Your SlideShare is downloading. ×
Die Anfänge des Bleischreibens
Anfang des 16. Jahrhunderts entdeckte man im englischen
Cumberland-Gebirge ein schwarz glän...
Die Geschichte
des Hauses
Als sich 1761 der Schreiner Caspar Faber in Stein vor den
Toren Nürnbergs mit einer kleinen Blei...
Ein großer Name und eine
große Marke entstehen
Lothar von Faber war in der 4. Generation die
herausragende Unternehmer­­­p...
Das Faber-Castell’sche Schloss
Im Jahr 1898 vermählte sich Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen mit Freiin Ottilie von
Fa...
Das Schloss lebt auf seinen drei Stockwerken vom faszinierenden Kontrast zwischen Historismus
und Jugendstil. Einige kunst...
Historische
Taschenbleistifte
und Verlängerer
Die Idee, eine dünne Graphitmine mit
einem Holz­mantel zu versehen oder in
e...
1906 1921
1965
1906
1920
1975
1925
1931
Das Rittermotiv im
Wandel der Zeit
Kurz nach Übernahme der
Geschäftsführung bracht...
Die Herstellung des Bleistifts einst
Die einzelnen Produktionsschritte bei der Herstellung eines Bleistifts
haben sich im ...
1. Generation	 1761 - 1784
2. Generation	 1784 - 1810
3. Generation 1810 - 1839
8 Generationen Unternehmensgeschichte
Grün...
Lothar von Faber (* 1817 - 1896)
1839 übernimmt Lothar von Faber nach dem Tod seines Vaters Georg
Leonhard die Bleistiftfa...
Wilhelm von Faber (* 1851 - 1893)
Lothar von Fabers einziges Kind, Wilhelm, ist von 1873 an im Unternehmen
tätig und ab 18...
Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell (*1941)
1978 tritt Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell an die Unternehmensspitze
u...
Die internationale
Faber-Castell
Gruppe
1761 gegründet ist Faber-Castell eines der
ältesten Industrieunternehmen der Welt ...
5000
00
1761
120
18
Gründung 1761
Finanz-Holding Faber-Castell Aktiengesellschaft
90546 Stein, Deutschland
Tel: +49 911 99...
Die Faber-Castell Sozialcharta
Im März 2000 unterzeichneten Faber-Castell und die IG-Metall die Faber-Castell
Sozialcharta...
„Faber-Castell“
im Einklang mit
der Natur
Als weltweit bedeutendster Hersteller holzgefasster
Stifte hat sich Faber-Castel...
Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell
Geschäftsführender Gesellschafter
der FABER-CASTELL-Unternehmensgruppe
Geboren:	 7. ...
„Spielen  Lernen“
„Spielen  Lernen“ – das Sortiment
in roter Ver­packung – schickt Drei- bis
Zwölfjährige auf eine kreativ...
„Art  Graphic“
Als ältestes und weltweit größtes Unternehmen für
holzgefasste Stifte genießt Faber-Castell mit seinem „Art...
„Design“
Die „Design“-Kollektion mit ihrer puristischen
und funktionalen Formensprache ist mittlerweile
ein elementarer Be...
„Graf von Faber-Castell
Collection“
Die „Graf von Faber-Castell Collection“ stellt die
Welt des Bleischreibens in den Mitt...
„Allgemeines Schreiben“
Mit dem Kompetenzfeld „Allgemeines Schreiben“
komplettiert Faber-Castell den modernen Arbeitsplatz...
„Markieren“
Der konsequente Ausbau der Marktposition
im Kompetenzfeld „Markieren“ wird durch
ein viel­­seitiges Sortiment ...
Die Marke der
Vordenker und
Kreativen
Künstler und Kreative unterschiedlicher
Epochen legten von ihrer Treue zu unserer
Ma...
1) 5)
6)
7)
2)
3)
4)
Holzbrettchen
Einfräsen und Leimen
der Minenrillen
Einlegen der Minen
Leimen, Pressen,
Trocknen der B...
Vom „CASTELL 9000“
zum „GRIP 2001“
Der typisch grüne „CASTELL 9000“ wurde
1905 von Alexander Graf von Faber-Castell
gescha...
Eine Liaison von
Fashion und Farbe
„Mit der Modewelt verbindet uns die Leidenschaft
zur Kreativität und Farbe“ sagt Anton ...
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×

Faber castell show

486

Published on

FABER CASTELL

Published in: Education
0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total Views
486
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
1
Actions
Shares
0
Downloads
5
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

No notes for slide

Transcript of "Faber castell show"

  1. 1. Die Anfänge des Bleischreibens Anfang des 16. Jahrhunderts entdeckte man im englischen Cumberland-Gebirge ein schwarz glänzendes Material, das für die Vorläufer der heutigen Schreibgeräte verwendet wurde. Man glaubte, es wäre Bleierz. Erst Ende des 18. Jahrhunderts stellte sich heraus, dass es sich wie bei Diamanten um reinen Kohlenstoff handelte. Das Material wurde – abgeleitet vom griechischen „graphein“ = Schreiben – Graphit genannt. Mit Blei hatte also der Bleistift nie etwas zu tun. Seinen irreführenden Namen hat er jedoch bis heute behalten. * Der älteste erhaltene Bleistift der Welt wurde vor einigen Jahren bei Restaurationsarbeiten im Gebälk eines schwäbischen Bauernhauses gefunden, das 1630 erbaut wurde. Er ist heute im Besitz des Faber-Castell Archivs. * Ende des 18. Jahrhunderts machte es das Mischen von Ton und Graphit möglich, Bleistifte in verschiedenen Härtegraden herzustellen.
