AKAD. das Hochschulmagazin Heft 22 | April 12

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Pressemacht: Freiheit und Unfreiheit der Medien I Kapitalismus und Religion: Max Weber heute I Software: Günstig für Studierende I Selbstständigkeit: Besser mit Konzept

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  • 1. AKAD. Das Hochschulmagazin.Heft 22 I April 12Pressemacht Freiheit und Unfreiheit der Medien I Kapitalismus und Religion Max Weber heute ISoftware Günstig für Studierende I Selbstständigkeit Besser mit Konzept Medien – die vierte Macht
  • 2. In dieser Ausgabe Titelthema Medien – die vierte Macht 14 Die vierte Macht im Staat Wie frei kann die Presse überhaupt sein? 18 Massenmedien „Jeder Tag ist eine neue Daten, Zahlen, Fakten Bewährungsprobe“ Roland Freund, Chef Inland der dpa, klärt auf über 20 Gebühren für die Meinungsvielfalt Selbstverständnis und Angebote der Deutschen Presse- Wie zeitgemäß ist das öffentlich-rechtliche Agentur und darüber, was guter Journalismus seiner Finanzierungsmodell? Meinung nach leisten sollte. Seite 24 24 dpa-Chef Inland Roland Freund im Gespräch Interview über die dpa im Speziellen und Journalismus im Allgemeinen 26 Campusgeflüster Aus welchen Medien informieren Sie sich und warum? Wirtschaft und Wissenschaft 12 Und was kommt danach? Tipps rund um die Themen Selbstständigkeit und „richtiges Bewerben“ Gottgefällig Nach Max Weber bie er Kapitalis mus 28 Kapitalismus und Religion ren Vorauss tet der Pro Max Weber bleibt auch in der Finanzkrise aktuell etzungen testantism für das W us die bes irtschaften se- . Seite 2 8 30 Aktuelle Abschlussarbeiten Strategische Marktanalysen, optimierte Qualitäts- managementsysteme, die Bedeutung einer „Corporate Culture“ sowie der ISO 26000 Porträts 10 Fernstudium als Passion Jörg Albert Fink ist nach 25 Jahren Fernlernen motivierter denn je ragung 2011 44 Studierendenbef uf – aber nicht bei uns! zuha Professorenporträt bt es Rupert Hasenzagl Stereotypen gi t man, laut de n tudenten such Den typi schen AKAD-S ng , rendenbefragu Ergebnissen de r letzten Studie Seite 35 45 Kulinarisches Porträt vergeb ens. Düsseldorf2 AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12
  • 3. EDITORIALAKAD aktuell Liebe Leserinnen6 AKAD Hochschulnews und Leser, Neuigkeiten von den deutschlandweiten Standorten8 AKAD proudly presents Schwerpunkt in dieser Ausgabe sind die Massenmedien. Sie gelten zu Recht als vierte Macht im Staat, da sie eine wichtige Vermittlungs- und Kontroll- Die besten Absolventen des Jahres 2011 funktion ausüben. Anders als in Diktaturen zeichnen sich Demokratien32 Gemeinsam zum Erfolg dadurch aus, die Pressefreiheit zu garantieren. Die Medien genießen einen besonderen Schutz vor staatlichen Zugriffen, müssen sich jedoch auch auf Tandem-Studierende bei AKAD dem freien Markt behaupten, was beispielsweise zu Monopolisierungen, Ein-34 Mit AKAD bares Geld sparen sparmaßnahmen in den Redaktionen und anderem führen kann. Schlimms- tenfalls beeinflusst dies die freie und unabhängige Berichterstattung. Vergünstigte Software und Printmedien für AKAD-Studierende Anders als die Printmedien genießen die öffentlich-rechtlichen Sender durch35 Wer, wie, was? die Pflichtgebühren eine Sonderstellung; auch vor dem Hintergrund der 2013 kommenden „Haushaltsgebühr“ widmen wir ihnen darum einen Die Studierendenbefragung 2011 gibt Antworten eigenen Beitrag. Der Inlandschef der Berliner dpa, Roland Freund, stand uns36 für ein Interview zur Verfügung, in dem er über die Massenmedien aus Sicht Studieren ohne Abitur? der größten deutschen Nachrichtenagentur spricht. Zudem haben wir einige AKAD klärt auf! Studierende gefragt, in welchen Medien sie sich ihre Informationen holen.37 Master-Studiengang für Fortgeschrittene Manche von Ihnen liebäugeln vielleicht mit dem Gedanken, sich selbst- „MBA in Advanced Management“ startet an der WHL ständig zu machen oder sich beruflich zu verändern: Der Leipziger Pro- rektor Professor Dr. Daniel Markgraf gibt in einem Interview Hinweise,38 Bitte recht freundlich! was man beim Übergang zur Selbstständigkeit beachten sollte, während Rückblick auf die Kolloquiumsfeiern des die Stuttgarter Rektorin Professor Dr. Eva Schwinghammer vor Fettnäpfchen vergangenen Jahres bei Bewerbungen warnt.40 Alle Absolventen auf einen Blick Der Beitrag über Vergünstigungen für Studierende, die Softwareprodukte September 2011 bis Februar 2012 beziehen oder Zeitungen abonnieren möchten, sei Ihnen an dieser Stelle besonders empfohlen.Rubriken Passend zum Themenschwerpunkt gibt es dieses Mal 23 Abonnements beim3 Editorial Preisrätsel zu gewinnen. Und natürlich freuen wir uns über Leserbriefe zum Titelthema oder zu anderen Beiträgen, die Maildresse lautet wie immer4 Nachrichten – Innovationen – Menschen pressestelle@akad.de.46 AKADalumni Nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre.48 Leserbriefe Ihr49 Gewinnspiel50 Kalender/Impressum Dr. Jörg Schweigard Chefredakteur AKAD HochschulmagazinAKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12 3
  • 4. NACHRICHTEN – INNOVATIONEN – MENSCHENAusgeschrieben:Wissenschaftspreis WirtschaftsethikDie Plansecur-Stiftung hat für die Jahre 2012 und 2013 einenWissenschaftspreis ausgeschrieben. Er wir d für „heraus -ragende, innovative, wissenschaftliche Arbeiten“ im Ber eich oder Magister-Arbeit. Eingereicht werden können Arbeiten,Wirtschafts- und Unternehmensethik vergeben. Ausgezeichnet die nicht vor dem Jahr 2010 und auf Deutsch verfasst wor en dwerden jeweils eine Dissertation und eine Diplom-, Master - sind. Bevorzugt wer den Teilnehmer bis 35 Jahr e. Über dieoder Magisterarbeit von Nachwuchswissenschaftlern, die sich Preisvergabe entscheidet eine Jury aus namhaften W issen-mit wirtschaftsethischen Grundsatz- und/oder Anwendungs- schaftlern unterschiedlicher Fachgebiete.fragen beschäftigen. Das Pr eisgeld beträgt 10 000 Euro pro Mehr zum Wissenschaftspreis und zur Plansecur-Stiftung unterJahr. Davon entfallen 7 500 Euro auf die ausgezeichnete Dis- www.plansecur-stiftung.desertation und 2 500 Euro auf die prämierte Diplom-, Master- (Quelle: Pressemeldung der Plansecur-Stiftung) Ausgereizt: Viele Jobs, wenig Geld gering bezahlte Beschäftigungsverhältnisse“ zum Normalfall geworden sind: Zeitarbeit, Minijobs, befristete und/oder Teil- zeitstellen. Die Autor en Pr ofessor Dr . Gerhar d Bosch und Professor Dr . Claudia W einkopf empfehlen neben arbeits - marktpolitischen Instrumenten wie der Einführung von Min- destlöhnen und allgemeinverbindlichen T arifverträgen auch Drei V iertel aller Arbeitnehmer arbeiten in Deutschland im strukturelle Veränderungen: Insbesondere personenbezogene Dienstleistungssektor − das sind 14 Prozent mehr als noch vor Dienstleistungen wie Kinderbetreuung sollten besser bezahlt 20 Jahren. Wissenschaftler des Institutes Arbeit und Qualifi- und über Sozialversicherungen finanziert oder öf fentlich bereit- kation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen haben die Folgen gestellt werden. Dadurch fördere man nicht nur das Beschäf- dieses Strukturwandels genauer untersucht. Ein Ergebnis der tigungswachstum, sondern mache die Dienstleistungen auch Studie ist, dass sich die Arbeitsbedingungen verschlechtert allen Bevölkerungsgruppen zugänglich. haben, da in Teilen des Dienstleistungssektors „atypische und (Quelle: WSI-Mitteilungen)12345678Ausgerechnet:Wer in Deutschland was studiert*** 39 Prozent eines Abiturjahrganges schreiben sich an einer Hochschule ein *** nur 23 Prozent der Studienanfängerinnenentscheiden sich für ein naturwissenschaftlich-technisches Studium *** 48 Prozent aller Studierenden sind weiblich, an Fach-hochschulen nur 38 Prozent *** 42 Prozent studieren auf Bachelor, 3 Prozent sind Promotions-Studierende *** 71 von100 Akademikerkindern studieren, aber nur 24 von 100 Kindern aus Nichtakademikerfamilien *** knapp 12 Prozent derStudierenden kommen aus dem Ausland *** 26 Prozent der Studierenden leben in einer WG, 23 Prozent bei ihren Eltern.(Quellen: aud!max ING.INGENIEUR, duz Studium)4 AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12
