Deutscher Lernatlas 2012
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Deutscher Lernatlas 2012 Document Transcript

  • 1. Ergebnisbericht 2011 Zusammenfassung
  • 2. z USA m m EN fA SSU N gDeutscher LernatlasErgebnisbericht 2011ZusammenfassungAutoren:Dr. Ulrich SchoofDr. Miika BlinnAndré Schleiter2 D EU TSC H ER L ERN ATLAS
  • 3. zU SA m m EN fA SSU N g InhaltDie zentralen Ergebnisse des Deutschen Lernatlas 4Lernen ist mehr als Schule – große regionale Unterschiede beim lebenslangen Lernen in Deutschland 4Kein ausgeprägtes West-Ost-Gefälle beim Lernen in Deutschland, sondern ein Süd-Nord-Gefälle 5Unterschiede zwischen Ost und West beim „Sozialen Lernen“ 7Schlechteste Landkreise und kreisfreie Städte in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen bieten bessereLernbedingungen als die besten Regionen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern 9Vergleich der Regionstypen: Auf dem Land lernt es sich gut! 10Regionen mit den besten Lernbedingungen 11Hidden Champions: Bessere Lernbedingungen, als es die wirtschaftliche Lage erwarten lässt! 11Methodik des Lernatlas 13Was ist der Deutsche Lernatlas? 13Wie wurden im Deutschen Lernatlas die Indikatoren und Kennzahlen ausgewählt und gewichtet? 16Wie finde ich die Ergebnisse (m)einer Region? 18DE U T S C H E R L E R NAT LA S 3
  • 4. z USA m m EN fA SSU N g Die zentralen Ergebnisse des Deutschen Lernatlas Lernen ist mehr als Schule – große regionale Unterschiede beim lebenslangen Lernen in DeutschlandSollen die Möglichkeiten und Bedingungen für lebenslanges usw. Die Ergebnisse des Deutschen Lernatlas ermöglichen ausLernen verbessert werden, brauchen wir hierfür eine ganzheit- einer neuen Perspektive, die über den Aspekt der schulischenliche Sichtweise. Wir wollen sämtliche Lebensphasen, Lernfor- Bildung hinausgeht, eine vergleichende Betrachtung der regi-men und Lernorte in den Blick nehmen. Denn wir lernen auch onalen Lernbedingungen, wobei erhebliche regionale Unter-am Arbeitsplatz, als Mitglieder in Vereinen oder politischen schiede innerhalb Deutschlands sichtbar werden (siehe Abbil-Organisationen, in der Familie, in der Freizeit, im Kirchenchor dung 1).Abbildung 1: Gesamtindex Deutscher LernatlasIndexwerte10 20 30 40 50 60 70Je dunkler die Farbwerte, desto besser sind die Lernbedingungen.Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt auf Basis des Gebietsstandesvom 01.01.2010; die Kreisgebietsreform 2011 in Mecklenburg-Vorpommern konnte nicht mehr berücksichtigt werden4 D EU TSC H ER L ERN ATLAS
  • 5. zU SA m m EN fA SSU N g Kein ausgeprägtes West-Ost-Gefälle beim Lernen in Deutschland, sondern ein Süd-Nord-GefälleDer Blick auf die regionalen Lernbedingungen in der Bun- gen der Schüler, die im Indikator „Allgemeine Schulbildung“desrepublik zeigt, dass die Landkreise und kreisfreien Städte erfasst werden. Dazu gehört die Lesekompetenz im Deut-im Süden deutlich bessere Gesamtergebnisse im Deutschen schen bei Schülern im Primar- und Sekundarbereich sowieLernatlas erreichen als diejenigen im Norden. Der Süden beim Erlernen der Fremdsprache Englisch. Kompetenzen inDeutschlands weist bei den vier Lerndimensionen fast immer Mathematik und Naturwissenschaften runden das Bild ab. Beidie höchsten Werte auf. den entsprechenden Leistungsvergleichen (IGLU, PISA und IQB) schneiden die südlichen Bundesländer (Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Rheinland-Pfalz) insge- Schulisches Lernen