  2. 2. Die Geschichte des Hauses Als sich 1761 der Schreiner Caspar Faber in Stein vor den Toren Nürnbergs mit einer kleinen Bleistiftproduktion selbständig machte, legte er den Grundstein für das heutige Unternehmen Faber-Castell. Die entscheidende Entwicklung vollzog sich jedoch erst ab 1839. Mit dem Wirken des spä- teren Freiherrn und Reichsrates Lothar von Faber in Stein bei Nürnberg blühte die Bleistiftindustrie in Deutsch­land auf. Es begannen der Ruhm und die weltweite Verbreitung dieses universellen Schreibgeräts in seiner heutigen Form und Qualität. Lothar von Faber gilt nicht nur als Schöpfer des sechseckigen Bleistifts, sondern legte auch Normen für Länge, Stärke und Härtegrade fest. Zudem kennzeichnete er als erster Hersteller seine Produkte mit dem Namen des Un- ternehmens. Damit waren „A.W. Faber“-Stifte nicht nur die ersten Markenschreibge- räte: Sie zählten zu den ersten Markenartikeln der Welt. * Lothar von Faber dachte frühzeitig über die Grenzen Deutschlands hinaus und begann ab 1849 mit der Internationalisie- rung seines Ge- schäfts. Zunächst gründete er eine Niederlassung in New York, um den expandierenden amerikanischen Markt mit Stiften zu versorgen. Es folgten Handels- häuser in London, Paris, Wien und Sankt Petersburg. So erreichte Lothar von Faber, was ihm schon in jungen Jahren stets als Ziel vor Augen stand: „Mir war es von Anfang an nur darum zu tun, mich auf den ersten Platz emporzuschwin- gen, indem ich das Beste mache, was überhaupt auf der Welt gemacht wird ...“. * Banderolierte Bleistifte „A.W. Faber“ um 1880
  3. 3. Ein großer Name und eine große Marke entstehen Lothar von Faber war in der 4. Generation die herausragende Unternehmer­­­persönlichkeit des Hauses A.W. Faber-Castell. In Anerkennung seiner wirtschaftlichen und sozialen Verdienste wurde er in den erblichen Freiherrnstand erhoben und später zum Erblichen Reichsrat der Krone Bayerns ernannt. Seine Enkelin und Erbin, Freiin Ottilie von Faber, vermählte sich mit Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen, der aus einem der ältesten deutschen Grafengeschlechter stammte. Das Haus Castell lässt sich bis zum ostfränkischen Grafengeschlecht der Mattonen zurückverfolgen. Bereits 1057 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Bis in die Gegenwart hinein hat sein Name einen hervorragenden Klang. Zum Hause Castell gehören heute noch die älteste Privatbank Bayerns und eines der ältesten deutschen Weingüter. Ottilie und Alexander heirateten 1898. Auf Grund der testamentarischen Verfügung Lothar von Fabers sollte der Name Faber für alle Zeiten dem Unternehmen erhalten bleiben. So entstand mit Genehmigung des bayerischen Königs das neue Grafengeschlecht Faber-Castell – das diesen Namen auf das Unternehmen und auch auf die Marke übertrug. Freiherrlich von Faber’sches Wappen Gräflich Castell’sches Wappen Freiin Ottilie von Faber Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen
  4. 4. Das Faber-Castell’sche Schloss Im Jahr 1898 vermählte sich Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen mit Freiin Ottilie von Faber und begründete damit einen neuen Familienzweig, der sich mit königlicher Erlaubnis „Faber-Castell“ nennen durfte. Wenige Jahre nach ihrer Eheschließung ließ das Paar unmittelbar neben dem von Freiherr Lothar von Faber erbauten kleinen „Alten Schloss“ einen repräsentativen Neubau errichten. Unter Leitung des Direktors des Bayerischen Gewerbemuseums, Oberbaurat Theodor von Kramer, ent- stand das große „Neue Schloss“ in nur drei Jahren Bauzeit (1903-1906). Altes und Neues Schloss, Wintergarten, Kapelle und Kreuzgang gruppieren sich um einen rechteckigen Innenhof. Der Glockenturm – Wahrzeichen der Stadt Stein – verbindet beide Schlös- ser. Die romantisch-verspielte Ostseite öffnet sich mit einer Terrasse zum Park und zur eleganten Villa, die für Wilhelm von Faber (Lothars Sohn) erbaut wurde. Erker, Türme und Mauern des Neuen Schlosses erinnern an ein trutziges, mittelalterliches Castell – Symbol für den Namen des Casteller Geschlechtes, dessen Ursprung bis in das 11. Jahrhundert zurückreicht. Damenbad mit ToilettentischHerrenbad mit Dusche Haupttreppenhaus bitte wenden
