Euro zu (der Ge- samtpreis inklusive Flug lag für zwei Personen bei 25.663 Euro). Die Forde- rung nach Schadensersatz wiesen sie jedoch als übertrieben zurück. © Steve Young - Fotolia.com © Ralf Gosch - Fotolia.com UNFALL AUF BERGTOUR: REISEVERANSTALTER HAFTET Erleiden Urlauber auf einer gebuchten Bergtour einen Unfall, haftet unter Um- ständen der Reiseveranstalter. Das Ober- landesgericht (OLG) München hat in einem Urteil die Verkehrssicherungs- pflichten der Reiseveranstalter im Berg- sport und damit die Haftungsfragen neu definiert. Darauf weisen die Rechtsex- perten der ARAG hin. Seit diesem Urteil muss unter anderem der Reiseveranstalter Sicherheitsaspekte bereits bei der Auswahl und Planung der Bergtour berücksichtigen. Er ist insbe- sondere verpflichtet, ein Sicherheitskon- zept für jede Bergtour auszuarbeiten. Zudem muss der Veranstalter die beauf- tragten Bergführer instruieren, die spe- ziell für diese Tour erarbeiteten Sicher- heitsregeln einzuhalten. Der Reiseveranstalter ist außerdem vor und während einer Tour für die Sicher- heit seiner Kunden verantwortlich. Ebenfalls muss er sein Spezialwissen be- züglich der Gefahren einer Tour dem Kunden mitteilen. Es reicht laut den ARAG-Rechtsexperten nicht, im Katalog lediglich die körperlichen Anforderun- gen einer bestimmten Tour zu beschrei- ben. Auch die speziell mit dieser Tour verbundenen Risiken müssen im Pro- spekt benannt werden (OLG Mün- chen, Az.: 8 U 2053/01). © Ben Chams - Fotolia.com
  6. 6. HOCHZEIT MIT AUSLÄNDISCHEM PARTNER NICHT ANSETZBAR Die hohen Kosten einer Hochzeit, die entstanden sind, weil der Partner aus dem Ausland stammt, sind steuerrecht- lich keine außergewöhnlichen Belastun- gen. Dies geht aus einem Urteil des Finanzgerichts (FG) Berlin-Brandenburg hervor, über welches das Portal www.steuersparen.de berichtet. Die Klägerin hatte einen kanadischen Staatsbürger geheiratet. Neben den üb- lichen Kosten einer Hochzeit fielen dabei auch unter anderem besondere Verwal- tungsgebühren und Aufwendungen für Dolmetscherleistungen an. Außerdem hatte die Klägerin die Flugkosten des Bräutigams nach Deutschland über- nommen. Diese Aufwendungen sind nach Auffas- sung der Richter zum einen nicht als au- ßergewöhnlich anzusehen, weil eine Eheschließung mit einem ausländischen Staatsbürger ein häufig vorkommender Vorfall sei. Zudem seien die Aufwen- dungen auch nicht zwangsläufig ent- standen, weil die Klägerin nicht ge- zwungen gewesen sei, ihren Partner zu heiraten. Selbst wenn die Ehe im Allgemeinen eine anerkannte und förderungswürdige Institution sei und die Klägerin in ihrem besonderen Fall möglicherweise wegen der erleichterten Erlangung einer Auf- enthaltserlaubnis in Kanada ein beson- ders Interesse an der Eheschließung gehabt haben mag, so gebe es gleich- wohl keinen Anspruch auf eine unbe- grenzte Subventionierung von Aufwen- dungen im Zusammenhang mit dem Eingehen einer Ehe. (FG Berlin- Brandenburg, Az.: 7 K 7030/11) RECHTLICHES 6 WICHTIGE ÄNDERUNGEN BEIM AUSLANDS-BAFÖG Gute Nachrichten für potenzielle deut- sche Auslandsstudenten: Die deutsche Regelung für den Bezug von Auslands- BAföG verstößt gegen das EU-Recht. Das hat ein aktuelles Urteil des Europäi- schen Gerichtshofes (EuGH) ergeben. Damit deutsche Studierende auch im Ausland eine einjährige Förderung er- halten, müssen sie beim BAföG-Amt bis- lang nachweisen, dass sie während eines Zeitraums von mindestens drei Jahren vor Beginn der Ausbildung in Deutschland einen ständigen Wohnsitz hatten. Die EuGH-Richter hatten nun zu klären, ob diese Regelung gegen das Recht auf Freizügigkeit verstößt. Geklagt hatten zwei deutsche Studen- ten, denen die Finanzierung ihres kom- pletten Studiums verweigert wurde. Eine Klägerin wurde in Deutschland geboren, lebte mehrere Jahre mit ihren Eltern in Tunesien und machte dann in Deutsch- land ihr Abitur. Für eine Dauer von zwei Jahren und acht Monaten lebte sie in Deutschland, bis sie dann im Herbst 2009 ein Studium an der Erasmus Uni- versität Rotterdam begann. Ähnlich erging es einem deutschen Stu- denten, der bis zum Alter von 11 Jahren in Deutschland lebte und dann für meh- rere Jahre mit seinen Eltern nach Spa- nien zog. Im Herbst 2009 schrieb er sich für ein Studium auf den Balearen in Palma de Mallorca ein. Weil er nicht nachweisen konnte, dass er vor Beginn seines Studiums drei Jahre in Deutsch- land gewohnt hatte, wurde ihm eben- falls BAföG verweigert. Die deutsche Regierung hatte damit ar- gumentiert, dass nur jene deutschen Studenten im Ausland per BAföG geför- dert werden sollen, die mindestens drei Jahre am Stück in Deutschland gelebt haben und somit ein Mindestmaß an In- tegration aufweisen könnten. Nur so könne man davon ausgehen, dass das Prinzip der Ausbildungsförderung auf- rechterhalten bleiben könne. Die Richter am EuGH sahen dies etwas differenzierter. Zwar sei es legitim, dass ein Mitgliedstaat nur Studierende för- dert, die eine hinreichende Integration in die Gesellschaft nachweisen können, allerdings sei diese Forderung zu einsei- tig und gehe über die eigentliche Inten- tion des Staates hinaus. Sinngemäß sagt es nichts über die Verbundenheit mit sei- nem Staat aus, wenn nur auf die ver- gangenen drei Jahre abgestellt wird. Wie bei den beiden Klägern kann es sein, dass etwa die Schulzeit oder an- dere Faktoren wie die Familie, Sprach- kenntnisse oder bestehende soziale Bindungen für eine feste Verbun- denheit mit dem Staat sprechen. © DOC RABE Media - Fotolia.com © doomu - Fotolia.com