samt besser ab als der Rest der Republik. Auch beim Indikator „Hochschulbildung“, der die Akademisierung und den ZugangBesonders ausgeprägt ist das Süd-Nord-Gefälle in der Dimen- zur tertiären Bildung aus regionaler Perspektive beschreibt,sion „Schulisches Lernen“ (siehe Abbildung 2). Ausschlagge- erreichen die Regionen Sachsens und Bayerns die besten Er-bend dafür sind in erster Linie die unterschiedlichen Leistun- gebnisse der Flächenstaaten.Abbildung 2: Ergebniswerte in der Dimension „Schulisches Lernen“Indexwerte0 10 20 30 40 50 60 70Je dunkler die Farbwerte, desto besser sind die Lernbedingungen.Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt auf Basis des Gebietsstandesvom 01.01.2010; die Kreisgebietsreform 2011 in Mecklenburg-Vorpommern konnte nicht mehr berücksichtigt werdenDE U T S C H E R L E R NAT LA S 5
  • 6. z USA m m EN fA SSU N g Berufliches Lernen Bayerns, Hessens, Baden-Württembergs und des Saarlands er- reichen unter den Flächenstaaten die besten Werte in dieserIn der Dimension „Berufliches Lernen“ zeigt sich tendenziell Lerndimension, was sowohl auf sehr gute regionale Ausbil-ein Südwest-Nordost-Gefälle (siehe Abbildung 3). Diese Unter- dungsmärkte und hohe berufliche Weiterbildungsaktivität alsschiede sind in erster Linie auf Kennzahlen zur beruflichen auch auf gute Werte im Bereich der lernförderlichen Arbeits-Weiterbildung zurückzuführen. Kreise und kreisfreie Städte umfelder zurückzuführen ist.Abbildung 3: Ergebniswerte in der Dimension „Berufliches Lernen“Indexwerte10 20 30 40 50 60 70 80Je dunkler die Farbwerte, desto besser sind die Lernbedingungen.Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt auf Basis des Gebietsstandesvom 01.01.2010; die Kreisgebietsreform 2011 in Mecklenburg-Vorpommern konnte nicht mehr berücksichtigt werden6 D EU TSC H ER L ERN ATLAS
  • 7. zU SA m m EN fA SSU N g Unterschiede zwischen Ost und West beim „Sozialen Lernen“ der Wende und der Auflösung der staatlich organisierten En- Soziales Lernen gagementstrukturen der DDR entwickelte sich in den neuen Bundesländern nur langsam eine neue, eigenständige Engage-In der Dimension „Soziales Lernen“ zeigt sich für Deutschland mentkultur. Allerdings gibt es einzelne Bereiche des sozialenein ausgeprägtes West-Ost-Gefälle (siehe Abbildung 4). Beson- Engagements, in denen kaum mehr Unterschiede zwischenders große Unterschiede gibt es bei den Indikatoren „soziales Ost und West bestehen – dazu zählt die Mitarbeit bei der Frei-Engagement“ und „politische Teilnahme“. So liegt das sozia- willigen Feuerwehr oder dem Deutschen Roten Kreuz. Beimle Engagement in vielen Regionen der neuen Bundesländer Engagement für Ältere schneiden die neuen Bundesländer so-deutlich hinter dem der alten Bundesländer zurück, was den gar im Schnitt besser ab als die alten Bundesländer.Befund des letzten Freiwilligensurveys 2009 bestätigt. NachAbbildung 4: Ergebniswerte in der Dimension „Soziales Lernen“Indexwerte20 30 40 50 60 70 80Je dunkler die Farbwerte, desto besser sind die Lernbedingungen.Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt auf Basis des Gebietsstandesvom 01.01.2010; die Kreisgebietsreform 2011 in Mecklenburg-Vorpommern konnte nicht mehr berücksichtigt werdenDE U T S C H E R L E R NAT LA S 7