  5. 5. Das Schloss lebt auf seinen drei Stockwerken vom faszinierenden Kontrast zwischen Historismus und Jugendstil. Einige kunsthistorisch herausragende Zimmer hat der seinerzeit renommierte Desi- gner und Innenarchitekt Bruno Paul entworfen. Andere Räume des Schlosses sind dem Historismus zuzuordnen; sie interpretieren unterschiedliche Stilrichtungen der Vergangenheit: Ein Empfangs- salon im französischen Klassizismus, Bibliotheken im Renaissance-Stil, eine geräumige Halle mit typischen Elementen der Romanik, der Ballsaal mit Gotik-, Renaissance-, Barock- und Jugendstil- Details. Außergewöhnlich sind auch das Damen- und das Herrenbad – jeweils mit vertieften Marmor- wannen und im Jugendstil gestaltet. Im obersten Stockwerk liegen die großen Festsäle, in denen zahlreiche Bälle und Empfänge für Gäste aus Adel, Politik und Wirtschaft gegeben wurden. Im 2. Weltkrieg ist das Schloss glückli- cherweise weitgehend unbeschadet geblieben und bietet heute noch authentische Einblicke in den Lebensstil einer vergangenen Epoche. Die gräfliche Familie bewohnte das Schloss allerdings nur bis Ausbruch des 2. Weltkrieges (1939). Während des Krieges wurde es teilweise von deutschem Militär besetzt; ab April 1945 erlebte es einen wichtigen Teil deutscher Nachkriegsgeschichte. War das Schloss zunächst von alliierten Truppen besetzt, so diente es während der Nürnberger Kriegsver- brecher-Prozesse als Pressecamp für internationale Anwälte und Pressevertreter. Es heisst, dass u.a. die Schriftsteller Ernest Hemingway und John Steinbeck als Berichterstatter für US-Zeitungen im Schloss wohnten. Nach dem „Nürnberger Tribunal“ diente das Schloss amerikanischen Offizieren bis 1953 als Club. Danach stand es für mehr als 30 Jahre leer. Die gräfliche Familie hatte kein Interesse daran, das Schloss wieder zu beziehen. Nach einer Inventarisierung ab 1983 konnte die Öffentlichkeit das Schloss 1986 erstmals wieder besichtigen – im Rahmen der 225-Jahrfeier des Unternehmens. Eine umfangreiche Ausstellung zu diesem Anlass gab Aufschluss zur Unternehmens-, Familien- und Schlossgeschichte. Im gleichen Jahr wurde auch der vierteilige Fernsehfilm „Väter und Söhne“ ausgestrahlt, der mit hochkarätigen Schauspielern des In- und Ausland überwiegend im Schloss gedreht wurde. So dient das Faber-Castell’sche Schloss seit Jahren wieder wechselnden kulturellen Veranstaltun- gen und dem Unternehmen für vielfältige Begegnungen mit Handel und Wirtschaft. Im Dachgeschoss finden zudem die Kurse der Faber-Castell-Künstlerakademie statt. Das Louis-seize-Zimmer Salon der Dame Romanische Halle Herrenzimmer
  6. 6. Historische Taschenbleistifte und Verlängerer Die Idee, eine dünne Graphitmine mit einem Holz­mantel zu versehen oder in eine Metallfassung zu stecken, entstand schon vor einigen hundert Jahren. Im Laufe der Zeit wandelte sich der Bleistift vom ein­fa­chen Schreibgerät zum Schmuckstück. Dem Er­fin­dungsreichtum waren dabei keine Grenzen gesetzt. Hülsen aus unterschiedlichsten Materialien schützten Mine und Kleidung und dienten nicht selten auch als Verlängerer. Man trug zierliche und technisch raffinierte Stifte an Ketten befestigt bei sich, um sie ständig griffbereit zu haben. Lothar von Faber hatte bereits Mitte des 19. Jahrhunderts sehr dekorative Taschenstifte in seinem Sortiment. 1986 erwarb Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell eine historische Sammlung von Faber-Castell Bleistift­ verlängerern und -schonern aus Silber. In Anlehnung an diese historischen Vorlagen entstanden die außergewöhnlichen Bleistifte der „Graf von Faber-Castell Collection“.
  7. 7. 1906 1921 1965 1906 1920 1975 1925 1931 Das Rittermotiv im Wandel der Zeit Kurz nach Übernahme der Geschäftsführung brachte Alexander Graf von Faber-Castell im Jahre 1905 ein Bleistift-Sortiment von höchster Qualität auf den Markt: „Castell“. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, lackierte er den Bleistift mit der grünen Farbe seines Regiments. Unter dem Namen „CASTELL 9000“ entwickelte sich das Aufsehen erregende Spitzenprodukt zum Klassiker. Speziell für den „CASTELL 9000“ wurde das Werbemotiv der beiden kämpfenden Bleistift-Ritter kreiert, das jahrzehnte­lang Etuis und Schachteln in vielfältigen Variationen schmückte. Vorübergehend als weniger zeitgemäß empfunden, verschwand es eine Zeit lang aus dem Erscheinungsbild. Als es zu Anfang der 90er Jahre zu einer Neuausrichtung und Neugestaltung des Corporate Designs kam, erlebte das Rittermotiv als Markenzeichen des Hauses Faber-Castell eine Renaissance. Heute ist es in stilisierter Form Bestandteil des Firmenlogos.
  8. 8. Die Herstellung des Bleistifts einst Die einzelnen Produktionsschritte bei der Herstellung eines Bleistifts haben sich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert. Der gesamte Produktionsprozess hat sich enorm beschleunigt, nachdem sich die Automatisierung und Verkettung der Produktionsschritte durchgesetzt hatte. Davor musste jeder Stift in Handarbeit gefertigt werden. Männer und Frauen arbeiteten in strikt getrennten Bereichen.