  • 5. NACHRICHTEN – INNOVATIONEN – MENSCHEN Angst vor Karriererückschlag Ausgesorgt? Jeder Zweite fürchtet Karriereknick Haben Sie Angst, infolge eines Karriereknicks in Ihrem Berufsleben zurückgeworfen zu werden? Wenn ja, aus welchen Gründen? Ja, aus gesundheitlichen Gründen 24 % Gut jeder zweite Deutsche (54 Pr ozent) sorgt Versicherung 1001 Bundesbürger befragt hat. Ja, durch Kündigung seitens des Arbeitgebers sich um das eigene berufliche Fortkommen. Fast Dass die Risiken in der Berufswelt sich in den 18 % jeder Vierte (24 Prozent) fürchtet sich davor, dass letzten Jahr en auch objektiv verschärft haben, Ja, durch Insolvenz des Arbeitgebers gesundheitliche Probleme, also körperliche oder geht hingegen aus einer Studie des Instituts für 17 % seelische Krankheiten, die Karrier e behind ern. Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor: Ja, durch Schicksalsschläge in der Familie 12 % Eine geringere Rolle spielt – vor dem Hintergrund Heute hat jeder zweite Ostdeutsche und jeder Ja, durch falsche Karriereentscheidung positiver Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt – fünfte Westdeutsche zwischen 31 und 65 Jahren 11 % die Angst vor Arbeitslosigkeit: Rund jeder Sechste bereits eine Phase der Arbeitslosigkeit erlebt. Nein, bisher hatte ich keine Karriererückschläge (18 Prozent) macht sich Gedanken um eine mög- 1991 lag dieser Wert für Deutschland insgesamt und ich mache mir darum auch keine Gedanken. liche Kündigung oder Pleite des Arbeitgebers. bei etwa elf Prozent. (Quellen: dpa / IAB) 46 % Die Zahlen sind Ergebnisse einer repräsentativen Basis: alle Befragten, N = 1 001 (Mehrfachnennung) Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes T o- Quelle: AachenMünchener Versicherung AG luna, das im Auftrag der AachenMünchener Ausgesucht: Weltwirtschaftskrise 1929–1939 für Kenner Das neu aufgelegte Werk vom 2003 verstorbe- Literaturtipps nen US-Nationalökonomen Charles P. Kindle- berger bekommt in diesen T agen ungeahnte Aktualität. W ie damals steht auch heute das weltweite Finanzsystem kurz vor dem Kollaps. Das vom Finanzexperten Max Otte herausge- gebene Fachbuch ist ein umfassender Erklä - rungsversuch über Ursachen und Folgen des Börsencrashs von 1929. Das Buch ist in mehrere kleine Kapitel unterteilt und geht chronologisch Zweiten Weltkriegs aus dem skandinavischen Exil zurückgekehrt, ver - vor. Abgerundet wir d das gehaltvolle, aber erschwingliche W erk von suchte der jüdische Emigrant mit allen Mitteln, die NS-Delikte juristisch einem Erklärungsversuch des Zusammenbruchs. Der Autor erläutert, korrekt aufzudecken. Dies zeichnet die Leiterin des NS-Dokumentations- wieso das Ausmaß der Krise aus seiner Sicht so gr oß war und das zentrums, Irmtrud Wojak, eindrücklich nach. An Bauers Hauptver dienst Hauptproblem in der Abwesenheit einer Führungsnation lag. Einem lässt sie keinen Zweifel: Er ermöglichte maßgeblich die Auschwitz-Pro- Leser ohne wirtschaftspolitische Vorkenntnisse ist die Lektüre nicht zu zesse in den 1960er-Jahren trotz deren Ablehnung durch einige Gesell- empfehlen, da er auf schwierige finanztechnische Begrif fe trif ft. Die schaftsschichten und schlimmer persönlicher Anfeindungen. So leitete er eigentlichen Zielgruppen wie Studierende der Wirtschaftswissenschaften eine öf fentliche Auseinandersetzung mit der Holocaustthematik ein. finden in diesem Buch aufschlussr eiche Details zur W irtschaftskrise, Wojak beschreibt die Vorgänge anhand umfang- deren Verlauf und deren Überwindung. reichen Quellenmaterials sehr ausführlich und Otte, Max (Hg.); Kindleberger, Charles P.: Die Weltwirtschaftskrise anschaulich. Für Spannung sorgt Bauers Spuren- 1929–1939. − München, 2010. 416 Seiten, 24,95 Euro. suche nach Martin Borman und Adolf Eichmann. Nicht nur für den historisch oder juristisch Inte- Kämpfer für Gerechtigkeit und Menschenwürde ressierten ein empfehlenswertes Buch. Hinter der immer noch recht unbekannten Persönlichkeit des früheren Wojak, Irmtrud: Fritz Bauer, 1903–1968. hessischen Generalstaatsanwalts und pr omovierten Juristen Fritz Bauer Eine Biographie. − München, 2009. 638 Seiten, steckt die Geschichte eines überzeugten Aufklärers. Nach dem Ende des 38 Euro.AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12 5
  • 6. AKAD AKTUELLNeue Prorektoren in Lahr iten 500. Absolvent an der WHL Wissenschaftliche Arbeund Leipzig richtig schreiben Pünktlich zu W eihnachten 2011 konnte dieProfessor Dr. Markus Pütz, der den Lehrstuhl reibt man „W ie sch Wissenschaftliche Hochschule Lahr (WHL) ihren Der Ratgeber von Duden 500. Absolventen vermelden. Es handelt sich eits -für Allgemeine BWL mit Schwerpunkt Con- wissenschaftl iche Arbeiten?“ stellt Arbtrolling innehat, ist seit Februar nun auch e wissensch aftli- dabei um Jochen Eberhar d, Absolvent des techniken und Grundsätz Master-Studiengangs „Finance and Banking“.Prorektor in Lahr . In Leipzig hat Pr ofessor gibt es chen Argum entier ens vor , zudemDr. Daniel Markgraf neben seiner Pr ofessur die Ber eich e Recher- Tipps und Beispiele fürfür BWL, Schwerpunkt Marketing-, Innova - Zitieren. chieren, Gliedern, Formulieren undtions- und Gründungsmanagement, ber eitsEnde 2011 den Posten des Pr orektors über-nommen.Champion des Jahres 2011Der AKAD-Student Max Hoff wurde von anderen Profisportlern ich zu stark festgelegtunterschiedlicher Disziplinen im Oktober 2011 zum „Champion gewesen.“ Ein Fer n-des Jahres“ gekürt. Der Kölner kam vor circa drei Jahren zum studium ist zudem fürKanurennsport und stieß innerhalb kürzester Zeit in die inter - ihn praktisch, da man © Thonfeld / Camera4nationale Spitze vor: Bei der letzten WM gewann er zwei „mehr Freiheiten als anGoldmedaillen und gehört nun zu den Hoffnungsträgern für der normalen Uni und keine exakt festgelegten Semester hat.Olympia 2012 in London (27. Juli bis 12. August). T rotz aller Kurszeiten können selbst eingeteilt werden – gleichzeitig wirdsportlichen Erfolge hält Hof f eine Weiterbildung neben dem man bei AKAD aber auch sehr gut betr eut“. Auf die Frage,Sport für unerlässlich. Nach einem erfolgr eich absolvierten wo er sich in zehn Jahren sehen würde, antwortet Max Hoff:Biologiestudium studiert der 29-Jährige aktuell bei AKAD BWL „Das ist eine gute Frage. W ie es exakt in zehn Jahr en seinauf Diplom – wofür er seine Pr omotion hintangestellt hat: wird – well see what happens. Ich denke jedoch, dass ich„Mit dem BWL-Studium bekomme ich eine breite Ausbildung dank meiner dualen Karrier e sicherlich irgendwo beruflichmit vielfältigen Berufsmöglichkeiten. Mit einer Pr omotion in unterkommen und ein Leben führ en wer de, mit dem ichmeinem ursprünglichen Fachgebiet Biologie/Biochemie wäre dann zufrieden, gesund und glücklich sein kann.“ Rückblick: FACT-BankenForum Das F ACT-BankenForum 2011 beschäftigte sich mit dem Das FACT-BankenForum ist T eil des F ACT-Center e. V. FACT Rahmenthema „Personalmanagement in Kr editinstituten – steht für „Finance, Accounting, Contr olling and T axation“. Der Kampf um die Köpfe“. Teilnehmer aus dem In- und Aus- Ein Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, themenverwandte land diskutierten an der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr Forschungsaktivitäten an der WHL zu unterstützen. Außer - (WHL) ausgewählte Fragestellungen. Dabei ging es um demo- dem soll eine erweiterte Plattform für den Gedankenaus- grafische Entwicklungen, die sinkende Attraktivitätswahrneh- tausch zwischen W issenschaftlern und Praktiker n gebildet mung des Bankerberufs, anhaltende Fusions- und Restruktu- werden. Dementsprechend fanden im Oktober und Novem- rierungsprozesse im Kreditwesen und gleichzeitig wachsende ber 2011 die ersten beiden Vorträge der Veranstaltungsreihe Anforderungen an die Qualifikation von Mitarbeiter n. Auf- FACT-UnternehmerDialog statt. Martin Bellin, Gründer und grund des gr oßen Er- Geschäftsführer der BELLIN GmbH, r eferierte zum Thema folgs wir d das F ACT- „Treasury – Die dritte Säule der Finanzwirtschaft“ und Jens Weitere Informationen finden Sie im Inter net unter BankenForum auch Tucheck von der Spitzmüller AG gab den Studier enden der www.whl-lahr.de/fact 2012 stattfinden. WHL Einblicke in die Technologieförderung in Deutschland.6 AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12