  7. 7. 7 WIE MAN INTERNATIONALE TEAMS FÜHRT Eine chinesische Tochterfirma soll inte- griert, internationale Teams wollen ge- führt werden, doch der deutsche Pro- jektleiter ist am Verzweifeln: schon wie- der hinterfragen die chinesischen Team- mitglieder die bereits beschlossenen Schritte. Nichts setzen sie um, und die deutschen Kollegen verstehen nicht, weshalb. Der Projektleiter führt immer wieder Gespräche mit den Chinesen, und versucht, ihr Verhalten zu verste- hen. Denn er braucht jetzt schnell eine Lösung, sonst scheitert sein gesamtes In- tegrations-Projekt. Diese Schwierigkeiten sind nahezu nor- mal – Kommunikation, Diskussionen, Absprachen und Umgang mit Planun- gen sowie Verhalten in Konflikten gel- ten als Bereiche mit den größten Un- terschieden und Herausforderungen in der internationalen Zusammenarbeit. Dahinter stecken unterschiedliche kultu- relle Prägungen und damit andere Ein- stellungen und Erwartungen. Und diese erschweren die Führung eines interna- tionalen Teams um einiges. KUlTUREllE UNTERSCHIEDE MA- CHEN DIE ZUSAMMENARBEIT KoMPlIZIERT Deutsche Mitarbeiter und Teamleiter sehen ihre Geschäftsgepflogenheiten als das Normale und Richtige an. Genauso geht es auch den Kollegen aus anderen Ländern – das Fremde gilt mindestens als ungewöhnlich, oft sogar als falsch. Das betrifft fast alle Bereiche der Zu- sammenarbeit: die Kommunikation, den Führungsstil, das Delegieren von Aufga- ben, die Bedeutung von Terminen und das Verständnis von Zeit, den Umgang mit Risiken und das Treffen von Ent- scheidungen, bis hin zum Umgang mit- einander und die Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzten sowie nicht zuletzt das Vertrauen in den anderen schlechthin. In westlichen Ländern wird etwa der rege Austausch in Gesprächs- runden und Meetings gerne gesehen, während in asiatischen Ländern höfliche Zurückhaltung als angemessen gilt. Diese unterschiedlichen Sichtweisen in internationalen Teams verursachen Kon- flikte und kosten Zeit. Es ist Aufgabe des Teamleiters, damit umzugehen und ge- genseitigen Respekt zu vermitteln, sowie Einfühlungsvermögen, aber auch das Einhalten gewisser Regeln zu fördern. Es wird kaum möglich sein, die Auseinan- dersetzungen von vornherein zu ver- meiden; denn es dauert einige Zeit, bis die Teammitglieder Verständnis und Ver- trauen entwickeln und die Sichtweisen der anderen akzeptieren. PERSöNlICHES KENNENlERNEN BEI INTERNATIoNAlEN TEAMS IST ENT- SCHEIDEND All dies wird noch dadurch erschwert, dass internationale Teams oft über große Distanzen hinweg zusammen ar- beiten. Dann können alle Unsicherhei- ten nicht einfach im täglichen Umgang miteinander aufgelöst werden – man trifft sich eben nicht schnell zum Kaffee oder isst gemeinsam zu Mittag. Deshalb ist es besonders wichtig, beim Projekt- start genügend Zeit zum Kennenlernen einzuplanen. So können die Kollegen miteinander ins Gespräch kommen und ein Verständnis für die anderen Denk- und Arbeitsweisen entwickeln – denn dafür bleibt später im Projektverlauf kaum noch Gelegenheit. Dem Teamleiter kommt eine besondere und oft schwierige Rolle zu. An ihm hängt es, Unterschiede zu überbrücken und darauf zu achten, dass die gemein- samen Regeln auch eingehalten wer- den. EXPATRIATES © sibgat - Fotolia.com
  8. 8. 8 HIlFREICHE FüHRUNGSINSTRU- MENTE • Das Projektziel auf die einzelnen Teammitglieder herunter brechen: si- cherstellen, dass alle den Zusammen- hang zwischen Aufgabe und Pro- jektziel verstehen. • Transparenz über den Projektfort- schritt herstellen: jeder ist sich in jedem Moment klar über den Grad der Zielerreichung und die Konse- quenzen bei Abweichung. • Die Agenda für virtuelle Teamsitzun- gen wird vorher vereinbart und be- kannt gegeben. Am Ende wird kon- trolliert, ob alle Punkte besprochen sind. • Entscheidungen, die für den Arbeits- fortschritt wichtig sind, werden sofort in der Teamsitzung gefällt und nicht aufgeschoben. Falls dies nicht mög- lich ist, werden die nächsten Schritte mit Verantwortlichen und Terminen festgelegt. • Der Arbeitsfortschritt der Teammit- glieder wird immer wieder unter vier Augen persönlich oder am Telefon kontrolliert. Bei Verzug hilft der Team- leiter weiter, wenn Konflikte mit dem originären Arbeitsbereich entstehen, wird der disziplinarische Vorgesetzte hinzugezogen. • Der Teamleiter gibt nach Projektab- schluss eine separate Leistungsbeur- teilung und Empfehlung zur Weiter- entwicklung für jedes Teammitglied an den disziplinarischen