  9. 9. 1. Generation 1761 - 1784 2. Generation 1784 - 1810 3. Generation 1810 - 1839 8 Generationen Unternehmensgeschichte Gründung durch Kaspar Faber (* 1730 - 1784) Der Schreiner Kaspar Faber stellt ab 1761 in Stein seine ersten eigenen Bleistifte her und verkauft sie auf dem Nürnberger Markt. 1761 wird damit zum Datum der Firmengründung. Anton Wilhelm Faber (* 1758 - 1810) Nach Kaspars Sohn Anton Wilhelm (1784 – 1810) heißt das Unternehmen in der 2. Generation „A. W. Faber“. Unter Anton Wilhelm blüht der kleine Handwerksbetrieb weiter auf. Anton Wilhelm kauft Grundstücke dazu, vergrößert die Bleistiftproduktion – das Unternehmen wächst. Georg Leonhard Faber (* 1788 - 1839) Georg Leonhard Faber (1810 – 1839) führt den Bleistift- betrieb in politisch und wirtschaftlich schwierigen Zeiten fort, kann aber nicht verhindern, dass die Geschäfte stark zurückgehen. bitte wenden
  10. 10. Lothar von Faber (* 1817 - 1896) 1839 übernimmt Lothar von Faber nach dem Tod seines Vaters Georg Leonhard die Bleistiftfabrik in Stein. Nachdem er in Schreibwaren­ unternehmen der damaligen Handelsmetropolen Paris und London wichtige Erfahrungen sammeln konnte, stellt der 22jährige den vä- terlichen Betrieb auf völlig neue Beine. Mit Visionen und eisernem Willen treibt er das Unternehmen voran. Sein Ziel: „... Mich auf den ersten Platz emporzuschwingen, indem ich das Beste mache, was überhaupt in der Welt gemacht wird...“. Er entwickelt den modernen Qualitätsbleistift, legt die heute noch gültige Längen und Härtegrade fest und stellt erstmals auch sechseckige Stifte her. Er kennzeichnet seine Bleistift mit „A. W. Faber“ – das erste Marken-Schreibgerät der Welt ist geboren. Als erster Bleistiftfabrikant bereist Lothar von Faber die wichtigsten europäischen Länder und kehrt mit gefülltem Auftragsbuch zurück. Die großen Weltmärkte vor Augen, zieht es ihn außerdem in die „Neue Welt“. 1849 gründet er seine erste Verkaufsgesellschaft in New York. Es folgen Niederlassungen in London (1851) und Paris (1855) sowie Agenturen in Wien (1872) und St. Petersburg (1874). Mit dem Erwerb eines in der Qualität einzigartigen Graphit-Vorkommens in Sibirien sichert er dem Unternehmen ab 1856 den besten Graphit der damaligen Zeit. Wieder entsteht eine neue, verbesserte Bleistiftqualität. 1861 entsteht zur ersten Jahrhundertfeier das Zweigwerk Geroldsgrün in Oberfranken. Zunächst als Schiefertafelfabrik gegründet, entwickelt es sich später zu einem der weltweit größten Rechenstab-Werke. Durch eine internationale Verkaufsorganisation, die Lothar von Faber in wenigen Jahrzehnten erfolgreich aufgebaut hat, erlangt das Sortiment weltweite Bedeutung – die Marke „A. W. Faber“ wird von jetzt an auchvielfachimitiert.Mitseiner1874eingereichtenPetition„zurSchaffungeinesMarkenschutzgesetzes“ wird Lothar von Faber zum Wegbereiter des Markenschutzgesetzes in Deutschland. Einen Namen machte sich Lothar von Faber auch als Mitbegründer des Bayerischen Gewerbemuseums (1869) – heute LandesgewerbeanstaltBayern, derVereinsbank Nürnberg (1871) und der Nürnberger Lebensversicherung (1884) – heute Nürnberger Versicherungsgruppe. Die Unternehmensgeschichte zeigt Lothar von Faber auch als außergewöhnlich sozial eingestellten Unternehmer. So gründet er 1844 eine der ersten Krankenkassen und 1851 einen der ersten Kindergärten Deutschlands. Darüber hinaus finanziert er u. a. den Bau von Werkswohnungen, Schulen und einer Kirche. Napoleon III. schickt 1867 eine Experten-Delegation nach Stein, um Lothar von Fabers vorbildliche soziale Einrichtungen zu studieren. Auf Grund seiner großen wirtschaftlichen und sozialen Verdienste werden Lothar von Faber zahlreiche Ehrungen zuteil: 1862 erhält er den persönlichen Adel verliehen, 1881 wird er in den Erblichen Freiherrnstand erhoben, 1865 wird er zum lebenslänglichen und 1891 zum „Erblichen Reichsrat der Krone Bayerns“ ernannt. 4. Generation 1839 - 1896
  11. 11. Wilhelm von Faber (* 1851 - 1893) Lothar von Fabers einziges Kind, Wilhelm, ist von 1873 an im Unternehmen tätig und ab 1877 zur Nachfolge bestimmt. Der eher musisch veranlagte Wilhelm verliert seine beiden Söhne Lothar und Alfred Wilhelm im Kindesalter von drei und vier Jahren. Wilhelm, der sehr unter dem Tod der Söhne litt, stirbt 1893 ebenfalls viel zu früh kurz vor seinem 42. Geburtstag. Neben seiner Frau Bertha hinterlässt er drei Töchter (Ottilie, Sophie und Hedwig). Sein Vater, Lothar von Faber muss dadurch das Unternehmen bis zum eigenen Tod im Jahr 1896 weiter führen. Danach geht die Firma „A.W. Faber“ an seine Witwe, Bertha Freifrau von Faber, über, die das Unternehmen bis zur Jahrhundertwende allein weiterführt. 5. Generation 1877 - 1893 Alexander Graf von Faber-Castell (* 1866 - 1928) 1898 heiratet Wilhelm von Fabers älteste Tochter und spätere Erbin, Freiin Otti- lie von Faber, (* 1877-1944) den Grafen Alexander zu Castell-Rüdenhausen aus einem der ältesten deutschen Adelsgeschlechter. Noch zu Lebzeiten hatte Lothar testamentarisch verfügt, dass nachkommende Genera- tionen den Namen „Faber“ als Bestandteil des Famili- ennamen erhalten müssen. So entsteht die neue Famili- enlinie „Graf und Gräfin von Faber-Castell“ sowie der neue Firmenname „Faber-Castell“. 