  • 7. AKAD AKTUELLEs darf gefeiert werden AKAD-Geschenkgutsche ine Buchtipp für Personaler neu bear -Auch in diesem Jahr gibt es bei AKAD wieder Aufgrund vermehrter An fragen von Studie- Anfang 2012 erschien die 28., völlig „Betriebl i-Grund zur Freude. Die Termine der diesjähri- renden und Kolleg-Kunde n kann man bei beitete und erweiterte Auflage vongen AKAD-Festivitäten stehen im Kalender AKAD ab sofort Gesch enkgutscheine (ab che Perso nalwirtschaft. Aktuelle Herausfor de- en und Bei-(Seite 50). einem Wert von 50 Eur o) erwerben. Interes- rungen, praxisorientierte Grundlag sind Udo senten schicken für Bes tellungswünsche oder spiele“ im expert verlag. Autor en Uta Kirsch- weitere Informationen bitte eine Mail an Stopp (verstorben) und Professor Dr. Ressour ces akad@akad.de. ten, AKAD-Professorin für Human Management. AKAD Seminar- und Prüfungsorte Um den AKAD-Studierenden eine noch größere räum- lange Anreisen entfallen, da AKAD „direkt ums Eck“ ist. liche Flexibilität zu bieten, wandelt AKAD seine „Studi- Wie gewohnt können sich Studierende an den Seminar- enzentren“ seit 2011 sukzessive in „Seminar- und Prü- und Prüfungstagen mit ihren Fragen und Anliegen an fungsorte“ um. Der Grund für diese V eränderung ist, die AKAD-Mitarbeiter vor Ort wenden. 2011 kam zu dass mit dem Ausbau des deutschlandweiten AKAD- den bisherigen Standorten noch Augsburg hinzu. Netzes den Studierenden mehr Orte zu Verfügung ste- Noch in diesem Jahr sollen Hannover und Berlin folgen. hen, Seminare zu besuchen und Prüfungen abzulegen –Neue Dozenten für Elektro- und Informations-technik und Allgemeine BWL Seit Anfang Oktober 2011 ist Pr ofessor Transferzentrum „Technik der Netze“, das er Dr. Gerd Siegmund an der AKAD Hochschule seit 2003 auch leitet. Stuttgart Dozent für Elektr o- und Informa - Anfang September 2011 hat Dr . Dor een tionstechnik. „Die Arbeit an der AKAD gefällt Schwinger eine Pr ofessur für BWL, Schwer - mir, da ich mich mit den Studier enden hier punkt Unternehmensführung und Organisa- durchaus identifizieren kann. Auch ich habe tion, an der AKAD Hochschule Leipzig ange- keinen komplett geraden Berufsweg hinter treten. An AKAD r eizt sie besonders, „mit mir, sonder n mich Stück für Stück weiter hoch motivierten Studenten zusammenzuar- vorangearbeitet.“ V or seiner Tätigkeit bei beiten, die oft ber eits über umfangr eiche AKAD war Siegmund 25 Jahre bei Alcatel SEL praktische Erfahrungen verfügen. Diese Stu- Stuttgart in der Har d- und Softwar eentwicklung, später als denten möchte ich auf ihr em weiteren Weg unterstützen“. Leiter der Abteilung „System Design“ der Bürokommunikation Schwinger studierte von 1995 bis 1999 Betriebswirtschafts- und als Leiter der Abteilung Systeme und Pr oduktevolution lehre an der Fachhochschule Merseburg und pr movierte an- o im Geschäftsfeld „Intelligente Netze“ tätig. W eitere sieben schließend zum Thema „Unternehmensnetzwerke und virtuelle Jahre arbeitete er innerhalb der Mobile-Netze-Entwicklung Unternehmen als Wettbewerbsstrategie für kleine und mittlere bei Siemens als Bildungsbeauftragter und war hierbei ver- Logistikunternehmen“. Neben ihrer Lehrtätigkeit bei AKAD ist antwortlich für die Koor dination der fachlichen Ausbildung. Schwinger geschäftsführende Gesellschafterin in ihrem Fami- Neben AKAD doziert Siegmund unter anderem am Steinbeis- lienunternehmen, der Meissner Kamm GmbH in Naumburg.AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12 7
  • 8. PORTRÄTSFernstudium als PassionFür Jörg Albert Fink ist das Fernlernen seit 25 Jahren Teil seines LebensDer Weg des erfolgreichen AKAD-Studierenden folgt meist einem bestimmten „... und da dachte ich, da gehe ich mal hin.“Muster: Schule, Ausbildung, Beruf, AKAD-Studium, Karriere. Dann gibt es nocheinige Absolventen, die nach dem FH-Fernstudium einen Master oder das uni- Die AKAD-Bildungskarriere des Jörg Albert Fink begann in denversitäre Diplom an der WHL anhängen. Selten ist es jedoch, dass jemand seinen 1980er-Jahren: Als ausgebildeter Dachdecker und Industrie-gesamten höheren Bildungsweg von der Hochschulreife bis zum Universitäts- kaufmann im elterlichen Handwerksbetrieb kam er damals mitabschluss bei AKAD zurücklegt − so wie Jörg Albert Fink. Mit 47 Jahren hat der der Methode Fernstudium in Kontakt − und bald auch auf denstudierte Betriebswirt und Diplom-Kaufmann jetzt sein drittes Fernstudium Geschmack: „Mein Vater hat gesagt, du gehst jetzt erstmalbei AKAD begonnen. mit in den Betrieb − ich wollte aber immer schon das Abitur machen und studieren“, erinnert sich Fink. Durchlässigkeit im Seit letztem Herbst belegt Fink den neuen Master-Studiengang Bildungssystem sei damals noch kein großes Thema gewesen. Wirtschaftsingenieurwesen an der AKAD Hochschule Stutt- „In der Zeitung habe ich dann entdeckt, dass man als Berufs- gart. Da er in der Baubranche genau im Gr nzbereich zwischen e tätiger bei AKAD einen vorber eitenden Lehrgang zur Fach- Wirtschaft und Technik arbeitet, haben es ihm die interdiszipli- hochschulreife machen konnte und anschließend neben dem nären Studieninhalte angetan. Aber der berufliche Aspekt Beruf studieren“, erzählt er, „und da dachte ich, da gehe ich allein ist es nicht: „Ich komme wieder, weil ich merke: Es fehlt mal hin.“ mir, meinen Geist zu fordern“, erklärt der Familienvater seine Was wohl eine gute Entscheidung war . „Für mich hat sich Motivation, auf dem Höhepunkt seiner beruflichen Karrier e damit ein neuer Lebensweg aufgetan“, sagt Fink rückblickend, erneut zu studieren. Zudem schätzt er den Ausgleich zur täg- denn parallel zu seinem Aufstieg auf der Bildungsleiter nahm lichen Arbeit: „Man hat vielleicht negative Erlebnisse in Beruf er auch im Beruf zügig die Karrier estufen: Nach Abschluss und dafür dann positive im Studium − oder anders herum hat seines BWL-Studiums an der AKAD Hochschule Stuttgart im man im Studium mal einen Durchhänger und freut sich dann Jahr 1993 fing er bei der Kr isbaugesellschaft Waiblingen an. e wieder aufs Geschäft. Ich merke, diese Ausgewogenheit, „Die Stelle hätte ich ohne das Diplom nicht bekommen“, er- die erdet mich.“ innert er sich. Zwei Jahr e später wechselte er zur Häussler - Fink spürt im Studium vor allem die Freude am Lernen, nicht Gruppe, die unter anderem das Einkaufszentrum „Schwaben- den Leistungsdruck:„Wenn man das erste Diplom schon mal galerie“ in Stuttgart-Vaihingen gebaut hat. Dort begann er hat, muss man sich ja nicht mehr unter Druck setzen“, lacht er. als Projektsteuerer, wurde bald darauf Prokurist und gehörte In der Tat kann Jörg Albert Fink sein neues Studium entspannt schließlich zum engeren Führungskreis. Zu diesem beruflichen angehen: Als Geschäftsführ er seiner eigenen Firma IPF Im- Erfolg beigetragen habe in jedem Fall, dass er nebenbei noch mobilien- und Pr ojektmanagement in Schwieber dingen bei ein Studium an der WHL absolvierte, meint Fink: „Das FH-Di- Stuttgart hat er seinen T raumjob bereits gefunden. „Ich be- plom war sicherlich für mich wichtig, um den Berufseinstieg treue bundesweit und immer wieder auch im Ausland große zu finden, aber ich habe dann schnell gemerkt: Ich muss Bauprojekte, nehme jeweils die Aufgaben des Bauherr n wahr e noch weitermachen, um mich von der Masse abzuheben.“ und bin so ein Manager auf Zeit − von der grünen Wiese bis zum Abschluss des Bauvorhabens“, so skizziert er seine Arbeit. Lernen am Strand und im Krankenhaus Natürlich sei das Ler nen neben der vollen Berufstätigkeit oft anstrengend gewesen, räumt Jörg Albert Fink ein – insbeson- dere während des WHL-Studiums, als er bereits Führungskraft war und eine Arbeitswoche weit mehr als 40 Stunden um-10 AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12