  • 8. z USA m m EN fA SSU N g Persönliches Lernen Konzerthäusern und bieten gleichzeitig einen herausragenden Zugang zu Medien. Unter den Stadtstaaten, aber auch im Bun-In der Dimension „Persönliches Lernen“ lässt sich für Deutsch- desländervergleich insgesamt erreicht Berlin hier den höchstenland insgesamt kein ausgeprägtes geographisches Muster Wert. Bei den Flächenstaaten erreichen zahlreiche Regionen infeststellen. Gute regionale Lernbedingungen in der Freizeit Baden-Württemberg und Bayern sowie in Sachsen ebenfallsfinden sich in vielen Regionen Deutschlands. Im Unterschied gute Ergebnisse in dieser Lerndimension. Eine gute Internet-zu den vorangegangenen Lerndimensionen erreichen Städ- Infrastruktur, geeignete Weiterbildungsmöglichkeiten durchte hier besonders hohe Werte. Sie punkten mit einem großen die Volkshochschule sowie ein hohes Angebot an Sportvereinenund vielfältigen kulturellen Bildungsangebot wie Museen oder sind dabei die ausschlaggebenden Faktoren.Abbildung 5: Ergebniswerte in der Dimension „Persönliches Lernen“Indexwerte20 30 40 50 60 70 80Je dunkler die Farbwerte, desto besser sind die Lernbedingungen.Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt auf Basis des Gebietsstandesvom 01.01.2010; die Kreisgebietsreform 2011 in Mecklenburg-Vorpommern konnte nicht mehr berücksichtigt werden8 D EU TSC H ER L ERN ATLAS
  • 9. zU SA m m EN fA SSU N g Schlechteste Landkreise und kreisfreie Städte in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen bieten bessere Lernbedingungen als die besten Regionen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-VorpommernDer Bundesländervergleich zeigt, dass die Rahmenbedingungen für So erreichen die schlechtesten Kreise und kreisfreien Städte Ba-lebenslanges Lernen in Baden-Württemberg und Bayern deutlich den-Württembergs, Bayerns und Sachsens immer noch besserebesser sind als in vielen Regionen der Bundesländer Brandenburg, Ergebnisse als die besten Regionen in Brandenburg, Sachsen-Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Ganz besonders Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (siehe Abbildung 6).deutlich wird dies bei einem regionalen Vergleich.Abbildung 6: Regionale Verteilung der Indexergebnisse nach BundesländernDE U T S C H E R L E R NAT LA S 9
  • 10. z USA m m EN fA SSU N g Vergleich der Regionstypen: Auf dem Land lernt es sich gut!Ein Vergleich zwischen Stadt und Land zeigt, dass Regionen räume mitunter gute Ergebnisse. Zum einen scheint hier indes verdichteten und ländlichen Umlands sowie des ländlichen vielen Fällen die Versorgung mit Ausbildungsplätzen besserRaums in vielen Fällen bessere Lernbedingungen als Städte zu sein, zum anderen gelingt es offenkundig gerade ländlichenaufweisen (siehe Abbildung 7). Regionen erfolgreicher und schneller, Arbeitslose durch Weiter-Ein deutlicher Vorsprung ländlicher Regionen zeigt sich vor al- bildung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Gegensatz dazulem beim „Sozialen Lernen“. Dieses Ergebnis ist insbesondere scheinen – sofern man einen Arbeitsplatz hat – die informellenauf ein höheres soziales Engagement zurückzuführen, das in Lernbedingungen bei der Arbeit in größeren Städten förderli-der ländlichen Fläche stärker verbreitet ist als in städtischen cher zu sein als auf dem Land.Gebieten. In ländlichen Regionen ersetzt freiwilliges soziales Im Bereich des „Persönlichen Lernens“ fallen die ländlichenEngagement oftmals ein fehlendes institutionelles oder kom- Regionen hinter die Städte zurück, da vor allem diese übermerzielles Angebot, leistet aber gerade deswegen einen rele- ein deutlich größeres Angebot