1900 tritt Alexander Graf von Faber-Castell in die Geschäftsführung ein. 1903 wird nach Plänen Theodor von Kramers (Direktor des Bayerischen Gewerbemuseums) der Grundstein für das große „Neue Schloss“ gelegt – heute ein einzigartiges Denkmal des Historismus und Jugendstils. Es entsteht gegenüber dem Werksgelände und wird durch einen Turm mit dem kleineren alten Schloss verbunden. Das „Alte Schloss“, eine mehrfach umgebaute Villa im Renaissance-Stil, ließ Lothar von Faber 1845 vom königlich-bayerischen Hofarchitekten Friedrich Bürklein bauen. 1905 bringt Graf Alexander die berühmte grüne Bleistiftfamilie „Castell“ auf den Markt. Als Zeichen einer neuen, hochwertigen Qualität, die sich gegen alle Konkurrenz durchsetzen wird, entsteht als Verpackungsmotiv das „Turnier der Bleistift-Ritter“. Diese Ritter sind heute wieder Bestandteil des Markenzeichens. Ende des 1.Weltkriegs wird in den USA das dortige Faber-Castell-Unternehmen beschlagnahmt und auf einer Auktion versteigert. Ebenso gehen die Vertriebsgesellschaften in London, Paris und St. Petersburg verloren. In den 20er Jahren lässt Graf Alexander im Werk Stein neue großzügige Produktionsanlagen bauen. Der dreistöckige, lichtdurchflutete Fertigungskomplex wird zum modernen, mustergültigen Produktionsbetrieb. 6. Generation 1900 - 1928 bitte wenden
  12. 12. Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell (*1941) 1978 tritt Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell an die Unternehmensspitze und beginnt noch im selben Jahr mit der Produktion von holzgefassten Stiften für die dekorative Kosmetik (Private Label). In den folgenden zwei Jahrzehnten wird eine Reihe neuer Auslandsnieder­las­ sun­gen und -werke gegründet, darunter Malaysia (1978), Hongkong (1979), die heute größte Kautschuk-Radiergummifabrik der Welt in Malaysia (1980), eine Produktionsstätte in Indonesien (1990) und ein Logistikzentrum in Tschechien (1996). In Kolumbien erwirbt das Unternehmen die Mehrheit des Zeichengeräte-Produzenten „Tecnacril“ (1997) und gründet eine Vertriebsgesellschaft im indischen Mumbai sowie ein Werk in Goa. Mit dem Fertigungs- und Verpackungszentrum in China (Kanton) entsteht 2001 der 15. Produktionsstandort. Auch Umweltaspekte treten mehr und mehr in den Vordergrund unternehmerischen Denkens: Mitte der 80er Jahre wird im Südosten Brasiliens ein einzigartiges Forstprojekt für Holzstift-Brettchen begonnen und konsequent zum ökologischem und ökonomischen Vorzeigeprojekt entwickelt, 1992 führt Faber- Castell als erster und bislang einziger Hersteller die umweltfreundliche Wasserlack-Technologie in Deutschland ein. Sechs Jahre später baut Faber-Castell in Costa Rica eine Produktionsstätte für Brettchen und Stifte aus ökologisch zertifizierten Holzressourcen auf. 1993 setzt Faber-Castell eine konsequente, strategische „Neuausrichtung“ des Marken- und Er­schei­ nungs­­bilds durch und restrukturiert das Sortiment in fünf Kompetenzfelder. Das Kompetenzfeld „Spielen und Lernen“ gewinnt zunehmend an weltweiter Bedeutung und so erwirbt Faber-Castell 1999 das US-Unternehmen „Creativity for Kids“, dem dortigen Marktführer von Kreativ-Sets, um neue Vertriebswege zu sichern und das Sortiment zu komplettieren. Im März 2000 unterzeichnet Faber-Castell gemeinsam mit der IG-Metall eine umfangreiche, weltweit gültige „Sozialcharta“, die den Richtlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) entspricht. Im Juli 2003 tritt Faber-Castell dem „Global Compact“ der Vereinten Nationen bei. Dieser setzt sich weltweit für gemeinsame globale Werte der Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen und Umweltschutz, ein. Roland Graf von Faber-Castell (* 1905 - 1978) Nach dem Tod Grafen Alexanders im Jahr 1928 tritt sein Sohn Roland die Nachfolge in der Unternehmensführung an. 1931/32 übernimmt Faber-Castell die von Lothar von Fabers Bruder Johann gegründete Bleistiftfabrik „Johann Faber“ und damit auch die Tochtergesellschaft „Lapis Johann Faber“ in Sao Carlos/Brasilien. 1950 erwirbt Faber-Castell die Firma Osmia und beginnt unter dem Markennamen Faber-Castell mit der Produktion von Füllerfederhaltern. Diese wird jedoch 1975 eingestellt. Von 1960 bis 1977 werden neue Auslandsniederlassungen gegründet, darunter eine Vertriebsgesellschaft in Frankreich (1960), Werke inAustralien, Österreich (beide 1962),Argentinien und Peru (beide 1965). Zwei Jahre später gelingt es Grafen Roland, die Mehrheitsanteile an der im 2.Weltkrieg beschlagnahmten „Lapis Johann Faber“ S.A. in São Carlos, Brasilien, zurückzukaufen. Heute ist dieses Unternehmen die größte Farbstiftfabrik der Welt. 7. Generation 1928 - 1978 8. Generation seit 1978
  13. 13. Die internationale Faber-Castell Gruppe 1761 gegründet ist Faber-Castell eines der ältesten Industrieunternehmen der Welt und in der achten Generation im Besitz derselben Familie. Heute ist das Unternehmen in über 120 Ländern vertreten und es bestehen weltweit 16 Produktionsstätten und 20 Vertriebsgesellschaften. Mit über 2 Milliarden Blei- und Farbstiften pro Jahr ist Faber-Castell der weltweit bedeutendste Hersteller von holzgefassten Stiften. Seine führende Position auf dem internationalen Markt verdankt das Unter­nehmen der traditionellen Selbstverpflichtung zu höchster Qualität und der großen Zahl von Produktinnovationen und -verbesserungen. Geroldsgrün, DeutschlandStein, DeutschlandSão Carlos, BrasilienSão Carlos, Brasilien Lima, Peru Bekasi, Indonesien Subang Jaya, Malaysia Canton, China Goa, Indien Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, Schweiz Tschechien China Hongkong Indien Malaysia Singapur Indonesien Australien Neuseeland Brasilien Vermarktungseinheit Asien / Pazifik Vermarktungseinheit Europa / Nord Amerika Vermarktungseinheit Europa / Nord Amerika Vermarktungseinheit Lateinamerika Argentinien Peru Kolombien Costa Rica USA Chile
