Handbuch CONSIDEO Modeler V 5.0

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Dieses Handbuch zeigt anschaulich die Bedienung der Consideo Modeler Software. …

Dieses Handbuch zeigt anschaulich die Bedienung der Consideo Modeler Software.
Es handelt sich um die Beschreibung der Version 5.0. Andere Versionen sind ebenfalls hier eingestellt.
Bitte beachten Sie, dass Sie beim Online-Kauf mit der Aktionscode-Eingabe "Kahrs-Beratung" einen Bonus von 10 % erhalten! Herzliche Grüße aus Bremen Detlef Kahrs

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  • 1. CONSIDEO MODELER - Handbuch,Version 5.0
  • 2. Inhaltsverzeichnis 1. Über dieses Buch und den MODELER .................................................................................................. 4 2. Installation, Freischaltung und Updates ................................................................................................... 5 3. Übersicht: Ursache-Wirkungsmodellierung mit dem MODELER .......................................... 7 4. Arbeitsbereich ‘Qualitativ’: Ein erstes Ursache-Wirkungsmodell ............................................. 8 5. Dokumentation des Modells ..................................................................................................................... 10 6. Grafische Gestaltung von Modellen ...................................................................................................... 12 7. Qualitative Gewichtung von Zusammenhängen ............................................................................ 13 8. Anzeige von Ursachen- und Wirkungsketten .................................................................................. 14 9. Anzeige von Rückkopplungsschleifen ....................................................................................................15 10. Qualitative Analyse: Anzeige der Einflussmatrix ............................................................................ 16 11. Arbeitsbereich ‘Beschreiben’: zielstrebig sein .................................................................................... 17 12. Arbeitsbereich ‘Kreativ’: Brainstorming und Metaplan ................................................................. 18 13. Subsysteme anlegen - der Modell-Explorer ...................................................................................... 19 14. Export, Drucken u. Speichern (z.B. für Office-Programme o. Intranet) ............................ 20 15. Arbeitsbereich ‘Quantitativ’: System Dynamics ............................................................................... 21 16. Konstante Inputfaktoren oder eine Reihe von Werten ..............................................................22 17. Eingabe von Formeln ......................................................................................................................................23 18. Abhängigkeiten zwischen Faktoren graphisch skizzieren ........................................................... 24 19. Beispiel eines Datenimports aus EXCEL ............................................................................................25 20. Arbeitsbereich ‘Simuliere’: Einrichten von Simulationscockpits .............................................. 26
  • 3. 21. Vergleichen von Was-Wäre-Wenn-Szenarien ................................................................................. 27 22. Simulationseinstellungen ............................................................................................................................... 28 23. Verschieben von Daten auf der Zeitachse ........................................................................................ 29 24. Erwartetes und Gewünschtes Verhalten ............................................................................................. 30 25. Export von Simulationsergebnissen und SQL-Anbindung ........................................................31 26. Weiteres Beispiel für die Wahl von Bestandsgrößen ................................................................... 32 27. Modellaustausch über die Zwischenablage, Import von Mind Maps etc. ........................ 33 28. Tastaturbefehle ................................................................................................................................................... 34 29. CONSIDEO OLAP MODELER .............................................................................................................. 35 30. CONSIDEO PROCESS MODELER ...................................................................................................... 36 31. Literaturempfehlungen .................................................................................................................................. 45
  • 4. MODELER allgemein 1. Über dieses Buch und den MODELER Der CONSIDEO MODELER ist eine Software zur Visualisierung und Analyse von Ursa- che-Wirkungszusammenhängen für grundsätzlich alle Planungen und Entscheidungen. Unser erstes Buch, ‘Modelst Du schon, oder tappst Du noch im Dunkeln?’, hat bereits sehr erfolgreich gezeigt, wie das Erstellen von Ursache-Wirkungsmodellen mit dem MODELER in unterschiedlichsten Bereichen zu erstaunlichem Erfolg führt. Es hat außer- dem gezeigt, dass es ganz einfach ist. Wie einfach es ist bzw. wie es konkret geht, zeigt das vorliegende Buch: CONSIDEO MODELER Es handelt sich um keine vollständige Beschreibung aller Funktionen des MODELERs, sondern um einen Schnelleinstieg für die Anfänger mit ein paar Tipps auch für die Exper- ten. Der erste Teil dieses Buches liegt der Software auch als pdf-Datei bei. Im Grunde lässt sich der MODELER auch komplett ohne Beschreibung bedienen. Die Funktionalität kann