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Allianz Studie: Demografische Zeitenwende
 

Allianz Studie: Demografische Zeitenwende

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2011 wird die Weltbevölkerung die Sieben-Milliarden-Marke knacken. Dei Mehrheit der Menschen lebt dann in sogenannten "aufstrebenden Märkten". Die Allianz Studie erklärt die Aussichten für ...

2011 wird die Weltbevölkerung die Sieben-Milliarden-Marke knacken. Dei Mehrheit der Menschen lebt dann in sogenannten "aufstrebenden Märkten". Die Allianz Studie erklärt die Aussichten für mögliche Investmentstrategien.

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    Allianz Studie: Demografische Zeitenwende Allianz Studie: Demografische Zeitenwende Document Transcript

    • Analysen & Trends: ZukunftssicherungDemografischeZeitenwendeInnerhalb von nur 100 Jahren hat sich dieWeltbevölkerung auf 7 Milliarden Menschenvervierfacht.
    • PortfolioPraxis: AkademieEntscheidendeEinblicke fürvorausschauendeAnlagestrategien2
    • Analysen & TrendsInhalt4 Weltbevölkerung übersteigt 7 Milliarden4 Der Großteil der Weltbevölkerung lebt in wirtschaftlichen Schwellenländern6 Sinkende Geburtenraten führen zu rückläufigem Bevölkerungswachstum8 Die Weltbevölkerung altert in doppelter Hinsicht11 Die Bevölkerungspyramiden beginnen Kopf zu stehenImpressumAllianz Global InvestorsKapitalanlagegesellschaft mbHMainzer Landstraße 11–1360329 Frankfurt am MainKapitalmarktanalyseHans-Jörg Naumer (hjn), Dennis Nacken (dn), Stefan Scheurer (st),Olivier Gasquet (og), Richard Wolf (rw)Unsere aktuellen Studien finden Sie direkt unterwww.allianzglobalinvestors.de / kapitalmarktanalyseAlle Publikationen sind abonnierbar unterwww.allianzglobalinvestors.de / newsletterSoweit nicht anders vermerkt, stammen die Daten vonThomson Financial Datastream. 3
    • Analysen & Trends Demografische Zeitenwende Innerhalb von nur 100 Jahren hat sich die Weltbevölkerung auf 7 Milliarden Menschen vervierfacht. man bedenkt, dass zuvor zwischen dem Gastbeitrag Überschreiten der 500-Millionen-Marke um das Jahr 1500 und der Verdoppelung auf Bei dieser Analyse handelt es sich um 1 Milliarde Menschen in der ersten Hälfte einen Gastbeitrag von Frau Dr. Michaela des 19. Jahrhunderts mehr als 300 Jahre ver- Grimm. Frau Dr. Grimm ist Mitarbeiterin gingen. im Team von Group Economic Research & Corporate Development bei der Allianz SE. Der Großteil der Weltbevölkerung lebt in wirtschaftlichen Schwellenländern Die meisten Menschen leben in Asien. Der Kontinent zählt laut Angaben der UN in diesem Jahr rund 4,2 Milliarden Bewohner; Weltbevölkerung übersteigt 7 Milliarden davon leben mehr als die Hälfte in China (1,3 Milliarden Menschen) und in Indien Im Herbst dieses Jahres wird der 7-milliardste (1,2 Milliarden Menschen). An zweiter und Erdenbürger geboren werden. Noch nie an dritter Stelle stehen Afrika mit einer Bevöl- zuvor haben so viele Menschen gleichzeitig kerung von gegenwärtig rund 1 Milliarde auf unserem Planeten gelebt. Innerhalb von und Lateinamerika mit rund 600 Millionen nur 100 Jahren hat sich damit die Weltbevöl- Menschen. Drei Viertel der Menschheit leben kerung nicht zuletzt dank der Verbesserung somit in sogenannten Entwicklungs- und der Ernährungslage und der hygienischen Schwellenländern. Europas Bedeutung ist Standards von 1,65 Milliarden Menschen aus demografischer Sicht in den letzten auf nun 7 Milliarden vervierfacht. Diese Ent- 100 Jahren hingegen deutlich geschrumpft; wicklung ist umso bemerkenswerter, wenn nur noch jeder zehnte Erdbewohner lebt Die Weltbevölkerung hat sich in den letzten 100 Jahren vervierfacht 10.000 Weltbevölkerung (in Mio.) 8.000 6.000 4.000 2.000 0 0 250 500 750 1000 1250 1500 1750 2000 Jahr Quelle: UN Population Division.4