und einen besseren Zugang zuvanten Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlergehen und sozia- kultureller Bildung sowie zu entsprechender IT-Infrastrukturlen Zusammenhalt. (Internet-Breitbandversorgung) verfügen. Von dem kulturellenAber auch beim „Beruflichen Lernen“ erreichen ländliche Ge- Bildungsangebot der Großstädte können jedoch in vielen Fällenbiete und insbesondere die verdichteten Ränder der Ballungs- auch angrenzende Landkreise profitieren.Abbildung 7: Indexergebnisse nach Regionstypen (bevölkerungsgewichtete Mittelwerte)10 D EU TSC H ER L ERN ATLAS
  • 11. zU SA m m EN fA SSU N g Regionen mit den besten LernbedingungenIn jedem der sechs Regionstypen lassen sich Städte und Krei- gungen bieten. Welche kreisfreien Städte bzw. Landkreise jeweils diese identifizieren, die ihren Einwohnern die besten Lernbedin- ersten fünf Plätze im Gesamtindex belegen, zeigt Abbildung 8.Abbildung 8: Top 5 je Regionstyp Hidden Champions: Bessere Lernbedingungen, als es die wirtschaftliche Lage erwarten lässt!Gute regionale Rahmenbedingungen für das Lernen in allen gibt – sogenannte „Hidden (Lern-)Champions“ –, die sehr guteLebensbereichen gehen im Normalfall einher mit geringer Ar- Ergebnisse aufweisen, obwohl sie noch nicht einen ihrer Lern-beitslosigkeit und hoher Wirtschaftsleistung. Allerdings zeigen leistung entsprechenden Wohlstand aufweisen.die Ergebnisse des Deutschen Lernatlas, dass es auch RegionenAbbildung 9: Was kennzeichnet Hidden Champions?„Hidden Champions“ sind Regionen, die mit ihrem Lernatlas- anhand eines Streudiagramms und einer RegressionsgeradeErgebnis zu den besten 30% ihres Regionstyps gehören und illustriert, die den Zusammenhang zwischen den Lernbedin-damit ein deutlich besseres Ergebnis erreichen, als ihre wirt- gungen (Lernatlas) und der wirtschaftlichen Lage (BIP / Kopf)schaftliche Lage es erwarten ließe. In Abbildung 9 wird dies von Regionen darstellt.DE U T S C H E R L E R NAT LA S 11
  • 12. z USA m m EN fA SSU N gAbbildung 10: Hidden Champions des Deutschen Lernatlas12 D EU TSC H ER L ERN ATLAS
  • 13. zU SA m m EN fA SSU N g Methodik des Lernatlas Was ist der Deutsche Lernatlas?Lernen ist mehr als nur Schule: Der Deutsche Lernatlas die vier Dimensionen des schulischen, beruflichen, sozialenschafft eine neue und leicht zugängliche Sichtweise auf das und persönlichen Lernens ermittelt.Lernen in verschiedenen Lebensphasen, Lernformen (for- Der Deutsche Lernatlas verdeutlicht den Stellenwert des Ler-mal, non-formal, informell) und Lernorten wie beispielsweise nens in allen 412 deutschen Kreisen und kreisfreien StädtenSchule, Arbeitsplatz, Sportverein und dem eigenen Zuhause. und illustriert, inwieweit eine Kommune über die Lernvor-Der Deutsche Lernatlas ist ein Index, der aus 38 regionalen aussetzungen verfügt, um wirtschaftlich und sozial erfolg-Kennzahlen zum Thema Bildung und Lernen zusammenge- reich zu sein.setzt wurde. Neben dem Gesamtindex wurden Teilindizes für Was kann der Deutsche Lernatlas leisten? Wo liegen seine Grenzen?Der Deutsche Lernatlas bietet erstmalig die Möglichkeit, Lern- nicht oder nur in einzelnen Kommunen erhoben werden. Somitbedingungen auf der regionalen und kommunalen Ebene in ist der Lernatlas ein Instrument, das kontinuierlich mit neu-Deutschland greifbar und vergleichbar zu machen. Er gibt so en und verlässlicheren Datensätzen weiterentwickelt werdeneinen Impuls zur Weiterentwicklung der Bildungspolitik, da