über die rechte Maustaste (Kontextmenü) erobert werden. Die Software ist aus einem EU-Forschungsprojekt entstanden - mit dem Ziel, Werkzeug und Methode des Vernetztes Denkens nicht mehr nur den wenigen Experten an die Hand zu geben, sondern den Entscheidern und Planern selbst. Derzeit ist der MODELER daher das sicherlich am einfachsten zu bedienende Entscheidungsunterstützungswerkzeug am Markt. Auf der CeBIT 2009 hat der MODELER zwei Innovationspreise gewonnen. Weltweit ‘modeln’ führende Unternehmen, Organisationen, Schulen und Privatmenschen. Ursache-Wirkungsmodelle stellen nur die Gedankengänge von Menschen dar. Dabei werden sogar Bauchentscheidungen bzw. Intuitive Intelligenz berücksichtigt. Es ist keine Blackbox, die weiss, wie die Welt sich verhält. Die meisten Faktoren eines Models würden so oder so auch ohne Software bei einer Entscheidung berücksichtigt werden - nur eben nicht so reproduzierbar, leicht zu kommunizieren, zu erweitern und Wirkungsketten und nicht-lineare Entwicklungen aufzeigend. In diesem Sinne viel Freude und Erfolg mit den eigenen Modellen! 4
  • 5. MODELER allgemein 2. Installation, Freischaltung und Updates Der MODELER ist eine Java-Runtime-Anwendung und läuft auf allen Rechnern, auf de- nen mindestens Java 1.5 läuft - also Windows XP, Vista, Linux und Mac OS X (ab 10.4, also Tiger, dort heisst es Java 5.0). Für Windows, Mac und die meisten Linux-Distributio- nen gibt es ein Installationsprogramm. Grundsätzlich aber kann das Programm alternativ zur Installation und einem Start-Symbol auch über Doppelklick auf der Datei consideo.jar gestartet werden. Sie können nach der Installation bzw. nach Entpacken des Ordners direkt mit dem MODELER und den Funktionen des OLAP MODELERs und PROCESS MODELERs ar- beiten. Erst wenn Ihr Modell 20 Faktoren überschreitet, müssen Sie für die qualitative und die quantitative Analyse eine Lizenz für den MODELER bzw. für die erweiterten Funktio- nen entsprechend eine Lizenz des OLAP oder PROCESS MODELERs erworben haben. Mit der Lizenz können Sie sich unter dem Menü ‘Hilfe’ unter ‘Freischalten’ den MODELER auf bis zu zwei Rechnern freischalten oder upgraden. Dazu müssen Sie gemäß der Anlei- tung entweder direkt über das Internet mit unserem Lizenzserver eine Datei austau- schen, oder via Email. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auch jederzeit über un- ser FORUM auf www.consideo.de. Wenn Sie neue Hardware haben und Ihre Lizenz nicht mehr geht, deregistrieren Sie sich über das Menü Hilfe oder melden Sie sich bitte bei uns und Sie erhalten einen weiteren Schlüssel. Beachten Sie hierzu unbedingt auch die Li- zenzbedingungen zum MODELER, zu finden in dem Programmordner. Bei Problemen senden Sie am besten eine Email an support@consideo.de - mit Telefon- nummer, und wir rufen Sie an. Schulen und Universitäten erhalten den MODELER zu Lehrzwecken anbei kostenlos. Updates können Sie jederzeit von www.consideo.de herunterladen und je nach Aktualität Ihres Lizenzschlüssels direkt benutzen. Wenn Sie beim Download sich mit unseren MODELER - News einverstanden erklärt haben, werden Sie regelmäßig über Updates informiert. 5
  • 6. S. 64 S. 17 S. 20 S. 21 S. 18 S. 35 S. 22 6 S. 12, 16 u. 23 S. 19 S. 30 - 34 S. 37 S. 29 S. 35 S. 14 S. 25 - 28 S. 39 MODELER allgemein S. 40 - 46
  • 7. MODELER allgemein 3. Übersicht: Ursache-Wirkungsmodellierung mit dem MODELER Der CONSIDEO MODELER erlaubt das Zusammenspiel vieler Faktoren zu visualisieren. Über Subsysteme können Hunderte von Faktoren übersichtlich und strukturiert mitei- nander verbunden werden. Das Zusammenspiel zwischen den Faktoren kann dabei ent- weder qualitativ und sehr schnell, über eine grobe Gewichtung (z.B. mit ‘schwach’, ‘mittel’ u. ‘stark’) der grundsätzlichen Zusammenhänge (der Arbeitsbereich ‘Qualitativ’) oder quantitativ, durch Hinterlegen von Daten und mit Formeln für eine Simulation im Zeitverlauf (der Arbeitsbereich ‘Quantitativ’) beschrieben werden. In beiden Fällen können über die Subsysteme und etliche Faktoren hinweg Wirkungs- ketten und Rückkopplungsschleifen angezeigt werden. Ebenso können - und in vielen Fällen auch ‘sollten’ - den Modellen der Arbeitsbereich ‘Beschreiben’ zur genauen Zielfestlegung und der Arbeitsbereich ‘Kreativ’ zum Brainstorming auf einer elektronischen Metaplanwand vorgeschaltet werden. Ein Modell kann vollständig dokumentiert werden, Diskussionen und Dokumente können hinterlegt werden und sämtliche Inhalte können flexibel in Reports exportiert werden. Sämtliche Grafiken können zudem über das Kontextmenü schnell für eine Weiterver- wendung, z.B. in Office-Programmen, gespeichert werden. Selbstverständlich kann ein anfänglich nur qualitativ gewichtetes Modell auch zu einem quantitativen Modell erweitert werden. Nebenstehende Grafik zeigt die Zusammenhänge der Möglichkeiten des MODELERs. Grün ist die qualitative Analyse, rot die quantitative. Blau sind die Funktionen für beide Modellierungsarten und zentral ist der schwarze Be- reich des Ursache-Wirkungsmodells. 7
  • 8. Allgemeine Modellierung 4. Arbeitsbereich ‘Qualitativ’: Ein erstes Ursache-Wirkungsmodell Legen Sie im Arbeitsbereich ‘Qualitativ’ durch Doppelklick zwei Faktoren an und benen- nen Sie diese - ggf. über das Kontextmenü des Faktors. Eine Verbindung erstellen Sie, in- dem Sie bei dem einen Faktor einmal auf das erscheinende Verbindungssymbol klicken, und auf dem anderen Faktor dann ein weiteres Mal klicken (kein Drag & Drop). Die Ver- bindung bedeutet dann: je mehr Mitarbeiterbeteiligung ich habe, desto mehr Kosten habe ich. Wären die Kosten damit niedriger, könnte ich über das Kontextmenü der Verbindung die Polarität auf Minus setzen. 8