    • Asien nach wie vor bevölkerungsreichster KontinentVerteilung der Weltbevölkerung um 1900 Verteilung der Weltbevölkerung 2011 8% 5% 15 % 5% 9% 1,7 Mrd. 57 % 7,0 Mrd. 60 % 5% 25 % 11 % Asien Europa Afrika SüdamerikaQuelle: UN Population Division. Nordamerikaheute auf dem alten Kontinent, vor rund der UN den 8-milliardsten Erdenbürger 1 Vgl. UN Population100 Jahren war es noch jeder vierte1. Daher ist begrüßen dürfen, danach dürfte es dann Division: The World at Sixdie Wahrscheinlichkeit, dass der 7-milliardste aber 18 Jahre dauern, bis die nächste Milliar- Billion, S. 4.Erdenbürger in einem der Schwellenlän- dengrenze erreicht ist. Gegen Ende des Jahr-der geboren wird, relativ hoch. So dürften hunderts, um 2082, werden aller Voraussicht 2 Vgl. UN Populationnach Schätzungen der UN allein in Indien nach mehr als 10 Milliarden Menschen auf Division, World Populationdieses Jahr rund 26,5 Millionen und in China unserem Planeten leben – und damit doppelt Prospects, 2008 Revision.18,6 Millionen Kinder auf die Welt kommen; so viele wie 1986. Die größer werdenden Zeit-in der Europäischen Union hingegen insge- abstände veranschaulichen einen seit einigen 3 Vgl. UN Populationsamt nur 4,4 Millionen2. Jahren zu beobachtenden Trend: Die Wachs- Division, World Population tumsrate der Weltbevölkerung ist rückläufig; Prospects, 2010 Revision.Auf absehbare Zeit wird die Weltbevölkerung seit dem Höchststand von 2,1 % im Jahr 1968also weiter wachsen. Schon Mitte des nächs- ist sie auf 1,1 % im letzten Jahr gesunken3.ten Jahrzehnts werden wir laut Voraussagen 5
    • Analysen & Trends Asien wird bevölkerungsreichster Kontinent bleiben 6.000 5.000 Gesamtbevölkerung (in Mio.) 4.000 3.000 2.000 1.000 0 Afrika Asien Europa Nordamerika Lateinamerika Ozeanien 2010 2030 2050 Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision. Regional betrachtet gibt es mit Blick auf Sinkende Geburtenraten führen zu rück- die Bevölkerungsdynamik jedoch deutliche läufigem Bevölkerungswachstum Unterschiede: Während sich die Bevölkerung in Afrika bis Mitte des Jahrhunderts voraus- Ursache hierfür ist vor allem die Entwick- sichtlich mehr als verdoppeln wird und Asien lung der Geburtenraten: Im weltweiten um 2050 rund 1 Milliarde Menschen mehr Durchschnitt hat sich die Geburtenrate in zählen dürfte, wird sie in Europa langfristig den letzten 60 Jahren von durchschnittlich4 Vgl. UN Population zurückgehen. In den USA hingegen dürfte die 5,0 Kindern pro Frau auf 2,5 halbiert. DieDivision, World Population Bevölkerung weiterhin auf dann gut 403 Milli- Tatsache, dass es dabei erhebliche regionaleProspects, 2010 Revision. onen Einwohner ansteigen4. Unterschiede gibt, ist hinlänglich bekannt. Die höchsten Geburtenraten werden nach wie vor in Afrika verzeichnet; heute bringt dort eine Geburtenraten in allen Weltregionen rückläufig 8 Durchschnittliche Zahl von Kinder pro Frau, nach Region 7 6 5 4 3 2 1 1950 1970 1990 2010 2030 2050 Afrika Welt Asien Lateinamerika Nordamerika Australien/Neuseeland Europa Reproduktionsfaktor Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision.6