  • 9. PORTRÄTS Master-Studium BWL-Diplom Wirtschaftsingenieurwesen BWL-Diplom (WHL) Ausbildung Lehrgang zur (FH)Ausbildung zum Industrie- Fachhochschulreifezum kaufmannDachdeckerfasste. „Aber bei AKAD konnte man das ja flexibel handhaben, manchmal die Erdung, die lokale Verbundenheit des elterlichenstatt eines Buches hatte ich in der Freizeit eben ständig AKAD- Handwerksbetriebes?„Nein“, sagt Fink − das, was er jetztLektionen dabei. Meine Familie kennt mich nicht anders, weil mache, sei genau das, was er sich immer gewünscht habe:das schon immer so war“, erzählt er: „Einmal lag ich zwei „Große, interessante Projekte leiten und mein Wissen weiter-Wochen lang mit einem gebr ochenen Fuß im Krankenhaus, geben.“in der Zeit habe ich zum Beispiel enorm viel gelernt.“ In diesem Arbeitsumfeld hat er es fast ausschließlich mit Aka-Seine Hauptmotivation dafür, das Fernstudium zu einem festen demikern zu tun, die den geraden Weg über Gymnasium undBestandteil seines Lebens zu machen, sei nie der berufliche Universität gegangen sind. „Man wir d nur akzeptiert, wennAufstieg an sich gewesen, erklärt Fink, sonder zuallererst sein n man die entsprechende akademische Ausbildung hat, sonstWissensdurst: „Ich sage auch zu Kollegen, die heute berufs- tut man sich sehr schwer“, hat er erfahr en und fr eutbegleitend studieren oder ein Zweitstudium planen, dass sie sich über das, was er erreicht hat. Andererseits be-gar nicht darüber nachdenken sollen, ob das jetzt dir ekt merke er an sich selbst eine etwas bodenständi-karrierefördernd ist. Das kommt fast automatisch, wenn man gere Haltung als bei manchem Kollegen, sagt ereinen Studiengang wählt, der in den Berufsweg hineinpasst.“ nachdenklich: „Ich habe mir das ja alles selbst er- kämpft, da ist man ein bisschen demütiger – wenn„Ich will versuchen, der Beste auf meinem Gebiet man weiß, wie es ist, draußen als Handwerker zuzu werden.“ arbeiten. W as ja an sich nicht schlecht ist, aber eben etwas ganz anderes. Und heute binNach seinem universitär en Abschluss an der WHL und rund ich derjenige, der die Vorträge hält.“zehn Jahren bei der Häussler -Gruppe wagte der frischgeba- Er wolle nicht pathetisch klingen, sagtckene Diplom-Kaufmann vor sieben Jahren den Sprung in die Jörg Albert Fink, „aber ohne AKADberufliche Selbstständigkeit. „Das klingt jetzt vielleicht sehr wäre ich heute vielleicht nochplakativ“, sagt Fink, „aber so kann ich besser meine eigenen Dachdecker“. Das sei natürlichIdeen verwirklichen. Und es war von Anfang an klar: Ich will auch ein anständiger Beruf, aberversuchen, der Beste auf meinem Gebiet zu wer den.“ Zudem er habe gemerkt, dass seinesah und sieht er großen Bedarf für seine Beratungsleistungen: Stärken ganz woanders lägen,„Es gibt so viele gescheiterte Gr oßprojekte“, erklärt er, „Bau- meint er und fügt hinzu: „Ichvorhaben wer den oft so dilettantisch abgewickelt, dann wäre wahrscheinlich nie derkommt es zu Kostenexplosionen – positiv ausgedrückt: Hier beste Dachdecker gewor den.ist unglaublich viel Potenzial für Verbesserungen.“ Heute habe ich die Chance, das zu machen, wozu ich wirklich„Ohne AKAD wäre ich vielleicht heute noch Talent habe.“Dachdecker.“ (wz)Heute leitet Jörg Albert Fink selbst Workshops für Geschäfts-führer und Gesellschafter gr oßer Bauunternehmen aus demdeutschsprachigen Raum, in denen er sein Know-how ver -mittelt. Vorträge halten, Bauprojekte betreuen − Jörg AlbertFink ist ständig in ganz Deutschland unterwegs. Fehlt ihm nichtAKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12 11
  • 10. WIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFTTipps für die Zeit nach AKADWenn sich das Studium bei AKAD dem Ende entgegenneigt, stellt sich für viele Studierende die Frage, wie es danach weitergehen soll:Ist man noch zufrieden mit seinem Arbeitgeber, kommt eine Bewerbung bei einem anderen Unternehmen in Frage oder möchte manvielleicht sogar den Schritt in die Selbstständigkeit wagen? No-gos im Bewerbungsverfahren von Prof. Dr. Eva SchwinghammerWelches waren die lustigsten Entschuldi- Wie sollten sich künftige Arbeitnehmer gespräch vor allem auch darum, dass sich beidegungen und Ausreden auf einen Bewer- zwischen Posteinwurf, Zwischenbescheid Seiten kennen ler nen und prüfen, ob eine Zu-bungsausrutscher? und eventuellem Vorstellungsgespräch sammenarbeit möglich ist. Hier muss die ChemieEin zu spät kommender Kandidat entschuldigte verhalten und was könnten sie vorberei- stimmen – die wenigsten beruflichen Konfliktesich mit einem ausgefallenen Zahn. Die Lücke tend tun? entstehen allein aus einem inhaltlichen undwar sichtbar. Viele Bewerbungsratgeber weisen darauf hin, sachlichen Grund. Mein Tipp: Seien Sie authen- dass man beim genannten Ansprechpartner noch tisch!Die Bewerbungen auf eine ausgeschriebene einmal telefonisch nachhaken und sich somitStelle trudeln ein. Was wäre für Sie ein Fall positiv in Erinnerung bringen soll. Diesen T ipp Was raten Sie künftigen Arbeitnehmern,für den Papierkorb? halte ich für wenig praxistauglich. Der Auswahl- um Fettnäpfchen zu vermeiden, und was,Zunächst beachte ich formale Anfor derungen prozess wird dadurch nicht beeinflusst und even- wenn man bereits reingetreten ist?der Bewerbung, also die V ollständigkeit von tuell fühlen sich die Angerufenen sogar genervt. Wenn man ber eits reingetreten ist, dann of fenAnschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen. Sind Wenn allerdings kein Zwischenbescheid eingeht, ansprechen. Ein Fehler, der einem nicht auffällt,die wesentlichen Informationen so übersichtlich sollte man der Sache nachgehen: Vielleicht ist die ist schlimmer als ein Fehler den man zugibt. Ge- ,dargestellt, dass ich sie sofort finde? Kann ich an- Bewerbung gar nicht angekommen. Vorbereiten nerell gilt: Selbstr eflexion ist eine wichtige Ei-hand der Unterlagen schon erkennen, ob sich der kann sich der Bewerber auf ein mögliches T ele- genschaft, die in jeder beruflichen SituationBewerber mit der Stelle und dem Unternehmen foninterview, indem er Notizen erstellt, die er weiterhilft. Natürlich sollte diese mit einer ge-auseinandergesetzt hat? Enthält das Anschreiben dann griffbereit hat, wenn sich das Unternehmen wissen Souveränität gekoppelt sein.Rechtschreibfehler? Im zweiten Schritt steige ich meldet. Ansonsten ist es natürlich sehr wichtig,inhaltlich ein. Dann beachte ich zum Beispiel, ob das Vorstellungsgespräch vorzubereiten und sich Zum Schluss noch eine Anekdote einer anjemand seine Stelle zu häufig wechselt, ohne dass Antworten auf die typischen Interviewfragen zu Sie gerichteten Bewerbung?dafür ein externer Grund gegeben ist (z.B. Insol- überlegen. Und natürlich sollte man sich über Vor kurzem erhielt ich die Bewerbung einer chi-venz etc.). Das signalisiert, dass jemand noch das Unter nehmen, bei dem man sich bewirbt, nesischen Absolventin, die im Bereich Coachingnicht so recht weiß, was er will. ausgiebig informieren. und interkulturelle Trainings tätig ist und uns ihre Dienste mit der Begründung anbot, dass sie als Unpünktlichkeit, mangelhafte Vorbereitung, Chinesin für interkultur elle Trainings geradezu unklare Jobvorstellungen ... Fehler, die im prädestiniert sei, da interkultur elles Training in- Vorstellungsgespräch passieren. Was wäre haltlich mit China gleichzusetzen wär e. Ihr war für Sie ein K.-o.-Kriterium? offensichtlich nicht klar, dass die interkulturellen Zum einen lassen sich unklar e Jobvorstellungen Herausforderungen schon bei unseren Nachbarn, oft nur schwer ausräumen. In diesem Fall ist es zum Beispiel den Franzosen, beginnen. besonders fraglich, ob ein Bewerber für die Stelle geeignet ist. Daneben geht es im V orstellungs-12 AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12