  • 9. Allgemeine Modellierung Die Verbindung weist entweder auf die Mitte des Faktors oder gezielt auf einen der acht Anfass-Punkte um den Faktor herum. Mit diesen Punkten können Sie auch die Größe der Box anpassen. Die Verbindungsverläufe können Sie ebenso wie die Position der Faktoren und der +/- Zeichen durch Ziehen mit der Maus verändern. Sie können so nun Ihr erstes Modell vervollständigen. Um ggf. Verbindungen quer durch das Modell zu vermeiden, können Sie über das Kontextmenü auf der freien Fläche Kopi- en interner Faktoren einfügen. Diese erhalten dann eine gestrichelte Umrandung (auch via Drag&Drop mit dem Explorer, siehe Kaptitel 13). Fertig ist Ihr erstes Modell! 9
  • 10. Allgemeine Modellierung 5. Dokumentation des Modells Neben der Beschreibung des Gesamtmodells im Arbeitsbereich ‘Beschreiben’ haben Sie diverse weitere Dokumentationsmöglichkeiten. Hinter den Faktoren steht in der Regel etwas - seien es weitere Informationen, Diskussionen oder auch nur eine kurze Erläute- rung, was mit dem Faktor überhaupt gemeint ist. Einfache Beschreibungen der Faktoren erhalten Sie durch Doppelklick auf die Faktoren bzw. deren Kontextmenü und die Eigenschaften. Dabei können Sie in dem Beschreibungs- 10
  • 11. Allgemeine Modellierung feld über das Kontextmenü auch diverse Links zu Dateien und Internetseiten einfügen. Wenn Sie in den Einstellungen unter Menü ‘Bearbeiten’ die Option ‘relativen Pfad ver- wenden’ auswählen, werden Kopien der verlinkten Dateien in einem Ordner neben der xml-Datei gespeichert, so dass Sie das Modell mit all seinen Informationen anderen sen- den können. Über das Kontextmenü können Sie zudem die Anmerkungen für jeden Faktor aufrufen. So können Sie Diskussionen hinterlegen. Schließlich können Sie durch Doppelklick auf Verbindungen bzw. deren Kontextmenü auch dort Beschreibungstexte hinterlegen. Die Beschreibungstexte sehen Sie, wenn Sie mit dem Mauszeiger über einer Verbindung oder einem Faktor sind. Außerdem werden die Texte in die zu exportierenden Berichte aufgenommen. 11
  • 12. Allgemeine Modellierung 6. Grafische Gestaltung von Modellen Sie können Ihr Ursache-Wirkungsmodell vielfältig grafisch gestalten. Faktorboxen, Schrift- farben und Verbindungen können Sie über das jeweilige Kontextmenü farbig gestalten, über Mehrfachmarkierung sogar mehrere gleichzeitig. Einstellungen zu den Schriftgrößen können Sie im Menü ‘Bearbeiten’ unter ‘Einstellungen’ vornehmen. Sie können ebenfalls über das Kontextmenü im freien Bereich Textboxen und Grafiken einfügen. Verbindun- gen können Sie in deren Eigenschaftsfenster ein Benutzer-Label geben. Ausgewählte Rückkopplungsschleifen können einen Namen erhalten. Verzögerungen können Sie im Eigenschaftsfenster der Verbindungen angeben - diese werden dann durch kurze Striche auf dem Verbindungspfeil visualisiert. 12
  • 13. Qualitative Modellierung 7. Qualitative Gewichtung von Zusammenhängen Sie können die Wirkung zwischen zwei Faktoren auf zwei Arten qualitativ gewichten: Entweder durch Doppelklick auf die einzelnen Verbindungen und deren Eigenschaftsfens- ter, oder über das Symbol in der Symbolleiste zum Aufruf der Ursache-Wirkungs- Matrix. Die Dicke der Verbindungspfeile passt sich daraufhin in drei Stufen an. Die Matrix verdeutlicht, dass jeder Faktor durch die anderen prozentual beeinflusst wird - also ma- ximal in Summe einer Spalte zu 100 Prozent. Einträge mit einem Minus-Zeichen werden rot eingefärbt - wobei die Summe immer rot ist, wenn keine 100 Prozent erreicht sind. Die Differenz zu 100 kann von Faktoren kommen, die Sie gar nicht im Modell haben. 13
  • 14. Allgemeine Modellierung 8. Anzeige von Ursachen- und Wirkungsketten Sie können für jeden Faktor über das Kontextmenü die Ursachen- und die Wirkungskette anzeigen lassen - auch über mehrere Subsysteme. Dabei können Sie die direkten und indirekten prozentualen Einflüsse aus der qualitativen Gewichtung anzeigen - von den 17% Einfluss von Qualität auf Außenwirkung wirken nur 10%, also 1,7% auf Motivation. 14
  • 15. Allgemeine Modellierung 9. Anzeige von Rückkopplungsschleifen Über das Kontext- menüs jedes einzel- nen Faktors sowie über das Menü ‘An- sicht’ können Sie sich die Schleifen anzei- gen lassen. Rück- kopplungsschleifen charakterisieren den Zeitverlauf Ihres Mo- dells - entweder als kleine Ursache mit zunehmender Wirkung (selbstverstärkende R- Schleife, rot, Reenforcing Feedbackloop), oder als Ursache mit relativ geringer Wirkung (ausgleichende B-Schleife, blau, Balancing Feedbackloop). Sie können individuell umbe- nannt werden. Schleifen über mehrere Subsysteme hinweg werden in einem eigenen Fenster angezeigt. 15
  • 16. Qualitative Modellierung 10. Qualitative Analyse: Anzeige der Einflussmatrix Aus der Summe direkter und indirekter Einflüsse - als Ergebnis der qualitativen Gewich- tung und der Wirkungsketten (horizontale X-Achse), sowie aus der Differenz zwischen ausgleichenden und selbstverstärkenden Schleifen (vertikale Y-Achse) können Sie für je- den Faktor über dessen Kontextmenü die Einflussmatrix durch andere Faktoren ablesen. Je weiter ein Faktor im rechten Bereich liegt, desto stärker ist der kurzfristige Einfluss auf den ausgewählten Faktor - und je weiter oben der Faktor steht, desto stärker ist vermut- lich der langfristige Einfluss. Auf der Einflussmatrix können Sie über das Kontextmenü Legende etc. auswählen. Zoomen können Sie durch Ziehen eines Rahmens. Den Zoom aufheben durch kurzes Ziehen mit der Maus von rechts nach links. 16
