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Autorin: Heidrun Wiesenmüller, Professorin im Studiengan Bibliotheks- und Informationsmangment an der Hochschule der Medien Stuttgart. ...

Autorin: Heidrun Wiesenmüller, Professorin im Studiengan Bibliotheks- und Informationsmangment an der Hochschule der Medien Stuttgart.
Referat an der Fachtagung Resource Descripton and Acces (RDA) des BIS, der HTW Chur und der Schweizerischen Nationalbibliothek, 6. Mai 2010, Schweizerische Nationalbibliothek, Bern.
Um einen ersten Eindruck von der praktischen Arbeit mit dem künftigen Regelwerk zu ermöglichen, werden sowohl zentrale Prinzipien als auch ausgewählte Regeln von RDA vorgestellt. Behandelt werden dabei u.a. Fragen der Benutzerfreundlichkeit, des Katalogisierungsaufwands sowie der Möglichkeiten und Grenzen eines Datenaustausches auf der Basis von RDA.

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Wiesenmüller_RDA Wiesenmüller_RDA Presentation Transcript

  • Hochschule der Medien RDA in der Praxis Prof. Heidrun Wiesenmüller Eine Annäherung RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 1
  • Hochschule der Medien RDA in der Praxis 1. Entwicklung von RDA 2. Struktur von RDA 3. Erläuterung einer RDA-Titelaufnahme 4. RDA und die Grenzen der Modernität 5. Fazit Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 2
  • Hochschule der Medien RDA in der Praxis 1. Entwicklung von RDA 2. Struktur von RDA 3. Erläuterung einer RDA-Titelaufnahme 4. RDA und die Grenzen der Modernität 5. Fazit Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 3
  • Von „AACR3“ zu „RDA“ Hochschule der Medien • 2004: Beginn der Arbeit an „AACR3“ • Dezember 2004: Draft für AACR3, Part I wird vielfach als nicht weitgehend genug angesehen „Unseres Erachtens sollte die nächste Ausgabe des Regel- werks größere Schritte machen, um die verkündeten Ziele und Prinzipien zu erreichen. Als Antwort auf Web-Kataloge und künftige Möglichkeiten müsste es offensivere Änderun- Prof. Heidrun Wiesenmüller gen geben (...).“ „We would like to see the next edition of the rules go further towards achieving the objectives and principles stated for the rules. We would like to see more aggressive changes that respond to Web catalogues and future capabilities, even when that means changes to international standards (...).” (aus der Stellungnahme der Library of Congress) http://www.rda-jsc.org/docs/5aacr3-part1-lcresp.pdf RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 4
  • • April 2005: Neuausrichtung Hochschule der Medien signalisiert durch neuen Arbeitstitel „Zwar wird der Inhalt der neuen Ausgabe auf den AACR2 aufbauen, und die auf der Basis der Neuausgabe erstell- ten Datensätze werden zu den alten kompatibel sein. Dennoch ist das, was entwickelt wird, faktisch ein neuer Standard für die Beschreibung von Ressourcen und den Zugang zu ihnen sein, konzipiert für die digitale Welt.“ Prof. Heidrun Wiesenmüller „Although the content of the new edition will be built on AACR2, and records resulting from use of the new edition will be compatible with those created in the past, what is being developed is in effect a new standard for resource description and access, designed for the digital world.” (aus dem Bericht über das JSC-Treffen im April 2005) http://www.rda-jsc.org/0504out.html RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 5
  • „Resource Description and Access“ Hochschule der Medien • breite Anwendbarkeit Ressourcen aller Art; auch z.B. für Museen und Archive • Aussagekraft eher negativ als positiv - nicht mehr „Anglo-American“ (international) - Verzicht auf „Cataloguing“ (nicht nur für Bibliotheken) - Verzicht auf „Rules“ (Begründung?) Prof. Heidrun Wiesenmüller • zwei Ebenen - bibliographische Beschreibung (Description) - Zugang (Access) (konventionell: Eintragungen und Ansetzungen) traditionelle Auffassung von Erschließung RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 6
  • Zweiteilung entspricht Struktur der AACR2: Hochschule der Medien Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 7