    • Frau im Schnitt 4,4 Kinder zur Welt. In Europa, verschiedenen afrikanischen Ländern, auch dem Kontinent mit den derzeit niedrigsten wenn die Ausgangssituationen verschieden Geburtenraten weltweit, ist die durchschnitt- sind: So wird manchem hierzulande noch liche Geburtenrate hingegen auf nur noch in Erinnerung sein, dass Großmutter oder 1,6 Kinder pro Frau gesunken und liegt seit Großvater aus kinderreichen Familien stam- 1975 sogar unter der für den Erhalt einer men; denn um 1900 lag die durchschnittliche Population notwendigen Rate von 2,1. Die Geburtenrate pro Frau in Deutschland noch stärksten Rückgänge verzeichneten – nicht bei 4,2 Kindern und 1935 bei 2,2. Nach Ende zuletzt aufgrund der Ein-Kind-Politik Chinas des Zweiten Weltkriegs stieg sie bis Mitte der 5 Vgl. UN Population – Asien und Lateinamerika, wo die Geburten- Neunzehnhundertsechzigerjahre wieder auf Division, World Population raten im selben Zeitraum von 6,0 bzw. 5,8 auf 2,6 Kinder an, seitdem ist sie jedoch rückläu- Prospects, 2010 Revision. 2,2 und 2,3 Kinder pro Frau gefallen sind5. fig und liegt seit 1970 unterhalb des Repro- duktionsfaktors von 2,1. Welche Rolle dabei Welche Einflussfaktoren im Einzelnen für die verbesserten Bildungsmöglichkeiten von das Geburtenverhalten in einer Bevölkerung Frauen gespielt haben dürften, zeigt ein Blick maßgeblich sind, ist Gegenstand zahlreicher in das Afrika von heute: So liegt zum Bei- Untersuchungen. Die Erklärungen sind viel- spiel die durchschnittliche Geburtenrate im fältig und die Umkehr der Entwicklung ist Tschad, wo nur gut 20 % der Frauen lesen und schwierig, wie die nur von mäßigem Erfolg schreiben können, bei 6,3 Kindern, während gekrönten Maßnahmen der deutschen eine Frau in Südafrika, wo die Alphabetisie- Geburtenraten und Wohlstand sind negativ korreliert Geburtenraten und BIP pro Kopf, 2010 8 7Durchschnittliche Kinderzahl pro Frau 6 5 4 3 2 1 0 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 BIP pro Kopf, in US-Dollar Quellen: UN Population Division, World Population Prospects, 2008 Revision, IWF. Bundesregierung zur Erhöhung der Gebur- rungsquote von Frauen knapp 90 % beträgt, tenraten zeigen. Fest steht, dass die durch- im Schnitt nur 2,5 Kinder bekommt6. schnittliche Kinderzahl mit der Verbesserung Damit korrespondiert auch die Tatsache, des allgemeinen Lebensstandards und dem dass es einen negativen Zusammenhang steigenden Bildungsniveau der Frauen sinkt. zwischen allgemeinem Wohlstandsniveau Dazu genügen ein Blick in die Geschichte und der durchschnittlichen Geburtenrate und der Vergleich der Geburtenraten in gibt: Offensichtlich gilt, je höher der Lebens- 6 Vgl. UNESCO und UN Population Division. In Deutschland zum Beispiel sind im früheren Bundesgebiet von den Frauen im Alter zwischen 40 und 75 Jahren 26 % derjenigen mit hohem Bildungsabschluss kinderlos, während dies nur auf 16 % der Frauen mit mittlerem Bildungsniveau und 11 % derjenigen mit niedrigem Bildungsniveau zutrifft. Vgl. Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 2008. Neue Daten zur Kinderlosigkeit in Deutschland, Wiesbaden 2009, S. 27. 7
    • Analysen & Trends standard einer Gesellschaft, desto niedriger die Zahl der Kinder. So hat laut UN Niger, das Es besteht ein negati- mit einem durchschnittlichen Bruttoinlands- ver Zusammenhang produkt von umgerechnet 287 Euro pro Kopf zwischen allgemeinem im Jahr 2010 zu den 10 ärmsten Ländern der Welt zählte, die höchste Geburtenrate welt- Wohlstandsniveau und weit: Eine Frau bringt dort im Durchschnitt Geburtenraten 7,0 Kinder zur Welt. In Luxemburg hingegen, laut IWF-Statistik mit 82.020 Euro das Land mit dem weltweit höchsten BIP pro Kopf, lag die durchschnittliche Geburtenrate 2010 bei nur 1,7 Kindern. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Geburtenraten im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung bei steigendem Wohlstand auch in den Schwel- lenländern künftig weiter zurückgehen wer- Jahren um knapp 30 Jahre von 39,9 Jahren auf den. 69,6 Jahre zugenommen hat. Die Weltbevölkerung altert in doppelter Mit einem Plus von 11 gewonnenen Jahren Hinsicht fiel der Anstieg in besagtem Zeitraum in Europa und Nordamerika weitaus schwächer Die Auswirkungen des Rückgangs der Gebur- aus. Der langsamere Zuwachs begann hier tenraten auf die Entwicklung der Gesamtbe- jedoch von einem weitaus höheren Niveau: völkerung wird allerdings durch den Anstieg Im Jahr 1950 hatte der durchschnittliche der Lebenserwartung gedämpft. Seit 1950 hat Europäer bereits eine Lebenserwartung von die weltweite durchschnittliche Lebenserwar- 64,5 Jahren bei Geburt. Denn einen ähnlich tung bei Geburt um 4,6 Monate pro Jahr von großen Sprung in puncto Lebenserwartung 45,4 auf 68,2 Jahre zugenommen. Höhere wie die Asiaten hatten die Europäer bereits in Lebensstandards, verbesserte hygienische den Jahrzehnten zuvor gemacht: In Deutsch- Bedingungen und medizinischer Fortschritt land zum Beispiel lag die durchschnittliche haben maßgeblich dazu beigetragen. Am Lebenserwartung eines Jungen bei Geburt stärksten fiel der Anstieg der Lebenserwar- um 1900 noch bei 44,8 Jahren, die eines Mäd- tung in Asien aus, wo sie in den letzten 60 chens bei 48,3 Jahren. 1950 betrug sie dann Deutlicher Anstieg der Lebenserwartung Durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt 100 80 60 Jahre 40 20 0 Welt Australien/ Nordamerika Europa Lateinamerika Asien Afrika Neuseeland 1950 1980 2010 2030 2050 Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision.8
    • Der Anstieg der Lebenserwartung hat sich in den letzten 100 Jahren beschleunigtLebenserwartung bei Geburt, 1760–2010 80 70 60 50in Jahren 40 30 20 10 1950 1970 1990 2010 2030 2050 Jahre Schweden (1760-1899) Schweden (1900-2010) Japan USA Deutschland SchweizQuelle: Human Mortality Database (HMD)bereits 64,6 bzw. 68,5 Jahre7. Ein Baby, das Lebenserwartung eines Neugeborenen welt- 7 Vgl. Bundesamt fürheute geboren wird, hat als Junge eine durch- weit bei 75 Jahren liegen, wobei es aufgrund Statistik: Sterbetafelnschnittliche Lebenserwartung von 77,3 und des unterschiedlichen Entwicklungsstands 1901/1910 und Sterbe-als Mädchen eine von 82,5 Jahren8. der Länder nach wie vor deutliche Unter- tafeln 1949/1951. schiede geben wird: So dürfte zum BeispielWenn auch die Annahmen über die Auswir- ein Neugeborenes in Deutschland eine 8 Vgl. Bundesamt für Statis-kungen des sich wandelnden Lebensstils auf Lebenserwartung von über 84 Jahren haben, tik: Sterbetafeln 2007/2009.die Lebenserwartung auseinandergehen und in Japan dürfte sie bei 87 Jahren, in Brasiliendie Frage, ob es eine absolute Obergrenze für bei 79 Jahren und in Nigeria bei 64 Jahren lie-die menschliche Lebenserwartung gibt, nach gen. Während dieser Anstieg in den Entwick-wie vor ungeklärt ist, sind sich die Demogra- lungsländern vor allem dem Rückgang derfen darin einig, dass die durchschnittliche Kindersterblichkeit geschuldet sein wird, wirdLebenserwartung weiter ansteigen wird. in den Industrieländern und in den meistenIn 30 Jahren dürfte die durchschnittliche Schwellenländern die Zunahme der Lebens- erwartung in höheren Altern der Treiber sein. 9