  • 11. WIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFTFür welchen Weg sich unsere erfolgreichen Absolventen letzten Endes auch entscheiden – unsere Experten Professor Dr. Eva Schwinghammer(Rektorin der AKAD Hochschule Stuttgart und Professorin für Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Internationales Management) undProfessor Dr. Daniel Markgraf (Prorektor der AKAD Hochschule Leipzig und Professor für BWL, Schwerpunkt Marketing-, Innovations-und Gründungsmanagement) geben Tipps für die Zeit danach. To-dos auf dem Weg in die Selbstständigkeit von Prof. Dr. Daniel MarkgrafWas macht Ihrer Meinung nach den Reiz an Welche Fragen sollte man sich selbst stellen, phase circa drei bis sechs Monate Zeit einplanen.einer beruflichen Selbstständigkeit aus? bevor man von der Festanstellung in die Einen guten Rahmen bietet zum Beispiel dieIn erster Linie liegt der Reiz wohl darin, dass man Selbstständigkeit wechselt? Endphase des Studiums, da man Projektberichteim Rahmen einer Selbstständigkeit die eigenen Eine wichtige Frage, die man sich zu Beginn ehr - und Abschlussarbeiten nutzen kann, um bei-Ideen, Vorstellungen und Visionen verwirklichen lich stellen sollte: Ist die Idee, mit der ich starten spielsweise das Potenzial der Idee zu analysierenkann. Darüber hinaus gefällt vielen die fr eie möchte, länger als dr ei bis sechs Monate am und das Geschäftskonzept zu entwickeln.Zeiteinteilung oder der stärkere Einfluss auf das Markt wettbewerbsfähig und kann sie weiter -eigene Einkommen. W ie immer im Leben hat entwickelt werden? Man sollte sich zudem genau Welche Punkte müssen in jedem Falleine Medaille aber auch eine zweite Seite. Eine darüber im Klaren sein, was man in jedem Fall am abgehakt sein, bevor es losgehen kann?Selbstständigkeit kann also nicht nur Chance, Ende des Monats im Geldbeutel haben möchte. Nachdem die Idee in Form gebracht und aussondern auch Belastung sein. Und last, but not least ist auch ein positiv ge- verschiedenen Richtungen beleuchtet wur de, stimmtes persönliches Umfeld hilfr eich, da es sollten grundlegende Kontakte zu Partner n,Für wen ist eine Selbstständigkeit geeignet? gerade zu Beginn der Selbstständigkeit eine Kunden und Beratern oder GründernetzwerkenMan muss schon ein gewisses Maß an Selbst- Menge Rückhalt geben kann. recherchiert und aufgebaut werden. Auch beivertrauen und Glauben an die eigenen Ideen den Kammern oder Berufsverbänden sollte manund Fähigkeiten mitbringen. Aber auch Eigen- Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich über sich vor der Gründung noch einmal informiereninitiative, Zielorientierung, ein wenig Extraversi - eine Selbstständigkeit Gedanken zu und etwa die rechtlichen Anforderungen für dieon und etwas Risiko bereitschaft sind wohl die machen? einzelnen Branchen und Geschäftsideen klären.wichtigsten Zutaten für einen Gründer. Idealerweise sollte man für die V orgründungs-Wie risikoreich ist der Schritt in die beruf-liche Selbstständigkeit? Unterstützung beim Schritt in die SelbstständigkeitDer Übergang in die Selbstständigkeit ist natür- AKAD-Studierende aus Sachsen können sich an die Selbst Management Initiative Leipziglich immer mit einem Risiko verbunden. Aller - (SMILE) wenden. Informationen und Ansprechpartner finden Interessierte entweder aufdings sammeln Gründer vor der Gründung in www.smile.uni-leipzig.deder Regel eine V ielzahl von Informationen, so oder direkt an der AKAD Hochschule Leipzig, die Kooperationspartner von SMILE ist.dass sie ihr e Entscheidungen gezielt und gut Auch der Lehrstuhl BWL/Schwerpunkt Marketing-, Innovations- und Gründungsmanagementdurchdacht tr effen. Darüber hinaus kann man an der AKAD Hochschule Leipzig klärt über SMILE auf – und gibt zudem T ipps und Hilfe -auf verschiedenen Wegen in die Selbstständigkeit stellungen zum Thema Selbstständigkeit für AKAD-Studierende aus dem ganzen Bundesgebiet:starten – nebenberuflich, mit einem erpr obten www.akad.deKonzept – zum Beispiel Franchise – oder mit an- Auf bundesweiter Ebene sind Gründerinitiativen vor Ort oder etwa das Existenzgründungs-deren Partnern gemeinsam. portal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie empfehlenswert: www.existenzgruender.deAKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12 13
  • 12. MEDIEN – DIE VIERTE MACHT Massenmedien: Daten, Zahlen, Fakten Artikel 5 GG: Aufgaben und Funktion der Medien „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußer n und zu verbr eiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. [...] Eine Zensur findet nicht statt.“ (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, 2009) Fernsehmarkt Deutschland: Glaubwürdigkeit Marktanteile einzelner Sender der Medien Welches Medium ist am glaubwürdigsten? Tageszeitungen 43 % Öffentlich-rechtliches Fernsehen 27 % Öffentlich-rechtlicher Hörfunk 10 % Privates Fernsehen 6% Internet Online-Dienste 6% Privater Hörfunk 2% Keins 6% (Quelle: Die deutschen Zeitungen in Zahlen und Daten, (Quelle: AGF/GfK-Fernsehforschung) Auszug aus dem Jahrbuch „Zeitungen 2011/12“)18 AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12
  • 13. MEDIEN – DIE VIERTE MACHT Massenmedien: Daten, Zahlen, FaktenSeit 1991 ist die verkaufte Auflage (proTag) von Tageszeitungen in Deutschlandvon 27,3 Mio. Exemplaren auf 18,8 Mio.Exemplare gesunken.(Quelle: Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.) Nutzungsdauer der einzelnen Medien TV und Radio vorn Minuten/Tag 225 220 TV 200 187 Radio 175 150 125 100 83 Internet 75 50 25 23 Tageszeitung 22 Bücher 6 Zeitschriften 0 1964 1970 1974 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2010 Basis: BRD gesamt (bis 1900 nur alte Bundesländer), Mo–So (bis 1990 Mo–Sa), 5–24 Uhr, 14+ Jahre, bis 2005 Deutsche, ab 2010 deutschsprachige Bevölkerung Quelle: ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation 1964–2010Die so genannten E-Papers, ...... die digitalen Zeitungsausgaben, Titel mit einer E-Paper-Auflage von überverzeichneten 2011 stetig steigende 5 000 Exemplaren In Deutschland gibt es ...Auflagen. Allein vom zweiten zum Bild Deutschland: 25 824 329 regionale und lokale Abonnementzeitungendritten Quartal 2011 wur de ein Zeitungsgruppe Neue Westfälische: 9 521 21 WochenzeitungenWachstum von 50 Prozent ermittelt. Süddeutsche Zeitung: 8 700 10 überregionale Zeitungen Frankfurter Allgemeine Zeitung: 7 336 8 Straßenverkaufszeitungen Neue Osnabrücker Zeitung: 6 111 6 Sonntagszeitungen Rhein-Zeitung gesamt: 5 552 (Quelle: Die deutschen Zeitungen in Zahlen und Daten, Auszug aus dem Jahrbuch „Zeitungen 2011/12“) (Quelle: IVW – Informationsgemeinschaft zur Feststel- lung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.)AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12 19