  • 17. Allgemeine Modellierung 11. Arbeitsbereich ‘Beschreiben’: zielstrebig sein Im Arbeitsbereich ‘Beschreibe’ legen Sie fest, was Sie überhaupt modeln wollen. Beschreiben Sie die Herausforderung und das Ziel Ihres Projekts oder auch nur das Ihres Modells. Bei den Systemgrenzen können Sie vorab festlegen, was Sie nicht betrachten wollen. Soll es qualitativ oder quantitativ sein? Welche Detailtiefe wollen Sie betrachten? Welche Region? Welchen Zeitraum? usw.. Alles was verhindert, dass Sie Belangloses und zu viel in Ihrem Modell diskutieren und abbilden und stattdessen zielstrebig die Fragestellung bzw. die Lösung erarbeiten. Die Zeiteinheit und der Zeitraum auch der Vergleichswerte spielen bei quantitativen Modellen eine größere Rolle. Der Zeitraum und die Zeiteinheit definieren die Simulation und ihre Schritte. Hier sollte der Zeitraum den des Vergleichszeitraum enthalten, da Sie dann Ihr Modell durch eine Simulation auch der Vergangenheit mit den Ist-Daten validie- ren können. Bei den qualitativen Modellen hilft’s natürlich auch sich darüber im Klaren zu sein, welcher Zeitraum betrachtet werden soll. 17
  • 18. Allgemeine Modellierung 12. Arbeitsbereich ‘Kreativ’: Brainstorming und Metaplan In den Arbeitsbereichen ‘Qualitativ’ und ‘Quantiativ’ arbeiten gerade Nicht-Kenner von Ursache-Wirkungsmodellierung häufig wenig kreativ und sind noch von der ungewöhnli- chen Darstellungsweise abgelenkt - wenn sie nicht sogar ablehnend reagieren. Aber auch Kenner sind beim Strukturieren weniger kreativ. Mit dem Arbeitsbereich ‘Kreativ’ haben Sie die Möglichkeit in Anlehnung an die eher verbreitete Metaplanmethode Ideen auf Kärtchen bzw. Faktoren zu sammeln. Diese Faktoren können dann später in das Modell übernommen werden. Nützlich dabei, dass Sie alternativ zu Doppelklicks sehr schnell allein über die Enter-Taste Faktoren kreisförmig um einen bereits ausgewählten anlegen können. Die Faktoren können schließlich auch durch Aufeinanderziehen zu Stapeln grup- piert werden. Die wichtigsten Faktoren können Sie über das Kontextmenü zu ‘Hauptfak- toren’ (dick umrandet) machen, die Sie dann in den Arbeitsbereich ‘Qualitativ’ über das Symbol in der Symbolleiste übernehmen können. Zusätzlich können Sie jederzeit über die Zwischenablage Faktoren aus ‘Kreativ’ in ‘Qualitativ’ oder ‘Quantitativ’ einfügen. 18
  • 19. Allgemeine Modellierung 13. Subsysteme anlegen - der Modell-Explorer eine Ebene höher umrandete, externe Faktoren Drag & Drop verschiebt Subsysteme u. Faktoren in Subsysteme. Mit Strg-Taste zusammen werden interne oder externe Faktorkopien erstellt Doppelklick springt zu dem mit Doppelklick ins Faktor in dem entsprechen- Subsystem den Subsystem Feld zur Suche nach Faktor- und Subsystemnamen Sie können schnell und einfach Modelle mit hunderten Faktoren in Subsystemen struktu- riert anlegen. Wählen Sie beispielsweise den Faktor Nutzen, machen diesen über sein Kontextmenü zum Subsystem, und legen dort weitere Faktoren an. Die beliebig zu ver- schachtelnden Subsysteme selbst können Sie sich in ihrer Struktur über das Menü ‘An- sicht’ und dem Modell-’Explorer’ anzeigen lassen. Jeder Faktor kann in jedem Subsystem als externe Faktor-Kopie aufgenommen werden. Fügen Sie externe Faktoren über das Kontextmenü mit Klick auf der freien Fläche eines Subsystems ein oder via Drag&Drop bei gehaltener Strg-Taste. Sie erkennen die externen Faktoren dann an der durchgezo- genen Umrandung. In die Subsysteme kommen Sie u.a. durch Doppelklick im Explorer oder über das Kontextmenü der externen Faktoren und dem Eintrag ‘Öffne Diagramm’. Verbindungen mit Subsystemen sind gestrichelt, da mehrere Faktoren verbunden sein könnten. 19
  • 20. Allgemeine Modellierung 14. Export, Drucken u. Speichern (z.B. für Office-Programme o. Intranet) Sie können geradezu jede Grafik, Tabelle etc. exportieren, z.B. als Grafik für die Weiter- verwendung in Office-Programmen. Tipp: Je höher der Zoom im MODELER, desto höher auch die Auflösung der Grafikdatei. Sie können außerdem über das Menü ‘Datei’ und dort ‘Export’ das gesamte Projekt ex- portieren - als PDF, Postscript, CSV oder als HTML-Export mit eigenen Stylesheets. In dem HTML-Export können Sie über die Faktoren der Grafiken sogar zu den HTML-Sei- ten mit Beschreibungstexten oder Subsystemen navigieren. Im MODELER-Druckdialog können Sie die Grafiken sogar auf mehrere Seiten verteilen. 20
  • 21. Quantitative Modellierung 15. Arbeitsbereich ‘Quantitativ’: System Dynamics Sie können auch das Verhalten Ihres Modells im Zeitverlauf analysieren. Mathematisch und wenn möglich auch mit Daten beschreiben Sie quantitativ die Zusammenhänge. Die Simulationsmethode dahinter heißt System Dynamics und unterscheidet zwischen Be- stands- (blau), Fluss- (grün), Informations- (rot) und Inputfaktoren (gelb). Sie definieren über das Kontextmenü aber nur den ‘Typ’ ... ‘Bestandsgröße‘ von Faktoren wie Kontostän- den, Materialständen, Qualitätsniveaus etc. (siehe auch Kap. 26). Die übrigen Faktoren erhalten vom MODELER automatisch den richtigen Typ für eine gültige Simulation, bzw. so genannte Quick-Fixes helfen Ihnen, zu einem gültigen Modell zu kommen. Eine weitere Hilfe erhalten Sie über das Menü ‘Hilfe’ und ‘Zeige Probleme’. Mit Doppelklick auf die Einträge gelangen Sie zu den noch zu bearbeitenden Faktoren. Die Wahl der Einheiten (EURO, Stück, Prozent, Liter etc.) in den Eigenschaftsfenstern der Faktoren hilft Ihnen zu einem logischen Modell zu kommen - sie ist aber nicht zwingend. Über die Eigenschaften der Verbindungen können Sie nun exakte Verzögerungen (Delays) angeben. Simulations- zeitraum und -schrittweite geben Sie z.B. im Arbeitsbereich ‘Beschreiben’ an. 21