  • Hochschule der Medien • 2005 - 2007: Entwürfe für Teile der RDA mit zweimaliger Änderung der Struktur • November 2008: „full draft“ Gesamttext in einer Entwurfsfassung veröffentlicht • Kommentarphase bis 2. Februar 2009 über 1200 Kommentare (500 als prioritär eingestuft) • Treffen des Lenkungsgremiums JSC im März 2009 Diskussion und Entscheidung über Änderungen, Prof. Heidrun Wiesenmüller weitere Arbeiten am Text bis Februar 2010 • Juni 2010: Veröffentlichung des „RDA Toolkit“ Online-Tool mit RDA-Text, weiteren Hilfsmitteln und Funktionalitäten, Abo kostenpflichtig (bis Ende August weltweit frei zugänglich) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 8
  • Hochschule der Medien Prof. Heidrun Wiesenmüller „RDA Toolkit“ (aus einer Demo vom Februar 2010 RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 9
  • Testphase in USA (2010) Hochschule der Medien „Die drei US-Nationalbibliotheken haben vereinbart, ge- meinsam zu entscheiden, ob sie RDA einsetzen werden oder nicht – auf der Basis eines Tests, der sowohl RDA als auch das Online-Produkt umfassen wird. Das Ziel des Tests ist, sich zu vergewissern, dass RDA in Hin- blick auf Betriebsabläufe, Technik und Wirtschaftlichkeit umsetzbar ist.“ Prof. Heidrun Wiesenmüller „The three libraries agreed to make a joint decision on whether or not to implement RDA, based on the results of a test of both RDA and the Web product. The goal of the test is to assure the operational, technical, and economic feasibility of RDA.“ (Information der Library of Congress) http://www.loc.gov/bibliographic-future/rda/about.html RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 10
  • Hintergrund: „On the record“ (Jan. 2009) Hochschule der Medien (hochkarätige Expertise für die Library of Congress) „Die Entwicklungsarbeit an den RDA ist auszusetzen, bis a) Anwendungsfälle und Szenarien für eine Migration zu RDA befriedigend dargelegt worden sind, b) die mut- maßlichen Vorteile von RDA überzeugend demonstriert worden sind, und c) die FRBR umfassend und flächen- deckend getestet worden sind (...)“. Prof. Heidrun Wiesenmüller „Suspend further new developmental work on RDA until a) the use and business cases for moving to RDA have been satisfactorily articulated, b) the presumed benefits of RDA have been convincingly demonstrated, and c) more, large-scale, comprehensive testing of FRBR (...) has been carried out (...).“ http://www.loc.gov/bibliographic-future/news/lcwg-ontherecord-jan08-final.pdf RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 11
  • Modalitäten und Ziele des Tests: Hochschule der Medien • Tester: US-Nationalbibliotheken und 26 weitere breites Spektrum von Anwendertypen (z.B. auch Archive) • Zeitplan: 6 Monate (3 Monate Schulung, 3 Monate Tests) Juli bis Dez. 2010; Ergebnisse erwartet für April 2011 • Basis: ca. 50 Objekte pro Test-Institution ca. 20-25 zentral ausgewählte zzgl. ca. 25 eigene; Kata- logisierung jeweils nach RDA und früherem Regelwerk Prof. Heidrun Wiesenmüller • für jedes Katalogisat ist ein Fragebogen auszufüllen wird auf quantitative und qualitative Aspekte eingehen • erhoffte Erkenntnisse u.a.: Was kostet ein RDA-Daten- satz im Vergleich zum bisherigen Regelwerk? Wie teuer werden die Schulungen? Wie sind Kosten und Nutzen für die Konvertierung älterer Daten? Wie sind die Aus- wirkungen bei Konvertierung oder Nicht-Konvertierung? RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 12
  • Hochschule der Medien RDA in der Praxis 1. Entwicklung von RDA 2. Struktur von RDA 3. Erläuterung einer RDA-Titelaufnahme 4. RDA und die Grenzen der Modernität 5. Fazit Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 13
  • Hochschule der Medien Struktur von RDA (seit 2007) völlig neuartige Gliederung: entspricht in Logik und Terminologie dem FRBR-Modell, Hintergrund u.a.: RDA soll Prof. Heidrun Wiesenmüller für relationale bzw. objektorientierte Datenbanken geeignet sein RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 14
  • Hochschule der Medien Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 15
  • Hochschule der Medien Konkordanz RDA-FRBR Behandlung der Entitäten Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 16
  • Abschnitt 1: Erfassung der Hochschule der Medien Merkmale einer Manifesta- tion und eines Exemplars Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 17