Vorgesetz- ten. Wenn internationale Teams auch länger brauchen, um in eine produktive Zu- sammenarbeit zu finden, so sind sie auf lange Sicht doch erfolgreicher als Teams mit gleichem Hintergrund. Denn durch die unterschiedlichen Sichtweisen wer- den auch neue und ungewöhnlichere Ideen hervorgebracht, die zu innovati- ven Lösungen führen können. Voraus- gesetzt, die Vorschläge von allen wer- den unvoreingenommen diskutiert und zu Ende gedacht. . EXPATRIATES DIE AUTOREN: • Jörg Bürkle und Uwe Scha- runge sind Geschäftsführer von Bürkle, Scharunge + Part- ner: Als Interim Executive Manager bei Integration, Re- strukturierung und Neuorien- tierung in multinationalen Unternehmen halten sie den Geschäftsführern und Inves- toren den Rücken frei. Seit über 20 Jahren sind beide in leitenden Positionen bei tech- nischen und internationalen Unternehmen tätig. Ihre Bran- chenschwerpunkte sind die Automobilindustrie und der Anlagenbau. Weitere Informationen unter: www.bsp-interim.com © vege - Fotolia.com
  9. 9. ENTFÜHRUNGSFÄLLE IM AUS- LAND: EXPATS VORBEREITEN Immer wieder werden Expats, Ge- schäftsleute und Entwicklungshelfer sowie Touristen im Ausland Opfer von Kidnapping, Raub und einfachen Dieb- stählen. Erst Mitte Mai sind drei Mitar- beiter der Organisation »Grünhelme e.V.« in Syrien entführt worden. Der Ver- ein hilft vor Ort dabei, Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen wieder auf- zubauen und kämpft für eine friedliche Verständigung Menschen unterschiedli- cher Religionszugehörigkeit untereinan- der. Inzwischen sind zwei der drei Mitarbeiter Medienberichten zufolge wieder frei. Doch die Gefahr bleibt. Einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind derzeit auch Expats in Ägypten oder der Türkei, wo es fast tagtäglich zu gefähr- lichen Ausschreitungen kommt. Die Gründe für Entführungen von Aus- ländern sind vielfältig: Manche Täter wollten damit auf politische Anliegen aufmerksam machen, anderen ging es vor allem um Geld. Die Zahl solcher Ge- walttaten steigt, wie Statistiken bestäti- gen. Allein zwischen 1998 und 2008 habe sich die Zahl der Entführungen von Geschäftsreisenden und Expatriates ver- doppelt. Die rechtlichen Grenzen der Fürsorge- pflicht des Arbeitgebers bei Auslands- einsätzen sind noch immer fließend. Aber Fakt ist: Schlimmstenfalls steht das Unternehmen in der Haftung, wenn ein Mitarbeiter während seines Auslandauf- enthaltes in einem als risikoreich einge- schätzten Land entführt oder bei einem Anschlag verletzt wird und sich im Nach- hinein herausstellt, dass sein Unterneh- men die Gefahr unterschätzt und die Sorgfaltspflicht verletzt hat. Bei einer schuldhaften Verletzung der Fürsorge- pflicht ist das Unternehmen zu Scha- densersatz verpflichtet. Mehr denn je sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter in Regionen mit erhöhten Si- cherheitsrisiken vorab intensiv schulen, etwa in Form eines interkulturellen Si- cherheitstrainings. Anhand von Hinter- grundinfos, Fakten und praktischen Übungen werden Mitarbeiter im Aus- land sowohl auf potenzielle interkultu- relle Konflikte als auch auf konkrete Ge- fahrensituationen vorbereitet. Mehr Infos dazu hier. EXPATRIATES 9 SICHERHEIT AM ARBEITSPLATZ IN GROSSBRITANNIEN Die Rechtsabteilung der Deutsch-Briti- schen Industrie- und Handelskammer in London (AHK) hat kürzlich ein neues Merkblatt in deutscher Sprache veröf- fentlicht. »Health & Safety – Sicherheit am Arbeitsplatz in Großbritannien« ver- mittelt einen umfassenden Überblick über die Anforderungen des Arbeits- schutzes. Es richtet sich in erster Linie an kleine und mittelständische Unterneh- men, die in Großbritannien Arbeitneh- mer beschäftigen und erläutert die wich- tigsten Regelungen sowie die Pflichten des Arbeitgebers. Praktische Tipps sowie weiterführende Links zu entsprechen- den Partnern bieten einen umfassenden Einstieg in dieses komplexe Thema. Die Broschüre ist erhältlich bei der AHK über legal@ahk-london.co.uk oder kann online bestellt werden. © iQoncept - Fotolia.com © arahan - Fotolia.com
  10. 10. 5 TIPPS FÜR CHINA-EXPATRIATES In einer offenen Umfrage unter 75 Per- sonen hat sich das ICC-Portal bei seinen Lesern erkundigt, was ihrer Meinung nach die wichtigsten Maßnahmen bei der China-Vorbereitung sind; mehrere Nennungen waren möglich. Die Liste mit den häufigsten Empfehlungen für den Schritt ins Reich der Mitte sieht wie folgt aus. 1. INTERKUlTUREllES TRAINING BESUCHEN Insgesamt wurde 36 Mal empfohlen, ein Training oder ein Seminar zur interkul- turellen Vorbereitung zu besuchen, um für die Zeit in China gewappnet zu sein. Zwar seien dadurch nicht alle Probleme lösbar, aber mindestens die ersten Unsi- cherheiten lassen sich reduzieren. 2. oFFENHEIT ANGEWöHNEN Offenheit wurde 24 Mal als wichtig be- zeichnet, dabei wurde sie mehrfach in Verbindung mit Neugier oder Flexibilität genannt. Man solle versuchen, die »deutsche Brille« abzunehmen, damit man in China »neu anfangen« könne. 