  • 22. Quantitative Modellierung 16. Konstante Inputfaktoren oder eine Reihe von Werten entweder - oder entweder - oder Für Inputfaktoren können Sie nach Doppelklick auf den Faktor im Eigenschaftsfenster durch ‘Benutze Gleichung’ und ‘Benutze graphische Funktion’ wählen, ob Sie einen kon- stanten Wert (Achtung! Punkt statt Komma) oder eine Reihe von Werten angeben wol- len. Bei der Wertereihe können Sie noch wählen, ob Sie Einzelwerte in die Tabelle eintragen wollen, oder mit der Maus durch Ziehen auf dem Graphen eine Wertereihe skizzieren wollen. Für den Graphen können Sie vorab in der Tabelle einen ausreichend hohen Wert für die Skalierung angeben. In Tabellen müssen Sie nach Eingabe eines Wertes immer En- ter drücken. Je nachdem was Sie zuletzt aktiviert haben, ‘Benutze Gleichung’ oder ‘Benutze graphische Funktion’, wird der MODELER Werte für die Simulation wählen. 22
  • 23. Quantitative Modellierung 17. Eingabe von Formeln Formeln für jeden Faktor können Sie im Eigenschaftsfenster des Faktors entweder direkt über die Tastatur, über das ‘Tastenfeld’ des MODELERs oder mit Hilfe von ‘Funktionen’ eingeben. Sämtliche mit einem Faktor verbundene Faktoren erscheinen aufgelistet und können und müssen per Doppelklick in die Formel aufgenommen werden. Wenn Sie die Tastatur benutzen, müssen Sie immer mal wieder in das Formelfeld klicken, damit dort der Eingabecursor steht. Für Fragen zu den vielfältigen Funktionen nutzen Sie bitte unser MODELER-FORUM. 23
  • 24. Quantitative Modellierung 18. Abhängigkeiten zwischen Faktoren graphisch skizzieren Das Beispiel zeigt Frust (zwischen 0 und 100 Prozent) in Abhängigkeit vom Kontostand. Zuerst geben Sie im Formeleditor als Gleichung die Faktoren an, von denen der ausge- wählte Faktor abhängig ist. Dann wechseln Sie in ‘Benutze graphische Funktion’ und dort in den ‘Chart-Editor’. Im Chart-Editor sollten Sie in der Tabelle zuerst zwei Wertepaare zur Definition des Wertebereichs anlegen - in diesem Beispiel -5000 : 1.0 (100 Prozent Frust) und 5000 : 0 (keinen Frust bei Kontoplus von 5000 Euro). Sie können daraufhin dann durch Einzelklicks oder durch Ziehen auf dem Graphen den Verlauf der Abhängigkeit beliebig skizzieren. 24
  • 25. Quantitative Modellierung 19. Beispiel eines Datenimports aus EXCEL Die Werte für Inputfaktoren können Sie in deren Eigenschaftsfenster unter ‘Benutze gra- phische Funktion’ auch über ‘Import’... ‘Datei’ aus z.B. einer Excel-Tabelle importieren. Wichtig hierfür ist, dass in der Excel-Tabelle eine Spalte die gleiche Zeiteinheit darstellt, wie Ihr Modell. Sie können so für jeden Faktor einen eigenen Import von Daten definieren und hernach für alle Faktoren über das Menü ‘Datei’ und ‘Refresh Import’ die Werte aus den unter- schiedlichen Quellen mit einem Klick aktualisieren. 25
  • 26. Quantitative Modellierung 20. Arbeitsbereich ‘Simuliere’: Einrichten von Simulationscockpits Sie können die Ergebnisse der Simulation als Kurven und als Tabellen darstellen und im Cockpit zudem alle Parameter, also Anfangsbestände, Verzögerungen, Konstanten oder Wertereihen, über so genannte Manipulatoren variieren. Es gibt Schiebe-, Tabellen- und Diagramm-Manipulatoren. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste in den freien Bereich Ihres Cockpits und wählen Sie den gewünschten Manipulatortyp. Elemente Ihres Cockpits können Sie dann durch Ziehen mit der Maus in der rechten unteren Ecke in der Größe ändern. Die Position im Cockpit ändern Sie durch Ziehen im Titelbereich des Elements. Durch Doppelklick im Titelbereich können Sie die Elemente benennen. Über das Kontextmenü können Sie Wertebereiche, Farben etc. für die Elemente variieren. Die Simulation starten Sie über ‘das Männchen’ in der Symbolleiste. Über das Kontextmenü des Cockpitnamens können Sie sich auch mehrere Cockpits einrichten. 26
  • 27. Quantitative Modellierung 21. Vergleichen von Was-Wäre-Wenn-Szenarien Der Vergleich von Szenarien ist ganz einfach. Sie können sowohl einzelne Kurven inner- halb eines Diagramms als auch das ganze Diagramm ‘einfrieren’, daraufhin die Parameter variieren und nach Klicken auf das ‘Männchen’ in der Symbolleiste die neuen mit den ein- gefrorenen Simulationsergebnissen vergleichen. Eingefrorene Diagramme können Sie an dem Sternchen erkennen, aber natürlich auch jederzeit aussagekräftig mit Szenario 1 etc. benennen. Sie können jedem Element des Cockpits über das Kontextmenü einen Beschreibungstext hinzufügen. 27
  • 28. Quantitative Modellierung 22. Simulationseinstellungen Im Menü ‘Simulation’ finden Sie die ‘Simulationsdetails’. Hier können Sie vor allem Anfang und Endzeit sowie die Schrittweite einstellen - genauso wie im Arbeitsbereich ‘Beschrei- be’. Eine Schrittweite kleiner 1 führt ebenso wie der Wechsel zu einer der Runge-Kutta- Methoden zu einer mathematisch gesehen genaueren Berechnung der Integrale hinter den Bestandsgrößen - aber das Ergebnis entspricht dann nicht mehr der Intuition und dem, was in realen Projekten und Prozessen nachzurechnen ist. Für diese Expertenmodi verweisen wir auf Erläuterungen der Näherungsverfahren in der Literatur oder z.B. bei Wikipedia. Eine weitere Einstellung betrifft den ‘Anzeige-Modus’: Wenn Sie beispielsweise statistische Daten für einzelne Jahre importieren (z.B. Umsatz- oder Bevölkerungszahlen), sind diese in der Realität das Ergebnis für das Ende dieses Jahres. Ihr Wert gilt damit erst zu Beginn des nächsten Zeitschrittes, weshalb Sie hier besser ‘Ende’ wählen. Die Option der ‘Pfadanalyse’ bezieht sich auf die derzeit inaktive Dominant Loop Analysis. 28