  • 14. MEDIEN – DIE VIERTE MACHTGebühren für die MeinungsvielfaltDigitalisierung verschärft Diskussion um Sonderstellung deröffentlich-rechtlichen SenderAb nächstem Jahr müssen alle Haushalte in Deutschland eine Rundfunkgebühr Rundfunkräte sollen Meinungsvielfalt im Programmbezahlen − unabhängig davon, ob sie ein Empfangsgerät vorhalten oder nicht. garantierenDiese pauschale „Haushaltsgebühr“ wirft in der öffentlichen Diskussion wiederdie Frage nach der Berechtigung des so genannten „dualen Rundfunksystems“ Um innerhalb dieser Gegebenheiten Meinungsvielfalt zu er -auf: Die öffentlich-rechtlichen Sender werden faktisch zum überwiegenden Teil reichen und den Rundfunk gleichzeitig „vor einem dir ektenvom Steuerzahler finanziert, obwohl sie keine staatlichen Einrichtungen sind – Durchgriff der Regierung auf die Pr ogrammgestaltung zubegründet wird das durch ihren besonderen Programmauftrag. Aber wird dieser schützen“ (IpB 2010, S. 24), wur den nach dem V orbild derin Zeiten der Digitalisierung und dem dadurch gestiegenen Anpassungsdruck britischen BBC die öf fentlich-rechtlichen Rundfunkanstaltenan die Privaten überhaupt noch erfüllt? geschaffen. Die Besonderheit im V ergleich zu Länder n wie England oder Schweden besteht bis heute im föderalen Auf- Bei der Gründung der Bundesr epublik verließ man sich im bau der Rundfunkordnung, der Einflüsse zentraler staatlicher Unterschied zur Presse in Sachen Rundfunk nicht darauf, dass Macht verhinder n sollte. Die gesetzliche Regulierung des der fr eie Markt, also eine V ielzahl an Anbieter n, zugleich Rundfunks war also von Anfang an Aufgabe der Länder . Meinungsvielfalt mit sich bringen würde. Diese sollte bei Radio Rundfunkgesetze und Rundfunkstaatsverträge zwischen meh- und Fer nsehen vielmehr dur ch eine so genannte „binnen - reren Bundesländern, die bis heute immer wieder verändert plurale“ Organisation und Staatsferne erreicht werden. und der aktuellen Entwicklung angepasst werden, garantieren, Die so unterschiedlich geschaf fenen Struktur en auf dem dass in den Aufsichtsgremien (Rundfunkräten) Vertreter aller Presse- bzw. dem Rundfunksektor haben zwei Hintergründe: gesellschaftlich r elevanten Gruppen wie Kir chen, Parteien, zum einen die „besondere Bedeutung [des Rundfunks] für die Gewerkschaften, Verbände und andere vertreten sind und die politische Meinungsbildung“ (IpB 2010, S. 26) − noch frisch Programmgestaltung beeinflussen. Insbesondere der Einfluss in Erinnerung waren die Suggestionskraft bewegter Bilder und der politischen Parteien auf diese Gremien sorgte wiederholt die damit verknüpften Erfahrungen aus dem dritten Reich. für kontroverse Diskussionen. Zum anderen herrschte beim Rundfunk Fr equenzknappheit, das heißt, es stand rein technisch nur eine begrenzte Anzahl von Sendefrequenzen zur Verfügung.20 AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12
  • 15. MEDIEN – DIE VIERTE MACHT Gesellschaftlich relevante Gruppen im dualen Rundfunksystem Vertreter der pluralistisch besetzten Aufsichtsgremien Öffentlich- Rundfunk- Landesmedien- Privater rechtlicher anstalten anstalten Rundfunk Rundfunk ARD (BR, HR, MDR, Rundfunkrat/ Medienrat Unternehmens- NDR, RB, RBB, SR, Verwaltungsrat Direktor/ gruppen: SWR, WDR, DW,), Intendant/ Direktorin ProSiebenSat1 (TV), ZDF, DRadio Intendantin Zulassung und RTL (TV, Radio), Hörfunk- und Aufsicht Sky (Pay TV), Fernsehredaktion Axel Springer (Radio), Müller Medien (Radio), u.a. Werbetreibende Wirtschaft Gebührenzahler, Zuschauer, Hörer, Werbekunden Quelle: IpB 2010Streitpunkt „Haushaltsabgabe“ genden Zwangsabgabe, die dem Bürger die W ahlfreiheit nehme, aufs Fer nsehen zu verzichten. Mit einer solchenDiskutiert wird auch im Moment wieder, vordergründig über Gebühr müsse auch die Möglichkeit verbunden sein, Einflussdie Änderung der Rundfunkgebühr en: Die Gebühr , die die auf die Pr ogrammgestaltung zu nehmen, beispielsweiseUnabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender in der Pro- durch eine für bestimmte Sender oder Sendungen r servierte egrammgestaltung auch dur ch finanzielle Unabhängigkeit si- Abgabe (IpB 2010, S. 28).cherstellen soll, bemaß sich bisher nach der Anzahl der Geräte, Die Diskussion über die neue Gebühr führt wieder zur Fragemit denen man Fer nseh- bzw. Radioprogramme empfangen nach der Existenzber echtigung des öf fentlich-rechtlichenkann. Nach dem 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag vom Rundfunks: Ist seine Rolle für die Demokratie so wichtig, dassDezember 2010 soll es nun ab dem Jahr 2013 eine Pauschal- eine Pauschalgebühr für alle Bürger zulässig ist?gebühr von zunächst monatlich 17,98 Eur o pr o Haushalt Um hier in die Nähe einer Antwort zu kommen, müssen zweigeben – unabhängig davon, wie viele Geräte es in diesem unterschiedliche Aspekte der Fragestellung berücksichtigtHaushalt gibt und wie viele Personen dort leben. Mit Einnah- werden. Erstens: Wird die Grundversorgung in der heutigenmen von 7,4 Milliar den jährlich rechnet die Kommission zur Medienlandschaft nicht schon durch die Vielfalt der privatenErmittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rund- Sender gesichert, so dass das „binnenplurale“ Konzept aus derfunkanstalten (KEF) durch die neue sogenannte „Haushalts- Nachkriegszeit überflüssig ist? Zweitens: Die öffentlich-recht-abgabe“ (Der Tagesspiegel, 18.1.2012). lichen Sender haben einen speziellen Pr ogrammauftrag −Die Änderung soll zum einen den Aufwand für die Daten - wird dieser inhaltlich in Zeiten verstärkten W ettbewerbs miterhebung und die Kontrolle durch die Beauftragten der GEZ den Privaten noch erfüllt?entfallen lassen (Die W elt, 9.6.2010) und zum ander en denveränderten technischen und gesellschaftlichen Rahmen - Digitalisierung: Vielzahl der Sender = Vielfalt derbedingungen Rechnung tragen − die Geräte zu zählen, mit Inhalte?denen Fernsehen und/oder Radio empfangen wer den kann,hat sich in Zeiten mobiler Endgeräte als nicht mehr praktikabel Es ist kein Zufall, dass diese Diskussion zum jetzigen Zeitpunkterwiesen. Dennoch spr echen Kritiker von einer entmündi- wieder aufbricht: 68 Pr ozent der Haushalte in DeutschlandAKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12 21
  • 16. MEDIEN – DIE VIERTE MACHT empfangen Fer nsehen bereits über einen digitalen Übertra - Strategien für die Herausforderungen der Digitalisierung gungsweg. Die Technikumstellung im terr estrischen Bereich (Antenne) ist bereits abgeschlossen, im April soll das analoge Muss also jeder, der sich etwas eingehender mit dem Sachv er- Satellitenfernsehen ebenfalls abgeschaltet wer den. Nur der halt beschäftigt, zu dem Ergebnis kommen, dass der öfentlich- f Übertragungsweg über Kabel ist noch nicht vollständig umge- rechtliche Rundfunk unangefochten ist? Nicht ganz, denn in stellt. Mit der Digitalisierung können im gleichen Fr equenz- digitalen Zeiten kommt auch der öf fentlich-rechtliche Pr o- bereich erheblich mehr Hörfunk- und Fer nsehprogramme grammauftrag nicht aus der Diskussion. „Der öffentlich-recht- übertragen werden, statt fünf oder sechs sind es nun zum Teil liche Rundfunk muss Strategien entwerfen, wie er den zukünf- mehr als 30 (Digitalisierungsbericht 2011, S. 50/51). Die Frage, tigen Herausforderungen der Digitalisierung begegnen will, um ob das r eine „Mehr“ an Pr ogrammen auch eine inhaltliche auch weiterhin seinen verfassungsmäßigen Auftrag zu erfüllen Vielfalt schafft, die die Öffentlich-Rechtlichen und mithin die und die privilegierte Stellung rechtfertigen zu können“, schreibt Rundfunkgebühr überflüssig macht, kann mit Blick auf das beispielsweise Stefan Wolf in seiner Studie (2007, S. 10 ). private Programmportfolio hierzulande aber dennoch r elativ Grundlage für die privilegierte Stellung ist ein gesetzlicher eindeutig ver neint werden: Anders als bei den Printmedien Programmauftrag in der Verfassung, nach dem das Programm steht eine V ielzahl an Anbieter n hier (wie auch in ander en Information, Bildung, Unterhaltung, Beratung enthalten und Staaten) nicht für eine inhaltliche Vielfalt. Das liegt vor allem damit eine mediale „Grundversorgung“ leisten soll (APuZ daran, dass die Privatsender sich r ein dur ch W erbeeinnah- 2009, S. 26). Diese beinhaltet explizit auch die Unterhaltung − men finanzieren müssen und ihr Programm auf die wichtigen die öffentlich-rechtlichen Sender haben also nicht den Auftrag Werbezielgruppen