  • Abschnitt 2: Erfassung Hochschule der Medien der Merkmale eines Werks und einer Expression Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 18
  • Abschnitt 3: Erfassung Hochschule der Medien der Merkmale einer Per- son, einer Familie und einer Körperschaft Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 19
  • Hochschule der Medien Abschnitt 4: Erfassung der Merkmale eines Begriffs, eines Gegen- stands, eines Ereig- nisses und eines Ortes (Entitäten der Gruppe 3) Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 20
  • Hochschule der Medien Konkordanz RDA-FRBR Behandlung der Beziehungen Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 21
  • Abschnitt 5: Erfassung der Hochschule der Medien Primärbeziehungen zwi- schen Werk, Expression, Manifestation und Exemplar Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 22
  • Abschnitt 6: Erfassung der Beziehungen zwischen einer Ressource und den mit ihr in Verbindung Hochschule der Medien stehenden Personen, Familien und Körperschaften Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 23
  • Abschnitt 7: Hochschule der Medien Erfassung der Themen- Beziehungen Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 24
  • Abschnitt 8: Erfassung der Hochschule der Medien Beziehungen zwischen Wer- ken, Expressionen, Manifes- tationen und Exemplaren Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 25
  • Abschnitt 9: Erfassung der Beziehun- Hochschule der Medien gen zwischen Personen, Familien und Körperschaften Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 26
  • Hochschule der Medien Abschnitt 10: Erfassung der Beziehungen zwischen Konzepten, Gegenständen, Ereignissen und Orten (Entitäten der Gruppe 3) Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 27
  • Hochschule der Medien Wo sind die Regeln versteckt? Verlagsangabe? Ansetzung von Personen? Prof. Heidrun Wiesenmüller Eintragungen für Herausgeber? RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 28
  • Hochschule der Medien Wo sind die Regeln versteckt? Einheitstitel? Verknüpfung von Stücktitel und Reihe? Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 29
  • Hochschule der Medien RDA in der Praxis 1. Entwicklung von RDA 2. Struktur von RDA 3. Erläuterung einer RDA-Titelaufnahme 4. RDA und die Grenzen der Modernität 5. Fazit Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 30
  • fiktives Beispiel Hochschule der Medien UNDERSTANDING RDA Principles Edited by Fiona Gerald Methods ISBN 978-1-59158-665-4 Solutions Rückseite der by Alice Hunter, University of Haupttitelseite Essex, and Peter Williams, Prof. Heidrun Wiesenmüller University of London Modern Cataloguing 4 Thomas Crown Publishing Vortitelseite Company Ltd. • 2014 London • New York RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 31
  • Hochschule der Medien Prinzip der Trennung von Erfassung und Präsentation: RDA definiert Datenelemente und deren Inhalte, legt aber die Art ihrer Darstellung nicht fest. ISBD-Darstellung ist weiter möglich, aber nicht zwingend. Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 32
  • Erfassung vs. Präsentation Hochschule der Medien „Um die Flexibilität bei der Speicherung und der Anzeige der mit RDA erstellten Daten zu erhöhen, wurde zwi- schen den Richtlinien und Anweisungen zur Erfassung der Daten und denen zur Präsentation der Daten eine klare Trennline gezogen.“ „In order to optimize flexibility in the storage and display of the data produced using RDA, a clear line of separation has been estab- Prof. Heidrun Wiesenmüller lished between the guidelines and instructions on recording data and those on the presentation of data.” (Full Draft, 0.1) was erfasst wird, ist unabhängig davon, wie es präsentiert wird RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 33
  • Konkordanz RDA-ISBD (Ausschnitt) Hochschule der Medien Prof. Heidrun Wiesenmüller (Anhang D) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 34
  • Konkordanz RDA-MARC (Ausschnitt) Hochschule der Medien Prof. Heidrun Wiesenmüller (Anhang D) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 35