  • 29. Quantitative Modellierung 23. Verschieben von Daten auf der Zeitachse Wenn Sie z.B. auf Basis von Verkaufszahlen der Vergangenheit eine Prognose für die Zu- kunft erstellen wollen, können Sie die Zahlen von Inputwerten im Arbeitsbereich ‘Simulie- re’ mit einem Tabellenmanipulator auf der Zeitachse verschieben. Im gezeigten Beispiel werden die Daten um 4 Tage in die Zukunft verschoben. Werte, die damit auf das Wo- chenende verschoben werden, werden um 100 Prozent gekürzt (-1), genauso wie Werte, die auf die zu importierenden Ausnahmetage fallen. Werte die zuvor am Wochenende lagen und 0 waren, werden in diesem Beispiel den vormals Freitagswert erhalten. Sie können also Wochentage mit einer Voreinstellung zwischen -1 und 1 versehen und diese Einstellung entsprechend berücksichtigen, wenn Sie um etwas anderes, als ganze Wochen (7), verschieben. Z.B. könnte der Freitag mit einer Einstellung von 0.1 bedeuten, dass Umsatzzahlen von Freitagen grundsätzlich 10 Prozent höher liegen, als die anderer Tage. Der Mittwoch könnte mit -0.1 entsprechend umgekehrtes bedeuten. 29
  • 30. Quantitative Modellierung 24. Erwartetes und Gewünschtes Verhalten Sie können für jeden Faktor im Eigenschaftsfenster ein erwartetes und ein gewünschtes Verhalten hinterlegen. Auf diese Weise können Sie vorweg schon eine Annahme hinsichtlich eines Faktors tref- fen und diese nachher mit dem tatsächlichen Simulationsergebnis vergleichen. Entsprechend können Sie ein gewünschtes Verhalten vorgeben und später Parameter so variieren, bis Sie dem gewünschten Ergebnis nahe kommen. Sie können sogar die Abweichungen über die Formeln desired() und expected() berech- nen, z.B. in einem weiteren Faktor ‘Kontoabflussabweichung’ die Formel ‘expected([Kon- toabflüsse])-[Kontoabflüsse]’ nutzen. 30
  • 31. Quantitative Modellierung 25. Export von Simulationsergebnissen und SQL-Anbindung Neben den umfangreichen Exportmöglichkeiten im Menü ‘Datei’ unter ‘Export’ haben Sie im Arbeitsbereich ‘Simuliere’ die Möglichkeit, Tabellen über das Kontextmenü als CSV-Da- tei zu exportieren. CSV-Dateien können Sie z.B. in Excel unter dem Menü ‘Daten’ … ‘Externe Daten’ …. ‘Textdatei’ importieren und dort dann weiterverarbeiten. Grundsätzlich können Im- und Export mit dem MODELER aber auch über SQL-Anbin- dungen an Ihre Datenbanken erfolgen. Hier können wir den MODELER schnell an Ihre Bedürfnisse anpassen bzw. Ihnen bei der Einrichtung helfen. Fragen Sie bitte unter info@consideo.com nach oder schauen Sie nach Beispielen unter www.consideo.de in unserem MODELER-FORUM. 31
  • 32. Quantitative Modellierung 26. Weiteres Beispiel für die Wahl von Bestandsgrößen Es handelt sich hierbei um die Quantifizierung des qualitativen Modells aus den ersten Kapiteln. Die Bestandsgrößen stellen einen Zustand dar, der erhöht wird und entsprechend in der Folge gilt. Eine weitere Erläuterung bietet nebenstehende Tabelle. Konto als Nicht-Bestandsgröße würde nur die Salden je Zeitschritt bilden, nicht aber einen for tgeschriebenen Zeitschritt Einzahlungen Auszahlungen Konto (Nicht- Konto Bestandsgröße) (Bestandsgröße) Stand, 1 10 5 5 5 2 12 14 -2 3 3 8 6 2 5 32
  • 33. Allgemeine Modellierung 27. Modellaustausch über die Zwischenablage, Import von Mind Maps etc. Zukünftig wird es auch eine Server-Version des MODELERs geben, mit der dann gleich- zeitig mehrere Anwender am selben Modell arbeiten können. Jetzt schon können Sie sich die Arbeit aufteilen und mehrere Anwender bearbeiten separat ihre jeweiligen Teile des Modells, z.B. die Marketingabteilung einen Bereich, die Produktionsabteilung einen ande- ren. Sie können dann beide Modelle öffnen und in dem Modell 1, z.B. mit gedrückter Um- schalttaste und Klicken mit der Maus, mehrere Faktoren und Subsysteme markieren und diese dann über das Menü ‘Bearbeiten’ in die Zwischenablage kopieren. Wechseln Sie dann in das Modell 2 in ein geeignetes Subsystem und wählen Sie dort aus dem Menü ‘Bearbeiten’ entsprechend ‘Einfügen’. Wichtig: Klicken Sie vorher einmal auf den leeren Bereich in dem Subsystem, damit der MODELER weiss, wo Sie etwas einfügen wollen. Es werden nun die Faktoren und Verbindungen, die es in Modell 2 noch nicht gibt, neu angelegt, und dabei entsprechend bereits vorhandene Faktoren ggf. mit neuen Verbindun- gen versehen. Sie müssen dann nur noch etwaige Formeln anpassen und haben so mit wenigen Mausklicks zwei Modelle fusioniert. Eine weitere Möglichkeit vorhandene Arbeit in ein Modell zu integrieren, ist der Import von Mind Maps aus anderen Programmen wie Freemind oder Mindmanager. Es handelt sich dabei noch um eine junge Funktion, die auch nur soweit funktioniert, wie es Entspre- chungen zwischen Mind Maps und Ursache-Wirkungsmodellen gibt. Die Zweige, die Sie im Mind Mapping Programm eingeklappt haben, werden z.B. zu Subsystemen. Wenn Sie alles ausgeklappt haben, wird entsprechend nur ein einziges, großes Ursache-Wirkungs- modell ohne Subsysteme erstellt. Importe starten Sie über das Menü ‘Datei’ …. ‘Import’. Weitere Beispiele und Beschrei- bungen zu den vielfältigen Importmöglichkeiten finden Sie im MODELER-FORUM. 33
  • 34. Allgemeine Modellierung 28. Tastaturbefehle Auf dem Mac – OS ist entsprechend die Apfel-Taste anstelle von strg zu wählen… strg + s Speichern der Datei strg + p Drucken strg + z Rückgängig strg + c Kopieren strg + x Ausschneiden strg + v Einfügen strg + a Alles auswählen/markieren Pfeiltasten Selektion der Faktoren bzw. Karten Enter Neue Karte bzw. neuer, auf selektierten Faktor zeigender Faktor Umschalt +Enter Neuer Faktor, auf den der selektierte Faktor zeigt Löschen (Entf) Löschen Esc Eingabe beenden strg + Pfeiltasten Verschieben von Faktoren Leertaste Auswahl des oberen, linken Faktors Umschalt + S Subsystem erstellen Umschalt + P Eigenschaftsdialog öffnen Umschalt + Pfleil nach oben Öffne übergeordnetes Subsystem Umschalt + Pfeil nach unten Öffne untergeordnetes Subsystem strg + T Faktortyp ändern, z.B. Bestandsgröße oder Nicht- Bestandsgröße strg + M Kontextmenü öffnen strg + E Editieren, umbenennen 34