3. SPRACHKoMPETENZ ERWERBEN Das Chinesische lässt sich bekanntlich nicht über Nacht lernen, dennoch hiel- ten viele diesen Punkt für besonders wichtig. 18 der Befragten gaben an, dass man sich auch sprachlich auf China vorbereiten solle. Wenigstens das Nötig- ste sollten Expats für den Alltag parat haben. 4. GEDUlD ANEIGNEN Nicht nur eine Tugend, sondern in China ein absolutes Muss sei eine gute Portion Geduld, fanden 13 der Befragten. Diese sei im Alltag von Beruf und Privatleben gleichermaßen zu empfehlen. Denn wer in China zu ungeduldig ist, mache sich das Leben schwerer als nötig. 5. MEDIZINISCHE VERSoRGUNG EIN- PlANEN Wer nach China geht, der sollte sich vorab mit den notwendigen Impfungen versorgen, erklärten immerhin neun Per- sonen. (Dies ist für einige Regionen in China wichtiger als für andere.) Spezielle Medikamente und Drogerie-Artikel sei- en auch nicht zu vergessen. Tatsächlich sind manche Cremes und Deodorants im Reich der Mitte nur schwer Jeder dritte deutsche Absolvent JEDER DRITTE DEUTSCHE ABSOLVENT WAR IM AUSLAND Jeder dritte deutsche Absolvent war während seines Studiums im Ausland. Zudem verbringen immer mehr deut- sche Studierende ein komplettes Stu- dium im Ausland. Dies sind Ergebnisse einer Studie, die gemeinsam vom Deut- schen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und vom HIS-Institut für Hoch- schulforschung (HIS-HF) herausgegeben wird. teuer zu bekommen. Verändert hat sich auch die Struktur der Auslandsmobilität: Studenten gehen heute deutlich früher und etwas kürzer ins Ausland und nutzen zunehmend auch die Zeit zwischen den Bachelor- und Masterstudium für Auslandsaufenthalte. Deutlich und kontinuierlich zugenom- men hat die Zahl der deutschen Studie- renden, die ihr komplettes Studium im Ausland verbringen: Im Jahr 2010 stu- dierten rund 127.000 deutsche Studie- rende in anderen Ländern, um dort einen Hochschulabschluss zu erwerben. Diese Zahl ist mehr als doppelt so hoch wie zehn Jahre zuvor (rund 52.000). Während ihres Studiums gehen vor allem Studenten der Wirtschaftswissen- schaften, der Sprach- und Kulturwissen- schaften sowie der Medizin ins Ausland. Besonders beliebt sind Aufenthalte in Großbritannien, Frankreich, Spanien und den USA. Die Mehrzahl der aus- landsmobilen Studierenden berichtet von prägenden Erfahrungen: neuen Freundschaften, verbesserten Fremd- sprachenkenntnissen, Gewinn an Selb- ständigkeit und neuen Sichtweisen auf Gast- wie Heimatland. Damit wirken sich die Auslandserfahrungen offenbar positiv auch auf die Entwicklung der Per- sönlichkeit der Studenten aus. Und auch die späteren Karrieremöglichkeiten sind höher als ein Studium ohne Auslands- aufenthalt. Umgekehrt haben sich auch an den deutschen Hochschulen mehr ausländi- sche Studierende denn je eingeschrie- ben. 2012 studierten laut Statistischen Bundesamt 265.000 ausländische Stu- dentinnen und Studenten in Deutsch- land; damit kommt etwa jeder zehnte Studierende aus dem Ausland. 10 EXPATRIATES © yolande1955 - Fotolia.com
  11. 11. 11 LUFTHANSA Pünktlich zur Ferienzeit bietet Lufthansa ihren Kunden auf den Flughäfen Frank- furt, München und Hamburg einen neuen Service. Reisende, die sich online, mobil oder an einem der Check-in-Au- tomaten eine Bordkarte ausgestellt haben, können ihre Koffer ohne lange Wartezeit ab sofort an einem der insge- samt 39 Gepäckautomaten selbst auf- geben. Wie funktioniert dieser neue Service? Der Barcode der Bordkarte wird auf den Scanner gelegt und die Flugdetails über- prüft. Wenn alle Angaben stimmen, wird auf »Gepäck aufgeben« gedrückt und das Gepäckstück auf das Band ge- stellt. Der Automat erstellt einen selbst- klebenden Gepäckanhänger, der am Koffer befestigt wird. Abschließend wird der Abtransport bestätigt und ein Beleg über das abgegebene Reisegepäck ge- druckt. In Frankfurt befinden sich jeweils acht in den Abflughallen A und B des Terminals 1. In München sind 13 der neuen Auto- maten am südlichen und sechs am nörd- lichen Seiteneingang des Terminals 2 zu finden. Und in Hamburg stehen vier Ge- päckautomaten am »Inselkopf« der Check-in Reihen sieben und acht des Terminals 2. Daneben bietet Lufthansa noch einen weiteren neuen Service für Familien mit Kindern in Frankfurt und München an. Kinderfreundlich gestaltete Familien- schalter sollen Reisenden mit Kindern bis zwölf Jahren das Einchecken erleichtern. So führt der Weg zum neuen Family- Check-in über einen als Startbahn ge- stalteten Teppich und entlang von Mo- nitoren, auf denen die Maskottchen »Lu« und »Cosmo« die kleinen Passa- giere am Flughafen begrüßen. Die Service-Mitarbeiter der Lufthansa beachten beim Ausstellen der Bordkar- ten die Sitzplatzwünsche der Familien und besondere Betreuungsangebote an Bord. Mitreisende Kuscheltiere erhalten eine eigene »Teddy-Bordkarte«. Er- wachsene Passagiere können sich am Familienschalter zusätzlich eine Bro- schüre mit dem Titel »Familienlotse« ab- holen. Diese enthält neben Tipps zur Lage von Kinderspielplätzen, Wickelti- schen, Restaurants