  14. 14. 5000 00 1761 120 18 Gründung 1761 Finanz-Holding Faber-Castell Aktiengesellschaft 90546 Stein, Deutschland Tel: +49 911 9965-0; www.faber-castell.com Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter Graf Anton Wolfgang von Faber-Castell (8. Generation) Beschäftigte weltweit In Deutschland über 6.500 864 Kernkompetenz Blei- und Farbstifte Weltweite Produktionskapazität über 2 Mrd. holzgefasste Stifte pro Jahr Vermarktungs- und Vertriebsregionen Europa / Nord Amerika Lateinamerika Asien / Pazifik Produktionsstätten weltweit 16 Vertriebsgesellschaften weltweit 20 Handelsvertretungen in über 120 Ländern Umsatz 2005/06 395,4 Mio. EUR Zertifikate ISO 9001-2000; ISO 14001; FSC Errungenschaften Erstes weltweites Markenschreibgerät, Festlegung der Härtegrade; Hexagonaler Bleistift, Sekuralverfahren; umweltgerechte Wasserlackfertigung, weltweite Faber- Castell Sozialcharta, eigene, zertifizierte Pinienforste als Rohstoffquelle (10.000 ha) Stiftungen Graf von Faber-Castell Kinderfonds-Stiftung zugunsten benachteiligter Kinder Stand: 15. 06. 2007 Zahlen Fakten Die internationale Unternehmensgruppe Übersicht der Faber-Castell Produktionsstätten und Vertriebsgesellschaften weltweit COSTA RICA KoluMBIen BRAsilien INDIen MALAYSIa INDONESIen AUSTRALIen Deutschland Österreich PERU USA CHINA NEuSeeland Frankreich Italien Hongkong Singapur Argentinien Tschechien Schweiz Chile
  15. 15. Die Faber-Castell Sozialcharta Im März 2000 unterzeichneten Faber-Castell und die IG-Metall die Faber-Castell Sozialcharta. Diese international gültige Vereinbarung gehört in ihrem Umfang zu den ersten ihrer Art. Mit ihr verpflichtet sich Faber-Castell freiwillig, in allen Gesellschaften der Unternehmensgruppe die von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) emp- fohlenen Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Die Sozialcharta Faber-Castell beinhaltet u. a. das Verbot von Kinderarbeit, die Chancengleichheit und die Gleichbehandlung ungeachtet der Rasse, der Religion, des Geschlechts, der Nati- onalität sowie die Gewährleistung sicherer und hygienischer Arbeitsbedingungen. Ein unabhängiger Ausschuss überwacht in regelmäßigen Abständen die Umsetzung der Ver- einbarung. Als eines der ältesten Industrieunternehmen der Welt hat Faber-Castell seit jeher ein hohes soziales Engagement bewiesen. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden eine der ersten Betriebskrankenkassen und einer der ersten Kindergärten in Deutschland ge- schaffen, Schulen gegründet und Werkswohnungen gebaut. Keine Zwangsarbeit Keine Kinderarbeit Achtung der Vereinigungs­ freiheit und des Rechtes auf Tarifverhandlungen Chancengleichheit und Gleichbehandlung der Beschäftigten Zahlung von Mindestlöhnen Keine überlangen Arbeitszeiten Arbeitssicherheit und anständige Bezahlung Festlegung von Beschäftigungs- bedingungen Unterzeichnung der Sozialcharta am 3. März 2000 durch Faber-Castell und IG-Metall Forschung bei Faber-Castell Aushang der Sozialcharta in allen Faber-Castell-Betrieben Fortbildungskurse bei Faber-Castell
  16. 16. „Faber-Castell“ im Einklang mit der Natur Als weltweit bedeutendster Hersteller holzgefasster Stifte hat sich Faber-Castell stets vorausschauende Gedanken zum Rohstoff Holz gemacht. In Brasilien verarbeitet das Unter­nehmen schnell wachsende Nadelhölzer aus eigenen Forsten und unterhält eigene Baumschulen. Ein ökologisch geschlossener Kreislauf entsteht durch die konstante Wieder­aufforstung in den geernteten Baumreihen. Auf einer Gesamtfläche von rund 10.000 Hektar werden tausende Kilometer entfernt von den Regenwäldern des Amazonas jährlich über 1 Million Setzlinge des Typus Pinus Caribea gepflanzt und aufgezogen. Schon nach 10-12 Jahren sind die Bäume so groß, dass sie geerntet werden können. Aus diesen vorbildlichen, umweltschonenden Ressourcen entstehen die Blei- und Farbstifte. Darüber hinaus müssen sich aber auch die Ent­wicklung, die Herstellungsverfahren und die Entsorgung aller eingesetzten Materialien bewähren und werden kritischen Analysen unterzogen. So ist Faber-Castell beispielsweise das einzige Unternehmen, das in der Holzstiftproduktion in Europa konsequent umweltfreundliche Wasserlacke einsetzt – eine weitere bedeutende Pionierleistung. Baumschule in Prata, Brasilien Refugium für seltene Vogelarten: Faber-Castell Plantage in Brasilien Die kleinen Setzlinge werden einige Male umgetopft 1 Mio. Setzlinge des Typs Pinius Caribea werden jedes Jahr neu angepflanzt Faber-Castell Aufforstungsplantage mit etwa dreijährigen Jungpflanzen Waldarbeiter kümmern sich um die Pflege der Pinien Der seltene Mähnenwolf lebt in unseren Wäldern Luftaufnahme von einer der Pinienplantagen in Prata, Brasilien