  • 35. OLAP MODELER 29. CONSIDEO OLAP MODELER Zum OLAP MODELER finden Sie ein Beispiel sowie einen ausführlichen Quickguide als pdf-Datei auf der CD sowie auf www.consideo.de. Die OLAP-Funktionalität aktivieren Sie im Menü Bearbeiten … Einstellungen. Werte von Schreibfaktoren werden in den Datenwürfel zurückgeschrieben Verbinden mit Datenwürfeln Sie können eine geöffnete MODELER-Datei mit mehreren Datenwürfeln (z.B. SAP-BW, MS Dynamics AX/NAV oder Palo, siehe www.jedox.com) verbinden und einfach via Drag & Drop Dimensionen aus dem Datenwürfel in das Modell ziehen, wo sie zu Faktoren werden. Durch ein Verbinden der Faktoren werden entsprechende Abfragen der Daten aus dem Würfel erstellt. Sie können dann die Daten in Ihrem Modell in Szenarien be- trachten, auf der Zeitachse verschieben usw. und über das Kontextmenü Faktoren, die ebenfalls mit den Dimensionen des Datenwürfels verbunden sind. zu OLAP-Schreibfakto- ren machen. Deren Werte können dann in den Datenwürfel zurückgeschrieben werden. 35
  • 36. PROCESS MODELER 30. CONSIDEO PROCESS MODELER Bei ‘komplexen’ bzw. parallelen Prozessen, welche sich Ressourcen teilen müssen, ermög- licht der CONSIDEO PROCESS MODELER aufschlussreiche Was-Wäre-Wenn-Betrach- tungen. Es können Ressourcenauslastungen und folglich Flaschenhälse (Constraints) auf- gezeigt werden. Dabei werden kürzeste Prozessverläufe im Sinne einer kritischen Kette (Critical Chain) berechnet. Im Grunde können Sie solche Modelle auch mit dem einfachen MODELER erstellen - aber dort müssten Sie sehr aufwändige Formeln entwickeln. Das macht der PROCESS MODELER für Sie im Hintergrund, während Sie in einem neuen Dialogfenster einfach nur die Parameter Ihrer Prozesse einzustellen brauchen. Sie können sogar Projekte z.B. aus MS-Project oder Projectron importieren. Schließlich lassen sich Effekte wie technische Defekte, Lernkurven, Qualitätsprobleme durch Spezifikationsänderungen, Erhöhung der Wartungsintervalle durch Erhöhung der Prozessgeschwindigkeit, Multitaskingfallen etc. wie derzeit mit keinem anderen Tool in ih- rer Rückkopplungswirkung darstellen und analysieren. Modellaufbau Definieren Sie im Beschreibe Arbeitsbereich zuerst die betrachtete Zeiteinheit und den Zeitraum. Nutzen Sie die Arbeitsbereiche analog dem MODELER. In Subsystemen können einzelne Prozessbereiche und -schritte beliebig strukturiert werden. Praktisch ist es, die Ressourcen zentral abzulegen, wenn Sie mehreren Prozessen zugeordnet werden können. Mehr dazu im nächsten Kapitel. Das Beispielmodell dieses Quickguides ist ein ganz einfache Modell einer Tischfertigung - ohne Subsysteme und ebenfalls im MODELER-Forum als Projektmanagementbeispiel zu finden. 36
  • 37. PROCESS MODELER Über die rechte Maustaste wählen Sie den entsprechenden PROCESS-MODELER- Faktortyp. Neben Prozessen gibt es Bestands-Ressourcen und Nicht-Bestands-Ressour- cen sowie Meilensteine: Prozesse sind Tischplatte, Tischbein und Tischmontage. Nicht-Bestands-Ressource sind Tischler 1 und Tischler 2. Bestands-Ressource sind Rundhölzer sowie die Zwischenprodukte Fertige Tischplatten und Fertige Tischbeine. Meilenstein ist Montage fertig vorbereitet. 37
  • 38. PROCESS MODELER Bestands-Ressource Eine Bestands-Ressource ist beispielsweise Material oder ein Zwischenprodukt aus einer vorangegangenen Prozessstufe - in diesem Beispiel Rundholz sowie die Zwischenproduk- te Tischplatten und Tischbeine. Hierdurch können Sie sich Ihre Critical Chain zusam- menstellen, indem immer die Zwischenprodukte oder ähnliches in Form von Bestands- Ressourcen für einen Prozess benötigt werden, und diese entsprechend durch vorange- gangene Prozesse erst hergestellt werden müssen. (siehe auch Meilensteine) Es ist auch möglich das Rüsten einer Maschine in eine zu 100 Prozent gerüstete Maschine als Bestands-Ressource laufen zu lassen, von der dann entsprechend kleine Mengen in 38
  • 39. PROCESS MODELER dem nächsten Prozessschritt abgebaut werden, bis die Maschine wieder neu zu rüsten ist. Alternativ mündet das Rüsten in einem Meilenstein. Bestands-Ressourcen können durch Prozesse aufgebaut werden, durch einen Anfangsbe- stand oder durch eine herkömmliche Flussgröße. Nicht-Bestands-Ressource Nicht-Bestands-Ressourcen sind etwa Maschinen oder Mitarbeiter, die je Zeiteinheit zur Verfügung stehen und welche, wenn sie nicht genutzt wurden, in der nächsten Zeiteinheit nicht zusätzlich zur Verfügung stehen. Sie können für Nicht-Bestands-Ressourcen einen Anfangswert (Eigenschaften des Faktors….Beschreibe) und via Formel-Editor entweder einen konstanten Wert oder eben via Formel durch weitere Faktoren bedingt einen Fol- gewert definieren. So könnte sich in Zukunft die Anzahl der Mitarbeiter durch die Ge- schäftsentwicklung bedingt wandeln. Schließlich können Sie auf diesem Wege durch einen Faktor z.B. auch die Uhrzeiten und die konkrete Anzahl der Mitarbeiter, etwa aus Excel importiert, bestimmen. So lassen sich dann für den gesamten Prozess operative Prozesssteuerungen und Ressourcen-Einsatz- pläne eingeben. Meilensteine Meilensteine verhalten sich so ähnlich wie Bestands-Ressourcen und dienen dem Bilden von Prozessketten. Anders als Bestands-Ressourcen stellen Meilensteine keine Menge von etwas dar, sondern nur den Zustand des Fertigseins. Ein Prozess mündet dabei dann nicht in einer Bestands-Ressource, sondern in einem Meilenstein. Wenn dieser Meilenstein zu 100% fertig ist, kann ein anderer Prozess, der diesen Meilenstein als Voraussetzung hat, starten. Es wird durch den anderen Prozess der Meilenstein aber nicht abgebaut, was der wesentliche Unterschied zur Bestands-Ressource ist. 39