  • Hochschule der Medien Kernelemente: RDA unterscheidet zwischen Kernelementen (hier fett gedruckt) und anderen Elementen. Titel- zusätze sind kein Kernelement. Nur die erste Verfasserangabe und der erste Erscheinungsort Prof. Heidrun Wiesenmüller sind Kernelemente. RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 36
  • Kernelemente Hochschule der Medien „Ein Datensatz, der eine Ressource beschreibt, sollte als Minimum alle Kernelemente enthalten, die auf die Res- source anwendbar [künftig: und leicht zu ermitteln] sind. Die Beschreibung sollte außerdem alle weiteren Elemen- te enthalten, die im jeweiligen Fall nötig sind, um die Res- source von anderen Ressourcen mit ähnlicher identifi- zierender Information zu unterscheiden.“ Prof. Heidrun Wiesenmüller „As a minimum, a record describing a resource should include all of the core elements that are applicable to that resource [künftig: and readily ascertainable]. The description should also include any addi- tional elements that are required in a particular case to differentiate the resource from one or more other resources bearing similar identi- fying information.” (Full Draft, 0.6.1, mit erwarteter Änderung) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 37
  • Erfassung anderer Elemente Hochschule der Medien „Die Aufnahme anderer Elemente ist Ermessenssache. Die für die Erzeugung der Daten verantwortliche Stelle kann Policies und Richtlinien für verschiedene Niveaus bei Beschreibung und Normdaten aufstellen (...) oder sie kann die Entscheidung über die Detailliertheit in das Ermessen des einzelnen Katalogisierers stellen.” Prof. Heidrun Wiesenmüller „The inclusion of other specific elements is discretionary. The agen- cy responsible for creating the data may establish policies and guidelines on levels of description and authority control (...), or it may leave decisions on the level of detail to the discretion of the individual creating the data.” (Full Draft, 0.6.1) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 38
  • Weitere Merkmale (sowohl Hochschule der Medien Kern- als auch fakultative Elemente) Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 39
  • Hochschule der Medien Alternativen und Optionen: häufig kann man zwischen mehreren Möglichkeiten wählen Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 40
  • Alternativen und Optionen Hochschule der Medien „RDA beinhaltet eine Reihe von Richtlinien und Anwei- sungen, die entweder als Alternative oder als Option gekennzeichnet sind. Die für die Erzeugung der Daten verantwortliche Stelle kann Policies und Richtlinien für die Anwendung von Alternativen und Optionen aufstellen oder sie kann die Entscheidung über die Anwendung von Alternativen und Optionen in das Ermessen des einzelnen Katalogisierers stellen.” Prof. Heidrun Wiesenmüller „RDA includes a number of guidelines and instructions that are designated either as alternatives or as options. (…) The agency responsible for creating the data may establish policies and guidelines on the application of alternatives and options or it may leave the use of alternatives and options to the discretion of the individual creating the data.” (Full Draft, 0.8) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 41
  • Hochschule der Medien UNDERSTANDING RDA Bibliographische Beschreibung: Principles Grundtendenz: näher an der Vor- Methods lage als bisher (keine Weglassun- Solutions gen, keine Abkürzungen) by Alice Hunter, University of „Die Beschreibungsdaten für eine Ressource Essex, and Peter Williams, Prof. Heidrun Wiesenmüller University of London abbilden, wie die Ressource sich selbst sollten darstellt.” „The data describing a resource should reflect the resource‟s representation of itself.” Thomas Crown Publishing (Full Draft, 0.4.3.4) Company Ltd. • 2014 London • New York RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 42
  • Hochschule der Medien UNDERSTANDING Groß- und Kleinschreibung: gemäß jeweiliger Sprache RDA Interpunktion: Principles genau nach Vorlage (jedoch Methods Hinzufügen von Interpunktion, Solutions sofern zum Verständnis nötig) by Alice Hunter, University of AACR2: Essex, and Peter Williams, Prof. Heidrun Wiesenmüller University of London Titel: Understanding RDA Zusatz: principles, methods, solutions RDA-Standard: Titel: Understanding RDA Thomas Crown Publishing principles, methods, solutions Zusatz: Company Ltd. • 2014 London • New York RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 43