    • Analysen & Trends9 Vgl. Human Mortality Lag die durchschnittliche fernere Lebens- Lebenserwartung im Alter von 65 um 2050Database. erwartung bei Renteneintritt im Alter von bei 21,6 Jahren und in China bei 18,7 Jahren 65 zum Beispiel in Japan 1950 noch bei liegen10.10 Vgl. UN Population 11 Jahren, beträgt sie heute knapp 22 Jahre9.Division, World Population Bis Mitte des Jahrhunderts dürfte sie auf Weltweit wird sich die Zahl der Über-65-Jäh-Prospects, 2008 Revision. 24 Jahre angestiegen sein. In der Schweiz rigen dadurch bis 2050 nahezu verdreifachen dürfte sie dann bei 23,7 und in Deutschland und von gegenwärtig rund 530 Millionen Anstieg der Lebenserwartung in höheren Altern Fernere Lebenserwartung im Alter 65 25 20 15 in Jahren 10 5 1875 1900 1925 1950 1975 2000 2025 2050 Jahre Japan Schweden Frankreich Schweiz USA England und Wales Deutschland Australien Quellen: UN Population Division, HMD. bei knapp 22 Jahren liegen. Auch in den auf 1,5 Milliarden ansteigen. Davon werden11 Vgl. UN Population heutigen Schwellenländern wie Südkorea allein in China 330 Millionen leben, das damitDivision, World Population oder China wird der dritte Lebensabschnitt mehr Einwohner im Rentenalter haben wirdProspects, 2010 Revision. länger werden: In Südkorea dürfte die fernere als ganz Europa zusammen, welches dann voraussichtlich 193 Millionen Über-65-Jährige zählen wird. Darüber hinaus werden weltweit Die durchschnittliche 402 Millionen dieser Über-65-Jährigen zu den Lebenserwartung bei Hochbetagten zählen, d. h. 80 Jahre und älter sein11. Letztlich altert die Weltbevölkerung Renteneintritt wird auf damit doppelt: Zum einen sinken die Gebur- über 20 Jahre steigen. tenraten und damit die Zahl der Neugebo- renen, wodurch die Gesellschaft als Ganzes altert, und zum anderen wird der Einzelne immer älter.10
    • Die Bevölkerungspyramiden beginnen pro Frau liegen, wird dieses Bild in den nächs-Kopf zu stehen ten Jahrzehnten mehr und mehr einer Urne gleichen, da hier die Bevölkerung nicht nurBildlich gesprochen verwandelt sich die altert, sondern auch schrumpft. ExemplarischAlterspyramide der Weltbevölkerung damit hierfür stehen Japan, das bereits heute dieimmer mehr zu einer Bevölkerungsglocke, die älteste Bevölkerung der Welt hat und seitfür eine zwar noch wachsende, aber alternde einigen Jahren rückläufige Bevölkerungszah-Gesellschaft steht. In vielen Industrieländern, len aufweist, und Italien, das in Europa zu denwo die Geburtenraten seit Jahrzehnten unter- Ländern mit den niedrigsten Geburtenratenhalb der Reproduktionsrate von 2,1 Kindern zählt.Die Bevölkerungspyramide wird zur Glocke und zur UrneItalien, 1970 Japan, 1970100 100 90 90 53,4 Mio. 104,4 Mio. 80 80 70 70 60 60 50 50 40 40 30 30 20 20 10 10 0 0 Männer Frauen Männer FrauenItalien, 2010 Japan, 2010100 100 60,1 Mio. 90 90 127,0 Mio. 80 80 70 70 60 60 50 50 40 40 30 30 20 20 10 10 0 0 Männer Frauen Männer FrauenItalien, 2050 Japan, 2050100 100 57,1 Mio. 101,7 Mio. 90 90 80 80 70 70 60 60 50 50 40 40 30 30 20 20 Quelle: UN Population 10 10 Division, World Population 0 0 Prospects, 2008 Revision. Männer Frauen Männer Frauen 11
    • Analysen & Trends Damit stellt sich immer mehr die Frage, wie noch nicht in ausreichendem Maße etabliert wir in einer zunehmend alternden Gesell- sind und die Einzelnen nicht über die finanzi- schaft leben werden. Mit an oberster Stelle ellen Mittel verfügen, um privat vorzusorgen. steht dabei ganz profan die Frage nach der künftigen Finanzierung des dritten Lebensab- Dass der demografische Wandel nicht nur schnitts. Dies gilt insbesondere für Länder mit ein Phänomen und eine Herausforderung in einem umlagefinanzierten Sozialsystem, in den Industrieländern