  17. 17. Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell Geschäftsführender Gesellschafter der FABER-CASTELL-Unternehmensgruppe Geboren: 7. Juni 1941 in Bamberg Sohn von Roland Graf von Faber-Castell und seiner Frau Katharina (geb. von Sprecher-Bernegg) Weitere private Daten: - Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell ist verheiratet (Ehefrau Mary Elizabeth, geb. Hogan) und hat vier Kinder (einen Sohn, drei Töchter). - Hobbys: Sport (Tennis, Skifahren) und Sammeln von zeitgenös- sischer Kunst. Ausbildung: 1961 Deutsches Abitur und Schweizer Matura (Lyceum Alpinum Zuoz, Schweiz) 1961 - 66 Jura-Studium an der Universität Zürich, Schweiz mit Abschlussexamen (lic.jur) 1972 IMEDE, Lausanne, Schweiz Beruflicher 1967 - 68 Praktikum in einer Anwaltskanzlei in Zürich Werdegang: 1969 - 70 Kaufmännisches Praktikum bei Faber-Castell in Stein 1971 - 77 Investment Banking in London und New York, von 1973 an für die „Credit Suisse White Weld“-Gruppe (heute: Credit Suisse- First Boston), einem der führenden Häuser für internationale Finanzierungen 1978 Alleiniger geschäftsführender Gesellschafter der Faber-Castell Unternehmensgruppe seit 2000 zusätzlich Vorstandsvorsitzender der Faber-Castell AG Ehrenämter/Positionen - Honorarkonsul von Brasilien - Vorstandsvorsitzender im Industrieverband Schreib- und Zeichengeräte e.V. - Mitglied des Aufsichtsrates der Nürnberger Versicherungsgruppe - Mitglied des Aufsichtsrates der Fielmann AG, Hamburg - Mitglied des Beirates Bayern der Dresdner Bank AG - Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bayern Design GmbH - Vorsitzender des Vorstandes der Stiftergemeinschaft Museum Industriekultur Nürnberg - Vorsitzender des Vorstandes des Designforum Nürnberg e.V. - Ehrensenator der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg - Mitglied des Aufsichtsrates der Landesgewerbeanstalt Bayern - Mitglied des Beirates der DZ Bank
  18. 18. „Spielen Lernen“ „Spielen Lernen“ – das Sortiment in roter Ver­packung – schickt Drei- bis Zwölfjährige auf eine kreative Ent­­­­­­ deckungsreise. Qualitative Aspekte, wie eine satte Farb­ab­gabe, Lichtechtheit und Sicherheit, sind bei der Produkt­ent­wicklung des Kindersortiments selbstverständlich. Die Be­rücksichtigung einer kindgerechten Ergonomie, die der Hand von Anfang an Entlastung und Halt bietet, gilt als höch­ ster Anspruch. Ziel ist die Stimulation der natürlichen Krea­tivität, die erwiesenermaßen die Entwicklung des kindlichen Gehirns fördert. Dieser Herausforderung begegnet Faber-Castell Jahr für Jahr mit neuen intelligenten Produktlösungen.
  19. 19. „Art Graphic“ Als ältestes und weltweit größtes Unternehmen für holzgefasste Stifte genießt Faber-Castell mit seinem „Art Graphic“ Sortiment hohes Ansehen bei Künstlern und Hobbymalern. Bedeutende Kreative haben diese Kompetenz seit jeher gewürdigt – von Vincent van Gogh bis zu Karl Lagerfeld. Hochwertige Künstlerpigmente garantieren Lichtbeständigkeit und gewährleisten damit Brillanz und Farbintensität über Jahrzehnte. Alle Produkte basieren auf dem gleichen Farbsystem und ermöglichen so zuverlässige Mischtechniken von wasserlöslichen und permanenten Künstlerstiften.
  20. 20. „Design“ Die „Design“-Kollektion mit ihrer puristischen und funktionalen Formensprache ist mittlerweile ein elementarer Bestandteil des Faber-Castell Kernsortiments. Die Kollektion orientiert sich an den Wünschen anspruchsvoller Verbraucher und eignet sich mit ihrem eleganten Produktportfolio vorzüglich zum Verschenken. Visuell wieder­kehrendes und unverwechselbares Thema der Kollektion ist Holz – Symbol der weltweiten Kernkompetenz des Unternehmens.
  21. 21. „Graf von Faber-Castell Collection“ Die „Graf von Faber-Castell Collection“ stellt die Welt des Bleischreibens in den Mittelpunkt des Sortiments: Ein komplettes Portfolio von exklusiven Schreibgeräten, Kassetten und Accessoires ist daraus entstanden. Im Weltmarkt hochpreisiger Schreibgeräte hält Faber-Castell mit dieser Ausrichtung seit Jahren seine Alleinstellung. Unverwechselbar wird die Kollektion durch die kontrastierende Kombination von Edelhölzern und -metallen und durch die Kreation einzigartiger Schreibgeräte, etwa des „Perfekten Bleistifts“: Ein eleganter Taschen­bleistift, der in seinem Verlängerer und unter der Endkappe Spitzer und Radierer bereithält.
  22. 22. „Allgemeines Schreiben“ Mit dem Kompetenzfeld „Allgemeines Schreiben“ komplettiert Faber-Castell den modernen Arbeitsplatz im Büro oder zu Hause mit funktionellen Schreib­geräten zum Notieren, Skizzieren und Korrigieren. Neben Funktionalität und attraktivem Design sieht Faber-Castell seine strategische Stärke auch in der Fokussierung auf einen intelligenten Zusatznutzen für den Verbraucher. Exemplarisch ist hierfür etwa die rutsch­­feste Noppen­ griffzone des „GRIP 2001“ Bleistifts. Mit dieser Strategie des „Point of Difference“ hat Faber-Castell eine führende Position in vielen Märkten erobert.
  23. 23. „Markieren“ Der konsequente Ausbau der Marktposition im Kompetenzfeld „Markieren“ wird durch ein viel­­seitiges Sortiment und den „Point of Difference“ unserer Produkte unterstützt: Die „MULTIMARK“-Stifte beschriften zu- verlässig CDs, Folien, Glas, Alu oder Holz, und Markiertes lässt sich – dank integriertem Radiergummi – auf vielen Oberflächen sogar korrigieren. Die nachfüllbaren Leuchtmarkierer „Ink Jet“ vertragen sich mit allen Druckertin- ten und die Whiteboard-Marker lassen sich an den Kappen übersichtlich zusammenstecken.