  • Hochschule der Medien UNDERSTANDING Option bei maschinellem Harvesting: RDA Übernahme der Daten ohne Principles jegliche Veränderung Methods Solutions by Alice Hunter, University of Essex, and Peter Williams, RDA-Option: Prof. Heidrun Wiesenmüller University of London Titel: UNDERSTANDING RDA Zusatz: Principles Methods Solutions Thomas Crown Publishing Company Ltd. • 2014 London • New York RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 44
  • AACR2: Hochschule der Medien UNDERSTANDING by Alice Hunter and Peter Williams RDA RDA-Standard: Principles by Alice Hunter, University of Essex, and Methods Peter Williams, University of London Solutions by Alice Hunter, University of Verfasserangabe: Essex, and Peter Williams, Standard: exakt nach Prof. Heidrun Wiesenmüller University of London Vorlage Thomas Crown Publishing Company Ltd. • 2014 London • New York RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 45
  • Option: Hochschule der Medien UNDERSTANDING Unwichtiges weglassen RDA Principles RDA-Option: Methods by Alice Hunter and Peter Williams Solutions by Alice Hunter, University of Essex, and Peter Williams, Prof. Heidrun Wiesenmüller University of London Thomas Crown Publishing Company Ltd. • 2014 London • New York RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 46
  • Edited by Fiona Gerald Hochschule der Medien UNDERSTANDING ISBN 978-1-59158-665-4 RDA Rückseite der Principles Haupttitelseite Methods Solutions Eckige Klammern: nur verwenden, wenn die Information by Alice Hunter, University ofaußerhalb der Vorlage kommt von Essex, and Peter Williams, (kann auch anders markiert werden) Prof. Heidrun Wiesenmüller University of London AACR2: [edited by Fiona Gerald] Thomas Crown Publishing RDA: Company Ltd. • 2014 edited by Fiona Gerald London • New York RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 47
  • Hochschule der Medien mehr als drei Personen: Standard: alle aufführen Option: nur erste Person aufführen (ähnlich wie bisherige „Rule of three“) Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 48
  • Hochschule der Medien AACR2 [contributions by] Madeleine Albright … [et al.] RDA-Standard: [contributions by] Madeleine Albright, Franz-Lothar Altmann, Carl Bildt, Sonja Biserko, Dunja Blaţević, Bertram D. Braun, Erhard Busek, Helfried Carl, Carla Del Ponte, Slavenka Drakulić, Freimut Duve, Vedran Dţhić, Brigitte Ederer, Elisabeth Ellison, Jakob Finci, Joschka Fischer, Paolo Garonna, Vladimir Gligorov, Šejla Kamerić, Nataša Kandić, Chris Keulemans, Christien von Kohl, Ţeljko Komšic, Gregor Kössler, Milan Kućan, Almir Kurt, Gabriel Lansky, Paul Lowe, Tihomir Loza, Thomas Markert, Predrag Matvejević, Stjepan Mesić, Brois Nemšić, Peter Neussl, Manfred Nowak, James C. O`Brien, Tanja Ostojić, Prof. Heidrun Wiesenmüller Zoran Pajić, Ţarko Papić, Alexander Petritz, Robert Pichler, Samir Plasto, Aaron Rhodes, Lord Robertson, Dimitrij Rupel, Javier Solana, Christophe Solioz, Cornelio Sommaruga, Herbert Stepic, Paul Stubbs, Goran Svilanović, Hannes Swoboda, T.K. Vogel, Patrick Paul Volf, Gottfried Wagner, Lojze Wieser, Jody Williams, Jean Ziegler RDA-Option: [contributions by] Madeleine Albright [and 57 others] RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 49
  • Verlagsangabe: Hochschule der Medien UNDERSTANDING exakt nach Vorlage, RDA keine Kürzungen, keine Weglassungen Principles Methods Solutions AACR2: by Alice Hunter, University of T. Crown Essex, and Peter Williams, RDA: Prof. Heidrun Wiesenmüller University of London Thomas Crown Publishing Company Ltd. Thomas Crown Publishing Company Ltd. • 2014 London • New York RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 50
  • Hochschule der Medien Kernelement bei Beziehungen: In der Formalerschließung ist nur der erste Schöpfer („creator“, hier: 1. Verfasserin) obligatorisch. Prof. Heidrun Wiesenmüller Weitere Schöpfer sind fakultativ. RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 51