  • 40. PROCESS MODELER Prozesse Ressourcen werden mit dem Prozess verbunden und im Dialogfenster werden ganz ein- fach der Bedarf, die Dauer und die Reihenfolge der Prozesse angegeben. Einmal begonnene Prozessschritte, die länger als eine Zeiteinheit dauern, werden dabei zuerst beendet, eh ein übergeordneter Prozess wieder vorrang erhält. Zusätzlich können Start- und Stopp-Wert angegeben werden. Die Anzahl Fertiger Ein- heiten eines Prozesses wird hierbei betrachtet. Wenn diese den Start-Wert erreicht bzw. unterschreitet, wird der Prozess gestartet, und wenn der Stopp-Wert erreicht wird, ent- sprechend angehalten. Für nicht durchlaufende Prozesse, sondern Aufträge/Projekte, kann auch das Stopp-Kriterium als absoluter Wert markiert werden. 40
  • 41. PROCESS MODELER Ressourcen können als Ganzzahlig, also als ganze Werte markiert werden. Wenn in Vorstufen Teile produziert werden, macht es Sinn, nur ganze Teile für den aktuellen Pro- zess als Grundlage zu nehmen. Bei Mitarbeitern und Maschinen sollten in der Regel auch Ganze angenommen werden, wobei hier ggf. innerhalb einer Zeiteinheit ein Mitarbeiter nicht die ganze Zeit für einen Prozess benötigt wird, und somit ein Teil seiner Zeit noch für andere Prozesse zur Verfügung steht. In der Realität ist dann aber immer noch die Frage, welchen Teil einer Zeiteinheit eine Ressource den jeweiligen Prozessen in Teilen zugeordnet wird, was in vielen Fällen eine feinere Zeiteinteilung erforderlich macht. Schließlich können Sie bei den Ressourcen auch das OR-Kriterium einsetzen. Sie können also angeben, dass ein Prozess von dem einen ODER dem anderen Mitarbeiter bedient wird. Dabei wir zuerst immer versucht, die Ressource vor dem OR einzusetzen. Berechnet wird die kürzest, mögliche Prozessdauer bei frühest möglichem Beginn. Wenn aber eine Ressource für einen Prozessschritt fehlt, wird der in der Prioritätenliste folgen- de Prozess gewählt bis ein übergeordneter Prozess wieder starten kann. 41
  • 42. PROCESS MODELER Die Prioritäten verschieben Sie über die Prioritätenliste. Die Prioritätenliste erkennt sogar Subsystemstrukturen und erlaubt so, Blöcke von Prozessen, etwa einen Gesamtprozess mit seinen Prozessschritten, in ihrer Priorität zu verschieben. Managementcockpit - Was-Wäre-Wenn-Szenarien Im Cockpit im Arbeitsbereich Simuliere werden Was-Wäre-Wenn-Betrachtungen durch Variation der Bedingungen, z.B. mittels Schieberegler, möglich. Es können neben Prozessverläufen auch Auslastungen von Maschinen etc. angezeigt werden, um die jeweiligen Flaschenhälse (Constraints, siehe von E. Goldratt ‘The Theory of Constraints’) erkennen zu können. Dies ermöglicht eine Optimierung im Sinne von Soft-Operations-Research - wenn Sie durch sukzessive Erhöhung von Ressourcen das Gesamtergebnis verbessern. Um Flaschenhälse erkennen zu können legen Sie einfach ein Diagramm mit allen Res- sourcen - oder mehrere Diagramme - an. Die durchgehenden Farben signalisieren Fla- schenhälse, Ressourcen, die durchgehend im Einsatz sind. Es wird immer eine Ressource durchgehend im Einsatz sein - es sei denn, Material oder Zwischenprodukte von außen fehlen oder es gibt aufeinanderfolgende Prozesse, bei denen im einen eine andere Res- source Flaschenhals ist, als im anderen. Sie können von den Nicht-Bestands-Ressourcen im Cockpit auch die ungenutzten Mengen anzeigen lassen, und so umgekehrt auf Fla- schenhälse schließen. Im Cockpit können Sie dann in Was-Wäre-Wenn-Szenarien die Ressourcen sukzessive erhöhen, woraufhin dann andere Ressourcen zum Flaschenhals werden - im Grunde so- lange, bis alle Ressourcen durchgehend im Einsatz wären. Eine Ressource, die kein Flaschenhals ist, zu erhöhen hätte auf die Gesamtprozess-/projektdauer keinen Einfluss! Für die Anzeige von Flächendiagrammen wählen Sie im Diagramm einfach über das Kon- textmenüt Typ …. Flächendiagramm gestapelt. In unserem Beispiel hier ist Tischler 2 durchgehend im Einsatz und somit Flaschenhals. 42
  • 43. PROCESS MODELER 43
  • 44. PROCESS MODELER Für die Auswahl von Schiebereglern bzw. die Änderung von Parametern im Cockpit fin- den Sie den Bedarf und die Einsatzdauer von Ressourcen für die jeweiligen Prozesse als Auswahlpunkt bei den Ressourcen. Dort finden Sie auch die Möglichkeit, die ungenutzen Ressourcen je Zeiteinheit und aufsummiert anzuzeigen. Der Prozess bietet neben der Ergebnisanzeige nur den Start- und Stopp-Wert. Abschließend noch ein anderes Beispiel aus unserem MODELER FORUM, welches eine von vielen Möglichkeiten zeigt, Prozesse und Ressourcen in Subsystemen zu strukturieren. 44
  • 45. Tipps und Tricks 31. Literaturempfehlungen J.D. Sterman: 'Business Dynamics'; “Ein Fundus zu System Dynamics” E.M. Goldratt: 'The Goal'; “Bei allen Herausforderungen gibt es einen Flaschenhals, ein ‘Constraint’, das zu bearbeiten den größten Hebel darstellt.” Edward Yourdon: 'Death March'; “Projekte scheitern, wenn Zusammenhänge nicht er- kannt werden” Frederic Vester: 'Die Kunst vernetzt zu denken'; “Ein Klassiker der ‘qualitativen’ Ursache- Wirkungsmodellierung, wenngleich der MODELER in Details bewusst abweicht” Tony Buzan: 'Harnessing the Parabrain'; “Erfinder des Mind Mappings mit Erklärungen zur Steigerung des Hirnpotentials durch Visualisierung” Peter M. Senge: 'The Fifth Discipline'; “Praxisorientierte Sicht auf die System Dynamics Archetypen und deren Handhabe” Dietrich Dörner: 'Die Logik des Misslingens'; “Warum uns nicht-lineares Denken und neue Methoden so schwer fallen” Kai Neumann: 'Modelst Du schon - oder tappst Du noch im Dunkeln?’ und ‘KNOW- WHY: Model Dein Glück’ und ‘KNOW-WHY: Management kapiert Komplexität’ und ‘KNOW-WHY: Chancen für eine bessere Welt’. Weitere Literaturempfehlungen finden Sie unter www.ilsa.de. Informationen zum MODELER, Termine für Workshops etc. finden Sie natürlich unter www.consideo.de. Wenn Sie unsere MODELER-News noch nicht erhalten, können Sie die Zusendung durch Ausfüllen des Download-Formulars bewirken. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen und danken den vielen Anwendern, für die tolle Hilfe bei der Entwicklung! 45