  24. 24. Die Marke der Vordenker und Kreativen Künstler und Kreative unterschiedlicher Epochen legten von ihrer Treue zu unserer Marke Zeugnis ab. So lässt sich aus überliefer­ ten Zitaten von Alexander Solschenizyn bis zu Günter Grass, von Vladimir Nabokov bis zu Karl Lagerfeld eine Begeisterung für unsere Bleistifte herauslesen, die auch van Gogh in einem Brief an van Rappard so überzeugend formulierte: „Ich wollte Dir noch erzählen von einer Sorte von Bleistiften von Faber, die ich gefunden habe. Sie sind von dieser Dicke; sehr weich und von besserer Qualität als die Zimmermannsbleistifte, geben ein famoses Schwarz und man arbeitet damit sehr angenehm bei großen Studien.“
  25. 25. 1) 5) 6) 7) 2) 3) 4) Holzbrettchen Einfräsen und Leimen der Minenrillen Einlegen der Minen Leimen, Pressen, Trocknen der Brettchen Profil ausfräsen und Rohstifte rund Profil ausfräsen und Rohstifte Sechskant Gespitzte Stifte Wie Bleistifte heute hergestellt werden Bleistifte werden heutzutage auf fast vollautoma- tischen „Bleistiftstraßen“ produziert. So genannte Rohstiftautoma­ten konfektionieren aus Minen und Holzbrettchen die Rohbleistifte. Hauptbestandteile der Mine sind Graphit und Ton. Der Graphit liefert die Schwärze, der Ton dient als Bindemittel, das der Mine Form und Festigkeit gibt. Beide werden für unterschiedliche Härtegrade nach genau festgelegten Rezepturen gemischt. Dann wird die Masse unter hohem Druck durch eine Düse zu Minensträngen gepresst. Die noch weichen Minenstränge werden automatisch auf Bleistiftlänge geschnitten, nach der Trocknung gebrannt und in ein Öl-Bad getaucht, um einen geschmeidigen Abstrich zu erzielen. Danach folgt die Holzummantelung. Dafür werden Holzstämme zu kleinen Brettchen geschnitten. Sie müssen Monate lagern, bis sie absolut trocken sind. Erst dann werden Rillen für die Minen gefräst. Nach­ dem die Minen eingelegt worden sind, wird ein zweites Brettchen aufgesetzt, verleimt und gepresst. Aus dem Doppelbrettchen schält ein Hobelautomat die Bleistift-Rohlinge heraus. Sie werden dann mehrfach mit Wasserlack überzogen, be­stempelt, getaucht (Endkappe) und zum Schluss gespitzt.
  26. 26. Vom „CASTELL 9000“ zum „GRIP 2001“ Der typisch grüne „CASTELL 9000“ wurde 1905 von Alexander Graf von Faber-Castell geschaffen und ist bis heute in seinem Er­ scheinungsbild legendär auf dem Weltmarkt. Für das Spitzenprodukt wurde damals das Motiv der beiden kämpfenden Bleistift-Ritter gewählt. Der „CASTELL 9000“ stand dabei seit jeher für besondere Qualität, Tradition und Unbesiegbarkeit. Mit Ideen und Innovationen gibt das Unternehmen dem Bleistiftmarkt immer wieder frische Impulse. Fast 100 Jahre nach Einführung des „CASTELL 9000“ zeigt der silberfarbige „GRIP 2001“, dass auch beim Bleistift immer noch Verbesserungen möglich sind: ergonomische Form (Dreikant), rutschfeste Griffzone, „Noppen“ aus Wasser­ lack – entscheidend sind Ideen, die einen konkreten Nutzen mit guter Formgestaltung verbinden. Auch der „GRIP 2001“ hat inzwischen einen weltweiten Siegeszug angetreten: Allein im Jahr seines Erscheinens 2000 ist der Stift mit vier internationalen Design-Preisen ausgezeichnet worden. 1905 Castell 9000 Grip 2001
  27. 27. Eine Liaison von Fashion und Farbe „Mit der Modewelt verbindet uns die Leidenschaft zur Kreativität und Farbe“ sagt Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell. Eine Einstellung, die dem Unter- nehmen seit langer Zeit viele berühmte Kunden aus der Mode- und Kunstszene beschert, die – wie Karl Lagerfeld – „auf die Faber-Castell Künstlerstifte nicht verzichten“ möchten. Aus der engen Liaison zwischen Fashion und Farbe entstanden auch zwei spektakuläre Kooperationsprojekte, die auf künstle- rische und sehr innovative Weise demonstrieren, dass Buntstifte mehr als nur kreative Werkzeuge sind: Sie sind Instrument und Oeuvre zugleich. Vor drei Jahren nähte der britische Fashion-De- signer Arkadius 6.000 Blei- und Farbstifte sowie Fasermaler an hauchzarte Chiffon-Röcke, Jeans und Abendkleider. Anlässlich des 240. Firmenjubiläums defilierten die extravaganten Kreationen im reno- mierten Mayfair Club in London vor einem begeis- terten Publikum der PBS-Branche wie auch der Mo- deszene. Diese Aktion schlug nicht nur im Vereinten Königreich Wellen, die Kollektion ging bald um die Welt, von Australien bis Brasilien. 2003 engagierte das Unternehmen Cozmo Jenks, die mit gerade 29 Jahren bereits zu den international arrivierten Hütemacherinnen zählt. Stars wie Sän- gerin Kylie Minogue und das britische Supermodel Jodie Kidd, aber auch Mitglieder der englischen Königsfamilie zählen zu ihren Kunden. „Sie zeigt großen Enthusiasmus und schöpferische Kraft. Und sie hat ein feines Gespür für Tragbares“, so Graf von Faber-Castell. Sie schuf für den Bleistift-Hersteller sechs brillante Hut-Kreationen und verwendete dabei mehr als 2.000 Stifte, Schreibfedern, Swarowski- Kristalle und andere Accessoires. „Gripping the Rainbow“ (Cozmo Jenks) Jenk’s Creation „The Count’s Signature“ „Tears in Ink“ (Cozmo Jenks) Arkadius-Modenschau Arkadius-Modenschau „Mark my Mind“ (Cozmo Jenks)

×