muss.Lernen vor Ort in allen Lebensphasen und -bereichen transpa-renter wird. Der Deutsche Lernatlas ist kein Steuerungsinstrument für Bil- dungsplanung und -management: Er will und kann eine kom-Transparenz und Verfügbarkeit von Daten zum Lernen sind al- munale Bildungsberichterstattung nicht ersetzen und liefertlerdings ein zentrales Problem in Deutschland: Die Grenzen des deswegen keine konkreten Handlungsempfehlungen. Der Lern-Lernatlas bestehen deshalb insbesondere darin, dass nur Lern- atlas ist auch deswegen nur begrenzt steuerungsrelevant, daKennzahlen berücksichtigt werden, die bundesweit für nahezu viele Kennzahlen sich auf Aspekte beziehen, die außerhalb desalle Regionen verfügbar sind. Andere, ebenso planungsrelevan- Kompetenz- und des Entscheidungsbereichs kommunal verant-te Daten können hingegen nicht verwendet werden, weil sie gar wortlicher Akteure liegen. Wie ist der Deutsche Lernatlas aufgebaut?Der Deutsche Lernatlas besteht aus einem Gesamtindex sowie Jede der vier Lerndimensionen setzt sich aus 8 bis 10 Kennzah-vier Teilindizes. Letztere spiegeln die vier Lerndimensionen wi- len zusammen, die konzeptionell in übergreifenden Indikato-der, die von der UNESCO-Kommission „Bildung für das 21. Jahr- ren zusammengefasst sind. Abbildung 11 zeigt den Aufbau deshundert“ unter Leitung von Jacques Delors entwickelt wurden: Deutschen Lernatlas am Beispiel einer Musterstadt.1. Schulisches Lernen (Learning to Know)2. Berufliches Lernen (Learning to Do)3. Soziales Lernen (Learning to Live Together)4. Persönliches Lernen (Learning to Be)DE U T S C H E R L E R NAT LA S 13
  • 14. z USA m m EN fA SSU N gAbbildung 11: Indikatoren und Kennzahlen des Deutschen LernatlasInformationen zu den Kennzahlen sind auf www.deutscher-lernatlas.de verfügbar.14 D EU TSC H ER L ERN ATLAS
  • 15. zU SA m m EN fA SSU N gDE U T S C H E R L E R NAT LA S 15
  • 16. z USA m m EN fA SSU N g Wie wurden im Deutschen Lernatlas die Indikatoren und Kennzahlen ausgewählt und gewichtet?Die Auswahl und die Gewichtung der zugrundeliegenden Kenn- entwickelt und dort für alle kanadischen Kommunen erfolg-zahlen und ihrer Lerndimensionen erfolgten durch ein Verfah- reich umgesetzt wurde. Für den deutschen Kontext wurde dasren, das ursprünglich in Kanada (Composite Learning Index) Verfahren entsprechend angepasst. Auswahl der Indikatoren und KennzahlenFür den Deutschen Lernatlas wurden über 300 Lern- und Bil- Gleichzeitig wurde mit Hilfe einer multiplen linearen Regressi-dungskennzahlen aus unterschiedlichen Quellen erfasst und on kontrolliert, inwieweit diese Kennzahlen einen statistischengeprüft. Die finale Auswahl der 38 Kennzahlen erfolgte in meh- Zusammenhang mit der sozialen und wirtschaftlichen Lage vonreren Prüfschritten: Regionen aufweisen. Kennzahlen, die dieses Kriterium nicht erfüllten, wurden nicht weiter berücksichtigt.Schritt 1: Konzeptionelle KonsistenzMit Unterstützung von Experten wurde intensiv geprüft, inwie- Schritt 4: Qualitativer Reviewweit sich Kennzahlen konzeptionell und plausibel einer Lerndi- Die Ergebnisse wurden schließlich mit Hilfe von ausgewähltenmension zuordnen lassen. Studien, Befragungen sowie zusätzlichen Indikatoren und Indi- zes auf ihre Plausibilität hin überprüft.Schritt 2: DatenvalidierungDie so ausgewählten Kennzahlen wurden anschließend statis- Grundsätzlich ist die Auswahl von geeigneten Lern- und Bil-tisch überprüft (Verteilung, Varianz, Abdeckung etc.). Für jede