ist, veranschaulicht die dem die jüngeren Generationen im erwerbs- Entwicklung der Altersquotienten in den ver- fähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren die schiedenen Weltregionen. Aufgrund des star- Renten und die Gesundheitsausgaben der ken Rückgangs der Geburtenraten in Asien älteren Generation durch laufende Beiträge und Lateinamerika in den letzten Jahrzehnten finanzieren. Auch wenn erwiesenermaßen wird die Bevölkerung dort künftig weitaus die Zahl der in Gesundheit verbrachten rascher altern als in Europa oder Nordame- Lebensjahre in der Vergangenheit ebenfalls rika. Bis Mitte des Jahrhunderts wird sich der zugenommen hat, sind in den Industrielän- Altersquotient in diesen Regionen nahezu dern heute die wenigsten über der Alters- verdreifacht haben, d. h., dass in Asien und grenze von 65 oder 68 erwerbstätig. Je mehr Lateinamerika künftig knapp 30 Über-65-Jäh- sich die Relation von Personen im Rentenalter rige auf 100 Personen im erwerbsfähigen zu denen im erwerbsfähigen Alter jedoch Alter kommen werden. Vor diesem Hinter- verschlechtert, desto schwieriger wird die grund stehen die politisch Verantwortlichen Finanzierung über einen impliziten Gene- in vielen Schwellenländern nun vor der Auf- rationenvertrag. Dies gilt übrigens nicht nur gabe, innerhalb weniger Jahre ein tragfähiges für staatliche Systeme, sondern auch für die Sozialsystem aufzubauen, das in absehbarer informelle Unterstützung durch Familienan- Zeit auch einer alternden Gesellschaft gerecht gehörige. Vor diesem Hintergrund stellt die wird. In den meisten EU-Staaten haben die Alterung der Bevölkerung auch in Schwel- Regierungen in den letzten Jahren bereits lenländern wie China eine Herausforderung auf die demografischen Herausforderungen dar, da einerseits tradierte Familienstrukturen reagiert und Rentenreformen auf den Weg mehr und mehr wegbrechen – in China gebracht, deren Kern eine Verringerung des spricht man in Folge der Ein-Kind-Politik umlagefinanzierten staatlichen Leistungsni- bereits vom 1-2-4-Problem, d. h., auf 1 (Ein- veaus und ein Ausbau der privaten kapitalge- zel)Kind kommen 2 Eltern und 4 Großeltern –, deckten Altersvorsorge ist. während andererseits die staatlichen Systeme Dr. Michaela Grimm Die Altersquotienten steigen weltweit Altersquotienten*, 2010–2050 50 45 40 35 30 Prozent 25 20 15 10 5 Welt Afrika Asien Europa Nordamerika Lateinamerika Ozeanien 2010 2030 2050 * Bevölkerung im Alter 65 und älter in Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64. Quelle: UN Population Division, World Population Prospects, 2010 Revision.12
    • Weitere Literatur von der Kapitalmarktanalyse:Welt im Wandel Zukunftssicherung – Demografie – Renten→ Entscheidende Einblicke in eine Welt im Wandel → Geldvermögen→ Turning Point: 10 Thesen zum richtigen Investieren → Sparen – aber richtig! in der Zeitenwende → Zeitwertkonten - Innovative Kapitalanlage unter→ Wachstumsländer Berücksichtigung der Flexi-II-Vorgaben→ Brasilien: Local Hero – Global Winner → Mittelstands-Studie→ Asien im Aufbruch – Gravitationszentrum des → Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz und 21. Jahrhunderts Versorgungsverpflichtungen→ Der sechste Kondratieff – Wohlstand in langen Wellen → Zukunft sichern mit betrieblicher Altersversorgung → Betriebliche Altersversorgung für FührungskräfteChinas neue Epoche des Wachstums → Ausfinanzieren von Pensionsverpflichtungen→ Chinas Sorge: die Inflation→ Die zaghafte Öffnung des chinesischen Kapitalmarkts Verhaltensökonomie – Behavioral Finance→ China Fokus – In den Fußstapfen Japans → Überliste dich selbst!