mit Kindermenüs, Apotheken, Supermärkten und der nächsten Aussichtsterrasse auch Gut- scheine für Vergünstigungen am Air- port. In Frankfurt ist der Family-Check-in-Be- reich zentral im Terminal 1, Halle B an den Countern 336-338 jetzt eröffnet worden. In München können Familien den Sonderschalter im Terminal 2 an den Schaltern 425 und 426 ab Ende Juli nutzen. ++++++++++++++++++++++++++++ WIZZ AIR Die ungarische Low-Cost-Airline verbin- det ab sofort den Flughafen Dortmund mit Donezk. Damit ist die Millionenme- tropole neben Kiew und Lwiw das dritte Ziel der Wizz Air in der Ukraine, das ab Dortmund angeflogen wird. Der meistgenutzten Flughafen der Ukraine wird ab sofort dienstags und samstags angeflogen. An beiden Tagen starten die Maschinen um 12.35 Uhr in Dortmund und landen um 16.45 Uhr in der fünftgrößten Stadt der Ukraine. Von dort aus geht es nach einem halbstün- digen Aufenthalt um 17.15 Uhr wieder zurück nach Deutschland. Die Flieger er- reichen die nordrheinwestfälische Me- tropole um 19.35 Uhr. (Alle Zeiten sind Ortszeiten.) ++++++++++++++++++++++++++++ AIRLINE NEWS © bluedesign - Fotolia.com
  12. 12. 12 FLUGHAFEN CHICAGO O‘HARE 1-Stop – so heißt der neue Service des Flughafens Chicago O’Hare, der inter- nationalen Fluggästen, die am Terminal 5 ankommen und nur mit Handgepäck reisen, eine schnellere Einreise ermögli- chen soll. Dabei können Passagiere zur Einreise ins Land einen neuen Ankunfts- bereich nutzen, wo sie Einreise- und Zollformalitäten gleichzeitig erledigen. Wie der Betreiber des Flughafens, das Chicago Department of Aviation, mit- teilt, kommen täglich rund 14.500 in- ternationale Fluggäste am Terminal 5 an. Davon sind etwa zehn Prozent, die aus- schließlich mit Handgepäck reisen, da- runter viele Geschäftsreisende, die nur für kurze Zeit in der Millionenmetropole am Südwestufer des Michigansees blei- ben. ++++++++++++++++++++++++++++ GERMANIA Die deutsche Airline Germania wird ab dem 1. November dieses Jahres alle Li- nien- und Charterflüge vom Flughafen Berlin-Schönefeld starten. Ursächlich für den Umzug vom bisheri- gen Standort Berlin-Tegel nach Berlin- Schönefeld sind nach Angaben der Airline Kostenersparnisse. Germania Technik Brandenburg, ein Tochterunter- nehmen von Germania, betreibt in Ber- lin-Schönefeld bereits gemeinsam mit Airberlin einen Wartungshangar. Die Konzentration des Flugbetriebs an einem Standort erlaube der Germania den Abbau kostenintensiver Doppel- strukturen. Daneben lassen sich Positio- nierungsflüge zwischen beiden Airports vermeiden. Gleichzeitig erweitert Germania ihren Flugplan um zwei neue Moskau-Verbin- dungen. Dies geht aus dem jetzt online veröffentlichten Winterflugplan der Air- line hervor. Ab Dezember dieses Jahres wird der Flughafen Moskau-Domode- dovo sowohl von Karlsruhe als auch von Leipzig angeflogen. Vom zweitgrößten Flughafen Baden-Württembergs geht es zweimal die Woche in die größte Stadt Russlands. Geflogen wird ab dem 4. De- zember immer montags und donners- tags. Ebenfalls montags und donners- tags findet die neue Non-Stop-Verbin- dung ab Leipzig in die russische Haupt- stadt statt. Germania fliegt Moskau nun von drei deutschen Flughäfen an. Bereits im Mai hatte die Airline seine neue Moskau-Ver- bindung ab Bremen ins Programm auf- genommen. ++++++++++++++++++++++++++++ EASYJET Die britische Billigairline Easyjet bietet mit Beginn des Winterflugplans 2013 eine neue Verbindung zwischen Deutschland und Österreich an. Bis zu fünfmal pro Woche soll es von Berlin nach Salzburg gehen. Der erste Flieger von Schönefeld in die Mozartstadt wird am 12. Dezem- ber abheben. Diese neue Route wird nach Angaben der Airline die erste Verbindung von Deutschland nach Österreich sein. Easy- jet wolle in der Hauptstadt wachsen und weitere Direktflüge von Berlin in europäische Städte anbieten. ++++++++++++++++++++++++++++ AIRLINE NEWS © Jelica Videnovic - Fotolia.com
  13. 13. NEUE VERSICHERUNG FÜR GOLFREISEN Golfen ist bekanntermaßen kein günsti- ger Sport. Wenn nun das Golfbag un- terwegs verlorengeht, ist dies nicht nur ärgerlich, sondern bedeutet zugleich einen finanziellen Verlust, für den die Deckungssumme vieler Versicherungen nicht ausreicht. Die Allianz Global Assi- stance (AGA) hat deshalb jetzt einen Reiseschutz mit spezifischen Extras für Golfreisen auf den Markt gebracht. Der ELVIA Golf-Reiseschutz ist eine Rei- segepäckversicherung, die ausdrücklich auch die Golfausrüstung absichert – und zwar bis zu einer Summe von 2.000 Euro pro Person beziehungsweise 4.000 Euro pro Paar oder Familie. Diese Versi- cherungssumme kann bei Bedarf sogar erhöht werden. Der Schutz ist auf der ganzen Welt gültig und hat keinen Selbstbehalt. Abgedeckt sind alle Golf- reisen bis maximal 45 Tage. Darüber hin- aus bietet die Police eine Startzeiten- Ausfallversicherung: Sollte eine ge- buchte Runde etwa durch Doppelbu- chung oder schlechtes Wetter ausfallen, erstattet die Versicherung pauschal 30 Euro pro Person und Tag