dungskennzahlen für einen Index eine besondere Herausforde-Kennzahl mussten die Daten von mindestens 75% aller Kreise rung, da es auf kommunaler Ebene kaum vergleichbare Kenn-und kreisfreien Städte in Deutschland vorliegen. zahlen gibt, die den direkten Effekt von Lernaktivitäten in Form von tatsächlich erworbenen Kompetenzen (wie z. B. bei PISA)Schritt 3: Statistische Validität (Modellprüfung) messen. Deshalb musste häufig auf vergleichbare „indirekte“Nunmehr wurde geprüft, ob die jeweilige Kennzahl Gemein- Kennzahlen zurückgegriffen werden. Diese beziehen sich aufsamkeiten mit anderen Kennzahlen der ausgewählten Lern- das Angebot oder die Verfügbarkeit von Lernmöglichkeiten (In-dimension aufweist. Hierbei wurde über eine sogenannte frastruktur), auf die Teilnahme an diesen Lernprozessen oderFaktorenanalyse ermittelt, inwieweit die Kennzahl stellvertre- auf Verhaltensweisen, Einstellungen und Überzeugungen, dietend für einen oder mehrere Einflussfaktor(en) steht, mit dem unmittelbar mit diesen Lernprozessen in Verbindung gebrachtbzw. denen die jeweilige Lerndimension erklärt werden kann. werden können. Gewichtung der KennzahlenDie Gewichtung der zugrundeliegenden Kennzahlen und ihrer ten „Human- und Sozialkapitalfaktor“, der aus verschiedenenLerndimensionen erfolgt ausschließlich durch ein statistisches sozioökonomischen Kennzahlen ermittelt wurde. Die darausVerfahren – also weder über eine Gleichgewichtung noch durch berechneten Gewichtungen sind in Abbildung 12 dargestellt.eine Expertengewichtung, wie dies bei vielen anderen sum-marischen Indizes der Fall ist. Zentrales Kriterium bei diesem Eine ausführliche Beschreibung des Verfahrens entnehmen SieGewichtungsverfahren ist der statistische Zusammenhang der bitte dem Ergebnisbericht oder – noch detaillierter – dem Me-jeweiligen Kennzahl mit einem eigens errechneten sogenann- thodikbericht des Deutschen Lernatlas.16 D EU TSC H ER L ERN ATLAS
  • 17. zU SA m m EN fA SSU N gAbbildung 12: Gewichtung der Kennzahlen im Deutschen LernatlasDE U T S C H E R L E R NAT LA S 17
  • 18. z USA m m EN fA SSU N g Wie finde ich die Ergebnisse (m)einer Region? StartseiteGeben Sie im Internet auf der Startseite vonwww.deutscher-lernatlas.de den NamenIhres Kreises, Ihrer kreisfreien Stadt oderIhres Bundeslandes in das Suchfeld ein undklicken Sie auf „Profil anzeigen“. Sie erhal-ten das entsprechende regionale Lern-Profil,das Sie auch als PDF-Datei herunterladenkönnen. Regionales Lern-Profil18 D EU TSC H ER L ERN ATLAS
  • 19. zU SA m m EN fA SSU N gImpressum© 2011 Bertelsmann StiftungBertelsmann StiftungCarl-Bertelsmann-Str. 25633311 Güterslohwww.bertelsmann-stiftung.deKontaktFrank FrickProgrammleiterDr. Ulrich SchoofProjektleiterProgramm Zukunft der Beschäftigung / Good GovernanceTelefon: +49 5241 81-81384Fax: +49 5241 81-681384Mail: info@deutscher-lernatlas.dewww.deutscher-lernatlas.deAutorenDr. Ulrich SchoofDr. Miika BlinnAndré SchleiterAnalytische UnterstützungAnalytix GmbH, KielEditorial-TeamMonika Diaz, Eva JacobLektoratHelga Berger, GüterslohGrafiken und GestaltungGolden Section Graphics, BerlinDE U T S C H E R L E R NAT LA S 19
  • 20. Bertelsmann StiftungCarl-Bertelsmann-Str. 25633311 Güterslohwww.bertelsmann-stiftung.deKontaktFrank FrickProgrammleiterDr. Ulrich SchoofProjektleiterProgramm Zukunft der Beschäftigung / Good GovernanceTelefon: +49 5241 81-81384Fax: +49 5241 81-681384Mail: info@deutscher-lernatlas.dewww.deutscher-lernatlas.de