ausrichten. Damit wir d das Pr ogramm in nur zur „Restversorgung“ mit allen anspruchsvollen Inhalten, den Privatsendern, so viele es auch geben mag, austauschbar , die die Privaten nicht abdecken. Der Begrif f „Grundversor- und bestimmte, weniger werber elevante Bevölkerungsgrup- gung“ kann jedoch nicht eindeutig definiert wer en (IpB 2010, d pen sind überall ausgeschlossen (IpB 2010, S. 25). Eine Sen- S. 29), damit ist auch das Verständnis des öffentlich-rechtlichen dung wie beispielsweise „Menschen − das Magazin“, die Auftrags immer ein Stück weit Auslegungssache. Auf der wöchentlich im ZDF ausgestrahlt wir d und Menschen mit Grundlage insbesondere des 6. Rundfunkurteils des Bundes- Behinderung ein Forum bietet, fände in einer werbegesteu - verfassungsgerichtes von 1991 hat sich hierzulande eine breite erten Programmgestaltung keinen Platz. Auslegung dieses Auftrags etabliert, die sich mit den Begrif fen Vielfalt, Breite und Qualität zusammenfassen lässt. „Süßstofftendenzen“ und „Pilcherisierung“Verteilung der monatlichen RundfunkgebührenGesamt: 17,98 Euro Doch die Grenzen verschwimmen. Der Bielefelder Jurapr ofes- 0,34 Euro Landesmedienanstalten sor und Experte für das duale Rundfunksystem Martin Stock 0,39 Euro 0,01 Euro sprach bereits 2008 von einem „stetigen Anpassungsdruck“ Deutschlandradio KEF aus Quotengründen und einer daraus resultierenden „schlei- chenden Selbstkommerzialisierung“ der öffentlich-rechtlichen 4,73 EuroZDF (inkl. ARTE, 3sat, Programme. Insbesonder e im Unterhaltungspr ogramm be- PHOENIX, KI.KA) klagte er„quotenbringende Süßstof ftendenzen“ und eine 12,51 Euro „fortschreitende Pilcherisierung“, die der nach Paragraf 11 ARD (BR, hr, MDR, NDR, Radio notwendigen programmlichen Qualitätssicherung widersprä- Bremen, rbb, SR, SWR, WDR, Deutsche Welle) inkl. ARTE, chen, und forderte Reformen (S. 5). 3sat, PHOENIX, KI.KA Diese kamen wenig später, zum 1.1.2009: Der 12. Rundfunk- änderungsstaatsvertrag legt fest, dass die öf fenlich-rechtlichenQuelle: WDR Programmangebote künftig einem Dr ei-Stufen-Test („Public Value Test“) unterzogen wer den sollen, um zu überprüfen, ob sie dem am Gemeinwohl orientierten Pr ogrammauftrag entsprechen.22 AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12
  • 17. MEDIEN – DIE VIERTE MACHT Anteile der Programmkategorien in Prozent Sonstige Programmpräsentation 4,3 % 10,6 % Nachrichten InformationVolker Lilienthal, verantwortlicher Redakteur des Fachdienstes 24,6 % Übertragungen 0,7 % 48,0 %epd medien, bewertet diese Regelung positiv da die Bundes- , 14,3 % Aktuelle Kinderprogramm 5,1 % Tagesinformationländer als Rundfunkgesetzgeber den Pr ogrammauftrag auf Sport 6,6 % 2,1 % Wissenschaft,diese W eise konkr etisiert und damit definiert hätten, was Konzert- und Bühnen- Technik und Umwelt darbietung 0,4 % 6,8 % Alltag und„unter den Komplexen Information, Bildung und Kultur detail- Unterhaltung 7,5 % Lebensbewältigungliert zu verstehen“ sei. Zudem wer de erstmals hinzugefügt, 2,9 % Unterhaltende Specials 0,1 %dass auch Unterhaltung bei ARD und ZDF ein gewisses Niveau Information 2,7 % Kulturinformationnicht unterschreiten dürfte (APuZ 2009, S. 7). Fernsehspiel 5,7 % 2,9 % Gesellschaft 2,5 % Politik Reihen und Serien 13,2 % 2,4 % Regionale InformationÖffentlich-rechtliche als Gewinner der Digitalisierung? Fiction (ohne Kinder- Spielfilm 8,3 % 0,8 % Wirtschaft programm) 27,4 % Quelle: ZDF Jahrbuch 2010Nun könnte der Eindruck entstehen, die Digitalisierung undihre Möglichkeiten sei per se eine Gefahr für die öf fentlich-rechtlichen Sender. Es gibt aber durchaus Bereiche, in denenARD und ZDF auch von der technischen Entwicklung pr fitie- o Und wer „Public Value“ bietet, dem stehen selbstverständlichren und diese, wie Experten meinen, im Sinne ihres Programm- Rundfunkgebühren zu. Ob die jeder bezahlen muss? Hier seiauftrages nutzen. Im Digitalisierungsbericht 2011 ist gar zu ein Hinweis auf andere öffentliche Bereiche erlaubt: Auch dielesen: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist der größte Ge- Steuergelder von Bürger n, die nicht Auto fahr en, wer denwinner der Digitalisierung. [...] Er expandierte, dank einem zum Bau von Autobahnen verwendet.Finanzierungsmodell, das ihm mit zusätzlichen Erträgen neue Die gesellschaftliche Funktion der öffentlich-rechtlichen Sender,digitale Kanäle [...] ermöglichte“ (S. 16). Will heißen: Auch den die diese von den Privaten abhebt, hat die ehemalige EU-Kom-Öffentlich-Rechtlichen stehen mehr Fr equenzen zur V erfü- missarin und schwedische Kulturministerin Margot W allströmgung, die sie für Spartensender mit speziellem Pr fil nutzen – o einmal prägnant auf den Punkt gebracht: „Unser multikultu-wie beispielsweise Phoenix, ZDFinfokanal oder 3sat. Der Züri- reller Schulalltag ist genauso wichtig wie Beverly Hills – undcher Medienwissenschaftler Stefan Lucht sieht dur ch diese diesen Programmanspruch erfüllen nur die Öffentlich-Recht-Kanäle die Binnenpluralität und die Plattformfunktion für lichen“ (Wienholz 2006, S. 76).verschiedene politische und gesellschaftliche Akteure gestärkt, (wz)die sonst im Fer nsehbereich kaum berücksichtigt wür den(APuZ 2009, S. 30). Beispiele dafür sind die stundenlangeÜbertragung der Schlichtungsgespräche für Stuttgart 21 beiPhoenix oder kulturelle Beiträge bei 3sat. Literatur (Auswahl):Bedauerlich ist allerdings, dass gar nicht alle gebührenzahlen-den Zuschauer auch alle Spartenprogramme sehen können − die medienanstalten – ALM GbR: Digitalisierungsbericht 2011: Offen, neutral, hybrid − die neue (Un)Ordnung der Medien. –immer wieder ärgerlich, wenn die Moderatorin der „Heute“- Berlin, 2011Sendung im ZDF-Hauptprogramm auf vertiefende Sendungen Bundeszentrale für politische Bildung: Informationen zurim ZDFinfokanal oder auf ZDFneo hinweist und man keine politischen Bildung (IpB), Heft 309: Massenmedien. – Bonn, 2010Möglichkeit hat, dieser Empfehlung zu folgen. Bundeszentrale für Politische Bildung: Aus Politik und Zeit-Werden doch gerade die Spartenpr ogramme gern genannt, geschichte (APuZ), Heft 9–10/2009: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk. –wenn es um die eingangs gestellte Frage geht: ob die Öf fent- Bonn, 2009lich-Rechtlichen ihren Programmauftrag erfüllen. „Trotz aller Stock, Martin: Noch einmal zum Reformbedarf im „dualenEinschränkungen lässt sich mit Fug und Recht immer noch Rundfunksystem“. Public Service-Rundfunk und kommerziellersagen, dass die öf fentlich-rechtlichen Fer nsehsender, zumal Rundfunk – wie können sie koexistieren? – Köln, 2008 (Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie; 244)unter Einbeziehung von 3sat, AR TE und Phoenix, ihrem Pro-grammauftrag nachkommen und der Gesellschaft ,Public Wolf, Stefan: Wie verzichtbar wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch die Digitalisierung? – Köln, 2007 (ArbeitspapiereValue’ in erheblichem Ausmaß bieten“, r esümiert Journalist des Instituts für Rundfunkökonomie; 238)Lilienthal (APuZ 2009, S. 11). Wienholz, Heike: Gemeinwohlanspruch im Wandel. Die Auswir- kungen der Digitalisierung auf die Rolle des Public Service-Fernsehens in Schweden. – Stuttgart (Universität Hohenheim), 2006AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12 23