beziehungs- weise 50 Euro für Paare und Familien. Ein weiterer ganz besonderer Schutz, den das neue Produkt bietet, ist eine so genannte Hole-in-one-Versicherung. Wem dieses Kunststück bei einem offiziellen Turnier glückt, der kann anschließend entspannt die obligatorische Bewirtung von Mitspielern und Gästen überneh- men. Denn: Die Versicherung übernimmt die Kosten bis zu 1.500 Euro. Der Golf-Reiseschutz kostet 18 Euro pro Person, beziehungsweise 35 Euro für Paare und Familien und kann kurzfristig bis zum Abreisetag abgeschlossen wer- den. Die kostenlose Reise-Assistance der AGA ist ebenfalls eingeschlossen. FRAUEN BESONDERS REIF FÜR DEN URLAUB Nahezu die Hälfte aller weiblichen Ar- beitnehmer hat das Gefühl, extrem ur- laubsreif zu sein. Bei den Männern waren es dagegen nur 28 Prozent. Dies hat eine Umfrage der Jobbörse Careesma ergeben. Wie urlaubsreif jemand ist, hängt offenbar auch vom Alter ab. Jün- gere Arbeitnehmer gaben deutlich häu- figer an, freie Tage zu brauchen. Bei den Unter-30-Jährigen wünschen sich rund 55 Prozent dringend eine Auszeit, diese Zahl verringert sich bei den Über-51-Jäh- rigen auf 23 Prozent. Wird der Urlaub schließlich angetreten, suchen 47 Prozent Entspannung und Er- holung im Umkreis der eigenen vier Wände. Einen Urlaub im Inland verbrin- gen 13 Prozent und immerhin 40 Pro- zent reisen ins Ausland. Wozu der Urlaub verwendet wird, ist bei den meisten eindeutig: An erster Stelle steht Entspannung, gefolgt vom Wunsch, viel Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Immerhin ein Drittel gibt an, im Urlaub aktiv sein zu wollen und viel Sport zu betreiben. Bei der Rückkehr in den Job fühlt sich der Großteil gut – jeder zweite der Be- fragten findet, dass es danach mit mehr Schwung und Motivation weitergeht. Allerdings ist mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) deprimiert und würde am liebs- ten weiterhin dem Arbeitsplatz fern blei- ben. Frauen haben an der Rückkehr etwas stärker zu knabbern als ihre männlichen Kollegen. 27 Prozent sind niedergeschlagen, bei den Män- nern ist es nur knapp ein Fünftel. 13 VERMISCHTES © Gina Sanders - Fotolia.com © pixelrobot - Fotolia.com WIE VIELE RENTEN INS AUSLAND GEHEN Rund 1,7 Millionen Rentner im Ausland erhalten von der Deutschen Rentenver- sicherung aktuell eine Rentenzahlung. Das entspricht fast sieben Prozent sämt- licher Rentenzahlungen. Dabei gehen rund 64 Prozent der Aus- landsrenten in Länder der Europäischen Union. Das entspricht insgesamt mehr als einer Million Zahlungen. Etwa 300.000 Renten werden in die übrigen europäischen Länder gezahlt. Die restli- chen Auslandsrenten gehen in verschie- dene Länder weltweit. Den höchsten Anteil daran hat die USA mit insgesamt 113.000 Zahlungen. Das Gros (87 Prozent) aller Auslandsren- ten beziehen ausländische Staatsange- hörige, die durch ihre Beitragszahlungen an die Deutsche Rentenversicherung Rentenansprüche erworben haben. Le- diglich 13 Prozent der Renten werden auf der Grundlage von Beitragszahlun- gen an Deutsche ausgezahlt, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufent- halt fest im Ausland haben. Auch dort hat die USA mit gut 25.000 Ren- ten den höchsten Anteil. © fasphotographic.com
  14. 14. 14 KRANK IM AUSLAND: GESUND- HEITSSPRACHFÜHRER HILFT Ganz gleich, ob es ein verdorbener Magen ist, ein falscher Tritt beim Berg- wandern oder der Stachel eines Seeigels im Fuß. Wer im Ausland zum Arzt muss, hat oft mit Verständigungsproblemen zu kämpfen. Die ARAG-Rechtsexperten er- läutern in einem Sprachführer Gesund- heit, wie man sich beim Arztbesuch verständlich macht und warum eine pri- vate Auslandsreisekrankenversicherung wichtig ist. Dafür haben sie einen nützlichen Be- gleiter entwickelt und Gesundheitsvo- kabeln in fünf Sprachen zusammen- gefasst. Weil Urlaubszeit kostbar ist, soll- ten notwendige Aufenthalte beim Arzt reibungslos ablaufen. Doch wie fragt man auf Italienisch nach dem nächstge- legenen Krankenhaus? Wie macht man einem spanischen Arzt klar, was einem fehlt? Die ARAG-Rechtsexperten haben die wichtigsten Begriffe in die gängigen Urlaubssprachen übersetzt. Der »Sprach- führer Gesundheit« steht hier zum Download bereit. Grundsätzlich sind Mitglieder der ge- setzlichen Krankenkassen auch im Euro- päischen Ausland versichert. Allerdings warnen die ARAG-Experten vor überzo- genen Vorstellungen, wenn es um die Kostenübernahme im Ausland geht. Die gesetzlichen Kassen übernehmen Ko- sten lediglich in Höhe einer in Deutsch- land üblichen Behandlung. Sonderkos- ten, die beispielsweise entstehen kön- nen, weil der Arzt am Urlaubsort oder das dortige Krankenhaus Touristen wie Privatpatienten abrechnet, übernehmen die deutschen Kassen nicht. Genauso wenig zahlen die gesetzlichen Kranken- versicherer einen Rücktransport, selbst wenn dieser medizinisch sinnvoll ist, weil es vor Ort etwa an Spezialisten fehlt. GESUNDHEIT INTERNATIONAL ABU DHABI: KEINE EINREISE OHNE AUSLANDS-KV Wer ohne eine Auslandskrankenversi- cherung