  • Schöpfer (creator) Hochschule der Medien • Person oder Körperschaft, die für die Erschaffung eines Werkes verantwortlich ist auch bei gemeinschaftlicher Verantwortung • erster Schöpfer bestimmt die Haupteintragung HE unter Person oder Körperschaft; HE unter Sachtitel nur, wenn es keinen Schöpfer gibt • als Schöpfer gelten auch Urheber von Publikationen Prof. Heidrun Wiesenmüller gemäß AACR2 21.1B2 z.B. Werke, die kollektives Denken wiedergeben weiterhin oft Haupteintragung unter Körperschaft • neu in RDA: Dreierregel ist aufgehoben auch bei mehr als drei Schöpfern: erster erhält HE RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 52
  • Hochschule der Medien AACR2: HE: Sachtitel NE: 1. Verfasser RDA: HE: 1. Verfasser NE: 2. Verfasser (fakultativ) NE: 3. Verfasser (fakultativ) Prof. Heidrun Wiesenmüller NE: 4. Verfasser (fakultativ) Und was ist mit Aufsatzbänden??? RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 53
  • Nebenverfasser, Reihen: Hochschule der Medien Eintragungen unter Mitwirkenden (z.B. Herausgeber, Übersetzer) sind fakultativ, ebenso Eintragungen unter Reihen. Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 54
  • Eintragungen unter Verlagen: Hochschule der Medien Eintragungen unter Verlagen können gemacht werden, wenn man es für einen wichtigen Zugangspunkt hält („if considered important for access“) Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 55
  • Sacherschließung: Hochschule der Medien noch nicht ausgearbeitet („Platz- halter“). Tendenz: Die Erfassung einer Themenbeziehung wird verpflichtend sein. Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 56
  • Hochschule der Medien zwei Methoden der Abbildung: entweder Angabe des kontrollierten Zugangs- punktes oder Angabe eines geeigneten Iden- tifiers (entspricht unter- schiedlichen heutigen Datenmodellen). Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 57
  • Hochschule der Medien Methode 1 (z.B. Deutschland): Verknüpfung über Identnummer (hier: Pica-Katalog des SWB) Methode 2 (z.B. USA): Zusammenführen über normierten Textstring (hier: Ansetzungsform, diese muss deshalb stets ein- Prof. Heidrun Wiesenmüller deutig sein) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 58
  • Methode 1 (z.B. Deutschland): Hochschule der Medien Verknüpfung von Stücktitel und Reihe über Identnummer (hier: Pica-Katalog des SWB) Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 59
  • Hochschule der Medien Methode 2 (z.B. USA): Zusammenführen der Bände über normierten Textstring (hier: nor- mierte Form des Reihentitels) Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 60
  • Hochschule der Medien „Relationship designator“: gibt Art der vorausgehenden Beziehung an. Merkliche Änderung gegenüber AACR2 (dort keine Funk- tionsbezeichnungen üblich, jetzt sehr Prof. Heidrun Wiesenmüller elaboriertes System) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 61
  • Hochschule der Medien Prof. Heidrun Wiesenmüller „Relationship designators“ für Schöpfer (Auszug, aus Anhang I) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 62
  • Hochschule der Medien Prof. Heidrun Wiesenmüller „Relationship designators“ für Mitwirkende (Auszug, aus Anhang I) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 63
  • Hochschule der Medien Prof. Heidrun Wiesenmüller „Relationship designators“ für in Beziehung stehende Werke (Auszug, aus Anhang J) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 64
  • Hochschule der Medien RDA in der Praxis 1. Entwicklung von RDA 2. Struktur von RDA 3. Erläuterung einer RDA-Titelaufnahme 4. RDA und die Grenzen der Modernität 5. Fazit Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 65
  • Gretchenfrage: Primärbeziehungen Hochschule der Medien künftig eigener Daten- satz für jede Entität der Gruppe 1? Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 66
  • Heutige Kataloge Hochschule der Medien • typischerweise Vermischung der Ebenen Aspekte von Werk, Expression und Manifestation im ein- und demselben Datensatz SWB-Titelsatz (leicht vereinfacht) Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 67