  • 18. MEDIEN – DIE VIERTE MACHT„Jeder Tag ist eine neue Bewährungsprobe“ Roland Freund ist seit Juli 2010 Chef Inland und damit Mitglied der Chef- redaktion der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH. Im Interview gibt der gebürtige Franke Auskunft über Selbstverständnis und Redaktions- statute der dpa sowie das Angebot der Agentur – und erklärt, was guter Journalismus seiner Meinung nach leisten sollte. Der frühere dpa-Chefredakteur Wilm Herlyn hat 2009 in news.de ganz direkt zu aktuellen Themen an: Können Sie uns einem Interview gesagt: „Wir sind die Leuchttürme in noch ein Porträt zum neuen Konzernchef schicken? Haben Sie der Nachrichtenflut.“ Ist dieser Vergleich noch aktuell, eine Graphik zum Grubenunglück? Gibt es einen Audiobei- Herr Freund? trag zur überraschenden Hochzeit dieses oder jenes Promis? Es stimmt: Orientierung in der Informationsflut ist wichtiger denn je. Unser jetziger Chefredakteur Wolfgang Büchner be- Bei einem so umfassenden Service auf der einen Seite schreibt die Rolle der dpa außerdem gern als Teil eines Netz- und zurückgehenden Mitarbeiterzahlen in den Redak- werks mit unser en Kunden. Im Fokus unser er Arbeit steht tionen auf der anderen Seite – werden da nicht immer dabei, W ichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, W ah- mehr dpa-Meldungen 1:1 abgedruckt? res von Unwahrem zu trennen; aber eben auch die Weiterga- Darüber führen wir keine Statistik. Man kann aber sicher sagen, be von Links und anderen Zusatzinfos, die unser en Kunden, dass es bestimmte Zeiten gibt, in denen Redaktionen ver - den Redaktionen, dabei helfen, dass sie unverwechselbar ei- e stärkt auf unser e Arbeit zurück greifen, zum Beispiel an den gene Inhalte erstellen können. Wochenenden oder an den Feiertagen. Das Gleiche gilt auch, wenn es überraschende Er eignisse zu späten Zeiten, An- Die Arbeit der dpa ist also interaktiver geworden? druckzeiten oder sehr früh morgens gibt. Wann immer eine Wir chatten mit unser en Kunden. Und zwar laufend. Dabei Redaktion also nicht gut besetzt ist, dann ist die Sternstunde fragen uns die Jour nalisten auf unserem Kundenportal dpa- einer Agentur – das ist ganz klar. Wo liegt heute das Kerngeschäft der dpa – ist es noch immer das geschriebene Wort? Unser Kerngeschäft ist das Mediengeschäft. Wir machen Text, Bild, Audio, Graphik, V ideo ... also alle Mediengattungen, diedpa Deutsche Presse-Agentur GmbH man sich vorstellen kann. Schließlich ist auch eine Zeitung heute kein reiner Printtitel mehr, sondern möchte als MarkeDie dpa Deutsche Pr esse-Agentur GmbH wir d getragen von 189 mehrere Medien bespielen: Es gibt in der Regel ein Online-An-Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen, Rundfunk- und Fer nsehgesell-schaften sowie weiter en Medienhäusern. Das dpa-Statut begr enzt gebot, unter anderem mit Video- und Audiobeiträgen et cetera.den Anteil pro Gesellschafter auf maximal 1,5 Pr ozent des Stamm-kapitals. Das Angebot der dpa besteht aus Texten, Bildern, Graphiken, Sie bieten also bereits einen breiten Angebotsmix. GibtAudiobeiträgen, O-Tönen, Videofilmen, Online-Dienstleistungen und es da überhaupt noch Wachstumspotenzial für die dpa?Apps. Im Ausland beliefert die dpa Kunden auch mit Nachrichtenin Englisch, Spanisch und Arabisch. Die Finanzierung der Agentur Das liegt im Geschäft mit Kunden außerhalb der Medien.erfolgt in der Regel über den Abschluss von Abonnementverträgen. Jüngstes Beispiel: Wir haben von Brüssel aus den Dienst „dpaDer Kundenkreis geht dabei über den der dpa-Gesellschafter hinaus Insight EU“ gestartet, der Entscheidern und anderen Experten– auch Unternehmen, Verbände und Regierungsorganisationen be- in Parlamenten und Parteien, Unternehmen, Verbänden undziehen dpa-Dienste. Schwerpunkt ist jedoch das Mediengeschäft.Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Umsatz der dpa (ohne Umsätze Institutionen eine Kombination aus Nachrichten, Analyseder Tochtergesellschaften) gut 87,8 Millionen Euro. und spezifischer Recher che zur Politik und zu Regulierungs- maßnahmen der Europäischen Union bietet – ein hochspan- nendes Projekt.24 AKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12
  • 19. MEDIEN – DIE VIERTE MACHTVerlässlichkeit, Souveränität, Unabhängigkeit – das sind irgendwelche Vorteile ver-Markenzeichen und letztlich auch Verkaufsargumente spreche? Und dann gibtder dpa. Wie stellen Sie diese sicher? es sicher die von außenGrundsätzlich gilt: Jeder Tag ist eine neue Bewährungsprobe – drohenden Gefahren derman kann sich nicht auf dem ausruhen, was einmal err eicht Einflussnahme und derworden ist. Die wichtigste Regel ist jedoch: Richtigkeit geht Abhängigkeiten – abervor Geschwindigkeit. Das ist eine uralte Agenturr egel, die dafür gibt es, wür de ichheute, nicht zuletzt durch das Internet, wichtiger denn je ist. sagen, Chefr edakteureWir sind zwar gern schnell, aber wir sind noch lieber richtig. mit Rückgrat, die müssenHierfür haben wir unter ander em den so genannten dpa- ihren Redaktionen denKompass, eine Art Online-Handbuch, das wie ein W iki funk- Rücken stärken.tioniert. Unser e Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden indem dpa-Kompass unsere Regeln und Standards, zum Beispiel Haben die meistenwie der Wahrheitsgehalt von eingehenden Meldungen über- Chefredaktionen inprüft wer den kann. Außer dem können neue Erkenntnisse Deutschland Rückgrat?und wichtige Hinweise eingegeben wer den, so dass der Ich kenne sehr viele Chef-Schatz an Erfahrungen ständig wächst – schließlich ler nen redakteure mit Rückgrat.auch wir immer wieder aus Fehlern. Also lautet meine Ant- wort: Ich denke mal ja.Können Sie einen Fehler nennen, aus dem die dpabesonders viel gelernt hat? Bietet die deutscheIch könnte eine Kategorie nennen, aus der wir viel geler nt Medienlandschaft einehaben: gefälschte Informationen. Das hat zu Fax-Zeiten mit ausgewogene Bericht-dem gefälschten Kohl-Fax angefangen und geht heute weiter erstattung?mit gefälschten E-Mails und Inter netauftritten. Unsere Kon- Die Medienvielfalt in Deutschland ist im inter nationalen Ver-sequenz aus diesen V orfällen ist, dass wir inzwischen zum gleich enorm. Das heißt aber nicht, dass immer und automa-Beispiel die Echtheit von Webseiten überprüfen. tisch eine ausgewogene Berichterstattung gelingt. W ir haben Themen, die laufen lange Zeit in eine Rich-Was macht Ihrer Meinung nach einen „Ich bin davon tung, und die Jour nalisten laufen mit demsauber arbeitenden Journalisten aus? überzeugt, dass Strom, dem „Mainstr eam“, mit. Und dannAls Agenturjour nalist aus Leidenschaft bin die Menschen sich gibt es Kollegen, die gerade bei diesen The-ich davon überzeugt, dass die Menschen sich men mit gut r echerchierten Geschichten he-selbst ein Urteil bilden wollen und auch sollen. selbst ein Urteil rausstechen, die gegen den Strich gebürstetIch will ihnen die Fakten dafür so gut und so bilden wollen sind, die einen Perspektivwechsel wagen –verantwortungsvoll es geht aufber eiten. Ich und auch sollen.“ das ist mutig, das ist mühsam, und das soll-würde daher sagen, dass Information, Unab- ten wir viel öfter machen.hängigkeit, Zuverlässigkeit und Sorgfalt die wesentlichenPunkte sind, die guten Journalismus ausmachen. Warum richten sich Journalisten überhaupt danach, was das Leser-Gros vermeintlich lesen möchte?Denken Sie, dass die wirtschaftliche Abhängigkeit Also wenn Sie nicht für den Leser schr eiben, für wen dann?mancher Zeitungen gegenüber großen Anzeigenkunden Das wäre meine Gegenfrage. Allerdings glauben wir manch-aus Wirtschaft oder Industrie zum Verlust der Presse- mal zu wissen, was die Leser möchten – und wissen es garfreiheit führen kann? nicht. Dann laufen wir als Jour nalisten in eine Richtung losIch würde sagen, für die journalistische Unabhängigkeit ist in und unterschätzen, dass der Leser eigentlich viele Perspektivenerster Linie jeder Journalist selbst verantwortlich. Das fängt im haben will, um sich sein eigenes Bild zu machen. Das sollteAlltag an: Lasse ich mich von Unter nehmern oder Politikern, man nicht vergessen: Die Leser sind viel schlauer , als wirüber die ich berichte, einladen? Lasse ich wichtige Fakten aus manchmal denken.meinem Artikel raus, weil sie vielleicht nicht in meine Ge- (lv)schichte oder mein Bild passen? Bringe ich eine Gefälligkeits-geschichte, weil ich mir beim nächsten Mal von meiner QuelleAKAD. DAS HOCHSCHULMAGAZIN. 22 I April 12 25