in Abu Dhabi einreist, wird di- rekt am Flughafen wieder nach Hause geschickt. Darauf weist das Portal just- landed hin. Unabhängig davon, ob man als Tourist oder Expat Abu Dhabi be- sucht, eine gültige Krankenversicherung ist dort ein Muss. Diese rechtliche Rege- lung hat viele Ausländer verwirrt, insbe- sondere angesichts der Tatsache, dass sich das Nachbar-Emirat Dubai diesbe- züglich bislang etwas weniger streng gezeigt hat. Dort dürfen Expats (noch) sogar mit einer einfachen Reisekranken- versicherung einreisen. Tatsache jedoch ist: In Abu Dhabi funktioniert dies nicht. Besonders leichtfertig gehen offenbar britische Expats mit ihrem Kranken- schutz um. Von den rund 150.000 Ex- pats, die jährlich Großbritannien ver- lassen, würden sich sehr viele nicht um ihre Gesundheitsversorgung kümmern. Demnach gehen sie davon aus, dass man sie im Notfall im Ausland schon versorgen werde. Experten warnen al- lerdings davor, sich darauf zu ver- lassen. AUSLANDS-KV FÜR EXPATS: ASTHMA MITVERSICHERN Mehr als 235 Millionen Menschen leiden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge an Asthma. Betroffen sind auch viele Kinder. Gesundheitsdienstleister wie MediCare weisen deshalb insbeson- dere Expats, die mit der gesamten Fami- lie ins Ausland gehen, darauf hin, eine Krankenversicherung abzuschließen, die Leistungen bei chronischen Asthmaer- krankungen und deren Folgen ein- schließt beziehungsweise signifikante Kostenerhöhungen abdeckt. Diese kön- nen bei Asthma schnell entstehen, da Patienten unter Umständen teure Rönt- gen- Lungenfunktions- und Allergietests benötigen, um den Schweregrad von Asthma zu ermitteln. Expats bezie- hungsweise deren Arbeitgeber sollten bei der Wahl der Auslandskrankenversi- cherung darauf achten, dass chronische Erkrankungen im Versicherungsschutz eingeschlossen sind. Die Expat-Business-Tarifreihe für ent- sandte Mitarbeiter und deren Angehöri- gen bei der BDAE GRUPPE gewähr- leisten diesen Schutz. Wer als Arbeit- nehmer entsandt ist, erhält eine Kran- kenversicherung, in der Vorerkrankun- gen und bestehender Behandlungsbe- darf eingeschlossen sind. Dieser Schutz erstreckt sich auch auf die mitver- sicherten Angehörigen. © zentilia - Fotolia.com © tashatuvango - Fotolia.com© tashatuvango - Fotolia.com © Andrzej Fryda - Fotolia.com© Andrzej Fryda - Fotolia.com © MaxWo - Fotolia.com
  15. 15. 15 AUS ALLER WELT © Photo-K - Fotolia.com UNGARN FÜHRT MAUT EIN Ungarn hat zum 1. Juli dieses Jahres auf definierten Autobahnen, Autostraßen und Nationalstraßen eine Mautpflicht für alle Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen eingeführt. Damit passt sich der Staat offenbar hin- sichtlich der Verkehrsnormen an die EU- Standards an. Wie tip.de und die CIBT VisumCentrale berichten, kann die streckenabhängige elektronische Maut über ein Bordgerät (Mautmanager) oder über den Kauf eines Streckentickets be- zahlt werden. Die Höhe der Maut hängt vom benutzen Straßentyp, von der Fahr- zeugkategorie sowie von der Umwelt- klasse ab. Die Zahlungen können in Forint oder Euro beglichen werden, per Bankkarte oder auch per Kraftstoffkar- ten der Vertragspartner. Nähere Infor- mationen gibt es unter www.hu-go.hu oder unter www.ungarn-touris- mus.de. © VolkOFF-ZS-BP - Fotolia.com BUSINESS-KNIGGE ITALIEN Die Fettnäpfchen im Auslandsgeschäft lauern überall. Bereits eine falsche Geste kann zum Scheitern eines Projekts füh- ren. Damit die Kommunikation mit ita- lienischen Geschäftspartnern erfolgreich verläuft, hat der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in Bayern jetzt den »BusinessKnigge Ita- lien« veröffentlicht und zum kostenlo- sen Download bereitgestellt. In dem kleinen Ratgeber stehen zehn Tipps für den gelungenen Umgang mit Geschäftspartnern aus Bella Italia. Dort ist zum Beispiel zu lesen, dass im Land der Mode ein kurzärmeliges Hemd für ein geschäftliches Treffen ein Tabu ist. Bei der Gesprächsführung ist hingegen Flexibilität und Geduld gefragt. Sich akri- bisch an eine Agenda zu halten, ist in Italien nicht üblich. Der Knigge lässt sich kostenlos von der Website des Verban- des unter www.bdue-bayern.de herun- terladen – dort steht er im Bereich »Publikationen für Auftraggeber« unter »BusinessKnigge«. Die Kenntnisse über Sitten und Gebräu- che anderer Länder gehören für Dol- metscher und Übersetzer zur täglichen Arbeit. »Interkulturelle Kompetenz ist für unseren Job enorm wichtig«, so Isa- belle Hofmann, Vorstandsmitglied im BDÜ Landesverband Bayern. Die gebür- tige Französin hat als Dolmetscherin und Übersetzerin schon so manche Klippe für Auftraggeber umschifft. Ihr Tipp: »Die deutsche Direktheit kommt bei Menschen anderer Kulturen oft nicht gut an.« Deutsche Unternehmer müss- ten ihr Anliegen deshalb besser verpak- ken. »Dann lassen sich eigentlich alle Inhalte vermitteln.