  • Hochschule der Medien Prof. Heidrun Wiesenmüller Hinweis: Exemplare sind Manifestations-Ebene bereits jetzt eigene Daten- Expressions-Ebene sätze (Lokaldaten) Werk-Ebene RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 68
  • Primärbeziehungen in RDA Hochschule der Medien „die Daten sollten die Primärbeziehungen zwischen einem Werk, einer Expression, einer Manifestation und einem Exemplar widerspiegeln.“ „the data should reflect the primary relationships between a work, an expression, a manifestation, and an item.“ (Full Draft, 17.2) Abbildung ist grundsätzlich angestrebt „Die Beziehung zwischen einem Werk und einer Manife- Prof. Heidrun Wiesenmüller station (...) kann auch erfasst werden, ohne die Expres- sion anzugeben.“ „The relationship between a work and a manifestation (...) may also be recorded without identifying the expression (...).“ (Full Draft, 17.4.1) Ebene der Expression kann ausgelassen werden RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 69
  • Optionen für die Abbildung: Hochschule der Medien • Angabe eines Identifiers • Angabe des kontrollierten Zugangspunktes „normale“ Abbildungsmöglichkeiten zusätzlich dritte Option: „Erstelle eine zusammengesetzte Beschreibung, welche eines oder mehrere Elemente, die das Werk und/oder die Prof. Heidrun Wiesenmüller Expression identifizieren, mit der Beschreibung der Mani- festation kombiniert.“ „Prepare a composite description that combines one or more ele- ments identifying the work and/or expression with the description of the manifestation.“ (Full Draft, 17.4.2.3) entspricht dem derzeitigen Usus in Katalogen, d.h. es könnte auch alles beim Alten bleiben RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 70
  • Unsere Beispiel-Titelaufnahme Hochschule der Medien • nutzt Option „zusammengesetzte Beschreibung“ • Alternative mit getrennten Entitäten: im Datensatz für die Manifestation würde eine entspre- chende Beziehung für das zugehörige Werk angelegt (ggf. würde auch Stufe der Expression berücksichtigt): Prof. Heidrun Wiesenmüller Abbildung wiederum über Identifier oder kontrollierten Zugangspunkt des Werkes (= 1. Creator + Werktitel) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 71
  • Hochschule der Medien Prof. Heidrun Wiesenmüller eigener Datensatz für das Werk RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 72
  • Haupt- vs. Nebeneintragung Hochschule der Medien „Das Konzept der Haupteintragung, wie es in einem Zet- telkatalog verwendet wird, ist auf Online-Kataloge nicht mehr anwendbar, und diese Bezeichnung wird in RDA nicht verwendet werden. Nichtsdestoweniger ist es weiter- hin nötig, einen bevorzugten [jetzt: „kontrollierten“] Zugangspunkt für ein Werk oder eine Expression zu wählen, um Literaturzitate zu erstellen und um Werke und Expressionen im Online-Katalog zusammenzuführen.“ Prof. Heidrun Wiesenmüller „The concept of main entry as used in a card catalogue is no longer applicable in online catalogues, and this term will not be used in RDA. Nevertheless, there is still a need to choose a preferred [controlled] access point for a work or expression in order to create bibliographic citations, and to collocate works and expressions in the online catalogue.” (FAQs zu RDA) http://www.rda-jsc.org/rdafaq.html#4-8 RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 73
  • Hochschule der Medien • Problem: weiterhin Zusammenführen über Textstring Konsequenz: alle Entitäten müssen eindeutige Namen in textueller Form besitzen zementiert das Konzept der Haupteintragung wird benötigt, um Werke eindeutig zu benennen Beispiele für kontrollierte Zugangspunkte für Werke: Hemingway, Ernest, 1899-1961. Sun also rises (einleitende Artikel sind weiterhin wegzulassen) Prof. Heidrun Wiesenmüller Canadian Botanical Association. Directory of the Canadian Botanical Association & Canadian Society of Plant Physiologists Advocate (Boise, Idaho) Advocate (Nairobi, Kenya) (mit unterscheidendem Kriterium) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 74