→ Tiger und Drache → Aktives Management→ China Fokus – Arbeitskräftemangel SRI – Sustainability – ESG→ Wachstumsland China → Rendite ohne Reue → Rendite ohne Reue reloadedKnappe Ressourcen→ Fokus: Am Golde hängt doch alles? → Nachhaltig – verantwortungsvoll – themenbasiert→ Megatrend: Knappe Ressourcen Risikomanagement & Advanced Return → Advanced Return-Strategien im NiedrigzinsumfeldStrategie und Taktik → Advanced Return-Strategien→ Dividendentitel – eine attraktive Ergänzung fürs Depot! → Neue Zoologie des Risikomanagements der Kapitalanlage→ Is small beautiful? → Fokus: Omegafaktor→ Wissen: Alpha bis Vola → Schwarzer Schwan → Master-KAGAll unsere Publikationen, Analysen und Studien können Sie unter der folgenden Adresse online einsehen:http://www.allianzglobalinvestors.de/kapitalmarktanalyse icht Sie auch n Verpassen dcasts: unsere Po dcast zgi.de/po w ww.allian 13
    • Analysen & TrendsIhre Notizen14
    • Kapitalmarktanalyse –unser besonderer ServiceDie Arbeiten des Teams Kapitalmarktanalyse werden in den drei Publikationsreihen• Kapitalmarktbrief• Analysen & Trends• PortfolioPraxiszur Verfügung gestellt.Mit dem Kapitalmarktbrief verschaffen wir Ihnen jeden ersten Freitag im Monat Einblick in Aktien- und Anleihemärkte sowieBranchen- und Länderkonjunkturen. Nach Rubriken unterteilt informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen, Tendenzen undInvestmentideen.Die Reihe „Analysen & Trends“ konzentriert sich jeweils auf ein Thema: Wir stellen Ihnen Branchen oder Regionen vor, erläutern dieBewertung einzelner Marktsegmente, gehen auf längerfristige Entwicklungen ein und bieten Ihnen so Hilfen bei der Anlageent-scheidung.In „PortfolioPraxis“ geht es um die Kunst des Vermögensaufbaus und der Vermögensstrukturierung: Baustein für Baustein durch-leuchten wir hier Möglichkeiten und Chancen für den optimalen „Mix“ in Ihrem Portfolio, verbunden mit Tipps zur Umsetzung mitden Investmentfonds von Allianz Global Investors.Die aktuellen Publikationen finden Sie immer direkt auf www.allianzglobalinvestors.deTIPP: Alle Publikationen sind direkt per E-Mail abonnierbar: www.allianzglobalinvestors.de/newsletterKapitalmarktanalyse goes MP3 & iPod!Jeder Kapitalmarktbrief ist Monat für Monat als MP3-File erhältlich. Auch werden immer weitere Publikationen der Reihen „Analysen& Trends“ und „PortfolioPraxis“ als Audio-File zur Verfügung gestellt. Sie sind unter www.allianzgi.de/podcast direkt erhältlich undkönnen z. B. über iTunes als Podcast abonniert werden.Hans-Jörg NaumerLeiter Kapitalmarktanalyse, Allianz Global InvestorsAuf die Vergangenheit bezogene Daten erlauben keine Prognose für die Zukunft. Dieser Veröffentlichung liegen Daten bzw. Informationen zugrunde, diewir für zuverlässig halten. Die hierin enthaltenen Einschätzungen entsprechen unseren bestmöglichen Beurteilungen zum jeweiligen Zeitpunkt, können sichjedoch – ohne Mitteilung hierüber – ändern. Für die Richtigkeit bzw. Genauigkeit der Daten können wir keine Gewähr übernehmen. Diese Publikation dientlediglich Ihrer Information. Für eine Anlageentscheidung, die aufgrund der zur Verfügung gestellten Informationen getroffen worden ist, übernehmen wirkeine Haftung. Hierbei handelt es sich um eine Werbung gem. § 31 Abs. 2 WpHG. 15
    • www.allianzglobalinvestors.de/kapitalmarktanalyse Oktober 2011Allianz Global InvestorsKapitalanlagegesellschaft mbHMainzer Landstraße 11–1360329 Frankfurt am MainBei dieser Broschüre handelt es sich um Werbung gem. § 31 Abs. 2 WpHG.