« Bei einer gelunge- nen Kommunikation helfen professio- nelle Dolmetscher und Übersetzer, die auch mit den Gepflogenheiten des je- weiligen Landes vertraut sind, oder auch ein interkulturelles Training. Schließlich geht es nicht nur um die Übertra- gung von Worten. © iQoncept - Fotolia.com REISEN NACH KROATIEN: WAS JETZT GILT Am 1. Juli 2013 ist Kroatien als 28. Mit- glied der Europäischen Union beigetre- ten. Grenzkontrollen bleiben vorerst aufrecht, da die kroatische Mitglied- schaft im Schengen-Raum erst für einen späteren Zeitpunkt geplant ist. Ein Rei- sepass oder Personalausweis zur Einreise ist also weiterhin nötig. Diese Doku- mente müssen übrigens mindestens bis zum Rückkehrdatum gültig sein. Auch der Abschluss einer Reiseversicherung beziehungsweise einer Auslandskran- kenversicherung mit Krankenrücktrans- port bleibt für Kroatien-Reisende em- pfehlenswert. Grundsätzlich haben nach dem 1. Juli EU-Bürger nun auch in Kroatien An- spruch auf kostenlose medizinische Grundversorgung im Land. Die Europäi- sche Gesundheitskarte (auch e-card) er- setzt den Auslandskrankenschein, gilt aber nur bei Vertragsärzten und -klini- ken. »Wer allerdings auf deutsche Me- dizinstandards Wert legt, ist mit einer Zusatzversicherung gut beraten«, sagt Dr. Finkenzeller, Leiter medizinischer Dienst bei Allianz Global Assistance. Bei Ärzten und Krankenhäusern, die kei- nen Vertrag mit der Sozialversicherung des Aufenthaltsstaates haben, muss die Rechnung vorerst selbst bezahlt werden. Wer jedoch eine Reiseversicherung ab- schließt, bekommt die Heilkosten, so- wohl ambulant als auch stationär, im Krankheitsfall ersetzt. Grundsätzlich müssen bei Autofahrten nach und in Kroatien der deutsche Füh- rerschein und die Zulassung mitgenom- men werden. Die grüne Versiche- rungskarte ist nicht verpflichtend, wird jedoch zum Nachweis des Versiche- rungsschutzes empfohlen. Neben Warn- weste, Warndreieck und Autoapotheke muss ein zweites Warndreieck für An- hänger sowie ein Ersatzlampenset mitgeführt werden.
  16. 16. SAUDI-ARABIEN ÄNDERT WOCHENENDE IIn Saudi Arabien gelten ab sofort nicht mehr der Donnerstag und Freitag als Wochenende, sondern der Freitag und Samstag. Das meldet die CIBT Visum- Centrale. Diese neue Regelung dürfte vor allem Unternehmern entgegen kom- men, da sie eine Erleichterung in der Zu- sammenarbeit mit den saudi-arabischen Firmen und Behörden bedeutet. Bitte beachten Sie diese Änderung bei der Be- antragung Ihrer Einladung über den Ge- schäftspartner in Saudi Arabien. IMMOBILIENBETRÜGER IN SPANIEN WIEDER AKTIV Der Verbraucherschutz Spanien (vsspa- nien.info) berichtete bereits in den Jah- ren 2011 und 2012, dass Immobilien- betrüger Eigentümern von Ferienwohn- rechten Käufer vorstellen und zur Ab- wicklung des vermeintlich guten Ge- schäftes Vorauszahlungen von den Ei- gentümern fordern. So wurden bei- spielsweise Steuern, Notarkosten und so weiter bei den Verkäufern angefordert – Geldsummen, die dann im Einzelfall in tausende von Euros in den Taschen der Betrüger verschwanden. Nachdem seit nunmehr fast einem Jahr bei Vsspanien keine neuen Betrugsver- suche gemeldet wurden, scheint die Be- trugsmasche allerdings wieder neu auf- gelegt worden zu sein. Angeblich mit Sitz in Madrid agiert zur- zeit eine Firma namens Alfa-Inmobilia- ria. Deren Repräsentant ist ein Deutscher, Florian F., mit dem Titel Immobilienkauf- mann. Die Überprüfung der angegebe- nen Daten zur Existenz der Firma und Person hatte ein negatives Ergebnis. Sollten Firmen mit Eigentümern von Fe- rienwohnrechten Kontakt aufnehmen, wird ausdrücklich davor gewarnt, unge- prüft Unterschriften auf vorgefertigten Formularen zu leisten und eigene Bank- kontodaten bekanntzugeben und Zah- lungen zu leisten. Im Kleineren können Vorprüfungen zu Angaben des Anbieters selbst erfolgen. So lässt sich zum Beispiel leicht selbst feststellen, ob angegebene Firmen oder Personen in der internationalen Aus- kunft mit angegebener Adresse und Te- lefonnummer verzeichnet sind. Die An- gabe einer Festnetznummer (auch Fax) allein sagt nichts aus, da Spanische Ruf- nummern ungeprüft bei Voice-Over-IP- Anbietern gekauft werden können. Auf keinen Fall benutzen offizielle Stellen in Spanien Handynummern. Die beginnen in Spanien immer mit einer 6. Bei tiefer gehenden Prüfungen, Steuer- nummern, Handelsregisterauszügen und Ähnlichem oder falls Betroffene be- reits geschädigt wurden, sollten sich diese bitte an vsspanien (info@vsspanien.de) wenden. 16 AUS ALLER WELT © JENS - Fotolia.com © tashatuvango - Fotolia.com IMPRESSUM HERAUSGEBER: BUND DER AUSlANDS- ERWERBSTÄTIGEN E.V. KüHNEHöFE 3 22761 HAMBURG TEl. +49-40-306874-0 WWW.BDAE.COM REDAKTION: ANNE-KATRIN SCHUlZ (VERANTWoRTlICH) akschulz@bdae.de SANJA ZIVKoVIC GESTALTUNG / LAYOUT: PRADEEP DHARMAPAlAN LEKTORAT: ANDREA KRAUS COPYRIGHT: DIE BEITRÄGE IM BDAE- NEWSlETTER SIND URHE- BERRECHTlICH GESCHüTZT UND DüRFEN NICHT oHNE SCHRIFTlICHE GENEHMI- GUNG DURCH DEN HERAUS- GEBER REPRoDUZIERT WERDEN. DIE BEITRÄGE DES BDAE- NEWSlETTERS SPIEGElN DIE MEINUNG DER REDAKTIoN UND NICHT UNBEDINGT DIE DES BDAE WIDER.

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