  • Kompatibilität zu AACR2 Hochschule der Medien „Bei der Entwicklung der RDA wurde die Notwendigkeit, mit RDA erstellte Daten in existierende AACR-Datenbanken zu integrieren, als Schlüsselfaktor erkannt.“ „The need to integrate data produced using RDA into existing data- bases developed using AACR (...) has been recognized as a key factor in the design of RDA.” (Full Draft, 0.2) „Ein Knackpunkt (...) ist, ob es bei der Frage von Haupt- Prof. Heidrun Wiesenmüller eintragung und Ansetzungsformen in RDA Änderungen ge- genüber AACR2 geben soll. Wir waren uns einig, dass es keine Änderung ohne wichtigen Grund geben wird.“ „One issue (...) is whether RDA will contain any changes to AACR2 practice in terms of choice of main entry and form of access points. There was agreement that there will be no deviation without strong justification.” (JSC-Meeting, April 2007) http://www.rda-jsc.org/0704out.html RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 75
  • nicht nur Haupteintragungen, auch Ansetzungs- Hochschule der Medien formen bleiben fast immer wie in AACR2 Verlagsname als Merkmal (nach „moderni- sierter“ Praxis: ohne Weglassungen) Prof. Heidrun Wiesenmüller Verlag als Beziehung (in unveränderter AACR2- Ansetzung: mit Weglassung von „Ltd.“) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 76
  • Internationalität Hochschule der Medien „RDA ist für die Nutzung in einem internationalen Kontext entwickelt worden. (...) Es gibt einige Anweisungen, die eine englische Formulierung vorschreiben (z.B. Publisher not identified) oder eine Liste kontrollierter Bezeichnungen auf Englisch angeben (z.B. für Medientyp, Datenträgertyp, Grundmaterial etc.). Katalogisierungsstellen, die Daten in einem anderen Sprachkontext erzeugen, können solche Anweisungen gemäß ihrer Sprachpräferenz abändern.“ Prof. Heidrun Wiesenmüller „RDA is designed for use in an international context. (...) There are (…) a number of instructions that specify the use of an English-language term (e.g., publisher not identified) or provide a controlled list of terms in English (e.g., the terms used to designate media type, carrier type, base material, etc.). Agencies creating data for use in a different language (...) context may modify such instructions to reflect their own language (...) preferences (…).” (Full Draft, 0.10.1-2) RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 77
  • Hochschule der Medien „Internationalität“ bleibt an der Oberfläche verschiedene Arbeitssprachen; außerdem Angabe von Zahlen, Daten etc. nach eigener Konvention Internationalität in der Praxis: „Wir haben festgestellt, dass die Anweisungen für Werke aus den Bereichen Recht, Religion und amtliche Mittei- lungen auf die angloamerikanische Welt zugeschnitten sind. Einiges passt nicht zu unserem deutschen Rechts- system. Diese Anweisungen widersprechen dem Ziel des Prof. Heidrun Wiesenmüller JSC, international anwendbare Regeln zu entwickeln.“ „We observe that the instructions for legal works, religious works, and official communications are „Anglo-American centered‟. Some do not fit to our German legal system. These instructions contradict the JSC‟s objective to make rules that are internationally applicable.” (aus einer deutschen Stellungnahme) http://www.d-nb.de/standardisierung/pdf/comments_rda_full_draft.pdf RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 78
  • Hochschule der Medien RDA in der Praxis 1. Entwicklung von RDA 2. Struktur von RDA 3. Erläuterung einer RDA-Titelaufnahme 4. RDA und die Grenzen der Modernität 5. Fazit Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 79
  • Einige Erkenntnisse über RDA Hochschule der Medien • RDA macht viele gute Schritte nach vorne z.B. größere Flexibilität, FRBRisierung • Dilemma: Rücksichtnahme auf bisherige Praxis konterkariert häufig das Streben nach Modernität und erschwert Anwendung in anderen Kontexten • Katalogisierung wird nicht einheitlicher, sondern eher uneinheitlicher Prof. Heidrun Wiesenmüller Kernelemente vs. fakultative Elemente, Alternativen und Optionen • in vielen Fällen hoher Spielraum, z.T. aber auch sehr genaue, nicht umgehbare Vorgaben z.B. bei Haupteintragungen unter Körperschaften RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 80
  • Hochschule der Medien Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Prof. Heidrun Wiesenmüller RDA: neue Standards für den Katalog Bern, 06.05.2010 Folie 81